IGS MÜHLENBERG

IGS Mühlenberg, 19.04.2008, 10:00 - 13:00 Uhr, (Vorstellungstag), Mühlenberger Markt 1, www.igs-muehlenberg.de, igs-muehlenberg@hannover-stadt.de, Tel. 16 84 95 11, Schulleiter: Herr Bax

Schülerzahl: 1790, Vollzeitlehrerstellen: keine Angabe (160 Lehrer), Altersdurchschnitt der Lehrer: keine Angabe, Klassengröße 5. Jg.: 29

Schwerpunkte: Naturwissenschaften, PC, Sprachen, Umwelt, Theater. Besonderheiten: Gesamtschule von Kl.5 bis 13. Ganztagsschule. Medienprofilschule. Gütesiegel "Berufswahlfreundlich". Europaschule. Theaterbereich. SchulLAB, Abitur nach 12 oder 13 Jahren (sogenannte Springerkurse). Oberstufenprofile: Verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Prominente Abgänger: zahlreiche Rechtsanwälte, Ärzte und Künstler.

Infotage und Anmeldung 

 

Stadt-Anzeiger West, 06.03.2003  Theater Erklärungen würden den Zauber zerstören  ...Kafka .
Stadt-Anzeiger West, 06.03.2003  Theater IGS Mühlenberg/ Kinder retten das Theater Sechstklässler  ...  Weihnachtsmärchen einstudiert. ... 
HAZ, 28.10.2002  IGS startet Umweltprojekt 
NP, 14.09.2002 Internet-Preis für die IGS Mühlenberg
HAZ, 18.09.2002  Galerie in der Schule 
NP, 04.04.2002  Technik, die verbindet
 
NP, 12.06.2007 Eine Tanzbiene für die Ideenexpo
Bis Oktober haben sie noch Zeit: Hannoversche Schüler tüfteln an Projekten für die Ideenexpo. Die HAZ stellt einige vor.

Von Julia Pennigsdorf
Wenn Steffen Meier, Mike Ludwig und Bastian Hestkowski zusammensitzen, vergessen sie regelmäßig die Zeit. Die drei Tüftler des gemeinsamen Wahlpflichtkurses Technik von IGS List und IGS Mühlenberg arbeiten mit Hochdruck an einem Bienenroboter, den sie auf der Ideenexpo, der Technikschau für Jugendliche, vom 6. bis 14. Oktober im Deutschen Pavillon auf dem Expogelände vorstellen wollen.
„Sie kommen lange, bevor die Stunde beginnt, und am Nachmittag muss ich die Jungen rausschmeißen, so sehr sind sie vertieft“, freut sich Techniklehrer Werner Schlüter. Kein Wunder, die drei Technikfans haben sich einiges vorgenommen. Ihr Roboter, der zum größten Teil aus Fischertechnik sowie zusätzlichen Sensoren besteht, soll wie eine echte Erkundungsbiene auf der Suche nach süßem Blütennektar ausfliegen und bei der Rückkehr zum Bienenstock den typischen Tanz aufführen, der andere Bienen über die Lage des Fundortes informiert.
Wonach aber richtet sich eine Biene beim Fliegen? Welche Rolle spielt der Stand der Sonne? Und, wenn sie das ersehnte Rapsfeld endlich gefunden hat, fliegt sie dann direkt zum Stock zurück? Fragen über Fragen.
Die 15- bis 17-jährigen Jungen müssen sich nicht nur im Bereich Robotik auskennen, komplizierte Koordinatensysteme aufstellen, erste Programmierversuche vornehmen sowie die Grundzüge des Satzes des Pythagoras anwenden, sondern müssen auch die biologischen Grundlagen gelernt haben: das Verhalten der Bienen. Doch dafür sind sie bestens gewappnet. Denn die IGS List führt nicht nur bereits ihre Fünftklässler in die Grundzüge der Robotik und Automatisierungstechnik ein, sondern nennt auch noch zehn echte Bienenstöcke ihr Eigen.
Steffen, Bastian und Mike haben die Bienen beobachtet und wissen, dass sie einen schleifenförmigen Tanz aufführen, wenn sich ihr Nektarfundort mehr als 150 Meter entfernt vom Bienenstock befindet.
Gemeinsam haben sie die erste Hürde genommen: Ihren Roboter haben die Jungen so programmiert, dass er die Zahl acht abfahren kann
. „Es ist schon toll, was man alles so herausfindet, wenn man wirklich am Ball bleibt“, sagt Bastian Hestkowski, der bereits ein Praktikum an einem Laserzentrum absolviert hat und Physik studieren möchte.
Schlüter nickt zustimmend. „Das ist eine Menge Knobelarbeit“, sagt er. „Aber ich gebe den Jungen nichts vor. So richtig stolz sind sie nur, wenn sie von selbst darauf kommen.“
Die HAZ stellt in loser Folge Schülerbeiträge zum Wettbewerb „Ideenfang“ vor. Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es unter www.ideenexpo.de im Internet.

