| JUGEND FORSCHT - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover |
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| HAZ, 27.03.2003 Jugend forscht: Schüler testen gefrorene Tauben 38 Projekte beim Landesentscheid „Jugend
forscht“ präsentiert Clausthal-Zellerfeld.
Nach zehn Minuten mussten die Tauben wieder in die Gefriertruhe.
Mehr Zeit hatten Catharina Dießelberg und Lena Richter aus Oldenburg
für ihre Versuche nicht. Die gefrorenen Tiere wären im Windkanal
sonst aufgetaut und hätten die Flügel hängen lassen. Die Messungen
der Auftriebs- und Widerstandskräfte wären gescheitert. Ihre „Untersuchung
der Gleitflugeigenschaften von Tauben“ war eines von 38 Projekten beim niedersächsischen
Landeswettbewerb „Jugend forscht“. Die Nachwuchswissenschaftler präsentierten
drei Tage lang ihre Arbeiten in der Aula der Technischen Universität Clausthal. Das Experiment der Mädchen ist geglückt: „Wir können die Flugeigenschaften der Tiere erklären“, sagten die beiden 16-jährigen Schülerinnen. Gleitwinkel und -geschwindigkeit seien entscheidend, erzählten sie den Besuchern. Die Jury war mehr als eine halbe Stunde bei den beiden Schülerinnen aus Oldenburg. Sogar nach wissenschaftlichen Details fragten die Juroren. „Sie überschätzen uns. Wir sind Zehntklässler und nicht im Physik-Leistungskurs in der 13. Klasse“, sagte Lena Richter später. Die Experten sahen das anders. Die Schülerinnen bekamen den dritten Platz im Fachgebiet Physik. Auch Daniela Vieth und Katharina Albers aus Lingen waren beim Gespräch mit der Jury nervös: „Das waren fiese Fragen. Wir haben es aber hinbekommen.“ Die Schülerinnen wollten herausbekommen, wie man einen zehn Tonnen schweren Stein ins Rollen bringt. 32 Schüler haben angepackt und es mit vereinten Kräften geschafft. Der Forscherdrang trieb die Mädchen jedoch weiter an. Sie ließen Rinderhaut in Streifen schneiden und deren Zugfestigkeit in einem Speziallabor der Bundeswehr testen. „Jetzt wissen wir, wie die Steinzeitmenschen schwere Brocken bewegt haben“, sagte Katharina Albers. 615 Jugendliche aus Niedersachsen hatten sich für den 38. Landeswettbewerb angemeldet. Regionalwettbewerbe gab es in Emden, Hannover, Lingen, Lüneburg, Hildesheim, Celle und Braunschweig. „Die Teilnehmerzahl geht erstmals leicht zurück“, sagte Landeswettbewerbsleiter Thomas Biedermann. „Aber das ist noch nicht dramatisch.“ Sorge bereitet ihm allerdings, dass die Lehrer in den Schulen immer weniger Zeit für die Betreuung des Wettbewerbs aufbringen. Auch Schüler, die noch zu jung für den Wettbewerb „Jugend forscht“ sind, zeigten ihre Experimente: Der elfjährige Malte Tobias Sanders aus Lüneburg stoppte die Besucher gleich am Eingang, um seinen Roboter vorzuführen. „Der Wagen weicht der Wand immer aus“, erklärte er. Die Computersteuerung der Infrarot-Abstandssensoren hat er selbst programmiert. Manche ältere Teilnehmer melden ihre Experimente gleich als Patent an. Die Abiturienten Kai Wissner und Christian Klauer aus Göttingen haben ein Wasserkraftsystem entwickelt. „Vor zwei Jahren haben wir es zur Patentprüfung angemeldet“, sagte Wissner. „Die Genehmigung ist jetzt nur noch eine Formsache.“ Heiko Messerschmidt Veröffentlicht 26.03.2003 18:57 UHR |
| NP, 27.02.2003 Jugend forscht:
Jugend forscht: Nachwuchs präsentiert Projekte Wieso, weshalb, warum? Die 57 Teilnehmer des Regionalwettbewerbs
„Jugend forscht” präsentieren den Juroren ihre Projekte. Mit
dabei: Florian Grüßing vom Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Hannover.
Er hat ein kostengünstiges Analyseverfahren für giftige Straßenbeläge
entwickelt. Baufirmen hätten bereits Interesse bekundet. Doch der Jungforscher
winkt ab: „Es geht mir um die Sache an sich”, sagt Grüßing bescheiden.
Nur so ist zu erklären, dass sich der 15-Jährige mehr als ein halbes
Jahr in Uni-Labors und Bibliotheken vergraben hat. Offenbar ist so viel Ehrgeiz kein Einzelfall: „Ist die Begeisterung erstmal geweckt, kann es leicht passieren, dass Schüler ihre Lehrer hinter sich lassen”, weiß Thomas Biedermann, Wettbewerbsleiter für Niedersachsen. Unterstützt werden die Forschungsprojekte unter anderem von der Wirtschaft. Bereits zum zwölften Mal stellt die Firma Nexans (Brink-Hafen) neben 20.000 Euro einen Raum für den Regional-Wettbewerb. Noch bis Samstag präsentieren die 32 Forschungs-Teams ihre Arbeiten. Um 15 Uhr geben die Juroren aus Wissenschaft und Wirtschaft die Sieger bekannt. Für die Gewinner geht es dann im März zum Landeswettbewerb. HANNOVER, onl (NP, 7.2.2003) |
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