DEMONSTRATIONEN 2008
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NP, 12.11.2008 Schüler stürmen heute die Innenstadt

Protestzug von Opernplatz über Landtag bis Kultusministerium. Schulen ermöglichen Teilnahme.

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Mehrere tausend Schüler werden heute Mittag um zwölf Uhr zur Demo auf dem Opernplatz erwartet..

VON ANDREAS KRASSELT
HANNOVER. Der geplante Protestzug hatte im Vorfeld Staub aufgewirbelt. Direktorenvereinigung und Philologenverband lehnen die Demo ab, weil sich die Schüler vermeintlich vor einen ideologischen Karren spannen ließen. „Wir marschieren nicht gemeinsam mit Leuten, die die Zerschlagung des Gymnasiums
fordern“ heißt es in der Pressemitteilung des Lehrerverbandes.
Im offiziellen Forderungskatalog sucht man diese Forderung indes vergeblich.
Offenbar vermissen die Kritiker eine deutliche Distanzierung von Minderheitsmeinungen, da es auch Demo-Aufrufe linker Gruppen gibt, die die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems fordern.
„Wir sind nicht mit jeder von einzelnen Teilnehmern erhobenen Forderung einverstanden“, so Patrick Ziemke, Vorsitzender des Landesschülerrats.
Das sei aber kein Grund, auf die Demo zu verzichten. „Es geht um das Prinzip, dass Schüler aufbegehren, nicht um einen Konsens. Der Rest der Forderungen ist wichtig.“
Es geht um kleinere Klassen, mehr Lehrer, bessere Ausstattung, Lernmittelfreiheit, Ausbau der Ganztagsschulen und ähnliche Dinge, wie sie bereits bei der Demo im Juni auf der Agenda standen. Damals hatten sich rund 2000 Schüler auf dem Opernplatz versammelt und waren vors Kultusministerium gezogen. Dort soll auch heute der Protestzug enden, zuvor jedoch einen Abstecher zum Landtag machen.
Organisiert wird die Aktion von einem Bündnis verschiedener Schülervertretungen
. Zeitgleich sind bundesweit ähnliche Demonstrationen geplant, zehn allein in Niedersachsen. Der GEW, dessen Kreisvorsitzender Harald Haupt bei der Kundgebung sprechen wird, und die Nachwuchsverbände von SPD und Linken unterstützen den Protest.
Das Kultusministerium hatte darauf hingewiesen, dass das Demonstrationsrecht nicht zum Fernbleiben vom Unterricht berechtige.
Die Schulen handhaben das unterschiedlich, die meisten wollen ihren Schülern aber eine Teilnahme ermöglichen. An der IGS List etwa müssen die Eltern eine Einverständniserklärung unterschreiben. Und: „Die Schüler müssen schriftlich erklären, den versäumten Stoff selbstständig nachzuholen“, so Schulleiter Oswald Nachtwey.

 
HAZ, 12.11.2008 Schüler protestieren heute Mittag
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Von Bärbel Hilbig und Bend Haase. Der November erfreut sich bei Demonstranten offenbar großer Beliebtheit. Heute starten Schüler um 12 Uhr eine Protestveranstaltung auf dem opernplatz. Sie fordern mehr Lehrer, kleinere Klassen und kostenlose Bildung. Donnerstag gehen von 15:30 Uhr an Lehrer und andere Beamte für mehr Geld auf die Straße. Der Philologenverband Niedersachsen, Interessenvertretung der Gymnasiallehrer, lehnt die Schülerdemo ab, er fordert seine Mitglieder aber dazu auf, mit dem Landesverband des Deutschen Beamtenbundes für eine höhere Besoldung zu demonstrieren.

Bundesweit wollen sich heute in rund 30 Städten Schüler für mehr BIldung einsetzen. Der Philologenverband spricht davon, in einigen Aufrufen gehe es auch um die Beseitigung des gegliederten Schulwesens und damit des Gymnasiums. In Hannover organisieren Schüler verschiedener Gymnasien den Protest. Sie haben sich darauf geeinigt, eine Erleichterung für Gesmtschulgründungen zu fordern. Eine Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems sei nicht mehrheitsfähig, heißt es.

