Volksbegehren für gute Schulen. Einmal im Monat gibt der Landeswahlleiter die Zahlen bekannt - der neueste Stand beim Volksbegehren (15.02.2010): 28.055 Unterschriften, davon 7.013 aus Hannover, 2.156 aus Neustadt, 2.032 aus Garbsen, 1.670 aus Langenhagen, 1.502 aus Osterholz und 1.028 aus Cuxhaven. Am 08.05.2010 ist ein niedersachsenweiter Aktionstag geplant ! Macht mit !

Neue Vorsitzende des Stadtelternrates Hannover

Ute Janus Ute Janus (janus.ute[at] t-online.de), Schenkendorfstr. 16, 30177 Hannover, Tel 0511 / 69 05 33
stellv.Vorsitzende: Elisabeth Lohmeyer (GS); Beisitzer: Dirk Sieverling (Gym), Ulla Konrath (GS) und Mandy Leupold (HS)
Die nächsten Sitzungen des Stadtelternrates sind am Mo, 15.03.2010, 26.04.2010, 17.05.2010, 07.06.2010, 23.08.2010, 20.09.2010, 25.10.2010, 22.11.2010, 06.12.2010, 20:00 Uhr, im Gobelinsaal im Neuen Rathaus. Die Sitzungen sind nicht öffentlich.
Die nächste Sitzung des AK Gesamtschulen ist am 09.03.2010 um 20:00 Uhr im Neuen Rathaus, Collegienzimmer
>> LER Nds >> PI 21.12.09 - Landeselternrat (LER) - Volksbegehren: Ausdruck für den Unmut der Eltern
  >> PI 18.12.09 - Landeselternrat (LER) - Offener Brief an den Ministerpräsidenten
  >> PI 02.12.09 - Landeselternrat (LER) hält an freiem Elternwillen fest
  >> PI 14.11.09 - Landeselternrat (LER) wieder Mitglied im Bundeselternrat (pdf, 185 kb)
>> BER >> PI 22.11.09 - Bundeselternrat (BER) : Bundesregierung soll UN-Kinderrechtskonvention zügig umsetzen
Deutschland verschenkt enormes Wachstum durch schlechte Bildung >> Bildungsarmut und Bildungskosten
 
18.12.2009 Wulff: Gymnasien sollen schlechte Schüler schneller loswerden - Landeselternrat: hält an freiem Elternwillen fest
  Presseinfo 02.12.2009, >> Landeselternrat hält an freiem Elternwillen fest Mit großem Unverständnis hat der Landeselternrat Niedersachsen den Vorstoß des jüngsten FDP Parteitages aufgenommen, den freien Elternwillen bei der Schulwahl für die weiterführenden Schulen abzuschaffen. ...„Mit Zwangsmaßnahmen kann man die Probleme des niedersächsischen Schulsystems nicht lösen“ ...Aus Sicht des Landeselternrates ist einer Verbesserung der Zuverlässigkeit und der Objektivität der Schullaufbahnempfehlungen absolute Priorität vor Zwangsmaßnahmen einzuräumen ....
  HP, 18.12.2009, >> Gymnasien sollen schlechte Schüler schneller loswerden Die weiterführenden Schulen sollen künftig Kinder ohne entsprechende Schulempfehlung früher als bisher an andere Schulformen verweisen können. Das kündigte gestern Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) an.....
  HP, 29.11.2009, >> FDP: Aufnahmeprüfung an Gymnasien ? Es begann unspektakulär und endete mit einem Paukenschlag: Die niedersächsische FDP hat auf ihrem kleinen Parteitag am Samstag in Wilhelmshaven eine Debatte um den freien Elternwillen bei der Schulwahl angestoßen. . .. Die FDP-Leitlinien zur künftigen Bildungspolitik sehen nun eine Aufnahmeprüfung der weiterführenden Schulen vor, falls Grundschulen und Eltern unterschiedlicher Meinung über das Leistungsvermögen der Kinder sind..
 
08.12.2009, HAZ Schüler begreifen, wenn sie Anschauliches sehen
  HAZ, 08.12.2009 ...>> Wulff lernt bei der Ausbildung der Lehrer dazu „Aber Schüler begreifen dann, wenn sie Anschauliches sehen“, sagte Ingrid Radicke, Fachseminarleiterin Biologie. Die Kürzungen im Schulbiologiezentrum seien deshalb schade. „Dort gibt es Beratung für junge Lehrer und Quereinsteiger.“...>> mehr >> Proteste im Rat und Schulausschuss gegen die Kürzung
  HAZ, 08.12.2009 ...>> Wunschzettel fürs Kultusministerium ....Wir brauchen mehr Lehrer, damit nicht so viel Unterricht ausfällt“, sagte Valerie Helms, stellvertretende Schülersprecherin der IGS Mühlenberg. „Kleinere Klassen“, „kostenlose Schulbücher“ und „Abitur nach 13 Schuljahren“ lauteten Wünsche,....mehr
  PM, 02.12.2009, IGS Kronsberg: Projektwoche - eine Zeit übergreifenden, selbstständigen Lernens, des Lernens von und miteinander. Einmal etwas Eigenes machen, davon träumen viele Schüler. Doch im Unterricht ist das Mitspracherecht der Kinder oft eingeschränkt. So sollen Projektwochen die Möglichkeit bieten, eigene Ideen zu entwickeln. Projektwochen sind in der IGS Kronsberg Programm in den Jahrgängen 5-10. In diesem Schuljahr geht man an der IGS Kronsberg erstmals in Jahrgang 6neue Wege: Erstmals startete eine Projektwoche, bei der die Schüler ausschließlich ihre eigenen Einfälle verwirklichen konnten >> IGS Kronsberg auf dieser Homepage
 
09.12.2009, 15:30 Uhr „Integration durch gemeinsame Aktivitäten in der Grundschule."
ALLE INTERESSIERTE SIND HERZLICH EINGELADEN: am 09.12., 15:30 Uhr ins Foyer der GS Glücksburger Weg 6, am 10.12., 17:00 Uhr in den Theodor-Lessing-Saal der VHS Hannover

Die Rainbow Paper Initiative lädt ein: Am 9.12. um 15.30 Uhr findet im Foyer der Grundschule Glücksburger Weg 6 in Vahrenwald der festliche Abschluss der ersten Kooperation mit der Grundschule statt. Das Projekt trägt den Titel: „Integration durch gemeinsame Aktivitäten in der Grundschule. Eltern und Kinder lernen Deutsch durch Musik und Gesang.“

Am 10. 12 um 17.00 Uhr gibt es im Theodor-Lessing-Saal der VHS Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1 (gegenüber Neues Rathaus) wieder einen musikalisch-szenischen Deutschkursabschluss. GRENZüberGÄNGE heißt der musikalische Nachmittag u.a. mit Makhamad Mamedov am Klavier und der Sängerin Barbara Ellen Erichsen, die als Profis die Kursteilnehmenden unterstützten. In Kooperation mit der Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover entstand die sechste Auflage des preisgekrönten Deutsch-Kurs-Konzeptes.

Mit der Einladung will die Rainbow Paper Initiative neugierig machen auf ähnliche Projekte in anderen Schulen. Die Rainbow Paper Initiative erklärt: "Wir sind glücklich darüber, dass die Schulen und die Elternschaften so vielen unterschiedlichen wegweisenden Strategien zur Integration, zur Akzeptanz von Vielfalt in unserer Stadt Raum geben. Danke!"

Brief, 26.11.2009 Ina Korter: Lehrerstundenzuweisung für das Schulbiologiezentrum Hannover
  Liebe Eltern, zum Thema Stundenkürzungen im Schulbiologiezentrum hat Ina Korter einen Brief an die Kultusministerin geschrieben, den ihr hier zur Kenntnis bekommt. Bitte schreibt weiter Protestbriefe an das MK und besucht die Homepage des StER unter www.stadtelternrat-hannover.de , dort findet ihr aktuelle Informationen zum Schulbiologiezentrum. Gern werden die Schreiben von Schulelternräten auch auf der Homepage eingestellt. Mt freundlichen Grüßen Garnet Eichholz. >> Brief von Ina Korter als pdf,18 kb >> Proteste von Parteien
  HAZ, 26.11.2009 ...>> Schulausschuss kämpft für Schulbiologie .„Der Ministerpräsident lässt sich für die IdeenExpo feiern, aber das Schulbiologiezentrum soll für das Missmanagement in der Lehrerversorgung büßen“, sagte Michael Klie (SPD). Garnet Eichholz vom Stadtelternrat betonte, für Kinder sei das Lernen mit Hand, Herz und Verstand im Schulbiologiezentrum besonders wichtig und einprägsam. Die Lehrer sind dort vielfältig eingesetzt: Sie unterrichten, bilden Studenten aus und Lehrer fort, entwickeln Arbeitshilfen für den Unterricht und beraten ihre Kollegen an den Schulen. ...>> mehr
  NP, 26.11.2009 ...>> Rückendeckung für Schulsozialarbeiter ....CDU und FDP verteidigten die Kürzungen, da es einen großen Fachlehrermangel gebe und die Priorität auf dem Unterricht in der Schule liegen sollte. Dem widersprach Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: „Gerade im Schulbiologiezentrum lernen die Kinder mit Herz, Hand und Verstand viel effektiver.“ ....mehr >> Proteste im Rat und Schulausschuss
 
HAZ, 27.11.2009 Nachwahl zum Stadtelternrat geplant
29 von 51 Posten vakant

VON BÄRBEL HILBIG
In Abstimmung mit dem Land organisiert die Stadt eine Nachwahl zum Stadtelternrat. Aufgrund interner Konflikte hatten seit September 29 von 51 Mandatsträgern ihren Rücktritt erklärt, darunter alle fünf Vorstandsmitglieder
. Die zurückgetretenen Mitglieder hatten vorher versucht, den Stadtelternrat per Mehrheitsbeschluss aufzulösen. Das ist rechtlich jedoch nicht vorgesehen. Die ehemalige Vorsitzende Garnet Eichholz und ihr Stellvertreter Richard Lochte haben jetzt ebenfalls ihre Posten im Schulausschuss niedergelegt. Beide hätten sich durch langjährige ehrenamtliche Elternarbeit um Hannover verdient gemacht, sagte Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. "Das hat der Schulausschuss auch gewürdigt." Die Schwierigkeiten unter den Elternvertretern seien so kompliziert, dass sie sich einer Bewertung durch Außenstehende entziehen, sagte Klie. Er hoffe, dass das Gremium nach der Wahl zu einer sachorientierten Arbeit zurückkehrt.
Die Schulen müssen der Stadt bis 15. Dezember je zwei Eltern als Delegierte für die Nachwahlen am 25. Januar nennen
. Die Delegierten wählen jeweils für ihre Schulform Repräsentanten in den Stadtelternrat, der bis zu 30 Mitglieder plus 30 Stellvertreter umfasst. Beigelegt sind die Konflikte durch den Rücktritt einer der beiden Fraktionen nicht. Nach Auskunft der Stadt haben einige Delegierte bereits angekündigt, nicht zur Wahl zu erscheinen. Möglich ist, dass der Stadtelternrat dünn besetzt bleibt.

Fr, 13.11.2009 Volksbegehren am Freitag, den 13. (November 2009) gestartet
Homepage Das "Volksbegehren für gute Schule" ist gestartet. >> zur Homepage des Volksbegehrens
  >> Mehr zum "Volksbegehren" auf dieser Homepage
Video NDR am 13.11.2009 (Video) >> www1.ndr.de/mediathek/index.html?media=ndraktuell1392
  ZDF am 13.11.2009 (Video) >> www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/166#/beitrag/video/897720/Protest-gegen-Turbo-Abi/
PDF >> Unterschriftenliste (pdf , 1.350 kb)
  >> Hinweise für das Sammeln von Unterschriften (pdf, 42 kb)
  >> Anregungen für das Vorgehen beim Volksbegehren (pdf, 52 kb)
  >> Argumente zur Mindestgröße an Gesamtschulen (pdf, 45 kb)
  >> Argumente gegen die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien (pdf, 37 kb)
 
29.10.2009 Der Landeselternrat protestiert : Klassenbildung / Schulobst
PM, 29.10.2009 Klassenbildungserlass: Landeselternrat zieht vor Gericht
>> LER >> PI des LER Nds zur Klage wg des Änderungserlasses zur Klassenbildung (pdf, 187 kb)
PM, 29.10.2009 Landeselternrat fordert Niedersachsens Teilnahme am Schulobstprogramm
>> LER >> PI des LER Nds zum Schulobstprogramm (pdf, 186 kb)
PM, 29.> LER10.2009 Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes im Rahmen des NEKHG (Niedersächsischen Gesetzes zur landesweiten Umsetzung der mit dem Modellkommunen-Gesetz erprobten Erweiterung
kommunaler Handlungsspielräume)
>> LER >> PI des LER Nds zum Modellkommunen-Gesetz (pdf, 188 kb)
Mi, 11.11.2009 . 20:00 STER Laatzen: Schulpolitik in Niedersachsen

Grundschule Im Langen Feld, 30880 Laatzen >> Stadtelternrat Laatzen

Hat die Hauptschule eine Zukunft? Unterrichtsausfall und kein Ende – Lehrer verzweifelt gesucht! Doppelabitur in 2011: Die programmierte Katastrophe? IGS – das Patentrezept für die Schule der Zukunft?

 

17.10.09

Schreiben der Landesschulbehörde zu den Auseinandersetzungen im Stadtelternrat Hannover

Am 17.10.09 kam ein Schreiben der Landesschulbehörde mit der Nachricht, dass der Einspruch von zwei Mitgliedern des StER gegen die Wahl zum Vorstand des Stadtelternrates der Stadt Hannover vom 20.04.2009 zurückgewiesen wurde. Außerdem kam eine Antwort zum Einspruch von vier Mitgliedern des StER gegen die Abstimmung über die Selbstauflösung des StER.

 
Mo, 19.10. - Sa, 14.11.2009 Fotoausstellung "Bin ich Popstar oder Punk ?"

Eröffnung der Ausstellung am 19.10.2009 um 11:00 Uhr - Pausenhalle der IGS Linden - Neun Schülerinnen der Foto-AG der IGS Linden zeigen schwarzweiß Fotografiern: Camilla Ackermann, Norma Leipold, Antonia Leithäuser, Lara Maury, Sina Meiseberg, Luzie Niepel, Carlotta Oppermann, Katharina Rohde, Lucy Schinke

So, 08.11.2009, 14:00 Uhr - Do, 12.11.2009 "Zug der Erinnerung" in Hannover

Nachdem der ‚Zug der Erinnerung’ im Januar letzten Jahres für eine Woche in Hannover und Lehrte war, macht er im nächsten Monat wieder Station in unserer Region: vom 08. – 12.11. in Hannover Hauptbahnhof, Gleis 104 Öffnungszeiten 08:00 Uhr – 19:00 Uhr. Der Zug erinnert mit seiner Ausstellung an das Schicksal der Kinder und Jugendlichen, die vor über sechzig Jahren in die Vernichtungslager der NS Diktatur deportiert wurden. Informationen hierzu sind im Programm enthalten. Mehr

 
01.10.2009, HAZ Sprecher der Schuleltern zerstritten
Stadtelternrat vor Neuwahl
Die Missstimmigkeiten im Stadtelternrat nehmen kein Ende. Das gewählte Gremium, das die Interessen von Eltern mit Schulkindern vertritt, hat vor Kurzem versucht, sich mit einfacher Mehrheit selbst aufzulösen. Doch selbst darüber, ob das zulässig ist, gibt es Streit.
Seit Jahresanfang war der Stadtelternrat mit seinen rund 30 Mitgliedern in zwei Gruppen zerfallen, die sich gegenseitig mangelndes Interesse an der sachlichen Arbeit vorwerfen. Seitdem müssen die monatlichen Treffen eine Wonne für Masochisten gewesen sein. Es gab offenbar endlose Diskussionen über eine Änderung der Geschäftsordnung, die der einen oder anderen Seite vermeintlich mehr Einfluss beschert hätte. Nach außen trat das Gremium nicht mehr in Erscheinung – denn jede öffentliche Äußerung hätte abgestimmt werden müssen. Die langjährige Vorsitzende Garnet Eichholz und ihr Stellvertreter Richard Lochte fühlen sich durch diverse Vorwürfe gemobbt. Die Gegenseite wiederum wirft ihnen eigenmächtiges Verhalten vor.
Die Stadtverwaltung sammelt nun Rücktrittserklärungen. Wenn mehr als 50 Prozent der rund 30 Mitglieder und rund 30 Stellvertreter im Stadtelternrat gehen, gilt das Gremium als aufgelöst. Für eine Neuwahl müssten Delegierte aus allen Schulen sich zu einer Versammlung treffen, zu der die Stadt einlädt.
 
01.10.2009, NP Stadtelternrat löst sich auf
Stadtelternrat vor Neuwahl
HANNOVER. Die Querelen im Stadtelternrat sind erneut aufgebrochen. Wie gestern bekannt wurde, hat sich das Gremium in seiner Septembersitzung aufgelöst.
Ob dieser Mehrheitsbeschluss rechtswirksam ist, ist umstritten und wird auch von der Stadt geprüft. Hintergrund des Zoffs sind heftige Meinungsverschiedenheiten über eine neue Geschäftsordnung. Die hatten im Februar bereits zum Rücktritt des Vorstands geführt, der im Mai jedoch erneut bestätigt wurde. Seitdem soll sich der Streit weiter verschärft und sogar zu tätlichen Bedrohungen geführt haben. kra
 
22.09.2009, HAZ Lehrer sind für IGS Vahrenwald
Die Lehrer der Geschwister-Scholl-Realschule und der Karl-Jatho-Hauptschule haben sich für die Gründung einer Integrierten Gesamtschule auf ihrem Gelände ausgesprochen. Bei einer gemeinsamen Personalversammlung stimmten alle Lehrer bei nur einer Enthaltung für das Projekt. Die Stadtverwaltung hatte vor zwei Wochen angekündigt, dem Rat eine IGS Vahrenwald im Büssingweg vorschlagen zu wollen.
Die Leiter der bestehenden Schulen wünschen schnell mehr Informationen von der Verwaltung und ein deutliches Signal vom Rat, dessen Entscheidung wohl erst im Dezember fällt. Eine Gruppe von Lehrern würde dann bereits mit ersten Planungen beginnen. Ziel ist es,die IGS im August 2010 mit Fünftklässlern zu starten. Sie würde schrittweise Haupt- und Realschule ersetzen. bil
 
22.09.2009, NP Vahrenwald soll eine IGS bekommen
Lehrer von Karl-Jatho- und Geschwister-Scholl-Schule dafür. Warten auf grünes Licht der Stadt.
VON ANDREAS KRASSELT. HANNOVER. Die Weichen sind gestellt: Die dritte neue IGS für Hannover kommt offenbar nach Vahrenwald. In einer gemeinsamen Personalversammlung haben sich die Lehrkräfte von Geschwister-Scholl-Real- und Karl-Jatho-Hauptschule für die Gründung am Standort Büssingweg ausgesprochen.
Damit ist eine wichtige Hürde für die Umsetzung genommen worden. Das entscheidende Wort hat der Rat, doch an dessen zumindest mehrheitlicher Zustimmung zweifelt niemand. Die Verwaltung hatte vor einigen Wochen bekanntgegeben, neben der bereits arbeitenden IGS Stöcken und der zum kommenden Schuljahr startenden IGS Badenstedt eine weitere IGS-Neugründung so schnell wie möglich auf den Weg bringen zu wollen. Die 2008 durchgeführte Elternbefragung hätte einen entsprechenden Bedarf ergeben – und damit die wesentliche Bedingung des Schulgesetzes erfüllt.
Probleme bereitete indes die darüber hinaus geforderte Fünfzügigkeit,die etwa in der Südstadt mit bestehenden Schulgebäuden nicht hätte realisiert werden können
. Bei den beiden direkt nebeneinander liegenden Schulen am Büssingweg sieht das anders aus. „Technisch wäre hier eine Umsetzung möglich“, hatte Achim Dix, Leiter der Jatho-Schule, bereits vor zwei Wochen erklärt, „die Schulen verfügen über entsprechende Räumlichkeiten.“
Sobald nun ein klares Signal der Stadt als Schulträger vorliegt, wollen die Pädagogen zügig mit vorbereitenden Arbeiten beginnen
. Eine Initiativgruppe von Lehrkräften beider Schulen stehe dafür bereit, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Ziel sei es, ab August 2010 den Betrieb einer IGS mit dem 5. Jahrgang zu beginnen.
Haupt- und Realschule würden dann keine neuen Fünftklässler mehr aufnehmen und schrittweise abgebaut.
 
22.09.2009, HAZ, Leserbrief Kaum zu glauben - Ideenexpo statt Schulbiologiezentrum ?
Zu dem Bericht „IdeenExpo ein Riesenerfolg“ vom 14. September
Als Mutter von zwei naturwissenschaftlich interessierten Söhnen habe ich die Berichterstattung zur IdeenExpo verfolgt.
Ich las dort, dass diese Eventwoche vom Land mit 2,5 Millionen Euro bezuschusst wurde. Ich kann es angesichts leerer Kassen einfach nicht glauben, dass für so ein Projekt so viel Geld zur Verfügung gestellt wird. Andererseits aber sollen beim Schulbiologiezentrum, das kontinuierliche Arbeit im naturwissenschaftlichen Bereich leistet, die Lehrerstunden gekürzt werden.
Überall wird an der Bildung gespart, wenn Bibliotheken jetzt kein Geld mehr haben, um Literatur anzuschaffen, rächt sich das in den nächsten Jahren. Es würde mich interessieren, wie unsere Landesregierung die Ausgabe für die IdeenExpo rechtfertigt. Meiner Meinung nach wäre auch in diesem Fall mit weniger Aufwand mehr zu erreichen, was nutzt ein Event für Massen, wenn in den Schulen kein vernünftiger Unterricht stattfinden kann?
Hannover Kirsten Ackemann
 
22.09.2009, HAZ, Leserbrief Wichtig für die Kinder - Demokratie lernen
Zu dem Bericht „Grundschulkinder lernen Demokratie“ vom 14. September
Wie schön, dass jetzt auch die Kinder in einigen Grundschulen lernen müssen, wie Demokratie gelebt wird. Verantwortung in der und für die Gemeinschaft zu übernehmen, Wünsche und Vorstellungen angemessen anzumelden und zu vertreten, sind nur einige der Kriterien dieses Lernprozesses. Außerdem fühlen sich die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl bestätigt, da sie von den Erwachsenen ernst genommen werden.
Sie sind Mitgestalter ihres Arbeitsalltags und gewinnen so mehr Verantwortlichkeit für die Dinge ihres Umfeldes.
Ihr Bericht stellt sehr anschaulich dar, wie wichtig diese Art des Umgangs bereits für jüngere Kinder ist. Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass
schon vor zirka 15 Jahren in einigen Horten der Stadt Hannover auf der Basis von Kinderkonferenzen mit dieser Altersgruppe gearbeitet wurde.
Isernhagen Marianne Reichwein
 
08.09.2009 IGS Kronsberg "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"
  PM, 10.09.2009 >> IGS Kronsberg "Schule ohne Rassismus. Die Auszeichnung erfolgt am 18.9.2009 in der IGS Kronsberg um 14.15 Uhr (evtl.14.30 Uhr) während des diesjährigen Sommerfestes.n...>> mehr
 
08.09.2009 Stadt plant neue IGS in Vahrenwald - Auslaufmodell Hauptschule
  HAZ, 08.09.2009 >> Stadt plant neue IGS in Vahrenwald. „Die Stadt will so schnell wie möglich eine weitere neue Integrierte Gesamtschule (IGS) auf den Weg bringen. „Wir sehen den Bedarf, und wenn zwei Schulen sich dazu zusammenfinden, machen wir das“, sagt Schuldezernentin Marlis Drevermann...>> mehr
  NP, 08.09.2009 >> Stadt bekommt eine dritte neue IGS. Jahrelang hatte sich nichts bewegen können – trotz unverändert hohen Bedarfs. Jedes Jahr mussten rund 200 bis 300 Schüler, die an eine Integrierte Gesamtschule gehen wollten, abgelehnt werden.Doch nachdem das Land das Neugründungsverbot aufgehoben hat, geht es Schlag auf Schlag....>> mehr
  HAZ, 08.09.2009 >> Thema des Tages: Auslaufmodell Hauptschule. An der Karl-Jatho-Schule hatten zunächst nur fünf Familien ihre Kinder für die fünfte Klasse der Hauptschule angemeldet. ... Die Situation ist auch für andere Hauptschulen nicht untypisch. Eltern versuchen, ihre Kinder möglichst lange von dem Schultyp, der vermeintlich keine Chancen bietet, fernzuhalten...>> mehr
  HAZ, 08.09.2009 >> Schülerzahlen steigen In Hannover werden die Schülerzahlen in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht zurückgehen, sondern wahrscheinlich noch ansteigen.In diesem August wurden 4100 Kinder in Hannover eingeschult. ...Im kommenden Jahr ist mit 180 zusätzlichen Schulanfängern zu rechnen....>> mehr
 
Eigenmeldung - 16.09.2009 Initiative aus Hannover bereitet Volksbegehren gegen Turboabi vor

Die Meldung "Eltern starten Volksbegehren gegen Turboabi" ist aufgrund eines Irrtums in die Presse gelangt. Wie Frau Rose, Vorsitzende des Braunschweiger Stadtelternrates auf der Sitzung zur Vorbereitung eines Volksbegehrens am 15.09.2009 in Hannover mitteilen liess, hat der Stadtelternrat Braunschweig nicht beschlossen, ein Volksbegehren zu starten. Allerdings gab es eine Diskussion auf einer Sitzung des Stadtelternrates. Bei dieser Sitzung war ein Journalist dabei. Es ist kein Antrag aus Braunschweig für ein Volksbegehren eingegangen.

