EIGENVERANTWORTLICHE SCHULE  - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover
Homepage -> Bildungsstandards   -> Finnland  -> PISA  -> Qualität von Schule   ->  Schulreform   ->  Schule - Wirtschaft   -> Selbständige Schule ->  Verlässl.Grundschule   ->  Gesamtschule  ->  KGS  -> hannoversche Gymnasien  ->   Gymnasien Presse  -> 12 Jahre Abi  ->  Gymnasiale Oberstufe/Profil.   ->  Struktur gymn.Oberstufe
-> Alles zur Eigenverantwortlichen Schule
Homepage des Landeselternrates Niedersachsen:   www.landeselternrat.niedersachsen.de
 
 
HAZ, 26.11.2008 „Wir sind Lehrer und keine Sachbearbeiter“  

Pädagogen an Gymnasien stöhnen über Wust an Verwaltungsaufgaben / Heute beginnt Philologentag in Goslar

VON SASKIA DÖHNER
Hannover. Zu volle Klassen, zu wenig Lehrer vor allem in den Mangelfächern und ein Berg an Verwaltungsaufgaben – es brodelt an den Gymnasien im Land.
„Die Klassen platzen aus allen Nähten“, sagt Stephan Petry, Lehrer am Christianvon-Dohm-Gymnasium in Goslar. Die Klassenobergrenze von 32 zu senken ist denn auch eine Hauptforderung des niedersächsischen Philologenverbandes.
Heute beginnt in Goslar die Jahrestagung des Berufsverbandes der Gymnasiallehrer. „Die Klassenstärken liegen an den Gymnasien im Schnitt um 30 Prozent über denen von Grund- und Hauptschulen und 15 Prozent über denen der Realschulen“, berichtet Verbandsvorsitzender Guillermo Spreckels.
Über knapp 500 Anträge beraten die rund 350 Delegierten beim Philologentag bis Donnerstag. Darunter sind zahlreiche, die die Unzufriedenheit der Pädagogen mit der Eigenverantwortlichen Schule widerspiegeln. „Das ist ein Sparmodell gigantischen Ausmaßes“, schimpft Lehrer Petry, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Junge Philologen im Philologenverband ist. Viele Aufgaben, die früher von der Schulaufsicht erledigt wurden, müssen jetzt die Pädagogen selbst wahrnehmen: „Da noch ein Formular ausfüllen, hier noch einen Bericht schreiben – das hält einen vom eigentlichen Kern des Berufs, dem Unterrichten, ab“, bemängelt Petry, „wir sind schließlich Lehrer, keine Sachbearbeiter.“
Auch Jörg Goedeke vom Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck (Kreis Lüneburg) ärgert sich über die vielen Stunden, die er „in Konferenzen oder Fachausschüssen“ sitzt, nur weil jede Schule im Zuge der Umstellung auf Kerncurricula ihren ganz eigenen Lehrplan entwickeln müsse, und das für jedes einzelne Fach. „Wieso muss jeder das Rad neu erfinden?“, fragt der 30-jährige Deutsch- und Erdkundelehrer.
Er fordert zudem dringend eine Entrümpelung des Lernstoffs. Die Gymnasiasten seien angesichts von bis zu 35 Wochenstunden Unterricht und Hausaufgaben bis in den Abend hinein unter immensem Druck. „Mir tun die Schüler leid, sie haben nachmittags kaum Freizeit für Sport oder Musik.“
Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU), die heute erstmals beim Philologentag in Goslar auftritt, verspricht zumindest bei den Referendarstellen Entlastung. Bislang werden bei den Neueinstellungen Referendare, die ein Mangelfach – an den Gymnasien sind dies Latein, Physik, evangelische Religion und Spanisch – studiert haben, durch ein zehn Prozent umfassendes Sonderkontigent vorrangig berücksichtigt. Heister-Neumann will dieses Kontingent 2009 auf 20 Prozent verdoppeln.

 

Eigenverantwortliche Schule - 2007

HAZ, 26.01.2007 Wulff sagt Schulleitern Entlastung zu Die Leiter der rund 3200 niedersächsischen Schulen sollen künftig weniger unterrichten müssen – damit sie sich stärker um die Leitung der Schule kümmern müssen.. >> Eigenverantwortliche Schule - 2007

HAZ, 22.01.2007 Eltern bemängeln "typisches Beamtentum" Seit Schuljahresbeginn arbeiten fünf Pilotschulen in der Region als sogenannte Eigenverantwortliche Schule – doch die Erfahrungen sind bisher ernüchternd. Offenbar beschränkt sich die Eigenverantwortlichkeit hauptsächlich auf schulinterne Umfragen unter Lehrern, Schülern und Eltern sowie deren aufwendige Auswertung mithilfe von „Schulentwicklungsberatern“ der Landesschulbehörde.. >> Eigenverantwortliche Schule - 2007

 

GYMNASIUM AKTUELL JULI 2006: Argumente mit Klassenkampfcharakter

Bezeichnend war, mit welchen Argumenten die Elternverbände ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Es fehlten weder Unterstellungen noch Polemik: Man wolle sich nicht länger dazu missbrauchen lassen, bei Schulveranstaltungen nur Kuchen zu backen und so weiter und so weiter. Die Organisation Schule solle, so bezeichnenderweise in einer Verlautbarung des "Stadtelternrates Hannover", aus unterschiedlichen Blickwinkeln" betrachtet werden, und dies solle zur Qualitätssteigerung des Unterrichts führen. Entschieden jedoch weiterhin nur "betriebsinterne (-blinde) Personen", gemeint sind die in Schule beschäftigten Lehrkräfte und die aus dem Schuldienst kommenden Inspektoren, würde man auch in 30 Jahren noch auf Veränderungen und Verbesserungen warten.

Nun kann man derartig geschmacklos argumentieren. Dass aber Kultusminister Busemann und die Landtagsfraktionen von CDU und FDP dann auch noch den aus einer derartigen Argumentation abgeleiteten Forderungen entgegenkommen und sie sich damit zu eigen machen, das ist u. E. das eigentliche ?skandalöse? Politikum in dieser Angelegenheit. >> der ganze Artikel aus der Zeitschrift des Philologenverbandes

 
HAZ, 08.09.2006 Grüne wollen weg von Schulerlassen  

Hannover (gs). Mehr Spielraum für die Schulen fordern die Grünen im Landtag. „Überbordende Erlass- und Rechtsvorschriften“ müssten abgeschafft oder modernisiert werden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Donnerstag in Hannover. „Wir wollen den Weg frei machen für eine Reform der Schule von innen und von unten, sonst bleibt die Eigenverantwortlichkeit auf halber Strecke stecken.“
Die Schulen sollten nach Ansicht der Grünen selbst entscheiden, welche Spielräume sie in Anspruch nehmen. So könnte fächerübergreifender Projektunterricht an die Stelle des 45-Minuten-Takts treten. Neben dem Klassenverband sollte auch Einzel- und Kleingruppenförderung möglich sein, ebenso altersgemischte Klassen. Statt Zensuren können sich die Grünen „Lernentwicklungsberichte“ vorstellen. Auch sollte es Schulen freigestellt werden, auf das Sitzenbleiben von Schülern zu verzichten und zudem die Arbeitszeit der Lehrer flexibler zu gestalten. Kommende Woche soll darüber der Landtag beraten.

