SCHULE IN HANNOVER  - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover
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NP, 26.08.2003  Neue Umfrage: Kritik an der Verlässlichkeit    Es gibt nur noch Verlässliche Grundschulen. Ein Schritt in die richtige Richtung, heißt es.  Doch es gibt auch Kritik von denen, die das Konzept schon ein Jahr erproben
VON JULIA PENNIGSDORF   HANNOVER. Am ersten Schultag sind die letzten 32 der 60 Grundschulen im Stadtgebiet verlässlich geworden. Sie garantieren Betreuungszeiten von acht bis 13 Uhr. Die letzte Stunde erteilen im Gegensatz zu den zwölf qualitativ höherwertigeren Vollen Halbtagsschulen nicht ausgebildete Lehrkräfte. Stattdessen betreuen Mütter oder Studenten die Kinder.     In einer vom Stadtelternrat in Auftrag gegebenen Umfrage unter den 16 Grundschulen, die bereits seit einem Jahr verlässlich sind, stößt genau das auf Kritik. „Seit Pisa sollten wir wissen, dass wir mehr Zeit für Unterricht und nicht für Spiele brauchen. Bildungspolitisch bringt uns die Verlässliche Grundschule nicht weiter“, so Garnet Eichholz vom Stadtelternrat.        Auch für die Familien sieht sie wenig Gewinn. „Es ist schön, wenn man vormittags einkaufen gehen kann. Aber die Verlässliche Grundschule ermöglicht keiner Mutter die Rückkehr in den Beruf“, so Eichholz. „13 Uhr reicht nicht mal für Teilzeitstellen. Von den zwölf Wochen Ferien ganz abgesehen.“       Aus den Schulen selbst, die vor den Ferien noch große organisatorische Probleme hatten, weil sie kein Betreuungspersonal fanden, ist inzwischen leiser Optimismus zu hören: „Wir haben jetzt genug Kräfte. Es läuft einigermaßen rund“, sagt Martina Helms von der Grundschule (GS) Tegelweg in Vahrenheide.     Lothar Beer von der Misburger GS Mühlenweg ist froh, dass er zwei Vertretungslehrer gefunden hat. „Ich teile sie mir aber mit anderen Schulen. Spätestens bei der nächsten Grippewelle wird es knapp.“ Uta Wüstner von der Comenius-GS in der Oststadt hat ein Problem, das alle Rektoren kennen: keine geeigneten Räume. „Klassenräume sind keine Spielwiesen“, sagt sie. „Wir sind zurzeit auf gutes Wetter angewiesen, sonst müssen wir auf die Flure ausweichen.“