|
Auf dem undankbaren vierten Platz ist die IGS im Rennen um den Deutschen
Schulpreis gelandet und damit ausgeschieden. Diese Nachricht überbrachte
jetzt Götz Plessing, Mitglied des Besucherteams der Robert-Bosch-Stiftung,
die den Preis ausgelobt hatte. Noch herrscht bei den IGS-Lehrern die Enttäuschung
vor, wie Schulleiter Wolfgang Kuschel berichtete. Aus Sicht von Plessing
ist dies aber unbegründet: Sie sind so weit gekommen, dass
die Schule stolz darauf sein kann.
Er bezeichnete das Abschneiden als Riesenerfolg, zumal die IGS fast alle
Erwartungen des Auswahlkomitees erfüllt habe. Im Einzelnen lobte
Plessing die persönliche Atmosphäre, das friedliche Schulklima
und gute Miteinander sowie die Außenorientierung der Schule: Die
hohe Anzahl außerschulischer Partner, die Berufsvorbereitung, die
Übertragung von Verantwortung und der Sozialdienst haben uns besonders
imponiert. In diesem Bereich sei die IGS exzellent aufgestellt.
Einen starken Eindruck habe auch das Förderkonzept der IGS, die
als einzige Schule Niedersachsens unter die 20 Spitzenbewerber kam, hinterlassen
ebenso wie die hohe Fortbildungsbereitschaft der Lehrer. Aus diesen
Gründen hätte er es sehr befürwortet, wenn die IGS weitergekommen
wäre, aber: Die Unterschiede zwischen den 20 Schulen waren
in der Endrunde so gering, dass es für die Juroren sehr schwierig
war.
Kuschel bedauerte, dass die IGS den Sprung aufs Treppchen nicht geschafft
habe. Auf der anderen Seite hat uns die Bewerbung geholfen, unsere
Schule wieder einmal intensiv zu durchleuchten und uns über unsere
Stärken und Verbesserungsbereiche klar zu werden, sagte Kuschel.
Er kündigte an, dass sich die IGS in drei oder vier Jahren erneut
einer Bewerbung zum Deutschen Schulpreis stellen könnte. Bis
dahin arbeiten wir daran, sagte Kuschel.
[Antje Bismark]
|