STADTELTERNRAT IN DER PRESSE
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HAUSAUFGABENHILFE:  Stadtelternrat Hannover: Mit Verweis auf die Einführung der Sprachfrühförderung werden 2004 Hausaufgabenhilfe und Sprachförderung in den Grundschulen  gestrichen (14kb)   mehr ...    AK der Lindener Grundschulen zur Streichung der Hausaufgabenhilfe (245kb)   mehr ...
ERLASS ZUR KLASSENBILDUNG:  Stellungnahme des Stadtelternrates Hannover zum Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung (14kb)   mehr ...    Schulelternräte der integrierten Gesamtschulen im Regierungsbezirk Hannover protestieren gegen den Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung (55kb)  mehr ...   Info-Brief des Schulelternrates der IGS Linden (100kb) mehr ...
 NP, 14.03.2003   Schulstrukturreform:   Stadtelternrat sieht Eltern entmündigt mehr...
 HAZ, 12.03.2003   Schulstrukturreform:   „Elternwille spielt künftig keine Rolle mehr" mehr ...
 NP, 12.03.2003   Schulstrukturreform:  Ende der OS sorgt für Unsicherheit  mehr ...
 
HAZ, 08.02.2008 Dicht gedrängt zum Abitur

Von Bärbel Hilbig
Ausgerechnet die Schüler, die das Abitur als Erste schon nach zwölf Jahren ablegen, müssen sich in besonders vollen Klassen darauf vorbereiten. Nächstes Schuljahr, also in der zehnten Klasse, beginnt für die jetzigen Neuntklässler die Vorbereitungsstufe für das Abitur. Sie werden dann mit bis zu 32 Schülern in einer Klasse sitzen: Die Lernbedingungen sind deutlich erschwert. Für die jetzigen Zehntklässler, die dann im elften Jahrgang sind, gilt dagegen eine Klassenobergrenze von 26 Schülern. Beide Jahrgänge machen gleichzeitig das Abitur, die Älteren haben aber ein Jahr länger Zeit zum Lernen.
„Das ist einfach ungerecht. Das Problem brennt vielen Eltern unter den Nägeln, denn die Neuntklässler sind durch die verkürzte Zeit bis zum Abitur ohnehin stärker belastet“, sagt Cordula Dietrich vom Stadtelternrat Hannover
. Das Kultusministerium habe offenbar noch nicht realisiert, dass die zehnte Klasse in Zukunft zur Oberstufe gehört. „Ich weiß nicht, ob man das bewusst oder unbewusst übersehen hat“, sagt Dietrich. Der Stadtelternrat hält 32 Schüler pro Klasse in der Abiturvorbereitungsphase nicht für akzeptabel und will sich mit einem Brief an das Kultusministerium wenden, den der Arbeitskreis Gymnasien der Interessenvertretung gerade vorbereitet.
Die Eltern gehen auch davon aus, dass die Klassen in Hannover tatsächlich in den meisten Gymnasien bis auf den letzten Platz gefüllt sein werden
. „Die Klassen dieses Jahrgangs wurden schon beim Start im Gymnasium recht vollgepackt“, sagt Dietrich. Im zehnten Jahrgang werden dann noch zahlreiche Schüler hinzukommen, die von der Realschule auf das Gymnasium wechseln.
Eine weitere Schwierigkeit kommt hinzu: Bisher haben viele Schüler das Jahr für einen Auslandsaufenthalt genutzt und übersprangen so ein Schuljahr in Deutschland. Auch so wurden die Klassen kleiner. Diese Entlastung fällt jetzt weg. „Das Kultusministerium sagt ganz klar, dass Schüler, die ein ganzes Jahr wegbleiben, die Klasse wiederholen müssen“, sagt Elternvertreterin Dietrich.
Auch die Zeit nach dem Abitur bereitet vielen Eltern Bauchschmerzen, weil dann zwei Jahrgänge auf den Markt dränge
n. „In manchen Studienfächern wird der Numerus Clausus sicher anziehen“, sagt Dietrich. Und auch für Realschüler dürfte das Doppelabitur Folgen haben. „Wenn mehr Abiturienten eine Ausbildung beginnen, haben Real- und Hauptschüler schlechtere Karten.“
Aktion Schul-Zeit: Was für Erfahrungen haben Sie mit der verkürzten Schulzeit an den Gymnasien gesammelt? In der HAZ wollen wir kurze Texte von Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Betroffenen veröffentlichen. Bitte schicken Sie uns Ihre Beiträge mit vollständigem Namen und Telefonnummer für Rückfragen möglichst bald an:

Hannoversche Allgemeine Zeitung
Stichwort Schul-Zeit
30148 Hannover
Fax: (05 11) 5 18-28 73
E-Mail: hannover@haz.de

 
HAZ, 06.02.2008 „Pädagogisch nicht überdacht“

Von Juliane Kaune
Prof. Thomas Ziehe findet deutliche Worte für die Schulpolitik der Landesregierung: Die Verkürzung der Zeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre sei überstürzt eingeführt worden
, kritisiert der Erziehungswissenschaftler der Leibniz-Uni. „Es war keine Zeit, das System entsprechend zu verändern.“ Vor allem der durch die Pisa-Studien erzeugte Druck, mit den kürzeren Bildungslaufbahnen der Gymnasiasten in anderen Staaten mithalten zu können, habe die Reform befördert – ohne dass die pädagogischen Konzepte hinreichend überdacht worden seien.
Ziehe bemängelt, dass die Schüler zu viele verpflichtende Unterrichtsstunden hätten und schon dadurch ein Leistungsdruck erzeugt werde.
Viele Schüler hätten das Gefühl, ständig unter dem Zwang einer Benotung zu stehen – selbst, wenn ihnen Freiräume zum Lernen wie in Förderstunden gelassen würden. „Deutlich mehr als 30 Stunden an der Schule zu verbringen halte ich für problematisch“, sagt Ziehe.
Offenbar erwägt das Land jetzt, auf die Klagen gestresster Schüler und Eltern zu reagieren.
Kultusminister Bernd Busemann hält es für möglich, die bundesweit vorgeschriebene Wochenstundenzahl an Gymnasien ohne Verlust des Lernniveaus zu reduzieren, wenn die Lehrpläne „entrümpelt“ würden.

Garnet Eichholz, Vorsitzende des Stadtelternrats, sieht darin allerdings ein „Kurzschlussverfahren“. Sie findet es richtig, alle Fächer auf den Prüfstand zu heben und auch die Lehrpläne zu aktualisieren. Doch die Stundenzahl dürfe dann nicht automatisch abnehmen: „Für das Abitur nach Klasse zwölf muss der Unterrichtsstoff vertieft vermittelt werden – heute wird er aber einfach durchgezogen.“ Wichtig sei dagegen ein fundiertes Ganztagskonzept mit einer ausreichenden Zahl qualifizierter Lehrkräfte. Die neu genehmigten Ganztagsschulen seien „Mogelpackungen“. Dass Ministerpräsident Christian Wulff jetzt öffentlich kleinere Klassen fordert, verblüfft Eichholz: „Die Klassen sind derzeit doch so groß, weil das Land nicht genug Lehrer eingestellt hat.“
Auch Wilhelm Bredthauer, Leiter der Goetheschule, plädiert für Ganztagsgymnasien. „Ich stehe hundertprozentig hinter der Entscheidung, die Schulzeit um ein Jahr zu verkürzen“, betont er. Es seien nicht alle Fächer bis zum Abi erforderlich. Die von den Politikern ins Spiel gebrachte „Entrümpelung“ der Lehrpläne dürfe jedoch nicht die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen betreffen.Vermeintlich neue Lehrformen wie den von Wulff zitierten Projektunterricht hält Bredthauer für einen alten Hut: „Das machen die Schulen seit 30 Jahren.“
 
NP, 05.02.2008 Elternrat: Neues Abitur führt zu Überlastungen

HANNOVER. Laut Cordula Dietrich vom Stadtelternrat stehen die Neuntklässler nur deshalb unter Druck, weil das Kultursministerium seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.
Klagen von den Eltern im Arbeitskreis Gymnasien hört Dietrich nahezu täglich. „Viele Schüler haben seit Halbjahreswechsel keine Zeit für Sport und Musik.“ Ein Neuntklässler sei angesichts der hohen Belastung bereits auf eine Ganztagsschule gewechselt. Dietrich: „Er hat Glück, dass er dort noch einen Platz bekommen hat.“
Gegen das Abitur nach 12 Jahren sei grundsätzlich nichts einzuwenden. Aber 34 Wochenstunden, dazu Arbeitsgemeinschaften, Förderunterricht und Hausaufgaben:
„Das ist zu viel. Die Schüler stehen unter Druck. Nicht nur im Unterricht, auch später auf dem Arbeitsmarkt.“ Die Folge: „Es kommt zu Überlastungen. Und in den Gymnasien gibt es nicht einmal warmes Essen.“ Dies sei an Ganztagesschulen besser geregelt.
Schuld an der Misere sei das Kultusministerium: „Vor dem Start des neuen Abiturs hätten die Lehrpläne überarbeitet werden müssen“, kritisiert Dietrich. Um den Druck zu nehmen, hätte der Unterricht gezielt auf die jetzigen Neuntklässler zugeschnitten werden sollen. cc >> Abi nach 12 Jahren

 
HAZ, 24.01.2008 Linke weist Kritik zurück
Stadtelternrat verärgert

Von Bärbel Hilbig
Die Missstimmung zwischen der Fraktion Die Linke und der Vorsitzenden des Stadtelternrats hat sich gestern offenbar noch vertieft. Wie berichtet, ärgert sich Garnet Eichholz, dass sie in einer Fraktionszeitung abgebildet ist, obwohl sie Wert auf ihre Parteiunabhängigkeit legt. Da die Zeitung „Roter Faden“ kurz vor der Landtagswahl verteilt wurde, fühlt Eichholz sich vereinnahmt.
Die Linke weist den Vorwurf zurück. Die Vorsitzende des Stadtelternrats habe im Oktober an einer Diskussionsveranstaltung der Fraktion zur Schulpolitik teilgenommen. „Es ist unser gutes Recht, darüber zu berichten. Es wäre eher merkwürdig, wenn wir sie nicht erwähnt hätten“, sagt Pressesprecher Oliver Förste. Eichholz sei in dem Artikel auch korrekt bezeichnet worden. „Sie gehört nicht unserer Partei an und ist auf der Konferenz auch nicht so aufgetreten“, sagt Fraktionsvorsitzender Michael Höntsch.
Die Zeitung sei im Übrigen keine Wahlwerbung, sondern berichte über die Arbeit der Rats- und Regionsfraktionen, erklärt Förste. „Zu einem anderen Artikel haben wir Oberbürgermeister Stephan Weil abgebildet. Der hat sich nicht beschwert“, sagt Förste. Der Forderung von Eichholz’ Rechtsanwalt, die Zeitung nicht weiter zu verbreiten, werde man nicht nachkommen.
Die Stadtelternratsvorsitzende gibt sich damit nicht zufrieden. „Wir haben jetzt Wahlkampf. Und die Eltern, die den Artikel bemerkt haben, sehen das als Wahlwerbung.“ Viele hätten sie gefragt, ob sie von ihren Grundsätzen abgewichen sei. „Ich hätte bei jeder anderen Partei genauso kritisch reagiert, denn für die Arbeit in Elterngremien ist Unabhängigkeit wichtig, um frei an Sachthemen arbeiten zu können.“

 
HAZ, 23.01.2008 Ärger um Wahlwerbung
Elternvorsitzende taucht in Zeitung der Partei Die Linke auf – ohne davon gewusst zu haben

Die Vorsitzende des Stadtelternrats Hannover Garnet Eichholz ist verärgert über eine Wahlwerbung der Partei Die Linke. Im Vorfeld der Landtagswahl haben Parteimitglieder auf etlichen Wochenmärkten eine Zeitung ihrer Rats- und Regionsfraktion verteilt. Dort ist ein Foto von Eichholz abgedruckt, neben einem Bericht über eine Diskussion zur Schulpolitik. An der Veranstaltung hat Eichholz auf Einladung von Die Linke tatsächlich teilgenommen, ebenso Irmela Weinhardt, Lehrervertreterin im Schulausschuss der Stadt – allerdings bereits im vergangenen Sommer. „Ich informiere alle Parteien, die das wünschen, über die Positionen des Stadtelternrats. Wir hätten aber niemals vermutet, dass wir damit in den Wahlkampf geraten“, sagt Eichholz.
Eichholz betont, dass sie in keine Partei eintreten würde, solange sie für die Eltern aktiv sei
. „Das passt nicht zusammen.“ Sie hat einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der die Weiterverbreitung der Wahlwerbung stoppen lassen will. „Das meiste ist jetzt allerdings gelaufen“, stellt sie fest. Zahlreiche Eltern hätten sich irritiert über ihr vermeintliches Engagement gezeigt.
Verantwortlich für die Parteizeitung mit dem vereinnahmenden Artikel ist Michael Höntsch, Fraktionsvorsitzender von Die Linke im Rat. Er war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. bil

 

HAZ, 28.09.2007

"Budget fürs Putzen ist zu gering" - Mehr auf dieser Seite
HAZ, 28.09.2007 "Budget fürs Putzen ist zu gering" Interview mit der Vorsitzenden des Stadtelternrates Garnet Eichholz >> Reinigung
HAZ, 28.09.2007 Das stinkende Örtchen Veraltete Toilettenanlagen und Vandalismus der Schüler gehen oft Hand in Hand ...>> Reinigung
HAZ, 28.09.2007 Einmal am Tag reicht Hannovers Kultur- und Schuldezernent Harald Böhlmann (SPD) sieht keinen Grund, Schulen der Stadt in Zukunft öfter zu reinigen ... >> Reinigung
HAZ, 28.09.2007 Eintrittsgeld für mehr Service Manche Schulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erheben seit einigen Jahren – im Gegensatz zur Integrierten Gesamtschule (IGS) List – bereits bei jedem einzelnen Toilettenbesuch eine Gebühr ... >> Reinigung
 
