| STADTELTERNRAT IN DER PRESSE | ||||||||||||
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| >> Untersuchung des Stadtelternrates Hannover zur Unterrichtsversorgung / 23.06.2006 (pdf 45 kb) |
| HAZ, 08.02.2008 | Dicht gedrängt zum Abitur |
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Von Bärbel Hilbig Hannoversche Allgemeine Zeitung |
| HAZ, 06.02.2008 | Pädagogisch nicht überdacht |
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Von Juliane Kaune |
| Garnet Eichholz, Vorsitzende des Stadtelternrats, sieht darin allerdings ein Kurzschlussverfahren. Sie findet es richtig, alle Fächer auf den Prüfstand zu heben und auch die Lehrpläne zu aktualisieren. Doch die Stundenzahl dürfe dann nicht automatisch abnehmen: Für das Abitur nach Klasse zwölf muss der Unterrichtsstoff vertieft vermittelt werden heute wird er aber einfach durchgezogen. Wichtig sei dagegen ein fundiertes Ganztagskonzept mit einer ausreichenden Zahl qualifizierter Lehrkräfte. Die neu genehmigten Ganztagsschulen seien Mogelpackungen. Dass Ministerpräsident Christian Wulff jetzt öffentlich kleinere Klassen fordert, verblüfft Eichholz: Die Klassen sind derzeit doch so groß, weil das Land nicht genug Lehrer eingestellt hat. |
| Auch Wilhelm Bredthauer, Leiter der Goetheschule, plädiert für Ganztagsgymnasien. Ich stehe hundertprozentig hinter der Entscheidung, die Schulzeit um ein Jahr zu verkürzen, betont er. Es seien nicht alle Fächer bis zum Abi erforderlich. Die von den Politikern ins Spiel gebrachte Entrümpelung der Lehrpläne dürfe jedoch nicht die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen betreffen.Vermeintlich neue Lehrformen wie den von Wulff zitierten Projektunterricht hält Bredthauer für einen alten Hut: Das machen die Schulen seit 30 Jahren. |
| NP, 05.02.2008 | Elternrat: Neues Abitur führt zu Überlastungen |
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HANNOVER. Laut Cordula Dietrich vom Stadtelternrat stehen die
Neuntklässler nur deshalb unter Druck, weil das Kultursministerium
seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. |
| HAZ, 24.01.2008 | Linke weist Kritik zurück |
| Stadtelternrat verärgert |
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Von Bärbel Hilbig |
| HAZ, 23.01.2008 | Ärger um Wahlwerbung |
| Elternvorsitzende taucht in Zeitung der Partei Die Linke auf ohne davon gewusst zu haben |
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Die Vorsitzende des Stadtelternrats Hannover Garnet Eichholz ist
verärgert über eine Wahlwerbung der Partei Die Linke. Im
Vorfeld der Landtagswahl haben Parteimitglieder auf etlichen Wochenmärkten
eine Zeitung ihrer Rats- und Regionsfraktion verteilt. Dort ist
ein Foto von Eichholz abgedruckt, neben einem Bericht über eine
Diskussion zur Schulpolitik. An der Veranstaltung hat Eichholz auf
Einladung von Die Linke tatsächlich teilgenommen, ebenso Irmela
Weinhardt, Lehrervertreterin im Schulausschuss der Stadt allerdings
bereits im vergangenen Sommer. Ich informiere alle Parteien,
die das wünschen, über die Positionen des Stadtelternrats.
Wir hätten aber niemals vermutet, dass wir damit in den Wahlkampf
geraten, sagt Eichholz. |
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HAZ, 28.09.2007 |
"Budget fürs Putzen ist zu gering" - Mehr auf dieser Seite |
| HAZ, 28.09.2007 "Budget fürs Putzen ist zu gering" Interview mit der Vorsitzenden des Stadtelternrates Garnet Eichholz >> Reinigung |
| HAZ, 28.09.2007 Das stinkende Örtchen Veraltete Toilettenanlagen und Vandalismus der Schüler gehen oft Hand in Hand ...>> Reinigung |
| HAZ, 28.09.2007 Einmal am Tag reicht Hannovers Kultur- und Schuldezernent Harald Böhlmann (SPD) sieht keinen Grund, Schulen der Stadt in Zukunft öfter zu reinigen ... >> Reinigung |
| HAZ, 28.09.2007 Eintrittsgeld für mehr Service Manche Schulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erheben seit einigen Jahren im Gegensatz zur Integrierten Gesamtschule (IGS) List bereits bei jedem einzelnen Toilettenbesuch eine Gebühr ... >> Reinigung |
| HAZ, 31.08.2007 | Schulen lehnen Unterricht am Sonnabend ab |
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Vorstoß des Kultusministers läuft ins Leere / Nur Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hält daran fest |
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Von Bärbel Hilbig und Julia Pennigsdorf |
| NP, 15.08.2007 | Die Zahl hat nicht den geringsten Aussagewert |
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Ist das bundesweite Abi-Ranking ein Qualitätsmaßstab?
Die NP fragte Richard Lochte, Vertreter des Stadtelternrats im Schulausschuss
der Stadt Hannover. |
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HAZ, 17.07.2007 |
19 von 106 fallen durch |
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Probleme beim Abitur |
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An der Wilhelm-Raabe-Schule sind dieses Jahr 19 von 106 Schülern
durch das Abitur gefallen. Manche Eltern gehen nun davon aus,
bei diesem Abitur sei etwas grundsätzlich schief gelaufen. Das
kann doch nicht nur an den Schülern liegen, meint eine
Mutter. Auch Richard Lochte vom Stadtelternrat erscheint die Zahl
der Durchfaller sehr hoch. Wir hören oft, dass zwei
bis drei oder, in Ausnahmefällen, auch mal fünf Schüler
es nicht schaffen. Nach den HAZ-Umfragen der vergangenen Jahre
kommt es vereinzelt vor, dass rund zehn von hundert Schülern
durchfallen. |
| NP, 13.07.2007 | Winterferien: Absurde Idee der Politik |
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Schulleiter kritisieren Vorschlag aus Wirtschaftsministerium / Kontinuität wichtiger |
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Wirtschaftsminister Hirches Winterferien-Idee stößt
in Hannovers Schulen auf Kritik. |
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NP, 21.12.2006 |
Ganztagsschulen bekommen mehr Lehrerstunden |
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Eltern: Für große Sprünge reicht es nicht - Weihnachtsgeschenke von Bernd Busemann. Der Kultusminister verteilte gestern Lehrerstunden für Ganztagsschulen. |
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VON NORA LYSK UND HEIKO RANDERMANN |
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HAZ, 21.12.2006 |
Kommunale Firmen kämpfen um Schulsanierung |
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Streit um 40 Millionen Euro schwere Renovierungsaufträge / Handwerk reklamiert Löwenanteil für sich / Land behält sich Genehmigung vor |
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Von Gunnar Menkens ... Rund 40 Millionen Euro stehen zur Verteilung, wenn die Stadt 2007 Sanierungs- und Bauaufträge für zehn Schulen und Sporthallen vergibt. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung der GBH stoppten Politiker Pläne von Geschäftsführer Dieter Cordes, sich bei der Stadt um den Neubau der Grundschule In der Steinbreite zu bemühen. .... In der Ratspolitik ist die Frage des Engagements von kommunalen Unternehmen umstritten. Der SPD-Parteivorstand hat sich grundsätzlich für deren Bewerbungen bei Sanierungsaufträgen ausgesprochen ... Welche Art der Schulsanierung das Land genehmigt, ist völlig offen. Jedes einzelne der zehn Projekte muss genehmigt werden. . ... Der OB sieht keine Gefahr für sein im Wahlkampf erklärtes Ziel, Hannovers Wirtschaft zu fördern: Die kommunalen Betriebe würden ihrerseits Aufträge an Mittelständler vergeben. Zudem soll laut Weil nur ein kleiner Teil des Sanierungspaketes bei öffentlichen Unternehmen landen. Einige Haupt- und Realschulen werden überhaupt nicht mehr saniert diejenigen, die wegen Schülermangels demnächst geschlossen werden. >> mehr / Schulsanierung |
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NP, 05.12.2006 |
Stadtelternrat lobt Schüler-Protest |
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Reaktion auf offenen Brief: Ministerium will Aushilfs-Chemielehrer einteilen |
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| VON STEFAN ALTMEYER |
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| OFFENER BRIEF: Schüler Marc Schultze fordert mehr Unterricht. Foto: Schaarschmidt |
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GYMNASIUM AKTUELL JULI 2006: Argumente mit Klassenkampfcharakter |
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Bezeichnend war, mit welchen Argumenten die Elternverbände ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Es fehlten weder Unterstellungen noch Polemik: Man wolle sich nicht länger dazu missbrauchen lassen, bei Schulveranstaltungen nur Kuchen zu backen und so weiter und so weiter. Die Organisation Schule solle, so bezeichnenderweise in einer Verlautbarung des "Stadtelternrates Hannover", aus unterschiedlichen Blickwinkeln" betrachtet werden, und dies solle zur Qualitätssteigerung des Unterrichts führen. Entschieden jedoch weiterhin nur "betriebsinterne (-blinde) Personen", gemeint sind die in Schule beschäftigten Lehrkräfte und die aus dem Schuldienst kommenden Inspektoren, würde man auch in 30 Jahren noch auf Veränderungen und Verbesserungen warten. Nun kann man derartig geschmacklos argumentieren. Dass aber Kultusminister Busemann und die Landtagsfraktionen von CDU und FDP dann auch noch den aus einer derartigen Argumentation abgeleiteten Forderungen entgegenkommen und sie sich damit zu eigen machen, das ist u. E. das eigentliche ?skandalöse? Politikum in dieser Angelegenheit. >> der ganze Artikel aus der Zeitschrift des Philologenverbandes |
| HAZ, 30.09.2006 | Eltern wollen Protest gegen Lehrermangel |
| Eltern aus verschiedenen Gymnasien, an
denen Unterricht ausfällt, wollen jetzt gemeinsam dagegen protestieren.
