PISA  -  Dokumentation des Stadtelternrates Hannover
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POSITIONEN als PDF:  Position des AK Grundschule zur Schulreform (379 KB)Umfrage des AK Grundschule zu Berichtszeugnissen (80 KB)    ... zur Teilnahme an Sitzungen (80 KB)    ...  mehr zum und aus dem AK Grundschule  * UNTERSUCHUNGEN ZU  LESEN als PDF:    Der vertiefende Länderbericht der PISA-Studie  (446 KB)  (von  www.mpib-berlin.mpg.de );  die  Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (539 KB)   (von www.erzwiss.uni-hamburg.de/IGLU/home.htm );   Gemeindefinanzreform - ein Vorschlag der Bertelsmann-Stiftung  (321 KB)  (von www.bertelsmann-stiftung.de );   PISA-E (Vergleich der Bundesländer);   PISA
       
Mo, 12. Februar, 19:30 Uhr, "Pisa in Stockholm" - Ein Einblick in das schwedische Schulsystem

Jessica Löser, Raum des Forums für Politik und Kultur, Zinsser-Halle, 1. OG, Faust-Gelände, Zur Bettfedernfabrik 3


Die PISA-Studien haben deutlich gemacht, dass der Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft in Deutschland besonders ausgeprägt ist. Häufig scheitern Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem. Diese Schülerschaft erzielt in Schweden weitaus bessere Ergebnisse.
In dieser Veranstaltung wird der Blick auf unser Nachbarland Schweden gerichtet: Wie ist das Schulsystem aufgebaut? Welche Einwanderer kommen vorwiegend nach Schweden? Was machen die Schweden anders? Wie stellen sie sich auf die sprachliche Vielfalt ein?

Jessica Löser, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leibniz- Universität Hannover, hat ein Forschungsprojekt an schwedischen Schulen durchgeführt.

 

PISA-LOGO

03.11.05:  Zusammenfassung des zweiten Vergleichs der Länder in Deutschland:
PISA 2003: Ergebnisse des zweiten Ländervergleichs - Zusammenfassung
Buch: http://pisa.ipn.uni-kiel.de/PISA2003_E_Zusammenfassung.pdf (pdf-Datei, ca 1,3 MB

PISA-Konsortium Deutschland (Hrsg):
PISA 2003. Der zweite Vergleich der Länder in Deutschland - Was wissen und können Jugendliche?
http://www.ipn.uni-kiel.de/aktuell/buecher/pisa03_e_Bericht.html
Münster: Waxmann-Verlag, ISBN: 3-8309-1560-8, 414 Seiten, Preis: 19,90 €.

Die Ergebnisse des internationalen Vergleichs von PISA 2003 sind hier nachzulesen:
Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse aus PISA 2003
http://pisa.ipn.uni-kiel.de/Ergebnisse_PISA_2003.pdf  (pdf-Datei, ca. 224 KB)

Kurzzusammenfassung
http://pisa.ipn.uni-kiel.de/Kurzfassung_PISA_2003.pdf  (pdf-Datei, ca. 44 KB)


Busemann mit GSHAZ, 01.11.2005   Niedersachsens Eltern fordern Förderstunden  Neue Pisa-Auswertung entfacht Bildungsdebatte: Wie kann Schülern aus sozial schwachen Familien geholfen werden?
HAZ, 01.11.2005   "Eltern müssen helfen"   Kinder aus Arbeiterfamilien haben schlechtere Chancen, es bis zum Abitur zu schaffen – dieses Ergebnis der neuen Pisa-Studie ist für die Lehrerschaft in Hannover keine Überraschung. „Dazu brauche ich keine Pisa-Studie
NP, 01.11.2005   PISA-Studie: Busemann nimmt Eltern in die Pflicht   Minister: Sie sind in erster Linie zuständig für Bildung ihres Kindes. SPD und Grüne fordern Schulreform 
NP, 01.11.2005   Pisa: Wo gehts raus aus der Krise ?  Mehr Förderung für Schüler.   Der Weg aus dem Pisa-Tal dauert für den Kultusminister noch zehn Jahre. Andere fordern daher eine radikale Bildungsreform.
NP, 01.11.2005   "Mindestens zehn Milliarden in die Vorschulförderung"     Erziehungswissenschaftler Dieter Lenzen, Präsident der Freien Uni Berlin, fordert im NP-Interview Förderprogramme für den Vorschulbereich.
NP, 01.11.2005   "Grüne rügen "bayerischen Holzweg"    Die Opposition im Landtag hat als Reaktion auf die neuen Pisa-Ergebnisse eine Korrektur der Bildungspolitik gefordert.
HAZ, 31.10.2005   Pisa-Studie: Chancengleichheit ungenügend  Deutsches Schulsystem versagt bei der Förderung von Arbeiter- und auch Migrantenkindern.   Von Karl-Heinz Reith     Berlin. Die deutsche Schule hat erneut ein vernichtendes Pisa-Zeugnis erhalten: Chancengleichheit ungenügend. Die soziale Herkunft entscheidet in Deutschland immer stärker über den Schulerfolg eines Kindes.
NP, 31.10.2005     Neuer Pisa-Schock: Arme Kinder haben kaum eine Chance   Wieder ein Pisa-Schock: Die soziale Herkunft entscheidet in Deutschland immer stärker über den Schulerfolg eines Kindes. ...Danach hat selbst bei gleichem Wissensstand und Lernvermögen ein 15-jähriger Schüler aus reichem Elternhaus eine viermal so große Chance, das Gymnasium zu besuchen und damit das Abitur zu erlangen, wie ein Gleichaltriger aus einer ärmeren Familie. ..

HAZ, 22.11.2004


PISA-2004
PISA bestätigt: Deutschland nur Mittelmaß  ....  Drei Jahre nach der ersten Pisa-Studie bestätigt die Untersuchung: In keinem anderen vergleichbaren Staat der Welt hängt der Schulerfolg so stark von Einkommen und Vorbildung der Eltern ab wie in Deutschland. Das deutsche Schulsystem versagt nach dem Fazit der Forscher bei der Förderung von Arbeiter- und Migrantenkindern. ...   Erschreckend hoch ist der Anteil so genannter Risikoschüler. Mehr als 22 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland können der neuen Pisa-Studie zufolge einfachste Texte nicht lesen und verstehen. ....
NP, 22.11.2004

PISA-2004
Deutschland hat kaum dazugelernt  Wieder schlechte Noten bei Pisa-Test   VON ALEXANDER DAHL      HANNOVER.   ...  Erschreckend: Rund 22 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland können selbst am Ende ihrer Schulausbildung selbst einfachste Texte nicht lesen und auf dem Niveau der Grundschule rechnen. Und: In keinem anderen Land hängt die Schulkarriere mehr von der Herkunft ab als in der Bundesrepublik. Je besser die Eltern gebildet sind, desto eher macht ein Kind hier zu Lande Abitur. ...
NP, 22.11.2004


PISA-2004
Bildung in Not    Kein heilsamer Schock  Von Ulrich Neufert        Wieder nur Mittelmaß.  .... Unser Schulsystem begünstigt eindeutig Kinder, die aus guten sozialen Verhältnissen stammen und Deutsche sind.  ...   Bildung sichert nicht nur die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes, sondern sie ist ein direkter Beitrag zur inneren Sicherheit unserer Gesellschaft. Sie ist der Schlüssel zur Integration der Kulturen, die in Deutschland existieren.  ...Kein ernsthafter Politiker wird diesem Satz widersprechen. Das aber ändert wenig: Schule, Ausbildung und Universitäten sind unterfinanziert geblieben. Richtig heilsam war bisher noch kein Pisa-Schock...  
NP, 22.11.2004


PISA-2004
Miese Noten in Mathematik         Deutschland beim zweiten SCHÜLERTEST wieder nur Mittelmaß. Kinder von Arbeitern und Ausländern zu wenig gefördert. Forscher kritisieren Schulstruktur.        ....  Was aber die Wissenschaftler erneut alarmiert: In keinem anderen vergleichbaren Industrieland der Welt hängt der Schulerfolg so stark von Einkommen und Vorbildung der Eltern ab wie in Deutschland. Immer deutlicher zeigt sich, dass dies eine Folge der frühen Selektion von Zehnjährigen auf die unterschiedlichen Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium ist....      Erschreckend hoch ist der Anteil der Risikoschüler. ...   Erwartet wird nun, dass Pisa II wieder eine Diskussion um die Schulstruktur entbrennen lässt.  ...   Pisa jedenfalls hat die Mär von der Überlegenheit des deutschen, gegliederten Schulwesens gründlich widerlegt...  
NP, 22.11.2004 41 Nationen beim Leistungstest dabei  In Deutschland wurden im Frühjahr 2003 rund 50 000 Schüler im Alter von 15 Jahren getestet. Schwerpunkt war Mathematik.  
ZEIT,
14.10.2004

