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Durch die Einführung der Eigenverantwortlichen Schule steht
der Schulvorstand in der besonderen Verantwortung die Qualitätsentwicklung
der Schule zu gestalten. Der Schulleiter hat, als pädagogischer
und administrativer Leiter der Schule, die Aufgabe mit dem Schulvorstand,
dem er vorsitzt, im Hinblick auf die qualitative Verbesserung der Schule
eng zusammenzuarbeiten.
Aus diesen Gründen ist dem Votum des Schulvorstands bei der Besetzung
einer Schulleiterstelle besonderes Gewicht beizumessen. Mit Sorge
betrachtet der Stadt- und Regionselternrat Hannover (StER und RegER) daher
den bisherigen Verlauf des Verfahrens zur Besetzung der Stelle des Direktors
an der Goetheschule - KGS Barsinghausen.
Nach unseren Informationen hatten sich auf die Schulleiterstelle externe
Bewerber mit langjähriger Gesamtschulleitungserfahrung beworben.
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist kam ein weiterer Bewerber vom Barsinghäuser
Hannah-Arendt-Gymnasium hinzu, der keinerlei Gesamtschul-, Personalführungs-
und Schulleitungserfahrung vorweisen kann.
Nachdem sich die Bewerber in der Goetheschule - KGS Barsinghausen
vorgestellt hatten sprachen sich Gesamtkonferenz und Schulvorstand der
Goetheschule - KGS Barsinghausen für die ersten beiden Bewerber aus.
Auch im Schulausschuss der Stadt Barsinghausen haben die Eltern- und Lehrervertreter
die Mitglieder der politischen Parteien ausdrücklich aufgefordert
sich dem Votum der schulischen Gremien anzuschließen.
Trotz der eindeutigen Voten in der Gesamtkonferenz und im Schulvorstand
haben die Mehrheitsfraktionen im Verwaltungsausschuss der Stadt Barsinghausen
beschlossen, der Landesschulbehörde den Bewerber vom Hannah-Arendt-Gymnasium
für die zum 1.2.2009 zu besetzende Stelle vorzuschlagen.
Aus Sicht des StER und RegER schädigt dieser Vorgang die mit
der Qualitätsentwicklung von Schule verbundenen Ziele nachhaltig
und untergräbt das Vertrauen. Zeigt dieser Vorgang doch ausdrücklich,
dass die parteipolitischen Interessen der CDU/FDP Ratskoalition über
die schulfachlichen Notwendigkeiten gestellt werden. Dies wird zusätzlich
verdeutlicht durch die Tatsache, dass die Mehrheitsfraktion die Schülerzahl
der Goetheschule - KGS Barsinghausen von derzeit 1300 auf 800 reduzieren
will und von den zukünftigen Leitern der Schule den Vorabverzicht
auf eine eigene Oberstufe verlangen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass
landesweit die Anmeldungen an Gesamtschulen deutlich zunehmen, halten
wir dieses Vorgehen für eine Politik der gezielten Missachtung des
Elternwillens.
Aus den genannten Gründen fordern wir von der Landesschulbehörde
eine Entscheidung in der Sache, die dem vom Schulvorstand einstimmig getroffenen
Votum entspricht und von der niedersächsische Kultusministerin, die
Behörde bei ihrer Entscheidung in diesem Sinne zu bestärken.
Der Vorstand des StER
Garnet Eichholz - Jens Kubicki - Sabine Weber - Hubert Friedrich
Der Vorstand des RegER
Ute Schaumann - Sabine Weber - Jürgen Kaul - Jochen Pauling - Heiko
Redeker
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