BISMARCKSCHULE

Welche Schule für mein Kind ? 2008, als pdf Seite 3 - hann. Gym

Bismarckschule, 19.02.2008, 16:00 Uhr (Vorstellungstag), 18:00 (Info-Abend), An der Bismarckschule 5, 30173 Hannover, Außenstelle: Birkenstr. (7.Jg.) www.bismarckschule.de, schulleitung@bismarckschule-han.nibis.de, Tel. 16 84 34 56, Schulleiter Herr Brockmann

Schülerzahl: 1050, Vollzeitlehrerstellen: 55 (65 Lehrer), Altersdurchschnitt der Lehrer: 44 Jahre, Klassengröße 5. Jg.: 32

Schwerpunkte: Naturwissenshaften / Mathe ab Kl.5, bilingualer Unterricht, Bläserklasse Besonderheiten: Ganztagsangebot, Cateteria. Spanisch als 2. Fremdsprache. Italienisch (ab 10. Jg. ). Unesco-Schule. Sternwarte. Astronomie-AG. Ruderverein. Hockey. Big Band, Chor, Trommeln, Theater. Oberstufenprofil: Sprachen, Mathe/Naturwissenschaft, Gesellschaftswissenschaft, Kunst/Musik. Prominente Abgänger: SPD-Politiker, Wissenschaftler und Publizist Peter Glotz

Infotage und Anmeldung 

 

 

 

   
 
NP, 09.09.2006 Bismarckschule feiert  
Es gibt sie seit 100 Jahren >> Bismarckschule
Von Nora Lysk

HANNOVER. Fast 50 Jahre ist es her, dass Werner Schneider zum letzten Mal die steinernen Treppen Richung Schulaula heraufstapfte. Damals bekam der heute 69-Jährige sein Abiturzeugnis ausgehändigt. Das war 1957.

Gestern ging Schneider erneut die Stufen hoch. "Das Bild ist ähnlich wie damals", erinnert er sich. Nur dass die "Schüler", die sich gestern in der Aula versammelt hatten, ein wenig älter aussehen. Wie auch die Bismarckschule in der Südstadt, die ihren 100. Geburtstag feierte.

Feierlaune unter den Schülern und Ehemaligen. Hunderte von ihnen trafen sich gestern Nachmittag, wurden von Schulleiter Johannes Brockmann begrüßt.

1906 wurde das Knabengymnasium am Maschsee gebaut. "Und auch ich muss gar nicht erst auf Schulfreundinnen warten", lachte Schneider, der seine Schulzeit ausschließlich unter Jungen hatte verbringen müssen. Ansonsten war von Schneider nur Gutes über seine Schulzeit in Hannover zu hören: "Besonders die Gemeinschaft unter uns Schülern war immer hervorragend."

Die Stärkung der Gemeinschaft gehört bis heute zu den Leitlinien der Bismarckschule. Vieles hat sich aber auch verändert: Bilingualer Unterricht, Bläser- und Profilklassen waren für viele Ehemalige gestern eher Fremdwörter. Auch die heute maroden Pavillons kannte Schneider noch nicht. "Aber die werden glücklicherweise abgerissen und ersetzt", so Schulleiter Brockmann.

 
HAZ, 07.09.2006 Ein Ort nicht nur für Sterngucker  
Als Knabengymnasium ist die Bismarckschule vor 100 Jahren gegründet worden. Heute besuchen 1050 Schüler den imposanten Bau am Maschsee, dessen Turm eine Sternwarte beherbergt.. >> Bismarckschule
Von Bärbel Hilbig