Schülerdemo: Der Protest beginnt heute um 12 Uhr auf dem Opernplatz. Nach dem Auftakt gehen die Schüler über Georgstraße, Kröpcke, Georgstraße, Goethestraße, Leibnizufer, Friedrichswall und Aegi zum Schiffgraben. Dort ist eine rund 30-minütige Aktion vor dem Kultusministerium geplant. Dann geht es über Sophienstraße und Rathenaustraße zurück zum Opernplatz. Die Polizeit rechnet nur mit kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen. .

 
Demo, 12.11.2008, 12:00 Uhr Landesschülerrat Niedersachsen unterstützt Demo
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wir, der 16. wir, der 16. Landesschülerrat Niedersachsen, unterstützen die für den 12. November 2008 geplanten Demonstrationsveranstaltungen.Landesschülerrat Niedersachsen, unterstützen die für den 12. November 2008 geplanten
Demonstrationsveranstaltungen.

Am 8. Mai 2008 gingen in Lüneburg ca. 3.000 Schülerinnen und Schüler auf die Straße und demonstrierten friedlich für eine bessere Bildungspolitik in Deutschland. Am 12. Juni 2008 schlossen sich weitere Städte, u.a. Oldenburg mit 7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, an. In Hannover demonstrierten am 19. Juni 2008 weitere 5.000 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt fanden unzählige Aktionen in vielen deutschen Städten statt

Wir stehen dabei für eine unpolitische und sachorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema und haben für Niedersachsen folgende Forderungen formuliert:

Mehr Investitionen in Bildung!
Volle Bildungsfreiheit!
Keine Studiengebühren!
Lernmittelfreiheit!
Kostenlose Schülerbeförderung!
Ehrliche Bildungspolitik!
Abschaffung der Kopfnoten!
Flächendeckendes Gesamtschulangebot!
Kleinere Klassen!
Konsequenter Ganztagsschulausbau!
Mehr Lehrerstellen!
Bessere Ausstattung von Schulen!
Nachbesserungen beim Turboabi!

Aufgrund der aktuellen Diskussion stellen wir eindeutig klar, dass wir uns von keiner Partei oder sonstigen Gruppierung instrumentalisieren lassen. Unsere Forderungen sind klar und eindeutig. Wir lassen uns daher nicht diskreditieren und vor dem Hintergrund der politischen Instrumentalisierung von unseren Vorhaben abhalten.

Vielerorts wird versucht, durch Androhung von verschiedensten Sanktionen im Vorfeld der angekündigten Veranstaltungen, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, an den Veranstaltungen nicht teilzunehmen. Der Landesschülerrat Niedersachsen vertritt eindeutig die Auffassung, dass auch Schülerinnen und Schüler das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit haben und dies auch innerhalb der Schulzeit wahrgenommen werden darf – besonders dann wenn es sich um das Thema Bildung handelt. Die Auffassung des Niedersächsischen Kultusministeriums im Runderlass vom 19.3.2003 teilen wir nicht und sind im Falle, dass schärfere Sanktionen als das Eintragen von Fehlzeiten ergriffen werden, bereit diese Rechtsauffassung auch gerichtlich prüfen zu lassen.

Wir rufen deshalb alle Schülerinnen und Schüler auf, sich an den Protesten für eine bessere Bildungspolitik in Deutschland zu beteiligen und wünschen allen Veranstaltung einen friedlichen und guten Verlauf.

Für Fragen und Infos haben wir eine Hotline eingerichtet, die Ihr unter 0700 – DEMOCALL (0700 – 33662255 / 12 Ct.aus dem deutschen Festnetz) erreicht. Unter der Email demo@lsr-niedersachsen.de erhaltet Ihr zusätzlich Informationen.