HAZ, 31.08.2007 Schulen lehnen Unterricht am Sonnabend ab

Vorstoß des Kultusministers läuft ins Leere / Nur Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hält daran fest

Von Bärbel Hilbig und Julia Pennigsdorf
Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat den Unterricht am Sonnabend wieder ins Gespräch gebracht – und stößt damit unter Hannovers Eltern und Lehrern auf wenig Gegenliebe. Anlass ist die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre. Dafür erhöht sich das wöchentliche Stundenpensum am Gymnasium: Die Neuntklässler haben dieses Schuljahr zum ersten Mal 34 Stunden Unterricht pro Woche, AGs nicht mitgezählt.
Schulunterricht am Sonnabend ist aus Elternsicht dennoch keine Lösung. Das freie Wochenende sei aus zahlreichen Gründen für Familien immer wichtiger geworden, sagt Garnet Eichholz vom Stadtelternrat
. Besonders, wenn ein Elternteil außerhalb arbeite oder die Kinder zwischen ihren getrennten Eltern pendeln, sei die freie Zeit dringend notwendig. „Viele Familien besuchen auch am Wochenende die Großeltern, die heutzutage ja oft nicht in der gleichen Stadt wohnen.“ Und sportlich aktive Kinder haben sonnabends meist Verpflichtungen auf dem Spielfeld. Hans Gothe, Elternvertreter an der Tellkampfschule, bestätigt: „Eine Änderung wäre in der Elternschaft nie durchsetzbar. Immerhin haben wir jahrelang für den unterrichtsfreien Sonnabend gekämpft.“
Die Gymnasien setzen angesichts der Elternwünsche lieber darauf, die Unterrichtstage, die oft bis 15 Uhr dauern, akzeptabler zu gestalten.
„Auch wenn viele Gymnasien noch nicht offiziell Ganztagsschule sind, arbeiten wir daran“, sagt Winfried Baßmann, Leiter des Kurt-Schwitters-Gymnasiums. Viele Gymnasien böten inzwischen Mittagessen an, sagt Baßmann, Sprecher der Gymnasialleiter. Oft versuchen die Schulen dann, eine Freistunde als Mittagspause einzuplanen.
„Die Schule der Zukunft ist die Ganztagsschule“, sagt Werner Heisterberg von der Herschelschule
. An seinem Gymnasium haben die Schüler bis 16 Uhr Unterricht. In der sechsten oder siebten Stunde gibt es eine einstündige Mittagspause. „Das Lernpensum lässt sich auf diese Weise gut bewältigen, Sonnabendunterricht ist nicht nötig.“
Nur das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hat immer am Sonnabend als Schultag festgehalten
– zur Zufriedenheit von Eltern und Lehrern. Jeden zweiten Sonnabend haben die Schüler von 8 bis 11.25 Uhr vier Stunden Unterricht. „Die meisten sind um 12 Uhr schon wieder zu Hause. Dafür sind sie in der Woche zweimal von der siebten Stunde entlastet“, sagt Schulelternratsvorsitzender Prof. Wolfgang Burchert. Die ruhige Atmosphäre werde oft für Klassenarbeiten genutzt. „Wegfahren mit der Familie kann man auch an den anderen Wochenenden.“

 
NP, 15.08.2007 „Die Zahl hat nicht den geringsten Aussagewert“

Ist das bundesweite Abi-Ranking ein Qualitätsmaßstab? Die NP fragte Richard Lochte, Vertreter des Stadtelternrats im Schulausschuss der Stadt Hannover.
VON MICHAEL KRISCHE
Niedersachsens Abiturienten mit dem Notenschnitt 2,72 Schlusslichter der Nation – was bedeutet das für Sie?
Nichts. Wir haben nun einmal die bundesdeutsche Kleinstaaterei, da hat so eine Zahl nicht den geringsten Aussagewert. Das haben wir auch gesagt, als es im vergangenen Jahr um den Vergleich der Abi-Durchschnittsnoten der niedersächsischen Schulen ging.
Warum sagt diese Zahl so wenig aus?
Weil es so große Unterschiede gibt in der Größe der Gruppen, der Lehrerqualifikation, im Unterrichtsstil und bei Fördermaßnahmen. Die Kriterien müssten gleichwertig sein, um etwas über die Qualität der Abiturienten auszusagen.
Spielt auch die Zahl der Abiturienten eine Rolle?
Ja, natürlich. Niedersachsen hat eine höhere Abiturquote als Bayern und andere Länder, die sich ihrer Schulpolitik so rühmen. Im internationalen Vergleich sind wir damit übrigens immer noch Schlusslicht.
Sind unsere Schüler durch den schlechteren Notenschnitt bei der Studienplatzvergabe benachteiligt?
Das ist nicht mehr so ein großes Problem. Die Zahl der Numerus-Clausus-Fächer geht zurück. Viele Hochschulen haben längst andere Zulassungskriterien. Sie machen Aufnahmetests, weil sie die Probleme mit der Aussagekraft der Abiturnoten erkannt haben.
Was muss in Niedersachsen passieren, um die Qualität des Abiturs zu heben?
Wir als Stadtelternrat haben einen langen Forderungskatalog veröffentlicht. Ganz vorn steht die 100-prozentige Unterrichtserteilung. Die 100-prozentige Lehrerversorgung steht ja nur auf dem Papier. Nach unseren Erkenntnissen werden 15 Prozent der Unterrichtsstunden nicht erteilt. Meilenweit sind wir auch von einer optimalen Unterrichtsqualität entfernt. Lehrer werden für viel zu viele Aufgaben herangezogen, für die sie gar nicht zuständig sind. Wir brauchen deshalb mehr Sozialarbeiter und Schulpsychologen. >> Abi-Länder-Ranking

 

HAZ, 17.07.2007

19 von 106 fallen durch

Probleme beim Abitur

An der Wilhelm-Raabe-Schule sind dieses Jahr 19 von 106 Schülern durch das Abitur gefallen. Manche Eltern gehen nun davon aus, bei diesem Abitur sei etwas grundsätzlich schief gelaufen. „Das kann doch nicht nur an den Schülern liegen“, meint eine Mutter. Auch Richard Lochte vom Stadtelternrat erscheint die Zahl der Durchfaller sehr hoch. „Wir hören oft, dass zwei bis drei oder, in Ausnahmefällen, auch mal fünf Schüler es nicht schaffen.“ Nach den HAZ-Umfragen der vergangenen Jahre kommt es vereinzelt vor, dass rund zehn von hundert Schülern durchfallen.
„Wir sind nicht besonders glücklich“, sagt Martin Thunich, Leiter der Wilhelm-Raabe-Schule. Zahlreiche Schüler hätten die notwendigen Punkte für ihre Zulassung zum Abitur nur mit Ach und Krach erreicht. Die Fehleranalyse laufe noch. „Wir fragen uns, ob wir vorher genauer hätten hinsehen müssen.“ In diesem Jahr hatte ein Dezernent der Landesschulbehörde das Abitur geleitet. Schulleiter Thunich ist überzeugt, dass das keine Rolle für die hohe Versagerquote gespielt habe. „Die Lehrer ändern deshalb ihren Bewertungsmaßstab nicht. Das Abitur wäre auch ohne Dezernent gleich ausgefallen.“ Davon geht auch Richard Lochte vom Stadtelternrat aus. „Mit dem Zentralabitur ist der Einfluss der Dezernenten eher kleiner geworden.“ bil

 
NP, 13.07.2007 Winterferien: „Absurde Idee der Politik“

Schulleiter kritisieren Vorschlag aus Wirtschaftsministerium / Kontinuität wichtiger

Wirtschaftsminister Hirches Winterferien-Idee stößt in Hannovers Schulen auf Kritik.
VON NORA LYSK UND ALESSA PRASSE

HANNOVER. Winterferien für Niedersachsens Schüler? Die Idee, mit der Wirtschaftsminister Walter Hirche gestern die Öffentlichkeit und seine Kabinettskollegen überraschte, sorgt auch für Erstaunen an Hannovers Schulen. „Momentan kommen die absurdesten Ideen aus der Politik“, meint Walter Engel, Leiter der Sekundarstufe II an der IGS Linden.
„Völliger Unsinn!“ So reagiert Heidi Forneck-Schulz, Leiterin des Gymnasialzweigs an der KGS Sehnde, auf den Vorschlag des Wirtschaftsministers. „Das Schuljahr wird immer mehr zerfleddert“, argumentiert die Pädagogin. Nach den Weihnachtsferien Winterferien und nur zwei Monate später Osterferien – „da kommt man doch kaum noch in den Stoff rein. Jeder, der in der Schule arbeitet, weiß, dass man eine kontinuierliche Zeit zum Arbeiten braucht“. Ihr Gegenvorschlag: „Die Osterferien sollten wieder auf reguläre drei Wochen verlängert werden“, sagt Forneck-Schulz.
Auch die Elternseite steht dem Vorschlag skeptisch gegenüber: „Für Ski-Sportler ist das sicherlich nett. Aber wer kann sich dieses teure Hobby schon leisten?“, fragt sich die Stadtelternratsvorsitzende Garnet Eichholz. Auch sie findet, das Schuljahr würde unnötig unterbrochen werden.

Nur Bernd Steinkamp, Leiter der IGS Roderbruch, findet: „Winterferien wären sinnvoll.“ Das Halbjahr nach Weihnachten sei sehr lang. Eine Woche Entspannungszeitraum im Winter – „das würden viele Schüler mit Sicherheit nutzen, um sich für die Abiturprüfungen vorzubereiten“. >> Ferien

 

NP, 21.12.2006

Ganztagsschulen bekommen mehr Lehrerstunden

Eltern: „Für große Sprünge reicht es nicht“ - Weihnachtsgeschenke von Bernd Busemann. Der Kultusminister verteilte gestern Lehrerstunden für Ganztagsschulen.

VON NORA LYSK UND HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) will das Nachmittagsangebot von Ganztagsschulen mit zusätzlichen Lehrerstunden ausstatten. Davon profitieren auch sechs Schulen in der Region Hannover, die seit 2004 oder 2005 ihren Ganztagsbetrieb ohne Hilfe vom Land auf die Beine gestellt haben. Die Tellkampfschule erhält 20 zusätzliche Stunden, die Albert-Schweitzer-Grundschule ebenfalls 20 ... „Wir sind begeistert“, sagt Helga Kaienburg, Leiterin der Tellkampfschule. Bisher wurde an dem Südstädter Gymnasium der Ganztagsunterricht über Eltern und Pensionäre abgedeckt. „Förderunterricht konnten wir uns nicht leisten.“ Ein Wunsch, der auch an der Albert-Schweitzer-Schule in Linden in Erfüllung geht. „Bisher haben die Klassenlehrer für diese Angebote Überstunden gemacht“, sagt Konrektorin Mechthild Aufderheide. ...
Kritik kommt vom Stadtelternrat: „Das ist Verblendung“, so die Vorsitzende Garnet Eichholz. Man müsse bedenken, dass die Tellkampfschule nur eine Unterrichtsversorgung von knapp 97 Prozent aufweise. „Da werden die 20 Lehrerstunden zuerst mal den Pflichtunterricht abdecken müssen.“ >> mehr / Ganztagsschulen

 

HAZ, 21.12.2006

Kommunale Firmen kämpfen um Schulsanierung

Streit um 40 Millionen Euro schwere Renovierungsaufträge / Handwerk reklamiert Löwenanteil für sich / Land behält sich Genehmigung vor

Von Gunnar Menkens ... Rund 40 Millionen Euro stehen zur Verteilung, wenn die Stadt 2007 Sanierungs- und Bauaufträge für zehn Schulen und Sporthallen vergibt. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung der GBH stoppten Politiker Pläne von Geschäftsführer Dieter Cordes, sich bei der Stadt um den Neubau der Grundschule In der Steinbreite zu bemühen. .... In der Ratspolitik ist die Frage des Engagements von kommunalen Unternehmen umstritten. Der SPD-Parteivorstand hat sich grundsätzlich für deren Bewerbungen bei Sanierungsaufträgen ausgesprochen ... Welche Art der Schulsanierung das Land genehmigt, ist völlig offen. Jedes einzelne der zehn Projekte muss genehmigt werden. . ... Der OB sieht keine Gefahr für sein im Wahlkampf erklärtes Ziel, Hannovers Wirtschaft zu fördern: Die kommunalen Betriebe würden ihrerseits Aufträge an Mittelständler vergeben. Zudem soll laut Weil nur ein kleiner Teil des Sanierungspaketes bei öffentlichen Unternehmen landen. Einige Haupt- und Realschulen werden überhaupt nicht mehr saniert – diejenigen, die wegen Schülermangels demnächst geschlossen werden. >> mehr / Schulsanierung

 

NP, 05.12.2006

Stadtelternrat lobt Schüler-Protest

Reaktion auf offenen Brief: Ministerium will Aushilfs-Chemielehrer einteilen

VON STEFAN ALTMEYER

Dickes Lob vom Stadtelternrat für den offenen Brief eines Schülers (15) an den Kultusminister. Der will für mehr Chemie-Unterricht sorgen.
LAATZEN. „Herr Minister, bitte tun Sie was“, hatte Marc Schultze (Erich Kästner Real-schule) an Kultusminister Bernd Busemann geschrieben. Darin fordert er weniger Unterrichtsausfall und die Wiedererteilung von Chemie für seine Klasse (NP berichtete).
Eine Antwort vom Minister bekam er gestern noch nicht. „Beim Chemieunterricht gibt es in der Schule einen Engpass“, sagte gestern Ministeriumssprecher Georg Weßling. Man sei mit der Landesschulbehörde und der Erich Kästner Realschule in Kontakt.
„Wir werden eine Lösung finden“, so Weßling. Möglich sei eine stundenweise Abordnung eines Chemielehrers von einer anderen Schule. Zur allgemeinen Unterrichtssituation sagte Weßling: „Die Schule ist gut versorgt.“ Stundenausfall durch Krankheit lasse sich leider nicht immer vermeiden. „Für drei Wochen können wir keinen Feuerwehrlehrer schicken oder jemanden kurzfristig einstellen.“
Lob bekommt Marc Schultze vom Stadtelternratsvorsitzenden Richard Lochte. „Ich begrüße es sehr, wenn sich Schüler zu Wort melden.“ Lochte kritisiert die Äußerung des Ministeriums, an der Schule fände eine Unterrichtsversorgung von 99 Prozent statt. „Das Hin- und Hergerechne bringt doch nichts, das hat mit der Schulwirklichkeit nichts zu tun.“ Fehlender Chemieunterricht etwa sei „eine Schwächung der Position des Schülers“ – wenn dieses Fach später für die Berufswahl wichtig sei.
Marc Schultze meinte gestern: „Vielleicht kommt Herr Busemann ja mal zu uns in die Schule und schaut sich alles an.“
Seine Lehrer hätten auf den Brief durchweg positiv reagiert. „Aber meine Klasse ist zweigeteilt. Die eine Hälfte freut sich, wenn der Chemieunterricht weiter ausfällt.“

OFFENER BRIEF: Schüler Marc Schultze fordert mehr Unterricht. Foto: Schaarschmidt
 

GYMNASIUM AKTUELL JULI 2006: Argumente mit Klassenkampfcharakter

Bezeichnend war, mit welchen Argumenten die Elternverbände ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Es fehlten weder Unterstellungen noch Polemik: Man wolle sich nicht länger dazu missbrauchen lassen, bei Schulveranstaltungen nur Kuchen zu backen und so weiter und so weiter. Die Organisation Schule solle, so bezeichnenderweise in einer Verlautbarung des "Stadtelternrates Hannover", aus unterschiedlichen Blickwinkeln" betrachtet werden, und dies solle zur Qualitätssteigerung des Unterrichts führen. Entschieden jedoch weiterhin nur "betriebsinterne (-blinde) Personen", gemeint sind die in Schule beschäftigten Lehrkräfte und die aus dem Schuldienst kommenden Inspektoren, würde man auch in 30 Jahren noch auf Veränderungen und Verbesserungen warten.

