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Von Bärbel Hilbig
Der DGB Niedersachsen-Mitte hat in der Regionsverwaltung und in etlichen
Kommunen eine Diskussion über einen Schulmittelfonds für Kinder
und Jugendliche angeschoben, deren Familien von Arbeitslosengeld II oder
ähnlichen Leistungen leben. In Hannover hat das Linksbündnis
beantragt, die Kosten für einen solchen Fonds zu prüfen, mit
dem der Kauf von Schulheften, Stiften, Tornister, Exkursionen und ähnlichem
unterstützt werden soll. Im Hartz-IV-Satz seien Schulsachen als Bedarf
gar nicht berücksichtigt, sagte Michael Höntsch vom Linksbündnis.
Die CDU-Fraktion unterstützte den Antrag diese Woche im Schulausschuss,
genauso wie Eltern, Lehrer- und Schülervertreter. Er wurde allerdings
mit den Stimmen von SPD und Grünen abgelehnt.
Die Zuständigkeit liegt beim Land, sagte Regine Kramarek,
schulpolitische Sprecherin der Grünen. Höntsch stimmte dem
zu. Aber wenn dort nichts passiert, sind wir als Stadt gefordert.
Jens Meyburg (FDP) berichtete, bei den nächsten Haushaltsplanberatungen
des Landes solle voraussichtlich über einen Fonds beraten werden.
Höntsch verwies auf die Stadt Oldenburg, die das nicht abgewartet
hat, sondern für rund 4800 betroffene Schüler einen jährlichen
Fonds von 200 000 Euro eingerichtet hat.
Falls das Land nicht einspringt, sieht Michael Klie, schulpolitischer
Sprecher der SPD, allerdings eher die Region Hannover als zuständig
an, da sie Träger der Sozialhilfe ist. Die Regionsverwaltung
prüft im Auftrag aller Fraktionen im Moment tatsächlich, wie
viel ein Schulmittelfonds kosten würde. Allerdings war der Antrag
dort im Schulausschuss gestellt worden. Die Region fühlt sich deshalb
nur als Schulträger angesprochen und untersucht, wie viele Schüler
ihrer Berufsschulen und Förderschulen möglicherweise als bedürftig
einzustufen sind. bil
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