Steffen Meier mit Bienenroboter. Steine
 
NP, 08.06.2007 Wird IGS Mühlenberg doch abgerissen?

Kehrtwende bei einem Mammutprojekt: Die Stadt schließt einen kompletten Neubau für die IGS Mühlenberg nicht mehr aus.
VON MICHAEL KRISCHE

HANNOVER. Bisher wollte die Stadtverwaltung die Runderneuerung der aus den 70er Jahren stammenden IGS Mühlenberg in die Hände der weitgehend stadteigenen Baugesellschaft GBH geben. Gestern blies der fürs Gebäudemanagement zuständige Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff zum Rückzug. Jetzt soll sogar ein kompletter Neubau in Frage kommen.
In einer Info-Drucksache für den Rat räumt Mönninghoff ein, dass ein Verkauf des Gebäudes ohne Ausschreibung an die GBH rechtlich nun doch nicht zulässig sei
. Grund: Nach einem nunmehr bekannt gewordenen Urteil des OLG Celle von 2005 sei das nur zulässig, wenn sich keiner der öffentlich-rechtlichen Anteilseigner „erwerbswirtschaftlich“ betätige. Weil aber die Sparkasse zu zehn Prozent an der GBH beteiligt sei, könne eine Klage eines Konkurrenzunternehmens erfolgreich sein.
Die Verwaltung will die Sanierung der IGS Mühlenberg (geschätzte Kosten 30 Millionen Euro) nun als sogenanntes PPP-Projekt (Private-Public-Partnership) öffentlich ausschreiben. „Erheblicher Zeitverzug“ sei nicht entstanden.
Aber: Anders als bisher vorgesehen, soll es potenziellen Investoren freigestellt werden, bei gleichem Nutzungsprogramm auch einen kompletten Schulneubau anzubieten, „wenn dies wirtschaftlicher darstellbar sein sollte“.
Vertreter der Ratsopposition von CDU und FDP hatten genau dies wiederholt gefordert. Die Idee, die GBH ins Boot zu holen, war von Rot-Grün ins Spiel gebracht worden.
Mönninghoff hat gestern außerdem vorgeschlagen, die Planung für die Sanierung des Schulzentrums Stöcken zurückzustellen, bis im Rahmen der Schulstrukturreform Klarheit über die künftige Nutzung des Komplexes besteht.

AUSGEDIENT? Verwaltung hält Neubau für die IGS Mühlenberg für möglich. Foto: Wilde
 