 
20.06.2006 Eltern, Schüler und Schulträger erhalten an den Schulen mehr Mitbestimmungsrechte.

Eltern, Schüler und Schulträger erhalten an den Schulen mehr Mitbestimmungsrechte. Das haben CDU und FDP heute auf ihren jeweiligen Sitzungen beschlossen. Das zentrale Gremium an den niedersächsischen Schulen wird nach diesen Beschlüssen der Schulvorstand sein. In diesem Gremium werden Lehrer zu 50 Prozent, Eltern und Schüler jeweils zu 25 Prozent vertreten sein. An den mehr als 1.800 Grundschulen werden die Eltern sogar zur Hälfte im Schulvorstand vertreten sein, weil sie die Stimmrechte ihrer Kinder übernehmen.
Der Schulvorstand soll unter anderem über die eigenverantwortliche Arbeit der Schule, die Stundentafel und über die Grundsätze der Mittelverwendung entscheiden. Die Gesamtkonferenz widmet sich zukünftig pädagogischen Fragen. Die Rechte der Schulträger werden nach dem Entwurf der Koalitionsfraktionen gestärkt. So kann ein Vertreter an allen Sitzungen des Schulvorstandes teilnehmen. Beschlüsse des Schulvorstandes, die das Schulangebot oder die Verwendung der Finanzmittel betreffen, bedürfen der Zustimmung des Schulträgers. >> mehr

 
10.06.2006 Stadtelternrat Hannover zur Anhörung des NSchG

10.06.2006: Der StER Hannover steht hinter den Forderungen des LER und erwartet von den Politikern, dass diese sich für die Realisierung dieser Forderungen einsetzen. ... Der Stadtelternrat Hannover lehnt den vorliegenden Entwurf eines Gesetzes zur Eigenverantwortlichen Schule ab, der zwar Zukunft suggeriert, aber veraltete Strukturen wieder herstellt....Man fragt sich, ob den Entscheidungsträgern überhaupt bewusst ist, wie schulische Leistung ohne täglich geleistete Elternarbeit aussehen würde..... Hauptanliegen der Gesetzesänderung war die Eigenverantwortlichkeit der Schule mit interner und externer Evaluation.... Wenn man wissen will was Schule tatsächlich leistet und die Leistung verbessern will, müssen Schüler und Eltern mehr in Entscheidungen eingebunden sein als bisher. ...Leider wird mit diesem Gesetzesentwurf den Schülern die Chance verbaut, in den Schulen zu lernen, wie demokratische Teilhabe, Übernahme von Verantwortung und lebenslanges von und miteinander Lernen funktionieren und wie die dort gesammelten Erfahrungen sich auf die Gesellschaft auswirken könnten. ... >> mehr

>> Homepage des Stadtelternrates WIlhelmshaven
 
Informationen zu Eigenverantwortlichen Schule aus Elternsicht
PowerPoint-Vorträge und Texte zur "Eigenverantwortlichen Schule in Niedersachsen"
(über 1.000 mal in zwei Wochen von der Homepage geladen !)

Die Stadtelternräte Hannover und Oldenburg und ihre Vorstände haben sich intensiv mit dem Gesetzentwurf zur "Eigenverantwortlichen Schule in Niedersachsen" befaßt.  Garnet Eichholz aus Hannover und Bernd Siegel aus Oldenburg haben zu dem Thema zwei Power-Point-Präsentationen entwickelt, die auch in den Diskussionen in den Schulelternräten und Schulen verwendet werden könnte. Erste Informationen vom Ster Oldenburg     vom 09.12.2005  als pdf  215 kb)
Gesetzentwurf der "Eigenverantwortlichen Schule"

Darstellung des Gesetzentwurfes der "Eigenverantwortlichen Schule" in Niedersachsen  als selbstablaufende Powerpointpräsentation (pps  327 kb) und als pdf-Datei (332 kb)
Musterbrief des Kreiselternrates im Landkreis Harburg   >>  mehr  als Word-Doc  (468 kb)     

Gesetzentwürfe zur Eigenverantwortlichen Schule in Niedersachsen
CDU-FDP-Regierung Entwurf zum Schulgesetz   Gesetzentwurf 2006 als pdf  (131 KB) 
Synopse der Änderungen im Schulgesetz  
Synopse der Änderungen im Schulgesetz, 24.01.2006, pdf 63 KB
SPD-Entwurf Gesetzentwurf der SPD-Fraktion im nds. Landtag 2006 als pdf  (70 KB) 
Grüne-Entwurf Gesetzentwurf der Fraktion der Grünen / Bündnis 90  im nds. Landtag 2006 als pdf  (34 KB)
Regionaltagung des Verbandes der Elternräte der Gymnasien am Sonnabend, 06. Mai 2006, um 10:00 Uhr im Gymnasium Neue Oberschule, Beethovenstr. 57   >> mehr  
 
PI, 18.05.2006 Kultusminister weist Vorwürfe der Opposition zurück
Busemann: "Elternaktionen sind wichtig und richtig"
"Eine Arbeitsgruppe, die prüfen soll, ob Elternaktionen zur Unterrichtsversorgung rechtlich zulässig sind, gibt es nicht und hat es
nicht gegeben", hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in einer persönlichen Erklärung vor dem Niedersächsischen Landtag entsprechende Behauptungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Jüttner zurückgewiesen. "Es ist wichtig und richtig, dass sich Eltern um die Unterrichtsversorgung ihrer Kinder kümmern", sagte Busemann.
Auch habe es keines Hinweises bedurft, dass während der Elternerhebungen möglichst kein Unterricht ausfallen solle. "In niedersächsischen Schulen gilt generell, dass der Unterricht planmäßig stattfinden soll", stellte
Busemann klar.
Zudem habe Jüttner angebliche Daten über mangelnde Unterrichtsversorgung in den Raum gestellt, ohne die Schulen, den Zeitraum und die Art der Erhebung zu nennen. "Auf solche lediglich allgemeine Hinweise ohne Belege über deren Wahrheitsgehalt können wir beim besten Willen nicht reagieren", machte Busemann deutlich. Er forderte die Opposition auf, konkrete Daten vorzulegen. "Auf die Ergebnisse der verschiedenen Telefon-Hotlines der SPD warte ich bis heute", so Busemann abschließend.
 
