INTERNATIONALE SCHULE
 

Welche Schule für mein Kind ? 2008, als pdf Seite 9 - Freie Schulen

Internationale Schule, Vorstellungstag individuell nach Vereinbarung, Anmeldung ganzjährig, Bruchmeisterallee 6, 30169 Hannover, www.is-hr.de, adminoffice@is-hr.de, Tel. 27 04 16 50, Schulleiterin: Frau Baier

Schülerzahl: 414, Vollzeitlehrerstellen: 50 (53 Lehrer), Altersdurchschnitt der Lehrer: 41, Klassengröße 5. Jg.: 20

Schwerpunkte: Abschluss: International Baccalaureate. Unterricht auf Englisch. Besonderheiten: Internationale Schule. Von Kindergarten bis Jg. 12. Ganztagsschule. Schulgeld 513 Euro/Monat (Kindergarten) bis 916 Euro/Monat (12. Kl.) (Ermäßigung möglich). 2500 Euro Aufnahme- und 1500 Euro Prüfungsgebühr. Keine Aufnahme im 1. Jg. ohne Englischkenntnisse. 11. und 12. Jg. keine Aufnahmegebühr. Prominente Absolventen: Die ersten Abiturienten haben die Schule erst vor 5 Jahren verlassen

 

 

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HAZ, 20.06.2005 Gesichter & Geschichten: Gut gerüstet

Wenn sie nicht schon andere Pläne hätten,s ie könnten Sprecher der Institution werden, die sie am Wochenende nach zwölf Schuljahren mit Abschluss in ein anderes Leben entlassen hat. Eva Frauke Göhring (18) möchte "Lehrer, die sich Zeit nehmen". Das ist möglich, weil auf einen Pädagogen im Durchschnitt gerade sieben Schüler kommen - dort kümmern sich mehr als 50 Lehrer um 350 Schüler -, ein  Verhältnis, dass an staatlichen Schulen undenkbar ist.

Der Abschluss an der Schule gegenüber vom Schützenplatz ist im Gegenzug nicht billig, kostet doch ein Schuljahr an der Internationalen Schule bis zu 10 000 Euro. Unterrichtet wird in Englisch. Deutsch ist erste Fremd- und Muttersprache von der ersten Klasse an, Französisch oder Spanisch kommen von der siebten Klasse an hinzu. Wer hier eine Sechs bekommt, hat schon einen sehr guten Abschluss erreicht, die Skala reicht in umgekehrter Wertigkeit zum bekannten Notensystem von eins bis sieben.
Die nächsten Ziele vieler Absolventen liegen außerhalb Hannovers. Kanako Hayashi (18) studiert bald Architektur in Japan, Axel Poniwerski (17) zieht es nach Polen, m Mediziner zu werden. Auch Eva Frauke verlässt Deutschland und beginnt in Spanien ein Studium für Internationale Beziehungen und Wirtschaft.  gum