PISA:  Vierfach bestraft - Was die Kultusminister ignorieren: Das gegliederte Schulsystem diskriminiert Kinder aus der Unterschicht. Deshalb muss es schrittweise abgeschafft werden ...
Die Welt, 16.06.2003 PISA  /  Bremen : SPD und CDU einigen sich auf Schulreform ...  In Zukunft sollen im Grunde zwei Systeme gleichberechtigt nebeneinander stehen: Die Gesamtschule und die frühe Aufteilung der Kinder auf die drei Zweige Gymnasium, Haupt- und Realschule. ... Die sechsjährige Grundschule ist zumindest flächendeckend erstmal vom Tisch.... Aber: Die bestehenden Modellversuche werden fortgesetzt, bei entsprechender Elternnachfrage können bis zu vier weitere dazukommen. Die Gesamtschulen, die so genannten integrierten Stadtteilschulen, werden wegen steigender Anmeldezahlen ausgebaut - drei neue Standorte soll es geben. Dies war eine Kernforderung der SPD. An den Schulzentren werden Haupt- und Realschule bis zur achten Klasse zusammengelegt, danach gibt es bis Klasse zehn zwei getrennte Bildungsgänge bis zum Abschluss. ...  Erhalten bleiben die durchgängigen Gymnasien und die Gymnasialabteilungen an den Schulzentren. Das Abitur sollen die Schüler nun allerdings schon nach der zwölften Klasse ablegen ...  mehr ...
PISA  /  Hamburg  : Tageszeitung,  03.06.2003 Eine Schule für alle   Handwerkskammer-Geschäftsführer Jürgen Hogeforster fordert eine neunjährige Grundschule. Experten kritisieren in einer Broschüre der GAL das neue Schulgesetz. Das Fazit der Fachleute: Dies ist die falsche Antwort auf PISA  ....     Neu ist, dass mit Handwerkskammer-Geschäftsführer Jürgen Hogeforster auch die Wirtschaft hier Partei ergreift. "Schulsysteme müssen fördernd statt selektiv ausgerichtet werden", schreibt Hogeforster und fordert eine neunjährige Grundschule für alle Schüler, die erst im Anschluss ab Klasse zehn auf Lehre, Gymnasium oder ein neues berufliches Gymnasium aufgeteilt werden. Ein entsprechendes Modell hat der baden-württembergische Handwerkstag bereits verabschiedet.....     Dass ausgerechnet das Handwerk mit dem dreigliedrigen Schulsystem hadert, liegt daran , dass es viel mit den Verlierern in Berührung kommt. 30 Prozent der Lehrstellen seien unbesetzt, weil "negative Erfahrungen wegen schlechter Vorbildung" die Ausbildungsbereitschaft reduzierten, schreibt Hogeforster. Rund 15 Prozent der Lehrstellenbewerber seien gar "nicht vermittelbar".      Das Leistungsniveau von Schülern im dreigliedrigen System sei "deutlich geringer" als in Ländern ohne diese frühe Selektion  .... mehr ...
Frankfurter Rundschau, 21.05.2003  / Pisa:Andreas Schleicher: Riskante bildungspolitische Fahrt im Nebel Der Bildungsforscher Andreas Schleicher über Versäumnisse nach Pisa und Fehler eines Zwei-Säulen-Schulmodells  ...  Die Zusammenschau der Ergebnisse von Pisa und Iglu zeigt aber klar, dass das Ziel der frühzeitigen Differenzierung, nämlich leistungsschwächere und leistungsstärkere Schüler durch Trennung in verschiedene Schulformen optimal zu fördern, verfehlt wird. Weder werden in den Hauptschulen leistungsschwächere Schüler besonders gut gefördert, noch ergibt die Auslese der vermeintlich leistungsstärksten Leser für das Gymnasium eine zufrieden stellende Leistungsspitze. Schaut man genauer hin, zeigt sich auch, dass Kinder mit ähnlichen Iglu-Leistungen sehr unterschiedliche Beurteilungen in Form von Lese- und Deutschnoten sowie Übergangsempfehlungen für weiterführende Schulformen erhalten. Das bedeutet, dass viele junge Leute, die eigentlich zur Leistungsspitze gehören, nie eine Chance bekommen. Da liegt der Denkfehler. ...    mehr ...
Wieder schlechte Noten für deutsche Schulen
HAZ, 27.02.2004   Wieder schlechte Noten für deutsche Schulen  Berlin/Brüssel (dpa).  Der erste Europäische Bildungsbericht belegt erneut den Reformbedarf an deutschen Schulen. Während im Schnitt der 15 EU-Mitglieder 17,2 Prozent der 15-Jährigen Probleme beim Lesen und beim Textverständnis haben, sind dies in Deutschland 22,6 Prozent.  Schlechter sind die die Schüler nur noch in Griechenland (24,4), Portugal (26,3) und in Luxemburg (35,1). Dies geht aus dem am Donnerstag bei einer Jugendministerkonferenz in Brüssel erstmals vorgelegten EU-Bildungsvergleich hervor. Beim Fremdsprachenlernen liegen deutsche Schüler mit 1,4 Sprachen leicht unter dem EU-Schnitt. (1,5) 
Neue Studien:  "Element"  und  "PISA - Mathe"
Die Welt, 25.04.2003   ElementNeue Studie soll Deutsch und Mathe in Grundschulen verbessern  ... Von Juni 2003 bis Mitte 2005 sollen an 69 Grundschulen und 2 Gesamtschulen mit Grundschulzweig die Lernfortschritte von rund 5000 Schüler der Klassen 4 bis 6 verpflichtend getestet werden. ... In der so genannten Längsschnitt-Studie können die Schüler über fast drei Jahre lang im Entwicklungsstand in Deutsch und Mathematik überprüft werden.    mehr ...
Spiegel Online, 23.04.2003  PISA-MatheNeue Pisastudie: Matheschüler müssen ran  Die Pisa-Studie geht in die zweite Runde. Jetzt stehen nach der Lesekompetenz die Rechenkünste auf dem Prüfstand. Deutschlandweit müssen 57.000 Schüler im Alter von 15 Jahren ran.  ... mehr ...
IGLU: Interview - Note: Zwei minus
Die Zeit, 10.04.2003   PISA  / IGLU:   Ganz dicht dran  Deutschlands Schüler könnten Spitze sein, wenn ihre Talente nicht in den weiterführenden Schulen verkümmerten. Das zeigt die internationale Grundschulstudie Iglu ... Dabei dürfen Deutschlands geprügelte BildungspolitIker und Lehrer angesichts der Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung erstmals wieder hoffen. ... Die Revolution wird nicht stattfinden, ein schrittweiser Kurswechsel jedoch ist möglich. Wenn das gegliederte System nicht zur Disposition steht, dann muss es abgemildert werden, keinesfalls jedoch verschärft. Deshalb ist es ein Fehler, dass Niedersachsen zum klassischen gegliederten System zurückkehrt oder dass Bayern plant, schon in der fünften Klasse die Haupt- und Realschüler voneinander zu trennen.   Sinnvoll wäre stattdessen, wie es andere Länder mit Erfolg vorführen, alle Kinder länger als vier Jahre gemeinsam zu unterrichten.  mehr...
 Die Zeit, 10.04.2003   PISA  / IGLU:   Interview -  Note: Zwei minus Deutsche Grundschüler lesen gut – und landen oft trotzdem auf der falschen Schule. Fragen an den Iglu-Experten Wilfried Bos    ...   zeit: Wäre es nicht besser, ganz auf das gegliederte System zu verzichten?  Bos: In seiner jetzigen Form zumindest hat es versagt. Es verspricht, im Gymnasium eine Elite hervorzubringen und die schwächeren Schüler ihrer Begabung nach optimal zu fördern. Die Realität sieht anders aus: Wir haben am Ende der Schulzeit überproportional viele schwache Schüler, und an der Leistungsspitze stehen wir im internationalen Vergleich auch nicht gut da. zeit: Also abschaffen? Bos: Es bringt wenig, allein flächendeckend Gesamtschulen einzuführen und im Unterricht alles beim Gleichen zu belassen. Die pädagogische Diagnostik muss auf jeden Fall verbessert werden, und über die Einführung von Bildungsstandards wird man nachdenken müssen. Die Sekundarstufenlehrer müssen besser lernen, mit unterschiedlichen Schülern umzugehen. Will man am gegliederten System festhalten, muss man die Durchlässigkeit des Systems auch nach oben radikal erhöhen. So wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. mehr ...
PISA-Koordinator erhält Theodor-Heuss-Preis
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2003  / Pisa:Pisa-Koordinator erhält Theodor-Heuss-Preis   Andreas Schleicher, der Hauptverantwortliche für die Pisa-Untersuchung bei der OECD, erhält in Stuttgart den undotierten Heuss-Preis.   „Wir brauchen ein flexibleres System, das es Schülern aller Altersstufen ermöglicht, zwischen den Schultypen zu wechseln.“ Und: „Im Mittelpunkt sollte das Lernen stehen, nicht das Ein- und Aussortieren der Schüler.“ mehr ...
Stuttgarter Zeitung, 14.04.2003  / Pisa: "Es ist absurd, Viertklässlern zu sagen: Ihr werdet Maurer!"Gute Noten für die Eltern, schlechte Noten für die Politik - Ein Gespräch über die Bildungsmisere mit dem Pisa-Chef Andreas Schleicher  Der Pisa-Koordinator Andreas Schleicher (38) hat in Stuttgart den Theodor-Heuss-Preis erhalten. Im Gespräch mit Marcus Sander und Michael Trauthig empfiehlt er, die Grundschulzeit zu verlängern und Studiengebühren einzuführen. .... Soll das dreigliedrige Schulsystem bleiben?  Die Strukturen sind zweitrangig. Wir brauchen erst eine strategische Vision für die nächsten zehn, zwanzig Jahre. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das dreigliedrige Schulsystem die Herausforderungen des Jahres 2020 meistern kann.  ... mehr ...
Sindelfinger,Böblinger Zeitung, 14.04.2003  / Pisa:Der Mann, der den Pisa-Schock auslöste Theodor-Heuss-Preis für Bildungsforscher Schleicher - Bulmahn will Reformen   Die Debatte ist in vollem Gange. Das zeigte der Auftritt von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bei der Preisverleihung. Bulmahn nutzte die Bühne für einen Appell, das Bildungssystem in einer ¸¸gemeinsamen Kraftanstrengung'' zu reformieren. Ganztagsschulen sind für sie der ¸¸angemessene Rahmen einer neuen Bildungskultur'', in der die individuelle Förderung im Mittelpunkt steht. Das dreistufige Schulsystem stellt sie in Frage, weil es ¸¸individuelle Bildungsnachteile zementiert''. Die Schulempfehlung am Ende der vierten Klasse hält sie für fehlerhaft und ungerecht. ...   mehr ...
"Pisa als Chance''   Ruf nach Neuausrichtung     Stuttgart - Der Koordinator der Pisa-Studie hat bei der Preisverleihung ein Plädoyer für eine strategische Neuausrichtung der Bildungssysteme gefordert. Hier Auszüge: 
Pisa bietet eine neue Chance für Veränderungen ...   Die Zukunft braucht Lehrer als Experten, die Schüler begleiten und dabei unterstützen, durch Denken und Handeln selbstständig und kooperativ zu lernen. ....   Die Zukunft braucht Lehrer, die Lernpfade individualisieren und Schüler dazu befähigen, gemeinsam und voneinander zu lernen. ....  Die Zukunft braucht (. . .) motivierende Leistungsrückmeldungen. .... Die Zukunft braucht ein breites, integriertes Angebot von Lernangeboten, das unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten gerecht wird. ....Zukünftig wird sich die Relevanz dieser Apparate daran messen müssen, wie gut sie Schulen unterstützen und welchen zusätzliche Wert sie selber schöpfen (. . .).   mehr ...
"Mentoren fördern Schüler"
NP, 12.04.2003   PISA  / IGLU:   Prominente wollen schwache Schüler fördernGleiche Bildungschancen für alle ? Nicht in Deutschland.  Das ist eine der zentralsten Hiobbotschaften der Pisa-Studie. Prominente Hannoveraner wollen das jetzt ändern.   von Julia Pennigsdorf   HANNOVER. "Mentoren fördern Schüler" heißt die Initiative, die Buchhändler Otto Stender, Ex-Opernintendant Hans-Peter Lehmann und Kinderbuchautor Wolfram Hänel gegründet haben. Sie rufen ihre Mitbürger auf,sich um Schüler zu kümmern, die vom Elternhaus keine Förderung erfahren.           "75 Prozent der Kinder aus der Oberschicht und nur fünf Prozent aus der Unterschicht schaffen die Hochschulreife" ...   mehr ...
Augsburger Allgemeine, 09.04.2003   PISA  / IGLU:   Experten fordern nach IGLU-Studie Aus für Hauptschule   .... Nach Expertenmeinung sollte die Grundschulzeit auf sechs Jahre verlängert und die Hauptschule aufgelöst werden. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Nordrhein-Westfalen forderte am Mittwoch eine Grundschule bis zur zehnten Klasse.  ....  Der Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund, Hans-Günther Rolff, sagte in einem dpa-Gespräch: «Der Vergleich der Ergebnisse von IGLU- und PISA-Studie zeigt, dass die Grundschule gute Leistungen bei geringer sozialer Auswahl bringt. Bei den 15-Jährigen in der Sekundarstufe ist es genau umgekehrt.» «Damit steht die Sekundarstufe auf dem Prüfstand, weil sie unterdurchschnittliche Leistung bei höchster sozialer Auswahl produziert» ... mehr ...
Schulstudie IGLU fordert Konsequenzen
Nds. Kultusministerium  PISA  / IGLU:   Busemann: PISA nicht mit IGLU austreiben  Kultusminister warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen aus IGLU     "Ein elfter Platz im internationalen Vergleich ist kein Persilschein.  ... In Niedersachsen hatten daran lediglich 15 Grundschulen teilgenommen. Auf die Teilnahme an der nationalen Erweiterungsstudie hatte die frühere Landesregierung sogar ganz verzichtet. "Für Niedersachsen gibt die Studie deshalb nichts her", betonte Busemann.   mehr ...
B' 90/Die Grünen im nds Landtag   PISA  / IGLU:  GRÜNE schlagen gemeinsamen Antrag mit der FDP für sechsjährige Grundschule vor - Korter begrüßt Umdenken der FDP-Bundestagsfraktion nach IGLU    ... In einem Brief an die FDP-Landtagsfraktion hat  Ina Korter deshalb vorgeschlagen, sich jetzt gemeinsam mit einem Änderungsantrag zur Schulgesetznovelle für die Einführung der sechsjährigen Grundschule in Niedersachsen einzusetzen. Dies könne ein behutsamer erster Schritt zu einer längeren gemeinsamen Schulzeit sein, wie sie in fast allen europäischen Ländern inzwischen Standard ist, sagte Korter. ...  Sie forderte, vor der Verabschiedung der Schulgesetznovelle eine öffentliche Anhörung mit IGLU-WissenschaftlerInnen durchzuführen.  mehr ...
B' 90/Die Grünen im nds Landtag  PISA  / IGLU: Schulstudie IGLU fordert Konsequenzen vor allem für die Sekundarstufe    Nach der Vorlage der Ergebnisse der Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU haben die Landtagsgrünen gefordert, die Schulgesetzberatungen in Niedersachsen auszusetzen. ...  IGLU habe deutlich gemacht, dass die Schüler in Deutschland, die in der Grundschule noch mit anderen Ländern gleichauf lägen, in der Sekundarstufe deutlich abgehängt würden. ... mehr ...
NP, 09.04.2003  PISA  / IGLU:Gute Noten beim IGLU-TestMit ihren Leistungen im Lesen nehmen deutsche Schüler den 11. Platz ein und rangieren damit unter 35 Staaten im oberen Leistungsdrittel. ... Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD):  „Es stellt sich die Frage, ob die Aufteilung auf die verschiedenen Schulformen nach der vierten Klasse sinnvoll ist.“.... Zusätzlich zum Lesen wurden in Deutschland auch die Kenntnisse der Viertklässler in Mathematik und in den Naturwissenschaften erhoben (IGLU/E). .... Bulmahn: „Die Sekundarstufe verschärft in dramatischer Weise die Schwächen und schlechten Voraussetzungen von Kindern.“  Wie PISA zeigt auch IGLU die Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom sozialen Status und Migrationshintergrund. ...   Die IGLU-Ergebnisse weisen auch nach, dass mehr soziale Faktoren entscheidend für eine Schulempfehlung nach der vierten Klasse sind, als nur die Leistungsfähigkeit der Schüler selbst. Bei gleicher Kompetenz erhalten 40 Prozent der Kinder eine Empfehlung für die Realschule, 33 Prozent für das Gymnasium und 22 Prozent für die Hauptschule. Bulmahn sprach von einer „himmelschreienden Ungerechtigkeit“.    mehr ...
HAZ, 03.04.2003  PISA  / IGLU:Von "Iglu" lernen oder nicht ?   Hat die jüngste so genannte Iglu-Studie, wonach deutsche Grundschüler bei der Lesefähigkeit im internationalen Vergleich einen Platz im vorderen Mittelfeld einnehmen und damit deutlich besser abgeschnitten haben als erwartet, auch Konsequenzen für die niedersächsische Bildungspolitik ?  "Ja", meint die SPD. Denn die Studie belege, sagte Wolfgang Jüttner, dass nichts dran sei am Vorurteil der "Kuschelpädagogik" in deutschen Grundschulen und dass "die Gesamtschule für die Kleinen" nicht so schlecht sei wie von Union und FDP angeprangert.  Kultusminister Bernd Busemann (CDU) sieht das ganz anders. Für ihn ist die "Iglu-Studie", an der sich gerade einmal 15 von landesweit 1852 niedersächsischen Grundschulen beteiligt haben, nicht repräsentativ. mehr ...
NP, 03.04.2003  PISA  / IGLU:Von "Iglu" lernen oder nicht ?   ... die Studie belege, sagte Wolfgang Jüttner, dass nichts dran sei am Vorurteil der "Kuschelpädagogik" in deutschen Grundschulen und dass "die Gesamtschule für die Kleinen" nicht so schlecht sei wie von Union und FDP angeprangert.    (Für) Kultusminister Bernd Busemann (CDU) ...  ist die "Iglu-Studie", an der sich gerade einmal 15 von landesweit 1852 niedersächsischen Grundschulen beteiligt haben, nicht repräsentativ. Zumal die genauen Ergebnisse noch nicht vorlägen. Bislang gebe es keinen Grund, das neue Schulgesetz, das nach Klasse 4 eine Aufteilung auf die weiterführenden Schulen vorsieht, zu ändern, sagte Busemann. dö   mehr ...
NP, 31.03.2003 PISA  / IGLU:Grundschüler lesen besser als vermutet   MÜNCHEN. Deutsche Grundschüler haben bei einem internationalen Lese-Test überraschend gut abgeschnitten. ....    Laut IGLU hatten sie kaum Schwierigkeiten beim Lesen und konnten häufig die erforderlichen Schlussfolgerungen aus den Texten ziehen. 15-jährige Schüler hatten bei der PISA-Studie dagegen schlecht abgeschnitten und nur Platz 21 belegt. Fazit der Bildungsforscher: Das deutsche Bildungssystem krankt erst von Klasse fünf an.  mehr ....
