Lehrerfortbildung -  Dokumentation Stadtelternrat Hannover

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HAZ, 14.09.2004
Wann lernen Lehrer?  Fortbildung gibt es weiter auch am Vormittag          In der vergangenen Woche hieß es aus dem Kultusministerium noch ganz entschieden, Lehrer dürften sich nur außerhalb der Unterrichtszeit fortbilden. Doch die Bezirksregierung und andere Anbieter veranstalten regelmäßig auch ganztägige Weiterbildungen für Pädagogen in der Schulzeit. „Wenn einzelne Lehrer teilnehmen, ist das in Ordnung. Es darf nur kein Unterricht ausfallen“, sagt jetzt ein Sprecher des Ministeriums.         Doch gerade das sei oft schwer machbar, erklärt ein Schulleiter, der nicht genannt werden will. „Wir haben doch keinen Vertretungspool. Und gleichzeitig sollen wir Fortbildungen genehmigen, damit die Lehrer sich auf dem Laufenden halten.“ Die Bezirksregierung selbst hat Anfang Oktober eine ganztägige Fortbildung zu „Lehrerbelastung, Lehrerentlastung“ im Programm. „Es gibt einfach Themen, bei denen es sinnvoll ist, acht Stunden am Stück am Ball zu bleiben“, sagt Sprecherin Cornelia Zügge. Manche Angebote seien in den Ferien nicht möglich, wenn die Referenten dann keine Zeit haben. Die Zahl der Weiterbildungen in der Unterrichtszeit sei jedoch deutlich gesunken. Inzwischen liege sie bei zehn Prozent.      „Es ist fraglich, wie effektiv ein Kurs am Nachmittag ist, nach fünf oder sechs Stunden Konzentration in der Schule“, sagt Almuth Blanck, Leiterin der Grundschule Am Lindener Markt. Das Kollegium organisiert seine schulinternen Fortbildungen komplett in den Ferien. „Auch für die Veranstaltungen außerhalb der Schule fände ich Blockzeiten in den Ferien richtig“, sagt Blanck. Bisher gebe es das jedoch kaum.          Henning Lawes, Leiter der Humboldtschule, ist überzeugt, dass Lehrer interessante Kurse auch gerne nachmittags oder in den Ferien belegen. „Es geht uns darum, die Zeit effizient zu nutzen.“ Doch das Angebot entspreche oft nicht dem Bedarf. „Zur Einführung der neuen grafikfähigen Taschenrechner müssen wir uns zum Beispiel alles allein beibringen.“ bil


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HAZ,  19.04.2002  ->Lehrerfortbildung
Leere Kassen bei der Lehrerfortbildung
Politiker verlangen Fortbildungspflicht für Pädagogen, doch es fehlen schon jetzt Angebote 
  Hannover. Es ist eine beliebte Forderung von Politikern, wenn der "Bildungsnotstand" beklagt wird: Lehrer müssten sich mehr fortbilden. Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) verlangt sogar eine Fortbildungspflicht. Schon jetzt aber kann das Angebot der Schulbehörden mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Die Folge: Die Etats der Bezirksregierungen für die Lehrerfortbildung in diesem Jahr sind bereits seit Anfang Mai ausgeschöpft. Wie die weiteren Kursangebote finanziert werden sollen, steht in den Sternen.
   Lehrern haftet seit Jahrzehnten das Image an, wenig Interesse an Weiterbildung zu haben. Allerdings zu unrecht, wie die Fachleute in den Schulbehörden der Bezirksregierungen betonen. Seit die Zuständigkeit für die Kurse vom zentralen Institut für Lehrerfortbildung in Hildesheim auf die regionalen Behörden verlagert wurde, sei das Interesse an Kursen ständig angewachsen. In diesem Jahr gibt es zum Beispiel bei der Bezirksregierung Hannover bereits mehr als 1500 Anmeldungen. Im Vorjahr nahmen 3500 Lehrer an Fortbildungen teil, im Jahr 2000 waren es 1109.
    Der Etat ist aber nicht entsprechend aufgestockt worden. Im Gegenteil. Die Mittel für die Lehrerfortbildung in Niedersachsen seien in den Jahren 1992 bis 2002 auf nur insgesamt noch 1,6 Millionen Euro mehr als halbiert worden, kritisiert Bernd Busemann, stellvertretender CDU-Fraktionschef im Landtag. Nach seinen Angaben stehen für die Fortbildung pro Lehrer und Jahr nur noch 26 Euro zur Verfügung. "Dafür kann man bei einem Weiterbildungskursus noch nicht einmal die Türklinke in die Hand nehmen", sagt der
CDU-Bildungsexperte.  ....  

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