Nun kann man derartig geschmacklos argumentieren. Dass aber Kultusminister Busemann und die Landtagsfraktionen von CDU und FDP dann auch noch den aus einer derartigen Argumentation abgeleiteten Forderungen entgegenkommen und sie sich damit zu eigen machen, das ist u. E. das eigentliche ?skandalöse? Politikum in dieser Angelegenheit. >> der ganze Artikel aus der Zeitschrift des Philologenverbandes

HAZ, 30.09.2006 Eltern wollen Protest gegen Lehrermangel
Eltern aus verschiedenen Gymnasien, an denen Unterricht ausfällt, wollen jetzt gemeinsam dagegen protestieren. „Es nützt wenig, wenn jeder nur für die eigene Schule kämpft“, sagt Peter Müsse vom Elternrat des Gymnasiums Burgdorf. An der Schule seines Kindes sei die Unterrichtsversorgung weit von hundert Prozent entfernt. Der Vater will ein Treffen mit Eltern aus Schulen in den Nachbarkommunen initiieren.
Am Gymnasium Großburgwedel fand bereits eine Elternversammlung in „aufgeheizter Stimmung“ statt, wie die Elternsprecherin Brigitte Pirwitz am Freitag berichtete. Auch dort wurde beschlossen, Kontakt zu Eltern anderer Schulen zu suchen. „Wir wollen uns auch an den Landeselternrat wenden, denn das ist ein überregionales Problem“, erklärt Pirwitz.
Elternsprecher Reinhard Foremny berichtet, an der Albert-Einstein-Schule (KGS) in Laatzen laufe ein „Notprogramm“ mit Überstunden, bis im November zwei neue Lehrer anfangen. Dann liege die Schule bei 98,5 Prozent rechnerischer Unterrichtsversorgung. „Aber um Krankheiten aufzufangen, wären 105 Prozent notwendig.“ Richard Lochte vom Stadtelternrat Hannover vertritt eine ähnliche Position. „Uns Eltern machen die zentralen Prüfungen auf Basis bundesweiter Standards Sorge. Wie sollen die Kinder das schaffen, wenn sie nicht genug Unterricht bekommen?“
Unterdessen hat Heinrich Aller, Landtagsabgeordneter und Chef des SPD-Unterbezirks Hannover, angekündigt, dass er in Kürze drei der betroffenen Gymnasien in seinem Wahlkreis besuchen will. bil
HAZ, 24.06.2006 Unterricht fällt zu häufig aus
Umfrage des Stadtelternrates
Von Bärbel Hilbig
Für die Sechstklässler an Realschulen fiel im vergangenen Herbst rund 18 Prozent des Unterrichts aus. Das geht aus einer Umfrage des Stadtelternrats Hannover hervor. "Wir waren über die Zahlen, besonders an den Realschulen, wirklich erschrocken", sagt Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. In den anderen Jahrgängen der Realschulen pendelte der erteilte Unterricht meist um den Wert von 90 Prozent. Das Gremium hatte alle Eltern aufgefordert, im November zwei Wochen darüber Buch zu führen, wie viel Unterricht ihre Kinder tatsächlich bekommen. Der Stadtelternrat habe die Angaben für alle Jahrgänge und Schulformen ausgewertet, in denen jeweils mehr als 50 Prozent der Klassen antworteten. An den Gesamtschulen schwankten die Ausfälle durch Krankheiten, Projekte und Klassenfahrten zwischen neun Prozent im achten und vier Prozent im sechsten Jahrgang. An den Gymnasien schnitten die Profilklassen im zehnten Jahrgang mit 82 Prozent Unterricht und die Klassen ohne Profil in bestimmten Fächern im neunten Jahrgang mit 88 Prozent besonders schlecht ab. Bei den Achtklässlern wurden nur knapp 90 Prozent der Stunden erteilt. Zu Hauptschulen und Grundschulen gab es nicht genügend Angaben. "Wenn man 100 Prozent Unterricht haben will, muss man 106 Prozent Lehrer bereit stellen", sagt Eichholz.
 

Mo, 03.07.2006, 19:30 Uhr, Üstra-Remise, Goethestr. 4

"Zukunft der Bildung - Zukunft der Stadt ?

Bildungsverein in Zusammenarbeit mit dem Stadtelternrat Hannover

Schule und Weiterbildung nach der Kommunalwahl - Der Stadtelternrat Hannover und der Bildungsverein Hannover veranstalten anlässlich der Kommunalwahl 2006 eine gemeinsame öffentliche Diskussionsveranstaltung mit den drei Bürgermeisterkandidaten/innen:Dirk Toepffer (CDU), Ingrid Wagemann (Bündnis ´90/Die Grünen), Stephan Weil (SPD) zum Thema Bildung. Die Diskussion wird von Richard Lochte (Vorsitzender des Stadtelternrates) und Dr. Udo Husmann (Pädagogische Leitung des Bildungsvereins) moderiert. >> mehr


HAZ, 27.11.2005  Bleiben Schulen abends dicht?  Hausmeister dürfen ab Januar nur noch maximal 48 Wochenstunden arbeiten / Weniger Bereitschaftszeit  ... „Wenn die Stadt das nicht schnell klärt, gibt es Riesenprobleme“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat. Bisher sorgten die Hausmeister dafür, dass Schulvorführungen, Elterntreffen oder Veranstaltungen von Vereinen für Schüler nachmittags und abends stattfinden können. „Die Hausmeister kümmern sich nachts, wenn die komplizierte Haustechnik ausfällt. Und sie gewährleisten, dass Räume und Schulhöfe, die zum Spielen offen stehen, am nächsten Morgen wieder in Ordnung sind.“  „Für mich bedeuten die neuen geregelten Arbeitszeiten ein gewaltiges Stück Lebensqualität“, sagt Angelika Kunkelmoor, Hausmeisterin am Schulzentrum Bemerode. ...  17.11.2005  Brief des Stadtelternrates Hannover     (als pdf 14 KB): 

Fitness1Fitness 2NP 21.11.05   Jede Fehlstunde zählt   Eltern führen Protokoll über den Unterrichtsausfall – vor allem in Zeiten des Fitnesstests. ...  Für zusätzlichen Ärger sorgt dazu der Fitnesstest: „Eine Shownummer, für die zusätzlicher Unterricht ausfällt“, ärgert sich Charly Braun, Elternratsvorsitzender der IGS Linden. „Das ist der größte Skandal am Fitnesstest“, meint auch Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte.
Schaumburger Nachrichten 18.11.05  "Geschmäckle" bei der "Fitness- Landkarte"?   Landtagsabgeordneter und Busemann-Parteifreund ist Chef des Bonner Institutes / Eltern rügen die fehlende Ausschreibung
Der landesweite Schüler-Fitness-Test des Kultusministeriums bleibt weiter in der Kritik. sind Eltern sind empört darüber, dass die mit Sponsorengeld finanzierte 240 000 Euro-Studie nicht ausgeschrieben wurde. Aus Sicht der SPD bekommt das Ganze nun auch noch "Geschmäckle". Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Kuno Winn, somit Parteifreund von Kultusminister Bernd Busemann, ist Vorstandsvorsitzender des auftragnehmenden Bonner Institutes (WIAD).


IGS RoderbruchNP, 18.11.2005   Wie gläsern sind unsere Schüler ? Im Streit um den Fitnesstest drohen Klagen„Es ist nicht auszuschließen, dass beispielsweise Krankenkassen daran ein Interesse haben .., Regionen zu vergleichen
NP, 16.11.2005   Elternrat fragt Test-Sponsoren ab  Der Stadtelternrat kämpft weiter gegen den Fitnesstest – er sieht schützenswerte und persönliche Daten der Kinder in Gefahr.
NP, 17.11.2005   Fitness-Daten sind sicher   … versichert Kultusminister nach NP-Bericht  -  Kultusminister Bernd Busemann versichert den Datenschutz beim Schüler-Fitnesstest. Die Eltern bleiben aber skeptisch. ...  NP, 17.11.2005   So sähe der Kenncode für Elsa aus der 3. Klasse der Friesenschule aus: Friesenschule Hauptschule 3 E 03 04 1996
NP, 17.11.2005    „Wie Bewegungsabläufe sind, wusste man auch früher    Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: „Es werden Steuergelder verpulvert, das steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Was man mit dem Testergebnis anfangen will, dazu wird nichts gesagt.
HAZ, 17.11.2005
   Eltern misstrauen dem Fitnesstest    Der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Burckhard Nedden, ... kritisierte indirekt das Kultusministerium. „Das Problem war hier, dass durch unzureichende Information Unsicherheiten bei Eltern und Lehrern entstanden sind“, sagte er. Man hätte von Anfang an „offensiv und transparent“ sagen müssen, was mit den Daten geschieht.
FOTO:  UMSTRITTEN - Der Fitnesstest, hier an der IGS Roderbruch. Foto: Decker

HS Isernhagener StrNP, 12.11.2005    Stirbt die Hauptschule jetzt aus?   Selektierung zu früh“
..  Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen hätte sich bereits bewährt. Eine Alternative, die nicht nur der Stadt als Lösung vorschwebt. Auch Richard Lochte, Stadtelternratsvorsitzender, bevorzugt dieses Konzept. „Uns schwebt schon seit Jahren die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen vor“, sagt Lochte. „Ein integrierendes Konzept, das endlich auch die frühe Selektion nach der vierten Klasse abschafft“, so Lochte.  
FOTO: IM GANZ KLEINEN KREIS -  Die Hauptschule Isernhagen startete dieses Schuljahr mit nur fünf Schülern in der fünften Klasse.
NP, 01.11.2005  Hannover wählt Hauptschule ab.  Die Eltern in Hannover haben die Hauptschule abgewählt: Nur noch 8,9 Prozent der Grundschüler wechselten in diesem Jahr auf diese Schulform. 2004 waren es noch 11,1 Prozent.  Auch landesweit sanken die Anmeldezahlen mit 16,5 Prozent (Vorjahr: 17,7) auf einen historischen Tiefstand. Gewinner ist das Gymnasium mit 47,1 Prozent in Hannover und landesweit 41,9 Prozent.    Die Hauptschule habe als eigenständige Schulform keine Chance mehr, erklärten SPD und Grüne. Sie forderten gestern Kooperationen mit den Realschulen. Kultusminister Bernd Busemann (CDU) plädierte dagegen dafür, seiner „neuen Hauptschule mit Betriebs- und Praxistagen“ mehr Zeit zu geben, um sich „im Bewusstsein der Eltern als die berufsorientierende Schulform zu verankern“.  ->  Hauptschule    -> Hauptschule in Hannover
HAZ, 12.11.2005  "Kein moderner Sport"  ... Moderner Sportunterricht zeige Kindern Bewegungsmöglichkeiten wie Tanz oder Akrobatik, die sie zu Sport in der Freizeit motivieren. ...Da, wo die Schüler sich gegenseitig beim Messen und Ausfüllen helfen, scheint es häufig zu Schummeleien zu kommen. ... Der Stadtelternrat Hannover befürchtet, dass der Datenschutz beim Test nicht gewährleistet ist. ...  -> Fitness-Test


LochteHAZ, 13.10.2005   "Unterrichtsversorgung wird schöngerechnet    Die Gymnasien im Umland Hannovers schneiden bei der Unterrichtsversorgung besonders schlecht ab. Sie liegen – nach der gestern veröffentlichten offiziellen Statistik des Kultusministeriums – im Schnitt bei 96,8 Prozent. ,,,    Richard Lochte vom Stadtelternrat Hannover kritisiert die offizielle Statistik als Zahlenspielerei. „Das ist die übliche Schönrechnerei, fast alle Schulen leiden unter Fachlehrermangel.“  ...  Stadtelternratsvorsitzender Lochte bezweifelt, dass sich die Situation durch die gestern vom Kultusministerium für Februar angekündigten 300 zusätzlichen Stellen wesentlich verbessert. „Dafür müssen erst geeignete Bewerber für die Mangelfächer gefunden werden. Aber bereits jetzt bleiben diese Stellen unbesetzt, weil der Nachwuchs fehlt.“ Lochte befürchtet in Zukunft noch mehr Probleme. „Wir sollen Schüler für ein Physikstudium begeistert werden, wenn sie das Fach gar nicht mehr haben?“ l
NP, 13.10.2005   Stadtelternrat und Schulleiter in Hannover sehen "Rechentricks"   
VON NORA LYSK    
HANNOVER. „Realitätsfremd“ – so nennt der Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte die Versprechen von Kultusminister Bernd Busemann. 700 Neueinstellungen plus 300 neue Lehrer für so genannte Mangelfächer sollen im nächsten Schulhalbjahr 100 Prozent Unterrichtsversorgung garantieren.   Reine Zahlenspiele, die bei den Eltern weiterhin für Skepsis sorgen würden, sagt Lochte: „Ich rechne damit, dass wieder getrickst wird.“ Schon in diesem Jahr hätten die Eltern auf Neueinstellungen gewartet. „Um Personalkosten zu sparen, hat Busemann den Termin für die Stellenbesetzungen bis zum ersten November vor sich her geschoben“, kritisiert er und erwartet Ähnliches für das nächste Schulhalbjahr.