Es nützt wenig, wenn jeder nur für die eigene Schule
kämpft, sagt Peter Müsse vom Elternrat des Gymnasiums
Burgdorf. An der Schule seines Kindes sei die Unterrichtsversorgung
weit von hundert Prozent entfernt. Der Vater will ein Treffen mit Eltern
aus Schulen in den Nachbarkommunen initiieren. Am Gymnasium Großburgwedel fand bereits eine Elternversammlung in aufgeheizter Stimmung statt, wie die Elternsprecherin Brigitte Pirwitz am Freitag berichtete. Auch dort wurde beschlossen, Kontakt zu Eltern anderer Schulen zu suchen. Wir wollen uns auch an den Landeselternrat wenden, denn das ist ein überregionales Problem, erklärt Pirwitz. Elternsprecher Reinhard Foremny berichtet, an der Albert-Einstein-Schule (KGS) in Laatzen laufe ein Notprogramm mit Überstunden, bis im November zwei neue Lehrer anfangen. Dann liege die Schule bei 98,5 Prozent rechnerischer Unterrichtsversorgung. Aber um Krankheiten aufzufangen, wären 105 Prozent notwendig. Richard Lochte vom Stadtelternrat Hannover vertritt eine ähnliche Position. Uns Eltern machen die zentralen Prüfungen auf Basis bundesweiter Standards Sorge. Wie sollen die Kinder das schaffen, wenn sie nicht genug Unterricht bekommen? Unterdessen hat Heinrich Aller, Landtagsabgeordneter und Chef des SPD-Unterbezirks Hannover, angekündigt, dass er in Kürze drei der betroffenen Gymnasien in seinem Wahlkreis besuchen will. bil |
| HAZ, 24.06.2006 | Unterricht fällt zu häufig aus | >> Unterrichtsversorgung 2006 |
| Umfrage des Stadtelternrates |
| Von Bärbel Hilbig Für die Sechstklässler an Realschulen fiel im vergangenen Herbst rund 18 Prozent des Unterrichts aus. Das geht aus einer Umfrage des Stadtelternrats Hannover hervor. "Wir waren über die Zahlen, besonders an den Realschulen, wirklich erschrocken", sagt Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. In den anderen Jahrgängen der Realschulen pendelte der erteilte Unterricht meist um den Wert von 90 Prozent. Das Gremium hatte alle Eltern aufgefordert, im November zwei Wochen darüber Buch zu führen, wie viel Unterricht ihre Kinder tatsächlich bekommen. Der Stadtelternrat habe die Angaben für alle Jahrgänge und Schulformen ausgewertet, in denen jeweils mehr als 50 Prozent der Klassen antworteten. An den Gesamtschulen schwankten die Ausfälle durch Krankheiten, Projekte und Klassenfahrten zwischen neun Prozent im achten und vier Prozent im sechsten Jahrgang. An den Gymnasien schnitten die Profilklassen im zehnten Jahrgang mit 82 Prozent Unterricht und die Klassen ohne Profil in bestimmten Fächern im neunten Jahrgang mit 88 Prozent besonders schlecht ab. Bei den Achtklässlern wurden nur knapp 90 Prozent der Stunden erteilt. Zu Hauptschulen und Grundschulen gab es nicht genügend Angaben. "Wenn man 100 Prozent Unterricht haben will, muss man 106 Prozent Lehrer bereit stellen", sagt Eichholz. |
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Mo, 03.07.2006, 19:30 Uhr, Üstra-Remise, Goethestr. 4 |
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"Zukunft der Bildung - Zukunft der Stadt ? |
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Bildungsverein in Zusammenarbeit mit dem Stadtelternrat
Hannover
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Schule und Weiterbildung nach der Kommunalwahl - Der Stadtelternrat Hannover und der Bildungsverein Hannover veranstalten anlässlich der Kommunalwahl 2006 eine gemeinsame öffentliche Diskussionsveranstaltung mit den drei Bürgermeisterkandidaten/innen:Dirk Toepffer (CDU), Ingrid Wagemann (Bündnis ´90/Die Grünen), Stephan Weil (SPD) zum Thema Bildung. Die Diskussion wird von Richard Lochte (Vorsitzender des Stadtelternrates) und Dr. Udo Husmann (Pädagogische Leitung des Bildungsvereins) moderiert. >> mehr |
| HAZ, 27.11.2005 Bleiben Schulen abends dicht? Hausmeister dürfen ab Januar nur noch maximal 48 Wochenstunden arbeiten / Weniger Bereitschaftszeit ... „Wenn die Stadt das nicht schnell klärt, gibt es Riesenprobleme“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat. Bisher sorgten die Hausmeister dafür, dass Schulvorführungen, Elterntreffen oder Veranstaltungen von Vereinen für Schüler nachmittags und abends stattfinden können. „Die Hausmeister kümmern sich nachts, wenn die komplizierte Haustechnik ausfällt. Und sie gewährleisten, dass Räume und Schulhöfe, die zum Spielen offen stehen, am nächsten Morgen wieder in Ordnung sind.“ „Für mich bedeuten die neuen geregelten Arbeitszeiten ein gewaltiges Stück Lebensqualität“, sagt Angelika Kunkelmoor, Hausmeisterin am Schulzentrum Bemerode. ... 17.11.2005 Brief des Stadtelternrates Hannover (als pdf 14 KB): |
![]() NP 21.11.05 Jede
Fehlstunde zählt Eltern
führen Protokoll über den Unterrichtsausfall – vor allem in
Zeiten des Fitnesstests.
...
Für zusätzlichen Ärger sorgt dazu der Fitnesstest: „Eine
Shownummer,
für die zusätzlicher Unterricht ausfällt“,
ärgert
sich Charly Braun,
Elternratsvorsitzender der IGS Linden. „Das ist der größte
Skandal am
Fitnesstest“, meint auch Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte.Schaumburger Nachrichten 18.11.05 "Geschmäckle" bei der "Fitness- Landkarte"? Landtagsabgeordneter und Busemann-Parteifreund ist Chef des Bonner Institutes / Eltern rügen die fehlende Ausschreibung Der landesweite Schüler-Fitness-Test des Kultusministeriums bleibt weiter in der Kritik. sind Eltern sind empört darüber, dass die mit Sponsorengeld finanzierte 240 000 Euro-Studie nicht ausgeschrieben wurde. Aus Sicht der SPD bekommt das Ganze nun auch noch "Geschmäckle". Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Kuno Winn, somit Parteifreund von Kultusminister Bernd Busemann, ist Vorstandsvorsitzender des auftragnehmenden Bonner Institutes (WIAD). |
NP,
18.11.2005 Wie gläsern sind unsere
Schüler ? Im Streit um den Fitnesstest drohen Klagen. „Es ist nicht auszuschließen, dass
beispielsweise
Krankenkassen daran ein Interesse haben .., Regionen zu
vergleichen“NP, 16.11.2005 Elternrat fragt Test-Sponsoren ab Der Stadtelternrat kämpft weiter gegen den Fitnesstest – er sieht schützenswerte und persönliche Daten der Kinder in Gefahr. NP, 17.11.2005 Fitness-Daten sind sicher … versichert Kultusminister nach NP-Bericht - Kultusminister Bernd Busemann versichert den Datenschutz beim Schüler-Fitnesstest. Die Eltern bleiben aber skeptisch. ... NP, 17.11.2005 So sähe der Kenncode für Elsa aus der 3. Klasse der Friesenschule aus: Friesenschule Hauptschule 3 E 03 04 1996 NP, 17.11.2005 „Wie Bewegungsabläufe sind, wusste man auch früher“ Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: „Es werden Steuergelder verpulvert, das steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Was man mit dem Testergebnis anfangen will, dazu wird nichts gesagt. HAZ, 17.11.2005 Eltern misstrauen dem Fitnesstest Der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Burckhard Nedden, ... kritisierte indirekt das Kultusministerium. „Das Problem war hier, dass durch unzureichende Information Unsicherheiten bei Eltern und Lehrern entstanden sind“, sagte er. Man hätte von Anfang an „offensiv und transparent“ sagen müssen, was mit den Daten geschieht. FOTO: UMSTRITTEN - Der Fitnesstest, hier an der IGS Roderbruch. Foto: Decker |
NP,
12.11.2005 Stirbt
die Hauptschule jetzt aus? Selektierung zu
früh“.. Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen hätte sich bereits bewährt. Eine Alternative, die nicht nur der Stadt als Lösung vorschwebt. Auch Richard Lochte, Stadtelternratsvorsitzender, bevorzugt dieses Konzept. „Uns schwebt schon seit Jahren die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen vor“, sagt Lochte. „Ein integrierendes Konzept, das endlich auch die frühe Selektion nach der vierten Klasse abschafft“, so Lochte. FOTO: IM GANZ KLEINEN KREIS - Die Hauptschule Isernhagen startete dieses Schuljahr mit nur fünf Schülern in der fünften Klasse. NP, 01.11.2005 Hannover wählt Hauptschule ab. Die Eltern in Hannover haben die Hauptschule abgewählt: Nur noch 8,9 Prozent der Grundschüler wechselten in diesem Jahr auf diese Schulform. 2004 waren es noch 11,1 Prozent. Auch landesweit sanken die Anmeldezahlen mit 16,5 Prozent (Vorjahr: 17,7) auf einen historischen Tiefstand. Gewinner ist das Gymnasium mit 47,1 Prozent in Hannover und landesweit 41,9 Prozent. Die Hauptschule habe als eigenständige Schulform keine Chance mehr, erklärten SPD und Grüne. Sie forderten gestern Kooperationen mit den Realschulen. Kultusminister Bernd Busemann (CDU) plädierte dagegen dafür, seiner „neuen Hauptschule mit Betriebs- und Praxistagen“ mehr Zeit zu geben, um sich „im Bewusstsein der Eltern als die berufsorientierende Schulform zu verankern“. -> Hauptschule -> Hauptschule in Hannover HAZ, 12.11.2005 "Kein moderner Sport" ... Moderner Sportunterricht zeige Kindern Bewegungsmöglichkeiten wie Tanz oder Akrobatik, die sie zu Sport in der Freizeit motivieren. ...Da, wo die Schüler sich gegenseitig beim Messen und Ausfüllen helfen, scheint es häufig zu Schummeleien zu kommen. ... Der Stadtelternrat Hannover befürchtet, dass der Datenschutz beim Test nicht gewährleistet ist. ... -> Fitness-Test |
HAZ,
13.10.2005 "Unterrichtsversorgung
wird schöngerechnet Die Gymnasien im Umland Hannovers schneiden
bei der Unterrichtsversorgung besonders schlecht ab.
Sie liegen – nach der gestern veröffentlichten offiziellen
Statistik
des Kultusministeriums – im Schnitt bei 96,8 Prozent.
,,, Richard Lochte
vom Stadtelternrat Hannover kritisiert die offizielle Statistik als
Zahlenspielerei. „Das ist die übliche Schönrechnerei,
fast alle Schulen leiden unter Fachlehrermangel.“ ... Stadtelternratsvorsitzender
Lochte bezweifelt, dass sich die Situation durch die gestern vom
Kultusministerium für Februar angekündigten 300
zusätzlichen Stellen
wesentlich verbessert. „Dafür müssen erst geeignete
Bewerber für
die Mangelfächer gefunden werden. Aber bereits jetzt bleiben diese
Stellen unbesetzt, weil der Nachwuchs fehlt.“ Lochte befürchtet in
Zukunft noch mehr Probleme. „Wir sollen Schüler für ein
Physikstudium
begeistert werden, wenn sie das Fach gar nicht mehr haben?“ lNP, 13.10.2005 Stadtelternrat und Schulleiter in Hannover sehen "Rechentricks" VON NORA LYSK HANNOVER. „Realitätsfremd“ – so nennt der Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte die Versprechen von Kultusminister Bernd Busemann. 700 Neueinstellungen plus 300 neue Lehrer für so genannte Mangelfächer sollen im nächsten Schulhalbjahr 100 Prozent Unterrichtsversorgung garantieren. Reine Zahlenspiele, die bei den Eltern weiterhin für Skepsis sorgen würden, sagt Lochte: „Ich rechne damit, dass wieder getrickst wird.“ Schon in diesem Jahr hätten die Eltern auf Neueinstellungen gewartet. „Um Personalkosten zu sparen, hat Busemann den Termin für die Stellenbesetzungen bis zum ersten November vor sich her geschoben“, kritisiert er und erwartet Ähnliches für das nächste Schulhalbjahr. |
NP,
04.10.2005 Zwist
um Werte & Normen
Werteerziehung gehört dringend in die Klassenzimmer – darin sind
sich
Pädagogen und Eltern einig. Doch wie soll der Unterricht aussehen?
