| BILDUNGSSTANDARDS - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover |
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HAZ+NP, 30.-31.07.2007 |
Schavan dringt auf bundesweit einheitliche Schulbücher |
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NP, 06.08.2007 Einheitliche Schulbücher ? Die Mehrheit der Bundesbürger unterstützt die Forderung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) nach bundesweit einheitlichen Schulbüchern. In einer Umfrage von TNS-Forschung plädierten 86 Prozent dafür und nur 11 Prozent dagegen. Schavan bekräftigte noch einmal ihre Forderung. Eine Absprache der Länder über gemeinsame Schulbücher ist eine mögliche Konsequenz umgesetzter Bildungsstandards, sagte die Ministerin in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Eltern müssten sicher sein können, dass sie mit ihren Kindern problemlos in ein anderes Bundesland umziehen könnten |
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NP, 31.07.2007 Kritik an Schavans Schulbuch-Vorschlag Eberhard Brandt, GEW. Schavans Forderung sei populistisch, das kommt vielleicht bei schlichten Eltern an. Schulbuchentwicklung sei etwas Lebendiges, da gebe es Unterschiede. Brandt: Oder soll jetzt alles nach der bayerischen oder der baden-württembergischen Pfeife tanzen? .... |
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NP, 30.07.2007 Misere ums Schulbuch Mit der Föderalismusreform hat der Bund sich sogar noch weiter aus dem Bereich der Bildungspolitik herausdrängen lassen. Ein Fehler, wie sich immer deutlicher zeigt. .... |
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HAZ, 30.07.2007 Bildungsoffensive geplant Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will im Herbst eine Offensive für einheitliche Bildungsstandards in Deutschland starten. Die Akzeptanz des Föderalismus tendiere gegen null, wenn die Bildungswege nicht vergleichbar würden, sagte Schavan dem Tagesspiegel. So dringt Schavan auf die Einführung bundesweit einheitlicher Schulbücher. ... Bei der Qualifizierungsinitiative sollen laut Schavan mit Ländern und Kommunen Maßnahmen vereinbart werden, die Deutschland als Bildungsstandort international nach vorn bringen. Dazu zählten auch eine Anbindung der Kindergärten an die Grundschulen sowie bessere Zugangsmöglichkeiten für junge Berufstätige zu den Hochschulen |
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HAZ, 30.07.2007 Bildungspolitik: Schavan lernt ... Bei der ersten Föderalismus-Runde wurde der Einfluss des Bundes auf die Schulen auf ein Minimum zurückgestutzt. ... Öffentlicher Druck ist die letzte ihr verbliebene Form der Einflussnahme. ... Mit der Vereinheitlichung von Schulbüchern wählte sie einen eher zufälligen Anlass. Es gibt wichtigere Themen wie etwa die hohen Studien- und Schulabbrecherquoten. Es braucht Druck, damit sich in den Ländern etwas bewegt. .... |
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NP, 31.07.2007 |
Kritik an Schavans Schulbuch-Vorschlag |
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VON PETRA RÜCKERL |
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NP, 30.07.2007 |
Misere ums Schulbuch |
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VON CHRISTOPH SLANGEN |
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HAZ, 30.07.2007 |
Bildungsoffensive geplant |
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Schavan dringt auf bundesweit einheitliche Schulbücher |
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Von Michael M. Grüter |
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HAZ, 30.07.2007 |
Bildungspolitik: Schavan lernt |
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Schavan dringt auf bundesweit einheitliche Schulbücher |
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Im deutschen Bildungssystem darf es keine Sackgassen geben. Der
Satz gehört zum festen Repertoire der Bildungspolitikerin Annette
Schavan. Nun hat die Ministerin ihr Gebot persönlich genommen und
sich aus der Sackgasse bewegt, in die sie sich verrannt hatte. |
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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft , 25.06.2003 |
"...keine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner" |
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Bildungsstandard : KMK-Präsidentin
brüskiert Länder Nationale Bildungsstandards
ohne Abstimmung vorgestellt Frankfurt am Main - „Wenn
die KMK-Präsidentin, Karin Wolff (CDU), vor der Presse Bildungsstandards
verkündet, die von den KMK-Gremien noch gar nicht abgesegnet sind,
ist das ein weiteres Bei-spiel dafür, welch schiefes Verständnis
von Kooperation in der Kultusministerkonferenz herrscht.“ ...
