HUMBOLDTSCHULE

Welche Schule für mein Kind ? 2008, als pdf Seite 3 - hann. Gym

Humboldtschule, 19.02.2008, 15:30 Uhr (Vorstellungstag), 20.02.2008, 16:30 Uhr (Schnupperunterricht 2. Fremdsprache), Ricklinger Str. 95, Außenstelle Petristr. 4 (5./6.Jg), www.humboldtschule.de, humboldtschule@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 40 34, Schulleiter Herr Lawes

Schülerzahl: 1092, Vollzeitlehrerstellen: 59,8 (80 Lehrer), Altersdurchschnitt der Lehrer: 48, Klassengröße 5. Jg.: 30

Schwerpunkte: Medienerziehung, Berufswahlorientierung, Methodentraining. Besonderheiten: Cafeteria. Diverse Kunst-Musik- und Sport-AGs. Partnerschule des Leistungssports. Junior-Technik-Clubs. Schülerzeitung. Schüleraustausch mit USA, Ecuador, Frankreich. Sprachreisen, drei Klassenfahrten im Sekundarbereich I, Studienfahrten.Kooperationskreis Schule-Uni-Wirtschaft, Kooperation mit Sportvereinen. Oberstufenprofil: Sprachen, Mathe/Naturwissenschaft, Gesellschaftswissenschaft, Sport. Prominente Abgänger: Keine Angabe

Infotage und Anmeldung 

 

 

 

   
 

HAZ, 04.12.2006

Humboldtschule gibt Landheim auf

Von Bärbel Hilbig

Nach 80 Jahren gibt die Humboldtschule ihr Schullandheim in Ovelgönne/Hambühren zum Jahresende auf. Für notwendige Sanierungsarbeiten fehlt dem Gymnasium das Geld. „Unsere Sanitäranlage ist auf dem Stand von 1960. Das vertreibt uns die Kunden“, sagt Martin Bunkus, Lehrer und Vorsitzender des Trägervereins. Für 2007 hatten sich so wenige andere Schulen oder Vereine angemeldet, dass die Schule die Notbremse zog. „Wir wollen damit einer Insolvenz zuvorkommen“, sagt Bunkus.
Auch die anderen vier Gymnasien in Hannover mit Schullandheim kämpfen meist um den Bestand. Die Stadt zahlt seit rund zehn Jahren nicht mehr für den baulichen Unterhalt. Das Land hat sich ebenfalls zurückgezogen. Die Gebäude stammen alle aus den zwanziger Jahren, als die Reformbewegung Stadtkindern Sport und Naturerlebnis ermöglichen wollte. „Die Häuser zehren von ihrer Substanz“, sagt Rudi Becker, Heimleiter in Springe und Lehrer der Tellkampfschule. Seine Schule musste gerade beim Brandschutz nachbessern und zahlt bereits, wie die Leibnizschule, Kredite ab.
„Es muss irgendwann wieder Unterstützung der öffentlichen Hand geben“, sagt Becker. Alle Heime lassen sich nur mit viel ehrenamtlicher Arbeit von ehemaligen Schülern, Lehrern und Eltern aufrechterhalten. Meist macht die Vermietung an Externe 80 Prozent der Übernachtungen aus. Das Geld, das durch Vereinsbeiträge, Spenden und Vermietung an eigene Schüler oder andere Schulen und Gruppen hereinkommt, reicht für größere Investitionen nur selten aus.
Dennoch wollen die Gymnasien ihre Häuser halten, in denen praxisnaher Unterricht in Naturwissenschaften, Kunst, Musik oder Sport läuft und Umweltstationen, Seilgärten oder Backhäuser für gemeinsame Erlebnisse bereitstehen. „Die Aufenthalte werden immer notwendiger, damit die Kinder Sozialverhalten lernen“, sagt Erhard Beutel, Lehrer und Heimverwalter der Leibnizschule. Zur Sicherung der Heime haben die Schulen unterschiedliche Taktiken entwickelt: Die Sophienschule sichert die Auslastung, indem sie alle Schüler von der fünften bis zehnten Klasse jedes Jahr ins Landheim schickt. An der Lutherschule haben zwei Wirtschaftsfachleute und ehemalige Schüler die Personalkosten drastisch gesenkt. Die Leibnizschule setzt dagegen gezielt auf fest angestellte Mitarbeiter: Eine Sozialpädagogin bietet Abenteuerpädagogik.
Die Humboldtschule sucht nun für ihr drei Hektar großes Gelände in Ovelgönne/Hambühren bei Celle einen Käufer. Der Erlös soll in eine Stiftung zugunsten der Schule fließen. Die Schließung des Schullandheims hat auch Folgen für die ARD-Wetternachrichten. Lehrer und Schüler messen in Ovelgönne für den Sender Klimadaten und verwenden sie auch im Unterricht. Findet sich kein Nachfolger, wird die Messstation Hambühren aufgegeben.

