MUSIK
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Musik in Kita, Schule und Stadtteil

HAZ, 08.11.2006 Mehr Musik in den Kitas Gute Nachrichten zur musikalischen Früherziehung in Kindergärten: Das von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung mit 30 000 Euro finanzierte Modellprojekt „Singen, Spielen, Tanzen“, das bisher 240 Kinder in elf Kitas erreicht hat, wird voraussichtlich ausgeweitet.
HAZ, 05.11.2006 Therapie mit Hip Hop Schwerhörige Jugendliche singen und tanzen – und sogar eine eigene CD ist schon in Vorbereitung
HAZ, 22.04.2006 Goetheschule macht Musik
NP, 14.02.2006 Ein ganzer Stadtteil soll tanzen
StadtAnzeigerWest, 18.03.2004 Fast wie im wirklichen Leben
HAZ, 08.11.2006

Mehr Musik in den Kitas

Modellprojekt soll wachsen

Gute Nachrichten zur musikalischen Früherziehung in Kindergärten: Das von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung mit 30 000 Euro finanzierte Modellprojekt „Singen, Spielen, Tanzen“, das bisher 240 Kinder in elf Kitas erreicht hat, wird voraussichtlich ausgeweitet. „Wir befinden uns in Verhandlungen mit der Stadt und können noch keine Details nennen“, sagte Burkhard Huch von der Stiftung. „Aber das Projekt liegt uns am Herzen. Deswegen wollen wir auf jeden Fall noch mindestens drei Jahre weitermachen.“
Seit Februar arbeiten Kitas aus den Stadtteilen Hainholz, Vahrenwald, List, Sahlkamp und Vahrenheide eng mit der Musikschule Hannover zusammen. Ausgebildete Musiklehrer kommen einmal wöchentlich in die Kitas, um mit den Kleinen zu musizieren. Kosten pro Kind: fünf Euro im Monat. „Durch den sagenhaft günstigen Preis erreichen wir Kinder, deren Eltern sich Musikstunden sonst nie leisten könnten“, sagt Anne Schneider von der Kita im Freizeitheim Vahrenwald, in der fast 80 Prozent der Kinder aus Migrantenfamilien kommen.
Damit ist eines der wichtigsten Ziele des Projekts erreicht: Kinder an das Musizieren heranzuführen, die das aus dem Elternhaus nicht kennen. „Es geht um mehr als Musik. Musizieren fördert die Motorik, die soziale Kompetenz, die Intelligenz“, betont Musikschulleiterin Verena Tschirna. Leider, so ergänzt ihr Kollege Ulrich Beck, seien viele Erzieher nicht mehr in der Lage, eine solide musikalische Früherziehung in den Kitas zu gewährleisten. „Das liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten selbst nicht musizieren oder singen“, bestätigt Schneider.
Für Schuldezernent Harald Böhlmann ist das der Ansatzpunkt: Das Projekt „Singen, Spielen, Tanzen“ müsse dafür sorgen, dass Erzieher von Experten der Musikschule geschult werden. So werde eine Multiplikatorenwirkung erreicht und die Musik in den Kitas wieder etabliert, hofft Böhlmann. jul

Voller Stolz: Kinder zeigen im Freizeitheim Vahrenwald ihr Können. Wilde
HAZ, 05.11.2006 Therapie mit Hip-Hop

Schwerhörige Jugendliche singen und tanzen – und sogar eine eigene CD ist schon in Vorbereitung

