Dix dankt als schulpolitischer Sprecher ab  -  Dokumentation Stadtelternrat Hannover
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Schulstrukturreform:    Schule: SPD-Ratsherr Dix dankt ab  „Was die Orientierungsstufe leistet, ist wirklich gut.” Hans-Joachim Dix kann das beurteilen. Seit 15 Jahren leitet der 55-Jährige die Orientierungsstufe Rehmer Feld. ...   Dix nennt das einen Fehler.  ... In der Partei habe es heftige Kritik an den Plänen gegeben.  ...   Die Gegner der Reform – unter ihnen auch Ex-Kultusminister Peter von Oertzen und Soziologe Oskar Negt – befürchten, Kinder würden künftig schon nach der vierten Klasse in Schulkarrieren gepresst, mit denen sie nicht immer klar kämen. ...    „Schulversagen und Schulverweigerung werden die Folge des viel zu frühen Auswahlverfahrens sein”, warnt Dix. Der Pädagoge beruft sich auf die Pisa-Studie. Sie habe gezeigt, wie sinnvoll möglichst langes gemeinsames Lernen sei. Diesen Ansatz mache die Schulreform zunichte. ...  Die Orientierungsstufen durch Förderstufen zu ersetzen, schaffe neue Strukturen, löse aber nicht die Probleme.  ...      Der Lehrer befürchtet, die Stadt werde in den kommenden Jahren vor großen schulpolitischen Problemen stehen. ...  VON VERA KÖNIG  (NP, 10.09.2002)    mehr ...
Schulstrukturreform   Kommentar  Politik mit Rückgrat  von Vera König   Oft passiert es in der Politik, dass Menschen sich verbiegen lassen, weil sie an ihren Posten kleben. Hans-Joachim Dix dagegen beweist Rückgrat. Eine Schulreform umzusetzen, an deren Sinn er zweifelt, ist nicht sein Ding. Nur konsequent, dass Dix als schulpolitischer Sprecher aufhört. Leider geht dem Ausschuss damit Sachverstand verloren.  mehr...     (NP, 10.09.2002)  

"Ich will nicht umsetzen müssen, was ich nicht gutheißen kann"
Schulstrukturreform   NP, 10.09.2002:  
SPD-Dix schmeißt die Schulthemen hin
... weil dem Lehrer die Politik des Landes stinkt.  Er fordert: "Orientierungsstufe nicht abschaffen."
SPD-Ratsherr Hans-Joachim Dix dankt als schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion ab. Grund: Er will die Schulreform des Landes nicht umsetzen müssen.    von Vera König

    Hannover. Was die Orientierungsstufe leistet, ist wirklich gut.” Hans-Joachim Dix kann das beurteilen. Seit 15 Jahren leitet der 55-Jährige die Orientierungsstufe Rehmer Feld. Bis zum Jahr 2008 soll sie (wie die anderen 25 Orientierungsstufen der Stadt) abgeschafft und durch Förderstufen ersetzt werden.     
    Dix nennt das einen Fehler. Und das hat er schon getan, bevor Ministerpräsident Sigmar Gabriel auf einem Sonderparteitag der SPD Zustimmung für seine Schulreform fand. „Die Genossen wollten Gabriel nicht im Regen stehen lassen”,  vermutet Dix. In der Partei habe es heftige Kritik an den Plänen gegeben. Eher Zähne knirschend habe man Ja gesagt. 
   Die Gegner der Reform – unter ihnen auch Ex-Kultusminister Peter von Oertzen und Soziologe Oskar Negt – befürchten, Kinder würden künftig schon nach der vierten Klasse in Schulkarrieren gepresst, mit denen sie nicht immer klar kämen.
    „Schulversagen und Schulverweigerung werden die Folge des viel zu frühen Auswahlverfahrens sein”, warnt Dix. Der Pädagoge beruft sich auf die Pisa-Studie. Sie habe gezeigt, wie sinnvoll möglichst langes gemeinsames Lernen sei. Diesen Ansatz mache die Schulreform zunichte. Die Orientierungsstufen durch Förderstufen zu ersetzen, schaffe neue Strukturen, löse aber nicht die Probleme. 
   Das Datum seines Rücktritts als schulpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender des Schulausschusses wählte Dix bewusst: „Seit 1. September gilt die Reform. Ich will nicht umsetzen müssen, was ich nicht gutheißen kann.”        
     Der Lehrer befürchtet, die Stadt werde in den kommenden Jahren vor großen schulpolitischen Problemen stehen. Hannover habe kein Geld, um die baulichen Folgen der Reform umzusetzen. Förderstufen müssten an Haupt- und Realschulen sowie an Gymnasien angebunden sein.       
    Mit Hinweis auf die Kosten hatte auch Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg die Schulreform kritisiert. Das Geld, das das Land in die Bildungsreform investiere, solle besser in Schulsanierung und neue Lehrmittel fließen.   
HANNOVER, VON VERA KÖNIG


 
Schulstrukturreform  Kommentar    NP, 10.09.2002:  
Politik mit Rückgrat
von Vera König
    Oft passiert es in der Politik, dass Menschen sich verbiegen lassen, weil sie an ihren Posten kleben. Hans-Joachim Dix dagegen beweist Rückgrat. Eine Schulreform umzusetzen, an deren Sinn er zweifelt, ist nicht sein Ding. Nur konsequent, dass Dix als schulpolitischer Sprecher aufhört. Leider geht dem Ausschuss damit Sachverstand verloren. 

 
 
 

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