 
NP, 24.09.2005 Internationale Schule ist für Wirtschaft unersetzlich

VON JULIA PENNIGSDORF     HANNOVER. Kinder aus Brasilien, Indien und Australien spielen Hockey, ein Mädchen mit Kopftuch schmökert in einem Buch, über den sonnenüberfluteten Schulhof schallen englische Sprachfetzen. Dieses Bild bot sich gestern Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusminister Bernd Busemann, als sie die Internationale Schule in der Bruchmeisterallee am Maschsee besuchten.       Eingeladen hatten die englische Schulleiterin Patricia Baier und der Vorsitzende des Aufsichtsrates der privaten Schule, Werner Michael Bahlsen. Sie wollen die 1996 in Hannover gegründete Schule vorstellen. „Ich möchte, dass Herr Wulff diese Schule kennen lernt und ihren Gedanken unterstützt“, sagte Bahlsen, dessen drei Kinder auf die Schule gehen.           Zurzeit besuchen 350 Kinder aus 27 Nationen das ehemalige Ratsgymnasium gegenüber vom Schützenplatz. Vom Kindergarten bis zur 12. Klasse ist Englisch die Unterrichtssprache, die Abschlüsse sind weltweit anerkannt und standardisiert. Rund um den Globus gibt es heute in fast jeder Großstadt eine Internationale Schule.           „Ohne eine solche Schule kämen keine internationalen Führungskräfte nach Hannover. Die fragen doch zuerst, wo sie ihr Kind hinschicken können“, sagte Bahlsen und rannte bei Wulff damit offene Türen ein: „Die Schule ist für die Wirtschaft in der Region unersetzlich. Es sichert Standorte großer Firmen, wie zum Beispiel der TUI oder VW“, sagte er. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, die Absolventen dieser Schule emotional an Niedersachsen zu binden. Sie sind ein wahrer Schatz.“         Auch Busemann begrüßte das Konzept der Schule, von dem Bahlsen lobend hervorhob, es gehe in erster Linie um die Persönlichkeitsbildung der Schüler und erst dann um Wissensvermittlung. „Schulen in freier Trägerschaft sind eine wichtige Ergänzung zum staatlichen System. Sie beleben das Geschäft“, befand der Kultusminister.        Doch bei aller Einigkeit gab es auch einiges zu besprechen. An der Anerkennung mancher Abschlüsse in Deutschland hapert es noch. Außerdem macht sich Werner Michael Bahlsen für die Gründung neuer Standorte der Internationalen Schule in Göttingen und Braunschweig stark.        Ein Vorhaben, das den Elan von Wulff und Busemann ein wenig bremste. „Es gibt auf diesem Gebiet viele Konkurrenten“, sagte der Ministerpräsident vorsichtig, und sein Minister ergänzte: „Den Staat kommt das Modell deutlich teurer als eine normale Schule.“RUNDGANG DURCH DIE INTERNATIONALE SCHULE: Ministerpräsident Christian Wulff (rechts), Schulleiterin Patricia Baier, Aufsichtsratschef Werner Michael Bahlsen im Gespräch mit den Zwölftklässlerinnen Milana von Cramm (links) und Simone Westermann. Foto: Behrens 

 
HAZ, 27.03.2003 Bürokratie verhindert Studium

Auch das Versprechen der ehemaligen Kultusministerin hat nicht geholfen: Robert Ihle, der vergangenes Jahr zu den ersten Abiturienten der englischsprachigen Internationalen Schule Hannover gehörte, kann kommendes Semester nicht in Deutschland studieren.   Wie berichtet, hatte die Bezirksregierung sein internationales Abitur nicht anerkannt, weil es nicht die Vorschriften für ein deutsches Abitur erfüllt. Dem Jahrgangsbesten fehlte wegen eines Schulwechsels ein Jahr Unterricht in der zweiten Fremdsprache. Als der Fall bekannt wurde, wollte die Kultusministerin eine Ausnahmegenehmigung für Niedersachsen erteilen.            „Sie hat nichts von sich hören lassen“, sagt Roberts Mutter Eva-Maria Ihle. Auch auf einen Brief bekam Robert keine Antwort. Telefonisch erfuhr er im Kultusministerium, er solle sich wieder an den Dezernenten der Bezirksregierung wenden, der das Abitur bereits einmal abgelehnt hatte. „Wir mussten alle Unterlagen wieder beglaubigen lassen und einreichen“, sagt die Mutter. Außerdem erkundigte sich der Dezernent nach Roberts Studienwunsch. „Ich habe angegeben, dass ich mir auch katholische Religion vorstellen könnte“, sagt Robert, der eigentlich Jura studieren will.           Gestern fand Robert die Anerkennung seines Internationalen Abiturs in der Post  – beschränkt auf Niedersachsen und fachgebunden für katholische Religion. Ein Gebührenbescheid über 79 Euro lag bei. „Ich verstehe nicht, dass man für solch eine Leistung auch noch Geld haben will. An der Uni Hannover sind alle Fristen abgelaufen“, sagt Eva-Maria Ihle. Robert will nun doch im Herbst in England studieren – von dort hat er bereits Zusagen von drei Unis.          Besondere Ironie: Die Region Hannover wirbt in ihrer Broschüre „Menschen,  Ideen, Erfolge“ mit einem Foto von Robert Ihles Abiturfeier für die  Internationale Schule. „Diese Schule ist ein Erfolgsfaktor für die Region. Wir sind im Förderverein“, sagt Regionssprecher Andreas Listing. Rein rechtlich gebe es derzeit keine Möglichkeit, Roberts Abitur anzuerkennen. „Die Politik  muss dringend eine generelle Regelung finden.“    bil   Veröffentlicht 26.03.2003 20:29 UHR>