Welche Schule für mein Kind ? Beschreibungen + INFO-Tage 2010

HAZ und NP bieten auch Nicht-Abonnenten eine Datenbank mit aktuellen Informationen zur Einschulung und zur Wahl weiterführender Schulen.

Aktuell zum Schuljahr 2010/2011: Neben den Informationen über die Schulen finden Sie bei jeder Schule auch den Termin für die Möglichkeit, die Schule von innen kennenzulernen.

>> Kinderbetreuung / Kindergärten (HAZ)

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>> Grundschulen in Hannover (NP)

>> Wenn Schule krank macht (HAZ)

Welche Schule für mein Kind ? Beschreibungen + INFO-Tage 2010

Als Beilage in HAZ und NP war am 13.01.2010 die Zusammenstellung der weiterführenden Schulen. Mit Info-Tagen für 2010 - Hier als PDF die einzelnen Seiten:

  Gymnasien in Hannover: Bismarckschule - Elsa-Brändströmschule - Goetheschule - Helene-Lange-Schule - Herschelschule - Humboldtschule
Gymnasien in Hannover: Kurt-Schwitters-Gymnasium - Käthe-Kollwitz-Schule - Leibnizschule - Lutherschule - Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymasium - Sophienschule - Ricarda-Huch-Schule - Schillerschule

Gymnasien in Hannover: Tellkampfschule - Wilhelm-Raabe-Schule; Realschulen in Hannover: Realschule Badenstedt - Dietrich-Bonhoeffer-Schule - Emil-Berliner-Schule - Freiher-vom-Stein-Schule

Realschulen in Hannover: Gerhard-Hauptmann-Schule - Geschwister-Scholl-Schule - Werner-von-Siemens-Schule - Realschule Misburg - Johannes-Kepler-Realschule - Lotte-Kestner-Schule - Gustav-Stresemann-Realschule - Heisterbergschule
Haupt-und Realschulen: Heinrich-Heine-Schule; Hauptschulen: Ada-Lessing-Schule - Hauptschule-im-Schulzentrum-Badenstedt - Anne-Frank-Schule - Peter-Petersen-Schule - Pestalozzischule II - Kronsbergschule Hauptschulen in Hannover: Karl-Jatho-Schule - Peter-Ustinov-Schule - Rosa-Parks-Schule; Freie Schulen in Hannover: Ludwig-Windthorst-Schule (Hauptschule) - Ludwig-Windthorst-Schule (Realschule) - Freie Evangelische Schule Freie Schulen in Hannover: Freie Waldorfschule Bothfeld - Freie Waldorfschule Maschsee - Internationale Schule - Freies Gymnasium - Privatschule VIB - Werk-statt-Schule - St. Ursula-Schule
Integrierte Gesamtschulen in Hannover: IGS Badenstedt - IGS Linden - IGS List - Glockseeschule - IGS Kronsberg - IGS Mühlenberg - IGS Roderbruch - IGS Stöcken Integrierte Gesamtschulen in Hannover: IGS Vahrenheide-Sahlkamp - IGS Vahrenwald; Abendgymnasium/ Hannover-Kolleg; Fachgymnasien: Fachgymnasium Wirtschaft - Fachgymnasium Technik - Fachgymnasium Gesundheit und Soziales Schulen in Barsinghausen: Hannah-Arendt-Gymnasium - Goetheschule KGS - Lisa-Tetzner-Schule HRS; Schulen in Burgdorf: Gymnasium - Realschule - Hauptschule; Schulen in Burgwedel: Gymnasium - Realschule
Schulen in Burgwedel:: Hauptschule Burgwedel; Schulen in Garbsen: Johannes-Kepler-Gymnasium - Geschwister-Scholl-Gymnasium - IGS Garbsen - Caroline-Herschel-Realschule - Realschule Berenbostel - Georg-Elser-Hauptschule Schulen in Garbsen: Hauptschule Nikolaus Kopernikus; Schulen in Gehrden: Matthias-Claudius-Gymnasium - Werner-von-Siemens-Realschule HRS - Burgbergschule Gehrden HRS; Schulen in Hemmingen: Carl-Friedrich-Gaus-Schule KGS - Schulen in Isernhagen: Gymnasium Isernhagen - Realschule Isernhagen - Hauptschule Isernhagen Schulen in Laatzen: Erich-Kästner-Gymnasium - Albert-Einstein-Schule KGS - Erich-Kästner Realschule - Hauptschule Rathausstrasse; Schulen in Langenhagen: Gymnasium Langenhagen - IGS Langenhagen - Robert-Koch-Realschule - Brinker Schule (GHRS)
Schulen in Lehrte: Gymnasium Lehrte - IGS Lehrte - Haupt- und Realschule Am Ried - Realschule Lerte - Fachgymnasium Lehrte - Hauptschule Lehrte; Schulen in Neustadt: Gymnasium Neustadt, KGS Neustadt Schulen in Neustadt: Leine-Schule Neustadt HRS -Schulen in Pattensen: Ernst-Reuter-Schule KGS - Schulen in Ronnenberg: Marie-Curie-Schule KGS - Schulen in Seelze: Georg-Büchner-Gymnasium - Humboldtschule RS - Geschwister-Scholl-Schule HS Schulen in Sehnde: KGS Sehnde; Schulen in Springe: Otto-Hahn-Gymnasium - Fachgymnasium Wirtschaft - Heinrich-Göbel-Realschule - Gerhard-Hauptmann-Schule; Schulen in Uetze: Gymnasium Uetze - Realschule Uetze - Hauptschule Uetze
 
Schulen in der Wedemark: Wennigsen, Wunstorf: Wedemark: Gymnasium Mellendorf - Realschule Wedemark - Konrad-Adenauer-Schule - IGS Wedemark; Schulen in Wennigsen: Sophie-Scholl-Gesamtschule - Freie Waldorfschule Sorsum; Schulen in Wunstorf: Hölty-Gymnasium - Gymnasium Steinhude Schulen in Wunstorf: Fachgymnasium Wirtschaft - Graf-Wilhelm-Schule HRS - Otto-Hahn-Schule HRS - Scharnhorstschule HRS  
 