HAZ, 31.03.2003  IGLU: Deutsche Grundschüler überraschen bei Lese-TestViertklässler schneiden in neuer internationaler Studie gut ab: Vorwurf gegen "Kuschenpädagogik" unberechtigt ? MÜNCHEN / HANNOVER.  Deutsche Grundschüler haben bei einem internationalen Lese-Test überraschend gut abgeschnitten  ...      15-jährige Schüler hatten bei der weltweiten Pisa-Studie dagegen schlecht abgeschnitten und lediglich Platz 21 belegt. ...   der Leiter des deutschen nationalen IGLU-Projektmenagement, Professor Wilfried Bos, rechnet damit, dass die IGLU-Ergebnisse der Diskussion über die Schulstruktur in Deutschland neue Nahrung geben wird. ... mehr ...
Pisa bringt Politiker auf Trab
NP, 07.03.2003  PISA:Pisa bringt Politiker auf Trab  Kultusminister beraten über BILDUNGS-STUDIE. Einheitliche Kriterien soll es früher als geplant geben. Kritik an unterschiedlichen Schulformen.  .... bundeseinheitliche Bildungsstandards ... Förderung sozialer Lernziele. .... "Beliebigkeit" bei der Notenvergabe, ...  Die 432 Seiten starke dritte Pisa-Auswertung wurde am Abend vorgestellt. Hier die wichigsten Details:* INTAKTE FAMILIE:  Das klassische deutsche Familienbild mit der Hausfrau bedeutet für  Kinder keinen Lernvorteil. ....* JUNGEN/MÄDCHEN: ...* SCHULZUFRIEDENHEIT / SCHULKULTUR: ..... * SCHULSTRUKTUR:  ...Erstmals wird Kritik an der Zergliederung des Schulsystems in Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule geübt ...  mehr ...
Willkür im Klassenzimmer
Die Zeit, 06.03.2003  PISA  /  Baden-WürttembergBayern:  Willkür im Klassenzimmer Neue Pisa-Daten zeigen die Ungerechtigkeit unseres Schulsystems  Von Reinhard Kahl    Schule kann Schicksal sein. ... In Bayern würden sogar 40 Prozent der getesteten Realschüler mit ihren Mathematikkenntnissen auch im Gymnasium zurechtkommen. Die meisten wechseln jedoch auch nach der zehnten Klasse nicht auf das Gymnasium, sondern verlassen die Schule – ohne Aussicht auf Abitur, Studium und hohen Verdienst.           Nach den groben Leistungsvergleichen im vergangenen Jahr folgt nun die Detailanalyse der Pisa-Daten. ...   Die interessantesten Erkenntnisse liefert die neue Studie jedoch, wenn sie die Schulformen miteinander vergleicht. Dabei straft sie all jene Lügen, die meinen, die deutsche Schule sortiere ihre Schüler allein nach Leistung und Begabung.  ...   Dass die Schulverdrossenheit sich im Gymnasium besonders leistungshemmend auszuwirken scheint, hatte bereits die so genannte Lern-Ausgangslagen-Untersuchung (LAU) in Hamburg gezeigt. ....  Ebenso überraschend wie die großen Überschneidungen von Gymnasium, Real- und Hauptschule sind die enormen Unterschiede, welche die neueste Pisa-Analyse zwischen einzelnen Schulen desselben Typs ausmacht.  ....   Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für die Erhebungen von Pisa 2003. Der Test beginnt Ende April. Schwerpunkt ist diesmal Mathematik.   ...   Über die Pädagogen gibt es neue Erkenntnisse, die zwar in der neuen Studie noch nicht veröffentlicht wurden, die aber der Wissenschaftliche Leiter der deutschen Pisa-Studie, Jürgen Baumert, kürzlich schon einmal nannte.  ....  Die Lehrer stehen fürs Ganze. Es fehlt im deutschen System an diagnostischer Kompetenz. Die Folgen sind fatal. Wenn Gymnasiallehrer glauben, vier Fünftel gehörten zur Spitzengruppe, tatsächlich aber drei Viertel keine entsprechenden Leistungen bringen, wird die Mehrheit der Schüler behandelt, als seien sie Versager. „Wir hängen in Deutschland die Latte so hoch“, sagt Jürgen Baumert, „dass es näher liegt, drunter durch zu kriechen als darüber zu springen.“   (c) DIE ZEIT 06.03.2003 Nr.11    mehr ...
"Förderunterricht allein reicht nicht"
HAZ, 10.03.2003  PISA / Migrantenkinder / Gymnasien:  "Förderunterricht allein reicht nicht"
Schulleiter: Migrantenkinder werden vernachlässigt.  Wolfgang Kargel .. Hauptschulleiter in Ricklingen ... sieht das Problem eher noch dramatischer als bei Pisa beschrieben. ... Mit den 21 Stunden Förderunterricht pro Woche für alle Schüler zusammen kann der Schulleiter diesen Notfällen kaum gerecht werden.        Nicht anders geht es seinem Kollegen Karl-Hermann Heuser von der OS Sahlkamp, der einen Ausländeranteil von mehr als 50 Prozent hat. Nur eine Förderstunde pro Woche hat er für die Schüler aus 30 Nationen.   ...  Das Ganze sei aber keineswegs nur ein schulisches Problem, findet Beatrix Albrecht von der Albert-Schweitzer-Schule. "Wenn die Kinder zu Hause kein Deutsch reden und dort auch nicht gefördert werden können, dann hilft auch keine pädagogische Mund-zu-Mund-Beatmung am Morgen durch den Lehrer."      Nur eine gezielte Nachmittagsbetreuung, in der die Kinder für eine Weile aus ihrem Kulturkreis herausgerissen und mehr mit den Gebräuchen ihrer neuen Umgebung vertraut gemacht würden, mache Sinn. Beatrix Albrecht macht sich deshalb auch für Ganztagsschulen oder zumindest mehr Hortplätze für diese Kinder stark.    Ein Schulleiter sieht es nüchterner. "Wirklich etwas ändern können wir erst bei der nächsten Grundschulgeneration, die bereits im Kindergarten nicht gefördert wird."  mehr ...   aw
Schulmisere: Rufe nach nationalen Standards
NP, 05.03.2003  PISA / Gesamtschulen / Gymnasien:Rufe nach nationalen Standards
Die Ergebnisse der dritten Pisa-Teilstudie haben den Rufs nach nationalen Bildungsstandards und besserer Integration von Ausländerkindern verstärkt.   Von Rainer SchwarzDie Vorsitzende des Bundeselternrates, Renate Hendricks, regte eine Debatte über Sinn und Objektivität von Zeugnisnoten an. Die dritte Pisa-Untersuchung belege einmal mehr, dass Noten "absolut ungeeignete Bewertungsmethoden" seien. Sie gäben "leider nur punktuell Hinweise auf den tatsächlichen Förderbedarf lernschwacher Kinder."   ... Die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange
sagte, offenbar seien Noten ein "denkbar ungeeignetes Mittel" um Leistungen "in einem hochselektiven Schulsystem gerecht zu bewerten". Pisa zeige, dass Noten im Westentlichen von subjektiven Kriterien wie dem Durchschnittsniveau der Lerngruppe sowie der sozialen Herkunft der Schüler abhingen. Erneut zeige sich, "dass das gegliederte Schulwesen soziale Benachteiligung verstärkt."   ...    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Karin Wolff (CDU) forderte, Ausländerkinder vor Eintritt in die Schule sprachlich zu fördern.  .... Schlechte Noten erhält in der Studie auch das Gymnasium:  Danach erreichen in den meisten Bundesländern 20 Prozent der Gymnasiasten  nicht mal das mittlere Niveau von Realschülern.  .... GEW-Schulexpertin Marianne Demme :...  Wenn 40 Prozent der bayerischen Realschüler das mittlere Niveau der bayerischen Gymnasiasten erreichten, dann "fragt man sich, was die Aufteilung in Schulformen soll".  mehr ...
Unzufriedene Schüler bringen keine Leistung
NP, 04.03.2003  PISAGymnasien:  Unzufriedene Schüler bringen keine Leistung
Dritte Pisa-Studie zeigt Ost-West-Gefälle bei sozialem Engagement. Ausländer senken Niveau.  dpa
   Berlin. Ost-West-Gefälle an deutschen Schulen: Die 15-jährigen au Nordrhein-Westfalen, Bremen, Baden-Württemberg und Bayern zeigen die größte Neigung, sich gesellschaftlich zu engagieren. ...  Die Pisa-Analyse ergibt zugleich: An den baden-württembergischen - und bayerischen Haupt- wie Realschulen findet sich eine nicht unerhebliche Schülerzahl, die auch gut ein Gymnasium besuchen könnte und dort zumindest mit einem unteren Leistungsniveau dieser Schulform mithalten könnte.     ...    Aussagen, wie sich zunehmende Schulverdrossenheit negativ auf die Leistungen niederschlägt. Betroffen davon ist vor allem das Gymnasium. In keiner anderen Schulform gab ein so hoher Schüleranteil an, sich unwohlzu fühlen.  mehr ...
NP, 04.03.2003  PISAGymnasien / Gesamtschulen:Sind Lehrer doch ungerecht ?
Berlin. Die Schüler haben es schon immer gewußt... Lehrer machen oft krasse Unterschiede bei der Notenvergabe. ...  So kann ein Gymnasiast für dieselbe Leistung in Mathematik in einem Fall eine Eins oder Zwei, im anderen Fall auch eine Vier oder gar Fünf erhalten. ... Am beliebigsten erweist sich nach der Tabelle die Notenvergabe an integrierten hessischen Gesamtschulen, ...   mehr ...
Donnerstag neue PISA-Ergebnisse
Weser Kurier, 01.03.2003  PISA / Gesamtschulen:Donnerstag neue PISA-Ergebnisse  Vertiefter Länderbericht ist in Arbeit   Von unserem Redakteur Bernd Schneider      Die Schulleistungsstudie PISA bestimmt weiter die bildungspolitische Debatte. Am Donnerstag kommender Woche werden den Kultusministern der Länder in Berlin abermals neue Ergebnisse vorgelegt. ... Zumindest innerhalb der einzelnen Bundesländer dürften sich dann die Lehr-Erfolge von Gesamtschulen einerseits und dem dreigliedrigen Schulsystem andererseits gegenüberstellen und vergleichen lassen.   mehr ... 
Weitere Artikel
Bayern:"Fordern und Fördern“
PISA  /  Bayern  :   Süddeutsche Zeitung 11.01.2003   "Fordern und Fördern“   CSU beschließt in Kreuth neues Strategiepapaier zur Bildungspolitik.    Revolutionäre Vorschläge sind darin aber nicht enthalten, schon weil man sich durch das vergleichsweise sehr gute Abschneiden beim nationalen Leistungstest „Pisa-E“ eher bestätigt sieht. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Einen generellen Richtungswechsel wird es in der bayerischen Bildungspolitik nicht geben“, sagte Schneider. Allerdings habe man auch im Freistaat keinen Anlass, sich zufrieden zurückzulehnen. Tatsächlich greift die CSU in ihrem neuen Grundsatzpapier erstmals schonungslos Probleme auf, über die sich die Opposition schon lange erregt: die vergleichsweise geringe Abiturientenquote von 19Prozent in Bayern, die hohe Zahl an Abbrechern am Gymnasium (bis zu 20Prozent) sowie die Tatsache, dass Kinder aus sozial schwachen Schichten so gut wie gar nicht das Abitur schaffen.  ....    Im Strategiepapier schlägt Schneider ein zusätzliches 13.Schuljahr an der Fachoberschule vor, das künftig den Zugang zur Universität ermöglicht. ...   Generell soll der Akzent in der bayerischen Bildungspolitik auf einem „Fordern und Fördern“ der Schüler liegen. Wie es letztlich die Pisa-Studie empfiehlt, will man Kinder bereits im Vorschulalter an Grundfertigkeiten im Lesen und Schreiben heranführen.     mehr ....   (11.01.2003)
McKinsey:Lernen früher anfangen, selektieren später
PISA  /  McKinsey  :   TAZ 11.01.2003   Lernen früher anfangen, selektieren später
    Die Berater von McKinsey haben das deutsche Schulsystem durchleuchtet - und kritisieren dessen elitäre Philosophie ...  McKinsey ... kommt zu einem überraschenden Schluss: Deutsche Kinder beginnen zu spät zu lernen, sie werden zu früh auf getrennte Schulen verteilt und sie stehen nicht im Mittelpunkt des Lernens. ... McKinsey kritisiert die "zu frühe Differenzierung der Schultypen", also die Aufteilung von 10-jährigen Schülern auf Gymnasien, Real- und Hauptschulen. ...   Die Erkenntnisse widersprechen damit gleichzeitig der Elitephilosophie, die der deutschen Schule zugrunde liegt. Die Idee der Schule hierzulande zielt darauf, nur einen kleineren Teil der Kinder auf Gymnasien zu schicken und so homogene Elitegruppen zu bilden, die später die Universität bevölkern sollen. ...  "Es scheint notwendig, inhomogene Lerngruppen zu bilden. Dann müssen die Lehrer sich dem Einzelnen zuwenden" ....  Bei einer Reform der Bildungseinrichtungen sei, so sagte Kilius, auf drei Formeln zu achten.  Erstens: "Eine erfolgreiche Schule wendet sich an den einzelnen Schüler."   Zweitens: "Schulen sollen selbst entscheiden, was sie machen - und dafür klare Rahmenvorgaben erhalten."   Drittens: "Früh investieren statt spät reparieren." ...      In der Praxis hieße das, die Grundschüler länger als nur bis zur vierten Klasse gemeinsam lernen zu lassen.   mehr ...
PISA  /  McKinsey  :   TAZ 11.01.2003  Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag  - Pressemitteilung 
McKinsey bestätigt grüne Forderungen zur Schulpolitik    Grüne: Empfehlung ist schallende Ohrfeige für die CDU ..  "Die Empfehlungen der Unternehmensberatung McKinsey für eine Schulreform  sind eine deutliche Bestätigung für die Forderungen der Grünen."
...  "Damit bestätigt jetzt auch McKinsey, dass die CDU-Forderung nach einer Rückkehr zur Auslese schon nach Klasse vier, aber auch das Gabriel-Modell  der Förderstufe genau in die falsche Richtung gehen", sagte Litfin. ...   mehr ...
PISA  /  McKinsey  :   TAZ 11.01.2003  NACH PISA UND MCKINSEY: DAS DREIGLIEDERIGE SCHULSYSTEM IST AM ENDE
Schule für alle muss kommen ...   Das Land muss über seine frühe und ungerechte Schülerauslese nachdenken, und zwar sofort! .. Die Schulstudie Pisa, etwas über ein Jahr ist sie inzwischen alt, rüttelt weiter an uneingestandenen Lebenslügen.    mehr .... (11.01.2003)
Renate Hendricks:  „Bleiberecht für Schüler“
DIE ZEIT 51/2002: Interview:  „Bleiberecht für Schüler“      Renate Hendricks, Vorsitzende des Bundeselternrats, über unwillige Lehrer, geheime Ranglisten und die Angst der Mütter und Väter vor der Schule.    Die ZEIT:Ihr jüngstes Kind geht noch zur Schule. Hat sich dort ein Jahr nach Veröffentlichung der Pisa-Studie etwas verändert?Renate Hendricks: Davon ist leider nichts feststellbar. Jeder Versuch, über Veränderungen zu reden, trifft auf den Widerstand der Lehrer.    ZEIT: Woran liegt das?  Hendricks: Lehrer haben nicht gelernt, offen über Probleme zu reden.    mehr....
Erklärung Bremer Schulleiter der Sekundarstufe I  zur Pisa - E-Studie
PISAGesamtschulen: Erklärung Bremer Schulleiter der Sekundarstufe I  zur Pisa - E-Studie 
Was tun an Schulen? -   Die durch die PISA-Studie aufgezeigten Mängel des deutschen Schulwesens hatten ca. 30 Jahre Zeit zu „reifen“. Daher sind sie nicht von heute auf morgen mit kurzatmigen Schritten zu beseitigen. Gleichwohl müssen alle an Schule Beteiligten reagieren und notwendige Veränderungsprozesse einleiten.  Wir sind gut beraten, wenn wir uns bei dieser pädagogischen Neuorientierung von den Modellen des Lernorts Schule leiten lasen, die bei dem internationalen PISA-Wettstreit  zu guten Ergebnissen gekommen sind: Finnland und Schweden. Augenfällig ist, dass dort  integrierte Systeme – Gesamtschulen – eingerichtet  sind, in denen die Schüler von der ersten bis  zur neunten Klasse zusammen unterrichtet werden. Nach der neunten Klasse fächert sich die Schulstruktur in unterschiedliche Bildungsgänge auf. Die ersten 9 Jahre der Schullaufbahn sind durch eine Lernkultur  geprägt, die auf Sitzenbleiben und Notengebung weitgehend verzichtet. Die Schüler werden individuell gefördert. Leistungsschwache und – starke Schüler lernen miteinander und profitieren gegenseitig davon. Gleichzeitig ist ein Ganztagsbetrieb eingerichtet, der allen  Beteiligten an Schule – Lehrer wie Schüler – Zeit und Gelassenheit  verschafft,  die unabdingbar für erfolgreiches Lernen sind.         Pisa hat gezeigt, dass das möglichst lange gemeinsame Lernen von Schülern unterschiedlicher Leistungsstärke in vielen Ländern zu großen schulischen Erfolgen geführt hat. Dagegen hat das deutsche dreigliederige System solche Erfolge nicht vorweisen können. Von der Vorklasse bis zum Abitur fordern wir daher ein Schulkonzept "aus einem Guss" (Gemeinsamer Unterricht für alle Kinder von der 1. bis zur 9. Klasse.  Nach der 9. Klasse können wir uns einen Überbau aus gymnasialer und beruflicher Bildung analog dem schwedischen System vorstellen). mehr ....    (23.09.2002)
Bildung eine "halbherzige Angelegenheit" - Gesamtschule als Tabu ist ein großer Fehler
PISAGesamtschulen:  Wenn Bildung eine "halbherzige Angelegenheit" ist     Pisa-Koordinator Andreas Schleicher hält das Thema Gesamtschulen noch lange nicht für erledigt.     Stuttgart - Wie viel Bildung braucht der Einzelne? Wie viel Bildung braucht die Gesellschaft? Mehr als bisher, ist Andreas Schleicher, der Leiter der internationalen Pisa-Studie, überzeugt.     VON MARIA WETZEL
In Deutschland sei Bildung aller Sonntagsreden zum Trotz eine "halbherzige Angelegenheit", sagt Schleicher. ... Bildung sei einer der wichtigsten Faktoren für Wirtschaftswachstum. Auch für den Einzelnen zahle sie sich aus. Hochschulabsolventen haben höhere Einkommen und sicherere Arbeitsplätze. Doch Bildungsausgaben würden in Deutschland noch als Kosten statt als Investitionen betrachtet, kritisiert Schleicher. Sie seien deshalb niedriger als in vielen anderen Ländern. Und falsch verteilt. .... "Die Halbtagsschule bietet den Kindern nicht genügend Zeit, um das Gelernte zu verankern", kritisiert Schleicher... Bisher entscheidet in Deutschland vor allem die soziale Herkunft über die Schullaufbahn. ... Schleichers Analyse: Die Kleinen werden in den Kindergärten und Grundschulen zu wenig gefördert und zu früh auf Hauptschule, Realschule und Gymnasium verteilt. In den erfolgreichen Pisa-Staaten wie Finnland, Japan oder Kanada bleiben Schüler dagegen bis zur neunten Klasse zusammen. Kinder mit Leistungsschwächen würden so zusätzlich gefördert. ... Dass die meisten deutschen Bildungspolitiker nach der Pisa-Studie das Thema Gesamtschule zum Tabu erklärt haben, hält Schleicher für einen großen Fehler. (Stuttgarter Nachrichten, 05.11.2002) mehr ...  Informationen zu den Bildungsgesprächen  unter: http://www.literaturhaus-stuttgart.de