 
HAZ, 10.10.2006 Schüler zapfen die Sonne an
„Junior-Technik-Club“ der Humboldtschule stellt auf der Schülershow „Technik verbindet“ sein Solarprojekt vor

Im Idealfall bietet eine Schülerfirma für jeden etwas. Der „Junior-Technik-Club Solar“ der Humboldtschule ist so ein Fall. Während Projektleiter Jan Grineisen sich beispielsweise für Betriebswirtschaft interessiert, legt seine Mitschülerin Susann Heße den Schwerpunkt eher auf Technik und Marketing. Das Ziel der Firma: Eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach soll Strom aus Sonnenenergie erzeugen und damit Geld für die Schule erwirtschaften. In einem sind sich die beiden Oberstufenschüler und ihre sechs Mitstreiter einig: „Wir wollen auf keinen Fall die Schule verlassen, ohne dass auf dem Dach das erste Solarmodul steht“, bekräftigt Jan Grineisen, der wie Susann Heße die 13. Klasse besucht.
Doch bis es so weit ist, gibt es noch eine Menge zu tun. „Unser Projekt besteht aus vier Phasen“, erläutert Jan Grineisen. „Den Aufbau der Organisationsstruktur unserer Firma und die Aufgabenverteilung haben wir abgeschlossen. Jetzt folgt Phase zwei mit den technischen Details und der Marketingkampagne.“ Anschließend stehen dann der Finanzierungsplan, die Umsetzung, Dokumentation und Nachfolgersuche auf dem Plan. „Dass das solche Ausmaße annimmt, damit hat wohl keiner von uns gerechnet“, sagt Grineisen. „Trotzdem macht es jede Menge Spaß.
Auf der „Technik verbindet“ präsentieren die Humboldtschüler mit dem „Junior-Technik-Club“ der Siebt- und Achtklässler ihr Konzept. „Unter anderem haben wir einen Solarbaukasten dabei, mit dem man das Prinzip einer Solarzelle gut erklären kann“, sagt Susann Heße. Daneben wollen sie und ihre Mitschüler das Gesamtprojekt veranschaulichen. „Ein wichtiger Bestandteil ist beispielsweise ein Monitor in der Schulhalle, auf dem man den gewonnenen Strom ablesen kann. Was auf dem Dach läuft, bekommt man sonst einfach nicht mit.“ ze

Mit Solarzellen: Lena Aschendorf, Susann Heße, Jan Grineisen, Alexandre Schlenski (v. li.).

"Technik verbindet" läuft Donnerstag und Freitag von 9 bis 17 Uhr an der Expo-Plaza
 