Kann
man Werte überhaupt unterrichten? Erfüllt der konfessionelle
Religionsunterricht diesen Zweck oder das Ersatzfach Werte und Normen?
Oder sollte es ein allgemeines Wertefach für alle Schüler
geben? Die
Diskussion an den Schulen ist in vollem Gang.NP, 04.10.2005 Wieviel Religion muss sein ? Verschiedene Perspektiven gibt es auch bei vielen Eltern. „Dass Wertevermittlung wichtig ist, darin besteht Einigkeit, aber der Weg dorthin ist strittig“, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. Viele hielten am Religionsunterricht fest, viele sprächen sich auch für ein Ethikfach aus, in dem Glaubens- und Wertesysteme gleichberechtigt behandelt werden. „Die Elternschaft ist gespalten“, so Lochte. |
NP,
01.10.2005 Mobbing
an der Grundschule ... Die Grundschule ist längst nicht mehr der beschützte Raum, so der Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte: „Schulen schweigen das gerne tot.“ Problem: Viele Kinder vertrauen sich aus Scham viel zu spät ihren Eltern an. ... NP, 01.10.2005 Mädchen vom ersten Schultag an attackiert .... Mobbing unter Grundschülern, Angst vor der Schule: Lehrer und Eltern wissen von dem, was die Kinder aus Angst oft „gar nicht erzählen“, sagt der Vorsitzende des Stadtelternrates, Richard Lochte. „Die Qualität ist längst eine andere geworden“, sagt er. Das, was früher als Hänselei abgetan wurde, bekomme ganz andere Dimensionen. NP, 01.10.2005 Angstzustände können auftreten Die NP sprach mit Alisa Bach, Chefin des Fachbereichs Jugend bei der Region Hannover, über die Problematik. |
| NEUE
PRESSE, 09.03.2005: „Zappelsyndrom"
sollte Teil der Lehrerausbildung sein HANNOVER. „Bei ADHS ist das
Schwierigste
die Diagnose, nicht die Therapie“, sagt Richard Lochte, Vorsitzender
des
Schulelternrates. „Lehrern fehlt oft das nötige Wissen“,
kritisiert
er. „Zum einen werden oft kranke Kinder abgestempelt und in eine
Förderschule
gesteckt, zum anderen aber aufgeweckte Kinder zum Arzt geschickt und
mit
Ritalin voll gepumpt.“ Die Lehrer müssten sich bereits
in
der Ausbildung mit dem Zappelsyndrom beschäftigen, fordert Lochte.
Schon
in den Grundschulen, denn auch bei den Kleinen sei die Unruhe wegen des
Leistungsdrucks
größer geworden. mehr
... |
| „Druck
nimmt bis zur 4. Klasse ständig zu“
Der Druck auf die Kinder wächst – sagt Michael Berek, Arzt
für
Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hannover. Die Kinder der modernen
Gesellschaft
– nur noch Fälle für die Couch? Die Zahl der Kinder, die
mit
Aufmerksamkeitsstörungen in die Praxen kommen, hat sich in den
letzten
fünf Jahren etwa vervierfacht. Das liegt nicht zuletzt an den
Lernbedingungen
in den Schulen. mehr
.... |
| NEUE PRESSE
16.02.2005 Die Last
des Lernens Ranzen oft zu schwer.
Experten
warnen vor Schäden. VON KATRIN SCHREITER
HANNOVER.
Bücher, Hefte, Stifte, Mappen und Etui ... vor allem die Kleinen
schleppen
schwer an ihrem Gepäck. Dabei sollte eine Schultasche mit Inhalt
höchstens
ein Zehntel des Körpergewichts wiegen, empfehlen Experten. Nach
Angaben des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover (GUV)
trägt
fast jeder Grundschüler eine deutlich zu schwere Schultasche
auf
dem Rücken. Mit gravierenden Folgen vor allem für Kinder
im
Alter von sechs bis zehn Jahren. Denn der Ranzen drückt auf die
Wirbelsäule
und kann so zu Haltungsschäden führen. Der GUV
empfiehlt,
schon beim Kauf einer Schultasche auf das Gewicht zu achten. Für
Grundschüler
reicht meistens ein kleiner, leichter Ranzen völlig aus
nicht
schwerer als 1,2 Kilogramm. In großen Taschen landen dagegen automatisch mehr Hefte, Bücher, Mappen. Jens Kubicki vom Stadtelternrat, Arbeitskreis Grundschule, kennt die Diskussion um die voll gepackte Schultasche: "Das ist nicht neu und schon so oft festgestellt worden. Mittlerweile dürfte das Problem auch bei den meisten Eltern bekannt sein." Kubicki empfiehlt den Eltern einen gemeinschaftlichen, wöchentlichen "Ranzen-Check" mit ihrem Kind: Was steckt alles in der Schultasche? Ist es möglich, Wälzer wie Atlanten oder Lexika im Klassenzimmer zu lassen? Muss wirklich jedes Buch mitgenommen werden? "Nicht immer werden alle Fächer an einem Tag unterrichtet", so Kubicki. Doch das schwerwiegende Problem betrifft nicht nur die Grundschüler. Besonders die Fünft- und Sechstklässler tragen oft erdrückend viele Arbeitsmaterialien mit sich herum: "Heft, Block, Mappe, Buch und das oft für jedes Fach", weiß Garnet Eichholz vom Schulelternrat, Arbeitskreis Gymnasium. Ein gewichtiges Hin- und Her: "Denn wegen der Hausaufgaben können die Bücher häufig nicht in der Schule gelassen werden." Ärgerlich sei die mangelnde Absprache der Fachlehrer, so Eichholz: "Warum brauchen die Schüler fünf verschiedene Schreibblöcke? Liniert und kariert, mit und ohne Rand, dazu noch einen weißen Block?" Bei diesem Thema hätten die höheren Jahrgänge mehr Freiheiten, so Eichholz. Auch die Bücher würden immer dünner: "Je älter die Schüler, desto leichter die Tasche." BU: SCHWERE LAST: Jan (12) mit seiner Schultasche. Foto: Decker DIESES IDEALGEWICHT EMPFEHLEN DIE EXPERTEN Körpergewicht = Ranzengewicht 24 bis 28 kg = 2,5 kg. 29 bis 33 kg = 3,0 kg. 34 bis 38 kg = 3,5 kg. 39 bis 43 kg = 4,0 kg 44 bis 48 kg = 4,5 kg. 49 bis 53 kg = 5,0 kg |
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HAZ, 20.04.2004 "Schulen brauchen das Geld" Sanierungsstopp droht / Parteien streiten um Ausweg Fassungslosigkeit hat die Nachricht vom erwarteten Schulsanierungs-Finanzloch bei Politikern und beim Stadtelternrat ausgelöst. „Es gibt im aktuellen Sanierungsprogramm keine Schule, die es nicht dringend nötig hätte“, sagt Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte. mehr ... |
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NP, 15.04.2004 Die Schule beginnt wieder – für manche heute, für andere Montag VON JULIA PENNIGSDORF HANNOVER. Für einige Schüler beginnt heute der Unterricht wieder, andere müssen erst am Montag wieder hin. An manchen Schulen, zum Beispiel an der IGS Roderbruch, der Tellkampfschule und der Haupt- und Realschule Ahlem, darf noch bis Sonntag gefaulenzt werden. Grund dafür sind zwei flexible Ferientage, über die die Schulen selbst entscheiden können. Manche nutzten die Brückentage Anfang Februar für ein verlängertes Wochenende nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse. Für sie enden die Osterferien heute. Andere verzichteten, sie dürfen die zwei Tage nun an die Osterferien anhängen, so dass sie volle drei Wochen freihaben. Die meisten Eltern begrüßen das, denn es erleichtert die Urlaubsplanung. Pauschalreisen sind in der Regel wochenweise buchbar, der Schulanfang mitten in der Woche steht dem entgegen. In den Schulen melden Eltern ihre Kinder deshalb immer häufiger für ein paar Tage ab, um in den Urlaub fahren zu können. Lehrer beobachten den Trend mit Sorge. Der Stadtelternrat plädiert schon lange für einheitliche Regelungen in der Region. „Für Eltern mit Kindern auf verschiedenen Schulen sind Reiseplanungen sonst schwierig“, so der Vorsitzende Richard Lochte. Zu heftigem Streit hatte die unterschiedliche Ferienregelung im Umland geführt. Die Region machte den Schulen, die die Brückentage den Osterferien zuschlagen wollten, einen Strich durch die Rechnung. Argument: Die Schülerbeförderung, die deswegen an den beiden Tagen im Februar stattfinden müsse, verursache Mehrkosten. Auf kürzere Osterferien müssen sich Familien 2005 einrichten. Weil vom 25. bis 29. Mai der Kirchentag in Hannover stattfindet, bekommen Schüler frei. Einer der Tage wird von den Osterferien abgezogen. „Schüler haben einen Anspruch auf Teilnahme am Kirchentag. Außerdem werden die Schulen benötigt, um Kirchentagsbesucher unterzubringen“, so Ministeriumssprecher Georg Weßling. |
| NP,
19.03.2004 Werte
und Normen: „Unsere Schule
steht nicht
im Orient“ Pädagogen
unterstützen Busemanns
Forderung nach Vermittlung hergebrachter Werte. Der Kultusminister
rennt
mit seinem Ruf nach Werten wie Fleiß und Pünktlichkeit
offene Türen
ein. Der Stadtelternrat vermisst konsequentes Handeln. VON
JULIA PENNIGSDORF
HANNOVER. Richard Lochte kann über die von Kultusminister Bernd
Busemann angeschobene Wertedebatte nur lächeln. „Appelle dieser
Art hört man immer öfter. Sie sind sehr populär – nur
bewirken sie in der Regel gar nichts“, sagt der
Stadtelternratsvorsitzende. .... Für
Elternvertreter Lochte ist die Forderung ein Lippenbekenntnis.