Besser als die besten PISA-Staaten
PISA  /  Gesamtschulen  : Jeden Tag Theater    Eine Reformschule in Wiesbaden macht fast alles anders als die meisten Lehranstalten - und stößt damit in die internationale Pisa-Spitze vor.  "Hier ist eben alles anders als an anderen Schulen", sagt Jan und lacht wie einer, der weiß, dass er Glück gehabt hat. "Ich will ja nicht an eine stinklangweilige Schule gehen." Nun stellt sich heraus: Die Wiesbadener HLS, wie die Helene-Lange-Schule von Schülern und Lehrern kurz genannt wird, zält zu den besten Schulen im Lande.  Bei Pisa E, dem deutschen Teil der internationalen Schulstudie, hat die Lehranstalt mit Blick auf den Taunus exzelente Ergebnisse erzielt. So erreichten die Helene-Lange-Schüler in den Kompetenzbereichen Lesen und Naturwissenschaften Werte, mit denen sie nicht nur weit vor allen Bundesländern liegen, sondern sogar vor den bestern ausländischen Staaten wie Finnland oder Kanada. Selbst in Mathematik, dem schwächsten Gebiet der Wiesbadener Jugendlichen, reicht es noch zu einer ausgezeichneten Punktzahl (siehe Grafik). Dass die HLS eine normale Paukanstalt sein könnte, glaubt niemand, der jemals dort war. Die Mittelstufenschule mit 600 Schülern ist seit langem ein Wallfahrtsort der Reformpädagogik.     In dem Gebäude aus den späten fünfziger Jahren gibt es keine endlosen Flure, die an Krankenhäuser oder gar Kasernen erinnern. Überall schmücken von Schülern gestaltete Bilder, Figuren, Fotos oder Texte die Wände. Die Türen der Klassenzimmer genauso wie die der Schulleitung stehen immer offen.   Die Schüler entscheiden über ihren Stundenplan mit, mindestens vier Stunden pro Woche steht "Offenes Lernen" auf dem Programm, permanent lockern Projekte oder Exkursionen den Unterricht auf.  Wenn etwa "tätige Nächstenliebe" angesagt ist, müssen alle Schüler der achten Klassen ein Vierteljahr lang einen alten oder behinderten Menschen einen Nachmittag in der Woche betreuen   (siehe weiter SPIEGELNr. 45 / 4.11.2002) 
Finnland: Gnadenlos pragmatisch und weltweit am wettbewerbsfähigsten
PISA  / Schulstrukturreform  / Finnland:Finnland: Gnadenlos pragmatisch   Nicht nur bei Pisa Nummer eins: In Europa gilt Finnland inzwischen als das wettbewerbsfähigste Land.   ...  Rund 240 Kilometer westlich von Helsinki liegt Uusikaupunki. Die einspurige Landstraße in das 17000 Einwohner zählende Küstennest verläuft schnurgerade, es geht vorbei an Birken, grün-braunem Gesträuch und Schildern, die vor Elchen warnen. Ausgerechnet hier, mitten im Wald und nahe am Hafen, steht auf 210 Hektar eines der modernsten europäischen Automobilwerke – die Valmet Automotive Inc.      Von dem finnischen Unternehmen (an dem die deutsche ThyssenKrupp Automotive zehn Prozent hält) lässt Porsche bereits seit 1997 seinen Boxster montieren. ...    Porsche ist nicht das einzige deutsche Unternehmen, das in Finnland vertreten ist. ... Der nur 5,2 Millionen Einwohner zählende Staat am äußersten Nordzipfel der EU hat in den vergangenen zehn Jahren einen steilen ökonomischen Aufstieg erlebt. Im jüngsten Ranking der weltweit wettbewerbsfähigsten Staaten, jährlich vom International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne erstellt, ist Finnland, seit 1995 EU-Mitglied, europäischer Spitzenreiter, nur die USA schneiden noch besser ab. Deutschland dagegen folgt erst mit großem Abstand auf Platz 15. Ein im September veröffentlichter ähnlicher Vergleich des World Economic Forum sieht Finnland in diesem Jahr sogar ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Pluspunkte: hohe Produktivität, offene Märkte, sehr gute Infrastruktur und technisches Know-how sowie hervorragende Leistungen bei Forschung und Bildung. Nicht zu vergessen das jüngste Ranking von Transparency International: Danach hat Finnland weltweit die geringste Korruption.  .... mehr ...   (Wirtschaftswoche, 02.11.2002)
Was Frankfurts Schüler brauchen
PISA:Was Frankfurts Schüler brauchenVor dem Hintergrund der Pisa-Studie diskutierte eine Runde des Domkreises Kirche und Wissenschaft pädagogische Fragen Elternbildung, Motivationstraining für Lehrer und bessere betriebliche Fortbildung sind nötig, damit Schüler in Deutschland ihre schlechten Schulleistungen verbessern können. ...   Wichtig für den Schulerfolg sei aber auch eine enge Verzahnung von Schulen und Elternhaus, unterstrich Pius Verheul, der Leiter der Frankfurter Karmeliterschule, die zu 90 Prozent Kinder aus Migrantenfamilien unterrichtet. ... Diese "Elternbildung" sei aber nicht nur für ausländische Eltern angesagt, sie müsse sich auch an deutsche Familien richten, in denen kaum noch miteinander gesprochen oder gespielt werde. ...   Von großer Bedeutung sind Verheul zufolge aber auch Lehrer, "die als Menschen für ihre Schüler da sind", die Lebenswirklichkeit ihrer Schüler kennen und "selber gern in der Schule sind".  (Frankfurter Rundschau, 25.10.2002)     mehr ... 
Harsche Bildungskritik aus Finnland
PISA  /  Zentralabitur / Schulreform  /  DGB:   Schulpolitik in "alter Tradition" Harsche Bildungskritik aus Finnland - DGB fordert mehr Gesamtschulen
Vom Pisa-Sieger Finnland in Schulpolitik lernen ? Ja, sagt der Chef finnischer Volkshochshulen auf einem DGB-Kongress in Hannover. ..  Kinder in begabte und weniger begabte zu trennen und in unterschiedliche Schulen zu schicken, sei eine "Tradition auf der Grundlage eines veralteten Menschenbildes ohne wissenschaftliche Begründung", die in Finnland seit mehr als 30 Jahren überwunden habe. "  ...   Finnland kennt  nur Gesamtschulen, die alle Schüler bis Klasse neun besuchen. Danach wechseln 70 Prozent zur Oberschule und machen Abitur. ... Finnlands Schüler gelten als die weltweit schlauesten Köpfe.  ...    Auch der DGB warb auf dem Kongress für mehr Ganztagsschulen. DGB-Landeschef Hartmut Tölle verlangte eine neun- bis zehnjährige gemeinsame Schulzeit. Mit dem neuen Schulgesetz der SPD sei er daher nicht einverstanden.   NP, 17.10.2002  mehr ...
DGB:Der Finne rät zur GemeinschaftsschuleDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist mit der bisherigen Schulreform der Landesregierungen nicht einverstanden. ... Der DGB-Chef sprach sich für eine neun- bis zehnjährige gemeinsame Unterrichtung aller Kinder und für mehr Ganztagsschulen aus. Die Einführung des Zentralabiturs lehnte er ab. ...    Als Kronzeugen für ein Schulmodell, das nicht auf Auslese, sondern auf mehr Gleichheit abzielt, hatte der DGB den Direktor der Finnischen Arbeiterakademie, Kari Kinnunen, auf ein Diskussionspodium eingeladen...  Die Hamburger Professorin Ingrid Gogolin attestierte dem niedersächsischen Schulgesetz zwar, es sei "auf der Ebene der Willensbekundungen exakt an den Misständen orientiert, die es beseitigen soll". Doch habe sogar sie als Wissenschaftlerin Schwierigkeiten, bei den geplanten neuen Schulstrukturen durchzublicken - "sie scheinen undurchschaubar".   Das Schulgesetz habe die frühzeitige "Selektion" von Schülern zum Regelfall erklärt, trotz aller verbalen Verklärungen. mehr ...
SPD kippt Zentralabitur
PISA  /    Zentralabitur :    Zentralabitur: Jüttner soll „kleines Problem” lösen     Das Zentralabitur kommt – dessen ist sich Ministerpräsident Gabriel (SPD) sicher. „Wir ziehen das durch”, betonte der 43-Jährige am Dienstag nach seiner Rückkehr von einer Nahost-Reise, obwohl der Vorstand des SPD-Bezirks Hannover sein Vorhaben torpediert hatte: Auf seiner Sitzung am 26. September war beschlossen worden, Gabriels Forderung wieder aus dem SPD-Programm zur Landtagswahl (2. Februar 2003) zu streichen. NP, 15.10.2002    mehr ...
PISA  /    Zentralabitur :   SPD-Bezirk kippt Zentralabitur  von Alexander Dahl
   Hannover. Der SPD-Bezirk Hannover ist Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) bei der Bildungsreform in die Parade gefahren: Er hat die Einführung eines Zentralabiturs abgelehnt, obwohl dies bereits im Entwurf zum SPD-Wahlprogramm für die Landtagswahl 2003 verankert wurde. Gabriel hatte Mitte Juni die Einführung eine landesweit einheitlichen Abitur-Prüfung gefordert.   NP, 12.10.2002      mehr ...
"Eine Selektion der Schüler/innen findet nicht statt"
PISA /Schulstrukturreform:    Klassenfahrt in den Norden  Renate Hendricks, Vorsitzende des Bundeselternrates: Schüler/innen sind für Finnland unverzichtbar. Jede/r Schüler/in wird in Finnland gefördert, weil jeder Mensch für das Land wichtig ist. Die Förderung richtet sich nach dem notwendigen Förderbedarf, der sehr unterschiedlich sein kann. Zwischen den Schüler/innen und ihren Lehrer/innen besteht ein freundschaftliches Verhältnis.  ....  Eine Selektion der Schüler/innen findet nicht statt. Damit wird vermieden, dass bestimmte Schülergruppen in ein anregungsarmes Lernmilieu abgeschoben werden. So schöpfen die Finnen weitgehend die Entwicklungspotentiale ihrer Schüler/innen aus. ....  Andere Länder haben früher und entschiedener als Deutschland angefangen, strategisch, programmatisch, qualitativ und strukturell ihre Schulen zu entwickeln. ... neues Qualitätsbewusstsein  ... Externe Überprüfungen ...  Feed-back-Meldungen der Schüler/innen und der Eltern an die Schule  ... eine veränderte Lehrer-Ausbildung und -Fortbildung genauso wie das Angebot von qualifizierten Ganztagsschulen, die Veränderung der Curricula und der Lehrmethoden, die Festlegung von Leistungszielen ... Schüler/innen müssen individueller gefördert werden und die Quote der Sitzenbleiber ist drastisch senken. Wir benötigen gezielte und individuelle Förderung in allen Schulformen. ...Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die zu den Bildungsverlieren gehören, muss gesenkt werden.  ... Die Zusammenarbeit mit den Eltern muss sich grundsätzlich verändern.Der Schwerpunkt muss auf Kooperation und Beratung der Eltern liegen. ... Soziale Dienste sollten die Schulen vor allem in sozialen Brennpunkten bei ihrer Arbeit unterstützen. Viele finnische Schulen verfügen über Sozialarbeiter, Psychologen usw.  (Bildung PLUS, 26.09.2002)        mehr ... 
Bertelsmann-Stiftung und Handwerkstag " PRO Gesamtschule"
PISA:Bertelsmann-Stiftung: "Wir brauchen eine andere Schule"
PISA:Download der PDF-Datei: "Wir brauchen eine andere Schule"
PISA:Baden-Württembergischer Handwerkstag
PISA:Download der PDF-Datei: "Positionen des Handwerks - Konsequenzen aus PISA"
Stadtelternrat Bad Harzburg lädt ein zur Diskussion
PISA:Was haben die Finnen und wir nicht?  Gut besuchte PISA-Bildungsdiskussion von Stadtelternrat und GEW brachte Lehrern und Eltern neue Erkenntnisse BAD HARZBURG. Seit Veröffentlichung der PISA-Studie sind die Finnen gefragter denn je. Als Sieger im viel diskutierten Bildungstest müssen  sie immer wieder Rede und Antwort stehen auf die Frage "Was haben die Finnen, was wir nicht haben?"... Was nun aber ließ die Finnen im Bildungsvergleich so gut abschneiden?   ...  Die Eckpfeiler heißen: einheitliches Schulsystem fürs ganze Land, ein Jahr Vorschule, danach Gesamtschule bis zum 16. Lebensjahr (dann weiterführende Schulen), eine hohe Selbstverantwortung und Selbstbestimmung der Kommunen als Schulträger, Lernförderung innerhalb der Klasse mit Hilfe von Sozialpädagogen und Psychologen, ein kollegiales Verhalten zwischen Lehrern und Schülern, ein hohes Ansehen des Lehrerberufes, Teamarbeit mit allen Erziehungsbeteiligten, aber auch ständige Schulüberprüfungen.   mehr ...  Goslarsche Zeitung vom 29.08.2002
10.08.2002:Jetzt aktiv werden für die Schule der Zukunft
PISA /Schulstrukturreform:Schuleitungsverband: Mehr Kompetenzen
    „Wenn die Landesregierung das wirklich ernst meint, dann müssen sofort einige Bereiche reformiert werden,” erklärte SLVN-Chef Josef-Michael Samol, Leiter der KGS Barsinghausen (1370 Schüler). ...  schnelle Einführung einer Ausbildung der Schulleiter .. .. Aufgaben und Rechte der Schulleiter klar regeln  ... . Arbeitszeit der Lehrer nicht mehr nur über die Unterrichtsverpflichtung definieren ... bundesweite Anerkennung der Abschlusszeugnisse selbstständiger Schulen  ...  Samol: Wir wollen, dass es funktioniert. Die Regierung muss zeigen, dass sie nicht nur ein hohes Ziel anstrebt, sondern es ernst meint.”..   (NP, 12.08.2002) mehr ... 
Zukunftsweisende Gesamtschuldebatte
PISA:Das Handwerk will sie, Bertelsmann auch: die richtige, zukunftsweisende "Gesamtschule" - Debatte   "Das Konzept ,Belehrung' darf nicht länger im Mittelpunkt stehen. Es ist das Unterrichtsprinzip des auslaufenden Industriezeitalters", schreibt der Handwerkstag Baden-Württemberg... "Das Kernproblem ist in Deutschland, dass der Lernprozess nicht individuell an den Entwicklungsstand der Schüler gekoppelt ist. Stattdessen wird nach einem Einheitskonzept unterrichtet." Wer nicht der Norm entspricht, "den stigmatisiert das System zum schlechten Schüler". ..Daraus folgt für sie nun, das zerklüftete, mehrgliedrige deutsche Schulsystem umzubauen, denn "das selektive System entlässt die Schule aus der Verantwortung, sich um schwierige und abweichende Schüler zu kümmern". Ziel des Handwerkstags Baden-Württemberg, der 120 000 Betriebe vertritt, ist eine Schule für alle bis zu Klasse 9. Sie wird "Grundstufe" genannt.  ...  Der Vorschlag: statt des horizontalen, dreigliedrigen Systems drei aufeinander aufbauende Stufen. Zuerst eine neue Vorschule. Dann folgt die neunjährige "Grundstufe". In der dritten Stufe schließlich trennen sich die Wege in ein allgemeinbildendes Gymnasium, ein Berufsgymnasium und in die duale Berufsausbildung. Das Wort "Gesamtschule" wird vermieden. Es ist ja in Deutschland kontaminiert. Von Finnland bis Japan, von Schweden bis in die USA gehen alle Kinder bis zum 14. oder 16. Lebensjahr gemeinsam zur Schule. Das will das Handwerk aus dem Südwesten nun auch. Einen ähnlichen Denkweg nimmt auch die Bertelsmann-Stiftung in ihrem Memorandum "Wir brauchen eine andere Schule". Eine "bildungspolitische Revolution" sei es, wenn in Deutschland endlich das Selbstverständliche entdeckt und praktiziert würde. ... Frankfurter Rundschau, 08.08.2002  mehr ...
PISA:Das Ende der Schule, wie wir sie kennen Nicht nur Einzelsymptome kurieren   Die Bertelsmann Stiftung sieht die Gefahr, dass eine notwendige grundlegende Reform nicht angegangen wird, sondern lediglich Einzelsymptome kuriert werden. Anstelle von Symptom kurierenden Einzelmaßnahmen sei es nun nötig, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen und bei den Ursachen anzusetzen: bei der fehlenden individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen. Diese scheinbar selbstverständliche Aufgabe konsequent anzugehen, wäre nicht weniger als eine bildungspolitische Revolution und das Ende der Schule, wie wir sie kennen.  Flexibles Bildungssystem schaffen - individuelle Förderung ermöglichen   Im Einzelnen empfiehlt das Positionspapier eine "Strategie des Förderns und Forderns", die vor allem auf der Förderung von frühem Lernen, der Verbesserung der individuellen Förderung im Unterricht, Qualitätssicherung durch Standards, regional vernetzter Bildung und auf einer Reform der Lehrerbildung basiert. Voraussetzung sei ein flexibles Bildungssystem. Das erfordere auch eine Reform der starren Strukturen der drei- bzw. mehrgliedrigen Schulsysteme, durch die Bildungsbiografien und damit die späteren beruflichen Chancen sehr stark festgelegt seine. Bertelsmann-Stiftung, 05.08.2002 mehr ...
Werden die Eltern Ernst genommen ?
PISA /Elternräte:"Eltern sind nicht Schul an der Pisa-Misere"Bundeselternrat: Ohne ein Bündnis mit den Schulen gibt es keine bessere Bildung. Auf der Tagung der Kultusministerkonferenz zur Pisa-Studie hat sie eine streitbare Rede gehalten, die jahrzehntelange Untätigkeit der deutschen Schulpolitiker angegriffen und den Kultusministern "maßgebliche Verantwortung für das Desaster an den deutschen Schulen" zugewiesen. Für sie war Pisa keine Überraschung. Seit 20 Jahren schon tritt der Bundeselternrat für eine professionellere Lehrerausbildung, für die Einrichtung von Gesamtschulen und eine bessere Ausstattung der Grundschulen ein. "Hätte die Politik auf uns gehört, wäre sie heute schon viel weiter."    Berliner Zeitung 01.08.2002  mehr ...
PISA /Elternräte:"   Die Schulen müssen den Eltern mehr vertrauen" " Im Gespräch  Renate Hendricks: In der Schulpolitik rufen nach PISA und Erfurt wieder viele nach den Eltern. Die Vorsitzende des Bundeselternrates vermisst jedoch zuglich die Unterstützung: "Wir werden nicht immer als Partner ernst genug genommen.   HAZ 28.05.2002mehr ...
Elternräte/ Elternrechte:Eltern haben in der Schule weniger zu melden
CDU und FDP präsentieren Schulgesetznovelle / Fachunterricht soll wieder im Vordergrund stehen.  Die hessischen Regierungsfraktionen von CDU und FDP nehmen den Stoff im Eiltempo durch: Ein geändertes Schulgesetz soll bereits nach den Sommerferien gelten. Kernpunkte: Vergleichbare Abschlußprüfungen für alle Schulformen, Fächerunterricht als „Kerngeschäft" der Grundschule „mit verläßlichen Schulzeiten". Und die Schulkonferenz soll weniger zu melden haben. Frankfurter Rundschau, 15.05.2000, Jörg Feuck  mehr ...

