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Oberstufe Abitur: Zentralabi Abitur-Jahrgänge, Doppelte |
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Goslarsche
Zeitung, 29.09.2005 |
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Doppelte
Abitur-Jahrgänge Probleme,
die durch die doppelten Abiturjahrgänge in den Ländern vor
allem zwischen 2011 und 2013 entstehen Durch die Umstellung
der gymnasialen Schulzeit von 9 auf 8 Jahre werden in den Jahren 2011 –
2013 in insgesamt 8 Ländern (Bayern, Hamburg, Niedersachsen,
Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und
½ Hessen) jeweils doppelte Jahrgänge das Abitur machen.
Darunter sind die bevölkerungsreichsten Flächenländer
mit großen Abiturjahrgängen. Derzeit hat die Politik
noch keine erkennbaren Maßnahmen getroffen, wie diese doppelte
Anzahl junger Menschen in Studium oder Beruf untergebracht werden soll.
Eltern haben bereits
vor der Umstellung auf die möglichen Probleme hingewiesen, wurden
aber leider nicht gehört. So
versuchten z.B. die Baden-Württemberger zu erreichen, dass wie in
Hessen die Umstellung in einem Umstellungskorridor von einigen Jahren
vollzogen wird. Auch in anderen Ländern gab es Versuche, dieses
erkennbare Problem für die Jugendlichen abzufedern. Dem wollte die
Politik nicht stattgeben. Die Probleme sind im
Einzelnen:
·
11 Bundesländer
stellen zwischen 2007 und 2014 um, die meisten zwischen 2011 und 2013 . ·
Zusätzliche
Studierende aufzunehmen würde die Kapazität der Hochschulen
übersteigen, die bereits jetzt in der Zeit der ohnehin
ansteigenden Studierendenzahlen Überlastvereinbarungen getroffen
haben. ·
Im Osten werden
aufgrund sinkender Schülerzahlen derzeit Studienplätze
abgebaut, also sind dann dort keine freien Kapazitäten vorhanden,
wie behauptet wird. ·
Weder die
Studentenwohnheime noch der private Wohnungsmarkt sind auf eine
doppelte Anzahl von Wohnungssuchenden eingerichtet. ·
Verdrängungswettbewerb.
Wenn die Abiturienten keinen Studienplatz erhalten, werden sie auf den
Ausbildungsmarkt drängen. Das wird für alle
Schulabgänger Auswirkungen haben, fatale insbesondere für
solche mit Hauptschulabschluss. ·
Bundeswehr bzw.
Ersatzdienstplätze sind nicht in erforderlicher Anzahl vorhanden ·
Wenn die
Schüler/innen Warteschleifen drehen, bekommen die Eltern kein
Kindergeld, müssen sie selbst versichern und unterhalten. Das ist
eine vom Staat verursachte unnötige Belastung, für die der
Verursacher aufzukommen hat. ·
Wenn Schüler/innen
Warteschleifen drehen, wird die eingesparte Zeit bei G 8 für viele
unnütz vertan. ·
Einige Jahre
später ergibt sich das Problem der mangelnden Arbeitsplätze
für eine doppelte Anzahl von jungen Menschen. Arbeitsplätze
auf Vorrat oder aufgrund einer sozialen Gesinnung schafft kein Betrieb Die Eltern der heute
jungen Schüler, die in diesen Jahrgängen sind, erwarten
umgehend eine Antwort, wie diese Probleme gelöst werden.
Eigentlich hätten sie erwartet, dass bereits vor der
unabgestimmten Umstellung in den Ländern auf KMK-Ebene
Abstimmungen getroffen werden. Die Eltern akzeptieren nicht, dass
Schüler/innen auf Studienzweige umgelenkt werden, die nicht ihrer
Begabung und Neigung entsprechen oder dass Eltern gezwungen werden,
ihre Kinder zum Studium ins Ausland zu schicken und dafür
aufzukommen. Aus Sicht der Eltern
gibt es verschiedene Lösungsansätze (hier einige Beispiele) ·
ein (weiteres)
Überlastprogramm für die Hochschulen wäre denkbar: die
Reduktion in den Jahren 2007 bis 2012, anschließend Mehrarbeit.
Widersinnig wäre es natürlich, wenn damit wieder das
derzeitige unzureichende Betreuungsverhältnis für die
Studierenden entstände. ·
Ermöglichung des
Studienbeginns im Sommer- und Wintersemester wie bisher schon bei
einigen Fakultäten. ·
gestaffelte
Abiturtermine könnten dazu beitragen, dass ein Übergang schon
ins Sommersemester möglich würde. ·
Regelung auf KMK-Ebene,
dass mit dem Abbau von Studienplätzen im Osten gewartet werden soll ·
Zusatzausbildung
für gute Gymnasiallehrer, um die Erstsemester zu unterrichten ·
Zeitverträge
für geeignete wissenschaftliche Mitarbeiter ·
Für einige Jahre
starke Reduzierung der ausländischen Studierenden ·
Weiterzahlung von
Kindergeld bzw. Einführung von Arbeitslosengeld für diese
Ausnahmesituation 4.7.2005 - Ursula
Duppel-Breth ************* |
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