KOOPERATIVE GESAMTSCHULE  -  Doku des Stadtelternrates Hannover
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KGS fürchten um ihre Existenz
HAZ,17.02.2004  Gesamtschulen in der Presse  / KGS:  KGS fürchten um ihre Existenz   Kultusminister: Zweigleiter sollen mehr unterrichten / „Es bleibt zu wenig Zeit für Organisation“         Die neun Kooperativen Gesamtschulen (KGS) in der Region Hannover sehen sich in ihrer Existenz bedroht: Weil ihre jeweiligen Leiter für die Haupt-, Realschul- und Gymnasiumzweige künftig sehr viel weniger vom Unterricht freigestellt werden, sehen die Schulen ein „organisatorisches Desaster“ auf sich zukommen. „Es ist ein Unding, dass unsere Lehrer in Leitungsfunktionen nach dem Wegfall der OS mehr Klassen betreuen müssen, dafür aber nur noch die Hälfte der Stunden zur Verfügung gestellt bekommen“, sagt Brigitta Schönke, Leiterin der Carl-Friedrich-Gauß-Schule, der KGS in Hemmingen.           Das Kultusministerium will, wie berichtet, die Unterrichtsfreistellung von Lehrern in Leitungspositionen drastisch zurückfahren, um so mehr Lehrerstunden für zusätzlichen Pflichtunterricht zu gewinnen. Die Kooperativen Gesamtschulen sind vor allem davon betroffen.         „Unsere Zweigleiter müssen die Klassen betreuen, Ansprechpartner für die Eltern sein und vor allem die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen garantieren“, erklärt Schönke. Wenn künftig etwa der Gymnasialleiter nur acht statt 16 Wochenstunden vom Unterricht befreit sei, könne er diese Aufgaben kaum noch wahrnehmen. Er habe auch keinen Stellvertreter, wie der Leiter eines normalen Gymnasiums, der die 650 Gymnasiasten an der KGS mit betreuen könne. „Ich befürchte, dass dann die Zweigleiter ihre Arbeit hinschmeißen werden, weil sie nicht mehr attraktiv ist“, sagt Schönke. Es sei „zu wenig Zeit für Organisation“.         Nicht anders sieht es nach Darstellung der KGS bei den Realschulen aus. Der betreffende Zweigleiter ist jetzt maximal 14 Wochenstunden freigestellt - so viele Wochenstunden wie ein Leiter einer selbstständigen Realschule. Künftig muss er mit sechs Stunden auskommen, das entspricht der Zeit, die sonst einem stellvertretenden Leiter an einer Realschule für Organisationsaufgaben eingeräumt wird.          Nach Ansicht von Schulleiterin Brigitta Schönke kann nur „die Unkenntnis der Situation an den Kooperativen Gesamtschulen“ Kultusminister Bernd Busemann zu diesen drastischen Kürzungen bewogen haben. Doch im Ministerium lässt man diese Kritik nicht gelten: Die Gesamtschulen seien weitaus besser versorgt, als sie zugäben, meint Sprecher Georg Weßling. Sie dürften nicht die didaktischen Leiter und die schulfachlichen Koordinatoren unterschlagen, denen ebenfalls Stunden zu Leitungsaufgaben gewährt würden. „Wir wollen nur eine gerechte Versorgung für alle Schulformen gleichermaßen herstellen“, betont Weßling. aw
lehnen neue 
Schulen sprechen.“    .  