Welche Schule für mein Kind ? Beschreibungen + INFO-Tage 2009

Als Beilage in HAZ und NP war am 14.01.2009 die Zusammenstellung der weiterführenden Schulen. Mit Info-Tagen für 2009 - Hier als PDF:

 
 
Arbeitskreis Gesamtschulen des Stadtelternrates mehr ...   Presse über Gesamtschulen ab 2004  mehr ...  bis 2004 mehr ...  Hannoversche Gesamtschulen hier ... 
Die Integrierten Gesamtsschulen
Die Gymnasien
Die Realschulen
Die freien Schulen
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IGS Kronsberg

IGS Linden

IGS List

IGS Mühlenberg

IGS Roderbruch

IGS Vahrenheide-
Sahlkamp

  Freie Waldorfschule Bothfeld mehr ...   Freie Waldorfschule Maschsee  mehr ...   Internationale Schule   mehr ...
  Freie Evangelische Schule  mehr ...   Glockseeschule  mehr ...
 
Informationstage an den Integrierten Gesamtschulen - 2009

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 10 - hannoversche Integrierte Gesamtschulen

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 13 - Burgwedel / Garbsen

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 15 - Laatzen / Langenhagen

> IGS Garbsen, Meyenfelder Str. 8-16, 30823 Garbsen, www.igs-garbsen.de, info@igs-garbsen.de, Tel.( 0 51 31) 70 71 03, Schulleiter: Herr Herweg

> IGS List , Röntgenstraße 6, 30163 Hannover, www.igs-list.de, igs-list@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 45 77, Schulleiter: Herr Nachtwey

> IGS Roderbruch, Rotekreuzstr.23, 30627 Hannover, www.igs-roderbruch.de, igs-roderbruch@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 87 01, Schulleiter: Herr Steinkamp

> IGS Linden, Am Lindener Berge 11, 30449 Hannover, www.igs-linden.de + www.schulelternrat.de, igs-linden@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 56 02, Schulleiter: Herr Walther

> IGS Kronsberg, Kattenbrookstrift 30, 30539 Hannover, www.igskronsberg.de, igskronsberg@hannover-stadt.de, Tel. 16 83 42 10, Schulleiterin: Frau Keßler

IGS Langenhagen, Konrad-Adenauer-Strasse 21-23, 30853 Langenhagen, www.igs-langenhagen.de, verwaltung@igs-langenhagen.de, Tel. 73 07 96 40, Schulleiter: Herr Kuschel

> IGS Mühlenberg, Mühlenberger Markt 1, www.igs-muehlenberg.de, igs-muehlenberg@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 95 11, Schulleiter: Herr Bax

> IGS Vahrenheide-Sahlkamp, Weimarer Allee 59, 30179 Hannover, www.igsvs.de, igs-vahrenheide-sahlkamp@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 95 11, Schulleiter: Herr Janssen

> Glockseeschule, Am Lindenhofe 14, 30519 Hannover, www.glockseeschule.de, glockseeschule@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 91 97, Schulleiter: Herr Hermann

 
Informationstage an den Kooperativen Gesamtschulen - 2009

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 12 - Barsinghausen / Burgdorf / Burgwedel

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 15 - Laatzen / Langenhagen

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 16 - Lehrte / Neustadt

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 17 - Pattensen / Ronnenberg / Seelze / Sehnde / Springe

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 19 - Wennigsen / Wunstorf

Albert-Einstein-Schule (KGS Laatzen), Kooperative Gesamtschule, Wülferoder Str.46, 30880 Laatzen, www.aes-laatzen.de, albert.einstein.schule@htp-tel.de, Tel. (05 11) 98 29 30, Schulleiterin: Frau Kruse

Ernst-Reuter-Schule (KGS Pattensen), Kooperative Gesamtschule, Platz-St.Aubin, 30982 Pattensen, www.kgs-pattensen.de, kgs@pattensen.de, Tel. (0 51 01) 9 17 90, Schulleiter: Gehoff

Goetheschule (KGS Barsinghausen), Kooperative Gesamtschule, Goethestr.29, 30890 Barsinghausen, www.goetheschule-kgs-barsinghausen.de, Schulleitung@Goetheschule-kgs-barsinghausen.de, Tel. (0 51 05) 5 26 60, Schulleiter: Josef Michael Samol

Marie-Curie-Schule (KGS Ronnenberg), Kooperative Gesamtschule, Am Sportpark 1, 30962 Ronnenberg, www.kgs-ronnenberg.de, verwaltung@kgs-ronnenberg.de, Tel. (05 11) 4 38 69 30, Schulleiter: Frank Hellberg

KGS Neustadt, Kooperative Gesamtschule, Leinstr.85, 31535 Neustadt am Rübenberge, www.kgs-neustadt.de, schulleitung@kgs-neustadt.de, Tel. (0 50 32) 9 52 20, Schulleiter: Herr Dowerk

KGS Sehnde, Kooperative Gesamtschule, Am Papenholz 11, 31319 Sehnde, www.kgs-sehnde.de, schulleitung@kgs-sehnde.de, Tel. (0 51 38) 70 88 60 , Schulleiterin: Frau Akkermann

Sophie-Scholl-Gesamtschule (KGS Wennigsen), Kooperative Gesamtschule, Bürgermeister-Klages-Platz 16, 30974 Wennigsen, www.kgs-wennigsen.de, kgs.wennigsen@t-online.de, Tel. (0 51 03) 92 88 0, Schulleiterin: Frau Hamitz

 
Informationstage an den Freien Schulen - Gesamtschulen / Waldorfschulen 2009

Welche Schule für mein Kind ? 2009, als pdf Seite 9 - hannoversche Freie Schulen

> Internationale Schule, Bruchmeisterallee 6, 30169 Hannover, www.is-hr.de, adminoffice@is-hr.de, Tel. 27 04 16 50, Schulleiterin: Frau Baier