NP, 2003. Schulverwaltung verpennt Hausaufgaben

Note fünf für die Bezirksregierung. Aufgrund von „Missverständnissen“ verloren die  Schüler der achten und neunten Klasse des Humboldtgymnasius über Nacht ihre  Sportler.  Kerstin Brocher-Schulz ist sauer. Sport wurde für das gesamte Schulhalbjahr von der  Stundentafel ihres Sohnes gestrichen. „Die haben in der neunten Klasse drei  Fremdsprachen, Unterricht bis zum Nachmittag. Der sportliche Ausgleich ist wichtig,  sagt sie. Besonders empört die Mutter der Grund für den Wegfall: die zeitgleiche  Pensionierung zweier Sportpädagogen. „So etwas weiß man doch früh genug.“ Das  sieht auch Monika Neubacher-Fesser so, auch Mutter eines Humboldtschülers.  „Nachmittags ist kaum Zeit für Sport. Das Auspowern ist wichtig, Rangeleien nehmen
 sonst zu.“
 Schulleiter Peter Fischer teilte den Eltern per Rundschreiben mit, dass sich die  Unterrichtsversorgung „leider erheblich verschlechtere“. Grund sei die Pensionierung  von zwei sowie die Versetzung eines Kollegen. Den Sportunterrricht für die Klassen  acht und neun habe er streichen müssen, weil ihm die Stelle, die er als Ersatz  beantragt habe, von der Bezirksregierung nicht zugewiesen worden sei.
 An einem Mangel an Sportlehrern kann das nicht liegen. 137 ausgebildete  Sportlehrer stünden aktuell zur Verfügung, wenn eine Stelle besetzt werden müsste,  rechnet der Dezernent für Personalplanung Thomas Seidel-Becker vor.  Klemens Weilandt, Leiter der Schulabteilung in der Bezirksregierung, räumt  „Versäumnisse“ ein. „Meine Behörde ist nicht unschuldig an der Situation“, gibt er auf  NP-Nachfrage zu. Es habe auf Grund eines Dezernentenwechsels Missverständnisse  gegeben.   Man ging davon aus, dass 70 Sportlehrerstunden reichen, ohne zu berücksichtigen,  dass die Lehrer ja nun mindestens noch ein weiteres Fach geben müssen“, erklärt  Weiland und verspricht: „Wir werden versuchen, Lehrerstunden von anderen
 Gymnasien an der Humboldtschule einzusetzen. Wenn es nicht anders geht, werden  wir trotz der Haushaltslage eine Neueinstellung vornehmen.“
 HANNOVER, Von Julia Pennigsdorf

Lindener Schüler wollen sich wieder benehmen
Lindener Schüler wollen sich wieder benehmen     Hannover. Müll wegbringen, pünktlich zur Verabredung erscheinen, sich bedanken - hannovesche Jugendliche bekennen sich im 250. Geburtsjahr von Adolph Freiherr von Knigge zum guten Benehmen.    Kinder der Orientierungsschule Carl-von-Ossietzky in Linden haben im Opus 1 ihr Multi-Media-Projekt "Respekt - die Benimmschule" vorgestellt. Der Anstoß kam von Rektorin Marianne Nikoo. Sie beobachtete, dass ihre Schüler teils gravierende Probleme im Umgang miteinander haben, dass sie sich ohne Respekt behandeln. "Stattdessen wird geschrien, sogar geschlagen", sagt Initiatorin Ulrike Knoch-Ehlers vom Kulturbüro Linden-Süd.    Tugba Cankurtaran (13) kennt das Problem. "Die Jungs beschimpfen einen oft", sagt sie, und Pembe Gümüs (13) ergänzt: "Nett sein, Tür aufhalten, das macht kaum einer." Beim Kapitel Flirten bekamen die Kinder Unterstützung von Elftklässlern der Humboldtschule.Patrick Drenskes (17): "Cool zu sein, ist den Kleinen wichtiger als Charme." Die Schüler haben ihre Benimmschule auf CD und Video festgehalten, sie ist erhältlich beim Medienpädagogischen Zentrum. Telefon: 05 11 / 66 13 93.  jul  (NP, 14.11.2002)
NP, 04.04.2002              www.technik-verbindet.de
Technik, die verbindet
Premiere zur Hannover-Messe: Im Deutschen Pavillon gibt es die Schüler-Schau "Technik verbindet" - 4000 Schüler machen mit. Die NP stellt Beispiele aus der Region vor.
von Christian Dröscher
Hannover. Die Industrie und Wirtschaft beklagen Ingenieur-Mangel. Spätestens die Green-Card-Diskussion verdeutlicht das Fehlen von Fachkräften in Deutschland. Die Veranstaltung "Technik verbindet" soll helfen, das zu ändern. Während der Hannover-Messe (15. bis 19. April) bietet sie im Deutschen Pavillon Mädchen und Jungen aus 40 Schulen eine Plattform, ihre technischen Projekte vorzustellen.   -> mehr zur Schüler-Schau