Gemeinsam für eine bessere Bildungspolitik in Deutschland! Viel Erfolg!

Für den Landesschülerrat Niedersachsen

Sebastian Fröhlich, Vorstandsmitglied

 
HAZ, 04.11.2008 Kultusministerium erschwert Demonstration
Land mahnt Schulpflicht an / Grüne werfen Landesregierung Druck auf missliebigen Protest vor

VON BÄRBEL HILBIG
Die für den 12. November geplante Schülerdemo sorgt schon jetzt für Ärger: In Hannover startet die Kundgebung um 12 Uhr auf dem Opernplatz – also mitten in der Unterrichtszeit. Zu den Kernforderungen gehören kleinere Klassen, kostenlose Bildung und mehr Lehrer, damit kein Unterricht mehr ausfällt. Das niedersächsische Kultusministerium hat jetzt betont, die Teilnahme an einer Demonstration rechtfertige nicht das Fernbleiben vom Unterricht und somit auch keine Beurlaubung, solange das Anliegen genauso eindrücklich auch außerhalb der Unterrichtszeit verfolgt werden könne.
Vor der letzten größeren Schülerdemo am 19. Juni hatte das Ministerium den Schulleitern noch einen Ermessensspielraum zugestanden, wenn Eltern oder volljährige Schüler eine begründete Entschuldigung einreichten.
Der Landesschülerrat reagiert empört und fordert, alle Schüler bedingungslos für die Demonstration freizustellen. Die Kultusministerin habe Angst vor den Protesten und wolle sie deshalb im Keim ersticken, sagt Vorsitzender Patrick Ziemke. Bei der Auseinandersetzung geht es offenbar auch um die Inhalte der Demonstrationen. Bundesweit sollen am 12. November Schülerstreiks stattfinden.
Allein in Niedersachsen sind in acht Städten Kundgebungen geplant. „Der Streik ist dem Dialogansatz der Ministerin wenig dienlich, zumal die Aktion von anderen Interessengruppen ideologisch missbraucht wird“, sagt ein Ministeriumssprecher.Näher erläutern wollte er dies nicht. Hintergrund ist offenbar, dass in einigen Orten wohl die Forderung nach Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems erhoben wird. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Landesregierung Druck auf eine ihr missliebige Demonstration ausüben will, weil ihr die politische Zielsetzung nicht passt“, sagt Ina Korter, schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion.
In Hannover haben sich die Schüler bewusst auf möglichst konsensfähige Forderungen geeinigt
– und die Jugendorganisationen aller Parteien eingeladen. Doch nur die Nachwuchsverbände von SPD und Linken hätten zugesagt, sagt Nele Schweitzer, Schülersprecherin der Leibnizschule. Stadtelternrat, Landesschülerrat, GEW und Asta unterstützen hier die Aktion.

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>> Pressemitteilung des Landesschülerrates (pdf, 309 kb)

 
12.11.2008, 12:00 Uhr, Oper Bundesweiter Schulstreik

In vielen deutschen Städten (z.B. Lüneburg, Oldenburg, Berlin, Hamburg, Aachen, Stuttgart, Northeim, Köln, Nürnberg, Kassel, Braunschweig) finden am 12.11.2008 "Bildungsdemonstrationen" statt. Aufgerufen sind Schülerinnen und Schüler, aber auch Studentinnen und Studenten. In Hannover ist um 12:00 Uhr eine Kundgebung am Opernplatz geplant.

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An diesem Vormittag sollen alle den Unterricht bestreiken um auf die schlechten Lernbedingungen aufmerksam zu machen. Stadtelternräte wie z.B. der Stadtelternrat Braunschweig unterstützen diese Aktion und bitten die Eltern ihre Kinder bei der Wahrnehmung des Demonstrationsrechts tatkräftig zu unterstützen.