In Hannover ist am 15.09.2009 eine Steuerungsgruppe gegründet worden, um ein Volksbegehren vorzubereiten. Im Oktober wird beim nächsten Treffen beraten werden, mit welche Auftaktaktion öffentlich gestartet wird.

Entwurf vom 14.09.2009 - Volksbegehren - Gesetz zur Änderung schulrechtlicher Bestimmungen

§ 1

An Gymnasien (§ 11 NSchG) und Gesamtschulen (§ 12 NSchG) werden die Schuljahrgänge 5 bis 13 geführt. Sie können ohne die Schuljahrgänge 11 bis 13 geführt werden.

§ 2

Eine Gesamtschule kann dreizügig geführt werden, wenn

- andernfalls unzuzmutbare Schulwege zu einer anderen Gesamtschule entstünden oder
- sie die einzige Schule im Sekundarbereich 1 am Standort ist oder
- ein vorhandener Gebäudebestand sinnvoll genutzt werden kann

§ 3

Zum 1. August 2002 bestehende Volle Halbtagsschulen werden fortgeführt; für sie findet § 23 Abs. 3 Satz 3 NSchG in der bis zum 31. August 2002 geltenden Fassung weiter Anwendung.

 

Die bei einzelnen Sätzen Bezüge zu Fußnoten wurden hier weggelassen.

HAZ, 07.09.2009 Eltern starten Volksbegehren gegen Turboabi

Braunschweig (lni). Niedersächsische Gymnasien und Gesamtschulen sollen nach Ansicht von Elternvertretern selber darüber entscheiden können, ob sie das Abitur nach acht oder neun Jahren wollen.
Mit diesem Ziel haben Eltern aus Hannover, Göttingen, Oldenburg und Braunschweig ein Volksbegehren auf den Weg gebracht. Das teilte die Vorsitzende des Braunschweiger Stadtelternrats, Reginade Rose, am Wochenende mit. Gegen die Verkürzung der Schulzeit für Abiturienten von 13 auf zwölf Jahre gibt es Widerstand, vor allem weil Eltern eine Überlastung ihrer Kinder durch den komprimierten Unterrichtsstoff fürchten.
„Was wir mit dem Volksbegehren auch erzielen wollen, ist, dass die Realschulen wieder attraktiver werden“, sagte de Rose. Mit einem vernünftigen Abschluss könnte man dann wieder ganz bequem ans Gymnasium wechseln.“ Nach der „G8“- Regelung müssen Realschulabsolventen, die das Abitur anstrebten, die zehnte Klasse am Gymnasium wiederholen.
Ein weiteres Ziel des Volksbegehrens ist es, die Gründung von Integrierten Gesamtschulen zu erleichtern. Die bisherige Vorgabe, dass es mindestens fünf Klassen pro Jahrgang geben muss, soll nach dem Willen der Elternvertreter auf vier herabgesetzt werden. „Damit wird es auch möglich, an Standorten, die ein bisschen weiter draußen liegen, Gesamtschulen zu gründen.“
Mindestens 25 000 Unterschriften müssen binnen sechs Monaten zusammenkommen, damit das Begehren überhaupt zugelassen wird. Insgesamt müssen dann nach einem weiteren halben
Jahr 600 000 Unterschriften vorliegen, um den Gesetzentwurf bei der Landesregierung einzureichen. Dies ist ein logistischer Kraftakt, für den die Elternvertreter gerüstet sind: „Unsere Möglichkeit ist, die Kreis- und Stadtelternräte ins Boot zu holen, über das Thema zu informieren und zu sehen, ob die in ihren Gemeinden Büros einrichten.“

19.08.2009, HAZ Land kürzt bei Umweltbildung - Nutzer kritisieren Stundenkürzung
  HAZ, 19.08.2009 >> Kritik an Stundenkürzung. „Ein Abbau würde langfristig aufgebaute Kompetenzen zerstören. Die Qualität der Lehrerausbildung würde leiden“..>> mehr
  HAZ, 18.08.2009 >> Land kürzt bei Umweltbildung. Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück. .Das Land plant offenbar drastische Einschnitte im Schulbiologiezentrum. ... ..„Die Lehrer bilden das pädagogische Fundament der Einrichtung. Dieses wird erheblich geschädigt“...>> mehr
  Homepage des Fördervereins des Schulbiologiezentrums >> www.schulbiologiezentrum.info
  Schulbiologiezentrum auf der Homepage des Stadtelternrates Hannover >> Schulbiologiezentrum
  Protest gegen die Kürzung im Schulbiologiezentrum >> Für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Schulbiologiezentrums
So, 30. August 2009, 10:00 - 17:00 Uhr "Umweltforum" im Schulbiologiezentrum Hannover

Das Schulbiologiezentrum der Landeshauptstadt Hannover lädt zusammen mit seinem Förderverein und dem Förderverein des Apothekergartens zum "Tag der offenen Tür - das Umweltforum" ein. Natur zum Anfassen, Aktionen zum Mitmachen und viel Musik und Tanz bietet das Schulbiologiezentrum am 30. August von 10 bis 17 Uhr. Vierzig Vereine, Verbände, Initiativen, Behörden und natürlich das Schulbiologiezentrum bieten wieder ein reichhaltiges Programm, das Jahr für Jahr 4.000 Erwachsene und Kinder in jedem Alter anlockt.

>> mehr .... Schulbiologiezentrum - "Eltern gehen mit ihren Kindern gemeinsam in die Natur" - jeden Sonntag

 
NP, 03. 08.2009 Jobcenter zahlt Schulbedarf

HANNOVER. Familien von Langzeitarbeitslosen erhalten erstmals einen Zuschuss von 100 Euro pro Schuljahr und Kind zur Anschaffung von Heften, Stiften und Arbeitsmaterialien. Anspruch auf die Zahlung haben Schüler unter 25 Jahre, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen.

Voraussetzung ist, dass der Schüler oder ein im Haushalt lebender Elternteil Anspruch auf Arbeitslosengeld II hat. Berufsschüler mit Ausbildungsvergütung sind ausgenommen. Quittungen von gekauften Arbeitsheften, Tuschkästen oder anderen Material sollten aufbewahrt werden.

 
Sommerschule 2009

>HAZ, 23.07.2009 - Eine Seite in der HAZ über die Sommerschule 2009 als PDF - 190 kb

"Ich habe einen Anruf bekommen" berichtete der Schulleiter der IGS Linden, Christoph Walther nach der tollen Präsentation der Theater-Gruppe und der Zirkus-Gruppe der dreiwöchigen Sommerschule 2009 in der IGS Linden. "Der IGS Linden wird in einem bundesweiten Wettbewerb der Bertelsmann-Stiftung ein Preis verliehen. In dem Wettbewerb hat die IGS Linden erfolgreich dargestellt, dass sie zu den besten Schulen Deutschlands gehört, bei den behinderte und nicht behinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Die Bertelsmann Stiftung hat von der Sommerschule 2009 erfahren: Zur Preisverleihung in Berlin sind alle Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen, die an der Sommerschule 2009 teilgenommen haben. Die Reaktion war tobender Applaus - von den Schülerinnen und Schülern, von den Studentinnen und dem Studenten, von den Eltern, MitschülerInnen. Ein Danke schön an die engagierten Studentinnen und den Studenten, an den Schulleiter, an die Lehrkräfte der IGS, die in den Ferien für die organisatorischen Aufgaben in der Schule zuständig waren und für die Politiker/innen in der SPD und bei den Grünen, die sich in den Haushaltsberatungen für 60.000 Euro für Sommerschulen in vier Gesamtschulen in Hannover eingesetzt haben. Ein Danke schön an die Schülerinnen und Schüler für ihre darstellerischen und zirsensischen Leistungen. >> Sommerschule

NP, 17. 07.2009 Bildungsstudie: Deutsche lernen gegen den Trend

Ein Kommentar von Nora Lysk

Wie lautete noch das Argument für die Schulzeitverkürzung? Die europäische Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt schläft nicht, hieß es immer von unseren Bildungspolitikern, wenn sie beharrlich die Einführung des Turbo-Abiturs verteidigten. Und jetzt muss man lesen, dass es laut einer Bildungsstudie der EUKommission europaweit im Trend liegt, die Schulzeit zu verlängern. Bei uns dagegen wird mittlerweile rund um die Uhr gebüffelt, am besten zehn Stunden am Tag. Jugend und Kindheit ade. Leistung ist das, was zählt.
Sieben Jahre nach dem ersten Pisa-Test blicken wir immer noch neidisch auf die Finnen, die seither im europäischen Vergleich die Nase vorn haben. Und das, obwohl der finnische Schüler ein relativ stressfreies Leben führt. Im Schnitt wird er mit sieben Jahren eingeschult. Und zum Lernen hat er drei Jahre mehr Zeit als sein deutscher Altersgenosse.
Im hiesigen Reformeifer wurde viel am System geschraubt. Grundschüler pauken englische Vokabeln, Gymnasien – und bald auch Gesamtschulen – drücken aufs Tempo. Höher, schneller, weiter. Doch das Image des Bildungsverlierers bleibt. Denn die EU-Kommission hat es wieder mal bestätigt: Von Finnland lernen heißt siegen lernen. Denn dort steht eben nicht nur die Leistung, sondern auch der Schüler im Mittelpunkt.

 

NP, 17. 07.2009 Fast jeder zweite Lehrer ist über 50 Jahre alt

BRÜSSEL. „Unser Jüngster wird 50“ – mit Slogans wie diesen machte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schon in den 90er Jahren auf das aufmerksam, was inzwischen in Deutschland kaum mehr zu übersehen ist: In deutschen Lehrerzimmern sitzen immer mehr ergraute Eminenzen. Jetzt schlägt die EU-Kommission Alarm: Deutsche Pädagogen werden immer älter.
Fast nirgendwo in Europa gibt es so viele alte Lehrer wie in der Bundesrepublik. Die „Schlüsselzahlen zum Bildungswesen in Europa“, die gestern in Brüssel vorgestellt wurden, zeigen: Fast jeder zweite Lehrer in Deutschland ist über 50 und wird in den kommenden zehn bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen.
Die deutschen Grundschullehrer sind innerhalb der Europäischen Union laut Statistik die ältesten. An weiterführenden Schulen läuft nur Italien der Bundesrepublik den Rang ab – dort sind sogar mehr als 60 Prozent der Lehrer über 50.
„In einigen Bereichen ist mit einem Lehrermangel zu rechnen
“, warnt EU-Bildungskommissar Ján Figel. Nach Berechnungen des Essener Bildungsforschers
Klaus Klemm werden sich bis 2020 rund 460 000 deutsche Pädagogen in den Ruhestand verabschieden.
Pro Jahr kommen aber nur etwa 26 000 junge Lehrer nach. Selbst bei zurückgehenden Schülerzahlen reicht das nach Klemms Berechnungen nicht aus, um den Standard von heute zu halten.
Generell gebe es in Europa den Trend, die Schulzeit zu verlängern, so die Studie.
Auch die Studienzeit ist in anderen Ländern länger angesetzt als in Deutschland. Die ältesten Studenten gibt es demnach in den skandinavischen Ländern. In Dänemark, Schweden, Island, Norwegen und Estland sind 15 Prozent der Studenten über 30 Jahre alt. In Deutschland liegt diese Zahl bei 28,6 Jahren.
Betrachtet man Schul- und Universitätsbesuch gemeinsam, so kommen die Finnen auf die längste Ausbildungszeit. Ein fünfjähriger Finne hat dem Bericht zufolge im Schnitt noch 20 Jahre Lernen vor sich. In Deutschland sind es 17,5 Jahre. dpa/

 

17.06.2009 Schüler und Studenten im Bildungsstreik - mehr Videos auf www.haz.de
  Berlin, 17.06.2009, Schüler und Studenten im Bildungsstreik Mehr als 100.000 Schüler und Studenten in 70 Städten sind am Mittwoch dem Aufruf zum "Bildungsstreik 2009" gefolgt. Allein in Berlin protestierten nach Polizeiangaben rund 10.000 Demonstranten gegen Missstände im Bildungssystem.
>> das Video

 

19.06.2009 Protest der Grundschulen gegen Stundenkürzungen
  19.06.2009 Brief des Schulelternrates der Grundschule Eltze ... In einem offenen Schreiben protestiert der Schulelternrat der VGS Eltze gegen den neuen Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung. "Nachdem die Schule vor einem Jahr bei der Schulinspektion sehr gut abgeschnitten hatte, sind wir entsetzt, dass die Grundlagen der Arbeit nun zerstört werden sollen. Wir können derzeit auf keinen Lehrer verzichten und bitten Sie, um Prüfung und Zustimmung einer Ausnahmeregelung für den Erhalt der Zweizügigkeit der derzeitigen ersten und dritten Klasse." >> Protestschreiben von Schulelternräten
  HAZ, 14.05.2009, >> Grundschüler protestieren - Unterschriften übergeben Die Uhrzeit war mit Bedacht gewählt: Gestern Mittag, fünf Minuten vor zwölf, machten rund 500 Lehrer, Schüler und Elternvertreter aus allen Teilen Niedersachsens vor dem Wirtschaftsministerium ihrem Ärger über die geplante Abschaffung der so genannten Vollen Halbtagsschule Luft. ....Hintergrund der Proteste ist die von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) geplante Änderung des Schulgesetzes, die ab 2010 unter anderem die Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen - Grundschulen mit besonders guter Lehrerausstattung - vorsieht. ....
  >> Protestschreiben von Schulelternräten
  >> Volle Halbtagsschule
  >> Verlässliche Grundschule
 
NP, 30.05.2009 An Hannovers IGSen fehlen 249 Plätze

Aufnahmeverfahren an Schulen abgeschlossen. Nur 150 Kinder wollen zur Hauptschule.

VON ANDREAS KRASSELT
HANNOVER. Nun ist es amtlich: Auch in diesem Jahr fehlen an den hannoverschen IGSen 249 Plätze im fünften Jahrgang. Gestern legte die Stadt die Zahlen des diesjährigen Aufnahmeverfahrens vor.
Danach haben sich insgesamt 3940 Grundschulabsolventen für den Besuch einer städtischen weiterführenden Schule angemeldet – 2588 davon für den Besuch einer Schule im dreigliedrigen Schulsystem.
1352 aber hatten sich für einen Platz an einer IGS beworben. Im vorgezogenen Anmeldeverfahren mussten dort 275 abgewiesen werden. Einige konnten noch an einer anderen IGS unterkommen.
Insgesamt haben die IGSen 1103 Schüler aufgenommen (29 Prozent des Jahrgangs) – 249 mussten abgewiesen werden.
Die meisten Anmeldungen verzeichnete das Gymnasium: Mit 1900 Fünftklässlern (52 Prozent) liegt dort die Schülerzahl auf konstant hohem Niveau, was erneut zu durchschnittlichen Klassenstärken von 32 Kindern führt.
Dennoch konnten 130 Schüler nicht auf ihrer Schule der ersten Wahl aufgenommen werden und mussten sich mit dem Zweitwunsch begnügen.

An den Realschulen wurden 538 Schüler (15 Prozent) aufgenommen. Die Hauptschule wurde nur von 150 Kindern (vier Prozent) angewählt. Entsprechend hoch ist mit 34 Prozent der Anteil der Kinder mit Hauptschulempfehlung unter den Realschulanmeldungen.
Auch der Anteil der Kinder mit Realschulempfehlung unter den Anmeldungen am Gymnasium beträgt noch 20 Prozent
. Die tatsächliche Anzahl der neuen Fünftklässler wird sich aber noch durch verspätete Anmeldungen und Wiederholer erhöhen. „Die konstant niedrigen Anmeldezahlen an den Hauptschulen bestätigen, dass die Zusammenführung dieser Schulform mit den Realschulen die richtige Entscheidung war“, so Schuldezernentin Marlis Drevermann.
Auch beim Wechsel von der Realschule auf Gymnasium oder IGS konnten nicht alle Wünsche berücksichtigt werden. 518 Schüler wurden neu für die Einführungsphase zur gymnasialen Oberstufe angemeldet.
Hier sei die Tendenz zur IGS gegangen,so Stadtsprecherin Susanne Stroppe.
256 Schüler wurden neu an Gymnasien aufgenommen, 262 an Gesamtschulen. 36 Schülern konnte der Wunsch zur Aufnahme an einer IGS nicht erfüllt werden

 
HAZ, 27.06.2009 Haupt- und Realschule verlieren

52 Prozent der Fünftklässler gehen zum Gymnasium / 29 Prozent wählen die Gesamtschule

VON BÄRBEL HILBIG
Die Mehrzahl der Eltern in Hannover will ihren Kindern offenbar den Weg zum Abitur möglichst lange offenhalten.
Zum neuen Schuljahr wurden 81 Prozent der angehenden Fünftklässler am Gymnasium oder der Integrierten Gesamtschule angemeldet. Die Eltern nehmen – zumindest in der Großstadt – mit ihrem Verhalten das vorweg, was andere Bundesländer bereits eingeführt haben: ein Zwei-Säulen-Modell mit Gymnasium und einer zweiten Schulform, die alle Abschlüsse bietet.
1900 Kinder und damit 52 Prozent des Jahrgangs beginnen am Gymnasium (Vorjahr 53 Prozent
). Die Integrierten Gesamtschulen konnten 1100 neuen Fünftklässlern eine Zusage geben. Der Anteil der IGS-Schüler am fünften Jahrgang steigert sich von im Vorjahr 25 auf jetzt 29 Prozent. Möglich wurde das nur, weil mit der Neugründung der IGS Stöcken das Platzangebot ausgeweitet werden konnte. Das Interesse war jedoch noch größer: Rund 250 weitere Kinder hatten sich angemeldet und mussten sich aus Platzmangel auf eine Schule im dreigliedrigen System umorientieren.
Die Realschulen verzeichnen dagegen mit 538 Anmeldungen eine nachlassende Nachfrage. Ihr Anteil sinkt von 18 auf 15 Prozent. Die Hauptschule bleibt mit vier Prozent der Anmeldungen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. In absoluten Zahlen sinkt die Zahl der neuen Hauptschüler allerdings von 167 auf 150 Fünftklässler, da der aktuelle Jahrgang mit rund 3700 Kindern kleiner ist als im Vorjahr.
Ob das weitere Schulschließungen nach sich zieht, wollte bei der Stadt gestern niemand beantworten. Bis zum Beginn des Schuljahres wird mit weiteren Anmeldungen gerechnet. Erst dann sollen die Zahlen neu bewertet werden.
Die Eltern nutzen auch dieses Jahr ihre Möglichkeit, die Schulform unabhängig vom Rat der Grundschullehrer selbst zu wählen. 20 Prozent der neuen Gymnasiasten haben eine Realschulempfehlung in der Tasche, 34 Prozent der angehenden Realschüler war der Besuch einer Hauptschule empfohlen worden.

„Die konstant niedrigen Anmeldezahlen an den Hauptschulen bestätigen, dass die Zusammenführung mit den Realschulen die richtige Entscheidung war“, sagte Schuldezernentin Marlis Drevermann. Nur so könne auch weiterhin ein wohnortnahes Hauptschulangebot aufrechterhalten werden.
Die Gymnasien haben im Durchschnitt 32 Kinder pro Klasse aufgenommen. Im fünften Jahrgang können sie mit Genehmigung der Landesschulbehörde auch Klassen mit 33 Schülern bilden. Dennoch mussten Bismarckschule, Goetheschule, Schillerschule, Tellkampfschule und Wilhelm-Raabe-Schule aus Platzmangel insgesamt 130 Kinder ablehnen. Diese Schüler bekamen alle Plätze an anderen Gymnasien, die meisten an den Schulen, die sie bei der Anmeldung an zweiter Stelle genannt hatten.

Oberstufe: Für die Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe haben sich 518 Schüler neu angemeldet. Entgegen Befürchtungen bekamen nach Angaben von Stadt und Landesschulbehörde alle einen Platz. Die Gymnasien nehmen zum August 256 Schüler neu in die zehnte Klasse auf. 36 dieser Schüler hatten sich zunächst an einer IGS angemeldet und mussten aufs Gymnasium ausweichen.
An den Integrierten Gesamtschulen starten 262 Jugendliche in der elften Klasse.
 
HAZ + NP, 18.06.2009 Schüler und Studenten demonstrieren in Hannovert
Mehrere Tausend Schüler und Studenten sind an diesem Mittwoch in Hannover für bessere Bildung auf die Straße gegangen. Sie beteiligen sich am großen Bildungsprotesttag, zu dem bundesweit in 80 Städten Demonstrationen geplant sind.
>> http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Schueler-und-Studenten-demonstrieren-in-Hannover
>> http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Schueler-und-Studenten-streiken-fuer-bessere-Bildung
 
HAZ, 17.06.2009 Kundgebung: Der große Bildungsprotest
Insgesamt 150.000 Demonstranten in bundesweit 80 Städten werden am Mittwoch zum großen Protesttag für Bildung erwartet. In Hannover rechnen die Organisatoren damit, dass sich rund 5000 Schüler und Studenten gegen zwölf Uhr zur Kundgebung auf dem Klagesmarkt treffen.