Von Andreas Schinkel

Sie klatschen in die Hände, wippen rhythmisch mit dem Oberkörper, rufen „Yooo“. Die 14 Schüler von der Hartwig-Claußen-Schule in der Südstadt texten ein eigenes Rap-Stück, das sie im Dezember auf CD brennen. Eine zweite Gruppe übt parallel für eine Hip-Hop-Choreografie, die im kommenden Jahr präsentiert werden soll. Gesang und Tanz sind riesige Herausforderungen für die 15- bis 17-Jährigen, denn sie alle sind schwerhörig.
„Erstaunlich, wie gut es mit den Kids klappt“, sagt Rapper Björn Schulze, der jeden Montag eineinhalb Stunden mit den Schülern übt. Anfangs konnte er sich nicht vorstellen, mit hörgeschädigten Jugendlichen Lieder zu singen. Doch sind die Schüler der Förderschule Hören nicht völlig taub. „Ich höre die Basslinien und verstehe Björns Anweisungen“, sagt Kevin. Doch muss Schulze, der vor zwei Jahren mit Hainhölzer Jugendlichen die „Hannover Rapsody“ dichtete, jetzt einige Regeln beachten: Nicht zu laut sprechen, denn dann wird die Sprache verzerrt; die Jugendlichen anschauen, dann können auch die besonders Schwerhörigen die Worte von seinen Lippen ablesen, und kurze Sätze formulieren. „Bei einem der Schüler kommt die Musik immer leicht verspätet an. Da wird dann das Timing schwierig“, sagt der Rapper. Aber die Motivation der Jugendlichen sei ungeheuer groß.
Der Leiter der Hartwig-Claußen-Schule betont den therapeutischen Nutzen des Rap-Unterrichts. „Für Schwerhörige ist es äußerst schwierig, den Rhythmus der Sprache zu finden. Da hilft ein rhythmusbetonter Sprechgesang wie Rap sehr“, sagt Ulrich Hübner. Schwerhörige hätten aber nicht nur Probleme mit der Artikulation, auch ihre Motorik sei häufig beeinträchtigt. „Da hilft dann unser Tanzkurs“, sagt Hübner.
Tanzpädagogin Kathrin Helmerichs hat vorher nie mit Hörgeschädigten gearbeitet. „Ich muss jetzt leiser und ruhiger sprechen und vieles durch Gestik klar machen“, sagt sie. Einfache Hip-Hop-Tanzschritte, Drehungen auf dem Boden und Bewegungen mit einem Partner verknüpft sie zu einer komplexen Choreografie. „Manchmal geht das ganz schön schnell“, sagt Luisa. Aber Spaß mache der Unterricht allemal. Auch Helmerichs, die schon vielen Jugendlichen erste Hip-Hop-Schritte beibrachte, hat Spaß an der Sache. „Die Schüler hier hören besser zu, sie sind viel aufmerksamer“, sagt sie.
Das Projekt läuft noch bis zum 31. Januar kommenden Jahres. Auch danach möchte Schulleiter Hübner die beiden Hip-Hop-Profis weiter verpflichten. „Leider ist die Finanzierung noch nicht gesichert“, sagt er. Bisher wurden die Kurse von der Bürgerstiftung Hannover bezahlt.

Goetheschule macht Musik
HAZ, 22.04.2004   Goetheschule macht Musik        HANNOVER. Die Goetheschule lädt zum großen Musiktag ein. Sonnabendvormittag dreht sich am Franziusweg 43 (Nordstadt) alles um Bands, Chöre, Orchester, Percussion und Tanz.
Zwischen zehn und 12.30 Uhr können interessierte Jugendliche und ihre Eltern das umfassende Musikangebot des Gymnasiums kennen lernen. Für die Schüler, die neu auf die Schule kommen, also die jetzigen Viert, Fünft- und Sechstklässler, beginnt der Musikzweig neu.     Die Goetheschule arbeitet eng mit der Oper, Musikschulen und der Musikhochschule zusammen, so dass sich für begabte Schüler viele Möglichkeiten eröffnen. jul