Stadtanzeiger West, 14.09.2006 „Ich will immer ansprechbar sein“

von Michael Plümer
Klar, die Leitung der Integrierten gesamtschule (IGS) Mühlenberg ist für Michael Bax eine echte Herausforderung. „So eine große Schule ist wie ein Ozeanriese“, sagt der 47 Jahre alte Lehrer für Politik und Biologie. „Man muss an vielen Stellen ansetzen, um ihn zu manövrieren“. Bereits vor zwei Wochen hat der neue Kapitän souverän das Kommando übernommen. Am heutigen Donnerstag wird der promovierte Diplompädagoge mit einer Feier offiziell in sein neues Amt eingeführt.
„Ich fühlte mich wie ein Quereinsteiger, als ich mich für das Amt des Schulleiters beworben habe“, berichtet Bax. Schließlich war seine berufliche Entwicklung nicht besonders geradlinig verlaufen. Nach der Ausbildung zum Realschullehrer wurde der Hannoveraner Mitte der achtziger Jahre Opfer eines bundesweiten Einstellungsstopps. So verschlug es ihn an die Universität Hannover. Zehn Jahre arbeitet er dort im Bereich der Lehrerfortbildung und sammelte als wissenschaftlicher Mitarbeiter erste praktische Erfahrungen mit Schülern im Schulversuch einer Hauptschule in Langenhagen. Nach dem Pädagogik-Studium und Erfahrungen als Hauslehrer ging Bax 1996 an die IGS Vahrenheide. Schnell wurde er aufgrund seiner vielfältigen Kompetenzen Fachbereichsleiter und sieben Jahre später didaktischer Schulleiter.
An der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg fühlt Bax sich schon jetzt pudelwohl. „Was die Schule an Profilen entwickelt hat, deckt sich mit meinen pädagogischen Vorstellungen“, freut er sich. Und schon kommt er auf den „Mühlenberger Geist“ zu sprechen, der schon seinem langjährigen Vorgänger Georg Willmer am Herzen lag. „Man kann ihn richtig spüren“, schwärmt der neue Schulleiter. „Schüler und Lehrer gehen hier sehr kollegial und respektvoll miteinander um“. Seine offene Bürotür ist für Michael Bax Programm. „Ich will möglichst immer ansprechbar sein“, betont er. Probleme möchte er möglichst unkompliziert diskutieren und lösen. Die klassische Lehrerrolle will Bax ohnehin langfristig verändern. Pädagogen sollen sich weg vom Frontalunterricht zu Lernberatern entwickeln.
Doch bei allem beruflichen Engagement bleibt die Familie für Bax der Lebensmittelpunkt. Gemeinsam mit Ehefrau Claudia, seinem vier Jahre alten Sohn Justin und der zweieinhalbjährigen Tochter Johanna lebt der 47-Jährige in einem Mehrfamilienhaus in der List. Einen Ausgleich für seine vorwiegend geistige Arbeit findet er nicht nur bei der aufwendigen Gestaltung des heimischen Innenhofes, sondern auch bei anderen praktischen Arbeiten. „Ich bin ein guter Handwerker“, verrät Bax. Seine sportlichen Ambitionen als leidenschaftlicher Marathonläufer und Segler hat er allerdings erst einmal zurückgestellt.
Entspannung findet Bax dafür bei der Krimilektüre. „Die Romane mit dem schwedischen Kommissar Wallander lese ich, sobald sie frisch gebunden sind“, erzählt er. Und irgendwann, wenn seine Kinder groß sind, will Michael Bax wieder sein altes Surfbrett aus dem Keller holen und wie in seiner Studentenzeit rasant über die rauen Nordseewellen vor St. Peter Ording gleiten.

Michael Bax geht mit viel Elan an seine neue Aufgabe. Plümer

 
HAZ, 09.06.2006 Rat winkt Sea-Life durch - Schulsanierung beschlossen

Die letzte Entscheidung ist dem Rat am Donnerstag kein Wort mehr wert gewesen. Ohne Gegenstimme und in wenigen Sekunden beschlossen die Kommunalpolitiker, dass im insolventen Regenwaldhaus ein Sea-Life-Aquarium entstehen und der Merlin Entertainments- Konzern damit den Betrieb des Pflanzenhauses übernehmen soll. Der Unterwasser-Zoo mit Haien, Rochen und Seepferdchen soll im kommenden April öffnen. Die Stadt erwartet, wie berichtet, geringe Pachterträge statt hoher Verluste, hätte sie das Regenwaldhaus in eigener Regie weitergeführt. Merlin erwartet bis zu 250 000 Besucher jährlich.
IGS Mühlenberg: Die Schule wird in den kommenden Jahren nahezu vollständig und auf dem Niveau eines ökologischen Passivhausstandards saniert. Dafür veranschlagt die Stadt etwa 25 Millionen Euro, für die Finanzierung soll ein privater Partner gesucht werden. Die CDU scheiterte mit ihrer Forderung, die Gesamtschule ganz neu zu bauen.
Schulsanierung: Um sechs Schulen und vier Turnhallen sanieren zu können, hat der Rat einmütig ein 40-Millionen-Euro-Programm beschlossen. Private Unternehmen sollen Instandsetzungen bezahlen, die Stadt mietet die Gebäude anschließend zurück. Die Sanierungen sollen 2007 beginnen.
Haushalt: SPD und Grüne haben gestern die Stellungnahme des Landes zum Stadtetat 2006 akzeptiert und damit auf eine Klage verzichtet. Wie berichtet, kürzte das Innenministerium der Stadt rund zehn Millionen Euro beantragter Kredite, bemängelte die fehlende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt, lobte aber deren Sparanstrengungen. gum