So präsentieren sich Schulen im Deutschen Pavillon: vier Beispiele
Humboldt-Gymnasium    -> mehr zur Schüler-Schau
    Seit November 2000 gibt es die Wetterstation des Humboldt-Gymnasiums - schön gelegen in Ovelgönne (Landkreis Celle).
   Schon beim letztjährigen Wettbewerb "Go for High Tech" haben Schüler der siebten bis neunten Klassen ihre Wetterdaten vorgestellt. Gemeinsam mit dem Informatikkurs und der Amateurfunk-AG (neunte und elfte Klasse) arbeiten die Wetterfrösche nun an der Verbesserung. Das Ziel: "Wir wollen die Daten in das Amateurfunknetz einspeisen", sagt ihr Physik- und Mathematiklehrer  Claus-Hinrich Schröder.
   Die Wetterlage wird über das Telefon und per Funk in den Deutschen Pavillon geleitet und dort duch Anzeige- und Auswertungsprogramme dargestellt. Eine "besonders große Motivation der Schüler" macht der Lehrer bei diesen Projekten aus.
   Demnächst sind elektrische Schaltungen zur Blitzortung und Bestimmung elektrischer Wolkenladung geplant.
   Übrigens: TV-Wettermann Jörg Kachelmann bekommt schon jetzt stündlich das Wetter aus Ovelgönne. Vielleicht taucht es bald in der ARD auf.     chd      ->  mehr zum Humboldt-Gymnasium