NP, 14.02.2006   Ein ganzer Stadtteil soll tanzen   Von Nora Lysk
RapHANNOVER. Die Stimmung der Hainhölzer Realschüler kocht über. Fast ein halbes Jahr haben sie geprobt. Jetzt wollen sie zeigen, dass sich das Engagement ihres Lehrers Björn Schulze gelohnt hat. Wochenlang hat Schulze, der eigentlich gar kein Lehrer, sondern Rapper in der Hip-Hop-Kombo Hannover Robust ist, versucht, den Hainhölzer Jungen und Mädchen Rhythmusgefühl zu vermitteln. Im Deutschunterricht wurden die Texte geschrieben und später als Rap verpackt. Und nun stehen drei Klassen hinter der Bühne, zeigen nacheinander ihren rund 200 Mitschülern, was sie können.
Das Hip-Hop-Projekt an der Hainhölzer Geschwister-Scholl-Realschule ist nur eines von vielen engagierten Musikprojekten, die schon laufen oder in den nächsten Wochen in Hainholz starten werden – mit dem Ziel, nach und nach den gesamten Stadtteil zu musikalisieren.
Geleitet wird das Projekt von Morena Piro vom Bildungsnetzwerk Fluxus. Dort wurde die Idee, Hainholz zu musikalisieren, geboren. Im Rahmen des städtischen Programms „Soziale Stadt“. Knapp 30 Prozent der 6700 Hainhölzer sind Ausländer. Kinder und Jugendliche sind im Verhältnis zu anderen Stadtteilen deutlich überrepräsentiert. Ein Viertel der Hainhölzer lebt von staatlichen Leistungen. Das Programm „Soziale Stadt“ versucht in solchen Vierteln der sozialen Spaltung entgegenzuwirken und die Wohn- und Lebensbedingungen zu verbessern. Mit der Musik soll die soziale und kulturelle Bildung der Hainhölzer verbessert werden.
Seitdem arbeiten zum Beispiel die Hauptschüler der Karl-Jatho-Schule mit den Tänzern der Compagnie Fredeweß. In den örtlichen Kindertagesstätten wird Gesangs- und Gitarrenunterricht erteilt, „und demnächst werden wir auch in die Seniorenheime gehen“, sagt Piro. Zielgruppe sind nicht nur Schüler und Kindergartenkinder, sondern alle Hainhölzer. „Wir wollen jeden mit Musik erreichen“, erklärt Piro. „Da gehört der Kioskbesitzer genauso dazu wie der italienische Restaurantbetreiber oder der Bademeister.“
Das Freiwilligenzentrum hilft, die musikalische Fortbildung für Senioren zu organisieren. Die Stadt unterstützt das Projekt finanziell, und auch das Kultusministerium zeigt bereits Interesse. Der stellvertretende Vorsitzende des deutschen Musikrates, Professor Hans Bäßler, ist ebenso begeistert: „In Ländern wie Venezuela gehört Musik ganz selbstverständlich zur Sozialarbeit vor Ort“, sagt er. Und auch der traditionelle Musikunterricht könne von den Ideen in Hainholz nur profitieren. Er überlegt bereits, das Hainhölzer Projekt bundesweit stattfinden zu lassen.
Bei den Schulrappern findet er sicher Unterstützung – die Schüler sind begeistert von der Vorstellung, toben und klatschen. Und auch die Tänzer sind zufrieden: Hakan (15) steigt erschöpft von der Bühne der Aula: „Ziemlich toll. Vor allem die Klassengemeinschaft.“  www.fluxus-hannover.de
Rap-Text
Wir müssen härter als der Rest trainieren. Denn wir wollen gewinnen und nie verlier’n. Wir ham mehr Biss als ihr, wir ham mehr Stil als ihr. Wir werden nicht kassier’n, ihr werdet euch blamier’n
Rap-Text der Klasse 8a von der Geschwister-Scholl-Realschule in Hainholz

Fluxus
Fluxus ist ein Bildungsnetzwerk und Teil des Bundesprogramms „Lernende Regionen“. Ziel von Fluxus ist es, bisher benachteiligte und ausgegrenzte Gruppen an höherer Bildung teilhaben zu lassen. Dazu sollen neue Formen des Lernens entwickelt werden. In verschiedenen Themenwerkstätten wird an diesen Zielen gearbeitet. Die Werkstatt Musik und Bewegung, die das Projekt „Musik in Hainholz“ initiiert hat, ist im Musikzentrum Hannover angesiedelt. Die Projektleiterin ist Morena Piro.

Soziale Stadt
Das Programm „Soziale Stadt“ wurde als Bund-Länder-Gemeinschaftsinitiative 1999 gestartet. Ziel ist es, die zunehmende soziale und räumliche Spaltung in Städten aufzuhalten. Derzeit wird in rund 230 deutschen Städten die Stadtteilentwicklung durch das Programm „Soziale Stadt“ beeinflusst. Ziel ist, die Wohn- und Lebensqualität in den Stadtteilen zu verbessern. „Soziale Stadt“ will auch das Image von Stadtteilen wie Hainholz erhöhen und die Identifikation der Einwohner mit ihrem Viertel stärken.