„Wann immer Lehrer ihren Pflichten nicht nachkommen, ringen wir mit
den Behörden um Konsequenzen. Aber es passiert fast nie
was.“ mehr ... |
| HAZ,
06.03.2004 Schulen sollen Service
leisten ... Das
Kultusministerium weist die Kritik des Stadtelternrats Hannover an dem
neuen Mietmodell für Schulbücher zurück. „Wir
bezweifeln ganz erheblich, dass
es einfacher wäre, einkommensschwachen Familien Zuschüsse zu
zahlen, wie der Stadtelternrat es vorgeschlagen hat“, sagt
Ministeriumssprecher
Georg Weßling. Dazu müssten Bedürftige definiert und
deren
Einkommen kontrolliert werden. ..... Der fehlende
Bücherbestand für die neuen fünften und sechsten
Jahrgänge sei an Hauptschulen und Realschulen kein Problem.
„Sie können gut aus den Orientierungsstufen versorgt werden.“
Anders sei das bei den Gymnasien, die andere Unterrichtsinhalte
hätten. Die kostenlosen Schulbücher seien
bisher im Schnitt fünf Jahre benutzt worden. „Bei
vernünftiger Behandlung können sie auf jeden Fall sechs bis
sieben Jahre verwendet werden.“ bil mehr ...
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| HAZ,
05.03.2004 Streit um
Schulbücher Eltern und Handel gegen
Mietmodell des Kultusministers ...
Eltern befürchten Unterrichtsausfall: Ein große Gruppe im
Stadtelternrat lehnt das Mietmodell des Kultusministeriums ab. „Die
Arbeitskreise für Grundschulen, Orientierungsstufen und Gymnasien
haben eindeutig dagegen gestimmt“, sagt der
Stadtelternratsvorsitzender, Richard Lochte. Die Arbeitskreise
für die anderen Schulformen beraten noch. „Viele Eltern
befürchten so etwas wie eine Zweiklassengesellschaft: Die
Schüler mit eigenem Buch dürfen den Satz unterstreichen, die
anderen müssen ihn abschreiben.“ Aus pädagogischen
Gründen empfehlen Fachleute eigene Bücher, in denen
Schüler beim Lernen Notizen machen
können.
„Wir sind dagegen, weitere Unterrichtsstunden zu verlieren, weil
Lehrer in dieser Zeit Bücher ausleihen“, sagt Lochte. Gerade an
Grundschulen, die viele neue Aufgaben übernommen hätten,
würde das zu Problemen führen. Die Eltern störe es auch,
dass die Schulen mit den Mieteinnahmen Gewinne erwirtschaften
sollen, die ins Schulbudget einfließen können. „Es wird
sicher Eltern geben, die aus finanziellen Gründen an dem
Mietsystem teilnehmen, wenn die Lehrmittelfreiheit abgeschafft wird.“ Es
sei aber einfacher, einkommensschwachen Familien Zuschüsse
für eigene Schulbücher zu zahlen. mehr ... bil |
| NP,10.02.2004 Auslosung: Unsicherheit über
Schulauswahl Was kommt nach
Losverfahren? Ministerium macht keine
Vorgaben. VON ALEXANDER
DAHL
HANNOVER. Kommt mein Kind im August an die gewünschte Schule? Bei
vielen Eltern herrscht nach Einschätzung des Stadtelternrats
„große
Unsicherheit“, ob der Nachwuchs die ausgewählte Schule auch
besuchen
darf. Der Grund:
Möglicherweise werden etliche Lehranstalten wesentlich mehr
Anmeldungen
registrieren, als sie Schüler aufnehmen können. „Es
wäre daher gut, wenn baldmöglichst die Kriterien bekannt
gegeben werden, nach denen die Schüler ausgewählt werden.
Zurzeit ist
da alles in der Schwebe“, erklärt Richard Lochte, Vorsitzender
des
Stadtelternrats.
Im Sommer werden erstmals alle Kinder von Klasse vier in Haupt- und
Realschulen oder Gymnasien wechseln. Weil die Orientierungsstufe
aufgelöst wird, trifft das die Fünft- und Sechstklässler
ebenso. Die weiterführenden Schulen müssen also im August
drei Jahrgänge auf einmal aufnehmen. Lochte plädiert
dafür, dass Geschwister grundsätzlich dieselbe
Schule besuchen dürfen. Ebenso sei denkbar, dass Schüler, die
im Umkreis von 500 Metern um eine Schule herum wohnen, bevorzugt
werden. Das
Kultusministerium wird keine Vorgaben machen. Jeder Schulleiter
könne in Absprache mit der Gesamtkonferenz individuelle
Aufnahmekriterien verabschieden, so Ministeriumssprecher Georg
Weßling. Nur eins ist untersagt: „Da die Eltern die
weiterführende Schulform frei wählen dürfen, darf
beispielsweise der Lostopf eines Gymnasiums nicht nur mit Schülern
gefüllt werden, die eine entsprechende Schullaufbahnempfehlung
haben“, betont Weßling. Ein
Ratgeber
des Kultusministeriums zum Schulwechsel kann per e-mail unter der
Adresse
bibliothek@mk.niedersachsen.de bestellt werden. |
| HAZ,
07.02.2004 Auslosung: "Geschwisterkinder
bevorzugen" Stadtelternrat:
Weiterführende Schulen sollen Vergabekriterien für
Plätze offen legen Der
Stadtelternrat will erreichen, dass die weiterführenden Schulen
die Kriterien offen legen, nach denen sie bei zu vielen Anmeldungen
ihre Plätze auslosen. „Es ist bisher überhaupt nicht
nachvollziehbar, ob zum Beispiel Geschwisterkinder bevorzugt werden“,
sagt Richard Lochte, Vorsitzender des Stadtelternrats.
Die Elternvertreter wollen deshalb versuchen, mit den Schulleitern
über mögliche Prioritäten ins Gespräch zu kommen.
Nach Vorstellung der Eltern sei es zum Beispiel möglich,
Geschwisterkindern Vorrang einzuräumen und danach die Wünsche
nach einem besonderen Schulprofil zu berücksichtigen. „Bisher
ist es auch völlig der Willkür des Schulleiters
überlassen, ob Elternvertreter bei der Auslosung dabei sind“, betont
Lochte. Bezirksregierung und die Sprecher
der verschiedenen Schulformen haben den Zeitplan für die Anmeldung
der Fünft-, Sechst- und Siebtklässler auf die
weiterführenden Schulen festgelegt. Die Gutachten mit den
Empfehlungen werden am 3. Juni ausgegeben. Die Eltern können ihre
Kinder vom 4. bis 11. Juni von 8 bis 18 Uhr an Hauptschulen,
Realschulen und Gymnasien anmelden. Schulen, die zu viele
Anmeldungen erhalten, losen am 14. Juni ihre Plätze aus. Bis zum
16. Juni beraten die Schulleiter, welche Schulen überzählige
Kinder aus anderen Schulen aufnehmen können. Am 17. Juni
werden Absagen und am 24. Juni Aufnahmebescheide verschickt.
Außerdem laufen Gespräche mit den Eltern. Die Anmeldung
für Gesamtschulen findet bereits vom 9. bis 13. Februar statt.
bil |
| NP,
30.01.2004 Diskussion um zwei
Ferientage VON JULIA PENNIGSDORF
HANNOVER. Heute gibt es Zeugnisse. Zeugnisferien aber nicht
unbedingt. Ob es ein verlängertes Wochenende bis
Mittwochmorgen wird oder die Schüler bereits am Montag wieder zum
Unterricht müssen, ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Zum
Ärger vieler
Eltern.
Hintergrund: Per Erlass können die Schulen auf die freien
Tage am Montag und Dienstag verzichten und so die Osterferien auf volle
drei Wochen verlängern. Davon machen zum Beispiel alle
Schulen
in Ahlem Gebrauch. „Wir haben uns extra abgesprochen, damit die
Regelung
einheitlich ist“, sagt HS-Rektorin Renate
Bauschke.
Von so viel Umsicht profitieren nicht alle Eltern. Im Stadtgebiet
nutzen die Schulen die Regelung unterschiedlich: Die Sophienschule
macht
Montag und Dienstag frei, die Tellkampfschule hängt die Tage an
die
Osterferien, die Realschulen entlassen ihre Schüler in ein
verlängertes
Wochenende, ebenso viele Grundschulen. Die IGS Roderbruch dagegen macht
am Montag gleich weiter. „Tag der offenen Tür, Anmeldungen,
Anfragen
von Eltern - das alles stürmt auf uns ein. Da können wir
nicht
einfach zwei Tage zumachen“, so Schulleiter Bernd
Steinkamp. Der
Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte kritisiert die uneinheitliche
Regelung. „Für Eltern mit Kindern auf verschiedenen Schulen
sind Urlaubsplanungen so
schwierig.“ Ein
Problem, das im Umland für Debatten sorgte, stellt
sich in Hannover nicht: die Schülerbeförderung an den
flexiblen
Ferientagen. In Burgdorf und Springe war es zu Spannungen gekommen,
weil sich die Regio-Bus weigert, am Montag und Dienstag Schulbusse
fahren
zu lassen. Begründung: Die Mehrkosten seien zu hoch. „Dieses
Problem
haben wir nicht, weil unsere Schüler den normalen
öffentlichen
Nahverkehr nutzen“, so Schulamtsvize Hannes Schott.s.“ |
| NP, 29.01.2004 Stadtelternrat in der Presse: Verteilverfahren muss transparent werden HANNOVER. Kommt mein Kind auf die gewünschte Schule? Nach welchen Kriterien werden die Plätze vergeben? Wie läuft ein Losverfahren ab? Diese Fragen stellen sich die Eltern von rund 12 000 Viert-, Fünft- und Sechstklässlern, die zum August auf die weiterführenden Schulen wechseln. Der Stadtelternrat hat die Verwaltung jetzt aufgefordert, mehr Transparenz in die Verteilverfahren zu bringen. „Kein Mensch weiß, warum sein Kind nicht genommen wurde. Das darf nicht sein“, sagt Elternvertreter Garnet Eichholz. Zurzeit ist es den Schulen selbst überlassen, ob sie die Kinder nach gewählten Schwerpunkten (Naturwissenschaften oder Musik) auswählen oder ob sie Geschwisterkindern und Schüler, die nahe dran wohnen, bevorzugen. Lediglich Leistungsstand und Noten der Schüler dürfen keine Kriterien sein. „Es muss Prioritäten geben, verbindlich für alle Schulen“, findet der Vorsitzende des Elternrats, Richard Lochte. Bis jetzt sei es noch nicht einmal die Regel, dass Elternvertreter an den Verteilkonferenzen teilnehmen. „Das ist ja wohl das Mindeste.“ Schulamtsleiterin Petra Martinsen hält daran fest, dass die Schulen selber entscheiden, ob sie Kriterien für eine Bevorzugung zulassen oder alle Kinder in einen Lostopf kommen. jul |
HAZ,
28.01.2004 1650 Autogramme bitte Schulleiter unterschreiben
Zeugnisse / Nicht alle Schulen nehmen zwei Tage frei
Bernd Steinkamp hat alle Hände voll zu tun. Übermorgen gibt
es für 46 000 Schüler in Hannover und 70 000 in der Region
Zeugnisse - und auch der Leiter der IGS Roderbruch schreibt bereits
unermüdlich Zeugnisse für seine 1650 Schüler.