 
HAZ, 22.04.2006:  Millionen für Mühlenberg Die IGS Mühlenberg soll mit Hilfe privater Investoren saniert werden. Einen entsprechenden Antrag der Verwaltung hat der Wirtschaftsausschuss der Stadt am Freitag mit rot-grüner Mehrheit beschlossen. CDU- und FDP- Politiker im Ausschuss hatten stattdessen für einen Neubau des Hauptgebäudes plädiert. Dieser Antrag der CDU ist jedoch abgelehnt worden.
Kosten werden die Baumaßnahmen rund 25,3 Millionen Euro,
schätzt die Verwaltung. Dafür wird das Hauptgebäude der IGS umfassend saniert, unter anderem sollen Fenster abgedichtet werden, die derzeit hohe Heizkosten verursachen. Sport- und Mehrzweckbereich sollen sicherheits- und brandschutztechnisch nachgerüstet werden. Von einer privaten Beteiligung erhofft sich die Stadt eine Kostenersparnis von rund zehn Prozent.
Ein Neubau auf demselben Grundstück hätte nach Berechnungen der Stadt etwa 49,9 Millionen Euro gekostet.
Zwar wäre dann eine bauliche und energetische Optimierung möglich gewesen, erklärte Hans Mönninghoff, als Wirtschaftsdezernent der Stadt auch zuständig für die städtischen Gebäude. „Das zusätzlich ausgegebene Geld hätte uns dann aber für andere Schulen gefehlt, das war zentraler Punkt der Entscheidung, die Schule nur zu sanieren.“ Ein Neubau sei sinnvoll meinten dagegen CDU- und FDP-Vertreter. Auch nach der derzeit geplanten Sanierung sei das Gebäude nicht optimal nutzbar, sagte Isis-Sabrina Busse (CDU). Beispielsweise gebe es dann immer noch Klassenräume mit zu wenig Licht. Auch werde es immer wieder Nachbesserungsbedarf geben, was erneut Kosten verursache. fh.
 
Die Gesamtschulen stellen sich auf der Didacta vor      mehr ...
IGS Roderbruch (20.2.), IGS Linden (21.2.), IGS Vahrenheide/Sahlkamp (22.2.), IGS Kronsberg (22.2.), IGS List (22.2.), IGS Langenhagen (23.2.), IGS Mühlenberg (24.2.)
Didacta IGS 2