Am Dienstag gab es schon mal einen Vorgeschmack darauf: Am Landtag besetzten rund 150 Demonstranten die Treppe des Portals, einzelne Gruppen protestierten in der City, und im bestreikten Schneiderberg wurden eifrig Transparente gebastelt.
In den Räumen des Seminars für Politische Wissenschaft am Schneiderberg liegen am Dienstag Rucksäcke und Isomatten verstreut.
Studenten und Schüler der Integrierten Gesamtschulen aus Linden, der List und dem Roderbruch haben Tische beiseite geschoben und malen gemeinsam Transparente, als die Nachricht eintrifft: Am Landtag will die Polizei gegen Demonstranten vorgehen. Sofort fahren einige Dutzend in die Stadt.
Vor dem Landtag halten 150 Studenten aus Hildesheim und Hannover eine Weile die Treppe besetzt
, rücken aber bald friedlich aus der Bannmeile ab. „Wir kommen morgen wieder“, ruft Lisa Kirchner, 21-jährige Studentin aus Hildesheim. Ob die spontane Aktion von Studenten aus Hildesheim oder Hannover ausging, weiß später keiner mehr so genau – auch nicht Nathan Maurer, Sprecher des sogenannten Bildungsbündnisses – einer kunterbunt zusammengewürfelten Organisation aus Studenten, Schülern und linken Gruppen.
Spontaneität spielt eine große Rolle bei der Aktionswoche für Bildung.
So demonstrierte am Kröpcke Dienstag eine Gruppe in Abendgarderobe, mit CDU-Fähnchen und Champagner für ein „Abi nur mit Adelstitel“ und ruft: „Ich studier’ – du Hartz IV!“ Nicht alle Passanten verstanden die Ironie.
Unklar blieb am Dienstag , ob die Kundgebung am Mittwoch symbolisch um fünf Minuten vor 12 Uhr beginnt, wie die Organisatoren vom sogenannten B-Team sagen, oder um 12 Uhr, wie vom Bildungsbündnis geplant. Sicher ist aber die Route, die vom Klagesmarkt über den Hauptbahnhof zum Aegi und nach einem Schlenker über die Georgsstraße zurück zum Ausgangspunkt führen wird. Während des Demonstrationszuges rechnet die Polizei mit temporären Behinderungen im Straßenverkehr. Bei dem Protestmarsch werden sie dann alle da sein: Lisa Kirchner, Nathan Maurer – und die Gruppe in Abendkleidung.

 
Mi, 17.06.2009, 11:55 Uhr Bundesweiter Bildungsstreik auf dem Klagesmarkt

Bundesweit ist Protest gegen die Bildungspolitik angesagt. In Hannover organisiert das B-Team mit Bündnispartnern in der Woche vom 13.06. bis 19.06. ein reichhaltiges Programm, um auf notwendige Veränderungen in der Bildungspolitik aufmerksam zu machen. Höhepunkt ist die Demo in Hannover am 17.06.2009 "Fünf vor Zwölf" auf dem Klagesmarkt .

... „Für kostenlose Bildung und volle Lernmittelfreiheit! Büchergeld, Kita- und Studiengebühren abschaffen!
Für eine Neugestaltung der Oberstufe und eine Verlängerung der Bildungsdauer! Für das gemeinsame Lernen! Nein zu Profi loberstufe und Abitur nach 12 Jahren!
Nein zu Selektion und sozialer Ausgrenzung! Wir fordern ein soziales Bildungssystem, das alle SchülerInnen und Studierenden entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten fördert und nicht nach ihrer sozialen Herkunft selektiert! ....“

>> Flyer für die Demo am 17.06.2009 (pdf, 159 kb) >> Homepage des B-Teams
>> Programm vom 13. - 19.06.2009 (pdf, 41 kb) >> Tabellarische Übersicht vom 15.-19.06.2009 (pdf, 161 kb)
>> GEW zum Bildungsstreik 2009 (pdf, 51 kb) >> GEW - Infos für Lehrkräfte zum Bildungsstreik (pdf, 98 kb)
 
15.06.2009 Landeselternrat lehnt Änderungserlass zur Klassenbildung ab

Presseinformation 15.06.2009

Im Februar dieses Jahres hat die Landesregierung ihren Maßnahmenkatalog "Vorfahrt für die Bildung" und "Sicherung der Unterrichtsversorgung vorgestellt. Die daraus resultierende Änderung des Schulgesetzes soll diese Woche verabschiedet werden. Abe auch einige Änderungen auf Erlassebene wurden durch die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs angestoßen. Hierzu gehört auch ein Änderungserlass zum Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung. Künftig sollen bei Bedarf die Klassen jährlich neu gebildet werden.

Der Landeselternrat lehnt diesen Erlassentwurf ab. ....

>> Presseinfo des Landeselternrates Niedersachsen zum Änderungserlass zur Klassenbildung (pdf, 190 kb)
 
Mi, 17.06.2009, 11:55 Uhr Der Stadtelternrat Hannover unterstützt den Protest

In einem Schreiben an die Wahldelegierten und Schulelternräte der hannoverschen Schulen unterstützt der Stadtelternrat Hannover den Protest. In dem Schreiben heißt es:

Vielen der im Flugblatt aufgeführten Forderungen kann sich der StER inhaltlich voll anschließen, denn schon vor Jahren wurden diese Forderungen von Eltern gestellt.
Zudem sind derzeit weitere Änderungen im Niedersächsischen Schulgesetz vorgesehen, die wir Eltern nicht unwidersprochen hinnehmen können.

Der Erlass „Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung an den allgemeinbildenden Schulen“ wird jetzt kurzerhand vor den Sommerferien angepasst und ab sofort soll die Klassenbildung jährlich vorgenommen werden. Und schon sind theoretisch 190 Lehrerstunden erwirtschaftet, und zwar auf Kosten der Schüler.
So richtet sich die Klassengröße nach der Zahl der verfügbaren Lehrerstunden und nicht nach pädagogischen Erfordernissen. Bei schlechter Haushaltslage oder Lehrermangel wird einfach eine weitere Vergrößerung der Klassen vorgenommen. Die Verteilung der Lehrerstunden richtet sich nach wie vor nach der Haushaltslage des Landes (siehe hierzu Brief des StER an das MK vom 02. Dezember 2003).
Die Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen lehnt der StER ab. Die Umwandlung der Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen bringt den vollständigen Verlust eines zukunftsgerichteten pädagogischen Konzepts. Der theoretische Gewinn an Lehrerstunden zur Deckung der Unterrichtsversorgung an weiterführenden Schulen ist jedoch verschwindend gering. Der StER fordert den Erhalt der bestehenden Vollen Halbtagsschulen. Das ebenfalls theoretische Überangebot an Grundschullehrkräften sollte, wenn überhaupt, dazu genutzt werden, die pädagogischen Mitarbeiter an den Grundschulen im Sinne der Vollen Halbtagsschulen durch Lehrkräfte zu ersetzen. Eine Forderung des StER aus dem Jahr 2004 lautete: GS-Schüler brauchen weniger Betreuung, aber mehr Zeit für das Verfestigen der Grundfertigkeiten.
Bei der geplanten Zusammenarbeit zwischen Hauptschule (HS) und Berufsbildenden Schulen (BBS) sieht der StER erhebliche Schwierigkeiten und Probleme bei der Umsetzung,
da die Stundentafel der HS durch erhöhte Praxistage gekürzt wird und somit weniger Zeit für schulische Lernprozesse zur Verfügung stehen, die diese Schüler jedoch gerade in Jahrgang. 10 benötigen, um höherwertige Abschlüsse zu erzielen. Die postulierte Durchlässigkeit zwischen den Schulformen ist damit noch mehr in Frage gestellt, da durch Praxistage Unterrichtsstunden fehlen. Die Hauptschwäche des deutschen Schulsystems, die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft, wird auf diese Weise nicht abgebaut sondern sogar noch verstärkt.
Zusätzlich wird diese Planung Auswirkungen auf die Lehrerversorgung und die Schülerbeförderung haben. Die Unterrichtsversorgung an den BBSen liegt deutlich unter der Unterrichtsversorgung der allgemeinbildenden Schulen und eine optimale Unterrichtung der HSSchüler an einer BBS ist aus Sicht der Eltern nicht gesichert. Aufgrund der entstehenden Schülerbeförderungskosten ist es fraglich, ob den Schülern wirklich, ihren Neigungen und Interessen entsprechend, die vielfältigen Angebote der BBSen zur Verfügung stehen werden.
Den Realschulen soll ein berufsorientierter Weg zum Abitur eröffnet werden - im Gegensatz zum akademischen Weg des Gymnasiums.
Auch hier hält der StER es für kritisch, wenn durch die Stärkung des praktischen Anteils die allgemeine Schulbildung zu kurz kommt. Die zukünftige Festlegung auf fachliche Schwerpunkte im Wahlpflichtbereich der Klassen 9 und 10 ist auf ein Abitur am Fachgymnasium ausgerichtet und nicht mehr darauf, dass nach dem erweiterten Sek IAbschluss die allgemeine Hochschulberechtigung an einem Gymnasium erworben wird. (die Schulen sollen mindestens zwei Profile von vier möglichen anbieten: Wirtschaft, Technik, Soziales und Fremdsprachen)
Der Stadtelternrat Hannover lehnt die generelle Festlegung des Abiturs nach 12 Schuljahren an den Gesamtschulen ab.
Zentrale Bestandteile des pädagogischen Konzeptes einer IGS sind ausdrücklich das gemeinsame Lernen in leistungsheterogenen Gruppen und die Entscheidung über einen zu erreichenden Abschluss möglichst lange offen zu halten. Der gemeinsame Unterricht in der Sekundarstufe I ist nicht nur für die Entwicklung von Schülern, die mehr Lernzeit benötigen, mit Migrationshintergrund, aus bildungsferneren Schichten oder für Schüler mit Teilleistungsschwächen förderlich, sondern begünstigt auch die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der "stärkeren" Schüler in besonderer Weise. Integrierte Gesamtschulen ermöglichten vielen Schülern einen höheren Bildungsabschluss zu erwerben, als ihnen nach den Grundschulempfehlungen zugetraut wurde. Die Anhebung der Wochenstundenzahl und die damit einhergehende Separierung der potentiellen Abiturienten bedeutet, dass das pädagogische Konzept der IGS zerschlagen wird.
Bitte unterstützen Sie die Schüler und Studenten in ihren Forderungen, indem Sie den Termin der Demo in der Schule bekannt geben.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag Der Vorstand des Stadtelternrates Hannover Garnet Eichholz Richard Lochte Sabine Weber Hubert Friedrich Matthias Störmer

>> Schreiben des Vorstands des Stadtelternrates vom 12.06.2009 zur Bildungsdemo >> Homepage des B-Teams
 
NP, 03.06.2009 Menschenkette gegen das Turbo-Abi - Demo gegen Regierungsarroganz

VON ANDREAS KRASSELT
HANNOVER. Vielleicht war der Tag nicht die beste Wahl für einen Schulprotest – schließlich war gestern noch schulfrei. Dennoch zeigten sich die Veranstalter mit der Teilnahme an der Demonstration gegen das Turbo-Abi an Gesamtschulen zufrieden.
„Wir haben das Klassenziel erreicht“, freute sich Nils Johannsen vom Bündnis „Neue IGS – jetzt“. Wenn auch die von ihm gezählten 1000 Demonstranten etwas hoch gegriffen schienen – die Polizei schätzte nur 500. Dennoch waren genügend Schüler, Eltern und Lehrer auf den Beinen, um eine Menschenkette von der Marstallbrücke bis zum Denkmal der Göttinger Sieben zu bilden. Und so die Aufmerksamkeit des zeitgleich am anderen Leineufer tagenden Kultusausschusses zu gewinnen.
Die Gegner des Turbo-Abis fühlen sich ungehört.
Auch die öffentliche Anhörung sei eine Farce gewesen, bei der rund 30 Verbände in eineinhalb Tagen durchgeschleust worden seien, kritisierte Heike Fortmann vom Elternrat der IGS List. Jeder habe 20 Minuten Zeit gehabt. Von Dialog keine Spur. „Sachargumenten wurde nur die Regierungsposition entgegengehalten.“ Die Arroganz der Macht, so Fortmann.
Elternvertreter gaben auch in einem „Lernentwicklungsbericht“ den Regierungsfraktionen Noten zwischen Fünf und Sechs, insbesondere im Fach „Dialog“.
Für die nächste Legislaturperiode empfahlen sie die Einstufung im OKurs – O für Opposition.
Der nächste Protesttag steht schon vor der Tür: Am 17. Juni
haben Aktionsbündnisse zum bundesweiten Bildungsstreik aufgerufen. Auch in Hannover ist eine große Demo geplant.

BUNTER PROTEST: Trotz verlängerten Pfingsturlaubs – gestern war noch schulfrei – gingen etwa 500 Schüler, Eltern und Lehrer erneut auf die Straße, um gegen das Turbo-Abi an Gesamtschulen zu demonstrieren. Foto: Dröse

 
NP, 03.06.2009 Landtagsjuristen kritisieren hohes Tempo

VON HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Im Kultusausschuss des Landtags wurde gestern wieder heftig über das Schulgesetz gestritten, inhaltlich bewegt hat sich dabei allerdings nichts. Mit deutlichen Worten beklagten die Landtagsjuristen erneut das hohe Tempo, mit dem CDU und FDP das Schulgesetz durch den Landtag peitschen.
Das Beratungstempo grenze an den „Tatbestand der gefahrgeneigten Tätigkeit“, hieß es in der Stellungnahme des Gesetzgebungs- und Beratungsdienstes (GBD). Das bedeutet, dass die Juristen für etwaige juristische Mängel die Verantwortung ablehnen, weil der Arbeitsdruck zu hoch ist. „Das ist auch richtig, die Verantwortung für das Gesetz müssen wir tragen“, sagte dazu FDP-Schulexperte Björn Försterling. CDUSchulexperte Karl-Ludwig von Danwitz ergänzte, der GBD hätte diese Anmerkung auch in anderen Ausschussberatungen gemacht, weil die Flut von Gesetzen in vielen Bereichen derzeit sehr hoch sei.
Die Opposition im Landtag wirft CDU und FDP vor, ein „unverantwortliches Chaos“ in der Bildungspolitik zu produzieren.
Das Gesetz werde durchgepeitscht, ohne dass man die Auswirkungen auf den Haushalt kenne, sagte Ina Korter (Grüne). Frauke Heiligenstadt (SPD) nannte die Beratungen „unerträglich. Es ist ein Beispiel für die Arroganz der Macht dieser Regierungsfraktionen“.
Christa Reichwaldt (Linke) nannte die Anhörung eine „Farce“.
Mit dem Schulgesetz will die Landesregierung unter anderem das Turbo-Abi an Gesamtschulen zur Regel machen. In zwei Wochen soll es im Landtag verabschiedet werden.

 
NP, 30.05.2009 Menschenkette gegen Turbo-Abi am Di, 02.06.2009, 11:30 Uhr

HANNOVER. In gut zwei Wochen soll das Turbo-Abi für Gesamtschulen im Landtag beschlossen werden. Am Dienstag wird die Anhörung im Kultusausschuss fortgesetzt. Zeitgleich planen Eltern, Lehrer und Schüler erneut eine große Demonstration (NP berichtete).
„Wir wollen versuchen, eine Menschenkette von der Marstallbrücke bis zur Karmarschstraße/Ecke Leinstraße zu bilden“, so Nils Johannsen vom Bündnis „Neue IGS jetzt“. Die Zufahrt zum Landtag muss laut Polizeiauflage frei bleiben, die Schlossstraße ist Bannmeile. Treffpunkt: 11.30 Uhr am Hanns-Lilje-Platz.
Zur Abschlusskundgebung gegen 13 Uhrwerden Mitglieder des Kultusausschusses als Redner erwartet werden. kra

"Unsere zentralen Forderungen:

· Stopp der Novellierung des Nds. Schulgesetzes!
· Stopp des "Turbo-Abiturs an Gesamtschulen"!
· Einrichtung eines Bildungsgipfels!

Die Zeit ist knapp!
Am 02.Juni und am 04.Juni 2009 tagt der Kultusausschuss des Landtages und berät weiter über die Novellierung des Nds. Schulgesetzes, bevor es dann am 16.06. oder 17.06.09 im Landtag verabschiedet werden soll." (aus dem Aufruf)

>> mehr Demo 2009

 
NP, 28.05.2009 Streit um Abitur an der IGS

Schulausschuss debattiert

Auf Antrag von SPD und Grünen hat der Schulausschuss sich gestern gegen die Pläne der Landesregierung zur Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren an Integrierten Gesamtschulen ausgesprochen.
CDU- und FDP-Ratsleute stimmten als Einzige gegen die Resolution. Das Papier fordert die Landesregierung auf, dem Wunsch von Eltern nachzukommen, weiter das Abitur nach 13 Jahren zu ermöglichen.
„Als das Abitur nach zwölf Jahren am Gymnasium eingeführt wurde, forderten auch IGS-Leiter dies für ihre Schulen“, sagte CDU-Ratsfrau Kerstin Seitz. Schüler könnten an der IGS auch künftig das Abitur nach zwölf oder 13 Jahren machen.
Mark Bindert (Grüne) kritisierte, die übereilte Planung der Landesregierung verunsichere die Eltern. DGB-Vertreter Torsten Post wandte sich gegen das Argument, in anderen europäischen Ländern sei die Zeit bis zum Abitur kürzer als
in Deutschland. „Wenn es um gemeinsamen Unterricht geht, zieht die Landesregierung Europa nicht als Beispiel heran.“
Post schlug – statt verkürzter Zeit in der Sekundarstufe I – eine fl exible Oberstufe vor, die Schüler in zwei bis vier Jahren durchlaufen könnten. Seitz kritisierte im Gegenzug, die Zusammenlegung von Hauptschulen und Realschulen in Hannover zerstöre das dreigliedrige Schulsystem. „Kinder mit Realschulempfehlung wählen noch häufiger das Gymnasium.“

IGS in Badenstedt

Die Stadt plant, Hauptschule und Realschule im Schulzentrum Badenstedt in eine neue IGS umzuwandeln.
Bisher sind im Schulzentrum jedoch auch Klassen der Lindener Helene-Lange-Schule untergebracht. Anke Koch, Elternvertreterin des Gymnasiums mit Stammsitz in Linden, verlangte Auskunft, ob das Gymnasium in Zukunft keinen Platz mehr im Schulzentrum fi ndet.
Für die IGS sei nicht mehr Platz eingeplant als bisher für Hauptschule und Realschule, sagte Heike Rudolph vom Fachbereich Schule. Es könnte aber Probleme geben, falls die IGS eines Tages eine Sekundarstufe II bekommt. Das sei
frühestens in fünf bis sechs Jahren der Fall.

 
HAZ, 30.05.2009 Volksbegehren gegen neues Schulgesetz?

5000 Petitionen eingegangen - von Saskia Döhner

Hannover. Der Widerstand gegen das neue Schulgesetz wächst weiter. Die Zahl der Petitionen ist mittlerweile auf knapp 5000 gestiegen. Dies grenzt nach Angaben von Landtagssprecher Franz Rainer Enste an einen Rekord. Bei anderen kontroversen Themen wie dem Nichtraucherschutzgesetz seien es nur halb so viele Petitionen gewesen. Umstritten ist vor allem die Einführung des Turbo-Abiturs an Gesamtschulen und die Umwandlung der Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen. Nach der zweitägigen Anhörung in dieser Woche hatten CDU und FDP angekündigt, generell bei ihrem Kurs bleiben zu wollen.
Nun suchen die Kritiker nach anderen Formen des Protests. „Wir werden alle Möglichkeiten ausloten“, sagte Ina Korter, die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, am Freitag in Hannover. Dies könnten politische Änderungsanträge zum Gesetzentwurf, aber auch Resolutionen oder Demonstrationen sein. Am Dienstag, wenn die Beratung im Schulausschuss weitergeht, wollen Eltern eine Menschenkette um den Landtag bilden und so gegen die Pläne der Regierungsfraktionen protestieren.
Der Vorsitzende des Landeselternrats, Pascal Zimmer, hat unterdessen die Forderung nach einem Bildungsgipfel erneuert. „Ich setze auf Vernunft“, sagte er. Andernfalls müsse man aber auch über ein mögliches Volksbegehren nachdenken.
Allerdings sind die Hürden dafür hoch. Zehn Prozent der Wahlberechtigten, also rund 600 000 Unterschriften, wären dafür nötig.
Auch Helga Akkermann, Vorsitzende des Schulleitungsverbandes, sagte, sie setze auf Gespräche: „Ich weiß, dass man Überzeugungsarbeit leisten muss und dass dies lange dauern kann.“ Bevor man auch an Gesamtschulen das Abitur nach zwölf Jahren einführe, solle man erst einmal die Auswirkungen an den Gymnasien abwarten. Im Jahr 2011 wird der erste Jahrgang in Niedersachsen das verkürzte Abitur absolvieren. Aber bereits jetzt zeichne sich ab, dass die Zahl der Sitzenbleiber steigt, hieß es diese Woche in der Anhörung im Schulausschuss wiederholt.
Auch bei der Unterrichtsversorgung könnten die Probleme größer werden als bisher angenommen. Einige hundert Lehrer wollen die Ablehnung ihrer Teilzeitanträge nicht hinnehmen und haben die Personalräte eingeschaltet. Derzeit laufen in Hannover, Lüneburg, Braunschweig und Osnabrück Verhandlungsgespräche mit den Schulbezirkspersonalräten. Das Ministerium spricht von rund 200 strittigen Fällen. In Kritikerkreisen ist sogar von 500 die Rede. SPD-Bildungsexpertin Frauke Heiligenstadt sagte, allein im Bezirk Lüneburg hätten rund 150
Lehrer gegen die Ablehnung ihrer Teilzeitanträge Einspruch eingelegt.

 
NP, 28.05.2009 12 Mio Euro für Lutherschule, 4,6 Mio für die Schillerschule

Schulausschuss debattiert

Die Nordstädter Lutherschule wird umfassend saniert und bekommt einen Mensa-Neubau sowie einen Anbau an die Sporthalle mit Naturwissenschaftsräumen.
Der Schulausschuss befürwortete das zwölf Millionen Euro teure Vorhaben gestern einstimmig. Die Bauarbeiten sollen vom März 2010 bis Juli 2012 dauern.
Die Vorbereitungen beginnen dieses Jahr.Im Altbau von 1901 sind bereits Treppenhaus und Fassade saniert worden, Schwammschäden wurden beseitigt. „Das Gebäude ist ein hochkarätiges Denkmal“, betonte Angelika Wenau vom
Fachbereich Gebäudemanagement.
Schillerschule: Der Ausschuss stimmte auch weiteren Bauarbeiten an der Kleefelder Schillerschule zu. Für 4,6 Millionen Euro bekommt das Gymnasium einen Neubau mit sechs Klassenräumen, Mensa und Küche für den Ganztagsbetrieb. Das zweistöckige neue Gebäude in Passivhausstandard ersetzt einen stark baufälligen Pavillon mit neun Klassen, der abgerissen wird. bil

 
NP, 22.05.2009 2000 Petitionen gegen Turbo-Abi an IGSen

HANNOVER. Der Streit um das Schulgesetz beschert dem Landtag nächste Woche einen Anhörungsmarathon. Rund 30 Verbände und Organisationen sollen am Montag und Dienstag im Kultusausschuss ihre Position zum Gesetzentwurf darstellen.
Zugleich muss sich der Landtag mit einer Flut von Beschwerden befassen. Bisher seien rund 2000 Petitionen eingegangen, sagte ein Sprecher. „Wir kriegen jeden Tag große Stapel“ – etwa 50 bis 100 Protestschreiben kämen täglich an.
Die Opposition und die Bildungsverbände kritisieren, das Vorhaben solle ohne Grund noch vor der Sommerpause durchgepeitscht werden. Die Änderungen – darunter die umstrittene Einführung des Turbo-Abis nach zwölf Schuljahren auch an Integrierten Gesamtschulen (IGSen) – sollen dann 2010 umgesetzt werden.
Der CDU-Bildungsexperte Karl-Heinz Klare ließ angesichts der Protestwelle allerdings „Spielräume“ erkennen. Es werde Kompromisse geben. So solle langsam lernenden Schülern an Gesamtschulen auch das Abitur nach 13 Jahren ermöglicht werden. Zwar werde
sich das Gesetz nicht ändern, aber in den Verordnungen oder Erlassen für die Schulen müsse „nach Wegen gesucht werden, dass die Strukturen im Sinne der Eltern und Schüler auch beibehalten werden“.
Zu den Protestbriefen und Petitionen sagte Klare: „Die Masse ist schon beeindruckend, und wir nehmen das auch sehr ernst.“ Die Fraktion werde sich noch einmal mit dem „Sturm des Protestes“ beschäftigen. Die Juristen des Landtages hatten etliche Mängel in dem Gesetzestext festgestellt.