Werte und NormenNP, 04.10.2005   Zwist um Werte & Normen   Werteerziehung gehört dringend in die Klassenzimmer – darin sind sich Pädagogen und Eltern einig. Doch wie soll der Unterricht aussehen? Kann man Werte überhaupt unterrichten? Erfüllt der konfessionelle Religionsunterricht diesen Zweck oder das Ersatzfach Werte und Normen? Oder sollte es ein allgemeines Wertefach für alle Schüler geben? Die Diskussion an den Schulen ist in vollem Gang.
NP, 04.10.2005   Wieviel Religion muss sein ?      Verschiedene Perspektiven gibt es auch bei vielen Eltern. „Dass Wertevermittlung wichtig ist, darin besteht Einigkeit, aber der Weg dorthin ist strittig“, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. Viele hielten am Religionsunterricht fest, viele sprächen sich auch für ein Ethikfach aus, in dem Glaubens- und Wertesysteme gleichberechtigt behandelt werden. „Die Elternschaft ist gespalten“, so Lochte.

MobbingNP, 01.10.2005  Mobbing an der Grundschule 
 ...  Die Grundschule ist längst nicht mehr der beschützte Raum, so der Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte: „Schulen schweigen das gerne tot.“ Problem: Viele Kinder vertrauen sich aus Scham viel zu spät ihren Eltern an.  ...
NP, 01.10.2005  Mädchen vom ersten Schultag an attackiert 
.... Mobbing unter Grundschülern, Angst vor der Schule: Lehrer und Eltern wissen von dem, was die Kinder aus Angst oft „gar nicht erzählen“, sagt der Vorsitzende des Stadtelternrates, Richard Lochte. „Die Qualität ist längst eine andere geworden“, sagt er. Das, was früher als Hänselei abgetan wurde, bekomme ganz andere Dimensionen.
NP, 01.10.2005  Angstzustände können auftreten 
Die NP sprach mit Alisa Bach, Chefin des Fachbereichs Jugend bei der Region Hannover, über die Problematik.

NEUE PRESSE, 09.03.2005:  „Zappelsyndrom" sollte Teil der Lehrerausbildung sein HANNOVER. „Bei ADHS ist das Schwierigste die Diagnose, nicht die Therapie“, sagt Richard Lochte, Vorsitzender des Schulelternrates. „Lehrern fehlt oft das nötige Wissen“, kritisiert er. „Zum einen werden oft kranke Kinder abgestempelt und in eine Förderschule gesteckt, zum anderen aber aufgeweckte Kinder zum Arzt geschickt und mit Ritalin voll gepumpt.“  Die Lehrer müssten sich bereits in der Ausbildung mit dem Zappelsyndrom beschäftigen, fordert Lochte. Schon in den Grundschulen, denn auch bei den Kleinen sei die Unruhe wegen des Leistungsdrucks größer geworden.   mehr ...
„Druck nimmt bis zur 4. Klasse ständig zu“    Der Druck auf die Kinder wächst – sagt Michael Berek, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hannover. Die Kinder der modernen Gesellschaft – nur noch Fälle für die Couch? Die Zahl der Kinder, die mit Aufmerksamkeitsstörungen in die Praxen kommen, hat sich in den letzten fünf Jahren etwa vervierfacht. Das liegt nicht zuletzt an den Lernbedingungen in den Schulen.  mehr ....
NEUE PRESSE 16.02.2005    Die Last des Lernens       Ranzen oft zu schwer. Experten warnen vor Schäden.   VON KATRIN SCHREITER   HANNOVER. Bücher, Hefte, Stifte, Mappen und Etui ... vor allem die Kleinen schleppen schwer an ihrem Gepäck. Dabei sollte eine Schultasche mit Inhalt höchstens ein Zehntel des Körpergewichts wiegen, empfehlen Experten.  Nach Angaben des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover (GUV) trägt  fast jeder Grundschüler eine deutlich zu schwere Schultasche auf dem Rücken. Mit gravierenden Folgen vor allem für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Denn der Ranzen drückt auf die Wirbelsäule ­ und kann so zu Haltungsschäden führen. Der GUV empfiehlt, schon beim Kauf einer Schultasche auf das Gewicht zu achten. Für Grundschüler reicht meistens ein kleiner, leichter Ranzen völlig aus ­ nicht schwerer als 1,2 Kilogramm. In großen Taschen landen dagegen
automatisch mehr Hefte, Bücher, Mappen.
Jens Kubicki vom Stadtelternrat, Arbeitskreis Grundschule, kennt die Diskussion um die voll gepackte Schultasche: "Das ist nicht neu und schon so oft festgestellt worden. Mittlerweile dürfte das Problem auch bei den meisten Eltern bekannt sein."  Kubicki empfiehlt den Eltern einen gemeinschaftlichen, wöchentlichen "Ranzen-Check" mit ihrem Kind: Was steckt alles in der Schultasche? Ist es möglich, Wälzer wie Atlanten oder Lexika im Klassenzimmer zu lassen? Muss wirklich jedes Buch mitgenommen werden? "Nicht immer werden alle Fächer an einem Tag unterrichtet", so Kubicki.
Doch das schwerwiegende Problem betrifft nicht nur die Grundschüler. Besonders die Fünft- und Sechstklässler tragen oft erdrückend viele Arbeitsmaterialien mit sich herum: "Heft, Block, Mappe, Buch ­ und das oft für jedes Fach", weiß Garnet Eichholz vom Schulelternrat, Arbeitskreis Gymnasium. Ein gewichtiges Hin- und Her: "Denn wegen der Hausaufgaben können die Bücher häufig nicht in der Schule gelassen werden."  Ärgerlich sei die mangelnde Absprache der Fachlehrer, so Eichholz: "Warum brauchen die Schüler fünf verschiedene Schreibblöcke? Liniert und kariert, mit und ohne Rand, dazu noch einen weißen Block?"
Bei diesem Thema hätten die höheren Jahrgänge mehr Freiheiten, so Eichholz.  Auch die Bücher würden immer dünner: "Je älter die Schüler, desto leichter die Tasche."   BU: SCHWERE LAST: Jan (12) mit seiner Schultasche. Foto: Decker
DIESES IDEALGEWICHT EMPFEHLEN DIE EXPERTEN
Körpergewicht = Ranzengewicht
24 bis ­28 kg = 2,5 kg.   29 bis ­33 kg = 3,0 kg.  
34­ bis 38 kg  =  3,5 kg.  39 bis ­43 kg = 4,0 kg
44 bis ­48 kg  = 4,5 kg.  49­ bis 53 kg  = 5,0 kg
"Schulen brauchen das Geld" 

HAZ, 20.04.2004  "Schulen brauchen das Geld"       Sanierungsstopp droht / Parteien streiten um Ausweg         Fassungslosigkeit hat die Nachricht vom erwarteten Schulsanierungs-Finanzloch bei Politikern und beim Stadtelternrat ausgelöst. „Es gibt im aktuellen Sanierungsprogramm keine Schule, die es nicht dringend nötig hätte“, sagt Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte.   mehr ...

Die Schule beginnt wieder - für manche 

NP, 15.04.2004  Die Schule beginnt wieder – für manche heute, für andere Montag       VON JULIA PENNIGSDORF         HANNOVER. Für einige Schüler beginnt heute der Unterricht wieder, andere müssen erst am Montag wieder hin. An manchen Schulen, zum Beispiel an der IGS Roderbruch, der Tellkampfschule und der Haupt- und Realschule Ahlem, darf noch bis Sonntag gefaulenzt werden.          Grund dafür sind zwei flexible Ferientage, über die die Schulen selbst entscheiden können. Manche nutzten die Brückentage Anfang Februar für ein verlängertes Wochenende nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse. Für sie enden die Osterferien heute.       Andere verzichteten, sie dürfen die zwei Tage nun an die Osterferien anhängen, so dass sie volle drei Wochen freihaben. Die meisten Eltern begrüßen das, denn es erleichtert die Urlaubsplanung. Pauschalreisen sind in der Regel wochenweise buchbar, der Schulanfang mitten in der Woche steht dem entgegen.      In den Schulen melden Eltern ihre Kinder deshalb immer häufiger für ein paar Tage ab, um in den Urlaub fahren zu können. Lehrer beobachten den Trend mit Sorge. Der Stadtelternrat plädiert schon lange für einheitliche Regelungen in der Region. „Für Eltern mit Kindern auf verschiedenen Schulen sind Reiseplanungen sonst schwierig“, so der Vorsitzende Richard Lochte.           Zu heftigem Streit hatte die unterschiedliche Ferienregelung im Umland geführt. Die Region machte den Schulen, die die Brückentage den Osterferien zuschlagen wollten, einen Strich durch die Rechnung. Argument: Die Schülerbeförderung, die deswegen an den beiden Tagen im Februar stattfinden müsse, verursache Mehrkosten.          Auf kürzere Osterferien müssen sich Familien 2005 einrichten. Weil vom 25. bis 29. Mai der Kirchentag in Hannover stattfindet, bekommen Schüler frei. Einer der Tage wird von den Osterferien abgezogen. „Schüler haben einen Anspruch auf Teilnahme am Kirchentag. Außerdem werden die Schulen benötigt, um Kirchentagsbesucher unterzubringen“, so Ministeriumssprecher Georg Weßling.