> Freie Evangelische Schule, Prinz-Albrecht-Ring 67, 39657 Hannover, www.fesh.de, buero@fesh.de, Tel. 6 04 45 70, Schulleiter: Herr Elm

> Freie Waldorfschule Bothfeld, Weidkampfshaide 17, 30659 Hannover, www.waldorfschule-bothfeld.de, info@waldorfschule-bothfeld.de, Tel. 64 75 90, Schulleitung: Frau Holub, Frau Hornbostel

> Freie Waldorfschule Maschsee, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70, 30173 Hannover, www.waldorfschule-maschsee.de, schulbuero@waldorfschule-maschsee.de, Tel. 80 70 90

Freie Waldorfschule Sorsum, Weetzener Str.1, 30974 Wennigsen, www.fws-sorsum.de, info@fws-sorsum.de, Tel. (0 51 09) 5 29 50, Geschäftsführung: Silvia Feige-Oesker

 

HAZ, 07.07.2007

Ansturm auf Gesamtschulen hält weiter an

HAZ, 04.09.2007 Der Kommentar: Schulpolitik von gestern. Verbote, die allein ideologische Gründe haben, sind auch in der Schulpolitik von gestern..... >> Gesamtschulen 2007

HAZ, 04.09.2007 Busemann: Keine neuen Gesamtschulen nötig ... In den Augen der Gesellschaft der Gesamtschullehrer ist die Erweiterung meist der falsche Weg.. >> Gesamtschulen 2007

HAZ, 04.09.2007 Busemann: Kein Bedarf an neuen Gesamtschulen Die Gesamtschulen in Niedersachsen werden immer beliebter, können den Schüleransturm aber nur gut zur Hälfte bewältigen. Der Grund: Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hält an seinem Gründungsverbot für Gesamtschulen fest und lässt offenbar auch keine Erweiterungen bestehender Gesamtschulen zu. SPD, Grüne und die Lehrergewerkschaft GEW fordern deshalb eine Kurskorrektur in der Bildungspolitik. ..... >> Gesamtschulen 2007

HAZ, 04.09.2007 In Niedersachsens Gesamtschulen fehlen 2300 Plätze Die Gesamtschulen in Niedersachsen werden immer beliebter.. Knapp 40 Prozent der Anmeldungen wurden abgewiesen. .. am Gründungsverbot für Gesamtschulen will der CDU-Politiker nicht rütteln. ... >> Gesamtschulen 2007

NP, 11.07.2007 Ansturm auf Hannovers Gesamtschulen Insgesamt seien allein an den genannten Gesamtschulen (in Niedersachsen) über 1600 Schüler abgelehnt worden – davon könne man 54 neue Gesamtschulklassen einrichten oder neun neue Gesamtschulen gründen..... >> Gesamtschulen 2007

NP, 11.07.2007 Neuer Streit um Gesamtschulen Nach ersten Zahlen muss dort dieses Jahr jede zweite Anmeldung abgelehnt werden – aus Platzmangel.... >> Gesamtschulen 2007

HAZ, 07.07.2007 IGS List punktet Im Rennen um den bundesweit ausgeschriebenen Deutschen Schulpreis 2007 ist die IGS List als einzige hannoversche Schule aus 170 Bewerbern ausgewählt worden und darf sich jetzt mit 13 anderen Schulen Hoffnung auf den mit 50 000 Euro dotierten Preis machen..... >> IGS List >> Gesamtschulen 2007

HAZ, 07.07.2007 Ansturm auf Gesamtschulen hält weiter an Losverfahren für Interessenten / Platz an den sechs IGS reicht nicht aus / 184 Schüler müssen andere Schulform wählen..... >> Gesamtschulen 2007

Braunschweiger Zeitung, 05.07.2007 Gesamtschulen müssen 328 Bewerber ablehnen Für das Schuljahr 2007/2008 wünschten wieder mehr als ein Drittel der Eltern aller Viertklässler – 37 Prozent – einen Platz an einer der drei Integrierten Gesamtschulen. Da dort aber nur 380 Plätze zur Verfügung stehen, mussten 328 Bewerber abgelehnt werden. >> Gesamtschulen 2007


NP, 22.06.2005  Rekordansturm auf Hannovers Gesamtschulen  -  85 Anmeldungen mehr als Plätze  Hannover. Gestern endete in Hannover die Frist für die Schüleranmeldungen. Es gibt mehr Anmeldungen als Plätze – noch mehr als im vorigen Jahr. Das Kultusministerium reagiert unbeeindruckt.         VON KATRIN SCHREITER      HANNOVER. „Es gibt zwar noch ein paar freie Plätze in der IGS Vahrenheide, aber das ist nur eine Frage der Verteilung“, sagt Christoph Walther, Schulleiter der IGS Linden. „Denn die Nachfrage ist groß, insgesamt haben wir in den sechs hannoverschen Gesamtschulen einen Überhang von ungefähr 85 Anmeldungen. Das ist etwa doppelt so viel wie im letzten Jahr.“    Wieder ein Rekordergebnis: „Das zeigt, dass der Trend zur Gesamtschule ungebrochen ist und die Eltern von manch zweifelhafter Kritik unbeeindruckt bleiben“, glaubt Walther.
Die sechs Gesamtschulen in Hannover nehmen jedes Jahr knapp 950 Schüler auf. Die Jahrgänge sind sechszügig, nur an der IGS Mühlenberg gibt es acht Parallelklassen. Dort waren die 240 Plätze innerhalb kürzester Zeit vergeben. „Das hatte ich erwartet. Und zwar nicht, weil unsere Schule im Ranking so weit vorn liegt“, sagt Rektor Georg Willmer, der auf die deutschlandweite „Capital“-Studie anspielt, bei der seine IGS unter den Top Ten der Schulen mit gymnasialer Oberstufe gelandet ist. Willmer: „Unsere Schule hatte schon vorher einen guten Ruf – ein breites Angebot und ein gutes Klima.“ Über die Nachfrage freut er sich: „Da fühlt man sich in seiner Arbeit bestätigt.“
Kultusminister Bernd Busemann (CDU), der das dreigliedrige Schulsystem favorisiert, reagiert gelassen auf die Zahlen: „Es bleibt den Gesamtschulen in Hannover unbenommen, ihre Kapazitäten zu erweitern.“ Neue IGS wird es aber – wie geplant – nicht geben. Die bestehenden Gesamtschulen seien achtzügig angelegt, „sie haben gesicherte Arbeitsgrundlagen, und im Rahmen der örtlichen Bedingungen sind notwendige und sinnvolle pädagogische und organisatorische Weiterentwicklungen möglich.“ Es sei also Sache der Schulen und der Stadt, mehr Schüler aufzunehmen.
Die Anmeldezahlen der Gesamtschulen Laatzen und Langenhagen sowie der Kooperativen Schulen der Region stehen noch nicht fest, da sie andere Anmeldetermine haben als die Schulen in Hannover