 
12.11.2008, 12:00 Uhr, Oper Grundrecht auf Versammlungsfreiheit darf den SchülerInnen nicht genommen werden

Die Braunschweiger Schüler wollen für eine bessere Bildung streiken. Dazu fällt den Erwachsenen nichts besseres ein als miteinander über den Sinn dieses Streiks zu streiten.

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Frau Mundlos (Landtagsabgeordnete CDU) warnt den Stadtelternrat sich nicht vor den Karren einer linksradikalen Organisation spannen zu lassen.
Herr Kuert als Vorsitzender des "Aktionsbündnis gegliedertes Schulwesen" wirft dem Stadtelternrat vor, die Interessen der von ihm vertretenen Eltern zu missachten
Die Presse berichtet über den geplanten Streik und interviewt viele Personen, nur die Organisatoren vom AK Schulstreik kommen bisher nicht zu Wort.
Die Landesschulbehörde empfiehlt den Schulleitern, ihren Schülerinnen und Schülern die Teilname am Streik nicht zu gestatten.
Einige Schulleiter verweigern eine Beurlaubung und drohen bereits jetzt mit 0 Punkten bei versäumten Klassenarbeiten ohne Möglichkeit einer Ersatzleistung. Bei verbotswidriger Streikteilnahme wird der Tag als unentschuldigtes Fehlen im Zeugnis bewertet.

Die Versuche unsere Schülererinnen und Schüler zu verunsichern und ihnen ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu beschneiden, dürfen wir Eltern nicht unwidersprochen hinnehmen. Wir Eltern sollten gerade jetzt unseren Kindern den Rücken stärken für eine bessere Bildung auf die Straße zu gehen

Auch nach den teils ungeheuerlichen Versuchen die Arbeit des Stadtelternrats in der Öffentlichkeit zu beschädigen, hat der Stadtelternrat an seiner Unterstützung des AK Schulstreik nicht zu korrigieren. Wir unterstützen auch weiterhin uneingeschränkt die Forderungen unserer Kindern:

Wirklich kostenfreie Bildung für Alle
Kleinere Klassen und optimale Unterrichtsversorgung
Zeit für Bildung statt Leistungsdruck
Mehr Demokratie und Mitsprache

Insbesondere der letzte Punkt gewinnt durch die bisherige Reaktion von Politik und Schule an Gewicht.

 
02.11.2008 Brief vom Aktionsbündnis Gegliedertes Schulwesen

Aktionsbündnis Gegliedertes Schulwesen, Wolfgang Kuert, 02.11.2008

>> Presseerklärung des Aktionsbündnisses Gegliedertes Schulwesen (pdf, 13 kb)

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Ihr offener Brief vom 01.11.2008
Sehr geehrte Frau Vorsitzende de Rose, sehr geehrte Frau Mellen, sehr geehrter Herr Vogel,
unter Hinweis auf Ihren offenen Brief vom 01.11.2008 teilen wir Ihnen mit, dass Herr Kuert unsere Pressemitteilung vom 30.11.2008 nicht als Person sondern für das Aktionsbündniss Gegliedertes Schulwesen als Institution veröffentlicht hat.
Dem Bündnis gehören an:
Arbeitsgemeinschschaft Junge Philologen
Bundesgemeinschaft Gegliedertes Schulwesen
Deutscher Lehrerverband Niedersachsen
Elternforum Bildung
Niedersächsische Direktorenvereinigung
Philologenverband Niedersachsen
Verband Deutscher Realschullehrer, Landesverband Niedersachsen
Ferner wird die Pressemitteilung auf Bundesebene vom Deutschen Philologenverband und vom Verband Deutscher Realschullehrer unterstützt.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Kuert, Sprecher Aktionsbündnis Gegliedertes Schulwesen

 
01.11.2008 Offener Brief der Vorsitzenden des Stadtelternrates Braunschweig zur Schülerdemo am 12.11.2008

Der Stadtelternrat Braunschweig weiß sehr genau, mit wem und wofür die SchülerInnen auf die Straße gehen. Eltern nehmen ihr natürliches Recht wahr, mit und für ihre Kinder eine Reform des deutschen Bildungssystems einzufordern.

