| HAUSMEISTER - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover |
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| HAZ, 18.09.2006 | 45 neue Hausmeister |
| Schulsporthallen sind bald auch in den Ferien geöffnet | >> Hausmeister |
| Von Conrad von Meding |
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Die Stadt will endlich ihr Sporthallenproblem lösen und mit dem
Arbeitsamt 45 zusätzliche Hausmeisterstellen schaffen. Die Neuregelung
greift allerdings erst zum Schuljahrsbeginn 2007. Ab dann sollen Sportvereine
die Hallen auch in den Ferien nutzen dürfen. Der Stadtsportbund reagierte
gestern überrascht, begrüßt aber die Ferienregelung. |
| Nachfrage
des StER zur Arbeitszeit für Hausmeister 17.11.2005 Brief des Stadtelternrates Hannover (als pdf 14 KB): Ab dem 01.01.2006 tritt ein neuer Tarifvertrag für Hausmeister in Kraft. Auch SchulhausmeisterInnen aben dann eine Wochenarbeitszeit von 40 Std. Rückfragen des SER bei ihren Schulhausmeistern zu diesem Thema haben ergeben, dass eine Übergangsregelung getroffen wurde, die eine Verfügbarkeit der schulischen Gebäude bis zum 01.01.2006 wie gewohnt garantiert. Leider konnte niemand beantworten, was von den Verantwortlichen in der städtischen Verwaltung nach dem 01.01.2006 angedacht wird. Eltern, Leherkräfte, Schüler, Sportvereine und außerschulische Kooperationspartner machen sich daher Sorgen, wer ab Januar 2006 die Betreuung der Schulgebäude am Nachmittag übernimmt. ... |
HAZ,
29.11.2005 Schulen bleiben
am Abend auf Hausmeister
sollen vorerst nicht nach EU-Recht arbeiten ... Die Stadt
will die
bisherige Arbeitszeitregelung für Schulhausmeister, die
Bereitschaftsdienst von 7 bis 22 Uhr beinhaltet, für eine
Übergangszeit
beibehalten. ..... In dieser Zeit
soll mit den Sportvereinen darüber verhandelt werden, ob sie die
Schlüsselgewalt in Schulsporthallen übernehmen können.
Härke hält es
auch für denkbar, dass teilzeitbeschäftigte Ehefrauen von
Schulhausmeistern den Hallendienst übernehmen. „Die
Wochenarbeitszeit
von 48 Stunden würde dann nicht überschritten. Und das
Familieneinkommen bliebe trotzdem erhalten.“ bilNP, 29.11.2005 Hausmeister – rund um die Uhr Wer schließt 2006 nachmittags die Schulen auf, wenn Hausmeister nicht dürfen, weil sie weniger arbeiten sollen? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit die Stadt. Grund ist ein neuer Tarifvertrag. Sie sollen künftig kürzer arbeiten. Der Stadtelternrat würde ebenfalls gern wissen, wie der Nachmittagsbetrieb an den Schulen künftig gewährleistet wird. „Die Verwaltung muss sich schnell etwas überlegen“, fordert der Vorsitzende Richard Lochte. ... |
HAZ,
28.11.2005 Bleiben Schulen
abends dicht? Hausmeister
dürfen ab Januar nur noch maximal 48 Wochenstunden arbeiten /
Weniger Bereitschaftszeit ... „Wenn die Stadt das nicht
schnell klärt, gibt es Riesenprobleme“, sagt Richard Lochte vom
Stadtelternrat.