Der Protest der Gesamtschulen
KGS-Hemmingen Bläserklasse NP,14.02.2004  Gesamtschulen in der Presse: Der Protest der Gesamtschulen  Sie lehnen neue Verordnung ab    VON JULIA PENNIGSDORF   Nach den Integrierten protestieren nun die Kooperativen Gesamtschulen. Ihnen bereitet eine neue Arbeitszeitverordnung Kopfzerbrechen. Durch die Kürzung von Anrechnungsstunden für Lehrer in Leitungsfunktionen sei nicht nur die Organisation, sondern auch die Projektarbeit gefährdet, so der Vorwurf. Die Kritik ging bei der Verleihung des Gütesiegels für Schulen an die Adresse von Ministerpräsident Christian Wulff.        HANNOVER. Die Landesregierung bringt die Spitzen der Gesamtschulen gegen sich auf: Schulleiter, Stellvertreter und Koordinatoren sollen sich nach dem Wunsch der Regierung weniger um Organisatorisches kümmern und dafür mehr unterrichten. Das sei nicht machbar, klagen die Betroffenen.          „Wir leisten hier anerkannt gute Arbeit“, so Brigitta Schönke, Schulleiterin der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Hemmingen. „Die neue Verordnung entzieht uns die Basis.“ Ein Vorwurf, der auch von den Integrierten Gesamtschulen (IGS) immer wieder zu hören ist: Die Regierung sichere ihnen Bestandsschutz zu, höhle sie aber von innen aus.          Das Ministerium weist die Kritik zurück. Mit der neuen Verordnung würden lediglich Privilegien abgebaut, heißt es. Eine Aussage, die Schönke ärgert. „Das ist schlicht falsch. Wir werden benachteiligt“, sagt sie und rechnet vor, dass ihre Zweigleiter für Gymnasium, Real- und Hauptschule künftig zwischen vier und acht Stunden weniger für ihre Arbeit zur Verfügung hätten. Statt 16 Stunden verfüge ihre Gymnasialzweigleiterin nur noch über acht Anrechnungsstunden. „Damit soll sie das Abi vorbereiten, über Anmeldungen entscheiden, Konferenzen von Klasse 5 bis 13 organisieren. Wie soll das gehen?“        Schacht-Gaida Unterstützung bekommt Schönke von Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida. „Wir haben Angst um unsere KGS“, sagt er. „Die Schule leistet seit 31 Jahren hervorragende Arbeit. Wir als Schulträger wollen sie erhalten, wie sie ist. Das geht nicht, wenn sich die Rahmenbedingungen verschlechtern.“ Acht Millionen Euro stecke die Stadt zurzeit in die Sanierung.        Für Schönke ist die KGS ein Sparmodell. Weil die drei Schulformen eng vernetzt seien, gebe es weniger hoch dotierte Funktionsstellen als in anderen Schulzentren.      Welche Auswirkungen befürchtet sie? „Big Band, unser Sportschwerpunkt - all das, was unser Profil außerhalb des Unterrichts schärft, ist in Gefahr.“ Das gelte auch für Gewaltpräventionsprojekte. „Bei den Beratungslehrern wurde gekürzt, und das in Zeiten, wo alle über Gewalt an Schulen sprechen.“    .  
Die Gesamtschulen sehen sich bedroht
HAZ, 09.02.2004   Die Gesamtschulen sehen sich bedroht     Die Gesamtschulen sehen sich bedroht         Ärger um KGS: Anrechnungsstunden für Lehrer gekürzt / „Dann können wir dichtmachen“    Von Jörg Kallmeier          Hannover. Todesstoß für eine Schulform - oder nur Abbau von Privilegien? Um den Umgang der Landesregierung mit den Gesamtschulen gibt es weiter heftigen Wirbel. Die Kooperativen Gesamtschulen (KGS), die Haupt- und Realschule sowie Gymnasium unter einem Dach zusammenfassen, sehen sich jetzt in ihrer Existenz bedroht. „Uns wird die Arbeitsgrundlage entzogen“, beklagt Helga Akkermann, Leiterin der KGS in Sehnde und Vorsitzende des Schulleitungsverbandes Niedersachsen.         Hintergrund ist eine Verordnung zur Arbeitszeit der Lehrkräfte, die das Kabinett jetzt beschlossen hat. Um Lehrerstunden für Sprachförderung und zusätzlichen Pflichtunterricht in Deutsch und Mathematik in den Grundschulen herauszuschlagen, streicht Kultusminister Bernd Busemann (CDU) Unterrichtsfreistellungen von Lehrern für Leitungsfunktionen und Beratungstätigkeiten kräftig zusammen. Besonders betroffen davon sind die so genannten Zweigleiter in den Kooperativen Gesamtschulen, die dem Haupt-, Realschul- oder Gymnasialzweig vorstehen. „Die Zweigleiter werden degradiert. Wenn es für diese Arbeit keine Anrechnungsstunden mehr gibt, werden die Kollegen abwandern“, sagt Schulleiterin Akkermann. Für die Kooperativen Gesamtschulen werde sich daher die Frage stellen, ob sie überhaupt weitermachen können. Gerade die KGS aber garantiere die von der Landesregierung selbst geforderte Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen.         Kultusminister Busemann hat die Genehmigung von weiteren Gesamtschulen gestoppt, die bestehenden 60 Gesamtschulen in Niedersachsen haben laut Schulgesetz eine Bestandsgarantie. Diese werde durch einzelne Erlasse und Verordnungen aber immer mehr ausgehöhlt, beklagen auch die Vertreter der Integrierten Gesamtschulen (IGS). Sie sehen sich vor allem bei der Ausstattung ihrer Ganztagsangebote benachteiligt.        Das Kultusministerium lässt die Kritik nicht gelten. Für eine allgemein bessere Unterrichtsversorgung müssten bestehende Privilegien abgebaut werden, sagt Ministeriumssprecher Georg Weßling. Dies sei auch eine Frage der Gerechtigkeit. Es könne etwa nicht angehen, dass Zweigleiter in der KGS besser gestellt seien als Schulleiter, sagt Weßling. „Wir geben da, wo es nötig ist. Und wir nehmen da, wo es möglich ist.“