NP, 22.06.2005  Sennheiser findet Gesamtschule gut      HANNOVER/WEDEMARK. Unterstützung aus der Wirtschaft: Die IGS Mühlenberg wird vom Akustik-Spezialisten Sennheiser gefördert.    „Das ist die beste Schule Norddeutschlands, weil Schulleiter Georg Willmer das Beste für die Schüler will, was möglich ist. Das weiß die Landesregierung vielleicht nicht“, lobte Rolf Meyer, Chef des Akustikspezialisten Sennheiser aus der Wedemark, die Integrierte Gesamtschule. Sie ist nach einer Studie der Zeitschrift „Capital“ eine der zehn besten deutschen Schulen. Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hatte die Studienergebnisse als nicht repräsentativ genug angezweifelt und politische Diskussionen über den Erfolg von Schulformen abgelehnt.      Meyer sitzt im Vorstand der Arbeitgeber-Stiftung Niedersachsen-Metall (Grundkapital: 25 Millionen Euro), die unter anderem praxisnahe Kontakte und Wirtschaftsschulungen in Bildungseinrichtungen fördert. Sennheiser ist dabei einer der Großsponsoren, die Mathematikolympiaden fördern oder unterhaltsame Technikkurse managen. Meyer: „Wir wollen – vor allem in der Region Hannover – noch viel mehr für Bildung tun, aber leider hindert uns die deutsche Regelungswut daran.“ bachHANNOVER. Die Bund
NP, 03.07.2004
Solarpreis für IGS Mühlenberg Schüler entwickeln Solardach und bekommen dafür Preis      HANNOVER. Regenerative Energien – auch im Unterricht ist das immer häufiger ein Thema: Als erste städtische Schule hat die IGS Mühlenberg vergangene Woche eine riesige Solaranlage auf dem Schuldach installiert. Für das Konzept der Anlage, das im Wahlpflichtkurs Sonnenenergie entstand, erhielt die IGS nun einen von zehn Preisen im niedersachsenweiten Wettbewerb „Solar-Spaß an Schulen“.        24 Bildungseinrichtungen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Neben der Konzepterarbeitung war auch die finanzielle Realisierung ein Thema. Bei einer einstündigen Maschseerundfahrt überreichte Umweltminister Hans-Heinrich Sander gestern die Urkunden – ganz stilecht auf dem Solarboot. Mit jeweils 2500 Euro sind die Preise dotiert – einer ging an die BBS 6.         Sander lobte das Engagement der Schüler und gab zu bedenken: „Lediglich mit dem Einsatz erneuerbarer Energien kann die Kohlenstoffdioxidabgabe dauerhaft reduziert werden.“          17 Schüler besuchen den Kurs Sonnenenergie der IGS Mühlenberg. Lehrer Arno Mühlenhaupt: „Das Interesse ist groß.“ Aber nur durch praktische Arbeit komme das Thema in den Köpfen der Jugendlichen an. cr      BILD:  UMWELTBEWUSSTSEIN WIRD BELOHNT: Umweltminister Hans-Heinrich Sander überreicht Matthias (16) von der IGS Mühlenberg die Urkunde.    Foto: Decker
Umgang mit Energie lernen / Toleranz-Preis
NP, 29.11.2003   Schüler lernen Umgang mit Strom und Wärme   VON KRISTIAN TEETZ   HANNOVER. Energie ist für viele Menschen etwas Selbstverständliches - der Strom kommt eben aus der Steckdose. 170 Schüler der IGS Mühlenberg haben in ihren Projekttagen erforscht, wo Strom und Wärme wirklich herkommen.          Die Schüler diskutierten auch mit Experten. Der Energie-Forscher Werner Zittel war extra aus München an die IGS gekommen. Zittel betonte, dass die weltweiten Ölreserven nicht ewig vorhalten werden. „Der stetige Wachstum an Ölförderung wird zu Ende gehen. Spätestens 2010 wird der Scheitelpunkt der Wachstumskurve erreicht sein“, betonte Zittel. Konsequenz: „Wir müssen in Zukunft weniger Energie verbrauchen.“      Die IGS Mühlenberg hat damit bereits begonnen. „Vor allem durch den bewussten Umgang mit Strom sparen wir jährlich 30 000 Euro. Davon dürfen wir 30 Prozent behalten“, sagt der IGS-Physiklehrer und Initiator der Schüler-Tage Arno Mühlenhaupt. „Von dem Geld werden wir im nächsten Jahr Solarzellen auf dem Schuldach anbringen.“     Den Schülern ist mittlerweile bewusst, was Energieerzeugung bedeutet. Auf einem Ergometer, einer Art Fahrrad, haben sie Strom erzeugt. „Für eine Kilowattstunde müssten wir zehn Stunden strampeln“, sagt der 15-jährige Alexander Nolte. Zum Vergleich: In der IGS werden pro Jahr zwei Millionen Kilowattstunden verbraucht.      Der Klimaschutzfonds Pro Klima hat das Projekt mit 10 000 Euro unterstützt. „Wir wollen, dass die Schüler bewusst mit dem Thema Energie umgehen“, begründet Fonds-Mitarbeiter Jens Voshage das Engagement.   BILD: ERZEUGEN ENERGIE (von links): Jana Niemeyer, Malte Bisanz und Joos Frenz.  Foto: Spolvint