>> Offener Brief (pdf, 19 kb)

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Die Bildung unserer Kinder ist Deutschlands Zukunft. Wir brauchen die nächste hochqualifizierte Generation, um auch in Zukunft im internationalen Vergleich mithalten zu können. Dafür müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die es ermöglichen, Schule zu einem vernünftigen Lern- und Lebensort zu gestalten.

Allen SchülerInnen müssen gleiche Chancen eingeräumt werden. Unter anderem heißt das auch, nicht nach sozialer Herkunft auszusortieren. Mehr offene Ganztagschulen mit einer gesunden Mittagsverpflegung einzurichten. Lernmittelfreiheit einzuführen, um die Familien zu entlasten. Mehr LehrerInnen und pädagogisches Personal einzustellen, damit die Klassen kleiner werden und kein junger Mensch ohne Schulabschluss in die Perspektivlosigkeit entlassen werden muss. Zeitgemäße kostenlose Fortbildungen für die Kollegien müssen Standard sein. Die Schulleitungen müssen entlastet werden.
Schule ist ein Miteinander aller Beteiligten.

Eltern haben die Bildungsarbeit genauso zu begleiten, wie SchülerInnen einen Anspruch auf ordentlichen Unterricht haben und nicht durch die Schule gepeitscht werden.

Dem Elternwillen entsprechend, soll jedes Kind die Schulform besuchen könn en, die zu ihm passt. Dass in der Vergangenheit in Braunschweig so vielen Bewerbern um einen Gesamtschulplatz eine Absage erteilt werden musste, ist sehr bedauerlich. Bedauerlich ist auch, dass die Hauptschule in Verruf geraten ist. An Braunschweiger Hauptschulen wird, wie an allen anderen Schulen auch, trotz widriger Bedingungen, hervorragende Arbeit geleistet. Sie könnte perfekt sein, wenn den guten Vorsätzen und Versprechen Taten folgen würden und endlich, alles was nötig ist. in die Bildung investiert wird.

Der Unterschriftensammlung, die von Braunschweiger Eltern durchgeführt wurde, für die Volksinitiative zur Verbesserung der Unterrichtsqualität, fehlten am Ende ca. 1.000 von 70.000 Unterschriften, damit sich das Parlament in Hannover mit den oben genannten Verbesserungsvorschlägen auseinandersetzen muss.

Das hat unter anderem dazu geführt, dass wir diese bundesweite Aktion in Braunschweig unterstützen. Die Schüler sind 13 bis 18 Jahre alt. Wem so llen sie vertrauen können, wenn nicht den Eltern.
Vielleicht hätten Frau Mundlos und Herr Kuert wie Erwachsene erst einmal mit uns sprechen sollen, bevor sie sich öffentlich lächerlich machen.
Die Demonstration wird stattfinden! Unsere Kinder brauchen keine Angst zu haben.

Wann werden die Politiker endlich den Karren aus dem Dreck ziehen?

Mit freundlichen Grüßen Regina de Rose

 
NP, 16.06.08 Schülerdemo auf dem Opernplatz

Veranstalter erwarten Donnerstag über 1000 Teilnehmer. Protest gegen zu große Klassen.