HAZ, 05.05.2006 „Eltern stehen am Rand“
Landeselternrat kritisiert das neue Schulgesetz
Von Jörg Kallmeyer

Hannover. Der Entwurf der Landesregierung für ein neues Schulgesetz stößt auf erhebliche Bedenken der Eltern. „Es kann nicht angehen, dass die Eltern in der Schule noch weiter an den Rand gedrängt werden“, sagte der neue Vorsitzende des Landeselternrates, Hans-Jürgen Schmieding, dieser Zeitung. Das Modell der Eigenverantwortlichen Schule von Kultusminister Bernd Busemann (CDU) beschneide die Mitwirkungsmöglichkeiten von Eltern. „Unsere Kompetenz ist offenbar nicht erwünscht“, sagte Schmieding. Der Landeselternrat will heute bei einer Sitzung in Hannover eine entsprechende Protestnote formulieren.
Die Landesregierung hatte in der vergangenen Woche einen Entwurf für die Eigenverantwortliche Schule beschlossen, der bis zur Sommerpause im Landtag verabschiedet werden soll. Der Schulleiter bekommt dabei eine stärkere Stellung und wird Dienstvorgesetzter der Lehrer; die Gesamtkonferenz in der Schule bleibt nach öffentlichem Druck aus den Lehrerverbänden erhalten. Auf die Interessen der Eltern dagegen habe man keine Rücksicht genommen, beklagte Schmieding.
Der Vorsitzende des Landeselternrates unterstützt grundsätzlich die Eigenverantwortliche Schule, die zentrale Entscheidungen ohne Einfluss der Kultusbürokratie trifft. „Das Projekt kann aber nur dann Erfolg haben, wenn die Kräfte in der Schule gleichmäßig verteilt sind“, betont Schmieding. „Wir sind nicht nur zum Abnicken oder zum Kuchenbacken da.“ Eltern hätten Kompetenzen aus den verschiedensten Berufen und gesellschaftlichen Bereichen, die wertvoll für die Schule sein könnten. Es gebe aber keine angemessenen Möglichkeiten, die Erfahrungen einzubringen. Bei der Eigenverantwortlichen Schule könne der Schulleiter vieles im Alleingang entscheiden, in der Gesamtkonferenz ständen die Eltern ohnehin nur am Rand. Der geplante „Schulbeirat“ sei ein zahnloser Tiger, beklagt Schmieding.
 

Rundblick, 24.04.2006: Eigenverantwortliche Schule geht ins Kabinett.Kultusminister Bernd Busemann wird dem Kabinett am Dienstag die vorläufig endgültige Fassung des Gesetzes zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule vorlegen; ... Im großen und ganzen gibt es offenbar gegen die Ziele dieser umfassenden Reform wenig Bedenken, soweit es um die Qualitätsverbesserung des Unterrichts oder die größeren Spielräume und Zuständigkeiten der Schule geht. Die Streitpunkte drehen sich nahezu ausnahmslos um die künftige innere Schulverfassung.
... Der Landeselternrat sieht sich in seinen Mitwirkungsmöglichkeiten beschnitten und lehnt deshalb das gesamte Regelwerk ab, ebenso wie der Landesschülerrat. >>> mehr

Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens e.V., 08.03.2006: Eigenverantwortliche Schule ... Wir fordern für Elternvertreter die Möglichkeit, sich stärker in die Entscheidungsgremien einbringen zu können (siehe Zusatz § 36). .. Forderung zu § 36 (Zusatzpunkt) - Zusammensetzung und Verfahren der Konferenzen. Neu aufzunehmen ist in Absatz 1, Punkt 1 unter Punkt i: "Die Entscheidungen werden von den anwesenden Vertretern der einzelnen Gruppen bei einer erforderlichen 2/3-Mehrheit mit folgender Stimmengewichtung gefällt: Lehrkräfte 50 %, Eltern 25 %, Schüler 25 %. Bei hundertprozentiger Ablehnung durch eine Gruppe besteht ein Vetorecht". .

 

Stellungnahme von Elternräten  (alle lehnen den Entwurf ab)
Bundes-
elternrat
 Bundeselternrat - Beschluss der Ausschüsse für Realschulen und Gymnasien   als pdf (51 KB)   Newsletter  mehr ...   Resolutionen mehr ...   Stellungnahmen mehr ...   Pressemitteilungen mehr ...

Landeselternrat Stellungnahme   .... lehnt die Änderungen des NSchG ab ....     >>  mehr. 
  Schulelternrat Leibnizschule Hannover Stellungnahme Eine eigenverantwortliche Schule lehnen wir grundsätzlich nicht ab. Es muss jedoch gewährleistet bleiben bzw. sein, dass die Mitwirkungen von Eltern und Schülern bei wichtigen Entscheidungen verbindlich sind >> mehr

StER Hannover Presseerklärung vom 20.03.2006   ... Wo bleibt die Chancengerechtigkeit ? Wo bleibenSchulen in ländlichen Gebieten oder sozialen Brennpunkten ? Wie weit ziehen sich die staatlich Verantwortlichen aus ihren Verpflichtungen zurück ?
Werden nicht eher Mangelverwaltung und Sparzwänge, unter dem Begriff Eigenverantwortlichkeit, an die Schulen verlagert ?
Wird hier vielleich das Prinzip der Vorsorge zugusten der teureren Nachsorge auf andere Resorts ( Justiz und Strafvollzug) verlagert ?
    >>  mehr       als pdf (16 KB)
Stellungnahme vom 10.03.2006   ... Da „Gute Schule“ nur gelingen kann, wenn Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam die Schulentwicklung tragen, muss jede Vorgabe durch Gesetze oder Verordnungen diesen Grundsatz beinhalten, ohne die Verantwortung des Einzelnen zu schwächen.     >>  mehr       als pdf (16 KB)

Stadtelternrat
Oldenburg
Eigenverantwortliche Elternvertretungen   Elternvertretungen an Schulen empfinden heute oft eine größere Verantwortung.  ... Wie auch immer sich die Schullandschaften entwickeln werden: Den Eltern kann man die Verantwortung für ihre Kinder nicht nehmen   ... Ulf Riebau, Elternvertreter im Schulausschuss der Stadt Oldenburg .>>  mehr.

KER Harburg Stellungnahme    ...   Wie die einzelne Schule die Schüler und Eltern ebenso wie die Lehrer in die Verantwortung nimmt, sollte jede Schule dann selber entscheiden. Kleinere Schulen mögen mit einer paritätischen Gesamtkonferenz gut fahren, in größeren mag der mit Kompetenzen ausgestattete Beirat die Lösung sein, auch der paritätisch besetzte Schulvorstand ist denkbar wie das Vetorecht von Lehrerkollegium oder von Schul-Elternrat. Jede Schule muß für sich und getragen von Lehrern, Schülern und Eltern die passende Form finden - und die passende Parität. Es gibt gute Beispiele in benachbarten Bundesländern, überlassen wir doch den Schulen, welche passt, und überzeugen wir die MdL, den Schulen auch hier mehr Freiheit und Verantwortung zu geben.  .....    >>  mehr.
Musterbrief des KER im Landkreis Harburg  >>  mehr  als Word-Doc  (468 kb)   


KER Leer Stellungnahme    ...  Eltern und Schüler/innen werden aus der Mitbestimmung ausgeklammert, das das Gesetz die gesamte Entscheidungskompetenz auf die Schulleitung verlagert ...    >>  mehr.

SER GS Beuthener
Str.
Hannover
Stellungnahme    ...  Sie nehmen uns Eltern Möglichkeiten der Mitbestimmung, da Sie den bisher gültigen
Grundsatz der Allzuständigkeit der Gesamtkonferenz auf die Schulleiterin oder den
Schulleiter verlagern.
..
Eltern, die es sich leisten können, werden versuchen, ihre Kinder auf die Schule zu schicken, die im „Wettbewerb“ am besten abschneidet. Das führt dazu, dass andere Schulen sich zu Restschulen entwickeln und im schlimmsten Fall sogar schließen müssen. .... 
  >>  mehr.