Die Bismarckschule am Maschsee gehört durch ihre Größe und die aufwendige Gründerzeit-Architektur sicher zu den besonders imposanten Schulgebäuden in Hannover. Erst mit der Gründung des Knabengymnasiums 1906 beschloss der Rat gleichzeitig den Bau der Schule. Zunächst waren die ersten Schüler und Lehrer deshalb in der Königlichen Hebammenlehranstalt in der Meterstraße zu Gast. 1911 war der frei stehende Neubau, der inmitten von Grünland am Maschsee entstand, vollendet. Schon allein durch den Turm, der die Sternwarte trägt, und den kapellenartigen Aulatrakt nimmt die Architektur auf Schlösser oder Burgen Bezug. Seine herausgehobene frei stehende Lage behielt das Gymnasium noch bis in die Nachkriegszeit. Erst dann rückte die Wohnbebauung an die Schule heran.
Als jetzt Schüler zur Vorbereitung des Jubiläumsjahrbuchs in alten Akten forschten, stellten sie fest, dass auch das Verhalten früherer Schülergenerationen nicht immer vorbildlich war. 1911 mussten fünf Schüler das Gymnasium verlassen. Sie hatten „unzüchtige Zeichnungen aus Konfirmandenkreisen“ mitgebracht, vervielfältigt und im Unterricht herumgereicht. Nur fünf Jahre später flog ein Schüler vom Gymnasium, weil er Schulbücher gestohlen und weiterverkauft hatte.
Bei der Recherche nahmen die heutigen Gymnasiasten auch die erste Schulordnung von 1907 unter die Lupe: Selbst Rauchen in der Nähe der Schule konnte zur Androhung eines Schulverweises führen. Und der Besuch von Konditoreien, Wirtshäusern und ähnlichem war den Bismarckschülern nur in Begleitung ihrer Eltern erlaubt.
Als Carl Küster, Abiturient von 1956 und später Beamter im Finanzministerium, 1947 an die Schule kam, wurde der Bau am Maschsee noch als Lazarett gebraucht. Das Gymnasium nutzte mit mehreren anderen Schulen ein Gebäude am Altenbekener Damm. 1949 konnten die Bismarckschüler ihr Stammgebäude wieder beziehen – und bekamen im Wechsel mit den Tellkampfschülern in Vormittags- oder Nachmittagsschichten Unterricht. Küster erinnert sich an eine Physik-Arbeitsgemeinschaft, die nach der Nachmittagsschicht um 18.15 Uhr begann und oft erst nach 20 Uhr endete. „Die Teilnahme war freiwillig, aber der Lehrer betonte, wir könnten nicht erwarten, dass er den Inhalt im normalen Unterricht wiederholt.“ Bei den Schülern hatte die AG zu später Stunde bald den Spitznamen „Unternehmen Schlafsack“ weg.
Zu den bekanntesten Absolventen der Bismarckschule gehört der Wissenschaftler und ehemalige Bundesgeschäftsführer der SPD, Peter Glotz. Er besuchte das Gymnasium von 1953 bis 1959 und erinnerte sich auch später noch gut an Morgenfeiern und eine „sehr gute, liberale Pädagogik“, die an der Schule in dieser Zeit gepflegt wurde. Glotz selbst engagierte sich in der Schülermitverwaltung.
Heute besuchen 1050 Schüler das Gymnasium. Die Schule bietet vom fünften Jahrgang an mathematisch-naturwissenschaftliche Schwerpunkt-Klassen mit Astronomieunterricht sowie Bläserklassen. Von der siebten Klasse an können die Schüler, die sich nicht auf Naturwissenschaften konzentrieren, im Profilunterricht ein bilinguales deutsch-englisches Angebot, einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt oder eine dritte Fremdsprache wählen. Für bisher rund 60 Kinder von gut 250 Fünft- und Sechstklässlern besteht ein freiwilliges Ganztagsangebot mit Mittagessen, das möglichst ausgeweitet werden soll.
Die Bismarckschule feiert am Freitag ab 16 Uhr ihr Schulfest. Bereits um 15 Uhr beginnt das Treffen der Ehemaligen in der Aula, An der Bismarckschule 5.

Foto: Ein Bau mit Geschichte: Generationen von Schülern haben an der Bismarckschule ihr Abitur gemacht. Vor 100 Jahren wurde die Schule gegründet, das Gebäude aber erst 1911 fertiggestellt.