VON ANDREAS KRASSELT
HANNOVER. Zu große Klassen, zu wenig Lehrer, zu dichte Lehrpläne – die Liste der Kritikpunkte ist lang. Am Donnerstag wollen Hannovers Schüler auf die Straße gehen.
Beginn der Protestveranstaltung ist um 12.30 Uhr auf dem Opernplatz. Zur Einstimmung haben sich zwei Schülerbands angekündigt. Schüler- und Studentenvertreter werden kurze Statements abgeben. Auch die Lehrergewerkschaft GEW, die die Aktion unterstützt, stellt mit dem Vorsitzenden ihrer Fachgruppe Gymnasien, Paul Schubert, einen Redner.
Zum Abschluss der Kundgebung spricht die schulpolitische Sprecherin der SPDLandtagsfraktion, Frauke Heiligenstadt.
Anschließend ist ab etwa 13.40 Uhr ein Protestmarsch zum Kultusministerium geplant.„Wir rechnen mit mehr als 1000 Teilnehmern“, so Diana Braunholz, Tellkampfschülerin, Schülervertreterin im Schulausschuss der Stadt Hannover und Mitorganisatorin der Demo.
Zwölf Schulen hätten sich bislang bereit erklärt, ihren Schülern die Teilnahme freizustellen.„Jüngere bis zur 7. Klasse brauchen allerdings eine Einverständniserklärung der Eltern.“ Das Kultusministerium betont zwar, dass die Schulpflicht nicht aufgehoben ist. Den Schulleitern stehe indes ein gewisser Ermessensspielraum zu.
Die Initiative zu dem Protest sei von der Leibnizschule ausgegangen und habe sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Mittlerweile beteilige sich auch der Stadtschülerrat, so Braunholz. An der Leibnizschule gibt es auch im elften Jahrgang Klassengrößen von bis zu 30 statt der vorgeschriebenen 26 Schüler. Besser sieht es an anderen Schulen auch nicht aus. Vor allem in den fünften Klassen wird aufgefüllt – bis zu 35 Kinder sind keine Seltenheit. Die Schüler fordern daher die Einstellung neuer Lehrer. Aber auch die Wiedereinführung der Lehrmittelfreiheit gehört zu den zentralen Forderungen, ebenso die Rücknahme der Oberstufenreform und die Rückkehr zu einem Kurssystem, in dem sich jeder Einzelne entsprechend seiner eigenen Stärken entwickeln könne. Das Turbo-Abi stellen die Schüler nicht in Frage. Sie fordern jedoch eine nachhaltige Entrümpelung der Lehrpläne und einen verstärkten Ausbau des Ganztagsschulbetriebs.

 
NP, 16.06.08 Schülerdemo auf dem Opernplatz

Veranstalter erwarten Donnerstag über 1000 Teilnehmer. Protest gegen zu große Klassen.

 
HAZ, 03.06.2008 Schüler planen Demonstration für mehr Lehrer

Hannovers Schüler planen einen umfassenden Protest gegen die Bildungspolitik des Landes. Auf Initiative von zunächst einzelnen Jugendlichen bereiten die Schülersprecher von bisher elf Gymnasien und einer Gesamtschule eine Demonstration vor.

„Wir rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern“, sagt Stephan Reinisch von der Leibnizschule. Die Demonstration ist für den am 19. Juni geplant, starten soll sie um 12.30 Uhr. Auf dem Forderungskatalog der Schüler stehen kleinere Klassen, mehr Lehrer, Entlastung des Lehrplans angesichts des verkürzten Abiturs und Lernmittelfreiheit..... „Die Stimmung sei sehr aufgeheizt, berichtet Benjamin Reetz vom Schülersprecherteam der Tellkampfschule. .... Der Stadtelternrat unterstützt die geplante Protestaktion der Schüler und wirbt um eine breite Beteiligung von Eltern. „Es ist eine Initiative der Schüler. Ich finde es gut und richtig, dass sie ihre Rechte einfordern“, sagt Garnet Eichholz, Vorsitzende des Stadtelternrats. Das Gremium will in allen Schulformen Eltern und Schüler informieren. „Ein Großteil der Forderungen, wie die nach mehr Lehrern, betrifft alle Schulen“, sagt Eichholz. >> Pressespiegel Juni 2008

 
Erster Überblick über Streiks/Demonstrationen der Schüler/innen am 12.06.2008
 
KIRCHHEIM (Baden-Württemberg)
 
TÜBINGEN (Baden-Württemberg)
 
BERLIN
 
BAD HERSFELD (Hessen)
 
FRANKFURT (Hessen)
 
KASSEL (Hessen)
 