SER Gesamtschule
Am Wällenberg

Stellungnahme ... Der bisher gültige Grundsatz · Allzuständigkeit der Gesamtkonferenz· und Möglichkeit der Mitbestimmung durch uns Eltern wird auf die Schulleitung verlagert. Sie verlangen von den Schulen, Sponsorengelder zu sammeln. Dadurch macht sich Schule abhängig von Privatinteressen und dem Wohlwollen möglicher Sponsoren. Sie befürworten den Wettbewerb von Schulen untereinander, obwohl bei einem solchen Wettbewerb unterschiedliche Umfeldbedingungen nicht berücksichtigt werden. Sie führen zentrale Leistungsvergleiche ein, lassen den Schulen aber nicht den notwendigen Raum, individuelle Fördermaßnahmen in ausreichender Form durchzuführen ....>>  mehr.


IGS Linden
Hannover
Brief an den Minister    ... Abschaffung des Grundrechtes auf Informationelle Selbstbestimmung ... Einsetzung autokratischer Schulleiter, den Gesamtkonferenz und Schulbeirat lediglich anhören und - eventuell - beraten dürfen .... besser qualitative Verbesserung des Unterrichts, bessere Unterrichtsversorgung  ...  Unsere Kinder sollten zu kritischen, selbstkritischen, toleranten und eigenständigen Menschen heranwachsen  .... >>  mehr.

GS an der Feldbuschwende
Hannover
Stellungnahme ...Eltern sowie Schüler und Schülerinnen werden aus der Mitbestimmung ausgeschlossen, ... zusätzliche Verwaltungsaufgaben an Eigenverantwortlichen Schulen zu Lasten der Unterrichtsversorgung   ...   überdurch­schnittlich hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund benötigen wir eine erhöhte Förderung.. >>  mehr.

Albert-Liebmann-
Schule
Hannover
Stellungnahme ...Sie nehmen uns Eltern die Möglichkeit der Mitbestimmung  ..... Verantwortung für die Folgen eines zu knapp bemessenen Schulbudgets ....  Wettbewerb ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Umfeldbedingungen .>>  mehr.

Heinrich-Ernst-
Stötzner-Schule
Hannover
Stellungnahme ...Ich halte es für sehr bedenklich, dass die Schulleitung eine so starke Machtposition erhalten soll. Das ist ein klarer Rückschritt von der Demokratie zur autoritären Form. ..Sehr bedenklich ist die Änderung des § 30, in dem die Eltern keinerlei Mitsprache- oder Einspruchsrecht zur Weitergabe der Daten ihrer Kinder bei Tests oder schulischen Umfragen haben....Zur Änderung des § 53: Sollen jetzt etwa € 1,- Kräfte unsere Kinder unterrichten? ... Am schlimmsten erscheint mir die Idee, dass der SER seine Funktion als Entscheidungsgremium verliert  . >>  mehr.

Caroline-Herschel-
RS Garbsen
Meinungen ... fordern daher einen Gesetzentwurf, der demokratischen Richtlinien für alle an Schulen Beteiligte beinhaltet, der die Alleinherrschaft des Schulleiters einschränkt und Schüler und Elternwille mit einbezieht! Hier schlagen wir vor, uns an das Berliner Modell von 2004 zu orientieren...  zentrale Leistungsvergleiche ein, lassen den Schulen aber nicht den  notwendigen Raum, individuelle Fördermaßnahmen in   ... . >>  mehr.
  Tellkampf-Schule Stellungnahme ...Wir befürchten, dass die jetzt geplanten Maßnahmen ein Schritt in die falsche Richtung sind ...  >>  mehr.


Stellungnahme von Lehrerverbänden  (alle lehnen den Entwurf ab)
gew GEW Presse und Stellungnahmen 
22.11.2005  Brief der GEW Niedersachsen zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule und der Einführung einer Stiftungsschule (als pdf 43 KB)  MK plant eine autoritäre Schulverfassng / Fraktionen von CDU und FDP wollen Stiftungsschulen....
11/2005  Beschluß der Landesdelegiertenkonferenz 2005 der GEW Niedersachsen zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule (als pdf 24 KB)



Was der Landes-Elternrat zum Gesetzesentwurf Eigenverantwortliche Schule sagte

Der Landeselternrat die Änderungen des NSchG ab.
Was der Landes-Elternrat zum Gesetzesentwurf Eigenverantwortliche Schule sagte

In seiner letzten Sitzung am 16. März hat der alte Landes-Elternrat eine Stellungnahme zur Eigenverantwortlichen Schule abgegeben. Diese Stellungnahme wurde von den Mitgliedern des neuen LER in dessen erster Sitzung nicht mehr behandelt, von einer stillschweigenden Zustimmung ist auszugehen.

Zunächst stellt der LER fest, daß Eigenverantwortliche Schule ein Schritt zur Qualitätsverbesserung im Unterricht ist. Die Regeln und Erlasse, die bislang den Alltag der Schulen und den Unterricht bestimmen, können nur grob steuern. Schule brauche Freiräume, die sie gemeinsam mit Schülern und Eltern planen und umsetzen müsse.

Trotz seiner grundsätzlichen Zustimmung zur Eigenverantwortung in der Schule hat der LER den Gesetzentwurf des Kultusministers abgelehnt, da der die Mitwirkung und die Verantwortung der Schüler und der Eltern vernachlässigt.

Nachdem der Kultusminister den Gesetzentwurf in die parlamentarische Beratung einbrachte, haben nun die Landtagsabgeordneten die Möglichkeit, ihn zu ändern. Deswegen wurden im Landes-Elternrat auch Stimmen laut und fanden Beifall, daß jetzt die Kreis- und Stadt-Elternräte das Gespräch mit ihren örtlichen Landtagsabgeordneten suchen müssen. Sie müssen überzeugt werden, daß Eigenverantwortung in der Schule auch Mitwirkung und Verantwortung durch Schüler und Eltern heißt.

Aus dem Kultusministerium ist bereits zu hören, daß Busemann die Mitverantwortung der Schüler und Eltern durchaus mittragen würde, wenn denn die Oppositionsparteien mitziehen. Was lohnt sich demnach für die Kreis- und Stadtelternräte derzeit mehr als das Gespräch mit den MdL?

Schwerpunkt sollten natürlich die Paragraphen 34, 42a und 43 sein, in denen die Gesamtkonferenz, der ohnmächtige Schulbeirat und der Schulleiter beschrieben sind. So sehr die Lehrer an ihrer Gesamtkonferenz hängen - so lange sie die Schüler und die Eltern allein durch ihre Anzahl erdrücken, so lange wird auch kein demokratisches Gremium daraus, das die Schule aus der herkömmlichen Erstarrung löst. Ein Schulbeirat mit nur dem Recht, dem Schulleiter zuzuhören, wenn er von seinem Recht Gebrauch macht, den Beirat zu informieren - nein, das ist weniger als ein zahnloser Tiger. Und ein Schulleiter, der zwar die Verantwortung trägt, der von der mächtigen Gesamtkonferenz aber zum Zirkuspferd gemacht wird, das brav durch die Manege traben darf - das wird eine konfliktträchtige Konstellation und keine, die der Schule zu mehr Eigenverantwortung verhilft.

Was also sollten wir Eltern in Gesprächen mit den Landtagsabgeordneten vertreten? In anderen Bundesländern haben die Schüler und die Eltern mehr reale Mitwirkungsmöglichkeiten, mehr Kompetenzen und sind sich ihrer Verantwortung für ihre Schule durchaus bewusst. Deshalb sollte ein Gesetz zur Eigenverantwortlichen Schule sowohl Schüler als auch Eltern stärker und verantwortlicher einbinden. Die Mitwirkung der Schüler und Eltern soll nicht von der Entscheidung der Gesamtkonferenz abhängen, sondern verbindlich im Gesetz stehen.