 
NP, 22.05.2009: So, 24.05.2009, 10:30 - 12:00 Was bietet das Biologiezentrum ?

Gibt es auch Veranstaltungen für Familien im Schulbiologiezentrum?

Das Schulbiologiezentrum mit Hauptsitz im Vinnhorster Weg 2 ist 1974 gegründet worden, um Schüler ab der Grundschule an die Natur heranzuführen. Sonntags zwischen 10.30 Uhr und 14 Uhr bietet das Schulbiologiezentrum ein Programm für Kinder und Eltern. Der Eintritt ist frei.
Sonntag, 24. Mai: Für Erwachsene: integrierter Pflanzenschutz; ab acht Jahren: Gartenrundgang – Pflanzen erkennen, kosten und schützen; ab sieben Jahren. Naturschutz fängt im eigenen Garten an – Krautschau im Apotheker- und Gemüsegarten, Herstellung von Kräutersalz; ab sechs Jahren: Hase oder Kaninchen? Ab fünf
Jahren: Auf den Spuren der Bäume/Töpfern von Zootieren. Ein Märchen zum Naturschutz wird erzählt und ein Buch dazu gestaltet.
Sonntag, 7. Juni: Dieser Tag steht unter dem Motto der Woche der Botanischen Gärten: „Darwins Garten, Abenteuer der Evolution“. Mit Vortrag, Rundgang, Experimenten,
Evolutionsquiz und kreativen Spielen.
14. Juni: Geo-Tag der Artenvielfalt. Ab zehn Jahren: Vielfalt der Düfte; ab acht Jahren. Gartenrundgang mit besonderem Blick auf Giftpflanzen/ Was lebt in unseren
Teichen?/ Tomaten pflegen – Saatgut gewinnen; ab sieben Jahren: Auf der Suche nach den Spuren der Bäume; ab fünf Jahren: Spurensuche im Wald; ab vier Jahren: die Vielfalt der Nager. mai

DER NATUR AUF DER SPUR: Im Schulbiologiezentrum wird der Blick auch für kleine Wunder geschärft. Foto: Behrens

>> Schulbiologiezentrum - Das komplette Programm der Sonntagsmorgenveranstaltungen 2009 - 2010 als PDF - 836 kb

 
NP, 20.05.2009 Breite Front gegen Schulgesetz

Opposition und Verbände kritisieren Turbo-Abi. Auch Landtagsjuristen bremsen Wulff-Projekt.

VON HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Breite politische Front gegen das Turbo-Abi: Verbände, Opposition und Landtagsjuristen kritisieren an der Novelle des Schulgesetzes schwere handwerkliche Mängel.
Außerdem sei das Tempo, mit dem CDU und FDP das Gesetz durchpeitschen wollten, „ein Affront“, so SPD-Schulexpertin Frauke Heiligenstadt.
Das Schulgesetz, mit dem die schwarz-gelbe Landesregierung unter anderem das Turbo-Abi an Integrierten Gesamtschulen zur Pflicht und eine engere Verzahnung von Haupt- und Realschulen möglich machen will, steht seit Wochen in der Kritik.
Vergangene Woche brachten CDU und FDP die Novelle in den Landtag ein, gestern wurde der Text im Kultusausschuss beraten.
Dabei kritisierte der Gesetzgebungs-und Beratungsdienst, der alle Gesetze juristisch prüft, handwerkliche Mängel der Novelle und empfahl den Parlamentariern eine „längere und gründliche Beratung“.
Der Kritik schlossen sich gestern die Lehrergewerkschaften GEW und VBE, Bildungsverbände, der Landeselternrat sowie der Landesschülerrat und die Oppositionsfraktionen SPD, Grüne und Linke an. Nach dem Wunsch von Schwarz-Gelb sollen alle Verbände bereits am kommenden Montag eine schriftliche Stellungnahme vorlegen – das sei viel zu wenig Zeit, so die einhellige Kritik. Heiligenstadt: „CDU und FDP haben kein Interesse an einer geordneten Beratung.“

 
NP, 20.05.2009 „Handwerklich eine Katastrophe“

Harsche Kritik am Schulgesetz. Opposition, Verbände und Juristen wollen länger beraten.

Das neue Schulgesetz hat nach Ansicht von Kritikern schwere handwerkliche Mängel.
VON HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Das Urteil von Eberhard Brandt, Chef der Lehrergewerkschaft GEW, über die geplante Änderung des Schulgesetzes ist drastisch: „Das ist handwerklich eine Katastrophe. Es ist eine Schande für die, die es wagen, so etwas vorzulegen.“
Brandt ist mit seiner Kritik nicht allein: SPD, Grüne und Linke protestierten gestern gemeinsam mit Lehrer-, Schüler und Elternverbänden gegen die Politik der Landesregierung.
Auch die Landtagsjuristen des Gesetzgebungs- und Beratungsdienstes sehen Mängel und empfehlen den Parlamentariern eine „gründlichere und längere Beratung“.

Mit der Änderung des Schulgesetzes soll unter anderem das Turbo-Abi an Gesamtschulen zur Regel werden. Hauptkritikpunkt der Verbände war gestern das hohe Tempo, mit dem CDU und FDP die Gesetzesnovelle durchbringen wollen.
Erst am vergangenen Montag hatten viele Verbände den Text mit den Gesetzesänderungen erhalten, bis zum kommenden Montag, 25. Mai, sollen alle eine schriftliche Stellungnahme für die Verbandsanhörung fertig haben – ungeachtet des Feiertags morgen.
„Wir können diese Hopplahopp-Aktion nicht nachvollziehen“, so Pascal Zimmer, Chef des Landeselternrats. Die schulpolitischen Sprecherinnen Frauke Heiligenstadt
(SPD), Ina Korter (Grüne) und Christa Reichwaldt (Linke) nannten den Gesetzentwurf nicht beratungsfähig
. „Bei fast jedem Paragrafen gibt es Klärungsbedarf“, so Korter. Sie brachte einen Anhörungsboykott der Verbände ins Spiel, doch das lehnten die Lehrergewerkschaften VBE und GEW sowie der Landeselternrat ab.
Die CDU-Schulexperten Karl-Heinz Klare und Karl-Ludwig von Danwitz nannten die Kritik „künstlich aufgebauscht“: Es gehe nur um wenige Gesetzesänderungen. Außerdem hätten alle Beteiligten ihre Meinung längst gefasst. Auch gestern hielten Eltern verschiedener Gesamtschulen eine Mahnwache vor der Markthalle. Am 2. Juni wollen sie die Bannmeile des Landtags mit einer Menschenkette umschließen.

 
HAZ, 14.05.2009 Grundschüler protestieren - Unterschriften übergeben

Die Uhrzeit war mit Bedacht gewählt: Gestern Mittag, fünf Minuten vor zwölf, machten rund 500 Lehrer, Schüler und Elternvertreter aus allen Teilen Niedersachsens vor dem Wirtschaftsministerium ihrem Ärger über die geplante Abschaffung der so genannten Vollen Halbtagsschule Luft. Im Zuge der Kundgebung überreichten die Demonstranten dem CDU-Landtagsfraktionschef David McAllister eine Unterschriftensammlung der besonderen Art: mehrere Säcke, gefüllt mit einigen Tausend beschrifteten, mahnend erhobenen Händen aus Pappe. Gegen 14 Uhr löste sich die friedliche Demonstration auf.
Hintergrund der Proteste ist die von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) geplante Änderung des Schulgesetzes, die ab 2010 unter anderem die Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen - Grundschulen mit besonders guter Lehrerausstattung - vorsieht. Stattdessen soll die so genannte Verlässliche Grundschule zum Regelfall für Niedersachsen werden. Beide Modelle sehen eine garantierte Betreuung der Schüler von 8 bis 13 Uhr vor - in der Vollen Halbtagsschule ausschließlich durch ausgebildete Pädagogen, in der Verlässlichen Grundschule dagegen auch durch geringer qualifizierte Kräfte.
Djure Meinen, Vater zweier schulpflichtiger Kinder und Organisator der Protestaktion, hat Sorge, dass die geplante Gesetzesnovelle zulasten schulischer Qualität gehen könnte: „Volle Halbtagsschulen haben meist ein besonderes Konzept, etwa die Integration behinderter Schüler." Solches könnte mit einer schlechteren Fachkräfteausstattung künftig nicht mehr realisiert werden, fürchtet Meinen. dab

 
HAZ, 13.05.2009 KOMMENTAR: Zwangsturbo

Alle Einsprüche haben nichts genutzt: Seit gestern ist das verkürzte Abitur an Gesamtschulen beschlossene Sache.
Gemeinsamer Unterricht war bislang das Kernprinzip der Integrierten Gesamtschule. Nun wird getrennt, ab Klasse 7 erst in Englisch und Mathematik, später dann auch in Deutsch und in den Naturwissenschaften.
Man wolle den Gesamtschulen das Turbo-Abitur ermöglichen, hatten Ministerpräsident Wulff und Ministerin Heister-Neumann den ursprünglichen Gesetzentwurf begründet. Von Zwang war nicht die Rede. Mehr Freiheit für unten, weniger Reglement von oben wollte der frühere Kultusminister Bernd Busemann und führte deshalb die Eigenverantwortliche Schule ein. Warum rückt man jetzt ohne Not von diesem Weg in die Selbstständigkeit wieder ab? Konsequent wäre es, den Schulen und Schulträgern selbst zu überlassen, ob sie den kürzeren oder schnelleren Weg zum Abitur wählen.
Eine flexible Eingangsstufe für die ersten Grundschulklassen gibt es bereits. Warum nicht auch eine flexible Oberstufe, die Schüler je nach individuellem Leistungsstand in zwei, drei oder vier Jahren durchlaufen können?
Mehr Mut, weniger Ideologie – mit diesem Grundsatz kommt man in der Bildungspolitik weiter als mit alten Grabenkämpfen.

SASKIA DÖHNER

 
HAZ, 11.05.2009 „Die Schulpolitik ist eine Tragödie“

Die Opposition bläst zum Generalangriff, die Regierung wehrt sich: „Nur Stimmungsmache“

VON SASKIA DÖHNER
Hannover. Anstatt um Bildung geht es erst einmal um Bauern. Zum Auftakt der Schuldebatte am Dienstag im Landtag sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel, es sei schon bezeichnend, dass die CDU nach dem Rücktritt ihrer Schulexpertin Ursula Körtner keinen ausgewiesenen Kultuspolitiker als Nachfolger gefunden habe, sondern am Ende einen Landwirt. Für diese Spitze erntet er gleich böse Zwischenrufe von den Regierungsfraktionen.
Und der neue CDU-Bildungsexperte Karl-Ludwig von Danwitz kontert prompt und erinnert Wenzel daran, dass auch dieser Agrarökonomie in Göttingen studiert habe und obendrein „noch zwei Jahre als Waldarbeiter“ tätig gewesen sei.
Nach dem Landwirtschafts-Intermezzo geht es aber doch um Bildung. Wenzel holt zum Generalangriff aus: Die Regierung mache „eine Politik mit Scheuklappen und Denkverboten“, die Eltern zu einer doppelten Flucht treibe – zur Flucht von den Hauptschulen, weil sie den Kindern keine Perspektiven böten, und von den Gymnasien, „weil Jugendliche auch noch etwas anderes tun müssen als pauken, pauken, pauken“. Am Schluss wird Wenzel persönlich und wendet sich direkt an Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU): „Zwei Fragen bleiben: Warum sind Sie Ministerin geworden, und warum sollten Sie es eigentlich bleiben?“
Christa Reichwaldt (Linke) meint, die Regierung stolpere von einer eklatanten Fehlentscheidung in die nächste. Für die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Frauke Heiligenstadt, ist die Bildungspolitik der Regierung „eine einzige Tragödie“. Eltern, Schüler und Lehrer würden verprellt, Kritiker mundtot gemacht.
Es herrsche Chaos an den Schulen und in der Landesschulbehörde
. „Es nützt nichts, die Hauptdarstellerin auszutauschen, wenn das Stück schlecht bleibt“, resümiert sie. Die Regie führe eben nicht Heister-Neumann, sondern Ministerpräsident Wulff.
Im Regierungslager sieht man das natürlich anders. Björn Försterling (FDP) wirft der Opposition „Hysterie“ vor: „Sie haben nicht das Wohl der Kinder, sondern nur den nächsten Wahltermin im Kopf.“
Und auch er wird persönlich: „Frau Heiligenstadt würde im Bildungsstück gar keine tragende Rolle spielen können, weil sie nicht mal das Theater fände.“ Von Danwitz (CDU) verteidigt die Einführung des Turbo-Abiturs an Gesamtschulen: „Was Abiturienten in Mecklenburg-Vorpommern können, sollten wir auch den Niedersachsen zutrauen.“ Man dürfe den leistungsstarken Schülern „keine zusätzliche Runde“ zumuten, zumal das Abitur nach zwölf Jahren längst internationaler Standard sei. Heister-Neumann wirft der Opposition „Stimmungsmache“ vor. Man mache keine Politik gegen Gesamtschulen, sagt sie, und verweist auf zwölf neue Integrierte und zwei Kooperative Gesamtschulen, die im August ihren Betrieb aufnehmen.
Eberhard Brandt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat dem neuen Schulgesetz schon am Morgen auf einer Pressekonferenz eine geringe Lebensdauer prophezeit: „Es ist ein solches Konfliktpotenzial in der Koalition, dass es die Legislaturperiode nicht überdauern wird.

 
 
HAZ, 11.05.2009 10.000 demonstrieren in Hannover gegen Schulpolitik

Etwa 10 000 Menschen forderten Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU) unter anderem auf, das geplante „Turbo-Abi“ nach nur zwölf Jahren an Gesamtschulen zu kippen.
Mit so vielen Demonstranten hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet. Knapp 10 000 Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen kamen am Sonnabend in Hannover zusammen, um gegen die Schulpolitik der Landesregierung zu demonstrieren - doppelt so viele wie erwartet. „Herr Wulff hat längst den gesellschaftlichen Rückhalt für seine Politik verloren“, rief GEW-Landeschef Eberhard Brandt den Demonstranten zu, die bei jeder Nennung der Namen von Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU) zu ohrenbetäubenden Buhrufen anstimmten.

Die eigentlich von den Gesamtschulen als Protest gegen das umstrittene „Turbo-Abi“ nach nur zwölf Jahren geplante Demonstration wurde zum Rundumschlag gegen Wulff und seine in Bedrängnis geratene Kultusministerin. Das „Turbo-Abi“, die geplante Abschaffung der sogenannten Vollen Halbtagsschulen - Grundschulen mit besonders guter Ausstattung - , die unsichere Unterrichtsversorgung, der Konfrontationskurs gegen nahezu jeden Kritiker: Themen hatten sich für die Demonstranten zuletzt zuhauf ergeben.
Nicht nur Gesamtschüler, auch Vertreter von Gymnasien und Grundschulen kamen in die Landeshauptstadt, um ihrem Ärger über die festgefahrene Situation Luft zu machen. „Mit Wulff und Heister geht Bildung über’n Deister“, stand auf einem der Plakate inmitten des Protestzuges durch die Innenstadt, an dem sich auch zahlreiche Landtagsabgeordnete der Opposition und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) beteiligten.
Neben der immer größer werdenden Proteste setzt auch die eigene Partei Heister-Neumann zu. „Sie steht stark unter Beschuss, weil wir keine Hoffnung haben, dass es besser wird“, sagte ein Mitglied der CDU-Fraktion. Dass Wulff seine „Arbeitsplatzgarantie“ für Heister-Neumann von Ende März („Frau Ministerin Heister-Neumann ist am Jahresende noch im Amt.“) einhält, wird in der Fraktion stark bezweifelt. „Das Ding ist ziemlich am Ende“, hieß es dazu.
Immer wieder wird der derzeitige Parlamentarische Fraktions-Geschäftsführer Bernd Althusmann als möglicher Nachfolger ins Gespräch gebracht. Dabei könnte die Fraktion die Proteste gegen das neue Schulgesetz, das im Juni im Landtag verabschiedet werden soll, noch verschmerzen. Trotz des wachsenden Widerstands auch in den eigenen Reihen gegen das „Turbo-Abi“ an den Gesamtschulen sind die meisten Abgeordneten fest entschlossen, das Vorhaben umzusetzen.
Sollte jedoch die von Heister-Neumann versprochene hundertprozentige Unterrichtsversorgung nicht klappen, droht auch in der CDU endgültig eine Bombe zu platzen. „Wenn das schief läuft, hält das keinen mehr“, hieß es aus der Fraktion. Deren Chef David McAllister betont wie Wulff immer wieder, die Unterrichtsversorgung müsse unbedingt klappen. An diesem Montag wird es einen Fingerzeig geben, ob dies auch gelingt. Das Kultusministerium will dann über die Bewilligung der Lehrer-Teilzeitanträge informieren. Durch eine strengere Prüfung der Anträge soll Unterricht im Umfang von 350 Lehrerstellen gesichert werden. In der Fraktion rechnen nur wenige damit, dass die Rechnung aufgeht.
Trotz des immensen Drucks wird eine kurzfristige Ablösung der Ministerin nicht erwartet.
„Wulff wird sich schwertun, sie zu entlassen. Momentan würde ihm das als Zeichen der eigenen Schwäche ausgelegt“, sagte ein langjähriger CDU-Abgeordneter. Wahrscheinlicher sei, dass sich nach der Europawahl am 7. Juni oder spätestens nach der Bundestagswahl am 27. September etwas tue.
lni

 
NP, 11.05.2009 10 000 umzingeln die Innenstadt

HANNOVER. Wer gewollt hätte, hätte sich beim Protest gegen das Turbo-Abi am Sonnabend nicht groß bewegen müssen. Als die Spitze des Zuges den Opernplatz wieder erreichte, waren die letzten Demonstranten gerade dabei, ihn zu verlassen. 10 000 Menschen (laut Veranstalter) hatten die Innenstadt quasi umzingelt.
Knapp 40 Minuten dauerte es, bis sich der bunte Demowurm an dem Beobachter vorbeigewälzt hatte. Schulen aus ganz Niedersachsen waren angereist, aus Hildesheim, Jever, Stade, Aurich, Oldenburg.
Zentrales Thema war das Turbo-Abi an Gesamtschulen. Doch die Demonstration wurde zu einem Rundumschlag gegen die Schulpolitik der Landesregierung. Auch die geplante Abschaffung der sogenannten vollen Halbtagsschule – Grundschulen mit besonderer Ausstattung – wurde scharf kritisiert.
Die Stimmung war friedlich und fröhlich, mehr Happening als Revolte. Einige unvermeidliche Klassenkampf-Transparente- Träger drängelten zwar nach vorne, blieben aber unbeachtet.
Der einzige „schwarze Block“, der kurz für Unruhe sorgte, kam aus Frankfurt: Fußballfans auf dem Weg ins Stadion kreuzten am Hauptbahnhof die Demo. Einige Male
musste die Polizei die Protestierenden kurz anhalten, um größere Gruppen der Hessen passieren zu lassen.
Einige von ihnen fragten erstaunt, was hier denn los sei.
Transparente sorgten für Aufmerksamkeit. „Abi im Galopp, das ist der Bildungsflop“
, stand da zu lesen, oder auch „Mit Wulff und Heister geht Bildung über’n Deister“. Einige Schüler hatten sich fantasievoll kostümiert. Nora Bochnig (15) und Sira Gieseke (14) von der IGS Langenhagen hatten sich als bunte Blumen verkleidet
und geschminkt. „Das ist unser kreativer Protest“, sagten sie. Beide sind froh, an einer IGS zu sein. „Man hilft sich gegenseitig“, so Nora. „Mal ist der eine besser, mal der andere.“
Auf der Abschlusskundgebung wechselten sich Musik und Worte ab.
Rapper Baltasar Buxe aus Braunschweig brachte die Schüler zum Toben. „Wie weit ist es zum Landtag?“ wollte er wissen. „Schreit jetzt mal so laut, dass die euch hören!“ Mehrere tausend Kehlen gaben ihr Bestes.
Veranstalter und GEW-Sprecher Nils Johannsen hatte mit so vielen Teilnehmern nicht gerechnet. „Ein deutliches Signal an die Landesregierung“, sagte er. „Heister-Neumann muss zurücktreten!“ SPD-Landtagsfraktionschef Wolfgang Jüttner sieht einen erst vorläufigen Höhepunkt: „Wenn die Regierung so weiter macht, kann sie das öfter erleben“, sagte er. „Wenn im August die Unterrichtsversorgung nicht aufgeht, gehts erst richtig rund.“

 
Demo, 09.05.2009, 12:00 „Gemeinsam sind wir besser – kein Turbo-Abitur an Gesamtschulen!“

Vorläufiger Ablaufplan:
· Ankunft auf dem Opernplatz in Hannover bis 12:00 Uhr
· Anwesende Schulen sollen sich am Infotisch der GEW an der Bühne melden

· Programmstart 12:00 Uhr
· „Vamos Sambar“ Sambagruppe der IGS Linden
· Eingangsmoderation, namentliche Begrüßung der anwesenden Schulen

· Ab ca. 12:15 Uhr : Beginn der Auftaktkundgebung
· Grußwort: Stephan Weil, OB der Landeshauptstadt Hannover
· 1. Rede: Amina Yousaf (Sch.vertr. IGS Mühlenberg)
· 3-Minuten-Theater (IGS Langenhagen)
· 2. Rede: Eberhard Brandt (Vorsitzender der GEW-Niedersachsen)
· Gruppe/Chor der Glocksee-Schule Hannover

· Ab ca. 13 Uhr: Demonstrationszug: Opernplatz, Ständehausstr. Luisenstraße, Hauptbahnhof, Kurt-Schumacher-Str., Steintor, Georgstraße, Kleine Packhofstr., Osterstr., Windmühlenstr., Opernplatz
· (Kröpcke und Große Packhofstr. sind gesperrt (KIBIS-Tag der Selbsthilfegruppen)

· Ab ca. 14.00/14.15 Uhr: Eintreffen des Demonstrationszuges auf dem Opernplatz, Beginn der Abschlußkundgebung
· Gruppe „Reimheit“ (BS) (3 Rapper)
· Grußwort Nora Alvarado (SV-Vertreterin, IGS Franzsches Feld/BS)
· Grußwort Sebastian Fröhlich (Landesschülerrat)
· Lehrer-Band aus Oldenburg
· 3. Rede: Pascal Zimmer (Vorsitzender des Landeselternrat)
· Gruppe „Reimheit“ (BS) (3 Rapper)
· 4. Rede: Peter Krone (Lehrer der Freien Waldorfschule Maschsee/Hannover)
· Lehrer-Band aus Oldenburg
· Abschlussmoderation
· Ende der Veranstaltung ca. 15Uhr (max.16 Uhr)

Für die Busse gibt es einen zentralen Busparkplatz für ca. 40 Busse, der von der Stadt vor wenigen Tagen genehmigt wurde: der Klagesmarkt in Hannover/Höhe Theodorstr. Der Klagesmarkt ist der Ein- und Ausstiegsplatz, die Busse bleiben dort. Entgegen anderslautenden Informationen der Polizei ist der Abbau des Frühlingsfestes (Ende 03.05.) auf dem Schützenplatz/Hannover noch im vollen Gange, so dass zurzeit (07.05.09) dort kaum (zusammen hängende) Busstellflächen vorhanden sind. Vom Klagesmarkt geht man ca. 1 KM bis zum Opernplatz (ca. 20 Minuten). Für die Anreise muss diese Zeit mit eingeplant werden. Vom Klagesmarkt aus bitte keine „Demo“ inszenieren, sondern die Fusswege benutzen, Ampeln beachten, Transparente usw. eingerollt lassen.