Studie in Hannover: Verlorene Jahre ?
PISA/ Studie in Hannovers Grundschulen: Verlorene Jahre in der Grundschule.In Hannover hängen Grundschulklassen bis zu einem Jahr hinter dem Lehrplan zurück, ergab eine Untersuchung der Uni (NP berichtete). Wissenschaftler fürchten: Die Kinder haben keine Chance mehr, das verlorene Wissen aufzuholen. Die Experten fordern: Wenn das Bildungsniveau in Deutschland steigen soll, darf nicht erst in den weiterführenden Schulen gehandelt werden. Der Grundschule müsse besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.NP, 17.06.2002  mehr ...
PISA / Studie in Hannovers Grundschulen: SPD will Grundschulen mehr fördern
   Nach dem Bekanntwerden des dramatischen Leistungsgefälles unter Hannovers Grundschulen hat die SPD Konsequenzen angekündigt. Es werde zu Beginn des Schuljahres einen runden Tisch mit den Schulleitern, der Stadt, dem Kultusministerium, Wissenschaftlern sowie Eltern- und Gewerkschaftsvertretern geben, sagte der Landtagsabgeordnete Walter Meinhold, schulpolitischer Sprecher des SPD-Bezirks Hannover. ... Der Stadtelternrat Hannoverfühlt sich durch die Ergebnisse in seinen Forderungen bestätigt. "Wir brauchen mehr Lehrer sowie Sozialpädagogen an allen Grundschulen", sagte der Vorsitzende Richard Lochte. HAZ, 17.0.2002 mehr ...
PISA / Studie in Hannovers Grundschulen: Studie: Hannoversche Drittklässler dumm?34 dritte Klassen mit rund 700 Schülern wurden von Professor Joachim Tiedemann und Professorin Elfriede Billmann-Mahecha in Mathematik getestet. Weil es für die Drittklässler keine passenden Aufgaben gab, griffen die Experten vom Fachbereich Erziehungswissenschaften auf Tests für Zweitklässler zurück. ... Die Hälfte der geprüften hannoverschen Kinder ist auf dem Stand von 70 Prozent der Zweitklässler – oder noch schlechter. Die andere Hälfte ist den Jüngeren überlegen. Tiedemann: „Es gibt 3. Klassen, die mit dem Lernen ein halbes Jahr zurückliegen.“Ursachen für das schlechte Abschneiden seien etwa hohe Fluktuation in den Schulen. Innerhalb von eineinhalb Jahren sei etwa ein Drittel der Schüler ausgetauscht worden. „Viele Kinder lernen nur noch für die Lehrer, weil die Eltern sich nicht mehr kümmern“  NP, 16.07.2002 mehr ...
PISA / Studie in Hannovers Grundschulen: Scheidungskinder schneiden schlechter ab     Tiedemann glaubt, dass die betroffenen Schüler das Verlorene kaum wieder aufholen können: „Wenn nicht besondere Maßnahmen ergriffen werden, ist diese Leistungs-Schere nur sehr schwer wieder zu schließen.“ ... Schon jetzt steht fest:  Es ist nicht möglich, die Qualität einer Schule als Ganzes zu beurteilen. Auch die Klassengröße sei nicht entscheidend. Entscheidend sei, in welchem „Schwierigkeitsgrad“ eine Klasse liege....   Diese Faktoren haben Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad: Begabung des Kindes, Engagement der Eltern oder Kinder mit Konzentrationsschwächen in der Klasse. Wie viele haben Sprachschwierigkeiten – etwa weil sie mit ihren Eltern gerade aus dem Ausland kommen? Oder wie viele Kinder Alleinerziehender gibt es in der Klasse?  Tiedemann: „Wenn ein Kind ein Wochenende beim anderen Elternteil verbracht hat, kann es sich montags oft nicht konzentrieren.“NP,17.07.2002mehr ...
PISA / Studie in Hannovers Grundschulen: Offene Fragen: Wie gut sind die Lehrer, ist es auf dem Land besser?...   Tiedemann glaubt nicht, dass die Ergebnisse in Hannover wesentlich schlechter ausfallen als in ländlicheren Regionen. Auch bei kleinen Schulen auf dem Land seien bereits Defizite festgestellt worden. Jedoch gelte in Hannover: „Die relativ hohe Zahl von Einwanderern spiegelt mit Sicherheit bei den Sprachschwierigkeiten eine Rolle.“ NP,17.07.2002mehr ...
PISA: Die Schüler-Tests entsprechen dem Niveau von KlassenarbeitenSo funktionieren die Tests: Bei den Mathe-Prüfungen wurden den etwa 700 Drittklässlern aus 35 Klassen rund 30 Aufgaben in einer Schulstunde gestellt  ... Die Eltern der Schüler hatten übrigens vorher erlaubt, dass ihre Kinder an den wissenschaftlichen Prüfungen teilnehmen. Deswegen wurde auch nicht immer die komplette Klasse getestet.NP,17.07.2002mehr ...
PISA-E
PISA:Die Pisa-Ergänzungsstudie: Ein DokumentLesekompetenz ... verhältnismäßig große Leistungsstreuung und damit eine sehr heterogene Schülerschaft.    ... geringe Breitenförderung und schlechte Förderung  ...relativ hohe Anteil an Risikoschülern ...  Der Anteil der Nichtleser bzw. der Schüler, die nicht freiwillig lesen, ist in  Deutschland generell sehr hoch. ... Länder, die im Vergleich zur Gesamtgruppe beim Gymnasialvergleich deutlich besser abschneiden, sind vor allem Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Mathematik  .... - Das relativ große Leistungsspektrum...... hinreichendes Standardniveau zu sichern und die unteren Leistungsgruppen gezielt zu fördern. (...) Die Spitzenschüler bilden dagegen nicht das vordringliche strukturelle Problem. ... Naturwissenschaft . .. Schleswig-Holstein den ersten Platz, wenn man nur die Naturwissenschaftsleistungen der Gymnasien berücksichtigt.... . Gymnasiasten in Niedersachsen liegen in Biologie im Spitzenbereich bei 580, . HAZ, 24.06.2002 mehr ...
PISA: Nachgefragt: Die Kultusministerin   Im Schülerleistungsvergleich Pisa hat Niedersachsen nur mittelmäßig abgeschnitten. Über die  Konsequenzen sprach Michael B. Berger mit Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper. .HAZ, 24.06.2002  mehr ...
PISA:Niedersachsens Schüler bei Pisa weitabgeschlagen    Niedersachsens Schüler bei Pisa weit abgeschlagen  Lesekompetenz ausreichend, Mathematik mangelhaft, Naturwissenschaften ausreichend – hätten die Pisa-Forscher des Max-Planck-Institutes Schulnoten verteilt, wäre den 15-jährigen Schülern aus Niedersachsen kein gutes Zeugnis ausgestellt worden. Lediglich die Gymnasiasten durften vordere Plätze im Feld der 16 Bundesländer verbuchenNP,24.06.2002mehr ...
 NP,24.06.2002Kommentar: Es gibt ja noch Bremen   Niedersachsen liegt, wie andere SPD-regierte Bundesländer auch, nur im Mittelfeld – zum Glück gibts ja noch Bremen und Sachsen-Anhalt.  Im internationalen Vergleich aber siehts bei uns zappenduster aus. mehr ...
Zentralabitur
PISA  /    Zentralabitur : Beim Zentralabitur dreht CDU den Spieß um    Gabriels neuer Vorschlag soll auf die Probe gestellt werden / Lob von der Wirtschaft / Jürgens-Pieper spricht mit Eltern
   Mit seinem Vorstoß zum Zentralabitur hat Ministerpräsident Sigmar Gabriel die CDU-Opposition überrascht, in der nächsten Landtagssitzung aber wollen die  Christdemokraten den Spieß umdrehen. In einem Entschließungsantrag fordert  die CDU die sofortige Einführung des Zentralabiturs in Niedersachsen – und rechnet mit einer zumindest uneinheitlichen Antwort aus der SPD-Fraktion. Bislang jedenfalls hielt man dort wenig vom Schulmodell aus dem Süden. ...      Bei der Wirtschaft stieß der jüngste bildungspolitische Vorstoß der Landesregierung auf ein positives Echo. Die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) bezeichneten Zentralabitur und Leistungstest als „überfällig“ .... Dagegen lehnten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Jusos zentrale Prüfungen strikt ab. Der SPD-Nachwuchs verlangte, die Vorschläge sofort zurück zu nehmen.        HAZ, 22.06.2002      mehr ...
PISA  /    Zentralabitur : Zentralabitur lenkt ab vom Versagen des Schulsystems - GRÜNE gegen Gabriels neuen schulpolitischen Quickie   "Gabriels neuester schulpolitischer Quickie löst die Probleme nicht. Wenn im Vorgriff auf PISA E von Bayern gelernt werden soll, dann sollte zunächst die Unterrichtsversorgung verbessert werden", sagte Litfin. Untersuchungen zeigten, dass die SchülerInnen in Bayern bis zum Ende der 9. Klasse 832 Wochenstunden Unterricht mehr erhalten als in Niedersachsen. Das sei eine Differenz von mehr als 9%. "Nur vom Wiegen wird keine Sau fett", so Litfin.    Grüne, 20.06.2002 Presseerklärung mehr ...
Gabriel: Ab 2003 Abitur für alle gleich Paukenschlag in Niedersachsens Bildungspolitik: Das Land will bis spätestens 2007 das Zentralabitur einführen. Das kündigte am Donnerstag Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) als Reaktion auf das schlechte Abschneiden des Landes in der PISA-Studie an. Damit werden allen Schülern am gleichen Tag landesweit im jeweiligen Prüfungsfach gleiche Fragen gestellt.
   Am Ende der Klasse vier, sechs und acht werden zudem künftig zentrale Vergleichstests in allen Schulen geschrieben. „Qualitätschecks”, nennt sie Kultusministerin Renate Jürgens Pieper (SPD). ...
    Gabriel werde von der PISA-Panik getrieben, kopiere nur CDU-Vorstellungen, kritisierte Bernd Busemann, Unions-Fraktionsvize im Landtag. Die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Litfin, sprach vom „schulpolitischen Quickie”, der  Philologenverband von „Aktionismus”.  NP, 21.06.2002   mehr ...
PISA-E
PISA:Pisa-Studie: Bayerns Schüler spitzeDie Union frohlockt im Wahlkampf: Im Länder-Ranking der Schulstudie Pisa schneiden die unionsgeführten Bundesländer offenbar besser ab als SPD-Hochburgen. Die vorab bekannt gewordene Auswertung sieht Bayerns Schüler vorn, gefolgt von Baden-Württemberg.  Schlusslichter seien Sachsen-Anhalt, Bremen und das Saarland. Niedersachsen liege im Mittelfeld.NP, 17.06.2002  mehr ...
PISA:Macht SPD-Politik dumm? Der Streit um Bildung legt an Schärfe zu. Unions-Länder schneiden in der Pisa-Studie besser ab als SPD-geführte. Der Macher der Studie, Andreas Schleicher, warnte: Erst nach Einbeziehung der sozialen und ökonomischen Hintergründe der einzelnen Länder  könne eine Vergleichbarkeit hergestellt werden. 
   Schlaue Schüler haben schlaue Politiker? Diese Gleichung geht aus Sicht der Lehrergewerkschaft GEW nicht auf. Die Vorsitzende Eva-Maria Stange nannte es  „kaum verwunderlich“, dass Bayern und Baden-Württemberg gute Schulleistungen erzielten. Dies sei aber nur bedingt auf die höheren Investitionen in die Bildungspolitik zurück zu führen. Grund ist für Stange auch die besonders niedrige Zahl an Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern. NP, 17.06.2002  mehr ...
PISA:Bayern ist bei Pisa-Test Spitze – Niedersachsen liegt im Mittelfeld  Die ersten Ergebnisse des Pisa-Schulvergleichs unter den Bundesländern haben am Wochenende heftigen Wirbel ausgelöst. CDU und CSU sehen sich in ihrer Schulpolitik bestätigt, weil unionsregierte Länder an der Spitze stehen.  Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) warf der SPD Versagen in der Bildungspolitik vor. Die Unionsländer wollen am heutigen Montag bei einem Bildungsministertreffen in Bonn die von Bundeskanzler Gerhard Schröder angebotene Bundeshilfe zum Ausbau von 10 000 neuen Ganztagsschulen ablehnen. Sie befürchten einen Eingriff in die Kulturhoheit der Länder. Auch Hilfen für den Deutschunterricht von Ausländerkindern sowie für Leseförderung stoßen bei ihren Bildungsministern auf Widerstand. Der Bund solle sich ausschließlich auf Projekte außerhalb der Schulen beschränken, heißt es in einer Vorlage.   HAZ, 17.06.2002mehr ...
PISA:Besuch im pädagogischen Paradies - was wir von Finnland lernen können Furcht vor der roten Laterne  ..
Darum sind Finnlands Schulen besser Deutschland:
* Das mehrgliedrige Schulsystem erlaubt Lehrern, schwache Schüler auf die nächstniedrige Schulform abzuschieben, statt sie zu fördern
* Gesamtschulen wurden nicht als Regelschule eingeführt, darum besuchen sie nur schwächere Schüler
* Ganztagsschulen sind die Ausnahme, ab mittags sind Kinder berufstätiger Eltern ohne Betreuung und Kontrolle
* Bürokratische Gängelung und zentralistische Organisation dämpfen die Motivation der LehrerFinnland:
* Da es nur eine Gesamtschule gibt, müssen Lehrer jeden Schüler fördern. Sozialpädagogen und Schulpsychologen helfen
* Die Gesamtschule als Regelschule hat sich bewährt: 60 Prozent eines jeden Jahrgangs machen Abitur, private Nachhilfe ist unbekannt
* Es gibt nur Ganztagsschulen, an denen die Kinder beim gemeinsamen Mittagessen Sozialkompetenz erwerben
* Die Schulaufsicht ist abgeschafft, die Schulen arbeiten sehr autonom. Das motiviert die Lehrer.. Die WELT, 09.06.2002  mehr ...
PISA: "Die Schulen müssen den Eltern mehr vertrauen" " Im Gespräch  Renate Hendricks: In der Schulpolitik rufen nach PISA und Erfurt wieder viele nach den Eltern. Die Vorsitzende des Bundeselternrates vermisst jedoch zuglich die Unterstützung: "Wir werden nicht immer als Partner ernst genug genommen.  HAZ 28.05.2002 mehr ...
PISA: Von Finnland "Pisa" lernen "Vor Jahrzehnten haben die die Gesamtschule für alle durchgesetzt", berichtete Lemke, das sei nicht ohne Konflikte gegangen, aber heute sei das Modell verpflichtend für alle. Und es gibt in ganz Finnland keine einzige Privatschule. Die Schüler haben weniger Unterrichtsstunden als in Deutschland. Und die Lehrer werden schlechter bezahlt. Aber dafür hat Lemke ein "unglaublich gutes Lernklima" vorgefunden, "Fördern statt Auslesen" sei die Devise, in den ersten sechs Jahren darf niemand sitzen bleibenTageszeitung Bremen, 24.05.2002  mehr ...
PISA: Testen ohne Noten  Für die Bildungsberichte in Finnland und Schweden werden in der fünften und neunten Klasse im ganzen Land Tests geschrieben - aber nicht um die Schüler zu benoten. "Wir wollen herausfinden, wo die Schüler Schwächen haben und wo die Schulen sie künftig besser fördern müssen"   Tageszeitung, 24.05.2002  mehr ...
PISA: Furcht vor der roten Laterne  Über sein Heimatland schüttelt Andreas Schleicher ("Mister Pisa International"), der Deutsche in Paris, nur den Kopf. "Nirgendwo auf der Welt wird Wissenschaft und Politik in der Pisa-Debatte so vermischt." Viele wollten vieles nicht wahrhaben. Der Preis dafür sei, dass auf Nebenschauplätzen Energie verschwendet wird. Eine kurz vor der Veröffentlichung stehende Studie der OECD, die der Frage nachgeht, wie sich die frühe Selektion der Kinder auf spätere Leistungen auswirke, zeige sich, so Schleicher, über alle Zweifel erhaben. "Kein System mit früher Selektion findet man in der internationalen Spitzengruppe." 
Warum? Jukka Sarjala, der Präsident von Opetushallitus, dem Zentralamt für Unterrichtswesen in Helsinki, übrigens ein der konservativen Partei nahe stehender Mann, erklärt das den vielen erlösungsbedürftigen Deutschen so: Wenn die Schüler nicht vor der 9. Klasse getrennt würden, bringe das Ruhe und Konzentration in die Schule. Schließlich sind die Schüler dann nicht wie auf den Gymnasien hierzulande unter Druck, einen "Abstieg" in die Realschule zu vermeiden. Schüler, Lehrer und auch Politiker könnten sich ganz ums Lernen und um andere wichtige Dinge kümmern. Genau das aber fällt den bildungspolitischen Akteuren hierzulande schwer. Zu denken geben sollte ihnen eine Definition des Freud-Schülers Alfred Adler. Der verstand unter einem Neurotiker einen lernbehinderten Menschen, der so sehr mit sich befasst ist, dass er nur noch wenig Kapazität für die Welt übrig hat.  Die Zeit  22/2002  mehr ...
Länder wollen deutsches Schulsystem radikal verändernDie Kultusminister der Länder wollen nach dem Pisa-Schock die deutschen Schulen radikaler verändern als ursprünglich geplant.  Nach der SPD legte gestern auch die Union überraschend ein umfassendes Maßnahmen-Paket zur Verbesserung der Schulqualität vor. Es sieht Abschlussprüfungen in allen Schularten und zuvor regelmäßige Orientierungsarbeiten sowie bundesweite Tests vor.
Die Grundlage dafür bilden einheitliche "Bildungsstandards" in den wichtigen Kernfächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften. Sie zielen auf die Abschlussklassen der Grundschule, der Hauptschule, der Realschule und der jeweiligen Übergangsklasse in die gymnasiale Oberstufe.   NP, 24.05.2002mehr ...
Schüler werden öfter kontrolliert Frankfurter Rundschau, 24.05.2002 mehr ...
"Lehrer beurteilen Schüler oft falsch"  (Dr. Hanna Kiper) Kritisch sieht Kiper die Aufteilung in vier weiterführende Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule). „Das fördert die Einstellung: Dieser Schüler gehört nicht hierher, der ist auf einer anderen Schulform besser aufgehoben. So werden Schüler schnell abgeschoben, statt sich mit ihnen auseinander zu setzen.“ Man dürfe nicht nur gute Schüler, sondern „muss auch schlechte Schüler fördern.“   Ostfriesen-Zeitung, 24.05.2002  mehr ...
Lust am Vergleich  Kommentar von Jörg Kallmeyer  Die neue Lust am Vergleich verspricht mehr Wettbewerb. Den Ländern wird dies helfen, den Gestaltungsdrang des Bundes in Schulfragen abzuwehren. Für Schüler und Eltern ist es das Mindeste, was aus Pisa folgen musste.   HAZ, 25.05.2002  mehr ...
Thema verfehlt  Kommentar von Christian Füller  Zentrale Abschluss- und Übergangsprüfungen sind nun mal keine Instrumente differenzierter Diagnose, sondern haben eine ganz andere Funktion: Schülern den Aufstieg zu ermöglichen oder sie durch den Rost fallen zu lassen. Sein oder Nichtsein. Dahinter verschwindet das wirklich wichtige Wissen über die Schulen: Wie die Schülerzusammensetzungen sind, welchen Einfluss die Art des Unterrichts hat, welche Rolle die Qualifikation der Lehrer spielt.  Tageszeitung, 25.05.2002  mehr ...
Test für Schüler und Schulen Kommentar von Bärbel Krauß Jetzt rückt stärker ins Blickfeld, was die Schüler gelernt haben. Um Erfolgskontrolle geht es. Haben Schüler Defizite, muss das früh erkannt werden, damit die Schule darauf reagieren kann. Dass Tests geschrieben werden, ist aber noch keine Garantie, dass Leistungsschwächen erkannt werden. Das zeigen die abertausend Klassenarbeiten, die geschrieben wurden, ohne die massiven Lese- und Rechenschwächen der Kinder zu Tage zu fördern. Stuttgarter Zeitung, 25.05.2002 mehr ...
PISA: KMK-Pressemitteilung Bonn, 24.05.2002:  298. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz am 23. und 24. Mai 2002 in EisenachIm Mittelpunkt der Beratungen standen folgende Themenbereiche:1. Schulen fördern – Erziehung stärken – Gewaltprävention ausbauen   /   2. Weitergehende Folgerungen aus PISA 2000: Laufende und geplante Maßnahmen der Länder in den zentralen Handlungsfeldern    / 3. Bericht über Bildung in Deutschland   /  4. Bildungsstandards zur Sicherung von Qualität und Innovation im föderalen Wettbewerb der Länder  /   5. Überarbeitung der Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch  /  6. Konsequenzen der Zuwanderung für Schulen  /   7. Länder- und hochschulübergreifende Qualitätssicherung in Deutschland.     mehr ...
Reiche Kinder kommen leichter an Bildung Von Chancengleichheit kann in Deutschland keine Rede sein
Die Bildungsschranken sind in Deutschland nahezu unüberwindbar, das ist das Ergebnis der Pisa-Studie. Die Kultusminister suchen jetzt nach Lösungen - nicht zusammen, sondern jeder auf seine Art. Stuttgarter Zeitung, 09.03.2002mehr ...
Jeder dritte Schüler nicht studierfähig  "30 Prozent unserer Neuzugänge sind völlig unzureichend ausgebildet", rügt der neue Rekor der Fachhochschule, Prof. EberhardMenzel. "Wir können PISA nur bestätigen. Die Abiturienten sind teilweise nicht studierfähig." Westfälische Rundschau, 09.03.2002  mehr ...
Evaluation ist bei uns ein Hasswort(Frankfurter Rundschau vom 07.03.2002)
Schulentwicklungsforscher Hans-Günter Rolff: Der Pisa-Schock wird Wirkung zeigen 
   Die ersten drei Monate der "Nach-Pisa-Ära" sind verstrichen. Aber das Bildungssystem scheint so zäh wie eh und je. Über Tabus der Selbst- und Fremdbeurteilung unter Lehrern, den Umbau des Schulsystems und Wegen "aus dem Modernitätsrückstand" sprach FR-Redakteur Jörg Feuck mit Professor Hans-Günter Rolff, Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der Universität Dortmund.    mehr ...
28.12.
2001
Bocholter Borkener Volksblatt   28.12.2001, "PISA-Schultest" schlägt nach wie vor  hohe Wellen
Deutsche Lehrer arbeiten unprofessionell
Düsseldorf (rpo). Nun schlägts 13 - Bildungsexperten haben tatsächlich einen Grund für das katastrophale Abschneiden deutscher Schüler beim internationalen Leistungstest "Pisa" ausgemacht. Schuld seien die mangelnde Weiterbildung von Lehrern und fehlende pädagogische Konzepte.mehr ...
(HAZ)
08.12.
2001
PISADie neue Bildungsreform: Wer macht unsere Schulen wieder fit ?  von Jörg Kallmeier. Die Experten hatten ihren Vortrag mit einem wichtigen Hinweis versehen: Man möge allen schnellen Lösungen misstrauen, warnten die Bildungsforscher, als sie Anfang der Woche die Pisa-Studie über die internationalen Schülerleistungen vorstellten. Aber da war es schon zu spät. Angesichts der Horrormeldungen über das blamable Abschneiden der deutschen Schüler hatten sich die Kultusminister der Länder bereits in einen kleinen Reformrausch geredet. Jeder will jetzt etwas bieten: neue Ganztagsschulen, mehr Lehrerfortbildung, Förderkurse in den Ferien, Unterricht schon im Kindergarten .... (HAZ)->Thema Schulreform  ->Qualität -> PISA
HAZ
+NP
07.12.
2001
PISA und Schulreform  Deutsches Schulsystem in der Kritik. Grafik zum Alter des Übertritts zu weiterführenden Schulen. Nur Deutschland und Österreich zeigen 10 Jahre. Die skandinavischen Länder 16 Jahre.  Armutszeugnis fürs Schulsystem. Wege aus der Bildungsmisere  "Woche"-Autor Gerold Scholz fordert: Die Schule und das Lernen müssen neu erfunden werden.   Kultusministerin will mehr Prüfungen für Niedersachsens Schüler. "Ich werde in den Klassen vier und sechs Vergleichsarbeiten als neues Instrument vorschlagen, damit die Schulen sich an zentralen Standards messen können". "Förderung der Kinder muss früher anfangen." Gespräch mit der Ministerin. "PISA kritisiert das dreigliedrige Schulsystem und favorisiert mehr integrativen Unterricht. Unterstützen Sie das ?" "Dass lässt sich aus PISA so eindeutig nicht herauslesen. Es gibt auch gegliederte Schulsysteme - etwa österreich - die wesentlich bessere Leistungen erbringen. Nur etwa 30 Prozent aller Eltern wollen Gesamtschulen. Deshalb greifen wir die Systemfrage nicht auf, Haupt- und Realschulen durch Gesamtschulen zu ersetzen. Die Förderstufe bietet mehr Kooperation zwischen den Schulformen, mer Integration ist politisch nicht durchsetzbar. Die SPD als Partei muss auch daran denken, wiedergewählt zu werden. " (NP)  Hickhack um Orientierungsstufe. Schuleiter kritisieren Pläne zur Abschaffung. Meinhold stellt Beschluss in Frage.  "Die Kinder können besser gefördert werden, wenn die Schulen die Förderstunden wieder bekommen, die gestrichen wurden". "Es wird (in anderen Ländern) mehr Geld für Bildung ausgegeben, und es gibt Ganztagssschulen" (HAZ).
-> www.pisa.oecd.org  -> Thema PISA   -> Qualität von Schule    -> Thema Schulreform
Niedersächsischer Philologentag fordert neue Kultur der Anstrengung - Empörung über Kultusministerin- "Weg von der Spiel- und Spaßschule"  (Goslarsche Zeitung, Niedersachsenseite, 07.12.2001)
IGSPreis für IGS Mühlenberg.  Die Integrierte Gesamtschule Mühlenberg hat gestern in Berlin den ersten Preis im Schülerwettbewerb "Erinnern für Gegenwart und Zukunft - Dialog für Toleranz" erhalten. Mehr als 6000 Schüler von 200 Schulen beteiligten sich bundesweit ... mit Antisemitismus, rechter Gewalt und Rassismus. (HAZ).
HAZ
+NP
06.12.
2001
PISA und Schulreform Gegen Gabriels Pläne zur Schulreform wächst Widerstand. SPD-Kreise und ver.di halten an Orientierungstufe fest. (HAZ).PISA-Studie beflügelt Ruf nach flächendeckendem Angebot an Ganztagsschulen. Nach dem verheerenden Abschneiden deutscher Schüler im internationalen Vergleichstest PISA wird der Ruf nach mehr Förderung für schwächere Schüler und Ganztagsschulen lauter.
Auch die Arbeiterwohlfahrt sieht durch PISA ihre Erfahrunen aus der Schulsozialarbeit bestätigt: Erfolgreich sei das deutsche Bildungssystem nur bei der sozialen Abspaltung. "Sozial benachteiligte Kinder, insbesondere von Einwanderern, haben im deutschen Bildungssystem kaum Chancen."
In Niedersachsen warnte SPD-Landtagsfraktionschef Axel Plaue davor, die Schuldebatte auf den Streit über die Abschaffung der Orientierungsstufe zu verengen. Vielmehr sei die "eigentliche Frage immer gewesen, mit welchen Inhalten Schule ihren Bildungsauftrag bestmöglichst erfüllt." (NP)-> www.pisa.oecd.org  ->Thema PISA   -> Qualität von Schule  -> Thema Schulreform
HAZ
+NP
05.12.
2001
PISA   "Pisa" schockt Politik - viele Rezepte gegen den Bildungsnotstand.  Der Schock sitzt tief: Im internationalenSchülervergleich gehört Deutschland zu den Schlusslichtern, ergab die "Pisa"-Studie, die gestern offiziell vorgestellt worden ist. In keinem anderen Industrieland ist die soziale Herkunft so entscheidend für den Schulerfolg wie in Deutschland. Für heute haben die Kultusminister überraschend in Bonn zu einer Sondersitzung eingeladen. (NP) Der Pisa-Schock: Eine internationale Studie erschüttert unser gesamtes Bildungswesen.Hilflos ohne Formeln: Deuschen Schülern fehlt die Förderung.Im Zeugnis nur schlechte Noten.Viel Spaß, keine Noten: Finnlands Schüler sind Spitze (HAZ).-> www.pisa.oecd.org  ->Thema PISA   ->Qualität von Schule
HAZ
04.12.
2001
PISADeutschlands Schulen unter Reformdruck. Katastrophales Abschneiden bei Vergleich / Niedersachsen will Fortbildungspflicht für Lehrer. (HAZ). Schulvergleich:  Angehängt meint Jörg Kallmeyer. "Lehrerfortbildung muss verpflichtend werden."(HAZ) Im Gespräch Renate Jürgens-Pieper. Die niedersächsisches Kultusministerin ist erschrocken über das Abschneiden deutscher Schüler im internationalen Vergleich. Sie will mehr Leistungsüberprüfungen für Schüler einführen und Lehrer zur Fortbildung verpflichten (HAZ)->Qualität 
NP
03.12.
2001
Miese Noten für deutsche Schüler hat die PISA-Vergleichsstudie ergeben  (NP). Claus Lingenauber rät deshalb im Kommentar:  "Von den Finnen lernen."   (NP). mehr ...  ->Qualität von Schule
GEW-Stellungnahme zu PISA-Ergebnissen, 03.12.2001
GEW-Vorsitzende fordert "Qualitätsoffensive für Bildung"