Wie die einzelne Schule die Schüler und Eltern ebenso wie die Lehrer in die Verantwortung nimmt, sollte jede Schule dann selber entscheiden. Kleinere Schulen mögen mit einer paritätischen Gesamtkonferenz gut fahren, in größeren mag der mit Kompetenzen ausgestattete Beirat die Lösung sein, auch der paritätisch besetzte Schulvorstand ist denkbar wie das Vetorecht von Lehrerkollegium oder von Schul-Elternrat. Jede Schule muß für sich und getragen von Lehrern, Schülern und Eltern die passende Form finden - und die passende Parität. Es gibt gute Beispiele in benachbarten Bundesländern, überlassen wir doch den Schulen, welche passt, und überzeugen wir die MdL, den Schulen auch hier mehr Freiheit und Verantwortung zu geben.

Die weiteren §§ des Gesetzentwurfes sind dagegen unproblematisch.
Daß nicht immer wieder die Eltern zustimmen müssen, wenn etwa landesweit oder inter-national der Leistungsstand der Schüler abgefragt wird, scheint sinnvoll. "Maßnahmen der Gesundheitspflege" wie die Fitnesslandkarte sind damit noch nicht legitimiert. Und daß die Schulen sich ein Schulprogramm geben - wer von uns Eltern ist dagegen?

Auch der Paragraph über die Ein-Euro-Kräfte - ja doch. Zur Entlastung der Lehrer und der mittagessenkochenden Eltern werden Hilfen gebraucht.  Sponsoring - ja, wenn die Schule damit nicht vom Sponsoren abhängig wird. Und die immer wiederkehrende Forderung nach konsequenter Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, aber auch der mitwirkenden Eltern fehlt nicht in der Stellungnahme.

Auf denn, suchen wir das Gespräch mit unseren Landtagsabgeordneten. Der KER im Landkreis Harburg hat ein Schreiben entworfen, daß den MdL die Erwartungen der Eltern skizziert. Damit nicht jeder das Rad wieder neu erfinden muß, stellt der KER es den anderen KER gerne zur Verfügung. Einzige Bedingung: Übernehmen Sie's nicht wortwörtlich, ändern Sie es so ab, wie Sie es für richtig halten.

Anfordern bei KERHarburg@gmx.de .Qualitätsentwicklung einzubinden.

Diskussionsbeitrag KER Harburg (Fritz Hullen)

Stellungnahme des Stadtelternrates Hannover zur Änderung des NSchG, 10.03.2006

Der Stadtelternrat Hannover lehnt die Änderungen des NSchG ab.
Begründung: Da „Gute Schule“ nur gelingen kann, wenn Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam die Schulentwicklung tragen, muss jede Vorgabe durch Gesetze oder Verordnungen diesen Grundsatz beinhalten, ohne die Verantwortung des Einzelnen zu schwächen.
Gute Schule kann nur gelingen, wenn Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung gleichberechtigt an der Umsetzung von verbindlichen Vorgaben arbeiten und den Orien­tierungsrahmen für Maßnahmen zur Steigerung der Unterrichtsqualität festlegen. In den Schulen sind alle Beteiligten in den Prozess der Qualitätsentwicklung einzubinden.
Der Schulbeirat könnte dies gewährleisten, wenn er oberstes  Entscheidungsgremium, wird. Wie unter Anderem im sog. Berliner Modell festgelegt, sollten in diesem Gremium Entscheidungen mit 2/3 Mehrheit getroffen werden. Diese Regelung bedingt immer eine Verständigung unter allen vertretenen Gruppen; keine Gruppe kann allein eine Entschei­dung blockieren.
Dies sehen wir in der Änderung des NSchG nicht gegeben.

Im Gegenteil, mit Einführung der eigenverantwortlichen Schule soll eine Veränderung von Entscheidungsstrukturen in den Schulen, die Stärkung der Schulleitung, vollzogen werden.
Die Stellung der Erziehungsberechtigten verkommt dabei zu einer Statistenrolle, da der Schulbeirat (§ 42) nur beratend, aber ohne Entscheidungsbefugnis tätig ist. In der jetzt geplanten Form ist er ein weiteres, weitgehend wirkungsloses Gremium, welches nur zusätzliche Arbeitszeiten bindet.
Zusätzlich wird durch die Änderungen in den §§ 33 – 35 die Zuständigkeit der Gesamt­konferenz beschnitten und damit selbst die rudimentären Mitbestimmungsrechte der Eltern- und Schülerschaft ausgehebelt.      mehr ....

Stellungnahme des Kreiselternrates im Landkreis Leer, 08.03.2006      als pdf (26kb)
• Eltern und Schüler/innen weden aus der Mitbestimmung ausgeklammert ....
• Die Chancen der Eigenverantwortlichen Schule liegen u.E. gerade in der Nutzung pädagogischer Freiheiten. ... kaum Spielräume sichtbar ...
• Alle Qualitätsmanagmentmodelle setzen offene und partnerschaftliche Vorgehensweise voraus ...
• Die zusätzlichen Verwaltungsaufgaben dürfe nicht zu Lasten der Unterrichtsversorgung gehen ...
• Budgetierung kann nicht Mängelverwaltung in Verantwortung jeder einzelnen Schule bedeuten ....      mehr ...

Stadtelternrat WunstorfIn Anbetracht der Tatsache, dass am 10. März 2006 die Anhörung zum neuen Gesetzesentwurf des NSchG in Hinblick auf die Änderungen für die EiSch stattfindet, meldet sich der Stadtelternrat Wunstorf zu Wort
"Eigenverantwortlichkeit der Schulen in Niedersachsen ohne faire Mitbestimmung aller Beteiligten ist unverantwortlich und  undemokratisch!"
• Bitte beachten Sie folgende Aspekte bei der NSchG-Änderung: Demokratie und Kundenorientierung. Diese Aspekte lassen im Grunde nur eine Schulverfassung mit partätisch besetztem Schulvorstand mit mindestens Vetorecht zu. Derart mögen Sie es im NSchG verankern.
• Bitte garantieren Sie eine 100%ige Budgetierung, ausgehend von einer mindestens 100%igen Unterrichtsversorgung.
• Bitte lassen Sie Sanierungs- und bauliche Erweiterungsmaßnahmen von Schulen aus der Budgetierung heraus. Dafür soll weiterhin die Kommune, Land und Bund die Zuständigkeit behalten.
• Die Verteilung von Lehrpersonal sollte weiterhin von der Landesschulbehörde gesteuert werden, um eine Benachteiligung von Schulen in unattraktiven Regionen zu vermeiden.       mehr ...