 
  Positionen des Landeselternrates zu Integrierten Gesamtschulen

Frühjahr 2003: Im ersten Entwurf der Schulgesetznovelle zur Abschaffung der Orientierungsstufen sollen auch die Gesamtschulen (GesS) verboten werden, eine massive Kritik vieler Verbände, insbesondere auch des LER, erreicht einen Erhalt der Gesamtschulen, allerdings dürfen keine neuen errichtet werden.

Winter 2006/07: Der LER fordert noch unter dem Vorsitz von Herrn Schmieding einstimmig die Aufhebung des Errichtungsverbots für GesS.

Winter 2007/08: Der Ministerpräsident Wulff kündigt im Landtagswahlkampf eine Lockerung/Aufhebung des Errichtungsverbots an. Vorangegangen waren mehrfach Aufforderungen des LER in Gesprächen mit dem MK, dem Elternwillen zu entsprechen und neue GesS wieder zuzulassen.
März 2008: Schulgesetznovelle mit Aufhebung des Errichtungsverbots, allerdings mit Einschränkungen (u.a. 5-Zügigkeit, Erhalt der Schulen des gegliederten Systems bei Neugründung einer GesS, Aufnahme aller angemeldeten Schüler an GesS). Der LER lehnt diese Einschränkungen ab, es gibt einige Nachbesserungen (Aufnahmeverfahren bleibt wie bisher).
Februar 2009: Landesregierung beschließt in ihrem Paper "Bildungsland Niedersachsen" die Einführung des achtjährigen Abiturs auch an IGSn sowie diverse Maßnahmen zur Unterrichtssicherung. Der 11. LER lehnt den überwiegenden Teil dieser Maßnahmen ab, da er diese als nicht zielführend ansieht. Der LER spricht sich gegen ein I 8 an GesS aus.
(Verfasser: Herr Jürgen Vogel (ehemaliger Vorsitzender des LER))
 
 
16.03.2009 Bildungsland Niedersachsen – Erfolge und Herausforderungen

Konzept der Landesregierung zur Sicherung der Unterrichtsversorgung vom 24.02.2009 - Positionen des Landeselternrates

zu I. Vorfahrt für die Bildung

Der erste Abschnitt des Maßnahmenkatalogs der Landesregierung „I. Vorfahrt für Bildung“ enthält überwiegend nur eine Schilderung der in den 6 Jahren der jetzigen Regierungskoalition umgesetzten oder angefangenen Maßnahmen. Etliche dieser Maßnahmen sind allerdings mit Kürzungen in verwandten Bereichen verbunden. So sehr der Landeselternrat die Sprachförderung vor der Einschulung begrüßt, so muss er ebenso feststellen, dass damit die Mittel für die Sprachförderung im Kindergarten und in der Schule nach der Einschulung reduziert worden sind. Auch bei dem laufenden Projekt „Brückenjahr“ befürchtet der Landeselternrat bei der Umsetzung eine Reduzierung oder gar den Wegfall erforderlicher Mittel.

Der Landeselternrat teilt nur bedingt die Schlussfolgerungen der Landesregierung aus den eingeleiteten Maßnahmen. Eine Profilierung der Hauptschule mit messbarem Erfolg ist für ihn nicht erkennbar, die Eltern stimmen mit ihren Füßen gegen die Hauptschule ab. Die vom Landeselternrat befürworteten Betriebs- und Praxistage in Jahrgang 8 und 9 haben nach seiner Auffassung leider nicht den gewünschten Effekt.

Die Umsetzung des G 8 an den Gymnasien hat zu viel Unruhe unter der Elternschaft geführt und musste und muss auch noch weiter nachgebessert werden. Die Entwicklung der Kerncurricula und damit auch die der Schulbücher und die Schulung der Lehrkräfte im Umgang mit den Curricula haben mit der Geschwindigkeit der Einführung nicht schritthalten können,
der Landeselternrat hat diese in seinen Augen überhastete Umsetzung mehrfach kritisiert.

Die Zahl der Ganztagsschulen wurde zwar erhöht, allerdings sind diese Ganztagsschulen nach Erlass Halbtagsschulen mit anschließender Betreuung bei nicht ausreichenden Ressourcen für den Ganztags- und Betreuungsbereich. Verpflichtender Nachmittagsunterricht mit einer wünschenswerten Entzerrung der Unterrichtszeit am Vormittag ist damit nicht möglich. Mehr .....

>> Bildungsland Niedersachsen – Erfolge und Herausforderungen - Kritik des Landeselternrates (pdf, 30 kb)
 
PM, 04.05.2009 Gutschein für Schnuppertag an der IGS Kronsberg

Anlässlich der aktuellen Debatte um die Gesamtschulen und das Turboabitur haben sich die Lehrkräfte entschlossen einen konstruktiven Beitrag zur Meinungsbildung der Entscheidungsträger im Landtag zu leisten. Sie bieten allen Abgeordneten an sich ein persönliches Bild von der Arbeit, der Vielfalt und den Eigenheiten einer Gesamtschule zu machen.
Alle Abgeordneten der Regierungsfraktionen sind herzlich eingeladen eine Lehrkraft durch den Schultag zu begleiten, an verschiedenen Kursen teilzunehmen, mit Schülern, Lehrkräften oder Eltern zu sprechen.
Sie erhalten einen Gutschein für einen Schnuppertag an der IGS Kronsberg und können sogar für nur 4,50€ am Mit-tagessen im Kreise der Schüler teilnehmen.
Die Lehrkräfte erhoffen sich von dieser Aktion, dass Abgeordnete, die vielleicht seit längerem keine Gesamtschule mehr von Innen gesehen haben, wertvolle Einsichten gewinnen, um für die aktuellen Diskussionen besser gerüstet zu sein.

 
NP, 07.05.2009 Aus Protest: CDU-Schulpolitikerin tritt von ihren Ämtern zurück

VON HEIKO RANDERMANN HANNOVER. Als CDU und FDP über das umstrittene Turbo- Abi-Gesetz abstimmten, da hob auch die schulpolitische Sprecherin der CDU, Ursula Körtner, ihre Hand und stimmte dafür. Doch danach bat die 62-Jährige aus Bad Pyrmont unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ um das Wort – und erklärte ihren Rücktritt von dem Schulpolitik-Posten. Ein Paukenschlag. „Die Fraktion hat das überrascht zur Kenntnis genommen“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Althusmann (CDU). Gründe für ihren Schritt nannte Körtner in der Sitzung nicht. McAllister, der vorher informiert worden war, dankte Körtner für ihre Arbeit, die Abgeordneten applaudierten. Körtner scheidet mit diesem Schritt auch aus dem Kultusausschuss aus und legt den Vorsitz des Arbeitskreises Kultus nieder, der die Arbeit zwischen Landesregierung und Fraktionen koordinieren soll. „Für mich war es nicht plötzlich“, sagte Körtner gestern zur NP. Die Gründe seien „wohlüberlegt“, und überhaupt: „Das ist ja kein Trauerfall.“ Doch sie räumt Differenzen mit der Landesregierung ein. „Wenn man den AK Kultus führt, dann muss man deckungsgleich mit der Landesregierung sein. Das ist seit längerer Zeit nicht mehr gegeben“, sagt Körtner. Sie selber vertrete die Auffassung, dass man Bildungspolitik „in enger Verzahnung mit den bildungspolitischen Verbänden“ gestalten solle. „Dieses Einbinden findet immer weniger statt. Es wird immer mehr von oben vorgegeben – auch der Fraktion“, so Körtner. Die Bildungsexperten der Fraktion seien ein Frühwarnsystem, das man missachtet habe. „Es hat von uns Warnungen vor der Situation gegeben, in der wir jetzt sind, nämlich, dass es eine breite Front gegen uns gibt. Da muss man schon drauf hören“, so Körtner. Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass der Frust der CDU-Fraktion über den Umgang der Landesregierung mit ihr in der Schulpolitik öffentlich wird. Als Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister- Neumann (beide CDU) im Februar die Grundzüge für das neue Schulgesetz festlegten, da mussten nicht nur große Teile des Ministeriums draußen bleiben – auch die Fraktionen wurden nicht gefragt. Bereits seit längerem murren Abgeordnete, weil sie in der Schulpolitik nicht mehr gefragt werden, aber bei jeder Gelegenheit in ihren Wahlkreisen wütende Proteste ertragen müssen. Für jeden Abgeordneten ist das ärgerlich, für bildungspolitische Sprecher aber eine peinliche Situation.

 
NP, 07.05.2009 Kommentar: Turbo-Abi: Warnsignal an die Regierung Wulff - von Heiko Randermann

Wer Niedersachsens Schulpolitik beobachtet, der wundert sich schon lange: über das harte Vorgehen gegen Kritiker wie die Schulleiterverbandschefin Helga Akkermann oder GEW-Chef Eberhard Brandt. Oder darüber, dass wegweisende Entschlüsse hinter verschlossenen Türen ausgeknobelt und dann nur noch verkündet werden. Oder darüber, dass die Regierung ausgerechnet in einer Zeit, wo die Unterrichtsversorgung an den Schulen leidet, mit der Einführung des Turbo-Abis an Gesamtschulen eine weitere Riesenbaustelle öffnet und massiven Protest provoziert, bevor auch nur eines der anderen Probleme zu einem Abschluss geführt wurde. Der Außenstehende schaut und staunt – doch seit dem Rücktritt der CDU-Bildungsexpertin Ursula Körtner ist klar, dass auch diejenigen, die am nächsten dran sind, die Politik ihrer Landesregierung nicht mehr verstehen. Körtner, die auch in schwierigen Zeiten im Landtag die Politik ihrer Regierung verteidigt hat, schickt ein deutliches Signal an die Regierung Wulff, dringend ihren Politikstil zu überdenken. CDU und FDP wollen das IGS-Turbo- Abi im Eiltempo durch den Landtag bringen, um die Debatte zu beenden. Der Plan könnte aufgehen – doch die Gräben, die dieses kompromisslose Vorgehen aufreißt, werden sich bis zur Wahl kaum mehr schließen lassen.

 
NP, 07.05.2009 Kritik von Opposition und Verbänden an Schulgesetz

VON HEIKO RANDERMANN HANNOVER. „Schikane“, „fatale Entwicklung“ „Holzweg“ – mit scharfer Kritik reagierten gestern Oppositionsparteien und Verbände auf den Entschluss von CDU und FDP im Landtag, die umstrittene Schulgesetznovelle nahezu unverändert verabschieden zu wollen. Bereits Mitte Juni soll der Landtag nun über das Gesetz abstimmen, das unter anderem das Abi nach dem zwölften Schuljahr auch an Integrierten Gesamtschulen zur Regel macht. Außerdem sollen Haupt- und Realschulen mehr gemeinsamen Unterricht anbieten – Ausnahmen sind Hauptfächer wie Deutsch und Mathe. Die Fraktionschefs der schwarzgelben Koalition, David McAllister (CDU) und Jörg Bode (FDP), sagten, mit dem Gesetz würden das Profil der niedersächsischen Schullandschaft geschärft und die Schulen inhaltlich gestärkt. Diese Aussage „grenzt an Volksverdummung“, schimpft Grünen-Landeschefin Stefanie Henneke. „Die Regierung kriegt das Turbo- Abi in den Gymnasien nicht in den Griff. Jetzt will sie es auch den Gesamtschulen aufzwingen“, kritisiert die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Ina Korter. Die Schulexpertin der Linken im Landtag, Christa Reichwaldt, sieht in dem Gesetz den Versuch, die Gymnasien abzuschotten und die Kinder wohlhabender Eltern zu stützen. „Für alle anderen Schülerinnen und Schüler sind die Vorschläge der Regierungsfraktionen verheerend“, so Reichwaldt. „Nicht die Vernunft, sondern die Hardliner um Ministerpräsident Christian Wulff haben sich durchgesetzt“, erklärte gestern die SPD-Schulexpertin im Landtag, Frauke Heiligenstadt. Es sei niemandem zu vermitteln, warum ein Gesetz, das zum 1. August 2010 in Kraft treten soll, nun innerhalb von fünf Wochen durch den Landtag gepaukt werden müsse. Die Lehrergewerkschaft GEW sagte, die Einführung des Turbo-Abis an den Gesamtschulen „schikaniere“ diese Schulform. „Wulff scheint nicht zu bemerken, dass er gesellschaftliche Mehrheiten für seine verfehlten Schulpolitik verliert“, so GEW-Chef Eberhard Brandt.

Der Verband der Realschullehrer befürchtet, dass die Realschulen durch die Reform stärker belastet werden könnten.

Positiv reagierte dagegen der Philologenverband, der für die Gymnasiallehrer spricht. „Für Gesamtschulen müssen die gleichen Bedingungen gelten wie für Gymnasien. Die Landesregierung ist hier auf dem richtigen Weg“, lobte Guillermo Spreckels, Chef des Philologenverbands.

 
HAZ, 07.05.2009 CDU in heller Aufregung über Schulpolitik - Opfert Wulff seine Kultusministerin Heister-Neumann? / Althusmann könnte Nachfolger werden

Klaus Wallbaum

Hannover. Die Stimmung ist aufgeheizt wie schon lange nicht mehr: Seit am Dienstag Ursula Körtner, die Bildungsexpertin der CDU-Landtagsfraktion, überraschend ihr Amt niederlegte, wirkt die CDU/FDP-Regierungskoalition in Niedersachsen wie aus den Fugen geraten. Immer mehr verdichten sich Hinweise, dass die Ursachen in einer Vertrauenskrise zwischen den Schulpolitikern der Koalition und der zuständigen Ministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) liegen. Die Unzufriedenheit auf beiden Seiten wächst. Körtner schwieg gestern über die Rücktrittsgründe. In der Koalition erinnert man sich aber sehr gut daran, dass die streitbare CDU-Frau mit dem Kurs der Regierung seit Wochen hadert – und damit nicht allein steht. Zwar haben beide Fraktionen am Dienstag demonstrativ geschlossen die Schulreformpläne der Regierung gebilligt. In der Koalition heißt es, die Führung habe angesichts der massiven Kritik von Lehrerverbänden ein politisches Signal der Einigkeit gebraucht. Tatsächlich aber verfolge ein nicht unerheblicher Teil der Fraktionen den Kurs von Heister-Neumann mit Skepsis, wenn nicht widerwillig. Die koalitionsinterne Kritik an Heister- Neumann ist eine Mischung aus inhaltlichen Punkten und Stilfragen. Dass die Ministerin, gestützt von Ministerpräsident Christian Wulff, den Streit über das „Turbo-Abitur“ an den Integrierten Gesamtschulen anzettelte, verstehen viele nicht. Auch die mittlerweile vom Ministerium abgemilderten Vorwürfe gegen den GEW-Landesvorsitzenden Eberhard Brandt, er sei seiner Unterrichtsverpflichtung als Lehrer nicht nachgekommen, nehmen einige Abgeordnete nur mit Kopfschütteln auf. Dies zeige einmal mehr, dass die Ministerin es nicht schaffe, eine vertrauensvolle Atmosphäre im Gespräch mit den Lehrerverbänden zu erreichen. Sie habe „kein politisches Händchen“, erzählt man sich in der CDU. Das Versäumnis kann sich bitter rächen, denn im nächsten Schuljahr droht gewaltiger Unterrichtsausfall. Ohne Mithilfe der Lehrerverbände lässt sich dieser kaum bewältigen. Der Tag der Wahrheit könnte Anfang Juni nahen, wenn klar wird, ob ein „Notprogramm“ der Regierung für mehr Lehrerstellen greift. Falls nicht, dürfte Kultus- Staatssekretär Peter Uhlig kippen. Auch ein Rücktritt Heister-Neumanns ist nicht ausgeschlossen. Favorit für die Nachfolge wäre dann der 42-jährige CDU-Fraktionsgeschäftsführer Bernd Althusmann aus Lüneburg, dem viele ein Krisenmanagement zutrauen. Aber Heister-Neumann ist eine von nur zwei Frauen im Kabinett, außerdem dort die einzige Braunschweigerin. Nötig wäre also, dass auch Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen seinen Platz frei macht für eine Frau als neue Ministerin für Verbraucherschutz. Und Staatskanzleichef Lothar Hagebölling, ein Braunschweiger, müsste Minister werden.

 
HAZ, 07.05.2009 Verkürztes Abitur steht gegen IGS-Prinzip - Landtagskoalition rechtfertigt in Langenhagen geplantes Schulgesetz / Eltern und Lehrer protestieren

VON BÄRBEL HILBIG Für Eltern und Lehrer an Integrierten Gesamtschulen bleibt es weiter unverständlich, wie ihre Schulform unbeschädigt das Abitur nach 12 Jahren einführen soll. Das wurde Dienstagabend bei der Podiumsdiskussion an der Integrierte Gesamtschule Langenhagen deutlich. Rolf Bade, Ministerialrat im Kultusministerium, erläuterte rund 450 Zuhörern das geplante Gesetz und erntete heftigen Widerspruch. In der siebten Klasse sollen die Kinder in Zukunft in Mathematik und Englisch nicht nur in A- und BKurse gehen. Für leistungsstarke Schüler werden Z-Kurse eingeführt. Ein Jahr später gilt die Dreiteilung auch für Deutsch, in der neunten Klasse dann für die Naturwissenschaften. Die Schüler der Z-Kurse sollen ein Jahr früher das Abitur machen. „Schüler in A- und B-Kursen machen weiter ganz normal nach der zehnten Klasse ihren Sek-I-Abschluss. Dieses integrative Konzept gilt auch in Zukunft“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Ludwig von Danwitz. Das Grundprinzip des gemeinsamen Lernens werde in Projekten und den anderen Fächern nicht beeinflusst, betonte Bade. Hubertus von Wick, Sek-I-Leiter der IGS Langenhagen, hielt dagegen: Zu den Grundgedanken der IGS gehöre das gemeinsame Lernen in leistungsgemischten Gruppen von Hauptschul- bis Gymnasialniveau, das Offenhalten der Schullaufbahn für alle und die Durchlässigkeit zwischen A- und B-Kursen. „Schüler in den Z-Kursen müssten mehr Stoff in kürzerer Zeit lernen. Sie wären immer ein halbes Jahr weiter als der Rest.“ Lehrer Wolfgang Meyer erinnerte daran, dass Schüler auch Politik und andere Fächer ohne Differenzierungskurse für das Abitur wählen können. In diesen Fächern sitzen alle IGS-Schüler in einer Klasse. Am Gymnasium würden die Kinder den Stoff zum Beispiel in den Naturwissenschaften dagegen nun von Anfang an komprimiert lernen. „Wir sollen unsere Schüler dann das verkürzte Abitur schaffen? Die Verantwortlichen haben das nicht zu Ende gedacht und werden das Gesetz später nachjustieren, weil es sonst nicht funktioniert“, sagte Meyer. Für die geplanten Z-Kurse wären zusätzliche Lehrer erforderlich. „Dieses Geld werden wir zur Verfügung stellen, wenn es notwendig ist“, sagte Roland Zielke, FDP-Landtagsabgeordneter. Das Publikum reagierte verärgert: „Es gibt doch jetzt schon zu wenig Lehrer!“ Bade betonte, die Vorschläge müssten mit den Gesamtschulen diskutiert werden. „Wir haben die Zeit dazu. Das neue Gesetz gilt ab 2010 für die Fünftklässler und wird ab der siebten Klasse für sie wirksam.“ Dieter Galas fragte, warum das Gesetz, das erst im Mai in den Landtag eingebracht werde, dann schon im Juni verabschiedet werden solle. Für Ina Korter, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, lag die Antwort auf der Hand: „Damit die CDU-Leute, die wissen, wie die Gesamtschule läuft, das nicht verhindern.“

Protest geht weiter: Eltern der IGS Mühlenberg gaben gestern am Landtag 1800 persönlich an CDU- oder FDP-Abgeordnete adressierte Postkarten ab. Unterzeichnet hatten die roten Karten meist Eltern von Grundschülern. Der Elternrat der IGS Roderbruch hat inzwischen fast 3500 Unterschriften gesammelt und die neuen Listen gestern in die Staatskanzlei gebracht. Die Lehrer der IGS Kronsberg haben allen Abgeordneten der Regierungsfraktionen Gutscheine für einen Schnuppertag an der Schule geschenkt.

 
NP, 07.05.2009 Der Kampf gegen die Turbo-IGS […] Emotionale Diskussion mit 450 Zuhörern in Langenhagen. Abi nach 13 Jahren möglich – aber nur mit Ehrenrunde.