Berlin/Frankfurt - Ein "miserables Zeugnis für ein überholtes Schulsystem" sieht die GEW-Vorsitzende Stange in den deutschen Resultaten der PISA-Studie.
    Jetzt gehe es darum, "die Ergebnisse schonungslos zu analysieren und den Ursachen des vernichtenden Urteils auf den Grund zu gehen", verlangte Stange. Wörtlich sagte sie: "Wir müssen dieses Attest über unsere Schulmisere als Chance für ein grundsätzliches Umdenken in der Bildungs- und Schulpolitik begreifen."
    An den Ergebnissen gebe es "nichts zu deuteln". Im internationalen Vergleich spielten "Deutschlands Schulen in der dritten Liga". Dafür lägen nicht zu leugnende Fakten auf dem Tisch.
    Klar sei jedoch, dass sich die schwachen deutschen Schülerleistungen nicht alleine aus der Schulpraxis erklären ließen. Auch das Schulsystem müsse hinterfragt werden. Insgesamt brauche Deutschland eine Debatte über die "gesellschaftliche Wertschätzung und die Bedingungen von Bildung". Dabei müsse auch über zusätzliche Bildungsinvestitionen geredet werden. 
    Es müsse zu denken geben, dass zum Beispiel beim ausschlaggebenden Leseverständnis die bestplatzierten europäischen Länder Ganztagsschulsysteme hätten.
    Ebenso würden die Kinder dieser Länder mindestens bis zum zwölften ( Belgien und Irland), die meisten jedoch bis zum 16. Lebensjahr gemeinsam eine Schule besuchen.
    Als Konsequenz aus der PISA-Studie forderte Stange eine "Qualitätsoffensive für bessere Schulen". Diese Offensive müsse von einem breiten Bündnis getragen werden, dem vor allem die direkt von Schule Betroffenen sowie die für Veränderungen politisch und pädagogisch Verantwortlichen angehörten.
    Angefangen vom Schulsystem über die Erziehung und Bildung der Kleinsten, das Angebot von Ganztagsschulen bis zur Rolle der Lehrkräfte müsse  über alles neu diskutiert werden. 
    Vor allem aber gelte es, auch kritisch über die frühkindliche Erziehung in Deutschland nachzudenken. Stange regte an, nach dem Motto "Bildung von Anfang an" die halbtägige Kindertagesstätte zu einer ganztägigen KinderSchule auszubauen. Die KinderSchule müsse  zum Bildungssystem gehören, sei jedoch nicht vergleichbar mit einer herkömmlichen Schule. Sie soll nach schwedischem Vorbild auf der Grundlage eines besonderen Bildungsauftrages mit altersangemessenen pädagogischen Konzepten arbeiten. Die KinderSchule könne Stärken und Schwächen frühzeitig erkennen und entsprechend fördern.
    Grundsätzlich leide das deutsche Schulwesen unter einem "gravierenden Mangel an geeigneter Förderung". "Das selektive Schulsystem führt zu einer selektiven Pädagogik", stellte die GEW-Vorsitzende fest. Nicht die individuellen Fähigkeiten stünden im Blickpunkt, sondern die Frage, ob ein Kind in eine Bildungseinrichtung passe oder nicht. Frühe Auslese müsse deshalb durch ein "System ohne Brüche und Leistungsdruck" ersetzt werden. Stange wörtlich: "Wir brauchen eine Pädagogik des Vertrauens und nicht der Angst."
     Schließlich brauche Lernen auch Zeit. Deshalb müsse auch Deutschland ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen bekommen. In der Ganztagsschule, die mehr sei als eine Halbtagsschule mit Betreuung, sehe die GEW eine wesentliche Voraussetzung für Schulreform insgesamt. In diesem Zusammenhang machte Stange darauf aufmerksam, dass in der EU außer Deutschland nur noch Griechenland und Österreich keine Ganztagsschulsysteme hätten.
    Nicht zuletzt seien auch die Lehrkräfte gefordert. "Als "Profis für das Lernen" würden gerade sie bei der Veränderung von Schule gebraucht.
    So könnten Lehrerinnen und Lehrer "professionelle Lerngemeinschaften" bilden, um Ziele und Bedingungen für die Verbesserung der Leistung "ihrer" Schule zu formulieren. Dabei sollten sie verstärkt um die Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern bemüht sein und sich auch den Nutzen von Evaluation zu eigen machen.
      Angesichts der offenkundigen Schulmisere in Deutschland müssten die "Zeiten des ideologischen Gezänks vorbei sein", forderte die GEW-Vorsitzende. "Wenn uns die Länder mit integrierten Schulsystemen bei internationalen Vergleichen wiederholt überlegen sind, dann hilft kein 'weiter so', dann müssen wir nach vorn denken und hinschauen, was die besser machen", verlangte die GEW-Chefin.