Foto: Tanzen stärkt den Zusammenhalt: Die Hip-Hopper der Hainhölzer Realschule bereiten sich auf ihren Auftritt vor. Foto: Behrens

Fast wie im wirklichen Leben
Till Komma Stadt-Anzeiger West, 18.03.2004  Theater  / Musik  Fast so wie im wirklichen Leben    Das vorwiegend junge Publikum im Musikzentrum in der Emil-Meyer-Straße war sich am Schluss der Vorführung einig: „Klasse gemacht!“ Offenbar sprach das Streetmusical „Jugend(frei)!“, das bereits eine Woche zuvor in Linden Premiere gefeiert hatte, auch die Jugendlichen in Vahrenwald an. Wen wundert’s? Schließlich stammen die Geschichten in dem Bühnenstück aus dem Leben junger Menschen und werden auch von Zwölf- bis 19-Jährigen, vorwiegend aus Linden, auf die Bühne gebracht.         Der Inhalt des Stückes ist schnell erzählt: Mike und Melanie sind verliebt und stecken bis zum Hals in Schwierigkeiten. Melanie, die erst 15 Jahre alt ist, traut sich weder ihrem Freund noch ihren Eltern zu erzählen, dass sie schwanger ist. Mike hingegen hat keinen Job und lässt sich aus Geldnot auf Drogengeschäfte ein. Drumherum gibt es zahlreiche kleine Episoden, die sich um die Probleme von Jugendlichen drehen. Dabei geht es vor allem um die Themen Gewalt und Drogen sowie Liebe und Freundschaft. Vieles davon könnte sich so oder so ähnlich auch im wirklichen Leben abspielen, die Szenen des Musicals sind jedoch frei erfunden.         „Im richtigen Leben geht es zum Glück nicht so turbulent zu“, sagt Anne-Kathrin, die im Stück Melanie heißt und eine von insgesamt 50 Mitwirkenden ist. Für das Stück, in dem Theater, Musik und Tanz miteinander verknüpft sind, haben die einzelnen Gruppen aus dem zehnten Jahrgang der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden und aus dem Jugendzentrum Posthornstraße mehr als sechs Monate lang Woche für Woche geprobt. Und auch manches Wochenende wurde gern dafür geopfert. Unterstützt wurden die Jugendlichen von elf pädagogischen und künstlerischen Fachleuten. So half beispielsweise Kerstin Georgi, eine Bühnenbildnerin des Ballhofs, beim Entwerfen des Bühnenbildes, und zwei Theaterpädagogen entwickelten mit den Zehntklässlern aus dem Theater-Wahlpflichtkurs der IGS den dramaturgischen Aufbau der Geschichte. „Wir haben lange an den einzelnen Parts gefeilt, damit alles gut zusammenpasst“, sagt Pädagogin Christiane Brettschneider, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Björn Klomp die jugendlichen Schauspieler schulte.           Die Idee für das Theaterprojekt gegen Gewalt war vor einem Jahr im Jugendzentrum Posthornstraße in Linden-Süd entstanden. „Wir wollten etwas gegen den allgemeinen Freizeitfrust machen“, sagt Sozialpädagogin Christina Glahn. Die Interessen vieler Jugendlicher sollten in einem großen Projekt zusammengebracht werden. Um das Musical aber verwirklichen und schließlich aufführen zu können, brauchten die Mitarbeiter des Jugendzentrums finanzielle Hilfe. Die bekamen sie von zahlreichen Sponsoren, wie beispielsweise dem Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, der niedersächsischen Lottostiftung oder dem Förderverein der IGS Linden. „Das Ergebnis belegt den Erfolg dieser Arbeit“, meint Matthias Pfau, Lehrer an der IGS. lo          Weitere Aufführungen gibt es am Donnerstag, 18. März, im Unabhängigen Jugendzentrum Glocksee und am Freitag, 19. März, in der IGS-Linden. Beide Aufführungen beginnen um 19.30 Uhr.    BILD: In ihrem Streetmusical verknüpfen die jungen Darsteller Theater, Musik und Tanz miteinander.      Heuer
Musikerziehung fördert Lernen und soziales Verhalten
Düsseldorf/Gütersloh, 26. September 2003
Musikerziehung fördert Lernen und soziales Verhalten
Bertelsmann Stiftung und Schulministerium stellen Projektergebnisse vor