"Unsere Schule steht nicht im Orient"
NP, 19.03.2004   Werte und Normen: „Unsere Schule steht nicht im Orient“   Pädagogen unterstützen Busemanns Forderung nach Vermittlung hergebrachter Werte. Der Kultusminister rennt mit seinem Ruf nach Werten wie Fleiß und Pünktlichkeit offene Türen ein. Der Stadtelternrat vermisst konsequentes Handeln.    VON JULIA PENNIGSDORF         HANNOVER. Richard Lochte kann über die von Kultusminister Bernd Busemann angeschobene Wertedebatte nur lächeln. „Appelle dieser Art hört man immer öfter. Sie sind sehr populär – nur bewirken sie in der Regel gar nichts“, sagt der Stadtelternratsvorsitzende.   ....   Für Elternvertreter Lochte ist die Forderung ein Lippenbekenntnis. „Wann immer Lehrer ihren Pflichten nicht nachkommen, ringen wir mit den  Behörden um Konsequenzen. Aber es passiert fast nie was.“     mehr ...
Schulen sollen Service leisten
HAZ, 06.03.2004  Schulen sollen Service leisten  ...   Das Kultusministerium weist die Kritik des Stadtelternrats Hannover an dem neuen Mietmodell für Schulbücher zurück. „Wir bezweifeln ganz erheblich, dass es einfacher wäre, einkommensschwachen Familien Zuschüsse zu zahlen, wie der Stadtelternrat es vorgeschlagen hat“, sagt Ministeriumssprecher Georg Weßling. Dazu müssten Bedürftige definiert und deren Einkommen kontrolliert werden.   ..... Der fehlende Bücherbestand für die neuen fünften und sechsten Jahrgänge sei an Hauptschulen und Realschulen kein Problem. „Sie können gut aus den Orientierungsstufen versorgt werden.“ Anders sei das bei den Gymnasien, die andere Unterrichtsinhalte hätten.   Die kostenlosen Schulbücher seien bisher im Schnitt fünf Jahre benutzt worden. „Bei vernünftiger Behandlung können sie auf jeden Fall sechs bis sieben Jahre verwendet werden.“ bil    mehr ...    
Streit um Schulbücher
HAZ, 05.03.2004  Streit um Schulbücher   Eltern und Handel gegen Mietmodell des Kultusministers     ...  Eltern befürchten Unterrichtsausfall: Ein große Gruppe im Stadtelternrat lehnt das Mietmodell des Kultusministeriums ab. „Die Arbeitskreise für Grundschulen, Orientierungsstufen und Gymnasien haben eindeutig dagegen gestimmt“, sagt der Stadtelternratsvorsitzender, Richard Lochte. Die Arbeitskreise für die anderen Schulformen beraten noch. „Viele Eltern befürchten so etwas wie eine Zweiklassengesellschaft: Die Schüler mit eigenem Buch dürfen den Satz unterstreichen, die anderen müssen ihn abschreiben.“ Aus pädagogischen Gründen empfehlen Fachleute eigene Bücher, in denen Schüler beim Lernen Notizen machen können.          „Wir sind dagegen, weitere Unterrichtsstunden zu verlieren, weil Lehrer in dieser Zeit Bücher ausleihen“, sagt Lochte. Gerade an Grundschulen, die viele neue Aufgaben übernommen hätten, würde das zu Problemen führen. Die Eltern störe es auch, dass die Schulen mit den Mieteinnahmen Gewinne erwirtschaften sollen, die ins Schulbudget einfließen können. „Es wird sicher Eltern geben, die aus finanziellen Gründen an dem Mietsystem teilnehmen, wenn die Lehrmittelfreiheit abgeschafft wird.“ Es sei aber einfacher, einkommensschwachen Familien Zuschüsse für eigene Schulbücher zu zahlen.   mehr ...     bil
Stadtelternrat: Unsicherheit über Schulauswahl
NP,10.02.2004   Auslosung:   Unsicherheit über Schulauswahl     Was kommt nach Losverfahren? Ministerium macht keine Vorgaben.       VON ALEXANDER DAHL        HANNOVER. Kommt mein Kind im August an die gewünschte Schule? Bei vielen Eltern herrscht nach Einschätzung des Stadtelternrats „große Unsicherheit“, ob der Nachwuchs die ausgewählte Schule auch besuchen darf.          Der Grund: Möglicherweise werden etliche Lehranstalten wesentlich mehr Anmeldungen registrieren, als sie Schüler aufnehmen können. „Es wäre daher gut, wenn baldmöglichst die Kriterien bekannt gegeben werden, nach denen die Schüler ausgewählt werden. Zurzeit ist da alles in der Schwebe“, erklärt Richard Lochte, Vorsitzender des Stadtelternrats.         Im Sommer werden erstmals alle Kinder von Klasse vier in Haupt- und Realschulen oder Gymnasien wechseln. Weil die Orientierungsstufe aufgelöst wird, trifft das die Fünft- und Sechstklässler ebenso. Die weiterführenden Schulen müssen also im August drei Jahrgänge auf einmal aufnehmen. Lochte plädiert dafür, dass Geschwister grundsätzlich dieselbe Schule besuchen dürfen. Ebenso sei denkbar, dass Schüler, die im Umkreis von 500 Metern um eine Schule herum wohnen, bevorzugt werden.         Das Kultusministerium wird keine Vorgaben machen. Jeder Schulleiter könne in Absprache mit der Gesamtkonferenz individuelle Aufnahmekriterien verabschieden, so Ministeriumssprecher Georg Weßling. Nur eins ist untersagt: „Da die Eltern die weiterführende Schulform frei wählen dürfen, darf beispielsweise der Lostopf eines Gymnasiums nicht nur mit Schülern gefüllt werden, die eine entsprechende Schullaufbahnempfehlung haben“, betont Weßling.      Ein Ratgeber des Kultusministeriums zum Schulwechsel kann per e-mail unter der Adresse bibliothek@mk.niedersachsen.de bestellt werden.
Stadtelternrat: "Geschwisterkinder bevorzugen"
HAZ, 07.02.2004   Auslosung:   "Geschwisterkinder bevorzugen"    Stadtelternrat: Weiterführende Schulen sollen Vergabekriterien für Plätze offen legen       Der Stadtelternrat will erreichen, dass die weiterführenden Schulen die Kriterien offen legen, nach denen sie bei zu vielen Anmeldungen ihre Plätze auslosen. „Es ist bisher überhaupt nicht nachvollziehbar, ob zum Beispiel Geschwisterkinder bevorzugt werden“, sagt Richard Lochte, Vorsitzender des Stadtelternrats.      Die Elternvertreter wollen deshalb versuchen, mit den Schulleitern über mögliche Prioritäten ins Gespräch zu kommen. Nach Vorstellung der Eltern sei es zum Beispiel möglich, Geschwisterkindern Vorrang einzuräumen und danach die Wünsche nach einem besonderen Schulprofil zu berücksichtigen. „Bisher ist es auch völlig der Willkür des Schulleiters überlassen, ob Elternvertreter bei der Auslosung dabei sind“, betont Lochte.      Bezirksregierung und die Sprecher der verschiedenen Schulformen haben den Zeitplan für die Anmeldung der Fünft-, Sechst- und Siebtklässler auf die weiterführenden Schulen festgelegt. Die Gutachten mit den Empfehlungen werden am 3. Juni ausgegeben. Die Eltern können ihre Kinder vom 4. bis 11. Juni von 8 bis 18 Uhr an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien anmelden. Schulen, die zu viele Anmeldungen erhalten, losen am 14. Juni ihre Plätze aus. Bis zum 16. Juni beraten die Schulleiter, welche Schulen überzählige Kinder aus anderen Schulen aufnehmen können. Am 17. Juni werden Absagen und am 24. Juni Aufnahmebescheide verschickt. Außerdem laufen Gespräche mit den Eltern. Die Anmeldung für Gesamtschulen findet bereits vom 9. bis 13. Februar statt. bil
Stadtelternrat: Kritik an uneinheitlichen Regelungen
NP, 30.01.2004    Diskussion um zwei Ferientage   VON JULIA PENNIGSDORF      HANNOVER. Heute gibt es Zeugnisse. Zeugnisferien aber nicht unbedingt. Ob es ein verlängertes Wochenende bis Mittwochmorgen wird oder die Schüler bereits am Montag wieder zum Unterricht müssen, ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Zum Ärger vieler Eltern.            Hintergrund: Per Erlass können die Schulen auf die freien Tage am Montag und Dienstag verzichten und so die Osterferien auf volle drei Wochen verlängern. Davon machen zum Beispiel alle Schulen in Ahlem Gebrauch. „Wir haben uns extra abgesprochen, damit die Regelung einheitlich ist“, sagt HS-Rektorin Renate Bauschke.           Von so viel Umsicht profitieren nicht alle Eltern. Im Stadtgebiet nutzen die Schulen die Regelung unterschiedlich: Die Sophienschule macht Montag und Dienstag frei, die Tellkampfschule hängt die Tage an die Osterferien, die Realschulen entlassen ihre Schüler in ein verlängertes Wochenende, ebenso viele Grundschulen. Die IGS Roderbruch dagegen macht am Montag gleich weiter. „Tag der offenen Tür, Anmeldungen, Anfragen von Eltern - das alles stürmt auf uns ein. Da können wir nicht einfach zwei Tage zumachen“, so Schulleiter Bernd Steinkamp.          Der Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte kritisiert die uneinheitliche Regelung. „Für Eltern mit Kindern auf verschiedenen Schulen sind Urlaubsplanungen so schwierig.“          Ein Problem, das im Umland für Debatten sorgte, stellt sich in Hannover nicht: die Schülerbeförderung an den flexiblen Ferientagen. In Burgdorf und Springe war es zu Spannungen gekommen, weil sich die Regio-Bus weigert, am Montag und Dienstag Schulbusse fahren zu lassen. Begründung: Die Mehrkosten seien zu hoch. „Dieses Problem haben wir nicht, weil unsere Schüler den normalen öffentlichen Nahverkehr nutzen“, so Schulamtsvize Hannes Schott.s.“
Verteilverfahren muss transparent werden
NP, 29.01.2004  Stadtelternrat in der Presse:    Verteilverfahren muss transparent werden       HANNOVER. Kommt mein Kind auf die gewünschte Schule? Nach welchen Kriterien werden die Plätze vergeben? Wie läuft ein Losverfahren ab? Diese Fragen stellen sich die Eltern von rund 12 000 Viert-, Fünft- und Sechstklässlern, die zum August auf die weiterführenden Schulen wechseln.         Der Stadtelternrat hat die Verwaltung jetzt aufgefordert, mehr Transparenz in die Verteilverfahren zu bringen. „Kein Mensch weiß, warum sein Kind nicht genommen wurde. Das darf nicht sein“, sagt Elternvertreter Garnet Eichholz. Zurzeit ist es den Schulen selbst überlassen, ob sie die Kinder nach gewählten Schwerpunkten (Naturwissenschaften oder Musik) auswählen oder ob sie Geschwisterkindern und Schüler, die nahe dran wohnen, bevorzugen. Lediglich Leistungsstand und Noten der Schüler dürfen keine Kriterien sein.       „Es muss Prioritäten geben, verbindlich für alle Schulen“, findet der Vorsitzende des Elternrats, Richard Lochte. Bis jetzt sei es noch nicht einmal die Regel, dass Elternvertreter an den Verteilkonferenzen teilnehmen. „Das ist ja wohl das Mindeste.“ Schulamtsleiterin Petra Martinsen hält daran fest, dass die Schulen selber entscheiden, ob sie Kriterien für eine Bevorzugung zulassen oder alle Kinder in einen Lostopf kommen. jul   
Die neue Ferienordnung - "ärgerlich"
Steinkamp, IGS Roderbruch HAZ, 28.01.2004   1650 Autogramme bitte   Schulleiter unterschreiben Zeugnisse / Nicht alle Schulen nehmen zwei Tage frei           Bernd Steinkamp hat alle Hände voll zu tun. Übermorgen gibt es für 46 000 Schüler in Hannover und 70 000 in der Region Zeugnisse - und auch der Leiter der IGS Roderbruch schreibt bereits unermüdlich Zeugnisse für seine 1650 Schüler. Normalerweise bleiben den Schülern danach zwei schulfreie Tage zum Verschnaufen - bis das neue Halbjahr beginnt. Doch etliche werden am Montag schon wieder in der Schule sitzen. Die neue Ferienordnung des Landes überlässt es den Schulen, ob sie die Halbjahresferien wie üblich geben oder die zwei Tage später an die Osterferien anhängen. Bei den Eltern stößt die uneinheitliche Praxis auf Unmut: Haben sie Kinder auf zwei verschiedenen Schulen, ist ihnen jetzt ein verlängertes Wochenende und später ein ausgedehnterer Osterurlaub versagt.        „Das ist ärgerlich“, meint der Vorsitzende des Stadtelternrates, Richard Lochte. Die Eltern hätten die flexible Ferienregelung zwar begrüßt, aber erwartet, dass es zu einer Abstimmung unter den Schulen einer Stadt oder Gemeinde gekommen wäre. So aber macht etwa die Herschelschule in der Nordstadt für zwei Tage dicht; die IGS Roderbruch erteilt dagegen Unterricht. In Springe verzichtet das Otto-Hahn-Gymnasium auf die schulfreien Tage, die übrigen Schulen in der Stadt aber nicht. „Es ist besonders kurios, dass die Orientierungsstufe Lüerstraße eine andere Regelung trifft als das eng mit ihr zusammen arbeitende Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium, das kein schulfrei gibt“, sagt Lochte. Nicht nur Eltern mit Kindern auf beiden Schulen, auch Lehrer, die an den zwei Schulen unterrichten, seien betrogen.          Nach Meinung der Fachbereichsleiterin Schulen, Petra Martinsen, halten die meisten Schulen an den Halbjahresferien fest. In Stadtteilen wie Herrenhausen, Stöcken und Ricklingen funktioniere die Absprache zwischen den einzelnen Schulformen allerdings sehr viel besser als anderswo. aw       BILD:  Endspurt: Schulleiter Bernd Steinkamp schreibt Zeugnisse, Montag gibt es dann schulfrei - oder auch nicht. Thomas
Eichholz: Bleibt Zeit zur Entwicklung - Eltern sind erleichert
HAZ, 08.01.2004  Schulwahl erst im Juni nötig  Eltern sind erleichtert        Aufatmen bei den Eltern von Viert-, Fünft- und Sechstklässlern: Sie müssen ihre Kinder verbindlich erst sechs Wochen vor den Sommerferien an den weiterführenden Schulen anmelden. „Alles andere wäre sehr überstürzt gewesen. So haben die Kinder im zweiten Halbjahr noch Entwicklungsmöglichkeiten und die Eltern Spielraum, die Leistungen ihres Kindes zu überprüfen“, sagt Garnet Eichholz vom Arbeitskreis Grundschulen im Stadtelternrat. Im Moment nehme an manchen Grundschulen die Zahl der Tests und Arbeiten zu, viele Kinder sackten in den Leistungen ab. „Die Lehrer versuchen sich so Klarheit für die Gutachten zu verschaffen. Für die Kinder ist das eine Umstellung.“     Die Stadt hatte bisher versucht, den Anmeldetermin auf März vorzuziehen, um besser planen zu können. Zum kommenden Schuljahr wechseln durch die Auflösung der Orientierungsstufe drei komplette Jahrgänge mit rund 12 000 Kindern an die weiterführenden Schulen. Doch das Kultusministerium hat jetzt klargestellt, dass es keine Ausnahmeregelung für Hannover geben soll.     Dennoch will die Stadt in den nächsten Wochen klären, ob eine vorläufige Anmeldung im März möglich ist. „Wir wollen die aufnehmenden Schulen und die Eltern früh zusammenbringen, damit diese erkennen, ob das die passende Schule ist“, sagt Petra Martinsen, Leiterin des Fachbereichs Schulen. Die Erfahrung zeige, dass es bei der Trendabfrage im Januar rund 15 Prozent Unentschlossene gebe. „Das würde dieses Jahr 50 Klassen ausmachen, die wir nicht zuordnen können.“ Auch die Lehrerverteilung sei davon abhängig. „Wir halten eine vorläufige Anmeldung für unsinnig. Das würde nur zu größerer Verunsicherung der Eltern führen“, sagt Eichholz. Das zweite Gutachten der abgebenden Schule sei jedoch die wesentliche Entscheidungshilfe.      Der Fahrplan sieht vor, dass die Schulen den Eltern im Januar die voraussichtlich geeignete Schulform für ihr Kind mitteilen. Die Eltern melden der Grundschule oder Orientierungsstufe bis 6. Februar schriftlich, auf welche Schule sie ihr Kind schicken wollen. Sechs Wochen vor den Sommerferien bekommen sie die zweite Empfehlung für ihr Kind und müssen es innerhalb einer Woche an einer Hauptschule, Realschule oder einem Gymnasium anmelden. Die Anmeldetermine für die Gesamtschulen liegen schon im Februar. bil 