Bisher sorgten die Hausmeister dafür, dass Schulvorführungen,
Elterntreffen oder Veranstaltungen von Vereinen für Schüler
nachmittags
und abends stattfinden können. „Die Hausmeister kümmern sich
nachts,
wenn die komplizierte Haustechnik ausfällt. Und sie
gewährleisten, dass
Räume und Schulhöfe, die zum Spielen offen stehen, am
nächsten Morgen
wieder in Ordnung sind.“ „Für mich bedeuten die neuen
geregelten Arbeitszeiten ein gewaltiges Stück
Lebensqualität“, sagt
Angelika Kunkelmoor, Hausmeisterin am Schulzentrum Bemerode.HAZ,
28.11.2005 Ein
langer Tag Für
Schulhausmeister wie Angelika Kunkelmoor beginnt die Arbeit bisher
morgens um 7 Uhr mit dem Aufschließen des Gebäudes. ... Um 22
Uhr
ist Schicht – es sei denn, die Alarmanlage geht los. bil ... |
| HAZ,
29.11.2005 Schulen
bleiben am Abend auf Hausmeister
sollen vorerst nicht nach EU-Recht arbeiten Schüler,
Eltern und Vereinsmitglieder können aufatmen: Auch im
nächsten Jahr können sie sich nachmittags und abends zu
Theateraufführungen, Elternabenden oder Vereinssport in Schulen
und Turnhallen treffen. Denn die Schulhausmeister werden in den
nächsten Monaten trotz einer neuen EU-Regelung weiter auch abends
im Einsatz sein. Die Stadt will die bisherige Arbeitszeitregelung
für Schulhausmeister, die Bereitschaftsdienst von 7 bis 22 Uhr
beinhaltet, für eine Übergangszeit beibehalten. Die neue EU-Richtlinie sieht eine maximale Arbeitszeit von 48 Wochenstunden vor. Seit 1. Oktober ist ein entsprechender Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in Kraft, der nur eine Übergangsfrist bis 1. Januar vorsieht. „In Hannover haben wir aber über 100 Schulen. Wir sind nicht in der Lage, innerhalb von drei Monaten unser gesamtes System umzustellen“, sagt Rathaus-Personalchef Harald Härke. Hannover habe außerdem ein besonderes Problem. Die Stadt hat mit ihren Schulhausmeistern einen örtlichen Tarifvertrag geschlossen, der ihren zusätzlichen Einsatz bei der Vermietung der Schulsporthallen regelt. Für ein Zusatzentgelt kümmern sich die Hausmeister deshalb bisher abends und am Wochenende um den Hallenbetrieb. „Wir wollen die bisherige Praxis mindestens bis zum Sommer 2006 oder besser noch für das gesamte nächste Jahr beibehalten, um in Ruhe eine neue Regelung zu finden“, sagt Härke. In dieser Zeit soll mit den Sportvereinen darüber verhandelt werden, ob sie die Schlüsselgewalt in Schulsporthallen übernehmen können. Härke hält es auch für denkbar, dass teilzeitbeschäftigte Ehefrauen von Schulhausmeistern den Hallendienst übernehmen. „Die Wochenarbeitszeit von 48 Stunden würde dann nicht überschritten. Und das Familieneinkommen bliebe trotzdem erhalten.“ bil |
NP,
29.11.2005 Hausmeister – rund um die UhrWer schließt 2006 nachmittags die Schulen auf, wenn Hausmeister nicht dürfen, weil sie weniger arbeiten sollen? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit die Stadt. Grund ist ein neuer Tarifvertrag. Sie sollen künftig kürzer arbeiten VON NORA LYSK HANNOVER. Er überwacht die Gebäudetechnik, ist der Herr über die Schlüssel und fischt schon mal den Ohrring der Reinigungskraft aus dem Abfluss – Klaus Vierheller ist seit drei Jahren Hausmeister an der Bismarckschule (Südstadt). Der Mann ist für 1000 Schüler und 20 000 Quadratmeter Schulgelände verantwortlich. Ab 1. Januar soll die Arbeitszeit von Hausmeistern an EU-Recht angepasst werden. Mit der Folge, dass er künftig maximal 48 Stunden in der Woche arbeitet – bisher waren es inklusive Bereitschaften 52 Stunden im Schnitt. Problem: Etliche Schul-AGs und Sportgruppen könnten am Nachmittag vor verschlossenen Türen