HAZ, 14.08.2001-> Thema Abitur nach 12 Jahren
Neuer Plan für Turbo-Abitur erntet Kritik
Schulleiter befürchten mangelnde Förderstunden und eingeschränkte Sprachangebote. 
   Die Ankündigung von Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper zum Abitur nach zwölf Jahren stößt an den Gymnasien auf ein geteiltes Echo. Jürgens-Pieper will, wie berichtet, den Gymnasien und Gesamtschulen ermöglichen, im siebten Jahrgang Klassen einzurichten, die nach drei statt nach vier Jahren den zehnten Jahrgang und damit die Sekundarstufe I abschließen. "Die Schulen können, müssen aber nicht teilnehmen," sagt die Sprecherin des Kultusministeriums, Sonja Markgraf. Per Erlass will das Ministerium die Einrichtung dieser Turbo-Klassen zum Schuljahr 2002 / 2003 erlauben - ohne dass die Schulen einen Extra-Antrag stellen.
   Bisher kann eine Schule leistungsstarke Schüler nach dem neunten Jahrgang in einer Klasse zusammenfassen, in der sie in einem Jahr den Stoff der zehnten und elften Klasse lernen. In Hannover hatten drei staatliche Schulen für dieses Schuljahr eine Genehmigung dafür erhalten. An der Elsa-Brändström- und der Humboldtschule waren die Interessenten jedoch wieder abgesprungen - die Jugendlichen wollten ihren angestammten Klassenverband nicht für eine Turbo-Klasse aufgeben. Das Kaiser- Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) bereitet den Sprung in Klasse elf langfristiger vor: Eine siebte und eine achte Klasse sind dafür vorgesehen. Sie beginnen deshalb ein Jahr früher mit der an altsprachlichen Schule üblichen dritten Pflichtfremdsprache.
   Dementsprechend hält Ulrich Lenhardt, stellvertretender Leiter des KWRG, die Neuregelung für sinnvoll: "Sie kommt den Intentionen entgegen, die wir seit Jahren verfolgen." Brigitte Netzel, leiterin der Elsa-Brändström-Schule, ist mit den neuen Plänen des Ministeriums nicht glücklich. "Wir wollen, dass die begabten Kinder ihre sozialen Pflichten wahrnehmen und in den Klassen als Zugpferde dienen."   Netzel will dem kommenden zehnten Jahrgang wieder eine Springerklasse anbieten. Diese Klassen erhalten im ersten Halbjahr vier und im zweiten Halbjahr drei zusätzliche Unterrichtsstunden. "Ich weiß nicht, ob die Förderung so komfortabel ausfallen wird, wenn es bereits in Klasse sieben losgeht."
   Netzel hegt noch eine andere Befürchtung: "Kein Gymnasium wird es sich leisten können, nicht mitzumachen. Und dann bekommt keiner genug Schüler für eine Klasse zusammen." 
   Peter Fischer, Leiter der Humboldtschule, sieht Probleme bei der zweiten Fremdsprache: Der Turbo-Klasse könnten nicht unbedingt zwei oder drei Sprachen zur Wahl angeboten werden.   bil
HAZ,30.06.2001
Zwölf Schüler nicht auf Wunschgymnasium
Kaum Probleme mit Losverfahren für neue Siebtklässler / Humboldtschule und Ricarda-Huch-Schule besonders beliebt.
Zwölf von 1457 Schülern hatten Pech und kommen im neuen Schuljahr nicht auf das Gymnasium ihrer ersten Wahl. "Die Befürchtung, dass das neue Losverfahren den Elternwillen nicht berücksichtigt, hat sich nicht bewahrheitet", sagt Schuldezernent Harald Böhlmann. Wie berichtet, hat die Bezirksregierung in diesem Jahr ein Losverfahren eingeführt: Wenn sich an einem Gymnasium mehr Schüler für die siebten Klassen anmelden, als Plätze vorhanden sind, entscheidet unter allen Anmeldungen das Los. Früher einigten sich die Rektoren in einer so genannten Verteilerkonferenz, welche Schulen die überzähligen Schüler aufnahmen. Manche Eltern klagten ihre Kinder in das Wunschgymnasium ein.    mehr ...
30.06.2001 Zwölf Schüler nicht auf Wunschgymnasium  (HAZ)
18.05.2001 Beim Schach weit vorn  (HAZ)
08.05.2001 Schüler wollen kein schnelleres Abitur  (HAZ)
10.03.2001 In D-Zug-Klassen schneller zum Abi  (HAZ)
HAZ,30.06.2001
Zwölf Schüler nicht auf Wunschgymnasium
Kaum Probleme mit Losverfahren für neue Siebtklässler / Humboldtschule und Ricarda-Huch-Schule besonders beliebt.
Zwölf von 1457 Schülern hatten Pech und kommen im neuen Schuljahr nicht auf das Gymnasium ihrer ersten Wahl. "Die Befürchtung, dass das neue Losverfahren den Elternwillen nicht berücksichtigt, hat sich nicht bewahrheitet", sagt Schuldezernent Harald Böhlmann. Wie berichtet, hat die Bezirksregierung in diesem Jahr ein Losverfahren eingeführt: Wenn sich an einem Gymnasium mehr Schüler für die siebten Klassen anmelden, als Plätze vorhanden sind, entscheidet unter allen Anmeldungen das Los. Früher einigten sich die Rektoren in einer so genannten Verteilerkonferenz, welche Schulen die überzähligen Schüler aufnahmen. Manche Eltern klagten ihre Kinder in das Wunschgymnasium ein.
   Von den zwölf Schülern, die beim Losen verloren haben, kommen elf auf das Gymnasium, das sie sich an zweiter Stelle gewünscht hatten. "Der zwölfte Schüler hatte keinen Zweitwunsch", sagt Böhlmann. Nur zwei Schulen bekamen mehr Anmeldungen als Plätze frei waren: die Humboldtschule und - zum ersten Mal - die  Ricarda-Huch-Schule.
   "Die beliebten Gymnasien haben im Vorfeld mit den Eltern beraten, ob sie ihre Anmeldung aufrecht erhalten", erklärt Schulamtsleiterin Petra Martinsen. Die Sophienschule konnte auf die Anmeldungen flexibel reaieren und bietet vier statt drei siebte Klassen an. Das wird allerdings aus Platzgründen nicht jedes Jahr möglich sein. Die Stadt hat bei mehreren Schulen festgelegt, dass sie - je nach Platz und Zahl der Anmeldungen - drei bis vier Klassen pro Jahrgang einrichten können.