Nordwest-Zeitung, 08.02.2006    Chance oder Überforderung
   
SCHULPOLITIK Lebhafte Podiumsdiskussion um die eigenverantwortliche Schule   Schülerprotest: Für einige Minuten stürmten einige Schüler am Montagabend in das voll besetze PFL, um ihre Kritik an den Plänen zur eigenverantwortlichen Schule zum Ausdruck zu bringen.  Über 300 Besucher kamen. Eingeladen hatte das Hermann-Ehlers-Bildungswerk der Konrad-Adenauer-Stiftung.    Von Karsten Röhr   OLDENBURG - Schule soll mehr Verantwortung übertragen bekommen, sagt der Kultusminister – „weil eigenverantwortliche Schule effizienter ist als andere Schulen; da müssen wir vom Ausland lernen, die machen uns das seit 20 Jahren vor“. Bernd Busemann warb am Montagabend im vollbesetzten PFL für seinen Gesetzentwurf, der diese Übertragung regelt und – bei erfolgreicher Abstimmung – zum August 2007 gestartet werden soll.
Busemann steht mit seinem Bemühen um eine bessere Schulqualität über den Weg der Eigenverantwortung nicht alleine da. Der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Jüttner, flankierte zumindest einzelne Bereiche des Entwurfs: „Wir sind an einigen Stellen gleicher Meinung.“ Und tatsächlich weist der am Montag ebenfalls präsentierte Gesetzentwurf der SPD starke Parallelen auf – allerdings auch Abweichungen. Schule brauche mehr pädagogische Freiräume und die Möglichkeit der Abweichung von Verwaltungsvorschriften – etwa mit anderen Formen der Leistungsbewertung der Schüler. Mit Entlastungs-Strategien für die Schulleiter und umfassenden Qualifizierungsstrategien für alle Beteiligten „hat das Zukunft“.
Für die Grünen signalisierte die Landtagsabgeordnete Ina Korter prinzipielle Unterstützung für die eigenverantwortliche Schule, wenn damit tatsächlich Qualitätsentwicklung, pädagogische Freiheiten und Mitwirkungs- und Mitverantwortungsrechte aller an der Schule Beteiligten verbunden seien mit einer Stärkung von Eltern- und Schülerrechten. Sie warb allerdings für das Grünen-Modell einer Basisschule, in der alle Schüler neun Jahre zusammenbleiben. Im 10. bis 12. Lernjahrgang teilten sie sich dann in Gymnasiale Oberstufe und Berufliche Bildung.
Nicht nur mehr Lehrer, wie einige Zwischenrufer es sich wünschten, sondern auch mehr Einfluss für die Eltern forderten Elternvertreter Bernd Siegel und auch einige Elternräte aus dem Publikum. Siegel: „Wir wissen genau, welche großen Ressourcen Eltern haben. Wir haben Interesse an der Entwicklung von Schule und wollen uns das nicht nehmen lassen.“
Leichte Turbulenz kam auf, als eine Gruppe von Schülern in den Saal drang, um ihr Missfallen über geschehene und geplante Veränderungen deutlich zu machen. Statt eigenverantwortlicher Schule, forderten sie etwa „mehr Mitspracherecht für Schüler, Eltern und Lehrer in der Schule, die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit und die Abschaffung des Zentralabiturs und anderer zentraler Vergleichstests“.
Der Lüneburger Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Matthias von Saldern äußerte Sympathie dafür, dass „es Schüler gibt, die da für ihre Sache kämpfen“. Zum Busemann-Paket sagte er: „Ich befürchte eine Dauerüberforderung der Schulen.“ Damit sei nichts gegen die einzelnen Maßnahmen, sondern nur gegen die Gesamtwirkung gesagt. Schule und Schulleiter befänden sich zurzeit „im Schraubstock“. Von den Eltern forderte er, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich auch mal kritisieren zu lassen: „Wenn ein Kind nicht entschuldigt fehlt, kriegen die Eltern auch eins auf die Mütze.“

Politiker und Schulexperten

An der Podiumsdiskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung, zu der auch Eltern und Elternvertreter aus der gesamten Region bis Hannover ins PFL kamen, beteiligten sich außer Kultusminister Bernd Busemann die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter, der SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Jüttner, der Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Matthias von Saldern und der Oldenburger Elternvertreter und Mitgründer der Initiative „Gute Schule“, Bernd Siegel. Für die Moderation sorgte Anke Genius (NDR).

HAZ, 25.01.2006   Busemann geht auf Lehrerverbände zu
Die "eigenverantwortliche Schule" kommt, die Gesamtkonferenz bleibt / GEW-Chef: Richtige Richtung, aber unausgegoren
Von Jörg Kallmeyer
Hannover. Die Debatte dauert schon fast ein Jahr, doch jetzt drückt Kultusminister Bernd Busemann aufs Tempo: Überraschend legte der CDU-Politiker dem Kabinett gestern seinen Gesetzentwurf für die „eigenverantwortliche Schule“ vor. Das Ziel: Vom Jahr 2007 an sollen die Schulen weit mehr als jetzt unabhängig von Erlassen ihre Angelegenheiten selbst regeln können. Dafür bekommen sie zum Beispiel auch ein eigenes Konto, um Budgets zu verwalten. Zugleich will der Kultusminister etwa durch Vergleichsarbeiten die Unterrichtsqualität mehr kontrollieren.
Die wichtigste Änderung betrifft die Schulleiter. „Der Schulleiter ist Vorgesetzter aller in der Schule tätigen Personen“, heißt es im Gesetzentwurf, der vom Kabinett gebilligt wurde. Auch im Koalitionsausschuss habe es ausdrücklich Zustimmung für die Reform gegeben, betonte Busemann. Die Lehrerverbände hatten zuvor heftig dagegen protestiert, dass Schulleiter zu echten Chefs werden sollen. Bislang werden Einstellungen, Beurteilungen oder auch disziplinarische Fragen von den Schulbehörden geklärt, der Schulleiter ist Erster unter Gleichen im Kollegium.
Busemann pocht auf die neue Stellung des Schulleiters, geht aber zugleich auf die Lehrerverbände zu. So hat die Gesamtkonferenz aus Lehrern, Eltern- und Schülervertretern weiterhin große Entscheidungsbefugnisse in der Schule – vor allem bei pädagogischen Grundsatzfragen und beim Schulprogramm. In einem ursprünglichen Gesetzentwurf sollten auch diese Fragen dem Schulleiter übertragen werden. „Wir brauchen eine starke Gesamtkonferenz, sie darf nicht nur Alibifunktionen haben“, sagte Busemann gestern. Er will das Projekt „eigenverantwortliche Schule“ bis zum Jahr 2013 abgeschlossen haben – dann sollen die Schulen nach den bisherigen Plänen auch die Lehrer selbst anwerben können. „Bei diesem Punkt bin ich allerdings skeptischer geworden. Der Staat muss in der Verantwortung für die gerechte Lehrerverteilung bleiben“, sagte Busemann.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete den Gesetzentwurf als „Schritt in die richtige Richtung“. Viele Punkte seien jedoch unausgegoren, sagte GEW-Landeschef Eberhard Brandt der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Es sei problematisch, die Zuständigkeiten in der Schule endgültig festzulegen. Die GEW lehnt es außerdem weiter ab, Schulleiter zu Dienstvorgesetzten zu machen.
Die SPD-Landtagsfraktion sprach von einer „Mogelpackung“. „Von Eigenverantwortung ist nur in der Überschrift die Rede. Tatsächlich bleiben die Schulen auch in Zukunft an die rigiden Vorgaben des Kultusministers gebunden“, kritisierte SPD-Schulexpertin Ingrid Eckel. Auch die Grünen im Landtag bezeichneten die Pläne als „ungenügend und enttäuschend“. „Die Landesregierung gibt den Schulen zu wenig Freiheit. Sie gibt ihnen zu wenig Unterstützung, und sie stärkt die Schulleiter, nicht aber die Beteiligung der Eltern und der Schüler“, kritisierte die Grünen-Schulfachfrau Ina Korter. Die Gängelung der Schulen mit immer neuen Verwaltungsvorschriften müsse ein Ende haben.