NP, 03.12.2001
Miese Noten für deutsche Schüler
Schlusslicht bei weltweitem Leistungsstest. Experten fordern radikale Reformen.

    BERLIN. Setzen, Sechs! Deutschland Schüler haben beim weltweit größten Schulleistungstest "Pisa" ein katastrophales Zeugnis erhalten.
    Im Vergleich mit 32 Industriestaaten landete die Bundesrepublik in allen drei Leistungskategorien (Lesen, Rechnen, Naturwissenschaft) jeweils auf einem der hintersten Plätze (20.  bis 25.). Die schlauesten Schüler kommen aus Finnland, Korea, Kanada und Japan.
    Erschreckend für die Schulforscher: Gut jeder fünfte deutsche Schüler (22,6 Prozent) erreicht bei der Lesekompetenz nur die niedrigste Leistungsstufe - nur Mexiko, Brasilien und Lettland waren noch schlechter. Die Fähigkeit einen Text zu lesen und den Sinn zu verstehen, gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen, um sich im Leben und Beruf zurechtzufinden.
   Die Mehrzahl der leistungsschwachen Schüler ist männlich und stammt aus dem sozial schwachen Milieu. Aber selbst die besten deutschen Schüler lagen im Vergleich mit den Besten  anderer Länder unter dem Durchschnitt.
   Arbeitgeberchef Dieter Hundt sprach von einer "neuen Bildungskatastrophe". Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, sagte: "Schlimmer hätte es nicht kommen können."
    Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) forderte, Deutschland müsse seine Kinder "besser und früher" fördern. Kultusminister-Präsidentin Annette Schayan (Baden-Württemberg/CDU) kündigte massive Verbeserungen bei der Lehrerausbildung an und forderte eine Pflicht zur Fortbildung von Pädagogen.
   "Zu viel Stoffdruck, aber zu wenig Denkdruck" in den Schulen sieht Ludwig Eckinger, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung.
   Für die "Pisa"-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurden weltweit mehr als 260 000 Schüler getestet.

