KAISER-WILH.-& RATSGYMN.

Welche Schule für mein Kind ? 2008, als pdf Seite 4 - hann. Gym

Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium, 05.03.2008, 15:00 - 18:00 Uhr (Vorstellungstag), 18:00 Uhr (Info-Abend), Seelhorststr. 52, 30175 Hannover, Außenstelle: Lüerstr. 17 (12./13.Jg.), www.kwrg.de, mail@kwrg, Tel. 16 84 47 43, Schulleiterin Frau Vollstedt-Willer

Schülerzahl: 850, Vollzeitlehrerstellen: 49 (70 Lehrer), Altersdurchschnitt der Lehrer: 47, Klassengröße 5. Jg.: 32

Schwerpunkte: Latein als Pflichtsprache ab 5.Kl., Griechisch als Wahl-Pflichtsprache ab 7. Kl. oder mathematisch-naturwiss. Schwerpunkt Besonderheiten: Französisch als 4. Fremdsprache (ab 10.Kl.). Kooperation mit Musikhochschule. AGs für Musik, Mathe, Astronomie, Schach, Rudern u.a. Hochbegabtenförderung. Big Band, Orchester. Europa-/Wirtschaftsprojekte. Oberstufenprofil: Sprachen, Mathe/Naturwissenschaft, Gesellschaftswissenschaft, Kunst/Musik. Prominente Abgänger: Intendant August Wilhelm Iffland, Präsident Rudolf von Bennigsen, Philosoph Theodor Lessing, Generalinspekteur Ulrich de Maizière, "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein, "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, Oberbürgermeister Stephan Weil, Turner Andreas Aguilar, Journalist Rolf Seelmann-Eggebert.

Infotage und Anmeldung 

 

 

   
 
HAZ, 24.12.2007 Elitegymnasium soll sein Angebot anpassen
Kritik am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium

Von Bärbel Hilbig
Das altsprachliche Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) gerät unter Druck. Der Stadtelternrat fordert, dass die Schule ihr Angebot auflockert. Auch die Stadt denkt ähnlich. „Wir wollen mit der Schule sprechen“, sagt Petra Martinsen, Leiterin des Fachbereichs Schule. Die Nachfrage sei stark gesunken.
Anlass sind die Klagen von Eltern, deren Kinder im Sommer in die fünfte Klasse des KWRG geschickt wurden, obwohl sie das nicht wollten. An der Schule ihrer Wahl war kein Platz. „Wir sind nicht zufrieden damit, dass Kinder in ein altsprachliches Gymnasium zwangsverteilt werden“, sagt Garnet Eichholz, Vorsitzende des Stadtelternrats. 23 Schüler wurden nachträglich für das KWRG ausgewählt, von denen die meisten die Schule bei der Anmeldung weder als Zweit- noch als Drittwunsch angegeben hatten.
Am KWRG lernen alle Kinder bereits in der fünften Klasse Latein neben Englisch. Die meisten starten zwei Jahre später mit Altgriechisch. Einige können statt der zweiten alten Sprache auf einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt ausweichen. „Vielen Schülern fällt es schwer, schon in der fünften Klasse neben Englisch Latein zu lernen“, sagt Cordula Dietrich vom Stadtelternrat. Später rate die Schule zudem vielen ihrer Schüler deutlich zu Altgriechisch, weil der naturwissenschaftliche Bereich zu klein sei. Eine sinnvolle Lösung könnte Dietrichs Meinung nach darin liegen, wenn die Schule eine Klasse ohne altsprachlichen Schwerpunkt anbiete.
Am KWRG ist die Neigung dazu gering. „Wenn wir das anbieten, was alle machen, unterscheiden wir uns nicht mehr von anderen“, sagt Eckart Birkholz, stellvertretender Schulleiter. Die zugeteilten Schüler würden bei Schwierigkeiten unterstützt. „Sie haben sich ganz gut gemacht.“
Der Einbruch in der Nachfrage kam für das KWRG mit dem Ende der Orientierungsstufe (OS)
. Seitdem startet das Gymnasium mit dem Ruf einer Eliteschule meist nur mit drei Klassen im fünften Jahrgang, vorher waren es oft fünf Klassen. „Eltern, die der OS in ihrer Nachbarschaft entgehen wollten, wählten damals gerne eine OS mit Latein oder Französisch als erster Fremdsprache“, sagt Dietrich. Der Besuch ganz bestimmter Gymnasien war danach zwangsläufig.
Im vergangenen Sommer hatten die Gymnasien mit 2063 Schülern einen Anmeldungsrekord zu verzeichnen.
172 Kinder konnten nicht auf dem Gymnasium ihrer ersten Wahl unterkommen. „Es war ganz schwierig, alle Kinder unterzubringen. Fast alle fünften Klassen sind rappelvoll mit 32 oder sogar 33 Kindern“, sagte Dietrich. Zudem werden etliche Gymnasien in den nächsten Jahren etwas kleiner, weil sie ihre Außenstellen aufgeben wollen: Der Druck, die dann noch vorhandenen Klassenzimmer zu füllen, wächst also.