Normalerweise bleiben den Schülern danach zwei schulfreie Tage zum
Verschnaufen - bis das
neue Halbjahr beginnt. Doch etliche werden am Montag schon wieder in
der Schule sitzen. Die neue Ferienordnung des Landes
überlässt
es den Schulen, ob sie die Halbjahresferien wie üblich geben oder
die zwei Tage später an die Osterferien anhängen. Bei den
Eltern
stößt die uneinheitliche Praxis auf Unmut: Haben sie
Kinder
auf zwei verschiedenen Schulen, ist ihnen jetzt ein verlängertes
Wochenende und später ein ausgedehnterer Osterurlaub
versagt. „Das ist
ärgerlich“, meint der Vorsitzende des Stadtelternrates,
Richard Lochte. Die Eltern hätten die flexible
Ferienregelung zwar begrüßt, aber erwartet, dass es zu einer
Abstimmung unter den Schulen einer Stadt oder Gemeinde gekommen
wäre. So aber macht etwa die Herschelschule in der Nordstadt
für zwei Tage dicht; die
IGS Roderbruch erteilt dagegen Unterricht. In Springe verzichtet das
Otto-Hahn-Gymnasium auf die schulfreien Tage, die übrigen Schulen
in der Stadt aber
nicht. „Es ist besonders kurios, dass die Orientierungsstufe
Lüerstraße eine andere Regelung trifft als das eng mit ihr
zusammen arbeitende Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium, das kein
schulfrei
gibt“, sagt Lochte. Nicht nur Eltern mit Kindern auf beiden
Schulen,
auch Lehrer, die an den zwei Schulen unterrichten, seien
betrogen. Nach
Meinung der Fachbereichsleiterin Schulen, Petra Martinsen, halten die
meisten Schulen an den Halbjahresferien fest. In Stadtteilen wie
Herrenhausen, Stöcken und Ricklingen funktioniere die Absprache
zwischen den einzelnen Schulformen allerdings sehr viel besser als
anderswo.
aw BILD: Endspurt:
Schulleiter
Bernd Steinkamp schreibt Zeugnisse, Montag gibt es dann schulfrei -
oder
auch nicht. Thomas |
| HAZ, 08.01.2004 Schulwahl erst im Juni nötig Eltern sind erleichtert Aufatmen bei den Eltern von Viert-, Fünft- und Sechstklässlern: Sie müssen ihre Kinder verbindlich erst sechs Wochen vor den Sommerferien an den weiterführenden Schulen anmelden. „Alles andere wäre sehr überstürzt gewesen. So haben die Kinder im zweiten Halbjahr noch Entwicklungsmöglichkeiten und die Eltern Spielraum, die Leistungen ihres Kindes zu überprüfen“, sagt Garnet Eichholz vom Arbeitskreis Grundschulen im Stadtelternrat. Im Moment nehme an manchen Grundschulen die Zahl der Tests und Arbeiten zu, viele Kinder sackten in den Leistungen ab. „Die Lehrer versuchen sich so Klarheit für die Gutachten zu verschaffen. Für die Kinder ist das eine Umstellung.“ Die Stadt hatte bisher versucht, den Anmeldetermin auf März vorzuziehen, um besser planen zu können. Zum kommenden Schuljahr wechseln durch die Auflösung der Orientierungsstufe drei komplette Jahrgänge mit rund 12 000 Kindern an die weiterführenden Schulen. Doch das Kultusministerium hat jetzt klargestellt, dass es keine Ausnahmeregelung für Hannover geben soll. Dennoch will die Stadt in den nächsten Wochen klären, ob eine vorläufige Anmeldung im März möglich ist. „Wir wollen die aufnehmenden Schulen und die Eltern früh zusammenbringen, damit diese erkennen, ob das die passende Schule ist“, sagt Petra Martinsen, Leiterin des Fachbereichs Schulen. Die Erfahrung zeige, dass es bei der Trendabfrage im Januar rund 15 Prozent Unentschlossene gebe. „Das würde dieses Jahr 50 Klassen ausmachen, die wir nicht zuordnen können.“ Auch die Lehrerverteilung sei davon abhängig. „Wir halten eine vorläufige Anmeldung für unsinnig. Das würde nur zu größerer Verunsicherung der Eltern führen“, sagt Eichholz. Das zweite Gutachten der abgebenden Schule sei jedoch die wesentliche Entscheidungshilfe. Der Fahrplan sieht vor, dass die Schulen den Eltern im Januar die voraussichtlich geeignete Schulform für ihr Kind mitteilen. Die Eltern melden der Grundschule oder Orientierungsstufe bis 6. Februar schriftlich, auf welche Schule sie ihr Kind schicken wollen. Sechs Wochen vor den Sommerferien bekommen sie die zweite Empfehlung für ihr Kind und müssen es innerhalb einer Woche an einer Hauptschule, Realschule oder einem Gymnasium anmelden. Die Anmeldetermine für die Gesamtschulen liegen schon im Februar. bil |
| HAZ, 08.01.2004 Schulen
begrüßen Qualitäts-Check
Leiter sehen Vorteile in einer regelmäßigen
Überprüfung, wehren sich aber gegen
Bestenlisten.
Mit seinen geplanten Schulinspektionen rennt Kultusminister Bernd
Busemann bei Hannovers Schulleitern offenbar offene Türen ein: Die
meisten begrüßten gestern, am ersten Schultag nach den
Weihnachtsferien, die angekündigten
Qualitätsüberprüfungen - und
zwar unabhängig von der jeweiligen Schulform. Allerdings sprechen
sich viele gegen eine Veröffentlichung der Ergebnisse oder gar ein
Ranking der besten Schulen aus. Dagegen fordern Eltern teilweise die
Beliebtheitsskala, um künftig mehr Vergleichsmöglichkeiten zu
haben.
Für „zwingend notwendig“ hält der Leiter der Lindener
Haupt- und Realschule im Fössefeld, Jürgen Hein, die
künftige regelmäßige „TÜV-Überprüfung“:
„Wenn die Schulen selbstständiger werden und ihre
Qualitätsstandards selber bestimmen sollen, müssen sie sich
auch künftig von außen beurteilen
lassen.“
Die Schulen schwämmen zu oft im eigenen Saft, meint auch Heins
Kollege Hermann Göing von der Geschwister-Scholl-Realschule in
Hainholz - „wer von außen kommt, sieht einfach mehr“.
Allerdings müssten die staatlichen Inspekteure auch wirklich den
Schulalltag miterleben, die Lehrer begleiten und stichprobenartig am
Unterricht teilnehmen. Für die Gesamtschulen sei die
„Selbstüberprüfung“, so Bernd Steinkamp von der IGS
Roderbruch,
geradezu eine Chance, gegen ihr oft schlechtes Image anzugehen und
ihre Qualität zu beweisen. Nur müssten die Schulen nach
Feststellung
ihrer Schwächen auch weiter beraten werden und dürften nicht
einfach damit allein gelassen werden. Die
Schulleiter
wehren sich auch gegen die Veröffentlichung der
TÜV-Ergebnisse
und einer Bestenliste. Der Konkurrenzkampf etwa unter den Gymnasien
sei schon jetzt so stark - wer da nicht unter die ersten zehn Schulen
gelange,
sei bei den Eltern abgeschrieben. „Wer beim Ranking hinten landet,
hat
eben jahrelang etwas falsch gemacht“, meint dagegen Elternvertreter
Christoph Veltrup. Vorsichtiger äußert sich ein anderes
Mitglied des Stadtelternrats: „Die Schulen sollten in
Ruhe ihre Mängel beheben können. Ein öffentliches
An-den-Pranger-Stellen schafft nur Unruhe und nützt auch den
Eltern nichts.“ aw HAZ, 08.01.2004 Opposition lobt BusemannHannover (jö). Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat für seine neuen Schulpläne Lob von der Opposition bekommen. SPD und Grüne begrüßten am Mittwoch grundsätzlich das Vorhaben, einen TÜV zur Qualitätsüberprüfung der Schulen einzuführen. „Die Schulen brauchen unabhängige Beratung, um noch besser werden zu können“, sagte SPD-Fraktionsvize Wolfgang Jüttner. Er verwies zugleich darauf, dass bereits die alte SPD-Landesregierung ein Projekt zur Autonomie von Schulen ins Leben gerufen habe. Die Grünen-Schulpolitikerin Ina Korter sagte dem Kultusminister Unterstützung zu, forderte zugleich aber einen behutsamen Aufbau des neuen Systems. „Die Schulen brauchen dafür Vertrauen“, sagte Korter. NP, 08.01.2004 Schul-TÜV: Lob für Busemann von allen Seiten HANNOVER. Beifall quer durch alle Lager: Die Absicht von Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU), ab 2005 nach und nach alle Schulen, Schüler und Unterricht von einem Schul-TÜV nach niederländischem Vorbild prüfen zu lassen, wird von allen Parteien und Verbänden im Land begrüßt. „Vernünftig! Wir haben keine Einwände“, sagte SPD-Landeschef Wolfgang Jüttner. Kontrolle allein reiche aber nicht, es müsse auch Beratung für Schulen geben. Als „völlig richtig“ begrüßte sogar Eberhard Brandt, Landeschef der Lehrergewerkschaft GEW, Busemanns Vorhaben. Brandt fordert aber, die Inspektionsdaten der Schulen nicht zu veröffentlichen, um den Ruf von Schulen mit vielen sozial schwierigen Kindern nicht noch mehr zu schädigen. „Eine Rückmeldung über die Qualität schulischer Arbeit ist wünschenswert“, lobte auch Guillermo Spreckels, Chef des Gymnasiallehrerverbande |
| NP, 08.01.2004 Das
Kreuz mit dem Kopftuch - Streit um Symbole
Ex-Lehrerin aus Hannover wehrt sich
Der Kopftuch-Streit geht weiter. Ministerpräsident
Christian Wulff hatte angekündigt, das Kopftuch als politisches
Symbol in Schulen zu verbieten - an den christlichen Symbolen aber
festzuhalten. VON J. PENNIGSDORF UND A.
