KUNST - Doku des Stadtelternrates Hannover
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HAZ, 19.09.2006 Schwitters ? Der ist richtig spannend !  
Gymnasiastinnen entdecken den Namenspatron ihrer Schule – und führen jetzt durchs Sprengel Museum Von Astrid Wagner-Scheper >> Kunst

Natürlich, der Mann ist Programm an ihrer Schule. Aber so richtig anfreunden konnten sie sich trotzdem nicht mit ihm. „Das sind doch nur Pinselstriche und Müll“, dachte auch Sarah Banas, Schülerin des Kurt-Schwitters-Gymnasiums, lange über die Bilder des hannoverschen Künstlers. Doch inzwischen ist die Zwölftklässlerin schlauer – und wie ihre Mitschülerinnen Aruna, Claudia, Marina und Julia fast so etwas wie eine Schwitters-Bekennerin geworden. Die fünf Gymnasiastinnen aus Misburg werden demnächst auf ganz besondere Weise ihre neu entdeckte Schwäche für den Dada-Künstler zeigen können: Sie führen andere Schüler durch die am 8. Oktober beginnende große Schwitters-Ausstellung im Sprengel Museum. Eine spannende Aufgabe, auf die sie seit Wochen in der Schule und im Museum vorbereitet werden.
Alles begann vor fünf Jahren mit der Umbenennung der Misburger Schule in Kurt-Schwitters-Gymnasium. Damit sei es jetzt aber nicht geschehen, meinte Sprengel-Museum-Chef Ulrich Krempel scherzend, die Schule müsse sich auch künftig ihrem Namenspatron und seiner Bildersammlung im hiesigen Museum besonders verpflichtet fühlen. „Wir haben Herrn Krempel ernst genommen“, sagt Schulleiter Winfried Bassmann, „und uns als Schülerführer für die große Ausstellung angeboten.“ Seit Juni nun stöbern Sarah und die anderen durchs Museum, vergraben sich im Archiv und arbeiten zusammen mit Kunstlehrerin Manuela Roethe und den Museumspädagoginnen an kleinen Referaten. Dreieinhalb Monate lang sollen sie zweimal in der Woche Schülergruppen und einzelnen Interessierten die Bilder von Schwitters und seinen malenden Kollegen zeigen.
„Wir wollen da nicht stur runterrasseln, was wir wissen“, sagt Julia Berger, „es soll schon alles ein bisschen spielerisch und leicht für die Schüler sein.“ Kleine Dialoge, Gedichtvorträge und eigene Materialsammlungen sollen in die Führung mit eingebaut werden. Julia zeigt auf ein Gewitterbild von Schwitters mit lauter Grautönen aus Holz und Metall: „Hier wollen wir die Jugendlichen erst mal rätseln lassen, was in dem Bild zu sehen ist und wo Schwitters wohl all die Dinge gesammelt hat, die er in seinen Collagen verarbeitete.“ Aruna will die Besucher unbedingt in den nachgebildeten Merzbau, Schwitters’ Hauptwerk, führen: Sie möchte auf all die kleinen Anspielungen und Andenken des Künstlers in den Ecken und Winkeln aufmerksam machen.
Noch wandern die Museumsführerinnen auf Zeit mit ihren Schulungsmappen unterm Arm durch die leeren Ausstellungshallen. Bald aber geht es los. „Das war ein ganz toller Blick hinter die Kulissen für uns“, sagt Sarah. „Jetzt wissen wir auch, wie viel Aufwand es kostet, so eine große Ausstellung auf die Beine zu stellen.“

Einführung für die künftigen Schwitters-Expertinnen: Kunstlehrerin Manuela Roethe mit Aruna Neiro, Sarah Banas, Marina Gerstner, Claudia Skrzynski und Julia Berger (v. li.). Surrey

 
Stadt-Anzeiger West, 20.02.2003 IGS Linden: Ein Künstler steht Pate  
Siebtklässler der Integrierten Gesamtschule Linden haben die Säulen in ihrem Klassentrakt frei nach Friedensreich Hundertwasser farbenfroh gestaltet. >> Kunst

   Bunte Mosaike zieren seit kurzem drei Säulen in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden. Die 24 Schüler der Klasse 7b haben sie in ihrer Projektwoche nach dem Vorbild des Künstlers Friedensreich Hundertwasser gestaltet. Unterstützung bekamen sie dabei von ihren beiden Klassenlehrerinnen und den Künstlerinnen Jule Ehlers-Juhle und Sabine Opiela von der Lindener Kinderwerkstatt "Kreofant". Der Förderverein der IGS Linden hat das Werk der jungen Künstler finanziell unterstützt.
   Zur Vorbereitung auf das Projekt hatte sich die Klasse bei einem Ausflug zum Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen inspirieren lassen. Zwei Tage lang entwarfen die Schüler Muster, die der bunten Kunst von Hundertwasser nachempfunden sein sollten, legten Probemosaike auf Holz und übten Wischtechniken. An den darauffolgenden drei Tagen widmeten sie sich gruppenweise der Verschönerung der Säulen in ihrem Jahrgangsbereich, die sie erst einmal in sonnig-hellen Farben grundierten. Bei den Mosaiken, die aus kleinen Stücken bunter Fliesen zusammengesetzt und hinterher verfugt wurden, war Feinarbeit gefragt. Nach einer Woche künstlerischer Projektarbeit haben die Schüler ihr Ziel erreicht: Der zuvor recht ungemütliche Bereich vor den Klassenräumen sieht mit den drei farbenfrohen Säulen nun viel schöner und freundlicher aus.
   Blumenranken, Flammen, Tropfen, Blätter und Sterne sehen die Schüler jetzt, wenn sie sich vor ihrem Klassenraum aufhalten. Und sie sind zufrieden mit ihrem Ergebnis: "Ich freue mich, dass unsere Arbeit sich gelohnt hat", sagt Elcin stolz. Fabijan findet gut, dass von der Kunstaktion der 7b der ganze Jahrgang etwas hat, und Sascha hat vor allem das Fliesenkleben Spaß gemacht. "Die Teamarbeit war richtigt gut", freut sich Katharina. Wenn es nach den Schülern geht, soll das nicht die letzte Verschönerungsaktion an ihrer Schule gewesen sein: In einem Brief an ihre Mitschüler regen sie an, bei nächster Gelegenheit weiter daran zu arbeiten, das Schulgebäude ein wenig gemütlicher zu gestalten.   tin 

 

 

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