Schulreform
Die Qualitätsfrage

Zwei Schritte vor, einen Schritt zurück – Kultusminister Busemann zeigt sich bei seinem wichtigsten Reformprojekt beweglich. Bei der eigenverantwortlichen Schule ist er wieder dort angelangt, wo er nach heftigem Streit mit den Lehrerverbänden im vergangenen Sommer schon einmal stand: Die Schulleiter werden echte Chefs, die Gesamtkonferenz aber entscheidet über den Kurs der Schule. Mehr ist offenbar nicht drin.
Der Kultusminister hat den Lehrern in jüngster Zeit viel abverlangt. Damit sie nun bei einer wichtigen Weichenstellung mitziehen, muss er ihnen einen Kompromiss anbieten. Dem Vorhaben insgesamt aber muss es nicht schaden, wenn Lehrer, Eltern- und Schülervertreter auch weiterhin über das Schulleben mitentscheiden. Entscheidend wird am Ende sein, dass die Schulleiter den Kopf für die Qualität ihrer Schule hinhalten müssen – und dass die Schulleiter eben diese Qualität von jedem Lehrer aus ihrem Kollegium abverlangen können. ö

So funktioniert die neue Schule
Der Schulleiter:
– trägt die Gesamtverantwortung für die Schule
– sorgt für die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung der Schule
– vertritt die Schule nach außen
– ist Vorgesetzter aller an der Schule tätigen Personen
– erstellt jährlich einen Plan über die Verwendung der Mittel und Personalressourcen
– trägt die Verantwortung für die Bewirtschaftung des Budgets
– führt den Vorsitz in der Gesamtkonferenz
(unter anderem)
Die Gesamtkonferenz entscheidet über:
– das Schulprogramm
– die Schulordnung
– die innere Organisation der Schule
– Schulversuche
– Schulpartnerschaften
– Grundsätze wie zum Beispiel der Leistungsbewertung; von Klassenarbeiten und Hausaufgaben und deren Koordinierung; der Unterrichtsverteilung und Stundenpläne; der Vertretungsstunden; der Werbung und des Sponsorings in der Schule; der Verteilung der Haushaltsmittel; der Durchführung von Projektwochen; der Tätigkeit der pädagogischen Hilfskräfte

NP, 25.01.2006   Neues Modell in Niedersachsen - Schulen sollen mehr Verantwortung tragen
Ab Sommer 2007 bekommen Niedersachsens Schulen mehr Eigenständigkeit.
VON DIRK RACKE
HANNOVER. Niedersachsens Schulen sind künftig stärker als bisher für die Qualität ihrer Arbeit veranwortlich und erhalten dafür mehr Freiheiten. Selbstbewusst präsentierte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) gestern seinen Gesetzentwurf zur Einführung der eigenverantwortlichen Schule. „Geländegängig“ sei der und komme den Lehrerverbände entgegen, rühmte Busemann die „bedeutende Änderung des Schulgesetzes“.
Kern der Reform ist die
Stärkung der 3300 Schulleiter. Sie werden zu Managern und Dienstvorgesetzten. Sie müssen die Lehrer beurteilen. Das Recht, Personal einzustellen, erhalten sie allerdings erst bis 2013. Kleine Schulen könnten sich damit schwer tun, fürchtet Busemann.
Die Gesamtkonferenz aus Lehrer-, Schüler- und Elternvertretern behält gegenüber dem Schulleiter mehr Rechte als in einem ersten, heftig kritisierten Entwurf geplant. So entscheidet sie über das pädagogische Konzept und die Verwendung der Finanzen.
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zum September 2007 erhalten die Schulen Geld: für die Fortbildung (etwa 80 Euro je Lehrer) sowie den Gegenwert einer halben Stelle (etwa 25 000 Euro).
Weitere Änderungen:
Beiräte aus Eltern, Schülern, Lehrern, Schulträgern sollen das Kollegium beraten.
Schüler und Lehrer werden verpflichtet, an Befragungen und Tests der Schulbehörde teilzunehmen.
„Busemann hat sich bewegt“, räumte GEW-Landeschef Eberhard Brandt ein. Aber der Entwurf sei „unausgegoren“ und offenbar hektisch entstanden, um der SPD zuvorzukommen, die Freitag einen eigenen Gesetzentwurf vorlegen will.
SPD und Grüne sehen eine „Mogelpackung“. SPD-Expertin Ingrid Eckel: Erst wenn die Schulen entscheiden können, wie sie Unterricht und Klassengröße organisieren, „kann man wirklich von Gestaltungsfreiheit sprechen“.

Podiumsdiskussion "Eigenverantwortliche Schule"
Mo, 6. Februar 2006, 19:30 – 21:30 Uhr, Kulturzentrum PFL, Peterstraße Oldenburg
Da offensichtlich das Interesse auch landesweit an der Veranstaltung sehr groß ist, auch bei den Medien, ist eine frühe Anreise zu empfehlen. Es stehen nur ca. 240 Sitzplätze zur Verfügung. Parkplätze sind nur weiträumig zu finden.
Zu den Personen auf dem Podium:
Bernd Busemann Kultusminister Niedersachsen
Wolfgang Jüttner Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion
Ina Korter Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Schulpolitische Sprecherin der Grünen
Prof. Dr. Matthias von Saldern  Arbeitsstelle Schulentwicklung und Institut für Evaluation und Qualitätssicherung. Universität Lüneburg
Bernd Siegel   Elternvertreter, Erziehungswissenschaftler. Mitinitiator der „Elterninitiative Gute Schule“.  Ehem. Changemanagementberater u.a. für Airbus, Siemens und VW.

Informationen zur Podiumsdiskussion
--  --   Plakat als pdf,  217 kb  --  --  Anfahrt als pdf, 127 kb   --  -- 
Eine Information zum Thema „Eigenverantwortliche Schule“ im Download:
http://www.stadtelternrat-hannover.de/texte/2005-12-09-eigenverantwortliche-schule.pdf
Synopse der Änderungen im Schulgesetz:
Synopse der Änderungen im Schulgesetz, 20.10.2005, pdf 89 KB
Podiumsdiskussion