NP, 03.12.2001, Schülertest
Von den Finnen lernen
von Claus Lingenauber

   Irgendjemand findet sich immer, der noch schlechter ist. Thanks God, there's Arkansas, heißt ein geflügeltes Wort in Amerika: Gottseidank gibts noch Arkansa. Damit trösten sich US-Bundesstaaten, die in jährlich veröffentlichten Rankings am unteren Ende landen - aber noch vor Bild Clintons Heimatstaat.
   Zum Glück gibs noch Mexiko, können wir natürlich sagen. Ein Trost ist das jedoch nicht. Deutschland, das Exportland Numemr eins, findet sich im weltweit größten Schülerleistungstest durchgängig auf den hinteren Plätzen wieder. Auch bei der Chancengleichheit sieht es hier zu Lande schlecht aus. Sogar das Lesen bereitet vielen Schülern inzwischen Probleme. Ein Trauerspiel. Denn wer einen Text nicht richtig lesen kann, versteht auch seinen Sinn nicht. Wie sollen solche Schüler unsere immer komplexere Wirklichkeit begreifen ?
    Misserfolge in der Berufswelt sind so programmiert. Deutschland ist in der EU schon jetzt Wachstums-Schlusslicht. Mit schlecht ausgebildeten Schülern sitzen wir irgendwann auf Dauer dort. Dann helfen auch Green Cards nicht mehr weiter.
   Seit Jahren betonen Politiker aller Coleur wieder die Notwendigkeit von Bildungsreformen. Passiert ist aber so gut wie nichts. Dabei gehört unser gesamtes Schulsystem auf den Prüfstand - bis hin zur Lehrerausbildung. Außerdem ist Bildungspolitik zu wichtig, als dass man sie solch schwerfälligen Gremien wie der Kultusministerkonferenz überlassen arf.
   Vielleicht soltlen sich unsere Experten einfach mal in Finnland umschauen. Dort könnten sie lernen, wie ein erfolgreiches Schulsystem aussieht. Das kleine Finnland ist nämlich Nummer eins in Europa.
   Den Autor erreichen Sie unter lingenauber@neuepresse.de

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