NP, 29.11.2003   IGS gewinnt Toleranz-Preis   HANNOVER. Der Wettbewerb „Wir steh‘n auf ... Toleranz!“ der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist entschieden - heute ab 18 Uhr ist im Pavillon am Raschplatz die Preisverleihung.   Gewinner des Kreativitätswettbewerbs hannoverscher Schulklassen wurde die Theater-AG der IGS Mühlenberg. Die IG BCE präsentiert seit Mai 2002 ihre Kampagne für mehr Zivilcourage und Toleranz, legte mit ihrem Kampagnenbus dabei 35 000 Kilometer zurück, um gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu werben.  Gegen 21.30 Uhr startet ein Konzert mit Phil Barnes, anschließend ist Disco. rahü
Mühlenberg: IGS-Schüler spielen EU-Parlament
Mühlenberg: IGS-Schüler spielen EU-Parlament   Spannender Unterricht mit „Verhandlungen“ über den Beitritt weiterer Länder in die EU. In der Europaschule IGS Mühlenberg probten Elftklässler die EU-Erweiterung, spielten Parlament, redeten mit Abgeordneten. Ihr Fazit: „Ganz schön kompliziert.“   Zwei Tage sind sie in die Rollen von Parlamentariern und Beitrittskandidaten geschlüpft, haben hart debattiert. Jetzt trägt Fabian das Ergebnis vor: „Polen hat es geschafft, Litauen ist raus, und Zypern hat die Aufnahme knapp verfehlt.“    „War das Sachverstand oder persönliche Vorliebe?“, fragt Lehrer Hans-Jürgen Müller. Er weiß, warum er fragt, die Reaktion kommt prompt. „Dass Zypern nicht dabei ist, ist etwas Persönliches zwischen mir und Fabian“, sagt Tobias schmunzelnd.       In großer Runde tragen Elftklässler ihre Erfahrungen mit dem EU-Planspiel vor. Besonders genau hören Bernd Lange (SPD) und Godelieve Quisthoudt-Rowohl (CDU) hin.     Der Burgdorfer und seine Hildesheimer Kollegin sind EU-Abgeordnete. Sie freuen sich, dass die Schüler Interesse zeigen.     Oya und Matthias finden, dass die EU auch ärmere Länder aufnehmen muss.   „Alles andere ist unfair“, sagt Oya. Lange nickt. „Ihr habt Recht. Irland und Portugal haben es durch die Strukturhilfe auch geschafft.“      Ingo Beckedorf, EU-Presseattache aus Berlin, lobt das Engagement der IGS. Die Schule darf sich seit drei Jahren Europaschule nennen, sie hat diverse Austauschreisen im Programm, bietet Türkisch-Unterricht an, hat durch ein von der EU finanziertes Umwelt-Projekt Kontakt zu Schulen in Portugal, Zypern und Polen.        „Es gibt noch immer erschreckend viele Vorurteile“, sagt Beckedorf, „die Deutschen gelten zum Beispiel oft als brutal und dumm. So etwas baut nur der persönliche Kontakt ab.“    HANNOVER, VON JULIA PENNIGSDORF    NP, 30.11.2002
IGS Mühlenberg: Schule stellt sich Besuchern vor.  Am 30.11.2002, 10:00 Uhr
Mit einem Tag der offenen Tür präsentiert sich die Integrierte Gesamtschule (IGS) Mühlenberg, Mühlenberger Markt 1, Am Sonnabend, 30. November, von 10 bis 13 Uhr. Während der Führungen durch das Schulgelände erläutern Lehrer das pädagogische Konzept, unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte wie Computer im Unterricht und das Hannover-Physik-Lab. Auch Theatervorführungen sind zu sehen. Darüber hinaus können Besucher bei einer Tasse Kaffee mit Lehrern sowie den Schüler- und den Elternvertretern sprechen. Einen Informationsabend gibt es außerdem am Montag, 2. Dezember, um 20 Uhr in der IGS Mühlenberg.  Stadt-Anzeiger West, 28.11.2002
IGS Mühlenberg startet Umweltprojekt
Gesamtschulen  / IGS MühlenbergUmwelt IGS startet Umweltprojekt   Die Umweltorganisation Zeri, die zur Expo mit einem Bambuspavillon für naturschonendes Bauen geworben hat, hat jetzt an der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg ein Unterrichtsprojekt gestartet. "Die Schüler sollen selbst überlegen, wie bei der Produktion von Waren weniger oder gar kein Abfall entstehen könnte", sagt Lehrerin Elisabeth Lindenberg. So nimmt zum Beispiel die Klasse 10 F die Entstehung von Cola-Dosen unter die Lupe und beabsichtigt dafür auch die Brinker Aluminium-Schmelzwerk GmbH.  Niedersachsens Umweltmiister Wolfgang Jüttner ist Schirmherr für das Projekt zur Müllvermeidung. Die Sparda-Bank Hannover unterstützt den Einsatz einer Zeri-Mitarbeiterin und Materialkosten mit 15 000 Euro. Am Ende sollen Unterrichtsmaterialien entstehen, die in verschiedenen Fächern wie Arbeit und Wirtschaft oder Religion einsetzbar sind.   bil   HAZ, 28.10.2002:
Internet-Preis für die IGS Mühlenberg