Veltrup: wer beim Ranking ... / In Ruhe Mängel beheben
HAZ, 08.01.2004  Schulen begrüßen Qualitäts-Check      Leiter sehen Vorteile in einer regelmäßigen Überprüfung, wehren sich aber gegen Bestenlisten.          Mit seinen geplanten Schulinspektionen rennt Kultusminister Bernd Busemann bei Hannovers Schulleitern offenbar offene Türen ein: Die meisten begrüßten gestern, am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien, die angekündigten Qualitätsüberprüfungen - und zwar unabhängig von der jeweiligen Schulform. Allerdings sprechen sich viele gegen eine Veröffentlichung der Ergebnisse oder gar ein Ranking der besten Schulen aus. Dagegen fordern Eltern teilweise die Beliebtheitsskala, um künftig mehr Vergleichsmöglichkeiten zu haben.            Für „zwingend notwendig“ hält der Leiter der Lindener Haupt- und Realschule im Fössefeld, Jürgen Hein, die künftige regelmäßige „TÜV-Überprüfung“: „Wenn die Schulen selbstständiger werden und ihre Qualitätsstandards selber bestimmen sollen, müssen sie sich auch künftig von außen beurteilen lassen.“              Die Schulen schwämmen zu oft im eigenen Saft, meint auch Heins Kollege Hermann Göing von der Geschwister-Scholl-Realschule in Hainholz - „wer von außen kommt, sieht einfach mehr“. Allerdings müssten die staatlichen Inspekteure auch wirklich den Schulalltag miterleben, die Lehrer begleiten und stichprobenartig am Unterricht teilnehmen. Für die Gesamtschulen sei die „Selbstüberprüfung“, so Bernd Steinkamp von der IGS Roderbruch, geradezu eine Chance, gegen ihr oft schlechtes Image anzugehen und ihre Qualität zu beweisen. Nur müssten die Schulen nach Feststellung ihrer Schwächen auch weiter beraten werden und dürften nicht einfach damit allein gelassen werden.    Die Schulleiter wehren sich auch gegen die Veröffentlichung der TÜV-Ergebnisse und einer Bestenliste. Der Konkurrenzkampf etwa unter den Gymnasien sei schon jetzt so stark - wer da nicht unter die ersten zehn Schulen gelange, sei bei den Eltern abgeschrieben. „Wer beim Ranking hinten landet, hat eben jahrelang etwas falsch gemacht“, meint dagegen Elternvertreter Christoph Veltrup. Vorsichtiger äußert sich ein anderes Mitglied des Stadtelternrats: „Die Schulen sollten in Ruhe ihre Mängel beheben können. Ein öffentliches An-den-Pranger-Stellen schafft nur Unruhe und nützt auch den Eltern nichts.“ aw 
HAZ, 08.01.2004 Opposition lobt BusemannHannover (jö). Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat für seine neuen Schulpläne Lob von der Opposition bekommen. SPD und Grüne begrüßten am Mittwoch grundsätzlich das Vorhaben, einen TÜV zur Qualitätsüberprüfung der Schulen einzuführen. „Die Schulen brauchen unabhängige Beratung, um noch besser werden zu können“, sagte SPD-Fraktionsvize Wolfgang Jüttner. Er verwies zugleich darauf, dass bereits die alte SPD-Landesregierung ein Projekt zur Autonomie von Schulen ins Leben gerufen habe. Die Grünen-Schulpolitikerin Ina Korter sagte dem Kultusminister Unterstützung zu, forderte zugleich aber einen behutsamen Aufbau des neuen Systems. „Die Schulen brauchen dafür Vertrauen“, sagte Korter.
NP, 08.01.2004  Schul-TÜV: Lob für Busemann von allen Seiten   HANNOVER. Beifall quer durch alle Lager: Die Absicht von Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU), ab 2005 nach und nach alle Schulen, Schüler und Unterricht von einem Schul-TÜV nach niederländischem Vorbild prüfen zu lassen, wird von allen Parteien und Verbänden im Land begrüßt.        „Vernünftig! Wir haben keine Einwände“, sagte SPD-Landeschef Wolfgang Jüttner. Kontrolle allein reiche aber nicht, es müsse auch Beratung für Schulen geben. Als „völlig richtig“ begrüßte sogar Eberhard Brandt, Landeschef der Lehrergewerkschaft GEW, Busemanns Vorhaben. Brandt fordert aber, die Inspektionsdaten der Schulen nicht zu veröffentlichen, um den Ruf von Schulen mit vielen sozial schwierigen Kindern nicht noch mehr zu schädigen.       „Eine Rückmeldung über die Qualität schulischer Arbeit ist wünschenswert“, lobte auch Guillermo Spreckels, Chef des Gymnasiallehrerverbande
Lochte: Das Kreuz mit dem Kopftuch - Nebenkriegsschauplatz 
NP, 08.01.2004  Das Kreuz mit dem Kopftuch - Streit um Symbole  Ex-Lehrerin aus Hannover wehrt sich     Der Kopftuch-Streit geht weiter. Ministerpräsident Christian Wulff hatte angekündigt, das Kopftuch als politisches Symbol in Schulen zu verbieten - an den christlichen Symbolen aber festzuhalten.     VON J. PENNIGSDORF UND A. DAHL    HANNOVER. „Wir sind für die strikte Trennung von Staat und Kirche“, sagte GEW-Landeschef Eberhard Brandt. Das müsse gleichberechtigt für alle Symbole, auch christliche, gelten. Das Argument, Deutschland sei christlich geprägt, überzeuge wenig. „Das sieht doch in vielen Stadtteilen ganz anders aus.“ Allein der Anteil der Atheisten sei enorm. Das Kopftuch sieht Brandt kritisch. „Ein aufgeklärter Islam predigt kein Kopftuch. Ich kenne Schülerinnen, für die die Befreiung vom Kopftuch die persönliche Befreiung war.“        Hannovers Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte hält die Kopftuch-Debatte für einen Nebenkriegsschauplatz. „Klar reden Eltern darüber. Aber das marode Bildungssystem ist ihnen wichtiger.“        Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates der Juden, warnte vor einer Beschneidung von Verfassungsrechten: „All zu schnell wird massiv in die verfassungsmäßigen Grundrechte eingegriffen, ohne dass dies notwendig wäre.“ Wie Bundespräsident Johannes Rau halte auch er an einer Gleichbehandlung aller Religionen fest.          In Hannover lebt Iyman Alzayed (45). Die zum Islam konvertierte gebürtige Bad Nenndorferin sorgte bundesweit für Schlagzeilen, weil sie wegen ihres Kopftuches den Dienst an einer Soltauer Grundschule nicht antreten durfte. Mit ihrer Klage auf Einstellung vorm Oberverwaltungsgericht Lüneburg scheiterte sie. „Natürlich erlischt meine Hoffnung, noch als Lehrerin arbeiten zu können. Doch die Frage, ob solch ein Verbot mit dem Grundgesetz kompatibel ist, bleibt.“ Schlimm findet sie, dass den Frauen pauschal Fundamentalismus unterstellt werde. „Das Individuum muss berücksichtigt werden.“          Gestern wurden weitere Details über das Kopftuchverbot bekannt. Für Referendarinnen, also Lehrerinnen in der letzten Phase der Ausbildung, wird es nicht gelten. „Der Staat hat bei Schulen ein Ausbildungsmonopol, daher geht das nicht“, erklärt Peter Bräth, Referatsleiter Schulrechtsangelegenheiten im Kultusministerium. In solchen Fällen müssten Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Kein Kopftuchverbot wird es auch an Hochschulen und in sonstigen Behörden geben. Bräth: „Weil dort Erwachsene und keine Kinder verkehren, und die lassen sich nicht durch ein Kleidungsstück indoktrinieren.“ 
„Deutsche und Türken sind sich leider fremd geblieben“  Havva Mermertas ist Vorsitzende des Türkischen Elternverbandes in Niedersachsen. Die fünffache Mutter spricht sich für den Dialog der Religionen aus - und für das Kopftuch.    VON JULIA PENNIGSDORF  Warum tragen Sie ein Kopftuch?      Das Kopftuch ist für mich eine sehr private Angelegenheit. Ich trage es nicht, um zu zeigen, dass ich Muslimin bin, sondern weil es Teil meines Glaubens ist. Es ist wie fünfmal täglich zu beten oder zu fasten - das Kopftuch gehört fest dazu.   Wie empfinden Sie die Diskussion?    Es stört mich enorm, dass Äpfel und Birnen, also Kreuz und Kopftuch, verglichen werden. Ein Kreuz muss man nicht tragen, das Kopftuch schon. Jedenfalls, wenn man es ernst meint mit dem Islam.     Verstehen Sie die Vorbehalte?    Ja, schon. Ursache ist meiner Ansicht nach der fehlende Dialog zwischen den Religionen, zwischen Christen und Moslems. Leider sind sich beide fremd geblieben - das zeigt die Debatte deutlich. Gewalt, Terrorismus, Fundamentalismus - das sind die Assoziationen bei vielen seit dem 11. September. Das ist schlimm. Haben Sie das Gefühl, dass Musliminnen mit Kopftuch etwas ausbaden müssen, mit dem Sie nichts zu tun haben.      Ja, Frauen baden Gewalt aus, die von Männern begangen wird. Das ist schlimm. Das Kopftuchverbot ist frauenfeindlich. Männer muslimischen Glaubens haben keine derartigen Nachteile. Und das nicht nur als Lehrer. Ich habe mich mit 20 fürs Kopftuch entschieden, immer gute Noten gehabt und habe es trotzdem im Berufsleben schwerer gehabt.         Haben Sie mit dem Kopftuchverbot an Schulen gerechnet?       Nein, denn ich finde, dass wir ein wunderbares Grundgesetz in Deutschland haben. Ein Verbot verstößt gegen die Religionsfreiheit. Uns ist doch völlig klar, dass wir in einer christlichen Gesellschaft leben. Ich hatte meine fünf Kinder in evangelischen Kitas. Es ärgert mich, dass muslimischen Lehrern nicht genauso wie christlichen vertraut wird, ihren Glauben aus der Schule fern zu halten. 
Koran schreibt das Kopftuch nicht vor Der Koran schreibt das Tragen eines Kopftuches nicht ausdrücklich vor, sagt Christoph Dahling-Sander, Islam-Beauftragter der hannoverschen Landeskirche.      Ist das Kopftuch ein religiöses Symbol?        Im Koran gibt es Suren, die sagen, die Frau müsse ihre Reize bedecken. Es gibt aber keine Stelle, in der es heißt, dass die Frau ein Kopftuch tragen muss. Auch viele islamische Rechtsschulen argumentieren nicht nur reliös, sondern mit der Tradition.       Warum wird es getragen?    Die Motive, ein Kopftuch zu tragen, sind vielschichtig. Das kann religiöse Gründe haben. Viele muslimische Frauen tragen es auch einfach aus Tradition. Es kann aber sogar ein Zeichen von Selbstbewusstsein sein, mit dem Frauen gegenüber besonders konservativen Kreisen auftreten.       Das Tragen des Kopftuches wird von Gegnern als Zeichen von Unterdrückung gewertet.     Seit der islamischen Revolution im Iran 1979 hat die Verbreitung des Kopftuchs massiv zugenommen. In diesem Fall ist das Tuch eine politische Aussage. Es gibt gerade deshalb Frauen, die es aus Gründen der Emanzipation nicht tragen. Auf der anderen Seite tragen es viele Frauen aus harmlosen Gründen - sie wollen niemanden politisch oder religiös beeinflussen. wig
Rex: Schulen noch nicht ausgerüstet !
NP, 07.01.2004  Rekord-Ansturm auf Gymnasien befürchtet Wegen der OS-Auflösung wechseln gleich drei komplette Jahrgänge mit rund 12 000 Schülern     Heute beginnt die Schule und mit ihr viele Fragen - vor allem für Eltern künftiger Gymnasiasten.   VON JULIA PENNIGSDORF    HANNOVER. Der Fragenkatalog der Eltern ist lang: Wie bekommt mein Kind sein Wunsch-Gymnasium? Kann ich es, um sicher zu gehen, an mehreren Schulen anmelden? Und wann sind die Termine? Wie funktioniert das Losverfahren?        Rekordverdächtig: 12 000 Kinder - der jetzige vierte, fünfte und sechste Jahrgang - wechseln im August auf weiterführende Schulen. Die Behörden rechnen damit, dass bis zu 70 Prozent der Eltern ihr Kind am Gymnasium anmelden - auch entgegen der Schullaufbahn-Empfehlung. Nach Angaben von Ministerialrat Rolf Bade hat jedes Kind Anspruch auf einen Platz am Gymnasium: „Der Elternwille zählt.“ Einzugsgebiet sei die gesamte Stadt, einen Anspruch auf eine bestimmte Schule gebe es nicht. Zwar sollen Gymnasien sich mit Schwerpunkten wie Naturwissenschaften oder Musik profilieren, doch eine Garantie, dass ein Schüler auf einem seinen Neigungen entsprechenden Gymnasium landet, gibt es nicht. Eltern können lediglich einen Erst- und Zweitwunsch angeben.     Über die Anmeldetermine herrscht zwischen Schulamt und Ministerium Uneinigkeit. Das Amt beharrt auf März, weil durch die OS-Auflösung eine vernünftige Organisation sonst unmöglich sei. „Wir diskutieren noch“, so Amtsleiterin Petra Martinsen. Für Ministeriumssprecher Georg Weßling ist das Thema dagegen durch. „Vier bis sechs Wochen vor den Ferien wird angemeldet.“ Trendempfehlungen erhalten die Kinder bereits im Februar.     Sollten sich an Gymnasien mehr Schüler anmelden, als Plätze vorhanden sind, entscheidet das Los. Dabei soll es laut Bade keine Bevorzugung geben. Ob ein Schüler eine Hauptschul- oder eine Gymnasialempfehlung hat, spiele keine Rolle. „Wir gehen von einem Lostopf aus, in den alle Schüler kommen.“ Lediglich Geschwister und Kinder, die nahe an der Wunsch-Schule wohnen, könnten bevorzugt werden. Mehr Pauken fürs Abi nach zwölf Jahren - kommt „nullte Stunde“?Unterricht am Nachmittag oder ein sechster Schultag am Sonnabend - eins von beidem wird auf die Gymnasiasten von morgen zukommen. Die heutigen Fünftklässler werden als Erste das Abitur bereits nach zwölf Jahren ablegen. Das bedeutet, dass sie das gleiche Stundenpensum in einem Jahr weniger durchziehen müssen. Da der Sonnabendunterricht bei Eltern auf wenig Gegenliebe stößt, wird es wohl auf Nachmittagsunterricht oder die so genannte nullte Stunde hinauslaufen, die bereits um kurz nach sieben Uhr beginnt. Aber auch das sehen Eltern mit Skepsis. „Viele Schulen sind doch für so lange Zeiten gar nicht ausgerüstet“, gibt Beate Rex vom Stadtelternrat zu bedenken. Ruhezonen, Mensas oder wenigstens Cafeterias seien vonnöten - und Schließfächer. „Sonst müssen die Kinder ja künftig noch mehr Bücher mitschleppen“, sagt sie und vermutet: „Vielen Eltern ist noch gar nicht klar, was auf ihre Kinder zukommt. Die Ausstattungen der Schulen werden zu immer wichtigeren Auswahlkriterien .“ jul 
Fitting: Ausweitung auf mindestens zwei Nachmittage oder Sonnabend