>> AK Gymnasien
 
Latein:  Omnes linguam Latinam discunt ...    ... oder: Alle lernen Latein. Hannovers Kinder lernen wieder Latein. Die Sprache, die niemand mehr spricht, ist vielfach wieder erste Wahl, wenn Kinder und Eltern sich bei Fremdsprachen festlegen. 
   Schulleiter halten allerdings nicht die Liebe zum Latein für die Hauptursache: Eltern, die ihr Kind aufs Gymnasium schicken wollen, melden ihr Kind auf einer Latein-Orientierungsstufe an – und umgehen so die „normale“ OS.   Damit alle „Lateiner“ (bei der OS Birkenstraße) unterkommen, weichen 20 Kinder aus der Grundschule Goetheplatz auf die OS Uhlandstraße in der Nordstadt aus... . „Es hat eine Mordsaufregung gegeben. Gerade die ausländischen Eltern wollten ihre Kinder nicht an eine Schule mit vielen ausländischen Kindern schicken.“ ..  „Die Lateinklassen sind praktisch Gymnasialklassen“  ..  Die Sophienschule eröffnet eine siebte Klasse (im Vorjahr reichte es nur für eine halbe Klasse) mit Latein als erster Fremdsprache und hat 16 Schüler abgewiesen, die nun zum Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) gehen...Die Eltern sind unzufrieden. „In allen Informationsveranstaltungen hieß es, man habe die Wahl zwischen den beiden Gymnasien“, kritisiert Dorothee Weskott.  „Wir wollten zwar Latein als Grundlage, aber nicht unbedingt Altgriechisch.“ HAZ, 22.06.2002     mehr ...
Wettbewerb:Jugend siegt   Eigentlich machen Elisabeth Krause (18) und Sebastian Bürgel (17)  gerade ein Praktikum beim Max-Planck-Institut für Astrophysik in München. Am Wochenende waren sie jedoch beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht" in Darmstadt - und haben den ersten Preis in der Sparte Geo- und Raumwissenschaften abgeräumt. "Das ist ein tolles Gefühl", sagt Elisabeth, Ex-Schülerin des Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasiums, das Sebastian besucht. Die beiden haben den Zusammenstoß von Galaxien am Computer simuliert  HAZ,  28.05.2002  mehr ...
HAZ, 14.08.2001-> Thema Abitur nach 12 Jahren
Neuer Plan für Turbo-Abitur erntet Kritik
Schulleiter befürchten mangelnde Förderstunden und eingeschränkte Sprachangebote. 
   Die Ankündigung von Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper zum Abitur nach zwölf Jahren stößt an den Gymnasien auf ein geteiltes Echo. Jürgens-Pieper will, wie berichtet, den Gymnasien und Gesamtschulen ermöglichen, im siebten Jahrgang Klassen einzurichten, die nach drei statt nach vier Jahren den zehnten Jahrgang und damit die Sekundarstufe I abschließen. "Die Schulen können, müssen aber nicht teilnehmen," sagt die Sprecherin des Kultusministeriums, Sonja Markgraf. Per Erlass will das Ministerium die Einrichtung dieser Turbo-Klassen zum Schuljahr 2002 / 2003 erlauben - ohne dass die Schulen einen Extra-Antrag stellen.
   Bisher kann eine Schule leistungsstarke Schüler nach dem neunten Jahrgang in einer Klasse zusammenfassen, in der sie in einem Jahr den Stoff der zehnten und elften Klasse lernen. In Hannover hatten drei staatliche Schulen für dieses Schuljahr eine Genehmigung dafür erhalten. An der Elsa-Brändström- und der Humboldtschule waren die Interessenten jedoch wieder abgesprungen - die Jugendlichen wollten ihren angestammten Klassenverband nicht für eine Turbo-Klasse aufgeben. Das  Kaiser- Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) bereitet den Sprung in Klasse elf langfristiger vor: Eine siebte und eine achte Klasse sind dafür vorgesehen. Sie beginnen deshalb ein Jahr früher mit der an altsprachlichen Schule üblichen dritten Pflichtfremdsprache.
   Dementsprechend hält Ulrich Lenhardt, stellvertretender Leiter des KWRG, die Neuregelung für sinnvoll: "Sie kommt den Intentionen entgegen, die wir seit Jahren verfolgen." Brigitte Netzel, leiterin der Elsa-Brändström-Schule, ist mit den neuen Plänen des Ministeriums nicht glücklich. "Wir wollen, dass die begabten Kinder ihre sozialen Pflichten wahrnehmen und in den Klassen als Zugpferde dienen."   Netzel will dem kommenden zehnten Jahrgang wieder eine Springerklasse anbieten. Diese Klassen erhalten im ersten Halbjahr vier und im zweiten Halbjahr drei zusätzliche Unterrichtsstunden. "Ich weiß nicht, ob die Förderung so komfortabel ausfallen wird, wenn es bereits in Klasse sieben losgeht."
   Netzel hegt noch eine andere Befürchtung: "Kein Gymnasium wird es sich leisten können, nicht mitzumachen. Und dann bekommt keiner genug Schüler für eine Klasse zusammen." 
   Peter Fischer, Leiter der Humboldtschule, sieht Probleme bei der zweiten Fremdsprache: Der Turbo-Klasse könnten nicht unbedingt zwei oder drei Sprachen zur Wahl angeboten werden.   bil
HAZ, 10.03.2001 SCHULEN
In D-Zug-Klassen schneller zum Abi
Die Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt und die Humboldtschule in Linden richten zum kommenden Schuljahr jeweils eine der so genannten D-Zug-Klassen ein. An beiden Gymnasien können Schüler dann in zwölf statt in dreizehn Jahren zum Abi gelangen, indem sie im Klassenverband einen Jahrgang überspringen. Das Schulamt hat dem Vorhaben jetzt zugestimmt. Bereits vorher hatte sich das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium als erste staatliche Schule in Hannover für eine D-Zug-Klasse zum kommenden Schuljahr entschieden. Die private katholische St.-Ursula-Schule bietet den schnelleren, lernintensiveren Weg zum Abitur bereits seit zwei Jahren an.       bil

Weitere aktuelle Infos zum Kaiser-Wilhelm-Rats-Gymnasium