DAHL HANNOVER. „Wir sind für
die strikte Trennung von Staat und Kirche“, sagte GEW-Landeschef
Eberhard Brandt. Das müsse gleichberechtigt für
alle Symbole, auch christliche, gelten. Das Argument, Deutschland sei
christlich geprägt, überzeuge wenig. „Das sieht doch in
vielen Stadtteilen ganz anders aus.“ Allein der Anteil der Atheisten
sei enorm. Das Kopftuch sieht Brandt kritisch. „Ein aufgeklärter
Islam predigt kein Kopftuch. Ich kenne Schülerinnen, für die
die
Befreiung vom Kopftuch die persönliche Befreiung
war.“ Hannovers
Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte hält die
Kopftuch-Debatte für einen Nebenkriegsschauplatz. „Klar reden
Eltern darüber. Aber das marode Bildungssystem ist ihnen
wichtiger.“ Paul Spiegel,
Präsident des Zentralrates der Juden, warnte vor einer
Beschneidung von Verfassungsrechten: „All zu schnell wird massiv in die
verfassungsmäßigen Grundrechte eingegriffen, ohne dass dies
notwendig wäre.“ Wie Bundespräsident
Johannes Rau halte auch er an einer Gleichbehandlung aller
Religionen fest. In
Hannover lebt Iyman Alzayed (45). Die zum Islam
konvertierte gebürtige Bad Nenndorferin sorgte bundesweit für
Schlagzeilen, weil sie wegen ihres Kopftuches den Dienst an einer
Soltauer Grundschule nicht antreten durfte. Mit ihrer Klage auf
Einstellung vorm Oberverwaltungsgericht Lüneburg scheiterte sie.
„Natürlich erlischt meine Hoffnung, noch als Lehrerin arbeiten zu
können. Doch die Frage, ob solch
ein Verbot mit dem Grundgesetz kompatibel ist, bleibt.“ Schlimm findet
sie, dass den Frauen pauschal Fundamentalismus unterstellt werde. „Das
Individuum muss berücksichtigt
werden.“
Gestern wurden weitere Details über das Kopftuchverbot bekannt.
Für Referendarinnen, also Lehrerinnen in der letzten Phase der
Ausbildung, wird es nicht gelten. „Der Staat hat bei Schulen ein
Ausbildungsmonopol, daher geht das nicht“, erklärt Peter
Bräth,
Referatsleiter Schulrechtsangelegenheiten im Kultusministerium. In
solchen Fällen müssten Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.
Kein Kopftuchverbot wird es auch an Hochschulen und in sonstigen
Behörden
geben. Bräth: „Weil dort Erwachsene und keine Kinder verkehren,
und
die lassen sich nicht durch ein Kleidungsstück
indoktrinieren.“ „Deutsche und Türken sind sich leider fremd geblieben“ Havva Mermertas ist Vorsitzende des Türkischen Elternverbandes in Niedersachsen. Die fünffache Mutter spricht sich für den Dialog der Religionen aus - und für das Kopftuch. VON JULIA PENNIGSDORF Warum tragen Sie ein Kopftuch? Das Kopftuch ist für mich eine sehr private Angelegenheit. Ich trage es nicht, um zu zeigen, dass ich Muslimin bin, sondern weil es Teil meines Glaubens ist. Es ist wie fünfmal täglich zu beten oder zu fasten - das Kopftuch gehört fest dazu. Wie empfinden Sie die Diskussion? Es stört mich enorm, dass Äpfel und Birnen, also Kreuz und Kopftuch, verglichen werden. Ein Kreuz muss man nicht tragen, das Kopftuch schon. Jedenfalls, wenn man es ernst meint mit dem Islam. Verstehen Sie die Vorbehalte? Ja, schon. Ursache ist meiner Ansicht nach der fehlende Dialog zwischen den Religionen, zwischen Christen und Moslems. Leider sind sich beide fremd geblieben - das zeigt die Debatte deutlich. Gewalt, Terrorismus, Fundamentalismus - das sind die Assoziationen bei vielen seit dem 11. September. Das ist schlimm. Haben Sie das Gefühl, dass Musliminnen mit Kopftuch etwas ausbaden müssen, mit dem Sie nichts zu tun haben. Ja, Frauen baden Gewalt aus, die von Männern begangen wird. Das ist schlimm. Das Kopftuchverbot ist frauenfeindlich. Männer muslimischen Glaubens haben keine derartigen Nachteile. Und das nicht nur als Lehrer. Ich habe mich mit 20 fürs Kopftuch entschieden, immer gute Noten gehabt und habe es trotzdem im Berufsleben schwerer gehabt. Haben Sie mit dem Kopftuchverbot an Schulen gerechnet? Nein, denn ich finde, dass wir ein wunderbares Grundgesetz in Deutschland haben. Ein Verbot verstößt gegen die Religionsfreiheit. Uns ist doch völlig klar, dass wir in einer christlichen Gesellschaft leben. Ich hatte meine fünf Kinder in evangelischen Kitas. Es ärgert mich, dass muslimischen Lehrern nicht genauso wie christlichen vertraut wird, ihren Glauben aus der Schule fern zu halten. Koran schreibt das Kopftuch nicht vor Der Koran schreibt das Tragen eines Kopftuches nicht ausdrücklich vor, sagt Christoph Dahling-Sander, Islam-Beauftragter der hannoverschen Landeskirche. Ist das Kopftuch ein religiöses Symbol? Im Koran gibt es Suren, die sagen, die Frau müsse ihre Reize bedecken. Es gibt aber keine Stelle, in der es heißt, dass die Frau ein Kopftuch tragen muss. Auch viele islamische Rechtsschulen argumentieren nicht nur reliös, sondern mit der Tradition. Warum wird es getragen? Die Motive, ein Kopftuch zu tragen, sind vielschichtig. Das kann religiöse Gründe haben. Viele muslimische Frauen tragen es auch einfach aus Tradition. Es kann aber sogar ein Zeichen von Selbstbewusstsein sein, mit dem Frauen gegenüber besonders konservativen Kreisen auftreten. Das Tragen des Kopftuches wird von Gegnern als Zeichen von Unterdrückung gewertet. Seit der islamischen Revolution im Iran 1979 hat die Verbreitung des Kopftuchs massiv zugenommen. In diesem Fall ist das Tuch eine politische Aussage. Es gibt gerade deshalb Frauen, die es aus Gründen der Emanzipation nicht tragen. Auf der anderen Seite tragen es viele Frauen aus harmlosen Gründen - sie wollen niemanden politisch oder religiös beeinflussen. wig |
| NP, 07.01.2004 Rekord-Ansturm auf Gymnasien befürchtet Wegen der OS-Auflösung wechseln gleich drei komplette Jahrgänge mit rund 12 000 Schülern Heute beginnt die Schule und mit ihr viele Fragen - vor allem für Eltern künftiger Gymnasiasten. VON JULIA PENNIGSDORF HANNOVER. Der Fragenkatalog der Eltern ist lang: Wie bekommt mein Kind sein Wunsch-Gymnasium? Kann ich es, um sicher zu gehen, an mehreren Schulen anmelden? Und wann sind die Termine? Wie funktioniert das Losverfahren? Rekordverdächtig: 12 000 Kinder - der jetzige vierte, fünfte und sechste Jahrgang - wechseln im August auf weiterführende Schulen. Die Behörden rechnen damit, dass bis zu 70 Prozent der Eltern ihr Kind am Gymnasium anmelden - auch entgegen der Schullaufbahn-Empfehlung. Nach Angaben von Ministerialrat Rolf Bade hat jedes Kind Anspruch auf einen Platz am Gymnasium: „Der Elternwille zählt.“ Einzugsgebiet sei die gesamte Stadt, einen Anspruch auf eine bestimmte Schule gebe es nicht. Zwar sollen Gymnasien sich mit Schwerpunkten wie Naturwissenschaften oder Musik profilieren, doch eine Garantie, dass ein Schüler auf einem seinen Neigungen entsprechenden Gymnasium landet, gibt es nicht. Eltern können lediglich einen Erst- und Zweitwunsch angeben. Über die Anmeldetermine herrscht zwischen Schulamt und Ministerium Uneinigkeit. Das Amt beharrt auf März, weil durch die OS-Auflösung eine vernünftige Organisation sonst unmöglich sei. „Wir diskutieren noch“, so Amtsleiterin Petra Martinsen. Für Ministeriumssprecher Georg Weßling ist das Thema dagegen durch. „Vier bis sechs Wochen vor den Ferien wird angemeldet.“ Trendempfehlungen erhalten die Kinder bereits im Februar. Sollten sich an Gymnasien mehr Schüler anmelden, als Plätze vorhanden sind, entscheidet das Los. Dabei soll es laut Bade keine Bevorzugung geben. Ob ein Schüler eine Hauptschul- oder eine Gymnasialempfehlung hat, spiele keine Rolle. „Wir gehen von einem Lostopf aus, in den alle Schüler kommen.“ Lediglich Geschwister und Kinder, die nahe an der Wunsch-Schule wohnen, könnten bevorzugt werden. Mehr Pauken fürs Abi nach zwölf Jahren - kommt „nullte Stunde“?Unterricht am Nachmittag oder ein sechster Schultag am Sonnabend - eins von beidem wird auf die Gymnasiasten von morgen zukommen. Die heutigen Fünftklässler werden als Erste das Abitur bereits nach zwölf Jahren ablegen. Das bedeutet, dass sie das gleiche Stundenpensum in einem Jahr weniger durchziehen müssen. Da der Sonnabendunterricht bei Eltern auf wenig Gegenliebe stößt, wird es wohl auf Nachmittagsunterricht oder die so genannte nullte Stunde hinauslaufen, die bereits um kurz nach sieben Uhr beginnt. Aber auch das sehen Eltern mit Skepsis. „Viele Schulen sind doch für so lange Zeiten gar nicht ausgerüstet“, gibt Beate Rex vom Stadtelternrat zu bedenken. Ruhezonen, Mensas oder wenigstens Cafeterias seien vonnöten - und Schließfächer. „Sonst müssen die Kinder ja künftig noch mehr Bücher mitschleppen“, sagt sie und vermutet: „Vielen Eltern ist noch gar nicht klar, was auf ihre Kinder zukommt. Die Ausstattungen der Schulen werden zu immer wichtigeren Auswahlkriterien .“ jul |