Gesamtschulen  / IGS MühlenbergComputerInternet-Preise für zwei Schulen der Region     Hannover. Zwei Schulen der Region gehören zu den diesjährigen Preisträgern im Online-Wettbewerb zur Gestaltung der "Internet-Atlanten Niedersachsen", den der Verein n-21 ausgeschrieben hatte.   Eine Projektgruppe der IGS Mühlenberg untersuchte das Schicksal von "Displaced Persons" (heimatlose Ausländer) im Hannove der Nachkriegszeit. Für ihren Online-Auftritt über ein bis heute verdrängtes Problem erhielten die Schüler einen Preis von 2000 Euro.       Mit der Währungsreform von 1948 und der Euro-Umstellung am Anfang dieses Jahres beschäftigte sich eine Abschlussklasse der Hauptschule Burgwedel. Für ihre Arbeit gewann sie 1000 Euro.   Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper übergab gestern im Deutschen Pavillon an 28 niedersächsischen Schulen Preise (Gesamtwert  60 000 Euro) und würdigte die Qualität der Arbeiten. Man spüre, wie Schüler hier mit Begeisterung und Spaß eine neue Form des Lernens genutzt hätten.     Bewegt zeigte sich die in Hannover geborene Teresa Makarczuk-Krol (42) bei der Preisvergabe an die IGS Mühlenberg. Die Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter hatte bis vor zehn Jahren den Status "Heimatloser Ausländer". Die Zeitzeugin: "Es bedeutet viel für uns, dass die Schüler unser Schicksal aufgegriffen haben."    - orr
Infos über die Preisträgerarbeiten unter www.internet-atlanten.deNP, 14.09.2002:
IGS Mühlenberg: Galerie in der Schule
HANNOVER - STADT-ANZEIGER WEST, 19.09.2002     Mühlenberg: In die Schule zieht die Kunst ein     In der Gesamtschule wird eine Galerie für die Werke von Künstlern und Schülern eröffnet.      Kunst kommt von Können – und manchmal kommt sie auch von  Herzen. Eigentlich sollte die Kunstgalerie, die demnächst in der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg eröffnet wird, das englische „heart“ (Herz) in ihrem Namen tragen. Aber nun, war es mangelhafte Orthographie oder künstlerische Freiheit, verschwand das „e“ – und die Galerie wurde „H-ART 09“ getauft. Vor allem Künstler aus dem Stadtbezirk Ricklingen, nach amtlicher Bezeichnung ist dies der Bezirk 09, sollen künftig mitten in der Schule ausstellen. Außer Profis und Hobbykünstlern sollen aber auch Schüler ihre Werke präsentieren.          Den Anfang macht die Wettberger Künstlergruppe „Straße der Begegnung“: Von  Donnerstag, 26. September, bis zum 6. November zeigen Anette Gudjons,  Vladimir Paramon und Anneliese Rieger einen Ausschnitt ihres Schaffens. Die Ausstellung läuft unter dem Titel „Harmonie der Kontraste“. Gezeigt werden unter anderem abstrakte Naturbilder, großflächige Malereien sowie expressionistische Werke. Bei der Vernissage, die am Mittwoch, 25. September,  um 19 Uhr beginnt, wird sich erstmals zeigen, wie die Kunst in den hergerichteten Schulräumen auf den Betrachter wirkt.            Ausgerichtet wird diese erste Ausstellung im Foyer vor der Sporthalle, künftig sollen aber auch andere Schulräume genutzt werden. Die Organisatoren der Galerie, die IGS und das Freizeitzentrum Weiße Rose, haben bewegliche Stellwände besorgt, die ein angenehmes und zugleich transportables Ambiente in dem schlichten Schulbau schaffen sollen. Bei Bedarf kann dann die Galerie einfach in einen anderen Ort umziehen – nur an der geeigneten Beleuchtungstechnik fehlt es noch. Vier mehrwöchige Ausstellungen soll es auf diese Weise in jedem Jahr geben.       Schulleiter Georg Willmer ist zuversichtlich, auch „namhafte Künstler“ für Werkschauen gewinnen zu können. Schließlich habe die Galerie, die von 7.30 bis 22 Uhr geöffnet sei, täglich bis zu 1700 Besucher – eingerechnet die Schüler der Gesamtschule, aber auch Besucher von Bibliothek und Freizeitzentrum.                Auch für seine Schüler erhofft sich Willmer eine positive Wirkung: Kunst müsse ein Teil des Alltags sein und könne helfen „ästhetische Maßstäbe zu bilden“.       Welche Art von Kunst schließlich präsentiert wird, wollen alle Beteiligten im Konsens entscheiden. Für die künftige Leiterin der Galerie, Hiltrud Köhne, ist es aber wichtig, dass ein gewisser Anspruch gewahrt bleibt. „Man muss auf die Qualität achten“, sagt Köhne, die selbst Künstlerin ist. Die Gesamtschüler  Florian Wehrkamp und Sarah Grote, die mit ihrem Kunstkursus bei der Konzeptionierung der Galerie mitgeholfen haben, haben sich noch nicht auf  einen Stil festgelegt: Während Grote ganz allgemein „warme Farben“ bevorzugt, mag Wehrkamp alles „von Pop-Art bis zum Impressionismus.       jre       Veröffentlicht 18.09.2002 16:15 UHR 
Technik, die verbindet
NP, 04.04.2002            www.technik-verbindet.de
Technik, die verbindet