CDU diskutiert mehr Lehrerstunden für KGS
NP, 17.01.2004 Grundschule:  KGS:  Ganztag: Landeselternrat:  CDU diskutiert mehr Lehrerstunden für KGS  HANNOVER. Die CDU will den Erlass zur Unterrichtsversorgung nachbessern. Das kündigte gestern der CDU-Bildungsexperte Karl-Heinz Klare im Kultusausschuss des Landtages an.          Die CDU-Fraktion diskutiere, ob die Vollen Halbtags-Grundschulen als Ersatz für die gestrichene Vertretungsreserve ein Stundenbudget erhalten, so Klare. Geprüft werde auch, den KGSen für ihren Hauptschulanteil eine zusätzliche Stunde pro Klasse für den schulformübergreifenden Unterricht zuzuweisen. Der Landeselternrat hatte den Erlass, der auch größere Klassen vorsieht, abgelehnt.      Die Grünen forderten, unterstützt von der SPD, vergeblich, das geplante Abi nach zwölf Jahren aufzuschieben, um vor allem Ganztagsschulen und IGS wieder mehr Lehrerstunden geben zu können. Die CDU kündigte eine Ablehnung des Antrags an. dir         
IGS und KGS
NEUE PRESSE, 16.01.2004  Gesamtschulen:    DIE IGS   Erste IGS war 1971 die IGS Linden. Es folgten Mühlenberg und Roderbruch, in den 90er Jahren kamen die IGS List und Vahrenheide, die IGS Kronsberg ist die jüngste. An der IGS gibt es schulformübergreifenden Unterricht, keine Aufteilung nach Haupt-, Realschule und Gymnasium. Wert wird auf die Integration von Migranten und Behinderten gelegt. Typisch ist das Ganztagsangebot. Für die Oberstufe gelten dieselben Richtlinien wie für Gymnasien. jul         DIE KGS  Auf dem konservativeren Land entwickelten sich parallel zur IGS Kooperative Gesamtschulen - ein Kompromiss zwischen IGS und dreigliedrigem System. Sie entsprangen der Notwendigkeit, auf dem Land Gymnasien anbieten zu müssen. Die Schulzweige bleiben in der KGS erhalten. Doch es findet in Nebenfächern wie Sport, Kunst oder Musik übergreifender Unterricht statt. Die Lehrer arbeiten ebenfalls zweigübergreifend. Integration wird groß geschrieben. jul       
Eltern und Lehrer streiten für eine KGS in Steinhude
NEUE PRESSE, 16.01.2004 Gesamtschulen:   Eltern und Lehrer streiten für eine KGS in Steinhude    STEINHUDE. Die Eltern und Lehrer in Steinhude sind hartnäckig. Obwohl ihre Aussichten, eine KGS zu gründen, nicht rosig sind, geben sie nicht auf. In einem Café im Scheunenviertel beraten sie, welche Chancen sie noch haben. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagt Reinhard Skotzki.               Der OS-Lehrer: „Schon unter Sigmar Gabriel haben wir Interesse an einer KGS angemeldet, weil uns die Förderstufe suspekt war.“ Bereits im Januar 2003 gab es einen Gesamtkonferenzbeschluss pro KGS, Elternbefragungen fielen ebenfalls positiv aus, ein Antrag an die Stadt Wunstorf wurde gestellt. „Der wurde aber nicht weitergeleitet. Sie warteten die Wahl ab, und mit dem Regierungswechsel wars dann vorbei. Das war klar spekuliert“, wirft Elternvertreterin Ralfina Dicker den Behörden vor. Einer der Gründe für die KGS-Gründung sei der befürchtete Ansturm auf das Hölty-Gymnasium. Dieses habe jetzt 1300 Schüler, nach Prognosen könnten es bis zu 2000 werden. „Dann bräche hier alles zusammen“, so OS-Konrektorin Heide Inderthal. Außerdem sei das „Hölty“ eine Art Eliteschule. Wegen des hohen Leistungsdrucks wechselten viele Schüler nach Stadthagen. „Denen müssen wir doch eine vernünftige Alternative bieten.“            Die KGS-Idee fänden viele gut, weil es dort auf soziale Kompetenz ankomme und Schüler individuell gefördert würden. Inderthal und ihre Mitstreiter wollen sich jetzt mit anderen niedersächsischen KGS-Initiativen vernetzen. Sie hoffen: „Gemeinsam können wir was bewegen.“
Die Diskussion um kooperative Gesamtschulen geht weiter
Pyrmonter Nachrichten, 01.03.2003  Schulreform / KGS / Gesamtschulen: Die Diskussion um kooperative Gesamtschulen geht weiter   Bad Münder (hm/mf). Trotz Uneinigkeiten ist vom Rat nach erneuter längerer Debatte ein Untersuchungsantrag zur Kooperativen Gesamtschule einstimmig zur weiteren Beratung an den zuständigen Schulausschuss verwiesen worden. 