NP, 02.01.2004  Sonnabends wieder zur Schule? Gymnasien in der Zwickmühle: Das Abitur nach zwölf Jahren erfordert Unterricht am Nachmittag - oder am Wochenende     Schulunterricht am Sonnabend - wenn es nach den Schulleitern ginge, wäre das an vielen Gymnasien in der Region bald die Regel. Die Pädagogen würden gern wieder einen sechsten Unterrichtstag in der Woche einführen - sie glauben allerdings nicht, dass die Eltern damit einverstanden wären.        Der Grund für die Überlegung ist die Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren. Es betrifft als erstes die heutigen Fünftklässler. Sie müssen bis zum Abi dieselbe Stundenzahl Unterricht bekommen wie die älteren Jahrgänge, haben dafür aber ein Jahr weniger Zeit. „Das bedeutet im Grunde die Ausweitung des Unterrichts auf mindestens zwei Nachmittage in der Woche oder auf den Sonnabend“, sagt Inge Fitting vom Stadtelternrat.          „Der Sonnabend als Unterrichtstag hätte Charme. Aber das lässt sich einfach nicht mehr durchsetzen, weil die Familien an den freien Tag gewöhnt sind“, meint Hartwig Bergmann, Leiter der Lutherschule. Er geht davon aus, dass die heutigen Fünftklässler im siebten Jahrgang einen und vom achten bis zehnten Jahrgang zwei Pflichtnachmittage haben werden. An den drei restlichen Tagen laufen dann nachmittags Arbeitsgemeinschaften. Auch die Leiterinnen der Elsa-Brändström-Schule und der Wilhelm-Raabe-Schule rechnen damit, in Zukunft an zwei Nachmittagen Pflichtunterricht anzubieten.         „Wir sind ja praktisch das einzige Land, in dem schon mittags Schulschluss ist“, sagt Brigitte Netzel, Leiterin der Elsa-Brändström-Schule. An ihrer Schule gebe es bereits jetzt mittwochs bis 16 Uhr regulären Unterricht und an den übrigen Nachmittagen Arbeitsgemeinschaften. Die bevorstehende Ausweitung des Nachmittagsunterrichts stelle die Gymnasien jedoch vor ein großes Problem. „Wir werden auf uns selbst angewiesen sein, eine Mittagsversorgung zu organisieren“, sagt Netzel. „Ich fände Unterricht am Sonnabend gar nicht schlecht.“ Doch dazu sei eine gemeinsame Regelung der Gymnasien notwendig, da manche Geschwister unterschiedliche Schulen besuchten.         An der Wilhelm-Raabe-Schule werden bereits manchmal sonnabends Klausuren geschrieben. „Es gibt Überlegungen zum Sonnabend als Unterrichtstag, weil die Belastung der Kinder am Nachmittag sehr hoch ist“, sagt Schulleiterin Brigitte Schneider-Pachaly. Doch sie rechnet eher mit zwei Pflicht- und zwei AG-Nachmittagen. „Die Gymnasien werden so fast zu Ganztagsschulen, ohne dass wir dafür Aufenthaltsräume und warmes Essen bekommen.“ Wahrscheinlich müsse der von Eltern betriebene Schulkiosk neu organisiert werden. bil            An der IGS geht es in 13 Jahren zum Abi    Ein Erlassentwurf des Kultusministeriums sieht vor, dass auch Integrierte Gesamtschulen das Abitur nach zwölf Jahren anbieten können. An den drei Integrierten Gesamtschulen in Hannover mit Oberstufe stößt das jedoch auf wenig Gegenliebe. „Der Entwurf sieht vor, dass wir eine Turboklasse bilden. Das widerspricht ganz offensichtlich dem Grundgedanken der Integration, wir müssten bestimmte Schüler aus dem gemeinsamen Lernprozess herausziehen“, sagt Christoph Walther, Leiter der IGS Linden.   An einer IGS werden die Kinder gemeinsam in der fünften Klasse eingeschult. „Wir bekommen Informationen von den Grundschulen und setzen die Klassen jeweils aus leistungsstärkeren und -schwächeren Kindern zusammen“, sagt Walther. Die Schüler gehen ohne sitzen zu bleiben bis zum Ende des zehnten Jahrgangs in die gleiche Klasse. In Englisch, Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften gibt es A- und B-Kurse. „Wir wären uns selbst untreu, wenn wir eine Bildungsauslese machen würden“, sagt auch Bernd Steinkamp, Leiter der IGS Roderbruch. Der gemeinsame Unterricht führe dazu, dass mehr Schüler einen höheren Abschluss erreichen. Am Gymnasium mache bisher ein Drittel der Schüler das Abitur erst nach 14 Jahren. „Durch die geplante Verdichtung des Unterrichts werden dort noch mehr Schüler sitzen bleiben.“ bil 
Stadtelternrat Hannover: "Lehrer sollen bleiben"
HAZ, 17.12.2003 Lehrerausbildung: Lehrer sollen bleiben  Der Stadtelternrat Hannover fordert, die Ausbildung für Grund-, Haupt- und Realschullehrer nicht von Hannover nach Hildesheim zu verlagern. Die Elternvertreter haben sich deshalb mit einem offenen Brief an Wissenschaftsminister Lutz Stratmann gewandt. Die Region Hannover sei in Niedersachsen der Standort mit der größten Dichte an Schulen, heißt es dort. Bisher gebe es durch die Praktika der Studenten eine enge Verbindung zwischen Schulen und Uni in der Lehrerausbildung. Die Eltern befürchten, dass dies unter der Veränderung leiden wird.      Fragwürdig erscheint den Eltern die Verlagerung auch, weil die Studenten für Sonderschul- und Gymnasiallehramt in Hannover bleiben. Die Schulreform mache gerade für Gymnasiallehrer eine ergänzende pädagogische Ausbildung notwendig - wenn ein Großteil des Fachbereichs Erziehungswissenschaften nach Hildesheim gehe, sei das in Hannover jedoch schwer möglich.   bil.
Stadtelternrat: Löcher stopfen, an anderer Stelle wieder aufreissen
HAZ, 10.12.2003    Kampf für Förderstunden   Wegfall zu Gunsten vorschulischer Deutschkurse kritisiert   Bei Eltern und Lehrern regt sich Protest gegen die Kürzung von Förderstunden für Schüler zu Gunsten vorschulischer Sprachförderung. Die Lehrer der Grundschule Goetheplatz haben sich mit einem offenen Brief ans Kultusministerium gewandt. Sie fordern für ihre Schüler kontinuierliche Förderung während der gesamten Grundschulzeit. Der Schule, die in einem sozialen Brennpunktgebiet liegt, stehen bisher 25 Förderstunden pro Woche für alle Lernbereiche zur Verfügung. Nach den Plänen des Ministeriums sollen diese Stunden von Februar an ein halbes Jahr lang komplett für vorschulische Deutschkurse verwandt werden. „Wir sind mit der Tatsache konfrontiert, dass entgegen den vorherigen Ankündigungen keine zusätzlichen Lehrerstunden für diesen Unterricht bereitgestellt werden“, schreiben die Lehrer. Der Anteil ausländischer Kinder in der Grundschule Goetheplatz beträgt rund 86 Prozent. Die Lehrer betonen, dass ihnen die Einführung der vorschulischen Sprachförderung sehr wichtig sei. „Die Sprachtests an unserer Schule haben gezeigt, dass von 49 zukünftigen Lernanfängern 28 Kinder so geringe Deutschkenntnisse haben, dass sie dringend diese Sprachförderung benötigen“, heißt es in dem Brief. Doch für viele ihrer Schüler sei eine dauerhafte Förderung bis zum Ende der Grundschulzeit notwendig.       An der Grundschule Tegelweg sollen 40 von 45 Förderstunden im zweiten Halbjahr für vorschulische Deutschkurse verwandt werden. „Die Stunden werden einfach weggekürzt, obwohl die Kinder, die jetzt in der Schule sind, keine Frühförderung bekommen hatten“, sagt die Schulelternratsvorsitzende Heidrun Scholz.     Der Stadtelternrat kritisiert, es würden „Löcher dadurch gestopft, dass sie auf der anderen Seite wieder aufgerissen werden“. bil ALS PDF:  Stellungnahme des Stadtelternrates Hannover zum Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung (14kb)  mehr ...     Stadtelternrat Hannover: Mit Verweis auf die Einführung der Sprachfrühförderung werden 2004 Hausaufgabenhilfe und Sprachförderung in den Grundschulen  gestrichen (14kb) mehr ...       Schulelternräte der integrierten Gesamtschulen im Regierungsbezirk Hannover protestieren gegen den Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung (55kb)  mehr ...    Info-Brief des Schulelternrates der IGS Linden (100kb)mehr ...
Für vergleichende Standards gekämpft - Bei Umsetzung skeptisch
NP, 05.12.2003   Standards gegen Pisa-Misere    Kultusminister einigen sich auf bundesweit einheitliche ANFORDERUNGEN für Schüler aller Schulformen. Qualitätsagentur überwacht Umsetzung.      Deutschland sucht den Weg aus dem Pisa-Tal: Zum ersten Mal haben sich die Kultusminister der Länder auf bundesweit einheitliche Bildungsstandards geeinigt.   VON D. RACKE UND J. PENNIGSDORF   HANNOVER. Was müssen Kinder nach zehn Jahren Schulzeit können? Seit gestern ist klar: Das Anwenden von Wissen steht künftig im Vordergrund. Nach nur kurzer Diskussion einigten sich die 16 Schulminister der Länder auf gemeinsame Anforderungen für den Haupt- und Realschulabschluss in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch.        Schon zum nächsten Schuljahr müssen alle Länder die gestern in Bonn geschlossene Vereinbarung umgesetzt haben. „Der Zug ist auf dem richtigen Gleis“, zeigte sich Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hochzufrieden. „Wir haben uns einvernehmlich auf ein solides mittleres Niveau geeinigt.“    Für Niedersachsens Haupt- und Realschüler heißt das: Der Unterricht wird anspruchsvoller. „Die Anforderungen werden anziehen, das werden die Schüler merken. Wir sind nicht ohne Grund Pisa-Verlierer“, so Busemann. Aber die neuen Lernziele seien „leistbar“. So werde etwa verlangt, dass sich die Schüler in ihrer ersten Fremdsprache verständigen können, in Mathematik gehe es um Problemlösungen statt um bloße Formelkenntnis. Bundesweit einheitliche Lehrpläne werde es nicht geben, aber ähnliche Rahmenrichtlinien und vor allem vergleichbare Zeugnisse von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern.       Eine neue Qualitätsagentur der Länder soll überprüfen, ob die Standards eingehalten werden. „Dafür werden jetzt eine ganze Menge von Modellaufgaben entwickelt“, so Busemann. Die Agentur soll als Institut „an einer großen Universität“ angesiedelt werden, vermutlich wird es die Berliner Humboldt-Universität. Die Agentur soll auch weitere Qualitätsstandards entwickeln. Ob sie auch die Überprüfungen durchführt oder ob dies die Experten um den deutschen Pisa-Vater Professor Jürgen Baumert vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung tun, sei noch unklar, so der Minister.      Die Standards für die Grundschulen sollen im Frühjahr folgen, die für Gymnasien 2005 - rechtzeitig zur Einführung des niedersächsischen Zentralabiturs im Jahr 2006. Busemann schließt nicht aus, dass es dann sogar ein bundesweites Zentralabi geben könne.   Hannovers Realschulrektoren begrüßen die nationalen Bildungsstandards. „Wie oft kam es vor, dass Kinder Probleme bekamen, wenn sie in andere Bundesländer zogen - endlich ist damit Schluss“, sagt Angelika Witwer von der Realschule (RS) Ahlem.     Auch Enno Dargatz von der Dietrich-Bonhoeffer-RS in Döhren sieht einheitlichen Qualitätstests nach Klasse zehn gelassen entgegen. „Man darf nicht gleich den Riesenerfolg erwarten. Wir müssen den Unterricht erst einmal auf die neuen Zielvereinbarungen ausrichten, doch dann wird es gehen“, sagt der Sprecher der Realschulrektoren.    Zurückhaltender ist der Stadtelternrat. „Wir haben lange für vergleichende Standards gekämpft“, so der Vorsitzende Richard Lochte. Angesichts von wachsenden Klassengrößen sehe er die Umsetzung aber skeptisch.         Scharfe Kritik äußerte die Lehrergewerkschaft GEW. Sie vermisse einen „echten Qualitätssprung“, so die Vorsitzende Eva-Maria Stange. Das Schulsystem müsse auf den Prüfstand, nicht die Leistung von Schülern. 
NP, 05.12.2003   Deutsch: Die Schüler sollen verständlich und mit passender Gestik erzählen, berichten, informieren und argumentieren können. Sie müssen Texte unterschiedlicher Literaturgattungen (Novelle, Roman, Gedichte) verstehen, vergleichen und wiedergeben können, Referate frei vortragen, Informationen beschaffen und Redestrategien situationsgerecht anwenden. Und: Sie müssen nicht nur korrekt schreiben, sondern auch den richtigen Stil wählen (Brief, Bewerbung) sowie Textverarbeitung, E-Mails und Chat-Rooms nutzen können. dir    Mathematik: Erwartet werden die richtige Anwendung von Prozent-, Zinsrechnung und Potenzschreibweise, Potenz-, Wurzel und Logarithmus sowie das Messen und Berechnen von Längen, Flächen, Volumen und Winkeln. Schüler müssen geometrische Strukturen in der Umwelt erkennen, Formeln wie den Satz des Pythagoras anwenden, Gleichungssysteme lösen, grafische Darstellungen und Tabellen mit statistischen Daten auswerten sowie ein Tabellenkalkulationsprogramm benutzen können. dir    Englisch/Französisch: Stures Vokabel- oder Grammatikpauken ist nicht angesagt, sprachliche Kompetenz ist künftig gefragt. So sollen Haupt- und Realschüler den Hauptpunkten von längeren Gesprächen folgen können und Vorträge verstehen - wenn sie etwas vom Thema verstehen.  Außerdem fordern die Bildungsstandards, dass Schüler nicht zu anspruchsvolle Filme sowie Radio- oder Fernsehsendungen verstehen können und in der Fremdsprache Briefe schreiben. Verständliche Übersetzungen sind ebenfalls gefordert. dir 
NP, 05.12.2003   Wider den Wildwuchs  VON SYLKE WAGNER Zwei Jahre lang haben sich die 16 Kultusminister Zeit gelassen mit ihrer größten und wichtigsten Reformarbeit. Im Herbst 2001 hatte das schlechte Abschneiden deutscher Schüler im Pisa-Test die Republik aus dem bildungspolitischen Tiefschlaf aufgeweckt. Jetzt hat die Kultusminister-Konferenz erste Bildungsstandards verabschiedet, die festlegen, was Schülerinnen und Schüler am Endes eines Schuljahres können und wissen müssen.      Bislang dominiert im föderalen deutschen Schulsystem der Wildwuchs, Schulen müssen keine Rechenschaft darüber ablegen, ob sie ihre Ziele erreicht haben oder nicht. Lehrpläne, Schularten und Anforderungen variieren von Land zu Land, so dass Schüler nach einem Umzug über die Landesgrenzen hinweg teilweise ein ganzes Jahr verlieren. Mit Bildungsstandards kann mehr Einheitlichkeit in das Schulsystem gebracht und die Leistung der Schüler, aber auch der Schulen und der Lehrer vergleichbarer werden. Ob dies gelingt, hängt entscheidend davon ab, wie ernst die einzelnen Länder und die Schulen vor Ort diese Lernziele nehmen. Standards allein reichen jedoch nicht aus, um die Schulbildung zu verbessern. Die Leistungen der Schüler und der Lehrer müssen regelmäßig mit bundeseinheitlichen Tests überprüft werden. Ohne diese bleiben die Schulstandards eine stumpfe Waffe. Die Erwartungen an das neue Instrument sind hoch. Die Ankündigungen einzelner Kultusminister, aus der Gemeinschaft auszuscheren und eigene Bewertungssysteme zur Leistungskontrolle zu erarbeiten, lassen allerdings nichts Gutes für die Vergleichbarkeit im deutschen Schulsystem erwarten.
Lochte: + Nicht mehr veraltete Bücher - Belastung
HAZ,  25.06.2003    Lernmittelhilfe umstritten     Bei Eltern wie Schulleitern stößt die geplante Abschaffung der Lernmittelfreiheit auf ein geteiltes Echo. Einerseits seien die Eltern froh, wenn ihre Kinder nicht mehr veraltete Schulbücher über Jahre mit sich herumschleppen müssten, sagt der hannoversche Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte. "Auf der anderen Seite gibt es viele finanziell schlecht gestellte Familien, für die 150 Euro im Schuljahr für Schulbücher eine ganz schöne Belastung sind."            Dass die Lernmittelfreiheit nur noch Sozialhilfeempfängern gewährt werden soll, hält auch Schulleiter Werner Heisterberg von der hannoverschen Herschelschule für ungerecht. Auf seine Schule sieht er einen enormen Verwaltungsaufwand zukommen. Offenbar nämlich gibt es auch Überlegungen, dass die Schulen auch weiterhin einen bestimmten Satz zur Anschaffung von Schulbüchern für Schüler von Sozialhilfeempfängern erhalten sollen.  "Wie aber sollen wir wissen, welche Schüler in solchen Einkommensverhältnissen leben?", fragt sich Werner Heisterberg.        Auch die Sozialämter dürften dazu aus Datenschutzgründen keine Informationen geben.  Der Schulleiter fürchtet zudem eine Stigmatisierung dieser Kinder: "Das spricht sich doch sofort herum unter den Schülern." Solange die Aufhebung der Lernmittelfreiheit nicht durchdachter und vor allem sozial gerechter sei, solle doch lieber alles beim Alten bleiben, heißt es vielerorts an den Schulen. "Der Spareffekt ist ja ohnehin nicht groß", meint Elternvertreter Lochte.      aw
 NP, 14.03.2003   Schulstrukturreform:   Stadtelternrat sieht Eltern entmündigt mehr...
 HAZ, 12.03.2003   Schulstrukturreform:   „Elternwille spielt künftig keine Rolle mehr" mehr ...
 NP, 12.03.2003   Schulstrukturreform:  Ende der OS sorgt für Unsicherheit  mehr ...