   "Wenn in den nächsten Jahren die Schülerzahl anwächst, werden mehr Schule gezwungen sein zu losen", sagt Hans Schott, zuständiger Fachbereichsleiter im Schulamt. "Aber rund 1450 Schüler erreichen jedes Jahr ihre Wunschschule."      bil
HAZ, 18.05.2001
Beim Schach weit vorn
   Linden: Die Humboldtschule zählt beim Schach zur bundesweiten Spitze. Bei den deutschen Schulschachmeisterschaften in Stade wurde die Jungenmannschaft des Gymnasiums mit Sven Siebürger, Jan-Hendrik de Wiljes, Nils Rinke und Kim Long Ly deutscher Vizemeister. Unter 22 Mannschaften mussten sich die amtierenden Niedersachsenmeister nur dem Sportgymnasium Dresden geschlagen geben.
HAZ, 08.05.2001, D-Zug-Klasse 10/1-11/2 in der "Elsa" und der Humboldtschule
Schüler wollen kein schnelleres Abitur
Die "D-Zug-Klassen" für Leistungsstarke kommen nicht zustande / Lehrer klagen über Dominoeffekt
   Der Schnellzug zum Abitur steht bereit, doch es wollen kaum Schüler einsteigen. Drei Gymnasien in Hannover dürfen zum kommenden Schuljahr so genannte "D-Zug-Klassen einrichten, die in zwölf Jahren zum Abitur führen. Das anfängliche Interesse der Schüler ist jedoch abgebröckelt.   Insa Reimers war von dem Angebot ihres Gymnasiums,  der Elsa-Brändström-Schule, zunächst ganz begeistert.  Die Neuntklässlerin mit dem Notendurchschnitt von 1,7  ist bisher im Unterricht oft unterfordert. "Ich kann mich nur selten beteiligen, weil die Lehrer meist die  Schwächeren aufrufen." Deshalb käme eine  D-Zug-Klasse für Insa eigentlich wie gerufen. Nach dem  Modell des Kultusministeriums bilden leistungsstarke  Schüler im zehnten Schuljahr eine neue Klasse, die in einem Jahr den Stoff des zehnten und elften Jahrgangs  lernt.
 "Es wäre eine Chance, nicht auf andere Schüler warten  zu müssen", sagt Insa. Trotzdem hat sie es sich anders  überlegt: Die meisten ihrer Freundinnen kommen für die  Schnelllernklasse nicht in Frage. Und von ihnen will Insa  sich nicht trennen. Und sie hegt noch andere Bedenken
 gegen das Modell, in dem die Schüler 36 Stunden  Unterricht pro Woche bekommen: "Vielleicht geht auch  der Spaß am Lernen verloren, wenn es nur noch mit  Stress verbunden ist." Ihre Mitschülerin Insa Marie  Schmidt sieht das ähnlich: "Ich schaffe das, was ich in  der Freizeit zu tun habe, jetzt bereits kaum. Und ich kann  leider noch niemanden nach seinen Erfahrungen fragen,
 weil das Angebot neu ist."
 Zunächst hatten sich rund 15 Schüler für den schnellen  Weg zum Abitur interessiert. Die Lehrer, die spezielle  Konzepte dafür ausgearbeitet hatten, boten  Schnupperunterricht an. Doch danach hätten andere  Schüler abfällige Bemerkungen gemacht, sagt Schulleiterin Brigitte Netzel. "Als der erste Schüler absprang, entstand ein Dominoeffekt." Falls die Klasse  jetzt tatsächlich nicht zustande kommt, will Netzel das Angebot im nächsten Jahr wiederholen.
 Die Humboldtschule hat ähnliche Anlaufschwierigkeiten.  Dort gab es zunächst rund ein Dutzend Interessenten.  Doch bei Vergabe der Halbjahreszeugnisse stellte sich  heraus, dass einige den erforderlichen Notendurchschnitt von 2,0 nicht erreichten. "Als wir die D-Zug-Klasse beim
 Ministerium beantragten, konnten wir das noch nicht  absehen", sagt Schulleiter Peter Fischer. Andere Schüler ziehen ein Schuljahr im Ausland dem schnellen Abitur  vor. Beides zu kombinieren, ist an der Schule nicht  möglich.
Online-Fassung: Etwas erfolgversprechender sieht bisher noch das  Modell des Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasiums aus.  Da das altsprachliche Gymnasium zwingend eine dritte  Fremdsprache verlangt, genehmigte das  Kultusministerium, dass interessierte Schüler bereits in  der achten Klasse mit der Sprache beginnen. Ob die 25  Achtklässler, die zum neuen Schuljahr Altgriechisch  lernen, als Zehntklässler in die D-Zug-Klasse gehen, bleibt allerdings abzuwarten.
In der Zeitung steht: Das Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasium bereitet ebenfalls eine "D-Zug-Klasse" vor, die allerdings erst im Schuljahr 2003/2004 starten soll. Wie sich das Interesse der Schüler bis dahin entwickelt, bleibt abzuwarten.
                                                            bil, Hannover, 07.05.2001 16:49 Uhr
HAZ, 10.03.2001 SCHULEN
In D-Zug-Klassen schneller zum Abi
Die Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt und die Humboldtschule in Linden richten zum kommenden Schuljahr jeweils eine der so genannten D-Zug-Klassen ein. An beiden Gymnasien können Schüler dann in zwölf statt in dreizehn Jahren zum Abi gelangen, indem sie im Klassenverband einen Jahrgang überspringen. Das Schulamt hat dem Vorhaben jetzt zugestimmt. Bereits vorher hatte sich das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium als erste staatliche Schule in Hannover für eine D-Zug-Klasse zum kommenden Schuljahr entschieden. Die private katholische St.-Ursula-Schule bietet den schnelleren, lernintensiveren Weg zum Abitur bereits seit zwei Jahren an.       bil