VON ANDREAS KRASSELT LANGENHAGEN. Es war ein beeindruckendes Forum: 14 Teilnehmer auf dem Podium, rund 450 Zuhörer im Saal. Die Aula der IGS Langenhagen war am Dienstagabend bis auf die Stehplätze gefüllt. Die Emotionen schlugen hohe Wogen. „Warum auch nicht?“, konterte eine vierfache Mutter die Sachlichkeitsappelle der Turbo-Befürworter. Es gehe doch um die Zukunft ihrer Kinder. „Es gibt nicht ein einziges gutes Argument für das Turbo-Abi“, beklagte sie. Kurz zuvor hatten die Landtagsfraktionen von CDU und FDP den Gesetzesentwurf beschlossen, der ab 2010 auch an IGSen das Abi nach Klasse zwölf einführen soll. Doch wie soll das gehen, ohne den Grundgedanken gemeinsamen Lernens aufzugeben? Das war die Frage, die auf dem Podium diskutiert wurde. Eine die Zuhörer überzeugende Antwort gab es nicht. Immerhin: IGS-Schüler sollen weiterhin das Abitur auch nach 13 Jahren machen können. Die Schüler der Haupt- und Realschulzweige könnten im zehnten Jahrgang ganz normal den erweiterten Sek-I-Abschluss machen und dann in die Sek II wechseln, erklärte Rolf Bode, Referatsleiter im Ministerium. Dort würden sie dann wieder in Klasse 10 starten. „Das ist wie der Vorschlag für Eltern von Gymnasiasten, ihre Kinder eine Ehrenrunde drehen zu lassen“, raunte eine weitere Mutter. Das Turbo-Modell sehe eine Differenzierung ab der siebten Klasse vor, so der CDU-Abgeordnete Karl Ludwig von Danwitz. In Englisch und Mathematik (ab Klasse 7), Deutsch (ab 8) und Naturwissenschaften (ab 9) würden Z-Kurse eingerichtet, deren Besuch Voraussetzung zum Besuch der Sek II sei. „Wir wollen möglichst lange Durchlässigkeit erhalten“, betonte von Danwitz, schränkte aber ein: „In der neunten Klasse wird es nicht möglich sein, vom B- zum Z-Kurs zu wechseln.“ Für den ehemaligen IGSLeiter Dieter Galas wären die ZSchüler dann die „Rotmützen“, die sich von der übrigen Schülerschaft abspalten würden – das Ende gemeinsamen Lernens. „Damit soll den IGSen ein Teil ihrer Attraktivität genommen werden“, so Galas. Die Sachargumente der Turbo- Befürworter, wie etwa internationale Bildungsstandards, konnten den Zuhörern die Notwendigkeit nicht plausibel machen. Und als Ministerialdirigent Jan ter Horst gegen Ende etwas bissig beklagte, nicht genügend Zeit gefunden zu haben, um differenziert alle Fragen beantworten zu können – weil man ja stundenlang „Glaubensbekenntnissen“ habe lauschen müssen –, da blinkte etwas durch, das von einigen vielleicht als „Arroganz der Mächtigen“ verstanden werden konnte. Die Haltung, mit der von oben herab etwas durchgedrückt werden solle, wie nicht nur Frauke Heiligenstadt (SPD) befürchtete. Schulleiter Wolfgang Kuschel zeigte sich im Anschluss enttäuscht: „Ich habe das Gefühl“, sagte er, „dass das wirkliche Problem für die IGSen nicht verstanden worden ist.“

HAZ, 05.05.2009 Toepffer begrüßt Verzögerung bei IGS-Gesetz

Abitur nach 13 Jahren soll an IGS weiter möglich sein / Schulleiter bleiben skeptisch

VON BÄRBEL HILBIG
Was will die CDU? Der Landesvorsitzende David McAllister hat am Wochenende die Position seiner Partei zum Turbo-Abitur an Integrierten Gesamtschulen erläutert. Doch die Auslegung seiner Worte fällt, je nachdem wer sie interpretiert, ganz unterschiedlich aus.
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Den IGS-Leitern in Hannover fällt es allerdings schwer, einen Schwenk in der Haltung der Landes-CDU zu erkennen
. „Was Herr McAllister erzählt, ist ein alter Hut“, sagt Bernd Steinkamp, Leiter der IGS Roderbruch. Ein Schüler, der nach der zehnten Klasse den erweiterten Realschulabschluss an der IGS schafft und dann erst in die Oberstufe wechselt, werde auch in Zukunft das Abitur nach 13 Jahren machen. Steinkamp mutmaßt,die CDU wolle die Eltern vor der großen Demonstration am 9. Mai beschwichtigen.
„Ich verstehe den Vorschlag von Herrn McAllister nicht. Und ich weiß nicht, ob man so schnell wie geplant über eine so unklare Geschichte entscheiden sollte“, sagt Christoph Walther, Leiter der IGS Linden. Das Prinzip der gemeinsamen Erziehung an der IGS würde aufgehoben, wenn ein Teil der Schüler sich frühzeitig auf das Turbo-Abitur vorbereiten müsse. Es sei unklar, ob Schulen oder Eltern über die Länge der Schulzeit entscheiden dürften. >> Toepffer begrüßt Verzögerung bei IGS-Gesetz

NP, 05.05.2009 „Das Gemeinsame ist wichtiger“

Diskussion ums Turbo-Abi: Experte hält nur flexible Lösungen an der IGS für denkbar

Die Protestwoche gegen das Turbo-Abi läuft. Eltern der IGS Mühlenberg werden morgen 1500 Protestkarten am Landtag überreichen. Heute Abend lädt die IGS Langenhagen zur Diskussion, Donnerstag die IGS Kronsberg. Dort wird Professor Manfred Bönsch, Erziehungswissenschaftler der Leibniz-Uni, einen Vortrag halten. Die NP sprach mit dem Experten.

VON ANDREAS KRASSELT
Wodurch unterscheidet sich der Unterricht an einer IGS von dem am Gymnasium?

Die IGS lebt von dem Gedanken, dass Schüler mit sehr unterschiedlichen Begabungen und Leistungen bis zum zehnten Schuljahr gemeinsam lernen. Der soziale Aspekt, für den man viel Zeit braucht, spielt eine große Rolle. An den Gymnasien müssen alle Schüler jetzt in acht Jahren zum Abitur laufen, die Inhalte aber sind nicht gekürzt worden. Es wurden hinten ein Jahr weggenommen und die Mittelstufe verdichtet. Es entstand ein großer inhaltlicher und zeitlicher Druck. Und die Sek II beginnt schon im zehnten Schuljahr, nicht erst im elften.
Was bedeutet Integration konkret im Unterricht?
Das gemeinsame Lernen an Inhalten steht im Mittelpunkt, nicht so sehr das nach Leistungen sortierte. Das Gemeinsame ist wichtiger als das Trennende. Die Differenzierung zu unterschiedlichen Leistungslevels verläuft allmählich, nach und nach. An der IGS hat man die Zeit dazu. Für schwächere Schüler sicher von Vorteil.
Was aber ist mit den Begabten? Werden die nicht ausgebremst?
Lange Zeit hatten die Gesamtschulbefürworter die Ideologie ‚Wir helfen vor allem den Schwächeren, die Guten laufen alleine’. Das kanns nicht sein. Ich muss auch die Guten fordern, damit sie ihre Möglichkeiten nutzen können. Von daher ist Differenzierung für die Gesamtschule ebenso wichtig, so dass jeder seine Herausforderung und optimalen Fördermöglichkeiten bekommt. Das große Kunststück. Wenn das die IGS schafft, ist sie auf hohem Standard.
Die Schüler werden differenziert – und trotzdem gemeinsam unterrichtet?
Die IGSen haben Zeitstrukturen entwickelt, in denen selbstständiges, differenziertes Lernen stattfinden kann. Zum Beispiel: Wenn wir fünf Stunden Englisch in der Woche haben, nehme ich drei Stunden für die herkömmliche Stoffvermittlung, zwei Stunden organisiere ich so, dass jeder seinen Leistungsvoraussetzungen entsprechende Aufgaben bekommt. Nach dieser Differenzierungsphase machen wir dann gemeinsam an dem Stoff weiter.
Wäre dennoch nicht ein Abi nach zwölf Jahren denkbar?
Ja, keine Frage. Wenn wir so gute Lerner haben, sollten sie auch früher in Richtung Abitur marschieren. Diese Flexibilität müsste im Prinzip drin sein. Nur, wenn ich alle aufs Turbo-Abi verpflichte, werde ich denen nicht mehr gerecht, die langsamer, aber auch gut lernen und Zeit brauchen.
CDU-Landeschef David McAllister sprach zuletzt nicht mehr von einem Zwang, sondern nur von einer solchen Möglichkeit.
Wenn das die Lösung des aktuellen Konflikts wäre, wären wir aus den größten Problemen heraus. Ich habe nur den Eindruck, dass doch die pauschale Zwölfer-Regelung für alle eingebracht werden soll. Auch an Gymnasien kann ich immer ein Abitur nach 13 Jahren hinkriegen – mit einer Wiederholungsrunde..

 
02.05.2009 Schulpolitik - Ohne Vertrauen
  HAZ, 02.05.2009, >> Kommentar: Schulpolitik - Ohne Vertrauen. Die Lehrer und ihre Vorgesetzten müssen sich nicht mögen; das Verhältnis ist traditionell von großer Distanz geprägt. Die Lehrer und die Mitarbeiter in den Schulbehörden müssen sich aber aufeinander verlassen können....Auch an der IGS soll das Abitur nun nach zwölf Schuljahren abgelegt werden – ein Schlag gegen pädagogische Konzepte, die davon ausgehen, dass Kinder unterschiedlich lange für den gleichen Weg brauchen können.... Erlaubt die Kultusministerin den Gesamtschulen wieder das Abitur nach 13 Jahren, dann ist dies auch ein Eingeständnis, dass die Gymnasien mit der Schulzeitverkürzung überfordert sind. Hier haben Schüler und Eltern des doppelten Jahrgangs, der auf das Abitur zusteuert, ohnehin schon das Vertrauen verloren, dass die Politik eine Lösung im Sinne ihrer Kinder findet.
  HAZ, 02.05.2009, >> Turboabitur ein Jahr später. Das Turboabitur an Gesamtschulen kommt in Niedersachsen jetzt wie geplant erst 2018 und nicht schon ein Jahr früher. Darauf haben sich die Regierungsfraktionen in einem Krisengespräch mit Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) geeinigt. Die Fünftklässler, die im kommenden Sommer an einer Gesamtschule beginnen, werden dann der erste Jahrgang sein, der das verkürzte Abitur ablegt ..
  HAZ, 02.05.2009, >> Geheimtreffen in Sache Schule. Regierungsfraktionen einigen sich mit Wulff auf einen Gesetzentwurf / Harter Kurs bei Turboabitur .... Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause im Landtag verabschiedet werden. „In so kurzer Zeit ist kein ordentliches Gesetzgebungsverfahren möglich. ...
  HAZ, 02.05.2009, >> Turboabitur: CDU in Stadt und Region uneins. Rat debattiert am Donnerstag über die Bildungspolitik / Rot-Grün kündigt Resolution zur IGS an .. CDU und FDP im Landtag wollten vor der Sommerpause die Einführung zum übernächsten Schuljahr beschließen. Ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren mit Anhörung sei so nicht mehr möglich. „Die Landes-CDU versucht mit ihrem Vorgehen, die Proteste von Schülern und Eltern zu umgehen und den parteiinternen Streit einzudämmen“ .....
  >> www.cdu-waehlerfuer-gesamtschulen
  >> mehr zum "Turbo-Abi" an Gesamtschulen
 
Offener Brief des Schulelternrates vom 26.04.2009 Protest gegen die Ungleichbehandlung von gymnasialem Zweig an der KGS mit Gymnasien bei der Unterrichtsversorgung mit Lehrkräften

Frau Ministerin Elisabeth Heister-Neumann, Niedersächsisches Kultusministerium, Schiffgraben 12, 30159 Hannover, Laatzen, 26. April 2009

- Offener Brief - Erlass „Einstellung von Lehrkräften an allgemein bildenden Schulen zum 03.08.2009 und Unterrichtsversorgung zum Schuljahresbeginn 2009/10“ vom 19.03.2009

Sehr geehrte Frau Ministerin Heister-Neumann, mit Betroffenheit haben wir Eltern zur Kenntnis genommen, dass im o. g. Erlass bei der Unterrichtsversorgung unterschiedliche Zielvorgaben für die verschiedenen Schulformen gemacht werden. Insbesondere sind uns die voneinander abweichenden Zielvorgaben für die Unterrichtsversorgung von Gesamtschulen (98 %) und Gymnasien (99,5 %) aufgefallen. Welche sachliche Begründung gibt es hierfür?

Wir als Elternvertreter der Albert-Einstein-Schule, KGS Laatzen, sehen hier eine Ungleichbehandlung unserer Kinder. An unserer Schule ist der Gymnasialzweig mit über 900 Schülerinnen und Schülern der größte Schulzweig. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasialzweigs lernen nach derselben Stundentafel und denselben Kerncurricula, wie sie auch an Gymnasien gelten. Also brauchen unsere Kinder auch dieselben Lehrerstunden! Abiturprüfungsordnung und Zentralabitur gelten für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe einer Kooperativen Gesamtschule genauso wie an allen anderen gymnasialen Oberstufen. Auch an der Albert-Einstein-Schule werden in zwei Jahren die ersten Schülerinnen und Schüler nach acht Jahren ihr Abitur ablegen, wie an allen anderen Gymnasien auch.
Deshalb fehlt uns jedes Verständnis dafür, dass unsere Schule nicht dieselbe Unterrichtsversorgung erhalten soll, und wir bitten Sie, diese Ungleichbehandlung unbedingt rückgängig zu machen!

>> Offener Brief des Schulelternrates (HTML)

>> Pressereaktion auf den Offenen Brief

>> Offener Brief des Schulelternrates der Albert-Einstein-Schule (KGS) als pdf, 66 kb

>> Albert-Einstein-Schule (KGS Laatzen)

 
24.+25.04.2009 Hannovers CDU kämpft für die Gesamtschule
  HAZ, 25.03.2009, >> Hannovers CDU kämpft für die Gesamtschule.. Seit Wochen bekommt die CDU-geführte Landesregierung in Niedersachsen heftigen Gegenwind in der Schulpolitik, jetzt stellt sich auch die eigene Parteibasis quer: Aus Hannovers CDU kommt heftiger Protest gegen die Pläne der Wulff-Regierung, das Turboabitur an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) einzuführen. ... „Wenn euch die Großstadtbevölkerung total egal ist, dann zieht euer Schulgesetz so durch, wie ihr euch das vorgestellt habt“, schreibt Beckmann. Mit der geplanten Einführung des Turboabiturs solle die IGS nicht nur gestraft, sondern kaputt gemacht werden ...
  HAZ, 24.03.2009, >> CDU-Wähler kämpfen für IGS. An der CDU-Basis brodelt es: Offenbar wollen etliche langjährige Parteimitglieder die Pläne der Landesregierung zum verkürzten Abitur an integrierten Gesamtschulen nicht hinnehmen ...Ein gutes Bildungssystem müsse Kindern aus bildungsfernen Schichten Entwicklungsmöglichkeiten bieten ....„Ein großer Teil der CDU-Basis will ein durchlässiges Schulsystem.“ ...Von Wick sieht seine Initiative in einer Linie mit CDU-Verbänden in anderen Landesteilen wie Osterholz oder Schaumburg, die sich klar für die IGS positionierten.
  >> www.cdu-waehlerfuer-gesamtschulen
  >> mehr zum "Turbo-Abi" an Gesamtschulen
 
23.04.2009 Turbo-Abi ist „nicht kompatibel“ mit IGS
  HAZ, 23.04.2009, >> Eltern befürchten Schnellschuss gegen IGS. .Heftige Kritik an Plänen zum Turbo-Abitur / Stadt will im Jahr 2010 achte IGS in Badenstedt gründen. .... Die CDU-Landesregierung will das Abitur nach zwölf Jahren Schulzeit an integrierten Gesamtschulen offenbar noch vor der Sommerpause beschließen ... „Wenn das Turbo-Abitur kommt, gibt es die IGS nicht mehr. Das wirkt sich auf die schulpolitische Landschaft in der ganzen Stadt aus“, sagte Michael Bax, Leiter der IGS Mühlenberg. Marion Frontzek, Leiterin der Grundschule Salzmannstraße in Linden, argumentierte ähnlich. „Was mit der IGS wird, hat auch Auswirkungen auf die Grundschulen.“ Der Leistungsdruck auf die Grundschüler sei stark gestiegen, als die Orientierungsstufe abgeschafft und danach das verkürzte Abitur am Gymnasium eingeführt wurde .. .
  NP, 23.04.2009, >> Weichen für die IGS in Badenstedt gestellt.. Ortstermin für den Schulausschuss: Gestern besuchte das Ratsgremium das Schulzentrum Badenstedt. Hier soll aus Haupt- und Realschule möglichst zum Schuljahr 2010/2011 eine neue IGS entstehen.
 

NP, 23.04.2009, >> Turbo-Abi ist „nicht kompatibel“ mit IGS. Doch im Kampf um die IGS geht es offenbar um mehr als nur die Frage nach dem richtigen Schultyp. Grundsätzliche Bildungsprinzipien stehen dabei zur Diskussion. Es geht auch um das Ziel von Bildung: Erziehung oder Ausbildung. So forderte der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Politze einen „Neuanfang in der Bildungspolitik“. Schule sei mehr als die Vorbereitung einer ökonomischen Größe,
Begriffe wie „Humankapital“ würden zeigen, worauf Bildungspolitik derzeit abziele. „Bildung und Erziehung aber sind zuerst ein Menschenrecht, erst dann ein ökonomischer Zweck.“ Doch stattdessen sollen Kinder heute frühestmöglich auf eine Berufsschiene festgelegt werden. Die Durchlässigkeit soll auf allen Ebenen eingeschränkt werden“ ...

  >> Protest gegen das "Turbo-Abi" an Gesamtschulen.
 
22.04.2009 Stadtelternrat: Alter neuer Vorstand und alter Knatsch
  NP, 22.04.2009, >> Stadtelternrat: Alter neuer Vortand und alter Knatsch.. .Der Stadtelternrat hat wieder einen regulären Vorstand – doch der Knatsch in dem Gremium ist offenbar noch nicht beendet...
  HAZ, 22.04.2009, >> Vorstand des Elternrat neu gewählt. Beim zweiten Versuch hat es endlich geklappt: Der Stadtelternrat hat wieder einen gewählten Vorstand – der mit dem alten fast identisch ist. ... Die Landesschulbehörde betont, das aktuelle Wahlergebnis sei bis auf Weiteres gültig. Der Stadtelternrat müsse jetzt dringend seine Geschäftsordnung präzisieren. Die Gruppe der Kritiker hat aber bereits angekündigt, einen entsprechenden Vorschlag des Vorstands zu blockieren. Aus der Behörde heißt es nur, es gebe wohl viele Juristen auf beiden Seiten...
 

>> Vorstand des Stadtelternrates.

 
HAZ, 21.04.2009 Kinder zur Grundschule anmelden

Gespräche für 2010

VON BÄRBEL HILBIG
Die Anmeldungen zur Einschulung im August 2010 finden bereits morgen und am Donnerstag statt.
Es ist wichtig, dass die Kinder mit in die Grundschule kommen, da die Lehrer einen Eindruck von der Sprachfähigkeit der zukünftigen Erstklässler gewinnen wollen. Schulpflichtig zum Schuljahr 2010/2011 sind alle Kinder, die bis zum 31. Juli 2010 sechs Jahre alt werden. Eltern können jedoch auch jüngere Kinder anmelden, wenn sie körperlich, geistig und sozial ausreichend entwickelt sind. Auch für Kinder, die im Vorjahr zurückgestellt wurden und behinderte Kinder gibt es eine Anmeldepflicht.
Die zuständige Grundschule am Wohnsitz nimmt die Anmeldung Mittwoch und Donnerstag jeweils von 15 bis 18 Uhr entgegen. Notwendig sind die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch, bei 2010 noch nicht schulpflichtigen Kindern auch ein Nachweis über den Wohnsitz (wie der Personalausweis).
In Hannover gibt es auch zahlreiche (Grund-)Schulen mit besonderem Angebot, die Eltern unabhängig vom Wohnsitz wählen können. Bei der Anmeldung an einer Schule in freier Trägerschaft müssen Eltern ihr Kind dennoch an der zuständigen staatlichen Schule vorstellen, damit dort die Sprachentwicklung beurteilt wird.

Staatliche Schulen
* Primarstufe der IGS Roderbruch, Rotekreuzstraße 23, Anmeldung 14 bis 18Uhr
* Peter-Petersen-Schule, Böhmerstraße 10 (Südstadt)
* Glockseeschule, Am Lindenhofe 14 (Döhren), Anmeldung 14 bis 17 Uhr
* Grundschule Suthwiesenstraße, Suthwiesenstraße 36 (Döhren), bilinguale Klasse für Kinder mit französischem Hintergrund
* Henning-von-Tresckow-Grundschule, Tresckowstraße 49 (Wettbergen), Schwerpunkt Technik
* Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule, Olbersstraße 13 (Döhren), Englisch ab der ersten Klasse

Katholische Schulen
* Bonifatiusschule, Bonifatiusplatz 6 (List)
* Eichendorffschule, Hennigesstraße 3 (Linden)
* Kardinal-Bertram-Schule, Olbersstraße 13 (Döhren)
* Kardinal-Galen-Schule, Hinter der Alten Burg 1 (Misburg)

Freie Schulen
* Freie Waldorfschule Maschsee, Rudolf- von-Bennigsen-Ufer 70 (Südstadt)
* Freie Waldorfschule Bothfeld, Weidkampshaide 17
* Freie Evangelische Schule Hannover, Prinz-Albrecht-Ring 67 (Bothfeld), Anmeldung 9 bis 16 Uhr
* Montessori-Grundschule Hannover, Bevenser Weg 2 (Heideviertel)
* Phorms-Schule, Lathusenstraße 11

 
NP, 21.04.2009 Kinder jetzt für Einschulung 2010 anmelden

HANNOVER. Alle Kinder, die im kommenden Jahr schulpflichtig werden, müssen jetzt für das Schuljahr 2010/2011 angemeldet werden. Die Anmeldungen werden morgen und am Donnerstag jeweils von 15 bis 18 Uhr an den für den Wohnsitz zuständigen Schulen entgegengenommen.
Anträge auf eine vorzeitige Einschulung bereits zum kommenden Schuljahr 2009/2010 für sogenannte „Kannkinder“ können dort ebenfalls gestellt werden. Der Fachbereich Schule weist darauf hin, dass zurückgestellte Kinder, die nicht den Schulkindergarten besuchen, ebenfalls erneut angemeldet werden müssen.
Geburtsurkunde oder Familienstammbuch müssen mitgebracht werden, unbedingt aber auch die Kinder, da bei der Anmeldung der Sprachstand
festgestellt werden soll. Kinder, die an einer privaten Schule angemeldet werden, müssen für diesen Zweck zusätzlich an der zuständigen Grundschule vorgestellt werden.
kra

 
22.04.2009 Offener Brief an den Ministerpräsidenten
  NP, 22.03.2009, >> "Offener Brief gegen das Turbo-Abi".. .Zu den Unterzeichnern gehören auch Ex-Verfassungsrichter Mahrenholz und OB Weil. ...CDU und FDP wollen die entsprechende Änderung des Schulgesetzes im Mai in ihre Fraktionen einbringen, so dass ein Gesetz im Juni verabschiedet werden könnte.
Eltern-, Lehrer- und Schülerverbände kritisieren, bei dem Verfahren nicht einmal mehr gehört zu werden ....
  HAZ, 22.03.2009, >> "240 Fürsprecher für die IGS".. Mit einem offenen Brief an Ministerpräsident Christian Wulff haben sich jetzt rund 240 Unterzeichner für den Erhalt des Abiturs nach 13 Jahren Schulzeit an integrierten Gesamtschulen (IGS) eingesetzt. Die Initiative zu der Aktion ging von Dieter Galas und Inge Collatz aus, die Anfang der siebziger Jahre zum Gründungs- und Leitungsteam der IGS Langenhagen gehörten. ...
 

>> Protest gegen das "Turbo-Abi" an Gesamtschulen.

 
BIS 20.04.2009 Aktion "Offener Brief an den Ministerpräsidenten"

Schickt bitte eine Mail an Inge Collatz oder Dieter Galas noch an diesem Wochenende, spätestens bis zum Montag - dem 20.04.2009.

Inge Collatz und Dieter Galas haben eine Aktion gestartet:"Offener Brief an den Ministerpräsidenten". An diesem Wochenende, bis zum 20.04.2009, werden noch Unterstützer gesucht. Daher die Bitte, siich an diesem Wochenende zu entscheiden und sich als Unterstützer bzw Unterzeichner zu melden - auch wenn keine finanzielle Beteiligung an der Anzeige möglich ist. Teil der Aktion ist auch das Ziel, eine Anzeige zu schalten - wenn genügend Geld zusammen kommt.

Inge Collatz und Dieter Galas schreiben: "Wenn Sie den Offenen Brief unterstützen wollen, teilen Sie uns das bitte an unsere E-Mail-Adresse mit: ingecollatz(at)gmx.de oder/und dieter.galas(at)t-online.de Lassen Sie uns bitte auch wissen, mit welchem Maximalbetrag Sie die Veröffentlichung mitfinanzieren wollen und welche Unterstützer (mit Namen und "Titel") Sie gefunden haben, die uns für die beabsichtigte Veröffentlichung autorisieren und sich an der Finanzierung beteiligen wollen." >> mehr zur Aktion "Offener Brief an den Ministerpräsidenten"

 
Di, 21.04.2009, 19:30 Uhr Bildungsland Niedersachsen? Was wird aus der IGS?