Gundlach: Kostenargument - zerplatzt wie eine Seifenblase
HAZ, 03.06.2003  Schulanbau wird doppelt so teuer  Erweiterung der Astrid-Lindgrenz-Schule soll 830 000 Euro kosten / Eltern verärgert     Schock im Schulausschuss: Der Anbau an die Astrid-Lindgrenz-Sonderschule kostet 830 000 Euro statt laut Drucksache "grob geschätzter" 400 000  Euro. "Wir fühlen uns veralbert. Jeder Privatmann, der so kalkuliert, läge längst am Boden", kritisiert Barbara Frank, schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion. In den Erweiterungsbau sollen Klassen aus der überfüllten Friedrich-Ebert-Grundschule ziehen.       Eltern und CDU-Politiker ärgern sich besonders, weil sie vergangenes Jahr im Ausschuss mehrheitlich für eine neue Grundschule in Modulbauweise auf dem ungenutzten Festplatz an der Woermannstraße gestimmt hatten. Im Rat war diese Entscheidung mit dem Hinweis auf höhere Kosten gekippt worden. "Das Kostenargument ist zerplatzt wie eine Seifenblase", sagt Elternvertreter Rainer Gundlach. Der Neubau hätte nach einem Angebot, das die Eltern eingeholt hatten, 873 000 Euro gekostet. Die Verwaltung geht aber von 2,1 Millionen Euro Kosten aus. "In dem Angebot waren keine Kosten für Genehmigungen, Erschließung, Schulhof und Grünflächen enthalten", sagt Schulamtsleiterin Petra Martinsen.        "Ich bin es leid, wieder mal in die Situationzu kommen, in der wir nur noch zustimmen können, damit es für die Kinder keine weitere Verzögerung gibt", kritisiert Gundlach. Das Ganze sei ein Skandal.      Eigentlich sollten für die Grundschule neben einem eigenen Anbau an die Sonderschule auch mehr Klassenräume des bereits bestehenden Gebäudes genutzt werden. Dieser Umbau wäre laut Verwaltung aber sehr aufwendig und teuer geworden. Deshalb muss der Anbau für die Grundschule nun größer werden. Außerdem braucht die Friedrich-Ebert-Schule mehr Gruppenräume als geplant. Ein Behinderten-WC war nicht vorgesehen, die Erschließungskosten waren zu niedrig angesetzt. Außerdem ist in der Kalkulation auch ein Sanierungsprogramm an der Sonderschule enthalten, dass nun zu Ende geführt werden soll. "Wir hatten eigentlich gedacht, dass das Programm schon abgeschlossen ist", betonte ein Mitarbeiter der Verwaltung.        "Wenn der Standort besonders hohe Erschließungskosten verursacht, hätte das auch in einer Grobschätzung enthalten sein müssen", kritisierte Gundlach. Der Schulausschuss stimmte schließlich mehrheitlich dem Anbau zu. "Wir können die Kinder ja nicht ins Schulamt oder den Gebäudwirtschaftsbetrieb zum Unterricht schicken", sagte Frank.    bil
NP, 02.06.2003  Teurer Anbau: Astrid-Lindgren-Schule wird erweitert  Das Ringen dauerte ein knappes Jahr, aber jetzt steht es fest: Die Astrid-Lindgren-Schule erhält einen Anbau.    Dort ziehen Schüler der Friedrich-Ebert-Grundschule ein. Die Abstimmung im Schulausschuss endete einstimmig. Aber nicht ohne einen Eklat.     Grund ist der Preisschock: Der Anbau soll nämlich 830 000 Euro kosten – 430 000 mehr als ursprünglich geschätzt. Zu viel für die Unionspolitiker im Ausschuss.     Die hatten sich nämlich auf die Seite vieler Eltern gestellt, die sich eine andere Variante gewünscht hatten: einen Neubau in der Badenstedter Wöhrmannstraße. Schnell und billig dank mobiler Modulbauweise.  Aber die Verwaltung hatte die Fertighäuser abgelehnt: mit zwei Millionen Euro zu teuer, zu unpraktisch, zu schlechte Qualität. Dass eine Elterninitiative einen Bauherren fand, der den Neubau für 800 000 Euro an den gewünschten Ort stellen wollte, stieß im Rathaus auf taube Ohren.       Für so wenig Geld kaum in Qualitätsarbeit realisierbar“, sagte Schuldezernent Harald Böhlmann.     Ausschuss-Mitglied Rainer Gundlach  (CDU) beschimpfte den Stadtrat: „Ihr schmettert die Idee der Eltern als zu teuer ab, aber eure Variante ist nicht billiger. Euer Kostenargument zerplatzt wie eine Seifenblase, das ist ein echter Skandal.“    Böhlmann blieb gelassen. „Die Baumaßnahmen waren umfangreicher als geplant“, kontert der Stadtrat. Außerdem stehe er den Fertighäusern eher skeptisch gegenüber.    Erschwerend kommt hinzu, dass man in der Verwaltung hinter vorgehaltener Hand munkelt, die Eltern lehnten einen Anbau auf dem Gelände der Astrid-Lindgren-Schule nur deshalb ab, weil diese eine Sonderschule ist.   Warum der Ausschuss trotzdem zustimmte, begründet Kritiker Gundlach wie folgt: „Die Schüler müssen endlich in ihre neuen Räume. Ein Veto hätte das nur verzögert.“    HANNOVER, VON MARKUS SCHMIDT
Richtigstellung der Homepage-Redaktion: Rainer Gundlach ist Elternvertreter im Schulausschuss, nicht CDU-Mitglied.
Holst, Eichholz: Informationen fehlen
HAZ, 27.03.2003  Ganztag / Schulausschuss/ Freiherr-vom-Stein-Schule:Eltern streiten mit Stadt Die neuen Ganztagsschulen haben gestern am Rande des Schulausschusses heftigen Streit verursacht.   Der Ausschuss stimmte zwar fast einmütig – mit zwei Gegenstimmen der Lehrervertreter – dafür, das Schulzentrum Bemerode dem Kultusministerium  vorzuschlagen. Doch Eltern und Lehrer kritisierten mangelhafte Informationen im Vorfeld. „Was ist das für eine Entscheidung, wenn wir nur noch ja sagen können?“, fragte Elternvertreter Ferdinand Holst.          Im Dezember habe das Schulamt interessierten Schulleitern gesagt, die Stadt wolle erst für 2004 Vorschläge machen, betonte Renate Frauendorf, Lehrervertreterin im Ausschuss. Manche hätten sich darauf verlassen. „Die Albert-Schweitzer-Schule und die Egestorffschule haben immerhin ein Okay des Ministeriums für ihr pädagogische Konzept bekommen. Die Verwaltung hat aber nur den Antrag für Bemerode vorbereitet.“ Wie berichtet, kann die Stadt dem  Ministerium bis 2006 drei Schulen vorschlagen. Zwölf haben Interesse gezeigt.          Schuldezernent Harald Böhlmann verwies allerdings darauf, dass die Antragsfrist ursprünglich schon im September abgelaufen war und zweimal verlängert wurde. „Bemerode hatte sich sehr früh selbst beim Ministerium beworben.“ Für das Schulzentrum spreche die hohe Schülerzahl und ein hoher Anteil von Spätaussiedlern und Ausländern. Außerdem sei eine Kantine bereits  vorhanden, deshalb entstehen der Stadt keine Baukosten.            Zahlreiche verärgerte Eltern haben sich bei den Fraktionen beschwert. „Wenn die Stadt nun doch Bewerber für 2003 unterstützt, muss das Schulamt das rechtzeitig weitergeben“, sagte Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. Die Beteiligten hätten einen unterschiedlichen Informationsstand gehabt, kritisierte Schulausschussvorsitzende Eleni Mourmouri. Der Ausschuss will das bei den  zwei Empfehlungen für Ganztagsschulen vermeiden, die 2004 starten.    bil     Veröffentlicht 26.03.2003 20:11 UHR
Gundlach, Holst: Wartung der Computer an Schulen
SCHULAUSSCHUSS:   Computer an Schulen   / Schulausschuss Antrag der Elternvertreter zur Wartung der Computer in Schulen
Die Verwaltung wird aufgefordert, mitzuteilen, ob sie willens und bereit ist, die in der Pressemitteilung Nr.87/2002 vom 28.08.2002 des Nds. Kultusministeriums als von den Schulträgern erwartet bezeichneten Leistungen zu erbringen, ferner, welche Verbesserungen nach Einschätzung der Verwaltung bei der Betreuung von Computern in Schulen dadurch eintreten werden und schließlich, welche Maßnahmen sie überhaupt zur Verbesserung dieser Betreuung vornehmen wird.
Begründung:
Nach der bezeichneten Pressemitteilung ist in dem am 28.08.02 verabschiedeten Gesetz zur Änderung des Kommunalen Finanzausgleichs vorgesehen, dass das Land den Schulträgern für Wartung und Pflege der Computersysteme und -netzwerke in den Schulen im 2. Halbjahr 2002   2 Mio. und in jedem Folgejahr 5 Mio. Euro zahlt. Von den Schulträgern wird ein mindestens gleich hoher Betrag erwartet, ferner, dass die Schulträger die Systembetreuung in Abstimmung mit den Schulen organisiert.
Die Wartung und Pflege der Computersysteme und -netzwerke in den Schulen der Landeshauptstadt Hannover ist in vielerlei Hinsicht mangelhaft (Einzelheiten werden mündlich aufgeführt). Sie bedarf deshalb nachhaltig der Verbesserung. Die Beteiligung der Landeshauptstadt Hannover in dem oben genannten Umfang erscheint deshalb unabdingbar. 
Dr. Rainer Gundlach      Ferdinand Holst