Musik beeinflusst die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Intensive Musikerziehung wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit, das soziale Verhalten von Kindern und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb einer Schule aus. Das zeigt die Auswertung des Fortbildungsprojektes für Lehrkräfte und Erzieher “Förderung der Musikkultur bei Kindern” der Bertelsmann Stiftung und des NRW-Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder. Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer und Liz Mohn, Präsidiumsmitglied der Stiftung, stellten die Ergebnisse heute gemeinsam mit Rita Süssmuth, Kuratoriumsmitglied der Bertelsmann Stiftung, vor. 

“Musikerziehung bedeutet, Toleranz zu fördern. Musizieren bedeutet, Gemeinschaft zu leben. Diese Eigenschaft macht Musik zu einem unverzichtbaren Bindeglied für unsere Gesellschaft”, sagt Liz Mohn. Es sei wichtig, mit der Musikerziehung in Kindergärten und Schulen anzusetzen, denn nur dort erreiche man alle Kinder. Ministerin Ute Schäfer hob die Bedeutung des Musikunterrichts für die Schulen hervor: “Musik ist gut für das Gesamtklima einer Schule.” Musik könne helfen, Gemeinschaft auch in heterogenen Schülergruppen herzustellen und individuelle Lernprozesse zu fördern. “Wir werden die Erkenntnisse aus dem Projekt in unsere Fortbildung übernehmen und sie so allen Schulen zur Verfügung stellen.” Rita Süssmuth, Kuratoriumsmitglied der Bertelsmann Stiftung, unterstreicht: “Musik überwindet Barrieren, sie stärkt die Demokratie. Diesem Wert für das Individuum und die Gesellschaft müssen alle am Bildungsprozess Beteiligten Rechung tragen.”

Ziel des 1998 begonnenen Projektes war es, Lehrer und Erzieherinnen zu qualifizieren und die Kin­der durch intensive Musikerziehung zu fördern. Fünf Schulen und zwölf Kindergärten in NRW wa­ren an dem Projekt beteiligt. Lehrkräfte und Erzieherinnen besuchten über vier Jahre regelmäßige Fortbildungen. Die Seminare setzten sich aus verschiedenen Modulen zusammen: von Rhythmus­training, Stimmbildung, Gitarrenunterricht und Harmonielehre bis hin zur Entwicklung schuleige­ner Lehrpläne. 

Das Projekt wurde vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn wissen­schaftlich begleitet. Interviews mit den beteiligten Lehrern, Erzieherinnen und Kindern belegen, dass das Projekt von allen Seiten positiv bewertet wird. Die Fakten bestätigen diesen Eindruck: Während in vergleichbaren Klassen im Durchschnitt fünf Kinder ein Instrument spielen, waren in den Projektklassen durchschnittlich zehn. Während sonst etwa fünf Kinder Noten lesen können, wa­ren es im Projekt 15. Insgesamt zeigen die Kinder ein auffällig größeres Interesse an Musik.

Die Musikerziehung wirkte sich auch auf das allgemeine Lern- und Sozialverhalten aus: Viele Kin­der konnten sich besser konzentrieren als zuvor, zeigten ein größeres Selbstbewusstsein, mehr Aus­geglichenheit und Gemeinschaftsgefühl. Auch die Kompetenz und die Einstellung der Lehrer zur Musik haben sich verändert. Der Kassettenrecorder kommt seltener zum Einsatz, stattdessen wird im Unterricht mehr selbst gesungen, musiziert und getanzt. Weiterhin hat das Projekt gezeigt, dass die Integration ausländischer Kinder gefördert werden kann, denn Musik und Tanz machen es aus­ländischen Kindern leichter, Empfindungen auszudrücken und Sprachbarrieren zu überwinden. Die aus dem Projekt entwickelten Lehrmaterialien und Unterrichtsvorschläge werden im kommenden Jahr zur allgemeinen Fortbildung veröffentlicht.