NP, 22.06.2005  Sennheiser findet Gesamtschule gut      HANNOVER/WEDEMARK. Unterstützung aus der Wirtschaft: Die IGS Mühlenberg wird vom Akustik-Spezialisten Sennheiser gefördert.    „Das ist die beste Schule Norddeutschlands, weil Schulleiter Georg Willmer das Beste für die Schüler will, was möglich ist. Das weiß die Landesregierung vielleicht nicht“, lobte Rolf Meyer, Chef des Akustikspezialisten Sennheiser aus der Wedemark, die Integrierte Gesamtschule. Sie ist nach einer Studie der Zeitschrift „Capital“ eine der zehn besten deutschen Schulen. Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hatte die Studienergebnisse als nicht repräsentativ genug angezweifelt und politische Diskussionen über den Erfolg von Schulformen abgelehnt.      Meyer sitzt im Vorstand der Arbeitgeber-Stiftung Niedersachsen-Metall (Grundkapital: 25 Millionen Euro), die unter anderem praxisnahe Kontakte und Wirtschaftsschulungen in Bildungseinrichtungen fördert. Sennheiser ist dabei einer der Großsponsoren, die Mathematikolympiaden fördern oder unterhaltsame Technikkurse managen. Meyer: „Wir wollen – vor allem in der Region Hannover – noch viel mehr für Bildung tun, aber leider hindert uns die deutsche Regelungswut daran.“ bachHANNOVER. Die Bund
HAZ, 22.06.2005  IGS sind gefragt - Hohe Anmeldezahlen   HANNOVER. Die Integrierten Gesamtschulen in Hannover sind weiterhin sehr gefragt. An den meisten der sechs Schulen haben sich zum neuen Schuljahr mehr Fünftklässler angemeldet als aufgenommen werden können. Besonders die IGS List ist wie bereits in den vergangenen Jahren sehr beliebt. 207 Anmeldungen standen 115 Plätze gegenüber. 92 Kinder mussten abgelehnt werden. „Doppelanmeldungen an verschiedenen Schulen waren nicht möglich, weil wir uns diesmal das Originalzeugnis haben geben lassen“, sagt Schulleiter Oswald Nachtwey. Die Zahl der Plätze an Gesamtschulen reiche offensichtlich nicht aus.
An der IGS Roderbruch wechseln 68 Kinder aus der eigenen Grundschule in die fünfte Klasse. Die Schule nimmt 86 weitere Fünftklässler auf. 27 Kinder bekamen keinen Platz. An der IGS Linden starten gut 170 Fünftklässler. Die Schule sei damit „proppenvoll“, sagt Schulleiter Christoph Walther. Die IGS Mühlenberg hatte 230 Plätze zu vergeben und musste etwa 25 Kinder ablehnen. Die IGS Kronsberg konnte 117 von 134 Anmeldungen berücksichtigen. 17 Kinder und ihre Eltern müssen sich umorientieren.
Nur an der IGS Vahrenheide-Sahlkamp sind noch Plätze frei. „Wir rechnen aber mit weiteren Anmeldungen“, sagt Wilm Janssen, stellvertretender Schulleiter. Auch Petra Martinsen, Leiterin des Fachbereichs Schule, rechnet damit, dass einige Kinder, die anderswo keinen Platz bekommen haben, dorthin gehen. „Die Lehrer machen genauso gute Arbeit wie die anderen auch.“ bil
   