stehen. Denn eine Regelung, wie der Nachmittagsbetrieb ohne Hausmeister weiterlaufen könnte, gibt es noch nicht. „Derzeit stehe ich 15 Stunden am Tag zur Verfügung und betreue vertretungsweise vier andere Schulen“, sagt Vierheller. Neben den regulären Aufgaben ist er ständig auf Bereitschaft und organisiert seinen Arbeitstag so flexibel wie möglich. „Wenn die letzte Konferenz um 22 Uhr beendet ist, muss ich auch dann nochmal raus und mich kümmern, dass das Gebäude abgeschlossen und die Räume in gutem Zustand sind“, sagt er. Wer ab 1. Januar diese Aufgaben übernehmen könnte, „darüber hat sich bisher keiner in der Verwaltung Gedanken gemacht“, sagt er. Auch die Leiterin des Fachbereichs Schule der Stadt, Petra Martinsen, hat noch keine Antwort parat: „Die Stundenverteilung für Hausmeister ist ein hochkompliziertes Verfahren, das derzeit noch diskutiert wird“, so Martinsen. Der Stadtelternrat würde ebenfalls gern wissen, wie der Nachmittagsbetrieb an den Schulen künftig gewährleistet wird. „Die Verwaltung muss sich schnell etwas überlegen“, fordert der Vorsitzende Richard Lochte. „Man hatte ja lange genug Zeit, eine Lösung zu finden“, sagt Vierheller. Die neue Arbeitszeitregelung sei schließlich schon seit einigen Jahren bekannt. Bisher lag die Arbeitszeit von Schulhausmeistern inklusive Bereitschaftszeiten bei durchschnittlich 52 Wochenstunden. Am 1. Januar tritt ein neuer Tarifvertrag in Kraft, der eine Wochenarbeitszeit von regulären 40 und maximal 48 Stunden vorsieht. Grundlage ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2000, das die Arbeitszeit von Ärzten im Bereitschaftsdienst regelt. Daran orientiert sich auch der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, der vorschreibt, dass Bereitschafts- und Arbeitszeit die Summe von 48 Stunden nicht überschreiten dürfen. Ein Hausmeister, der um sieben Uhr mit der Arbeit beginnt, hätte demnach um 17 Uhr Feierabend. nl www.arbeitsbereitschaft.de FOTO: DIE HEIZUNG REGULIEREN: Eine von vielen Aufgaben in der Bismarckschule, die Hausmeister Klaus Vierheller erledigen muss. Foto: Wilde |
| HAZ,
28.11.2005 Bleiben Schulen abends dicht? Hausmeister dürfen ab Januar nur noch maximal 48 Wochenstunden arbeiten / Weniger Bereitschaftszeit Von Bärbel Hilbig und Sonja Fröhlich Schulhausmeister dürfen nur noch bis zu 48 Stunden in der Woche arbeiten – wodurch massive Probleme bei Schulveranstaltungen am Nachmittag oder Abend drohen, aber auch beim Vermieten der Schulräume und Sporthallen. Das EU-Recht sieht 48 Stunden als maximale Wochenarbeitszeit inklusive Bereitschaftszeiten vor. Ein entsprechender Tarifvertrag gilt ab 1. Januar. Bisher stehen Schulhausmeister täglich von 7 bis 22 Uhr zur Verfügung. „Wenn die Stadt das nicht schnell klärt, gibt es Riesenprobleme“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat. Bisher sorgten die Hausmeister dafür, dass Schulvorführungen, Elterntreffen oder Veranstaltungen von Vereinen für Schüler nachmittags und abends stattfinden können. „Die Hausmeister kümmern sich nachts, wenn die komplizierte Haustechnik ausfällt. Und sie gewährleisten, dass Räume und Schulhöfe, die zum Spielen offen stehen, am nächsten Morgen wieder in Ordnung sind.“ „Für mich bedeuten die neuen geregelten Arbeitszeiten ein gewaltiges Stück Lebensqualität“, sagt Angelika Kunkelmoor, Hausmeisterin am Schulzentrum Bemerode. Andererseits befürchten viele ihrer rund 120 Kollegen Einkommensverluste: Für den Einsatz am Abend und Wochenende bekommt zum Beispiel Kunkelmoor, die ein Schulzentrum mit großen Hallen betreut, bisher 1000 Euro brutto zusätzlich. Von ihrem Gehalt (brutto 2200 Euro) werden rund 600 Euro für die Dienstwohnung abgezogen. Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, der zum 1. Januar greift, sieht nur noch 38,5 Wochenstunden vor. Dazu könnten 9,5 zusätzliche Stunden kommen, die aber extra vergütet werden müssen. Bei der Stadt laufen Verhandlungen – doch auch 48 Stunden sind zu wenig für die täglichen Schließdienste bis 22 Uhr. Der Fachbereich Schule hat jetzt fast alle Sportvereine angeschrieben, ob sie den Schließdienst selbst übernehmen würden, wie das einzelne Vereine bereits tun. Die Hallenzeiten sind bei den Sportlern heiß begehrt: Außerhalb des Schulunterrichts sind die Gebäude fast nahtlos belegt. Betroffen sind nicht allein die Sportvereine: Auch Musikschule, Volkshochschule oder sogar Eigentümerversammlungen mieten Schulräume für Veranstaltungen. „Das macht die neue Situation für uns besonders schwierig. Bei so vielen unterschiedlichen Nutzern ist es ein großer Vorteil, einen Verantwortlichen vor Ort zu haben“, sagt Fachbereichsleiterin Petra Martinsen. Beim Stadtsportbund sieht man die Übertragung der Schlüsselgewalt auf Vereine mit Skepsis. „Wenn es schneit, wären die Vereine verpflichtet, die Wege zur Halle zu räumen. Sonst haften sie bei einem Unfall gegenüber ihren Mitgliedern“, sagt Geschäftsführer Roland Krumlin. Und wenn sich mehrere Vereine an einem Abend eine Halle teilen, sei später kaum noch festzustellen, wer für eine kaputte Glasscheibe verantwortlich ist. l Übergangszeit für Feuerwehr: Bei der Berufsfeuerwehr wird die EU-Richtlinie dagegen positiv aufgenommen. „Das würde eine große Entlastung für uns bedeuten“, sagt Feuerwehrsprecher Alfred Falkenberg. Sollte die Wochenarbeitszeit der rund 540 hannoverschen Feuerwehrleute künftig von 56 auf 48 Stunden beschränkt werden, müsse das Personal allerdings aufgestockt werden. „Wir haben ausgerechnet, dass wir dann 55 zusätzliche Planstellen brauchen.“ Doch der endgültige Zeitpunkt für die Umsetzung der Richtlinie für die Feuerwehr steht noch nicht fest. „Erst wenn die Landesregierung die Arbeitszeitverordnung für Feuerwehrleute ändert, können wir reagieren.“ Selbst dann rechnet Falkenberg mit einer Übergangszeit von bis zu vier Jahren, weil zusätzliche Mitarbeiter erst einmal ausgebildet werden müssten. |
HAZ, 28.11.2005
Ein
langer TagFür Schulhausmeister wie Angelika Kunkelmoor beginnt die Arbeit bisher morgens um 7 Uhr mit dem Aufschließen des Gebäudes. Die 41-Jährige programmiert im Schulzentrum Bemerode Heizung und Lüftung, kontrolliert Wasserpumpen und Notausgänge, repariert Schränke und Schlösser – oder hilft den Schülern, wenn die zum Beispiel die Sitzecke verschönern wollen. „Bis zum Schulschluss um 16 Uhr ist sie vollauf beschäftigt“, sagt Rüdiger Heins, Leiter der Kronsbergschule. Und danach geht es weiter: Die Reinigungskräfte kommen und gehen, die Sportvereine geben sich in den beiden Hallen bis 22 Uhr die Klinke in die Hand – und nutzen im Sommer auch das Außengelände mit Umkleidekabinen. Im Schulgebäude treffen sich die Lehrer für Konferenzen, abends finden Klassenelternabende statt. Die Hausmeisterin sorgt dafür, dass die Räume, die gebraucht werden, offen und warm sind und Eltern, Lehrer oder Mieter nicht im Dunkeln durch das Gebäude stolpern müssen. Danach folgt ein letzter Kontrollgang: Ist das Licht aus und der Wasserhahn abgedreht? Um 22 Uhr ist Schicht – es sei denn, die Alarmanlage geht los. bil FOTO: Pünktlichkeit ist Pflicht: Jeden Tag öffnet Angelika Kunkelmoor die Schultür. Orlowski |
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