Info: Kernforderungen der GEW an nationale Bildungsstandards sind: |
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NP, 10.03.2003 |
"...keine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner" |
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Schulstrukturreform: /< Bildungsstandards Busemann: „Wir wollen keine Mindeststandards“ Kultusminister Bernd Busemann (CDU) will Leistungsstandards für die Schulen notfalls im Alleingang durchsetzen. Einheitliche Bildungsstandards von Schleswig-Holstein bis Bayern – das haben die Kultusminister der Länder verabredet. ... Busemann: „Wir wollen keine Mindeststandards, sondern einen guten, verantwortlich angehobenen Durchschnittsstandard.“ .. mehr ... |
| KMK-Präsidentin brüskiert Länder |
| Nationale Bildungsstandards
ohne Abstimmung vorgestellt
Frankfurt am Main - „Wenn die KMK-Präsidentin, Karin Wolff (CDU), vor
der Presse Bildungsstandards verkündet, die von den KMK-Gremien noch
gar nicht abgesegnet sind, ist das ein weiteres Bei-spiel dafür, welch
schiefes Verständnis von Kooperation in der Kultusministerkonferenz
herrscht.“ Mit diesen Worten kommentierte Eva-Maria Stange, die GEW-Vorsitzende
der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Zeitungsberichte, nach
denen die Kultus-ministerkonferenz (KMK) erste Beispiele nationaler Bildungsstan-dards
vorgestellt habe. Obwohl den Lehrerorganisationen frühzeitige Informationen
zugesagt worden seien, halte die GEW „noch nichts in den Händen“ und
könne sich deshalb inhaltlich auch nicht äußern.
Nach Informationen der GEW wird erst die Amtschefkonferenz der KMK, das sind die Staatssekretäre der Bildungsministerien der Länder, am Freitag dieser Woche darüber entscheiden, ob die von Arbeitsgruppen erstellten Entwürfe in die öffentliche Diskussion gegeben werden oder erst noch einmal überarbeitet werden müssen. „Ich bin gespannt, wie die Landesregierungen mit dieser Brüskie-rung durch die KMK-Präsidentin umgehen“, so die GEW-Vorsitzende. Die GEW hat sich frühzeitig mit ihren Vorstellungen und Forderun-gen
in den Diskussionsprozess um Bildungsstandards eingeschaltet. Sie hat
das sog. „Klieme-Gutachten“ begrüßt und hofft, dass die KMK
auf dieser Grundlage arbeitet. Gleichzeitig hat die GEW immer wieder
betont, dass Bildungsstandards kein Allheilmittel sind, um die in den
verschiedenen internationalen Studien (PISA, IGLU) aufgedeckten Mängel
zu beheben. Die GEW hält ein grundsätzliches Umsteuern in der
Schulpolitik für notwendig: Dazu gehören die strukturelle
Umstellung des selektiven (Schul-)Systems auf ein integratives System
der individuellen Lernförderung, verbesserte Finanzierung vor allem
des Kita- und Grundschulbereichs, Bil-dungsauftrag für Kitas, Ausbau
der Ganztagsangebote. Sie misst die Bildungsstandards der KMK daran, inwieweit
sie diesen Prozess unterstützen. Info: Kernforderungen der
GEW an nationale Bildungsstandards sind: Diese Pressemitteilung kann im Internet
abgerufen werden unter:
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| "...keine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner" |
| PISA /
Bildungsstandard
"...keine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner"
Prof. Eckhard Klieme < Bund und Länder wollen Bildungsstandards - aber auch gemeinsam? Bildung PLUS: Was macht
gute Bildungsstandards aus? 
Klieme: In Ländern mit einem ausdifferenzierten Bildungssystem müssen die Ergebnisse dieses Systems kontrolliert werden – vor allem die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen. Außerdem ist es für die einzelnen Schulen und Lehrer wichtig, dass sie eine Rückmeldung über die Ergebnisse ihrer Arbeit bekommen. Das kann aber nur funktionieren, wenn im Vorfeld Standards vereinbart werden, an denen sich die Rückmeldung orientiert. Bildung PLUS: Einige Bundesländer entwickeln im Verbund schon eigene Rahmenlehrpläne für Grundschulen. Ist dieser Eifer lobenswert oder eher eine Gefahr für die Entwicklung von nationalen Standards? Klieme: Ich glaube, dass es im Grunde ein guter Weg ist, den diese Länder einschlagen, weil er von der Praxis der einzelnen Länder ausgeht. Bevor man auf nationaler Ebene verbindliche Abstimmungsprozesse schaffen wird, vergeht wahrscheinlich noch einige Zeit. Allerdings wäre es problematisch, wenn es zu getrennten Standards für unterschiedliche Ländergruppen kommen würde. Bildung PLUS: Sie erarbeiten zusammen