    In dem Antrag der SPD-Fraktion soll die Mündersche Verwaltung beauftragt werden, erforderliche Untersuchungen für die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule mit Ganztagsbetreuung (KGS) in Bad Münder durchzuführen. Nach dem Modell der KGS können an einer Schule dieselben Schulabschlüsse wie in der Hauptschule, Realschule und Gymnasium erworben werden. Zahlreiche Zuhörer hatten sich in der Rohmelgaststätte eingefunden, um die Diskussion um die KGS zu verfolgen. Helmut Mönkeberg (proBürger) warf der SPD-Fraktion vor, sie habe schon acht Monate Zeit für eine Realisierung verschlafen. Denn mit dem Wahlsieg der CDU in Niedersachsen schwinden auch die Chancen für die Errichtung neuer Gesamtschulen. Mit ihrem Schulgesetz gewährt die CDU den bestehenden Gesamtschulen zwar Bestandsschutz, will aber weitere nicht zulassen.         „Es hätte schon alles bei der früheren Landesregierung auf den Weg gebracht worden sein können“, bemängelte Mönkeberg. Schließlich habe der Stadtelternrat sich bereits im letzten Jahr einstimmig dafür ausgesprochen, einen gymnasialen Zweig in Bad Münder einzurichten. CDU-Fraktionschef Harald Einecke hält die Einrichtung eines solchen Schulmodells für unsinnig: „Diese Schulformen sind Auslaufmodelle sozialistischer Prägung. Die CDU bleibt bei ihrem Nein zu einer solchen Gesamtschule.“ Einer Ganztagsbetreuung der Kinder könne man nur zustimmen, wenn sie auf freiwilliger Basis für die Schüler angeboten würde. Grünen-Ratsherr Gerhard sah das anders. Eine Kooperation der Schulen mache durchaus schon aus wirtschaftlichen Gründen Sinn. SPD-Chef Swen Fischer appellierte an die CDU, von einer ideologischen Debatte wegzukommen. Er würde es als Vorteil sehen, wenn Gymnasiasten nicht mehr den weiten Weg nach Hameln oder Springe auf sich nehmen müssten.       Fischer führte außerdem die PISA-Studie an: Diese belege immerhin, dass Schüler, die möglichst lange zusammen beschult werden, im Endergebnis deutlich besser abschneiden. Trotz deutlicher Meinungsverschiedenheiten stimmten alle Fraktionen einer weiteren Beratung des Schulausschusses über den Untersuchungsantrag zu. Mit dem Antrag soll die Verwaltung unter anderem die Meinung der Eltern von schulpflichtigen Eltern erfragen. Das Ergebnis, so Swen Fischer auf Anfrage der Dewezet, soll dann der Landesregierung mitgeteilt werden. Fischer: „Wir wollen mal abwarten, ob sie bei ihrem generellen Nein bleibt.“ „Da können Sie Anträge stellen, soviel Sie wollen“, hatte sich Einecke zuvor an die SPD gewandt. „Mit der CDU wird es in Niedersachsen keine Gesamtschulen mehr geben. Die Mehrheit der Menschen in Niedersachsen hat sich bei den Landtagswahlen für die Bildungspolitik der CDU entschieden.“ 
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