Waldorfschulen stellen sich vor
StadtAnzeiger Süd, 15.01.2004    Waldorfschulen stellen sich vor    Zum neuen Jahr präsentieren sich auch die Waldorfschulen in der Südstadt und in Bothfeld. Dort kann wie an jedem Gymnasium das Abitur abgelegt werden, ein Wechsel dorthin ist möglich. Die Freien Waldorfschulen sind Gesamtschulen von Klasse 1 bis 13 und stehen allen Kindern auch als Quereinsteiger in allen Klassenstufen offen. Außer in der Oberstufe werden keine Noten erteilt, die Kinder bleiben auch nicht sitzen, sondern die Zeugnisse enthalten bis dahin nur Entwicklungsberichte. Weitere Informationen gibt es in der Waldorfschule Maschsee unter Telefon 80 70 90 oder in Bothfeld unter Telefon 64 75 90. r  
IGS und KGS
NEUE PRESSE, 16.01.2004  Gesamtschulen:    DIE IGS   Erste IGS war 1971 die IGS Linden. Es folgten Mühlenberg und Roderbruch, in den 90er Jahren kamen die IGS List und Vahrenheide, die IGS Kronsberg ist die jüngste. An der IGS gibt es schulformübergreifenden Unterricht, keine Aufteilung nach Haupt-, Realschule und Gymnasium. Wert wird auf die Integration von Migranten und Behinderten gelegt. Typisch ist das Ganztagsangebot. Für die Oberstufe gelten dieselben Richtlinien wie für Gymnasien. jul         DIE KGS  Auf dem konservativeren Land entwickelten sich parallel zur IGS Kooperative Gesamtschulen - ein Kompromiss zwischen IGS und dreigliedrigem System. Sie entsprangen der Notwendigkeit, auf dem Land Gymnasien anbieten zu müssen. Die Schulzweige bleiben in der KGS erhalten. Doch es findet in Nebenfächern wie Sport, Kunst oder Musik übergreifender Unterricht statt. Die Lehrer arbeiten ebenfalls zweigübergreifend. Integration wird groß geschrieben. jul       
Eltern und Lehrer streiten für eine KGS in Steinhude
NEUE PRESSE, 16.01.2004 Gesamtschulen:   Eltern und Lehrer streiten für eine KGS in Steinhude    STEINHUDE. Die Eltern und Lehrer in Steinhude sind hartnäckig. Obwohl ihre Aussichten, eine KGS zu gründen, nicht rosig sind, geben sie nicht auf. In einem Café im Scheunenviertel beraten sie, welche Chancen sie noch haben. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagt Reinhard Skotzki.               Der OS-Lehrer: „Schon unter Sigmar Gabriel haben wir Interesse an einer KGS angemeldet, weil uns die Förderstufe suspekt war.“ Bereits im Januar 2003 gab es einen Gesamtkonferenzbeschluss pro KGS, Elternbefragungen fielen ebenfalls positiv aus, ein Antrag an die Stadt Wunstorf wurde gestellt. „Der wurde aber nicht weitergeleitet. Sie warteten die Wahl ab, und mit dem Regierungswechsel wars dann vorbei. Das war klar spekuliert“, wirft Elternvertreterin Ralfina Dicker den Behörden vor. Einer der Gründe für die KGS-Gründung sei der befürchtete Ansturm auf das Hölty-Gymnasium. Dieses habe jetzt 1300 Schüler, nach Prognosen könnten es bis zu 2000 werden. „Dann bräche hier alles zusammen“, so OS-Konrektorin Heide Inderthal. Außerdem sei das „Hölty“ eine Art Eliteschule. Wegen des hohen Leistungsdrucks wechselten viele Schüler nach Stadthagen. „Denen müssen wir doch eine vernünftige Alternative bieten.“            Die KGS-Idee fänden viele gut, weil es dort auf soziale Kompetenz ankomme und Schüler individuell gefördert würden. Inderthal und ihre Mitstreiter wollen sich jetzt mit anderen niedersächsischen KGS-Initiativen vernetzen. Sie hoffen: „Gemeinsam können wir was bewegen.“
Bundeselternrat wagt "Revolution": gemeinsame Schule für alle !
Frankfurter Rundschau, 21.05.2003   Bundeselternrat /  Gesamtschulen   Bundeselternrat wagt "Revolution"  Von Stephan Lüke 
    Der Bundeselternrat (BER), die Vertretung der Eltern von Schülern in Deutschland, fordert eine gemeinsame Schule für alle Kinder und damit das Ende der mehrgliedrigen Schulstruktur .  ...     "Wie schädlich die frühe Selektion ist, haben uns die Studien der jüngsten Vergangenheit offenbart", sagt Hendricks. An die Stelle der mehrgliedrigen Schulstruktur müsse eine gemeinsame Schule, etwa bis zum Ende der Pflichtschulzeit, treten . "Denn die Eltern wollen die bestmögliche Ausbildung für ihre Kinder. Und sie wollen eine Schulform, die eine individuelle und begabungsgerechte Förderung der Schülerinnen und Schüler ermöglicht", erklärt Hendricks. ...   mehr ...
Gesamtschulen stehen wieder hoch im Kurs
Gesamtschulen stehen wieder hoch im Kurs        Die niedersächsische Schulreform stößt auf Begeisterung und  Blockade. Viele Kommunen warten den Termin für die  Landtagswahl im Februar ab.       Hameln/Hannover. Es war ein bildungspolitischer Paukenschlag der besonderen Art. Stundenlang hatten die SPD-Chefs aus der Stadt Hameln, dem Landkreis Hameln-Pyrmont und die Landtagsabgeordneten darüber beraten, wie es mit den Schulen an der Weser weitergehen soll: Wo wird die neue Förderstufe angesiedelt? Gibt es neue Gymnasien auf dem Land? Ist die Abschaffung der Orientierungsstufe organisatorisch überhaupt zu bewältigen?          Was die SPD-Politiker als Ergebnis präsentierten, löst bei Eltern und Lehrern in der Rattenfängerstadt helle Aufregung aus. Der Plan liest sich wie eine Anleitung zum Bau von Gesamtschulen: Ein Traditionsgymnasium verschwindet praktisch ganz, an anderer Stelle entsteht ein Schulzentrum mit fast 2000 Schülern. Soll dies das Ergebnis der großen Schulreform sein, die Anfang Juni im Landtag beschlossen worden ist?        „Die Schulstrukturreform wird offenbar dazu benutzt, die Gesamtschule durchzudrücken“, beklagt der Hamelner Stadtelternrat. „Betroffen und enttäuscht“ seien die Eltern vom neuen Schulgesetz, sagt auch Thomas Kieschke vom Verband der Elternräte an Gymnasien in Niedersachsen. Die Orientierungsstufe werde nur in Förderstufe umbenannt.           Das Beispiel aus Hameln ist keineswegs untypisch für die Diskussion über die Schulreform in Land: In SPD-regierten Städten und Gemeinden gibt es eine  lebhafte Debatte über die Einrichtung von Gesamtschulen. Sieht das neue Schulgesetz doch auch vor, dass Haupt- und Realschulen besonders gefördert  werden, wenn sie ihre Förderstufe für die Klassen 5 und 6 unter einem Dach zusammenfassen.       Warum gibt es in einer arbeitnehmergeprägten Stadt wie Salzgitter noch keine  Integrierte Gesamtschule, fragt etwa die örtliche SPD. Eher praktische Erwägungen leiten ländliche Kommunen wie die Samtgemeinde Amelinghausen (Kreis Lüneburg): Damit künftig weniger Schüler nach Lüneburg fahren müssen, soll eine Kooperative Gesamtschule (KGS) mit Förderstufe bis einschließlich Klasse 10 entstehen. Die Schulen vergeben in diesem Modell eigene Abschlüsse, arbeiten aber eng zusammen.         Mit der KGS will man nicht zuletzt der Forderung nachkommen, dass mehr  Bildungsangebote auf dem „flachen Land“ geschaffen werden. Im Rat der Samtgemeinde Amelinghausen sind sich die Fraktionen weitgehend einig. Die Kommune will die Trägerschaft für die neue Schule übernehmen – Kostenpunkt allein für Investitionen: Sechs Millionen Euro. Vor einer Entscheidung will man allerdings die Bürger hinter sich haben. Bei einer Bürgerbefragung parallel zur Landtagswahl am 2. Februar sollen die Amelinghauser nun über die Zukunft der Schulen entscheiden.       Bei solchen Bürgerbefragungen könnten die Planer allerdings ihr blaues Wunder  erleben, sagt Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper (SPD). Sie warnt ihre Parteifreunde vor einer  Gesamtschuleuphorie“. Für diese Schulform spreche zwar gerade nach der Pisa-Untersuchung viel. Allerdings habe die Vergangenheit gezeigt, dass die Gesamtschule bei einem großen Teil der Eltern „schlichtweg nicht durchsetzbar“ sei.           Die Kultusministerin ist insgesamt zufrieden mit dem Stand der Umsetzung bei der Schulreform. Allerdings dürfte auch ihr nicht entgangen sein, dass es auch ein halbes Jahr nach der Verabschiedung der Schulreform noch keine einzige Kommune gibt, die ein Konzept beschlossen hat. Vor allem CDU-dominierte  Städte und Gemeinden warten den Wahltermin am 2. Februar ab. Auch bei den Sozialdemokraten allerdings drückt man nicht aufs Tempo: Was ist, wenn die CDU tatsächlich die Wahl gewinnt und – wie angekündigt – das gerade beschlossene Schulgesetz wieder kippt?         Unklar sind für viele Kommunen weiterhin die Kosten der Reform. Durch verschiedene Papiere geistert die Zahl von 300 zusätzlichen Klassenräumen, die für Förderstufen eingerichtet werden müssten. Und zumindest indirekt drohen Vertreter der Kommunen damit, dass sich die Reform „verzögern“ werde – wenn das Land denn nicht Geld zur Verfügung stelle.   Jörg Kallmeyer   Veröffentlicht 01.12.2002 18:17 UHR    HAZ, 02.12.2002
Besser als die besten PISA-Staaten
PISA  /  Gesamtschulen  : Jeden Tag Theater    Eine Reformschule in Wiesbaden macht fast alles anders als die meisten Lehranstalten - und stößt damit in die internationale Pisa-Spitze vor.  "Hier ist eben alles anders als an anderen Schulen", sagt Jan und lacht wie einer, der weiß, dass er Glück gehabt hat. "Ich will ja nicht an eine stinklangweilige Schule gehen." Nun stellt sich heraus: Die Wiesbadener HLS, wie die Helene-Lange-Schule von Schülern und Lehrern kurz genannt wird, zält zu den besten Schulen im Lande.  Bei Pisa E, dem deutschen Teil der internationalen Schulstudie, hat die Lehranstalt mit Blick auf den Taunus exzelente Ergebnisse erzielt. So erreichten die Helene-Lange-Schüler in den Kompetenzbereichen Lesen und Naturwissenschaften Werte, mit denen sie nicht nur weit vor allen Bundesländern liegen, sondern sogar vor den bestern ausländischen Staaten wie Finnland oder Kanada. Selbst in Mathematik, dem schwächsten Gebiet der Wiesbadener Jugendlichen, reicht es noch zu einer ausgezeichneten Punktzahl (siehe Grafik). Dass die HLS eine normale Paukanstalt sein könnte, glaubt niemand, der jemals dort war. Die Mittelstufenschule mit 600 Schülern ist seit langem ein Wallfahrtsort der Reformpädagogik.     In dem Gebäude aus den späten fünfziger Jahren gibt es keine endlosen Flure, die an Krankenhäuser oder gar Kasernen erinnern. Überall schmücken von Schülern gestaltete Bilder, Figuren, Fotos oder Texte die Wände. Die Türen der Klassenzimmer genauso wie die der Schulleitung stehen immer offen.   Die Schüler entscheiden über ihren Stundenplan mit, mindestens vier Stunden pro Woche steht "Offenes Lernen" auf dem Programm, permanent lockern Projekte oder Exkursionen den Unterricht auf.  Wenn etwa "tätige Nächstenliebe" angesagt ist, müssen alle Schüler der achten Klassen ein Vierteljahr lang einen alten oder behinderten Menschen einen Nachmittag in der Woche betreuen   (siehe weiter SPIEGELNr. 45 / 4.11.2002) 
Erklärung Bremer Schulleiter der Sekundarstufe I  zur Pisa - E-Studie