Rückfragen an: Julia Schormann, Bertelsmann Stiftung, Telefon: 0 52 41 / 81-81 495

Christiane Vielhaber, NRW-Ministerium für Schule, Jugend und Kinder, Telefon: 0 211 / 896-3505 

mehr    http://www.bertelsmann-stiftung.de/press/item.cfm?lan=de&nId=14&aId=11161
 

NP, 10.05.2003 Musik:  Junge Künstler musizieren auf vier City-Bühnen  Hannover. Meike Korittko (13) zittert vor Kälte. "Aber ich habe kein Lampenfieber", sagt sie. Denn sie ist bereits das zweite Mal bei "Music in Town" (Jugendmusikfestival) dabei. In der Big Band der IGS List spielt sie Querflöte. "Ich habe von Anfang an Jazz gespielt. Klassik wäre nicht mein Ding", betont sie. Aber es geht nicht los auf der Bühne am Ernst-August-Platz. Noch fehlen die Notenständer.        Ganz anders geht es ihrer Schulkameradin Katinka Kühn. für die 13-Jährige ist es der erste große Auftritt. Heute spielt sie Keyboard, aber angefangen hat sie mit Klavier. "Wenn man so lange allein gespielt hat, muss man sich in der Gruppe ganz schön umstellen", sagt sie.      Begeistert sind die Schüler von ihrem Musiklehrer Johannes Koch (52). "Bei ihm machts richtig Spaß, weil er nicht so streng ist", sagen die jungen Musiker übereinstimmend.    Das Jugendmusikfestival findet noch bis Sonntag auf den Bühnen am Ernst-August-Platz, am Kröpcke, am Schillerdenkmal und an der Oper statt.    sta
Musik: HANNOVER - NACHRICHTEN     Morgen zieht die Karawane
Masala und die HAZ laden Kinder zum Zug durch die Stadt ein
   Morgen geht’s los: Dann startet die zweite Kinderkarawane, die das diesjährige Masala Weltmusikfestival einläuten wird. Um 15 Uhr geht es vom Ballhofplatz quer durch die City bis zum Weißekreuzplatz, wo die afrikanische Band Adesa Karawanenkinder und -kamele erwartet. Schon vorher treffen sich um 14.30 Uhr viele Kinder- und Musikgruppen auf dem Platz, um unter der Leitung von Kinderliedermacher Unmada Manfred Kindel die eigens für die Karawane komponierten Lieder noch einmal zu proben. Die HAZ präsentiert die Kinderkarawane und lädt zusammen mit den Masala-Festivalmachern alle Kinder im Vor- und Grundschulalter ein – auch wenn sie noch kurz entschlossen mitmarschieren möchten.
   Natürlich kommen auch die Kamele wieder. Fünf von diesen Wüstentieren werden vor den Kindern durch die Stadt ziehen. Die Veranstalter hoffen, dass dieses Mal noch mehr als die 2000 Kinder aus dem vergangenen Jahr mitlaufen.
   Ebru, Esra, Tobias, Güngör und Gözde sind jedenfalls schon sehr aufgeregt. Sie haben zusammen mit anderen Kleinkünstlern aus der Lindener Kinderwerkstatt Kreofant einen großen und zwei kleine Kreofanten aus Pappmaché für die Karawane gebastelt. 
   Neben Doris Schröder-Köpf, Edelgard Bulmahn und Regionspräsident Michael Arndt haben auch das Kinder-Sambaorchester, der Kinderchor der Oper, das Scharniertheater, das Figurentheater Marmelock, Clown Fidolo und der Kinderzirkus Chiccolino aus der Wedemark ihr Kommen angekündigt. Letzterer bringt Esel, Schafe und Ponys mit, damit die Kamele sich nicht so allein    vorkommen zwischen all den kostümierten, trommelnden und singenden Kindern. Gegen 17 Uhr wird der Zug am Weißekreuzplatz eintrudeln. Dann beginnen mit der Band Adesa aus Ghana gut zwei Wochen Weltmusik à la Masala.     kat
   (HAZ,06.0.2002)  Veröffentlicht 05.06.2002 22:59 UHR