Am Di, 21.04.2009, 19:30 Uhr, Nds. Landesmuseum

Informationsveranstaltung zu den Perspektiven in der Bildungs- und Schulpolitik am
Dienstag, 21.04.2009, 19:30 - 21:30 Uhr, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Veranstaltungsraum
Willy-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover

mit Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion Hannover, "Schulwahl - Umfrageergebnis und Ausgangslage in Hannover"
mit Nils Johannsen, Initiative "NEUE IGS-JETZT!", "Was zeichnet eine IGS aus? Welche Aktionen und Initiativen gibt es ?"
mit Stefan Politze, MdL, "Politische Konsequenzen und Antragslage"
>> Podiumsdiskussion Bildungsland Niedersachsen als pdf, 148 kb

 
HAZ, 26.03.2009 Neue Haupt- und Realschulen in Hannover / Neue IGSen
  HAZ, 26.03.2009, >> Heftige Konfroversen im Schulausschuss.. .Die Wogen schlugen gestern im Schulausschuss hoch. Eltern, Lehrer und Schüler machten ihrem Ärger über die geplante Zusammenlegung von Gustav-Stresemann-Realschule mit der Haupt- und Realschule Heinrich-Heine-Schule Luft. Doch vergebens: Die Eigenständigkeit der Gustav-Stresemann-Realschule endet im August....Garnet Eichholz, Vorsitzende des Stadtelternrats kritisierte, es würden zwei Themen verknüpft, die nicht zusammengehörten. Die meisten Eltern seien gegen die Zusammenführung von Hauptschulen und Realschulen. Es gebe aber ein deutliches Votum von Grundschuleltern für die IGS. „Wenn eine Schule zuerst für das eine und später für das andere ein Konzept erarbeiten soll, gibt das einen Frust, den Sie sich nicht vorstellen können."..... >> Schulausschuss .. .>> Heinrich-Heine-Schule .. >> Gustav-Stresemann-Schule
  HAZ, 26.03.2009,>> Hauptschule bekommt Realschüler - IGS in Badenstedt.. .. Die Rosa-Parks-Hauptschule bekommt ab August einen Realschulzweig mit bis zu zwei Klassen pro Jahrgang und wird damit zur Haupt- und Realschule... >> Schulausschuss.....>> Rosa-Parks-Hauptschule.... >> Hauptschule im Schulzentrum Badenstedt ... >> Realschule im Schulzentrum Badenstedt
 
HAZ, 03.04.2009 Jetzt ist Schluss ! Der Landesschülerrat Niedersachsen ruft zum Protest auf!
  HAZ, 03.04.2009, >> Schülerrat sucht die Konfrontation".. .Als Konsequenz aus dem abgebrochenen Dialog wollen die Schüler nun wieder für „bessere Unterrichtsversorgung und eine bessere Bildungspolitik“ auf die Straße gehen. Am 17. Juni soll es landesweite Protestmärsche geben. Ziemke rechnet damit, dass sich insgesamt rund 60 000 Schüler an der Aktion beteiligen. „Vielleicht werden dann die Ministerin und der Ministerpräsident einsehen, dass es so in der Bildungspolitik nicht weitergeht“, sagte Ziemke. ... Bereits am 9. Mai wollen Schüler, Eltern und Lehrer auf die Straßen gehen, um gegen das geplante Turboabitur an den Gesamtschulen zu protestieren. ...
  02.04.2008, >> Jetzt ist Schluss! LSR bricht Gespräche mit Ministerin ab!".. Die gewählte Interessensvertretung der niedersächsischen Schülerschaft, der Landesschülerrat Niedersachsen (LSR) gibt den Abbruch der Gespräche mit der Kultusministerin Heister-Neumann bekannt. (aus der Homepage des Landesschülerrates Niedersachsen)
 

02.04.2008, >> Presseinfo des Niedersächsisches Kultusministeriums: Landesschülerrat / An Spielregeln muss man sich halten .. .Die Aufgabe des LSR ist die Beratung des Kultusministeriums. Somit können die Gespräche auch nicht – wie angekündigt - abgebrochen werden, weil damit die Pflicht zur Vertretung der Interessen der eine Million Schülerinnen und Schüler nicht mehr wahrgenommen wird. Ein Aufruf des Landesschülerrats zu Demonstrationen würde ebenfalls gegen diese Spielregeln verstoßen. ...

  02.04.2009, Im Original / Presseerklärung des Landesschülerrates: "Jetzt ist Schluss! LSR bricht Gespräche mit Ministerin ab! Wir demonstrieren wieder! . ...Das neu vorgelegte Papier der Landesregierung "Vorfahrt für die Bildung" war zudem eine klare Ohrfeige. Nichts davon war mit uns besprochen worden .....
  >> Im Original als pdf - 908 kb / Presseerklärung des Landesschülerrates: Jetzt ist Schluss! LSR bricht Gespräche mit Ministerin ab! Wir demonstrieren wieder! "
  02.04.2009, Im Original / Presseerklärung des Landesschülerrates: "Stoppschild für Bildung! Die Stellungnahme des Landesschülerrates zum Papier "Bildungsland Niedersachsen - Erfolge und Herausforderungen" des Niedersächsischen Kultusministeriums . .Nie war der Protest gegen die Landesregierung größer ..dass hier eine Mischung aus veralterter Ideologie und restriktiver Haushaltsplanung durchgesetzt werden muss..... eine dilettantische Oberstufenreform ...Alibi-Gesprächen ....Erhöhung der Studienseminarplätze für Referendare ....Frontalangriff auf die Integrierte Gesamtschule ... Frau MInisterin, wir sind maßlos enttäuscht..
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HAZ, 04.04.2009 IGS lädt Christian Wulff ein

2740 unterschreiben

Rund 30 Schüler und Eltern haben gestern vor der Staatskanzlei eine Liste mit 2740 Unterschriften gegen die Einführung des Turboabiturs an Integrierten Gesamtschulen abgegeben. „Wir laden Ministerpräsident Wulff ein, unsere Schule zu besuchen“, sagte Andreas Henze vom Elternrat der IGS Roderbruch, an der die Unterschriften innerhalb von zwei Wochen zusammenkamen.
Die Schulinspektion hatte der Schule in mehreren Bereichen ihren Vorbildcharakter bescheinigt. „Das würden wir Herrn Wulff gerne zeigen.“
Staatskanzleichef Lothar Hagebölling begrüßte die Besucher und lud einige zum Gespräch ein. „Ich nehme die Unterschriften gerne entgegen. Ich weiß, dass das Thema sie alle sehr bewegt.“ Elternvertreter Henze versicherte, dass viele Kinder an Gymnasien das Abitur gut in zwölf Jahren Schulzeit schafften.
Gesamtschulen besuchten jedoch auch viele Schüler, die wegen Sprachschwierigkeiten oder Entwicklungsverzögerungen mehr Zeit bräuchten.
Das Turboabitur würde den integrativen Ansatz der IGS zerstören, wo leistungsstarke Schüler schwächeren helfen. „Wir verschleudern dann das Potenzial von Kindern, deren Eltern sie nicht in Nachhilfestudios schicken können.“
Ob Kinder zwölf oder 13 Jahre die Schule besuchten, sei doch nicht entscheidend
, sagte Henze. „Wichtig ist, dass sie gut ausgebildet werden.“ Henzes eigene Kinder gehen noch in die Grundschule der IGS Roderbruch. Der Jurist hat selbst ein Gymnasium besucht. „Ich bin einfach überzeugt, dass die IGS Roderbruch eine gute Schule ist.“ >> IGS Roderbruch

 
HAZ, 04.04.2009 Leserbrief: IGS passt der Regierung nicht

Zu dem Bericht: "Ich will die IGS nicht kaputt machen" vom 25. März

Nun also tritt auch noch Rolf Bade, Referatsleiter für Gesamtschulen und Gymnasien, auf die Bühne, um das unausgegorene „Bildungskonzept“ der Kultusministerin zu interpretieren. Natürlich wolle niemand die IGS kaputt machen, denn schließlich sei durch das Turboabitur der „gemeinsame Unterricht (nicht) gefährdet“. Hier spricht jemand, der von der Gesamtschule nur mittelbar Kenntnisse hat, denn sein Vorschlag zur frühen Differenzierung bis hin zu drei Niveaus verhindert geradezu gemeinsame Lernerfahrungen, verunmöglicht aber unter anderem die Durchlässigkeit der Leistungsstufen – die Selektion wird nun erzwungen mit der Einrichtung eines Gymnasialzweigs an der IGS, die aber damit keine mehr ist!
Wie man es auch immer dreht und wendet: Die Gesamtschule passt nicht ins ideologische Korsett der gegenwärtigen Regierung und soll mit der Zwangseinführung des Turboabiturs zerstört werden – die Kernstruktur der IGS ist faktisch aufgehoben, übrig bliebe eine KGS.
Die Verteidigung der IGS beschränkt sich nicht nur auf die Rettung einer „isolierten“ Schulform unter anderen, sondern sie zielt auch auf die Wahrung demokratischer Strukturen (Elternwille) und einer schülerorientierten Bildungskultur, die in Europa mittlerweile weitgehend Konsens ist.
Und wenn schon der Blick auf die europäische Bildungslandschaft fällt, wäre der erste Schritt die Ablösung des dreigliedrigen Schulsystems, das es nur noch in Österreich und Deutschland gibt.
Hannover Bernd Pagell >> mehr persönliche Stellungnahmen im Forum

 
HAZ, 03.04.2009 Schülerrat sucht die Konfrontation

Gespräche mit der Kultusministerin aus Enttäuschung abgebrochen / Aufruf zu landesweitem Protest

Hannover. Nach einem halben Jahr der Gespräche geht der Landesschülerrat wieder auf Konfrontationskurs zu Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU). „Wir haben gestern die Gespräche mit der Ministerin abgebrochen“, sagte der Vorsitzende des Landesschülerrates, Patrick Ziemke. Als Grund nannte er vor Journalisten „enttäuschte Erwartungen“ des Landesschülerrates.
„Die Ministerin hat uns hingehalten und war nicht wirklich an Gesprächen mit uns interessiert“, meinte er.

Als Konsequenz aus dem abgebrochenen Dialog wollen die Schüler nun wieder für „bessere Unterrichtsversorgung und eine bessere Bildungspolitik“ auf die Straße gehen. Am 17. Juni soll es landesweite Protestmärsche geben. Ziemke rechnet damit, dass sich insgesamt rund 60 000 Schüler an der Aktion beteiligen. „Vielleicht werden dann die Ministerin und der Ministerpräsident einsehen, dass es so in der Bildungspolitik nicht weitergeht“, sagte Ziemke.
Bereits am 9. Mai wollen Schüler, Eltern und Lehrer auf die Straßen gehen, um gegen das geplante Turboabitur an den Gesamtschulen zu protestieren
. Landesschülerrat und Ministerin hattenim Anschluss an die landesweiten Schülerdemonstrationen im November 2008 mit rund 30 000 Teilnehmern regelmäßige Gespräche vereinbart. „Die Atmosphäre bei den Treffen war positiv“, berichtete Ziemke. Allerdings seien die Ergebnisse ausgeblieben. „Innerhalb des halben Jahres haben wir lediglich Verbesserungen für die Arbeit der Schülervertretungen erreichen können“, sagte er. Außerdem habe man in den Verhandlungen einen Kompromiss bei den sogenannten Kopfnoten erzielt. Der von der Ministerin für Januar angekündigte Entwurf dazu liege aber noch immer nicht vor.
Über die Kernforderungen wie kleinere Klassen, Verbesserungen bei der Unterrichtsversorgung und Nachbesserungen beim Abitur nach zwölf Jahren sei gar nicht oder ohne Ergebnis gesprochen worden, bemängelte der Landesschülerrat.

Brüskiert zeigt sich der Landesschülerrat schließlich von den Beschlüssen der Regierungskoalition zur Bildungspolitik im Februar. „Das war eine klare Ohrfeige, nichts davon war mit uns besprochen worden“, sagte der Chef des Landesschülerrates. Die Regierung hatte unter anderem beschlossen, Teilzeitlehrern in Mangelfächern zur Mehrarbeit zu verpflichten und die „Vollen Halbtagsschulen“ in „Verlässliche Grundschulen“ umzuwandeln.
Das Ministerium reagierte auf den Abbruch der Gespräche mit einer Pressemitteilung.
„In einem Gespräch mit der Kultusministerin wurden die sieben Jugendlichen, die zurzeit den Vorstand des Landesschülerrates bilden, auf die Spielregeln ihrer Tätigkeit hingewiesen
“, heißt es dort. Aufgabe des Landesschülerrates sei die Beratung des Ministeriums, daher könnten die Gespräche auch nicht abgebrochen werden. Weiter heißt es, dass ein Demonstrationsaufruf des Schülerrates ebenfalls gegen die Spielregeln verstoße. Ministeriumssprecher Andreas Krischat verwies auf das Schulgesetz, wo die Grundlagen für die Arbeit des Gremiums festgelegt seien.

>> Die Homepage des Landesschülerrates www.lsr-nds.de

 
02.04.2009 Jetzt ist Schluss! LSR bricht Gespräche mit Ministerin ab!

Die gewählte Interessensvertretung der niedersächsischen Schülerschaft, der Landesschülerrat Niedersachsen (LSR) gibt den Abbruch der Gespräche mit der Kultusministerin Heister-Neumann bekannt. Kurz nach den landesweiten Schülerdemonstrationen im November 2008 kamen LSR und die Ministerin zusammen. Man einigte sich darauf zeitnah Lösungen zu entwickeln um die bei den Demonstrationen artikulierten Forderungen umzusetzen. Dazu gehörten unter anderem eine bessere Unterrichtsversorgung, kleinere Klassen und Nachbesserungen beim Abitur nach 12 Jahren.
Nach fast einem halben Jahr zieht der Vorsitzende Patrick Ziemke (20) ein negatives Resümee: „Wir hatten große Erwartungen und Ansprüche an die Gespräche. Leider wurden diese total enttäuscht.
Wir konnten in der gesamten Zeit nur Verbesserungen bei den Kopfnoten und Verbesserungen in der Schülervertretungsarbeit durchsetzen. Die großen Themen wurden jedoch bewusst ausgelassen von Seiten des Ministeriums. Man hatte kein Interesse an wirklichen Lösungen mit uns zu arbeiten – Partizipation wurde nur vorgegaukelt!“
Pressesprecher Patrick Orth ergänzt: „ Das neu vorgelegte Papier der Landesregierung „Vorfahrt für Bildung“ war zudem eine klare Ohrfeige.
Nichts davon war mit uns besprochen worden. Auch mit allen anderen Interessensvertretungen und Gewerkschaften wurde dieses Papier nicht besprochen. Alle laufen deswegen im Moment Sturm gegen sie - und die Frau bekommt es einfach nicht in ihren Kopf!“
Der Landesschülerrat wird nun offen die geplanten Schülerdemonstrationen am 17.Juni.2009 in ganz Niedersachsen unterstützen und dafür mobilisieren. Zudem wird die gemeinsame Demonstration von Eltern, Lehrern und Schülern am 09.05.2009 unterstützt!

 
02.04.2009 Presseinfo des Niedersächsisches Kultusministeriums: Landesschülerrat / An Spielregeln muss man sich halten

HANNOVER. In einem Gespräch mit der Kultusministerin wurden die sieben Jugendlichen, die zurzeit den Vorstand des Landesschülerrats (LSR) bilden, auf die Spielregeln für ihre Tätigkeit hingewiesen.
Die Aufgabe des LSR ist die Beratung des Kultusministeriums. Somit können die Gespräche auch nicht – wie angekündigt - abgebrochen werden, weil damit die Pflicht zur Vertretung der Interessen der eine Million Schülerinnen und Schüler nicht mehr wahrgenommen wird. Ein Aufruf des Landesschülerrats zu Demonstrationen würde ebenfalls gegen diese Spielregeln verstoßen.
Dies ist den Jugendlichen bereits 2008 in einer mehrtägigen Tagung mitgeteilt worden. Eine Erinnerung erfolgte am Donnerstagvormittag.

 
23.03.2009 Der Vorstand des StER bleibt kommissarisch im Amt

In der konstituierenden Sitzung am 23.03.09 ist eine Kandidatin zur Wahl als Vorsitzende angetreten.
Es gab zwei Wahlgänge. In keinem der beiden Wahlgänge stimmte eine Mehrheit der stimmberechtigten ordentlichen Mitglieder für diese Kandidatin.
Daraufhin kündigte Frau Martinsen (Leiterin des Fachbereichs Bibliothek und Schule) an, dass sie zu einer weiteren konstituierenden Sitzung einladen werde.
Der Vorstand des StER bleibt gemäß NSchG bis zur nächsten konstituierenden Sitzung kommissarisch im Amt.
Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand
Garnet Eichholz Richard Lochte Sabine Weber Hubert Friedrich Matthias Störmer

 
HAZ, 31.03.2009 Schüler und Eltern attackieren FDP
Hannover (mbb). Zahlreiche Eltern von Kindern, die die sogenannte Volle Halbtagsschule besuchen, haben in Briefen an die FDP-Landtagsfraktion gegen die geplante Auflösung dieses Schultyps protestiert. Die Volle Halbtagsschule, ein bisher von der CDU-FDP-Landesregierung als Vorzeigemodell gepflegtes Projekt, soll zum 1. August 2010 in die sogenannte Verläßliche Grundschule übergehen. Im Unterschied zur Vollen Halbtagsschule kommen in den Verlässlichen Grundschulen in den späten Stunden auch Betreuer zum Einsatz, die keine ausgebildeten Lehrer sind. Dagegen wendet sich der Elternprotest.
"Wir Eltern bekommen ein Reformpaket vorgesetzt, für das die Landesregierung, hätte es sie vor der Wahl klar angekündigt, sicher nicht gewählt worden wäre", schreibt Elternsprecher Björn Meiners in einem offenen Brief an Björn Försterling, den Bildungsexperten der FDP. Dieser hatte zuvor die Meinung geäußert, dass durch den geplanten Umbau, der auch die Unterrichtsversorgung an anderen Schulen sichern soll, kein Abbau von Qualität stattfindet - eine Meinung, die Eltern stark bezweifeln.
 
HAZ, 27.03.2009 Demonstrationen gegen das "Turbo-Abi"
Briefe, Trommeln und Trillerpfeifen: Die IGSen aus der Region Hannover kritisierten am landesweiten Aktionstag die geplante Einführung des Turbo-Abiturs.
Es ist laut auf dem Thie am Kronsberg – und eng: Etwa 850 Schüler, Lehrer und Eltern schwenken Transparente, blasen in ihre Trillerpfeifen und schlagen auf Trommeln. „Wir wollen keinen Stress, 13 Jahre IGS“, rufen die IGS-Kronsberg-Schüler über den Platz. Vor dem Stadtteilzentrum Krokus bildet sich eine Menschentraube, etwa 30 Jugendliche mit weißen Mullbinden vor den Mündern erregen Aufsehen. „Auf unsere Meinung nimmt die Landesregierung keine Rücksicht“, ruft Schulsprecherin Serpel Matyar.
Am Donnerstag hatten die Schüler der Integrierten Gesamtschulen in der Region Hannover eine klare Botschaft: Die Pläne der Landesregierung zur Einführung des Abiturs in zwölf Jahren auch an den Gesamtschulen zerstören ihrer Ansicht nach das Konzept des gemeinsamen Lernens. Sechs integrierte Gesamtschulen aus dem Stadtgebiet und zwei aus dem Umland machten ihrem Unmut über die Veränderungen des Schulsystems mit einem Aktionstag einen Tag vor Beginn der Osterferien Luft. Auch IGSen in weiteren Städten Niedersachsens schlossen sich dem Protest an. Der Ideenreichtum der Schüler war groß: Menschenketten in Linden und in der List, Schulstreik in Langenhagen, Theater im Roderbruch, Protestbriefe in Mühlenberg, Demonstrationen in Garbsen, Vahrenheide und am Kronsberg. Vor allem Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) war Adressatin der Kritik.
Als Amina Yousaf, Schülersprecherin der IGS Mühlenberg, am Nachmittag vor dem Kultusministerium stand, saß die Ministerin gerade in einer Sitzung im Landtag. „Jeder hat freiwillig einen Brief verfasst und erklärt, warum die IGS so bleiben muss, wie sie ist“, sagte die 19-Jährige. Ein Mitarbeiter der Behörde nahm die drei Kartons mit 1500 Briefen für die Ministerin entgegen. Auch Schüler der Waldorfschule Bothfeld waren zum Ministerium gekommen, um ihre Solidarität zu zeigen – auch wenn das „Turbo-Abi“ die Privatschule nicht betrifft. Den ganzen Vormittag hatten die Schüler der IGS Mühlenberg im Unterricht gebastelt und geschrieben. Der 15-jährige Jonas Pietsch aus dem 9. Jahrgang schrieb der Politikerin: „Die IGS ist für Kinder gut, die das Tempo auf dem Gymnasium nicht schaffen.“ So wie Jonas haben viele Schüler, Eltern und Lehrer Angst, dass das verkürzte Abitur das Konzept der Integrierten Gesamtschulen zerstöre.
„Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich nach ihren Fähigkeiten zu entfalten – und das braucht Zeit“
, sagt Sabine Mech, die ihren Sohn bewusst auf die IGS Linden geschickt hat. So wie Sabine Mech, denken nach einer Umfrage der Stadt Hannover 40 Prozent aller Eltern: Sie würden ihr Kind auf einer Gesamtschule anmelden, um ihnen mehr Zeit zum Lernen zu geben.
Um gegen die geplante Kürzung der Schulzeit zu protestieren, hatten sich gestern einige Eltern zusammen mit den 1300 Schülern der IGS Linden in eine 500 Meter lange Menschenkette um das Schulgebäude eingereiht
. Der Protest dauerte nur eine gute Stunde, in Langenhagen hingegen bestreikten die rund 1300 Schüler und Elternvertreter den Unterricht den ganzen Schultag lang. „Ich war erst auf dem Gymnasium, aber der Stundenplan war durch das Turbo-Abi so voll gepackt, dass ich kaum Freizeit hatte“, erzählte die Schülerin Panthea Mehdizadeh dort. Heister-Neumann müsse sich einmal den Unterricht an der Integrierten Gesamtschule anschauen, um sich ein Bild vom guten Klima zu machen, waren sich Schüler- und Elternvertreter in Langenhagen einig.
Dass die Aktionen die Pläne wirklich ändern können, glaubten jedoch die Wenigsten. "Aber ganz ignorieren kann man so viel Protest ja nicht", sagte Carolin Oltersdorf, Schülersprecherin der IGS Linden. Das Kultusministerium äußerte sich gestern nicht zum Aktionstag und verwies auf die Beschlüsse der Kabinettsklausur. SPD- und Grünen-Politiker aus Stadt und Land zeigten sich jedoch solidarisch - und sprachen sich vor den Schülern der IGS Kronsberg deutlich gegen die Einführung des "Turbo-Abiturs" aus. "Der Grundgedanke der IGS wird ausgehöhlt", sagte Frauke Heiligenstadt von der SPD-Landtagsfraktion und bekam nicht nur von den Parteikollegen Stefan Politze und Michael Klie, Ratsmitglied, Zustimmung, sondern auch von der schulpolitischen Sprecherin der Grünen im Rat, Regine Kramarek. Unterstützung gab es auch vom Landesvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hartmut Tölle: "Der Protest zeigt, dass die Pläne der Landesregierung am Willen der Eltern und Schüler vorbeigehen."
Die IGSen kündigten an, die Aktionen auszuweiten. Am 9. Mai wollen in Hannover Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen demonstrieren. Doch mit ihren Forderungen muss die Kultusministerin schon vorher auseinandersetzen: Die 1500 Briefe aus Mühlenberg werden ihr vorgelegt, versprach ein Mitarbeiter. Und auch aus Langenhagen soll sie demnächst Post mit 1500 Unterschriften bekommen.
von Hannah Suppa, Julia Sellner und Charlotte Klein

Bild: Schüler von IGSen aus der Region Hannover demonstrieren gegen die Bildungspolitik.