| NP, 02.01.2004 Sonnabends wieder zur Schule? Gymnasien in der Zwickmühle: Das Abitur nach zwölf Jahren erfordert Unterricht am Nachmittag - oder am Wochenende Schulunterricht am Sonnabend - wenn es nach den Schulleitern ginge, wäre das an vielen Gymnasien in der Region bald die Regel. Die Pädagogen würden gern wieder einen sechsten Unterrichtstag in der Woche einführen - sie glauben allerdings nicht, dass die Eltern damit einverstanden wären. Der Grund für die Überlegung ist die Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren. Es betrifft als erstes die heutigen Fünftklässler. Sie müssen bis zum Abi dieselbe Stundenzahl Unterricht bekommen wie die älteren Jahrgänge, haben dafür aber ein Jahr weniger Zeit. „Das bedeutet im Grunde die Ausweitung des Unterrichts auf mindestens zwei Nachmittage in der Woche oder auf den Sonnabend“, sagt Inge Fitting vom Stadtelternrat. „Der Sonnabend als Unterrichtstag hätte Charme. Aber das lässt sich einfach nicht mehr durchsetzen, weil die Familien an den freien Tag gewöhnt sind“, meint Hartwig Bergmann, Leiter der Lutherschule. Er geht davon aus, dass die heutigen Fünftklässler im siebten Jahrgang einen und vom achten bis zehnten Jahrgang zwei Pflichtnachmittage haben werden. An den drei restlichen Tagen laufen dann nachmittags Arbeitsgemeinschaften. Auch die Leiterinnen der Elsa-Brändström-Schule und der Wilhelm-Raabe-Schule rechnen damit, in Zukunft an zwei Nachmittagen Pflichtunterricht anzubieten. „Wir sind ja praktisch das einzige Land, in dem schon mittags Schulschluss ist“, sagt Brigitte Netzel, Leiterin der Elsa-Brändström-Schule. An ihrer Schule gebe es bereits jetzt mittwochs bis 16 Uhr regulären Unterricht und an den übrigen Nachmittagen Arbeitsgemeinschaften. Die bevorstehende Ausweitung des Nachmittagsunterrichts stelle die Gymnasien jedoch vor ein großes Problem. „Wir werden auf uns selbst angewiesen sein, eine Mittagsversorgung zu organisieren“, sagt Netzel. „Ich fände Unterricht am Sonnabend gar nicht schlecht.“ Doch dazu sei eine gemeinsame Regelung der Gymnasien notwendig, da manche Geschwister unterschiedliche Schulen besuchten. An der Wilhelm-Raabe-Schule werden bereits manchmal sonnabends Klausuren geschrieben. „Es gibt Überlegungen zum Sonnabend als Unterrichtstag, weil die Belastung der Kinder am Nachmittag sehr hoch ist“, sagt Schulleiterin Brigitte Schneider-Pachaly. Doch sie rechnet eher mit zwei Pflicht- und zwei AG-Nachmittagen. „Die Gymnasien werden so fast zu Ganztagsschulen, ohne dass wir dafür Aufenthaltsräume und warmes Essen bekommen.“ Wahrscheinlich müsse der von Eltern betriebene Schulkiosk neu organisiert werden. bil An der IGS geht es in 13 Jahren zum Abi Ein Erlassentwurf des Kultusministeriums sieht vor, dass auch Integrierte Gesamtschulen das Abitur nach zwölf Jahren anbieten können. An den drei Integrierten Gesamtschulen in Hannover mit Oberstufe stößt das jedoch auf wenig Gegenliebe. „Der Entwurf sieht vor, dass wir eine Turboklasse bilden. Das widerspricht ganz offensichtlich dem Grundgedanken der Integration, wir müssten bestimmte Schüler aus dem gemeinsamen Lernprozess herausziehen“, sagt Christoph Walther, Leiter der IGS Linden. An einer IGS werden die Kinder gemeinsam in der fünften Klasse eingeschult. „Wir bekommen Informationen von den Grundschulen und setzen die Klassen jeweils aus leistungsstärkeren und -schwächeren Kindern zusammen“, sagt Walther. Die Schüler gehen ohne sitzen zu bleiben bis zum Ende des zehnten Jahrgangs in die gleiche Klasse. In Englisch, Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften gibt es A- und B-Kurse. „Wir wären uns selbst untreu, wenn wir eine Bildungsauslese machen würden“, sagt auch Bernd Steinkamp, Leiter der IGS Roderbruch. Der gemeinsame Unterricht führe dazu, dass mehr Schüler einen höheren Abschluss erreichen. Am Gymnasium mache bisher ein Drittel der Schüler das Abitur erst nach 14 Jahren. „Durch die geplante Verdichtung des Unterrichts werden dort noch mehr Schüler sitzen bleiben.“ bil |
| HAZ, 17.12.2003 Lehrerausbildung: Lehrer sollen bleiben Der Stadtelternrat Hannover fordert, die Ausbildung für Grund-, Haupt- und Realschullehrer nicht von Hannover nach Hildesheim zu verlagern. Die Elternvertreter haben sich deshalb mit einem offenen Brief an Wissenschaftsminister Lutz Stratmann gewandt. Die Region Hannover sei in Niedersachsen der Standort mit der größten Dichte an Schulen, heißt es dort. Bisher gebe es durch die Praktika der Studenten eine enge Verbindung zwischen Schulen und Uni in der Lehrerausbildung. Die Eltern befürchten, dass dies unter der Veränderung leiden wird. Fragwürdig erscheint den Eltern die Verlagerung auch, weil die Studenten für Sonderschul- und Gymnasiallehramt in Hannover bleiben. Die Schulreform mache gerade für Gymnasiallehrer eine ergänzende pädagogische Ausbildung notwendig - wenn ein Großteil des Fachbereichs Erziehungswissenschaften nach Hildesheim gehe, sei das in Hannover jedoch schwer möglich. bil. |
| HAZ, 10.12.2003 Kampf für Förderstunden Wegfall zu Gunsten vorschulischer Deutschkurse kritisiert Bei Eltern und Lehrern regt sich Protest gegen die Kürzung von Förderstunden für Schüler zu Gunsten vorschulischer Sprachförderung. Die Lehrer der Grundschule Goetheplatz haben sich mit einem offenen Brief ans Kultusministerium gewandt. Sie fordern für ihre Schüler kontinuierliche Förderung während der gesamten Grundschulzeit. Der Schule, die in einem sozialen Brennpunktgebiet liegt, stehen bisher 25 Förderstunden pro Woche für alle Lernbereiche zur Verfügung. Nach den Plänen des Ministeriums sollen diese Stunden von Februar an ein halbes Jahr lang komplett für vorschulische Deutschkurse verwandt werden. „Wir sind mit der Tatsache konfrontiert, dass entgegen den vorherigen Ankündigungen keine zusätzlichen Lehrerstunden für diesen Unterricht bereitgestellt werden“, schreiben die Lehrer. Der Anteil ausländischer Kinder in der Grundschule Goetheplatz beträgt rund 86 Prozent. Die Lehrer betonen, dass ihnen die Einführung der vorschulischen Sprachförderung sehr wichtig sei. „Die Sprachtests an unserer Schule haben gezeigt, dass von 49 zukünftigen Lernanfängern 28 Kinder so geringe Deutschkenntnisse haben, dass sie dringend diese Sprachförderung benötigen“, heißt es in dem Brief. Doch für viele ihrer Schüler sei eine dauerhafte Förderung bis zum Ende der Grundschulzeit notwendig. An der Grundschule Tegelweg sollen 40 von 45 Förderstunden im zweiten Halbjahr für vorschulische Deutschkurse verwandt werden. „Die Stunden werden einfach weggekürzt, obwohl die Kinder, die jetzt in der Schule sind, keine Frühförderung bekommen hatten“, sagt die Schulelternratsvorsitzende Heidrun Scholz. Der Stadtelternrat kritisiert, es würden „Löcher dadurch gestopft, dass sie auf der anderen Seite wieder aufgerissen werden“. bil ALS PDF: Stellungnahme des Stadtelternrates Hannover zum Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung (14kb) mehr ... Stadtelternrat Hannover: Mit Verweis auf die Einführung der Sprachfrühförderung werden 2004 Hausaufgabenhilfe und Sprachförderung in den Grundschulen gestrichen (14kb) mehr ... Schulelternräte der integrierten Gesamtschulen im Regierungsbezirk Hannover protestieren gegen den Erlass zur Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung (55kb) mehr ... Info-Brief des Schulelternrates der IGS Linden (100kb)mehr ... |
| NP, 05.12.2003 Standards gegen Pisa-Misere Kultusminister einigen sich auf bundesweit einheitliche ANFORDERUNGEN für Schüler aller Schulformen. Qualitätsagentur überwacht Umsetzung. Deutschland sucht den Weg aus dem Pisa-Tal: Zum ersten Mal haben sich die Kultusminister der Länder auf bundesweit einheitliche Bildungsstandards geeinigt. VON D. RACKE UND J. PENNIGSDORF HANNOVER. Was müssen Kinder nach zehn Jahren Schulzeit können? Seit gestern ist klar: Das Anwenden von Wissen steht künftig im Vordergrund. Nach nur kurzer Diskussion einigten sich die 16 Schulminister der Länder auf gemeinsame Anforderungen für den Haupt- und Realschulabschluss in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Schon zum nächsten Schuljahr müssen alle Länder die gestern in Bonn geschlossene Vereinbarung umgesetzt haben. „Der Zug ist auf dem richtigen Gleis“, zeigte sich Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hochzufrieden. „Wir haben uns einvernehmlich auf ein solides mittleres Niveau geeinigt.“ Für Niedersachsens Haupt- und Realschüler heißt das: Der Unterricht wird anspruchsvoller. „Die Anforderungen werden anziehen, das werden die Schüler merken. Wir sind nicht ohne Grund Pisa-Verlierer“, so Busemann. Aber die neuen Lernziele seien „leistbar“. So werde etwa verlangt, dass sich die Schüler in ihrer ersten Fremdsprache verständigen können, in Mathematik gehe es um Problemlösungen statt um bloße Formelkenntnis. Bundesweit einheitliche Lehrpläne werde es nicht geben, aber ähnliche Rahmenrichtlinien und vor allem vergleichbare Zeugnisse von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern. Eine neue Qualitätsagentur der Länder soll überprüfen, ob die Standards eingehalten werden. „Dafür werden jetzt eine ganze Menge von Modellaufgaben entwickelt“, so Busemann. Die Agentur soll als Institut „an einer großen Universität“ angesiedelt werden, vermutlich wird es die Berliner Humboldt-Universität. Die Agentur soll auch weitere Qualitätsstandards entwickeln. Ob sie auch die Überprüfungen durchführt oder ob dies die Experten um den deutschen Pisa-Vater Professor Jürgen Baumert vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung tun, sei noch unklar, so der Minister. Die Standards für die Grundschulen sollen im Frühjahr folgen, die für Gymnasien 2005 - rechtzeitig zur Einführung des niedersächsischen Zentralabiturs im Jahr 2006. Busemann schließt nicht aus, dass es dann sogar ein bundesweites Zentralabi geben könne. Hannovers Realschulrektoren begrüßen die nationalen Bildungsstandards. „Wie oft kam es vor, dass Kinder Probleme bekamen, wenn sie in andere Bundesländer zogen - endlich ist damit Schluss“, sagt Angelika Witwer von der Realschule (RS) Ahlem. Auch Enno Dargatz von der Dietrich-Bonhoeffer-RS in Döhren sieht einheitlichen Qualitätstests nach Klasse zehn gelassen entgegen. „Man darf nicht gleich den Riesenerfolg erwarten. Wir müssen den Unterricht erst einmal auf die neuen Zielvereinbarungen ausrichten, doch dann wird es gehen“, sagt der Sprecher der Realschulrektoren. Zurückhaltender ist der Stadtelternrat. „Wir haben lange für vergleichende Standards gekämpft“, so der Vorsitzende Richard Lochte. Angesichts von wachsenden Klassengrößen sehe er die Umsetzung aber skeptisch. Scharfe Kritik äußerte die Lehrergewerkschaft GEW. Sie vermisse einen „echten Qualitätssprung“, so die Vorsitzende Eva-Maria Stange. Das Schulsystem müsse auf den Prüfstand, nicht die Leistung von Schülern. |