BAD DOBERAN (Mecklenburg-Vorpommern)
 
DELMENHORST (Niedersachsen)
 
OLDENBURG (Niedersachsen)
 
Bildungsklick, 12.06.08 Landeselternrat: "Gezielt in die Irre geleitet"

Massive Kritik des Landeselternrates Niedersachsen am Aktionsplan der niedersächsischen Kultusministerin zum G8

(redaktion/kb) Als "Feigenblatt für dringend benötigte politische Erfolgsmeldungen" kritisiert der Vorsitzende des Landeselternrats Niedersachsen, Matthias Kern, den runden Tisch des niedersächsischen Kultusministeriums mit Eltern-, Schüler- und Lehrervertretern. Stein des Anstoßes ist der von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann Anfang Juni präsentierte Aktionsplan zum Abitur nach zwölf Schuljahren. Dieser sei "an einigen Stellen so missverständlich formuliert, dass selbst Fachleute gezielt in die Irre geleitet werden", schreibt Kern in einem Gastkommentar in der aktuellen Ausgabe (15. Juni 2008) des Kirchenboten, der Wochenzeitung des Bistums Osnabrück.

So wird in dem Aktionsplan durch eine geschickte Formulierung der Eindruck vermittelt, dass künftig die Klassengröße auf 27 Schüler begrenzt werde. Das ist jedoch falsch. Denn: Der Plan beschreibt nur die statistische Durchschnittsgröße der neunten Klassen. Tatsächlich liegt die Höchstgrenze unverändert bei 32 Schülern. Kleinere Klassen waren jedoch eine zentrale Forderung von Schülern und Eltern.

Die laut Aktionsplan mögliche Reduzierung des Nachmittagsunterrichts auf nur einen Tag birgt Probleme und scheint kaum realisierbar: Laut Kultusministerin soll dies durch eine Senkung der Stundenzahl in den Klassen 8 und 9 erreicht werden. Dafür müssen aber künftig Fünftklässler mit 30 statt bisher 29 und Sechstklässler mit 32 statt bisher 30 Stunden pro Woche rechnen. "Damit wird noch mehr Unterrichtsstoff in die fünfte und sechste Klasse gepackt", bemängelt Schulleitungsvertreterin Helga Akkermann. Realschüler hätten dann noch weniger Chancen, aufs Gymnasium zu wechseln. Dass nur an einem Tag Nachmittagsunterricht anfällt, bezweifelt GEW-Vertreter Henner Sauerland. "In der Praxis wird sich das oft nicht so regeln lassen." Zudem solle dadurch offensichtlich Befürwortern von Ganztagsschulen der Wind aus den Segeln genommen werden, so Elternvertreter Kern.

Massiven Widerspruch ruft die Aussage des Ministeriums hervor, Schüler könnten "weiterhin zwischen einem Abitur nach zwölf oder nach 13 Schuljahren wählen." Patrick Ziemke, Vorsitzender des Landesschülerrats Niedersachsens, urteilt: "Das ist gar keine Wahlmöglichkeit." Denn: An Gymnasien gibt es einzig und allein G8. Und die Kultusministerin, so die Befragten, wolle davon auch nicht abweichen. Lediglich an Gesamtschulen und für Schüler, die nach der zehnten Klasse an Haupt- oder Realschule zum Gymnasium wechseln, wird es weiterhin das Abitur nach 13 Jahren geben.

Die vom Kirchenboten befragten Experten waren selbst Teilnehmer des runden Tisches und bemängeln, dass die Ergebnisse des Aktionsplans im Wesentlichen bereits vor dem gemeinsamen Termin feststanden. Landeselternvertreter Matthias Kern: "Damit ist das Papier nicht das Ergebnis der Beratungen, auch wenn ein solcher Eindruck erweckt wird." Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann habe kaum Bereitschaft zu Ergänzungen und Änderungen einzelner Punkte gezeigt. >> Landeselternrat >> Protest Demo 2008