 
NP, 26.03.2009 Protestaktionen an den Gesamtschulen in Hannover

Am 26.03.2009 wird es an allen Gesamtschulen Hannovers und an vielen anderen Gesamtschulen in Niedersachsen Aktionen geben. An der IGS Linden wird nach einer Kundgebung um 11:00 Uhr eine Menschenkette zum Schutz der Schule gegen die Zerstörung des pädagogischen Ansatzes von Außen um das Schulgebäude am Lindener Berg gebildet >> Menschenkette um die IGS Linden, Schüler und Eltern der IGS Kronsberg laden zu einer öffentlichen Vollversammlung auf dem Platz vor dem Stadtteilzentrum auf dem Thie ein >> Öffentliche Vollversammlung der IGS Kronsberg.

 
HAZ, 25.03.2009 Protestaktionen an den Gesamtschulen in Hannover

Schüler und Eltern an den Integrierten Gesamtschulen wollen morgen gegen die Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren protestieren. An fast jeder IGS in der Region haben Schüler- und Elternvertreter Aktionen vorbereitet.

An der IGS Linden wollen die 1300 Schüler eine Menschenkette rund um das Hauptgebäude am Lindener Berg bilden. Der Schulelternrat der IGS Langenhagen ruft alle 1300 Schüler zu einem Streiktag auf. „Die Kinder und Jugendlichen bleiben aber nicht einfach zu Hause. Sie machen an der Schule auf ihre Forderungen aufmerksam“, sagt Susanne Wöbbekind, Vorsitzende des Schulelternrats.
„Die Verkürzung der Zeit bis zum Abitur unterläuft den Grund, weshalb wir unsere Kinder zur IGS geschickt haben“,
sagt Steffen Seitz, Vorsitzender des Schulelternrats der IGS Kronsberg. Damit einige Schüler das Abitur schon nach zwölf Schuljahren schaffen, müssten sie früh von den anderen getrennt werden. „Vielen Eltern fällt es aber schwer, schon in der vierten Klasse festzulegen, welche Schullaufbahn ihr Kind nehmen soll.“
Die Schüler der IGS Kronsberg wollen von ihren beiden Schulgebäuden aus eine Demonstration zum zentralen Platz im Stadtteil am Thie machen. Dort sind eine Kundgebung und ein Sitzstreik geplant.
Einen Protestmarsch zum Rathaus und eine Luftballonaktion wird die IGS Garbsen veranstalten.
Auch das Kultusministerium muss mit Besuch rechnen. Die Schülervertretung (SV) der Gesamtschule Mühlenberg hofft, dass möglichst viele der 1800 Schüler einen Protestbrief verfassen. Die Briefe sollen im Ministerium abgegeben werden. Die Schüler der IGS List werden mit selbst gefertigten Plakaten ihre Schule umrunden. Die SV der Gesamtschule Roderbruch will alle Schüler aus den Klassen rufen und ein Theaterstück
aufführen.
Unter Eltern und Schülern der freien Waldorfschulen kursiert das Gerücht, auch sie könnten von den Plänen der Landesregierung betroffen sein. Das trifft aber aktuell offenbar nicht zu. „Die Kultusministerkonferenz garantiert uns 13 Jahre Schulzeit“, sagt Barbara Walther aus der Schulleitung der Waldorfschule Bothfeld. Die Waldorfschüler wollen aber aus Solidarität künstlerische Plakate unter dem Motto „Keine Zeit für ...“ gestalten und zum Ministerium bringen. Das Ganze ist auch zur Vorbeugung gedacht..

 
HAZ, 25.03.2009 "Ich will die IGS nicht kaputt machen“

Heister-Neumann wehrt sich gegen Vorwürfe / Turboabi soll Schulform nicht zerstören

VON SASKIA DÖHNER
Hannover. „Ich will die Integrierte Gesamtschule (IGS) nicht kaputt machen.“ Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) hat sich am Montagabend vor Journalisten in Hannover gegen die Vorwürfe gewehrt, die Einführung des verkürzten Abiturs an Gesamtschulen zerstöre das pädagogische Konzept dieser Schulform.
Die Diskussion sei sehr emotionalisiert, sagte Heister-Neumann. Es gehe nicht darum, den Gesamtschulen zu schaden. Hinter der Entscheidung stecke ein Bildungskonzept, das zwischen einer akademisch ausgerichteten Schullaufbahn mit dem Abitur nach zwölf Jahren und einer berufsorientierten Laufbahn unterscheide.
Rolf Bade, als Referatsleiter im Ministerium für Gesamtschulen und Gymnasien zuständig, erläuterte, wie IGS-Schüler das Turboabitur machen könnten, ohne das gemeinsame Unterricht gefährdet sei. Vorgesehen ist eine Art Stufenplan: Die Kinder bleiben in den Jahrgängen 5 und 6 noch zusammen.
Wer allerdings später das Abitur ablegen will, muss schon ab der 6. Klasse eine zweite Fremdsprache wählen. In Klasse 7 kommt nach Leistung getrennter Unterricht in den Fächern Mathematik und Englisch, ab Klasse 8 in Deutsch, ab Klasse 9 in den Naturwissenschaften.
In der IGS werden dann nicht nur A und B-Kurse, sondern auch sogenannte Z-Kurse auf Gymnasialniveau angeboten.
Es sei jederzeit möglich, in jedem Schuljahr zwischen den Leistungsstufen zu wechseln, sagte Bade. Die Erhöhung der Wochenstundenzahl hält er für unproblematisch: Die Schüler hätten in den Jahrgängen 6 bis 10 insgesamt nur 13 Stunden mehr.
Bei der GEW stieß der Plan auf Ablehnung.
Ziel an der IGS sei es gerade, die Schüler möglichst spät zu trennen, sagte der Landesvorsitzende Eberhard Brandt. Und Gerd Hildebrandt, Landesvorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule, bemängelte: „Die Einführung des Turboabiturs ist ein arger Schaden, nun kann es nur noch darum gehen, wie groß er ist.“
Die Fünftklässler, die im Sommer 2010 eingeschult werden, sollen der erste Jahrgang sein, der 2018 das verkürzte Abitur macht. Einer früheren Einführung erteilte Heister-Neumann jedoch eine klare Absage. In dem Papier, das die Fraktionen von CDU und FDP in der vergangenen Woche verabschiedet hatten, hieß es allerdings: Das Abitur nach zwölf Jahren solle spätestens ab 2018 an Gesamtschulen vergeben werden. Sollte der entsprechende Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause im Landtag beschlossen werden, könnte das Turboabitur schon 2017 kommen.

 
NP, 23.03.2009 Hannovers Schulen in Bewegung
Es tut sich was an Hannovers Schulen. Während die Turbo-Abi-Pläne für Gesamtschulen 1100 Schüler, Lehrer und Eltern auf die Straße gebracht haben, steht in Stöcken die neue IGS in den Startlöchern. Das Schulleben fängt aber nicht erst in Klasse fünf an. Einige Grundschulen zeichnen sich durch ein besodneres Profil aus. Die Gebrüder-Körting-Schule in Badenstedt bietet als einzige eine flexible Eingangssstufe. Auch an der kürzlich geretteten GS Marienwerder gerät einiges in Bewegung
NP, 23.03.2009 1100 Schüler, Eltern und Lehrer demonstrieren gegen Turbo-Abi

 
HAZ, 23.03.2009 Schüler protestieren gegen Turbo-Abi an Gesamtschulen

 
NP, 23.03.2009 Machtwort gegen Schulleiter
 
21.03.2009 Nein! Zum Turbo-Abitur an IGSen und KGSen
Aufruf zur Demonstration am 21. März 2009 um 14 Uhr auf dem Opernplatz

Die niedersächsische Landesregierung plant die Einführung des Turbo-Abiturs an den IGSen und KGSen. Dies bedeutet, dass die Lernzeit von 13 auf 12 Jahre verkürzt wird. Der Lernstoff jedoch bleibt derselbe. Die Schüler_innen sind somit einem erhöhten/enormen Leistungsdruck ausgesetzt, dem viele nicht standhalten können.
An den Gymnasien wurde eine solche Entscheidung bereits im Jahr 2007getroffen und wird 2011 in Kraft treten. Deshalb melden viele Eltern ihre Kinder an Gesamtschulen an. Sie möchten ihren Kindern die Möglichkeit geben sich ein Jahr länger entfalten zu können.
Grund dieser Demonstration ist, dass das Konzept von Gesamtschulen mit der Einführung dieses Abiturs komplett zunichte gemacht werden würde.

Die Sekundarstufe I würde sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Schüler_innen, die einmal das Abitur machen sollen, müssten schon frühzeitig gesondert unterrichtet und aus dem integrativen Unterricht und Schulleben selektiert werden. An eine gemeinsame Ganztagserziehung wäre nicht mehr zu denken: „Gymnasialschüler_innen“ hätten einen anderen Stundenplan als ihre Mitschüler_innen. Endgültig getrennt würden sie am Ende des 9. Jahrgangs. Letztendlich bedeutet dies, dass das gegliederte Schulsystem in die IGS Einzug hält und sie in ihrer Substanz und in ihrem Wesen zerstört..

Wir sagen NEIN zum Turbo-Abitur und nehmen eine solche Entscheidung nicht hin!
Wir wollen keine Selektion, sondern Integration in Schulen und im Berufsleben!
Wir kriegen nur, wofür wir kämpfen!

Deshalb kommt alle

am 21. März 2009 um 14 Uhr zum Opernplatz

um gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen, denn: Gemeinsam sind wir stark!!!

Zusammenschluss der Schülervertretungen aller IGSen aus Hannover

>> Flyer für die Demo der Schülervertretungen am Sa, 21.03.2009, 14:00 Uhr, Opernplatz

 
HAZ, 17.03.2009 Proteste an den Gesamtschulen - Protestwelle gegen Schulpolitik
  HAZ, 18.03.2009, >> "Die IGS wird faktisch abgeschafft".. .Lehrer, Eltern und Schüler protestieren gegen das verkürzte Abitur / Diskussion mit Landespolitikern von CDU und SPD...„Warum wollen Sie den Eltern die Wahlfreiheit nehmen, welche Schule sie für ihr Kind für richtig halten?..
  HAZ, 18.03.2009, >> "Schulkonzept, die Zweite".. CDU und FDP haben das Konzept nun in einigen Punkten entschärft. Vier Unionsabgeordnete wollten das allerdings nicht mittragen und stimmten in der gestrigen Fraktionssitzung mit Nein..
 

HAZ, 17.03.2009, >> Schüler wollen streiken - Proteste an den Gesamtschulen.. .Gegen die Pläne der Landesregierung, das verkürzte Abitur auch an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) einzuführen, machen die Schülervertretungen der acht betroffenen Schulen in der Region Hannover mobil. Für Sonnabend, 21. März, rufen sie zu einer Demonstration durch die Innenstadt auf, die um 14 Uhr auf dem Opernplatz beginnt...

 

NP, 10.03.2009, >> 1000 Luftballons gegen Turbo-Abi – die ganze IGS Mühlenberg protestiert .. .„Wenn unsere Schüler bereits nach zwölf Jahren ihr Abitur machen müssen, müssten wir schon früh, in der siebten oder fünften Klasse, mit der Selektion beginnen“, so Isabell Rojas vom Schulpersonalrat. „Das führt die Idee der Integration ad absurdum....

 

NP, 10.03.2009, >> Protest gegen Turbo-Abi an IGS Mühlenberg - Schulleiter lädt Ministerin aus - Heister-Neumann „unerwünscht“. 1000 schwarze Ballons .. Rote Karte für die Kultusministerin: Die Turbo-Abi- Pläne für Gesamtschulen haben Elisabeth Heister-Neumann (CDU) dort zur unerwünschten Person werden lassen....

 
 

HAZ, 09.03.2009, >> Protestwelle gegen Schulpolitik .. Der Widerstand der Verbände richtet sich vor allem gegen die Einführung des Turboabiturs auch an Gesamtschulen. Dies sei eine Missachtung des Elternwillens, hieß es. Auch die Umwandlung der Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen ist umstritten, zumal der frühere Kultusminister Bernd Busemann (CDU) diesen Reformschulen Bestandsschutz zugesichert hatte. Kritik gibt es auch an dem Plan, nach dem sogenannten Neustädter Modell Hauptschüler in der 9. und 10. Klasse an zwei Tagen in der Woche in Berufsschulen zu unterrichten.....

 

>> zum PROTEST gegen das 13-Punkte-Programm der Landesregierung 2009

 
HAZ, 17.03.2009 Schüler wollen streiken - Proteste an den Gesamtschulen

Gegen die Pläne der Landesregierung, das verkürzte Abitur auch an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) einzuführen, machen die Schülervertretungen der acht betroffenen Schulen in der Region Hannover mobil. Für Sonnabend, 21. März, rufen sie zu einer Demonstration durch die Innenstadt auf, die um 14 Uhr auf dem Opernplatz beginnt. „Wir wollen zeigen, dass wir uns wehren“, sagte Amina Yousaf, Vize-Schülersprecherin der IGS Mühlenberg. Auch eintägige Schulstreiks sind an verschiedenen Schulen in der Diskussion. Die Eltern- und Schülerräte der Gesamtschulen in Garbsen und Langenhagen haben solche Aktionen für den 26. März geplant. Alle Schülervertretungen haben einen Brief an Ministerpräsident Christian Wulff geschrieben. Darin äußern sie ihre Sorge, dass die Lernkonzepte der IGS faktisch durch das sogenannte Turboabitur abgeschafft würden. Auch die Elternvertreter der sechs hannoverschen Gesamtschulen haben sich zusammengeschlossen, um Aktionen zu planen. In der vergangenen Woche hatte das Kollegium der IGS Mühlenberg Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann ausgeladen, um ein Zeichen des Protests zu setzen. „Dass die Schüler demonstrieren, ist ihr gutes Recht“, sagte gestern Michael Bax, Leiter der IGS Mühlenberg. Mögliche Schulstreiks lägen in der Verantwortung der Schüler: „Schließlich gibt es eine Unterrichtspflicht.“ Er hält es aber für denkbar, den Schülern eine Anzahl Schulstunden für Protestaktionen einzuräumen. Christoph Walther, Leiter der IGS Linden, will sich noch nicht näher äußern. „Ich muss erst mal wissen, was die Schüler vorhaben. Der Schulbetrieb darf nicht lahmgelegt werden.“

 
HAZ, 09.03.2009 Protestwelle gegen Schulpolitik
Bündnis plant Aktionen im ganzen Land

Von SASKIA DÖHNER. Hannover. Der Widerstand gegen die Bildungspolitik der Landesregierung formiert sich. Nach einem Treffen mit Bildungsverbänden, dem Landesschüler- und dem Landeselternrat kündigte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Ina Korter, einer Protestwelle an. Es seien in diesem Frühjahr dezentrale Aktionen im ganzen Land und eine Großdemonstration in Hannover geplant. Die Schulpolitik von Ministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) sei desolat und ohne wirkliche Konzepte, kritisierte Korter. Das jüngste Maßnahmenpaket zur Sicherung der Unterrichtsversorgung habe da Fass dannvöllig zum Überlaufen gebracht.

Der Widerstand der Verbände richtet sich vor allem gegen die Einführung des Turboabiturs auch an Gesamtschulen. Dies sei eine Missachtung des Elternwillens, hieß es. Auch die Umwandlung der Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen ist umstritten, zumal der frühere Kultusminister Bernd Busemann (CDU) diesen Reformschulen Bestandsschutz zugesichert hatte. Kritik gibt es auch an dem Plan, nach dem sogenannten Neustädter Modell Hauptschüler in der 9. und 10. Klasse an zwei Tagen in der Woche in Berufsschulen zu unterrichten. "Damit macht man die Hauptschulen zu Berufsschulen", sagte Korter. Dies laufe dem ebenfalls im vorgesehenen Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von Haupt- und Realschülern zuwider. Auch in den Fraktionen von CDU und FDP gibt es Ärger um die Schulpolitik. Nachdem man sich in einer gemeinsamen Sitzung vergangene Woche nicht auf einen Beschluss einigen konnte, ist für morgen eine "offene" Sitzung des Arbeitskreises Kultus geplant.

 
27.02.2009 Landeselternrat Nds: "Vorfahrt für Rückschritt"
Landeselternrat Niedersachsen, Presse-Information, 27.02.2009

Der Landeselternrat Niedersachsen ist von dem Aktionsprogramm „Vorfahrt für Bildung“ zur Sicherstellung des Unterrichts und der Unterrichtsqualität maßlos enttäuscht. Anstelle eines Konzeptes aus einem Guss ist das Programm ein hilfloses Zusammenstellen einzelner, kleiner Maßnahmen, die teilweise nur auf dem Prinzip Hoffnung beruhen und vielfach zu Lasten der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte gehen. Eine klare Vorfahrtregelung für Bildung und Bildungsqualität ist nicht zu erkennen, der Landeselternrat befürchtet in diesem Regelungsdurcheinander massive „Vorfahrtverletzungen“, die bis zum Bildungskollaps führen könnten.

Die Verkürzung der Schulzeit an den Integrierten Gesamtschulen passt überhaupt nicht in den Kontext Bildungsland und Unterrichtssicherung, da sie statt zu einer Unterrichtsentlastung bis 2018 zu einer Mehrbelastung an Lehrerstunden führen wird, analog zur Einführung des G8 an den Gymnasien. Hatte der niedersächsische Gesetzgeber den Integrierten Gesamtschulen 2003 bei der Schulstrukturreform noch bescheinigt, dass sie auf Grund ihrer heterogenen Schülerschaft ein Jahr mehr Zeit bis zum Abitur benötigen, sind pädagogische Gründe in dieser Ankündigung nicht mehr zu erkennen. Der Wille * vieler Eltern, ihren Kindern einen ruhigeren, dafür aber längeren Weg bis zum Abitur über die Gesamtschulen zu ermöglichen, wird durch diese Entscheidung mit den Füßen getreten. Es kann nur der Eindruck entstehen, dass diese Landesregierung einer Schulform, die in immer stärkerem Maße angenommen und nachgefragt wird, bewusst schaden will, und damit auch den Schülerinnen und Schülern an den Integrierten Gesamtschulen. Die geplante angebliche Gleichbehandlung zweier didaktisch völlig unterschiedlich aufgebauter Schulformen zeugt nur von der pädagogischen Unwissenheit unserer Landesregierung. Der Landeselternrat lehnt diese ideologisch bedingte Gleichmacherei auf das Entschiedenste ab!

Landeselternrat Niedersachsen, Königstr.19, 30175 Hannover, Tel. 0511-64643680, E-Mail: Poststelle@ler.niedersachsen.de
Vorsitzender: Matthias Kern

 
21.02.2009 Wulff verdonnert Lehrer zur Mehrarbeit
 

HAZ, 21.02.2008, >> Wulff verdonnert Lehrer zur Mehrarbeit ...„Dienstliche Belange haben Vorrang“ / Vertrauensstörung mit Kultusministerium vor Klausurtagung .

 

HAZ, 21.02.2008, >> Lehrer sind wütend aufs Land ...„Neuer Tritt vors Schienbein“ /„Weitere Belastung der Beschäftigten in den Schulen ist inakzeptabel ...

 

HAZ, 21.02.2008, >> Die begehrte Ware Lehrer ...Der Lehrerklau geht um. ...

 

NP, 21.02.2008, >> Unnötiger Konflikt mit den Lehrern ...Immer mehr Lehrer, immer weniger Schüler, und dennoch droht ein massiver Unterrichtsausfall – Niedersachsen erlebt zurzeit Bildungspolitik paradox ....

 
28.02.2009 „Offen macht anders - Freundschaft macht Schule“
Gemeinsames Leben und Lernen mit beeinträchtigten Kindern u. Jugendlichen

ab 9:00 "Herzliches Willkommen" von ERIK Goslar, Begrüßung durch den Landrat
„Alle sind Verschieden und davon profitieren alle“ Prof. Dr.Jutta Schöler
"Warum grenzen Menschen aus - und kann unser Gehirn auch Toleranz und Vielfalt lernen?"
„Schlüsselelemente inklusiver Pädagogik“
„Qualitätskriterien für eine funktionierende Integration“
„Unterricht im Spannungsfeld zwischen individueller Förderung und verbindlichen Lernstandards“
18:30-20:00 Podiumsdiskussion: „Inklusive Schulen, die Regelschulen der Zukunft! Chancen, Stolpersteine und Ziele“ - Moderator: Frank Heine, Prof. Dr.Jutta Schöler und weitere Referenten, Dr. Peter Wachtel(MK), Hubert Hüppe (MdB, CDU), Dörthe Weddige-Degenhard (MdL, SPD), Ina Korter (MdL,Bündes 90/ Die Grünen).
10:30 - 18:30 Praktische Beispiele aus dem Landkreis Goslar- Fragerunde mit Akteuren 10:30 - 18:15
13:00-14:00 Integrative Freizeitangebote (Sylvia Dörries)
Beiprogramm: Beratungsangebot für Eltern zu folgenden Themenschwerpunkten (jeweils eine Stunde):
Begleitende Ausstellung: Integration im LK Goslar : Kindergärten/Schulen/Klassen stellen in Form kleiner Info-Stände ihre Arbeit in der Integration vor. (ev. mit Bildern, Filmen, Dias etc. aus der praktischen Tätigkeit)
FED/Lebenshilfe - Infostand über die Arbeit der Schulbegleiter
ERIK Goslar stellt sich vor
Veranstaltungsort: Kreisgebäude, Klubgartenstr. 6, 38640 Goslar
Kooperationspartner: Kreiselternrat und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendlichen im Rahmen des Programms “Vielfalt tut Gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“. >> das gesamte Programm beim Thema Integration

 
IGS List Vortragsreihe in der IGS List Sind Arme dumm? Macht Bildung reich? Gewinner und Verlierer im Bildungssystem
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Mo, 02. März 2009, 19:00 Uhr, Florian Rehbein (KFN): „Die Pisa-Verlierer: Bedingungsfaktoren schulischer Leistungsentwicklung“
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Mo, 16.März 2009, 19:00 Uhr, Dr. Sven Sauter: "Bildungsarmut in der Wissensgesellschaft - Ursachen und Folgen eines neuen Bildungsverständnisses"
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Mittwoch, 18. Februar 2009, 18 Uhr bis 20 Uhr, Vortrag: "Depression im Jugendalter", Veranstalter: Bündnis gegen Depression in der Region Hannover
 
HAZ, 30.01.2009 Unterricht fällt wieder aus / Lehrer sollen freiwillig mehr arbeiten. >> Unterrichtsversorgung 2009
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HAZ, 30.01.2009, >> Unterricht fällt wieder aus ... „Für die Schüler gibt es heute Zeugnisse und zwei Tage Ferien – mancher Schulleiter dagegen zerbrach sich bis zum Schluss den Kopf, wie er für das neue Halbjahr Lücken im Lehrerteam ausgleichen könnte."
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HAZ, 30.01.2009, >> Lehrer sollen freiwillig mehr arbeiten ... Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) will an Teilzeitlehrer appellieren, in den nächsten zwei Jahren mehr Stunden zu geben, um so die Unterrichtsversorgung zu sichern. .
 
HAZ, 09.01.2009 Grüne wollen Förderschulen abschaffen - Eltern von behinderten Kindern müssen um Platz in Integrationsklasse betteln . >> Integration behinderter Schüler
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HAZ, 09.01.2009, >> Grüne wollen Förderschulen abschaffen - Eltern von behinderten Kindern müssen um Platz in Integraionsklasse betteln ... „Gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern muss die Regel, nicht die Ausnahme sein“ ...
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HAZ, 09.01.2009, >> Stichwort Integration: Möglichst viel gemeinsamer Unterricht ... Derzeit besuchen nur 4,7 Prozent der Schüler mit Förderbedarf eine reguläre Schule. Damit ist Niedersachsen bundesweit Schlusslicht..
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HAZ, 30.09.2008, >> Kein Problem: Geistig behindert und Gymnasiast ...In Bad Harzburg lebt eine 7. Klasse mit vier Down-Syndrom-Kindern mit einem Vorzeigemodell vor, was Integration wirklich heißt.
 
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