PISAGesamtschulen: Erklärung Bremer Schulleiter der Sekundarstufe I  zur Pisa - E-Studie 
Was tun an Schulen? -   Die durch die PISA-Studie aufgezeigten Mängel des deutschen Schulwesens hatten ca. 30 Jahre Zeit zu „reifen“. Daher sind sie nicht von heute auf morgen mit kurzatmigen Schritten zu beseitigen. Gleichwohl müssen alle an Schule Beteiligten reagieren und notwendige Veränderungsprozesse einleiten.  Wir sind gut beraten, wenn wir uns bei dieser pädagogischen Neuorientierung von den Modellen des Lernorts Schule leiten lasen, die bei dem internationalen PISA-Wettstreit  zu guten Ergebnissen gekommen sind: Finnland und Schweden. Augenfällig ist, dass dort  integrierte Systeme – Gesamtschulen – eingerichtet  sind, in denen die Schüler von der ersten bis  zur neunten Klasse zusammen unterrichtet werden. Nach der neunten Klasse fächert sich die Schulstruktur in unterschiedliche Bildungsgänge auf. Die ersten 9 Jahre der Schullaufbahn sind durch eine Lernkultur  geprägt, die auf Sitzenbleiben und Notengebung weitgehend verzichtet. Die Schüler werden individuell gefördert. Leistungsschwache und – starke Schüler lernen miteinander und profitieren gegenseitig davon. Gleichzeitig ist ein Ganztagsbetrieb eingerichtet, der allen  Beteiligten an Schule – Lehrer wie Schüler – Zeit und Gelassenheit  verschafft,  die unabdingbar für erfolgreiches Lernen sind.         Pisa hat gezeigt, dass das möglichst lange gemeinsame Lernen von Schülern unterschiedlicher Leistungsstärke in vielen Ländern zu großen schulischen Erfolgen geführt hat. Dagegen hat das deutsche dreigliederige System solche Erfolge nicht vorweisen können. Von der Vorklasse bis zum Abitur fordern wir daher ein Schulkonzept "aus einem Guss" (Gemeinsamer Unterricht für alle Kinder von der 1. bis zur 9. Klasse.  Nach der 9. Klasse können wir uns einen Überbau aus gymnasialer und beruflicher Bildung analog dem schwedischen System vorstellen).   mehr ....    (23.09.2002)
Besser als die Sieger
Wiesbadene Kurier 4.11.2002   Besser als die Sieger  Helene-Lange-Schule bei Pisa-Studie mit herausragendem Ergebnis Wiesbaden. Es gibt ihn doch, den Lichtblick im trüben Jammertal der Bildungsmisere. Denn mindestens eine Schule in Deutschland hat nachweislich ein Niveau, das über internationalem Standard liegt: die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. 
Von Kurier-Redakteur Christoph Cuntz 
     An der Pisa-Studie hatten auch Schüler der Integrierten Gesamtschule teilgenommen–mit herausragendem Erfolg, wie sich jetzt herausstellt. Sie erreichten im Mittel 579 Punkte bei der Lesekompetenz. Weit mehr als die Schüler des Testsiegers Finnland, die im Durchschnitt auf 546 Punkte gekommen waren. Und der Durchschnittswert aller deutschen Schüler lag bei 484 Punkten, die erreichten damit nur Platz 21. „Der Mittelwert Ihrer Schule liegt bedeutsam über dem Wert, den Schulen mit vergleichbarer Schülerschaft erzielen“, heißt es in einer Rückmeldung, die der Schule seit einigen Tagen vorliegt. Absender: das Max-Planck-Institut, das in Deutschland die Federführung für den Pisa-Test hatte.       Herausragend auch die Leistungen der „Hela“-Schüler im Bereich Naturwissenschaften. Sie erzielten im Schnitt 598 Punkte – und waren damit um 46 Punkte besser als das Mittel der Testsieger aus Korea. Im dritten Bereich – Mathematik  – erreichten die Schüler zwar auch Spitzenniveau, lagen gleichwohl 17 Punkte unter dem Testsieger Japan, aber immer noch um 50 Punkte besser als das deutsche Mittelmaß.         50 Punkte: „Das entspricht einem Vorsprung von anderthalb Jahren“, so Schulleiterin Enja Riegel. Ihre Erklärung für den Erfolg: „Die Schüler hier lernen gerne“. Die hohe Leistungsbereitschaft gehe zurück auf ein „von allen getragenes Ethos“, das weit entscheidender sei als die Schulform.        Was damit gemeint ist? An Riegels Schule arbeiten die Lehrer in Teams, die Pädagogen unterrichten Fächer übergreifend. Ein Mathematik-Pauker kann auch Biologie oder Kunsterziehung lehren, obwohl er dafür nicht ausgebildet ist. Das Ziel: ein Lehrer soll in erster Linie Erzieher sein. Dazu soll er seine Klasse möglichst oft unterrichten, „damit er die Stärken und Schwächen seiner Schüler genau kennen lernt“.    „Ganz wichtig“ ist Enja Riegel aber auch das Lernen in Projekten, mit dem deutliche Schwerpunkte gesetzt werden. Sind die Römer Thema des Unterrichts, dann nicht nur in Geschichte, sondern gleichzeitig in möglichst vielen Fächern. So wird die Antike über mehrere Woche hinweg in all ihren Facetten beleuchtet. „Wir unterrichten insgesamt weniger Stoff, gehen aber mehr in die Tiefe“, sagt Riegel.   Lernen an sich soll eine Bedeutung bekommen, nicht allein die Note, mit der eine bestimmte Leistung bewertet wird. Gleichwohl wird auch Leistung honoriert, indem sie präsentiert wird: die mit zahlreichen Bildern und Ausstellungsstücken geschmückten Gänge der Helene-Lange-Schule sind Zeugnis dafür.       Für Enja Riegel, die Ende Januar in Pension geht, sind die Ergebnisse der Pisa-Studie die Krönung ihrer beruflichen Laufbahn. Sie leitet die Schule, die früher ein Mädchen-Gymnasium war, seit 1984. Zwei Jahre später wurde die Hela eine Reformschule. „Immer etwas Neues ausprobieren, weg von der eingefahrene Routine“, fordert die Direktorin vom Lehrer-Kollegium. Sie sieht sich weniger als Verwalterin ihrer Schule, sondern mehr als Managerin eines Unternehmens, das auch PR brauche.           