Musik: Weltmusik als Uni-Lehrstoff  Hannover. "Kulturelle Arroganz" nennt Raimund Vogels das fehlende Verständnis vieler Menschen für die Musik fremder Kulturen. Mit vier weiteren Professoren der Musikhochschule hat der Musikethnologe deshalb ein "Studienzentrum Weltmusik" gegründet.   Es soll zu einem Treffpunkt für Musiker aller Nationen werden. Besonders wichtig sind Vogels Kooperationen mit der "Hebrew University" in Jerusalem und der "University of Ghana". Im August starten 15 Studenten nach Ghana. Dort tauchen sie in die Geheimnisse des afrikanischen Gesangs und Tanzes ein.  Auch Laien können sich ein Bild vom Institut machen. Für das Masala-Festival des Raschplatz-Pavillons (7. bis 23. Juni) sind ein Konzert mit vietnamesischen Musiker und ein Vortrag über afrikanische Popmusik geplant. kat. (HAZ, 18.03.2002)
Musik: Samba-Festival: Fr, 7.6.2002 - Sa, 8.6.2002
Die Samba-Band der IGS Linden  "Vamos Sambar" lädt zum Samba-Festival mit zahlreichen anderen Gruppen ein: Am Freitag, den 7.6.2002, beginnt das Samba-Festival im Forum der IGS Linden "Einheizen" für Samba-Festival. Am Samstag, den 8.6.2002, gibt es einen musikalischen Umzug durch Linden, von der IGS-Linden zur Faust. Am Abend ann ab 21.00 Uhr die Samba-Nacht in der 60er-Jahre-Halle auf dem Faust-Gelände.
Musik: 1336 junge Musiker starten Weltrekordversuch als größte Big-Band
1336 junge Musiker aus 25 niedersächsischen Schulen haben am Sonnabend einen Rekordversuch als größte Big-Band der Welt gestartet. „So etwas hat es noch nie gegeben”, freute sich Veranstalter Klaus Eberitzsch. Die Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis dreizehn Jahren hätten alle gemeinsam Beethovens „Ode an die Freude” gespielt. „Und es hat richtig gut geklungen.” Insgesamt beteiligen sich 25 Schulen aus Niedersachsen. Die Organisatoren sind sich sicher, dass sie mit dieser Aktion ins Guinnessbuch der Rekorde kommen werden.   (HAZ, 27.05.2002)
Am Sonnabend war auf der Lister Meile der zweite Bläserklassentag, veranstaltet vom Landesmusikrat, vom Kultusministerium und von der iGS List. Die Schüler spielen von 10:30 Uhr an  halbstündlich auf fünf Bühnen an der Lister Meile. Am Weißekreuzplatz startet gegen 16 Uhr auc der Weltrekordversuch des vermutlich größten Blasorchesters, das je aufgetreten ist: 1336 Schüler aus ganz Niedersachsen bilden die "größte Bigband der Welt".  (HAZ, 24.05.2002)  mehr...

Musik: Familie Meier im Visier Von der umstrittenen Femseh-Show „Big Brother - Du bist nicht allein" war hier zu Lande noch nicht die Rede, als eine Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden voriges Jahr die etwas andere Show herausbrachte. Die Musikklasse 9c und ihre Lehrer Maria Grotemeier und Hans Gierscheck hatten mit „Watch Werbung" den richtigen Riecher. (Stadt-Anzeiger, 09.03.2000) ... mehr
Musik: An der IGS Linden gehören Computer, Tanz und Theater zum UnterrichtFreiwilllig am Wochenende zur Schule ? 300 Schüler besuchten am Sonnabend die Integrierte Gesamtschule (IGS) Linden. Sie kamen mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür.
Jana Meyer und Arlen Lücke (beide 9) sind fasziniert: Voller Eifer sitzen sie vor einem der 15 Rechner im Computerraum.  (NP, 07.02.2000)... mehr

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