BahnsteigStadtanzeiger Süd, 03.03.2006
Gegen Chaos hilft nur anderer Schulschluss
Einigung vertagt: Die „Tokioter Verhältnisse“ an der U-Bahnstation Altenbekener Damm in der Südstadt sollen nun bei einem dritten Treffen gelöst werden.
Von Daniela Beyer
An den „Tokioter Verhältnissen“ in der U-Bahn-Station Altenbekener Damm scheint sich so schnell nichts zu ändern – obwohl sich die beteiligten Schulen, Schüler- und Elternvertreter, die Üstra, der Gemeindeunfallverband und Mitglieder des Bezirksrats Südstadt-Bult jetzt bereits zum zweiten Mal getroffen haben. Nach dem ersten Termin im Oktober hatten die Schulen ein Zahlenwerk zusammengestellt, wie viele Schüler nach der sechsten Stunde nach Hause gehen. „Nun wollen wir daraus Schlüsse ziehen und eine Lösung suchen“, hatte Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schröter als Einladende die Diskussion eröffnet. Allerdings war die Teilnehmerzahl gering und die Aussprache zäh.
Dabei drängt das Problem: Vor allem Montag und Freitag mittags zwischen 13.27 und 13.43 Uhr haben rund 2500 Schüler aus den umliegenden neun Schulen nahezu gleichzeitig nach der sechsten Stunde Schulschluss und drängen auf die beiden Bahnsteige. Die Üstra hat dann bis zu sechs Sicherheitsleute einer Firma im Einsatz, die den großen Andrang zu koordinieren versuchen.Monitor
Die Üstra hatte deshalb vorgeschlagen, den Schulschluss von zwei bis drei Schulen zu verschieben, um das Zeitfenster zu vergrößern. „Eine Staffelung der Schulzeiten wäre eine geeignete Maßnahme“, sagte Ralf Dedden vom Üstra-Jugendmarketing. In Münster hätten die Verkehrsbetriebe ein ähnliches Problem auf diese Weise gelöst. Auch Klaus Wolf vom Gemeindeunfallverband sprach sich dafür aus. „Die Erfahrung zeigt, dass es nie eine technische Lösung für einen Schülerpulk gibt, sondern nur organisatorische Entflechtung.“
Doch für eine Veränderung des Schulschlusses konnten sich die Vertreter der Schulen nicht erwärmen. „Uns fehlt das schlüssige Argument, dass es dadurch besser wird“, sagte Matthias Popp, Koordinator an der Bismarckschule. Weitere Einwände waren, dass sich die Schülerzahlen bei jeder Stundenplanänderung und durch das vorgezogene Abitur nach der zwölften Klasse veränderten. Vorschläge anderer Schulen, etwa Absperrungen vor den Gleisen wie in London zu installieren, die sich erst mit den Türen der U-Bahn öffnen, seien nicht zu finanzieren, erklärte Dedden. Auf Seiten der Üstra bestehe auch kein Spielraum: Die Tunnelkapazität sei ausgereizt, einen noch engeren Takt könnten die U-Bahnen nicht fahren. Auch zusätzliche Waggons ließen sich nicht ohne Weiteres anhängen. „Die Einsatz-Wagen kommen aus Döhren, leider haben wir am Altenbekener Damm kein Stummelgleis, um sie dort zu parken“, erläutert Dedden. So könne es geschehen, dass ein Wagen aus Döhren gerade zu dem Zeitpunkt ankomme, an dem der Bahnsteig gerade leer sei.
Letztlich einigte sich die Versammlung auf ein weiteres Vorgehen: Die Schulen wollen per Befragung ermitteln, wie viele Schüler nach der sechsten und siebten Stunde die U-Bahn-Station benutzen und in welche Richtung. Auch die Sicherheitsfirma protec will das Schüleraufkommen erneut ermitteln, nun auch im erweiterten Zeitraum von 13 bis 14.30 Uhr. Die Zahlen sollen allen Schulen zukommen, damit sie daraus Ideen entwickeln können. Bis zu den Osterferien wollen die Schulen ihre „Hausaufgaben“ erledigt haben, denn Mitte Mai steht das nächste Treffen an. auf den Ganztagsbetrieb zu verzichten, nicht zu akzeptieren. ja
Foto: Bis zu 2500 Schüler drängeln sich mittags gegen 13.30 Uhr auf dem Bahnsteig.
Foto: Steffen Guder (l.) und André Randhahn von Protec verfolgen die Lage am Monitor.