| NP, 05.12.2003 Deutsch: Die Schüler sollen verständlich und mit passender Gestik erzählen, berichten, informieren und argumentieren können. Sie müssen Texte unterschiedlicher Literaturgattungen (Novelle, Roman, Gedichte) verstehen, vergleichen und wiedergeben können, Referate frei vortragen, Informationen beschaffen und Redestrategien situationsgerecht anwenden. Und: Sie müssen nicht nur korrekt schreiben, sondern auch den richtigen Stil wählen (Brief, Bewerbung) sowie Textverarbeitung, E-Mails und Chat-Rooms nutzen können. dir Mathematik: Erwartet werden die richtige Anwendung von Prozent-, Zinsrechnung und Potenzschreibweise, Potenz-, Wurzel und Logarithmus sowie das Messen und Berechnen von Längen, Flächen, Volumen und Winkeln. Schüler müssen geometrische Strukturen in der Umwelt erkennen, Formeln wie den Satz des Pythagoras anwenden, Gleichungssysteme lösen, grafische Darstellungen und Tabellen mit statistischen Daten auswerten sowie ein Tabellenkalkulationsprogramm benutzen können. dir Englisch/Französisch: Stures Vokabel- oder Grammatikpauken ist nicht angesagt, sprachliche Kompetenz ist künftig gefragt. So sollen Haupt- und Realschüler den Hauptpunkten von längeren Gesprächen folgen können und Vorträge verstehen - wenn sie etwas vom Thema verstehen. Außerdem fordern die Bildungsstandards, dass Schüler nicht zu anspruchsvolle Filme sowie Radio- oder Fernsehsendungen verstehen können und in der Fremdsprache Briefe schreiben. Verständliche Übersetzungen sind ebenfalls gefordert. dir |
| NP, 05.12.2003 Wider den Wildwuchs VON SYLKE WAGNER Zwei Jahre lang haben sich die 16 Kultusminister Zeit gelassen mit ihrer größten und wichtigsten Reformarbeit. Im Herbst 2001 hatte das schlechte Abschneiden deutscher Schüler im Pisa-Test die Republik aus dem bildungspolitischen Tiefschlaf aufgeweckt. Jetzt hat die Kultusminister-Konferenz erste Bildungsstandards verabschiedet, die festlegen, was Schülerinnen und Schüler am Endes eines Schuljahres können und wissen müssen. Bislang dominiert im föderalen deutschen Schulsystem der Wildwuchs, Schulen müssen keine Rechenschaft darüber ablegen, ob sie ihre Ziele erreicht haben oder nicht. Lehrpläne, Schularten und Anforderungen variieren von Land zu Land, so dass Schüler nach einem Umzug über die Landesgrenzen hinweg teilweise ein ganzes Jahr verlieren. Mit Bildungsstandards kann mehr Einheitlichkeit in das Schulsystem gebracht und die Leistung der Schüler, aber auch der Schulen und der Lehrer vergleichbarer werden. Ob dies gelingt, hängt entscheidend davon ab, wie ernst die einzelnen Länder und die Schulen vor Ort diese Lernziele nehmen. Standards allein reichen jedoch nicht aus, um die Schulbildung zu verbessern. Die Leistungen der Schüler und der Lehrer müssen regelmäßig mit bundeseinheitlichen Tests überprüft werden. Ohne diese bleiben die Schulstandards eine stumpfe Waffe. Die Erwartungen an das neue Instrument sind hoch. Die Ankündigungen einzelner Kultusminister, aus der Gemeinschaft auszuscheren und eigene Bewertungssysteme zur Leistungskontrolle zu erarbeiten, lassen allerdings nichts Gutes für die Vergleichbarkeit im deutschen Schulsystem erwarten. |
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HAZ, 03.06.2003
Schulanbau
wird doppelt so teuer
Erweiterung der Astrid-Lindgrenz-Schule soll 830 000 Euro kosten /
Eltern verärgert Schock im
Schulausschuss: Der Anbau an die Astrid-Lindgrenz-Sonderschule kostet
830 000 Euro statt laut Drucksache "grob geschätzter" 400
000 Euro. "Wir
fühlen uns veralbert. Jeder Privatmann, der so kalkuliert,
läge
längst am Boden", kritisiert Barbara Frank, schulpolitische
Sprecherin der CDU-Ratsfraktion. In den Erweiterungsbau sollen
Klassen aus der überfüllten Friedrich-Ebert-Grundschule
ziehen. Eltern und
CDU-Politiker ärgern sich besonders, weil sie vergangenes Jahr im
Ausschuss mehrheitlich für eine neue Grundschule in Modulbauweise
auf dem ungenutzten Festplatz an der Woermannstraße gestimmt
hatten. Im Rat war diese Entscheidung mit dem Hinweis auf
höhere Kosten gekippt worden. "Das Kostenargument ist zerplatzt
wie eine Seifenblase", sagt Elternvertreter Rainer Gundlach.
Der Neubau hätte nach einem Angebot, das die Eltern
eingeholt hatten, 873 000 Euro gekostet. Die Verwaltung geht aber von
2,1 Millionen Euro Kosten aus. "In dem
Angebot waren keine Kosten für Genehmigungen, Erschließung,
Schulhof und Grünflächen enthalten", sagt Schulamtsleiterin
Petra Martinsen. "Ich
bin es leid, wieder mal in die Situationzu kommen, in der wir nur noch
zustimmen können, damit es für die Kinder keine weitere
Verzögerung gibt", kritisiert Gundlach. Das Ganze sei ein
Skandal. Eigentlich sollten für die
Grundschule neben einem eigenen Anbau an die Sonderschule auch mehr
Klassenräume des bereits bestehenden Gebäudes genutzt werden.
Dieser Umbau wäre laut Verwaltung
aber sehr aufwendig und teuer geworden. Deshalb muss der Anbau für
die Grundschule nun größer werden. Außerdem braucht
die
Friedrich-Ebert-Schule mehr Gruppenräume als geplant. Ein
Behinderten-WC
war nicht vorgesehen, die Erschließungskosten waren zu niedrig
angesetzt.
Außerdem ist in der Kalkulation auch ein Sanierungsprogramm an
der
Sonderschule enthalten, dass nun zu Ende geführt werden soll. "Wir
hatten eigentlich gedacht, dass das Programm schon abgeschlossen ist",
betonte ein Mitarbeiter der
Verwaltung. "Wenn der
Standort besonders hohe Erschließungskosten verursacht,
hätte das auch in einer Grobschätzung enthalten sein
müssen", kritisierte Gundlach. Der Schulausschuss stimmte
schließlich
mehrheitlich dem Anbau zu. "Wir können die Kinder ja nicht ins
Schulamt
oder den Gebäudwirtschaftsbetrieb zum Unterricht schicken", sagte
Frank. bil |
| HAZ, 27.03.2003 Ganztag / Schulausschuss/ Freiherr-vom-Stein-Schule:Eltern streiten mit Stadt Die neuen Ganztagsschulen haben gestern am Rande des Schulausschusses heftigen Streit verursacht. Der Ausschuss stimmte zwar fast einmütig – mit zwei Gegenstimmen der Lehrervertreter – dafür, das Schulzentrum Bemerode dem Kultusministerium vorzuschlagen. Doch Eltern und Lehrer kritisierten mangelhafte Informationen im Vorfeld. „Was ist das für eine Entscheidung, wenn wir nur noch ja sagen können?“, fragte Elternvertreter Ferdinand Holst. Im Dezember habe das Schulamt interessierten Schulleitern gesagt, die Stadt wolle erst für 2004 Vorschläge machen, betonte Renate Frauendorf, Lehrervertreterin im Ausschuss. Manche hätten sich darauf verlassen. „Die Albert-Schweitzer-Schule und die Egestorffschule haben immerhin ein Okay des Ministeriums für ihr pädagogische Konzept bekommen. Die Verwaltung hat aber nur den Antrag für Bemerode vorbereitet.“ Wie berichtet, kann die Stadt dem Ministerium bis 2006 drei Schulen vorschlagen. Zwölf haben Interesse gezeigt. Schuldezernent Harald Böhlmann verwies allerdings darauf, dass die Antragsfrist ursprünglich schon im September abgelaufen war und zweimal verlängert wurde. „Bemerode hatte sich sehr früh selbst beim Ministerium beworben.“ Für das Schulzentrum spreche die hohe Schülerzahl und ein hoher Anteil von Spätaussiedlern und Ausländern. Außerdem sei eine Kantine bereits vorhanden, deshalb entstehen der Stadt keine Baukosten. Zahlreiche verärgerte Eltern haben sich bei den Fraktionen beschwert. „Wenn die Stadt nun doch Bewerber für 2003 unterstützt, muss das Schulamt das rechtzeitig weitergeben“, sagte Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. Die Beteiligten hätten einen unterschiedlichen Informationsstand gehabt, kritisierte Schulausschussvorsitzende Eleni Mourmouri. Der Ausschuss will das bei den zwei Empfehlungen für Ganztagsschulen vermeiden, die 2004 starten. bil Veröffentlicht 26.03.2003 20:11 UHR |
| SCHULAUSSCHUSS: Computer an
Schulen
/ Schulausschuss Antrag der
Elternvertreter zur Wartung der Computer in Schulen
Die Verwaltung wird aufgefordert, mitzuteilen, ob sie willens und bereit ist, die in der Pressemitteilung Nr.87/2002 vom 28.08.2002 des Nds. Kultusministeriums als von den Schulträgern erwartet bezeichneten Leistungen zu erbringen, ferner, welche Verbesserungen nach Einschätzung der Verwaltung bei der Betreuung von Computern in Schulen dadurch eintreten werden und schließlich, welche Maßnahmen sie überhaupt zur Verbesserung dieser Betreuung vornehmen wird. Begründung: Nach der bezeichneten Pressemitteilung ist in dem am 28.08.02 verabschiedeten Gesetz zur Änderung des Kommunalen Finanzausgleichs vorgesehen, dass das Land den Schulträgern für Wartung und Pflege der Computersysteme und -netzwerke in den Schulen im 2. Halbjahr 2002 2 Mio. und in jedem Folgejahr 5 Mio. Euro zahlt. Von den Schulträgern wird ein mindestens gleich hoher Betrag erwartet, ferner, dass die Schulträger die Systembetreuung in Abstimmung mit den Schulen organisiert. Die Wartung und Pflege der Computersysteme und -netzwerke in den Schulen der Landeshauptstadt Hannover ist in vielerlei Hinsicht mangelhaft (Einzelheiten werden mündlich aufgeführt). Sie bedarf deshalb nachhaltig der Verbesserung. Die Beteiligung der Landeshauptstadt Hannover in dem oben genannten Umfang erscheint deshalb unabdingbar. Dr. Rainer Gundlach Ferdinand Holst |