Premiere zur Hannover-Messe: Im Deutschen Pavillon gibt es die Schüler-Schau "Technik verbindet" - 4000 Schüler machen mit. Die NP stellt Beispiele aus der Region vor.
von Christian Dröscher
Hannover. Die Industrie und Wirtschaft beklagen Ingenieur-Mangel. Spätestens die Green-Card-Diskussion verdeutlicht das Fehlen von Fachkräften in Deutschland. Die Veranstaltung "Technik verbindet" soll helfen, das zu ändern. Während der Hannover-Messe (15. bis 19. April) bietet sie im Deutschen Pavillon Mädchen und Jungen aus 40 Schulen eine Plattform, ihre technischen Projekte vorzustellen.   -> mehr zur Schüler-Schau

So präsentieren sich Schulen im Deutschen Pavillon: vier Beispiele
IGS Mühlenberg      -> mehr zur Schüler-Schau

    "Wir möchten zu einem sparsamen und bewußten Umgang mit dem Thema Energie erziehen", sagt Arno Mühlenhaupt, Physiklehrer an der IGS Mühlenberg. Er ist einer von fünf beteiligten Lehrern am so genannten Schul-LAB-Projekt.

   Das ist ein Labor, in dem die Jungen und Mädchen unter Anleitung an naturwissenschaftlichen Themen arbeiten. "Seit 13 Jahren führen wir solche Projekte durch", sagt Mühlenhaupt.

   Zwei ihrer Arbeiten werden im Deutschen Pavillon zu sehen sein: Sie machen das Thema Energie erfahrbar - mittels eines Trimm-Dich-Rads, das an einen Generator und viele Glühbirnen angeschlossen ist.

   "Man muss allerdings schon ein Rad-Profi sein, um alle Lampen zum Leuchten zu bringen", sagt Mühlenhaupt schmunzelnd.

   Das zweite Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Solarenergie: Die Schüler haben sich das käuftliche "Baukastensystem Brennstoffzelle" vorgenommen und es entsprechend umkonstruiert. Damit wollen Schüler und Lehrer die Sonne als Energiespender nutzen und so die Kosten für die Schulen senken. Funktioniert es, soll das System auch in anderen Schulen eingesetzt werden.      chd    -> mehr zur IGS Mühlenberg