Bernd Siegel Schwanenweg 22 26135 Oldenburg Tel. 0441 202112
Liebe Schüler, Eltern, Lehrer
Ein neues Leben für alle Schulen beginnt - Ein Leben in Selbständigkeit!
Der Gesetzentwurf „Eigenverantwortliche Schule“ liegt seit dem 20. Oktober, verändert durch einen Referentenentwurf Ende November, vor. Anfang des Jahres wird dieser voraussichtlich beraten und Mitte des Jahres verabschiedet.
Diese umwälzende auf „Pisa“ zurückzuführende Veränderung, wird schon in kurzer Zeit alle Schulen verändern.
Einige werden versuchen, den Weg in die 50er Jahre fortzusetzen
Einige werden viel Energie aufwenden, um diese Entwicklung aufzuhalten.
Einige werden diese Entwicklung aussitzen wollen.
Aber viele wollen den Veränderungsprozess an der eigenen Schule mitgestalten.
Die Schulen werden dann in der Öffentlichkeit auch so wahrgenommen.
Die „Eigenverantwortliche Schule“ Niedersachsen wird das Thema des Jahres 2006 sein.
Der Landeselternratsvorsitzende Hans-Jürgen Vogel mahnt, dass dieses Thema in seinen „Auswirkungen (…) die Dimension des Fitnesserlasses bei weitem sprengt“.
In der Anlage findet ihr eine Information, in der die Entwicklung und der Stand kurz und prägnant dargestellt werden. Auf eine Wertung wurde zu diesem Zeitpunkt bewusst verzichtet, um allen eine unvoreingenommene Information zu ermöglichen.
Ich wünsche uns eine konstruktive Diskussion, unseren Kindern in Zukunft eine „Gute Schule“ und allen eine erholsame Winterpause.
Mit freundlichen Grüßen  
  Information "Eigenverantwortliche Schule" von Bernd Siegel als pdf, 215 KB
Bernd Siegel, Oldenburg     

Stellungnahme des Landeselternrates Niedersachsen zum Abschlussbericht "Eigenverantwortliche Schule" (Stand 24.2.2005)
Hearing des Niedersächsischen Kultusministers, 15./16. Juni 2005
       als pdf (114 KB)     

gew22.11.2005  Brief der GEW Niedersachsen zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule und der Einführung einer Stiftungsschule (als pdf 43 KB)  MK plant eine autoritäre Schulverfassng / Fraktionen von CDU und FDP wollen Stiftungsschulen....
11/2005  Beschluß der Landesdelegiertenkonferenz 2005 der GEW Niedersachsen zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule (als pdf 24 KB)
Gesetz zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule.
   Die Gesamtkonferenz und damit den Kollegien, den Eltern- und Schülervertretern werden ... fast alle Entscheidungskompetenzen insbesondere über die pädagogische Entwicklung der Schule entzogen. . Von 27 wesentlichen Angelegenheiten, über die bisher ide Gesamtkonferenz bestimmte bzw. mitbestimmte, sollen 21 auf die Schulleiterinnen und Schulleiter übertragen werden... Wir fordern von Kultusminister Busemann, dass er den Referentenentwurf, der zurziet im Ministerium bearbeitet wird, zurückzieht.   ..
Privatisierung von Schulen durch die Einführung von Stiftungsschulen.
Beabsichtigt ist, dass bisher bestehende öffentliche Schulen in Privatsculen umgewandelt werden können. Die im Landesdienst beamteten Lehrkräfte sollen unter Fortzahlung der Bezüge für die Arbeit an der Stiftungsschule beurlaubt werden, die bisherigen kommunalen Schulträger tragen die Sachkosten.  .... Für Kirchen und andere freie Träger ist diese neue Form von Privatschulen besonders interessant, da sie auf Kosten des Landeshaushalts finanziell besser gestellt werden als die bestehenden Ersatzschulen. Diese erhalten nämlich lediglich Finanzhilfe vom Land und müssen daher zur Deckung der Kosten in der Regel Schulgeld erheben. Die neuen Stiftungsschulen aber bekommen das Personal und die Sachkosten vollständig vom Staat finanziert, können die Schulleitung bestimmen, das Personal auswählen und - wie es Privatschulen zusteht - von dem Recht auf Auswahl ihrer Schülerschaft Gebrauch machen. Am Beispiel des Gymnasiums Twistringen zugespitzt formuliert: Das Land bezahlt die Lehrkräfte, der Landkreis bezahlt die Sachkosten und der Bischof von Osnabrück  bestimmt das Profil der Schule. Wenn dieses Beispiel Schule macht, könnten die nicht konfessionsgebundenen Kinder nicht mehr jede Schule besuchen. Die Ungleichheit der Bildungschancen würde verstärkt. ...
10/2005  Entwurf des Gesetzes zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule (als pdf 86 KB)  ... Änderung des Niedersächsischen Schulgeetzes in der Fassung vom 3.März 1998 (letzte Änderungen 22.04.2005): Verpflichtung zur Teilnahme an Evaluationen, Beschluss eines Schulprogrammes , Aussagen zur Werbung, zum Sponsoring, Änderung des § 34 Gesamtkonferenz, § 35 Teilkonferenzen, Klassenkonferenz . neu § 42a Schulbeirat,  § 43 Schulleiterin oder Schulleiter, § 53  Arbeitsgelegenheiten für erwerbsfähige Hilfsbedürftige, § 113 a Recht der Schule zur Führung eigener Girokonten .


Selbständige Schule:  Goslarsche Zeitung vom 13.02.2003:  Von Lust am Lernen und frischem Wind an der Schule  ...  Das Podium war hochkarätig besetzt, zeigte sich diskussionsfreudig und thematisch gut eingearbeitet ....  Landeselternratsvorsitzender Jürgen Werner,Prof. Dr. Peter Meyer-Dohm, Vorsitzender des bis September 2002 agierenden Niedersächsischen Bildungsrates sowie BildungsjournalistReinhard Kahl ..


 DIE ZEIT  04/2003  Lizenz zum Rechtsbruch  Das Projekt „Selbstständige Schule“ verleiht den beteiligten Schulen ungeahnte Freiheiten: Sie verfügen in Zukunft über ein eigenes Budget und dürfen sämtliche Lehrer selbst einstellen. Ihr Unterricht muss sich weder streng an den Lehrplan halten noch an den traditionellen 45-Minuten-Takt. .  Die Schulautonomie bringt jedoch nicht nur mehr Ungleichheit in die Lehrbetriebe, sondern auch zwischen ihnen. Hier liegt langfristig das wahre Problem. Wenn Schulen selbst um die besten Lehrer werben, wenn sie eigene Profile entwickeln, drohen die Qualitätsunterschiede langfristig immer größer zu werden – und offensichtlicher. Dem gilt es staatlicherseits entgegenzusteuern, fordert Schulforscher Rolff: „Schon heute hat in Deutschland die Frage, wo ein Kind zur Schule geht, einen extrem hohen Einfluss darauf, was es lernt.“ .... 

Darmstädter Echo, 17.01.2003  Immer mehr Schulen schließen sich an  Budgetierung: Bereits nach wenigen Monaten Pilotversuchslaufzeit im Kreis Groß-Gerau gibt es positive Erfahrungen ... 

NP, 04.12.2002  Selbständige Schule: Neues Modell reduziert Bürokratie     Bis 31. März 2003 können Schulen beantragen, in die Selbstständigkeit entlassen zu werden. Entsprechende Musterverträge liegen seit Dienstag im Kultusministerium aus.         Schulen, die sie unterzeichnen, werden von maximal 200 Erlassen der Kultusbürokratie befreit – und können dann etwa die Länge der Schulstunden oder in welcher Klasse wie viel Unterricht eines Faches erteilt wird, selbst festlegen.         Im Gegenzug bekommen die Schulen ein eigenes Finanzbudget, um damit etwa Vertretungslehrer oder Assistenzpersonal bezahlen zu können ...






  . 

   . 


  .    

  .  





Homepage des Bundeselternrates
Homepage des Stadtelternrates Hannover
Homepage des Schulelternrates der IGS Hannover-Linden