Seit Mitte der 90er Jahre hat die „Hela“ den Status einer Versuchsschule. „Wir haben den Auftrag, neue Wege zu erproben und zu dokumentieren“. Dazu arbeiten die Lehrer eng mit Universitäten zusammen, etwa in Mainz oder Hamburg – ein zusätzlicher Arbeitsaufwand, den das Kultusministerium mit sieben zusätzlichen Lehrerstellen honoriert.  Bei alledem räumt Riegel ein, dass Eltern, die ihre Kinder an ihre Schule schicken, seltener arbeitslos sind und ein höheres Bildungsniveau haben. Bei der Pisa-Studie wurde dies berücksichtigt: Verglichen wurde die Helene-Lange Schule mit Schulen, deren Klientel einen vergleichbaren sozioökonomischen Hintergrund hat. Diese Schulen hatten im Schnitt keinen einzigen Schüler, der bei der Lesekompetenz die höchste Stufe erreichte. Bei der Helene-Lange-Schule (15 Prozent haben eine Empfehlung für die Hauptschule, 30 Prozent für die Realschule und 55 Prozent für die gymnasiale Oberstufe) erreichten immerhin 35,5 Prozent das höchste Niveau. 
Bildung eine "halbherzige Angelegenheit" - Gesamtschule als Tabu ist ein großer Fehler
PISAGesamtschulen:   Grüne zum Pisa-Erfolg: CDU soll umdenken    Helene-Lange-Schule als Vorbild gewürdigt   Vom 06.11.2002      Wiesbaden. (red) Die Grünen in Wiesbaden nehmen den herausragenden Erfolg der Helene-Lange-Schule bei der Pisa-Studie zum Anlass, die Schulpolitik der CDU aufs Korn zu nehmen. Diese spiele in Fragen der Einrichtung zusätzlicher Integrierter Gesamtschulen "stets den Bedenkenträger" und zweifele immer wieder den Wert dieses Schultyps an. Das jetzt vorliegende Ergebnis belege, dass diese Bedenken an der Wirklichkeit vorbeigingen.         Ähnlich äußern sich auch die Grünen im Landtag. Das erfolgreiche Abschneiden der Helene-Lange-Schule zeige die Notwendigkeit, das pädagogische Konzept und die Unterrichtsorganisation an hessischen Schulen zu ändern. "Das CDU-Bildungsmodell ist das genaue Gegenteil von dem, was an der Helene-Lange-Schule geschieht", so die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Priska Hinz.       Wie berichtet, hat die Helene-Lange-Schule in Sachen Lesekompetenz den internationalen Testsieger Finnland um 35 Punkte und im Bereich Naturwissenschaften den Testsieger Korea um 46 Punkte geschlagen. Für die Wiesbadener Grünen hat die Schule damit "den Beweis angetreten, welch außergewöhnliche Leistungen eine Integrierte Gesamtschule mit einem innovativen Schulkonzept hervorzubringen vermag". Nun solle die CDU den Weg für zusätzliche Integrierte Gesamtschulen in Wiesbaden endlich frei geben, fordert der schulpolitische Sprecher der Grünen-Rathausfraktion, Olaf Bayer.     Zwar könne das Konzept der als Versuchsschule anerkannten Helene-Lange-Schule nicht eins zu eins auf andere Standorte übertragen werden. Aber es eigene sich als Vorbild für das, was an den von den Grünen seit langem eingeforderten zusätzlichen IGS-Standorten umzusetzen wäre.         Die Aussage, die Helene-Lange-Schule könne nur deshalb mit besonders guten Ergebnissen aufwarten, weil sie nur Kinder aus bevorzugten Familien aufnehme, werde durch die Pisa-Studie nicht bestätigt. Denn die Helene-Lange-Schule sei mit Schulen verglichen worden, deren Schülerpopulation einen vergleichbaren Hintergrund hat. Bayer: "Das unterstreicht: Auf das richtige Konzept kommt es vor allem an"     (Main-Rheiner, 06.11.2002)
Bildung eine "halbherzige Angelegenheit" - Gesamtschule als Tabu ist ein großer Fehler
PISAGesamtschulen:  Wenn Bildung eine "halbherzige Angelegenheit" ist     Pisa-Koordinator Andreas Schleicher hält das Thema Gesamtschulen noch lange nicht für erledigt.     Stuttgart - Wie viel Bildung braucht der Einzelne? Wie viel Bildung braucht die Gesellschaft? Mehr als bisher, ist Andreas Schleicher, der Leiter der internationalen Pisa-Studie, überzeugt.     VON MARIA WETZEL
In Deutschland sei Bildung aller Sonntagsreden zum Trotz eine "halbherzige Angelegenheit", sagt Schleicher. ... Bildung sei einer der wichtigsten Faktoren für Wirtschaftswachstum. Auch für den Einzelnen zahle sie sich aus. Hochschulabsolventen haben höhere Einkommen und sicherere Arbeitsplätze. Doch Bildungsausgaben würden in Deutschland noch als Kosten statt als Investitionen betrachtet, kritisiert Schleicher. Sie seien deshalb niedriger als in vielen anderen Ländern. Und falsch verteilt. .... "Die Halbtagsschule bietet den Kindern nicht genügend Zeit, um das Gelernte zu verankern", kritisiert Schleicher... Bisher entscheidet in Deutschland vor allem die soziale Herkunft über die Schullaufbahn. ... Schleichers Analyse: Die Kleinen werden in den Kindergärten und Grundschulen zu wenig gefördert und zu früh auf Hauptschule, Realschule und Gymnasium verteilt. In den erfolgreichen Pisa-Staaten wie Finnland, Japan oder Kanada bleiben Schüler dagegen bis zur neunten Klasse zusammen. Kinder mit Leistungsschwächen würden so zusätzlich gefördert. ... Dass die meisten deutschen Bildungspolitiker nach der Pisa-Studie das Thema Gesamtschule zum Tabu erklärt haben, hält Schleicher für einen großen Fehler. (Stuttgarter Nachrichten, 05.11.2002) mehr ...  Informationen zu den Bildungsgesprächen  unter: http://www.literaturhaus-stuttgart.de