mit anderen Wissenschaftlern im Auftrag von Bildungsministerin Edelgard Bulmahn eine Expertise, die Kriterien für nationale Bildungsstandards festlegen soll. Die Länder basteln bereits an ihren eigenen Bildungsstandards. In der Öffentlichkeit nährt das nicht gerade die Hoffnung, dass alle am gleichen Strick ziehen... Klieme: Ich hoffe, dass sich jetzt nach der Bundestagswahl eine gute Sachdiskussion entwickelt. Alle Seiten, auch das Bundesbildungsministerium, haben deutlich gemacht, dass es Aufgabe der Länder ist, Bildungsstandards zu definieren. Insofern hat der Bund eine anregende, unterstützende und international flankierende Funktion, aber in der Sache müssen die Länder entscheiden - und das wollen sie ja auch. Mir kommt es als Wissenschaftler darauf an, dass Schnellschüsse vermieden und Standards so entwickelt werden, dass sie pädagogisch gehaltvoll sind und Innovationen im Bildungswesen anregen. Sie sollen keine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner sein. Bildung PLUS: Sind nationale Bildungsstandards ein Angriff auf die Kulturhohheit der Länder? < Klieme: Nein. Der Föderalismus sollte auch gar nicht hinterfragt werden, weil er Freiraum bietet. Wir brauchen auf der Ebene der Länder, der Schulen und der Lehrer mehr Flexibilität. Selbststeuerungselemente sind das A und das O einer Bildungsreform. Gleichzeitig muss die Flexibilität mit der Übernahme von Verantwortung verknüpft werden – und für deren Evaluation brauchen wir die Bildungsstandards. Bildung PLUS: Einige Länder in Skandinavien und die USA arbeiten bereits erfolgreich mit Bildungsstandards. Lassen sich diese nicht auf deutsche Verhältnisse adaptieren? Klieme: Nein. Wir müssen uns als erstes fragen: Welche Bildungsziele wollen wir in Deutschland vefolgen? Was ist uns im Bereich Mathematik wichtig, was ist unsere Konzeption von Sprach- oder Geschichtsunterricht usw. Für diese grundlegende Fragestellung sollten wir uns Zeit lassen. Außerdem müssen wir an unsere fachdidaktischen und bildungstheoretischen Traditionen anknüpfen und nicht an internationale Vorbilder. <Bildung PLUS: Nun sollen die Lehrer auf den Prüfstand; die OECD will ein Lehrer-PISA durchführen, und Deutschland soll teilnehmen. Lassen sich didaktische Fähigkeiten überhaupt testen? Klieme: In der Forschung gibt es inzwischen klare Vorstellungen darüber, was guten Unterricht ausmacht. Der Unterricht sollte klarorganisiert und strukturiert sein und bei den Schülern für Aufmerksamkeit sorgen. Zweitens sollte er schülerorientiert, sprich individualisiert, sein. Der Lehrer muss eine gute, fördernde Beziehung zu den Schülern entwickeln, damit Lernmotivation aufgebaut und Hürden überwunden werden können. Drittens soll der Unterricht fachlich systematisch aufgebaut werden, ein Verständnis der wichtigsten Konzepte vermitteln und die Schüler zu eigenem Denken anregen. Den dritten Aspekt zu prüfen ist besonders schwierig, weil es da von Fach zu Fach große Unterschiede gibt. Bildung PLUS: Das hört sich auf jeden Fall komplexer an als die PISA-Studie.. Klieme: In der Tat konnte PISA nur ansatzweise den Unterricht beleuchten. Wenn man wirklich die Qualität des Unterrichts überprüfen will, muss man alle drei Dimensionen überprüfen – und das ist sehr schwierig. Das macht man heute, indem man Schülerinnen und Schüler befragt, denn diese können die ersten beiden Dimensionen relativ gut einschätzen. Für die dritte Dimension kann man mit Videoaufzeichnungen arbeiten, allerdings ist die Forschung da noch nicht sehr eindeutig und der Aufwand immens. Natürlich muss man auch berücksichtigen, mit welchen Voraussetzungen Schüler in eine Klasse kommen. Sonst würde man die Schule nicht fair bewerten. Ich würde den Unterricht ohnehin nur als Rückmeldung für Schule und Lehrer untersuchen und nicht, um diese öffentlich zu bewerten. Das wäre kontraproduktiv. Bildung PLUS: Bildungsministerin Edelgard Bulmahn will mit einem 5-Punkte-Plan innerhalb weniger Jahre an die Spitzengruppe von PISA aufschließen. Ist das realistisch? Klieme: An den Beispielen USA und England kann man sehen, dass
messbare Veränderungen im internationalen Vergleich sicher zehn Jahre
brauchen – mindestens. Dann zeigen sich aber erst Tendenzen. Innerhalb
dieser Zeitspanne bereits einen Spitzenplatz einnehmen zu wollen, scheint
mir unrealistisch. |
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