| PRESSESPIEGEL Juni 2008 |
| >> Abi nach 12 Jahren - vom "Turboabi" 2000 bis zum Schulstress 2008 |
| >> Abi nach 12 Jahren - Situation des neunten Jahrgangs - Schreiben des nds.KM vom 22.01.2008 |
| NP, 28.06.2008 | Wenn Politik Schule macht ... gegen Eltern der KGS Barsinghausen. |
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Setzt Stadtrat neuen Rektor durch ? |
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VON ANDREAS KRASSELT |
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BARSINGHAUSEN. Zoff um die Neubesetzung der Schulleiterstelle an der
KGS Barsinghausen: Eltern glauben, dass aus politischen Gründen ein
unqualifizierter Bewerber durchgesetzt werden soll. |
| Leserbrief zu HAZ, 27.06.2008 | "4600 Plätze an Gesamtschulen fehlen" |
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Herbert Kastner, Hildesheim, 27.06.2008, (Leserbrief zur Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 27.06.08) |
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In Niedersachsen fehlen an den bereits bestehenden Gesamtschulen in diesem Jahr 4600 Plätze. Damit finden 4600 Anmeldungen keine Berücksichtigung, werden 4600 Kinder und Eltern enttäuscht, müssen 4600 Schülerinnen und Schüler eine andere als die gewünschte Schule besuchen, belasten 4600 Kinder andere Schulen! ,,,, Dass für neue Gesamtschulen fünf Züge verlangt werden sollen, kann nur als Bosheit oder wohl überlegte Verhinderungstaktik gewertet werden. ... Wovor hat diese Landesregierung eigentlich Angst? Tausende von Eltern wollen für ihre Kinder eine Gesamtschule. Immer mehr Schulträger sehen, vielfach unabhängig von der parteipolitischen Richtung, in der Gesamtschule die Chance, das Schulwesen in ihrem Bereich auf Dauer zu sichern und dessen Attraktivität zu erhalten. Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, der Landeselternrat, der Landesschülerrat, Lehrerverbände - sie alle fordern Änderungen des lähmenden Gesetzentwurfs - ohne Erfolg. Diese Landesregierung und voran das Kultusministerium haben das Vertrauen, das durch die Ankündigung des Ministerpräsidenten geweckt worden war, verspielt. Sie haben damit nicht nur sich selbst, sondern der Glaubwürdigkeit von Politik schlechthin geschadet. Ihrer Verantwortung gegenüber Eltern und Schülern, ihrem Bildungsauftrag sind sie nicht gerecht geworden. Ist das der Weg zu einer "Bildungsrepublik", den die Bundeskanzlerin gewünscht hat? . >> Gesamtschulen Juni 2008 |
| HAZ, 27.06.2008 | 4600 Gesamtschulplätze fehlen in Niedersachsen |
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Jeder zweite Bewerber wird abgewiesen |
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Der Ansturm auf die Gesamtschulen ist so groß wie nie zuvor,
aber immer mehr Bewerber müssen abgelehnt werden. .... "Im
Schnitt ist jeder zweite Bewerber abgewiesen worden", ....Besonders
krass ist die Lage an der IGS Schaumburg in Stadthagen. "Wir mussten
fast 80 Prozent der Bewerber ablehnen", sagt Schulleiterin Carola
Pliska. ....Auch Landeselternratsvorsitzender Matthias Kern warnt vor
den negativen Folgen, die die Ablehnung für Kinder und Eltern haben
kann. "Wenn der Fünftklässler zu einer Schule muss,
die eigentlich nur Plan B ist, wird das für alle Beteiligten schwierig."
Nach Meinung der Opposition und Lehrergewerkschaften hat Kultusministerin
Elisabeth Heister-Neumann die Enttäuschung mit zu verantworten. Sie
habe sich mit der Aufhebung des Neuerrichtungsverbots für Gesamtschulen
unnötig viel Zeit gelassen. Die CDU-Politikerin bestreitet das
vehement. Da die Anmeldeverfahren noch laufen, sei eine seriöse Bewertung
der Zahlen noch gar nicht möglich. |
| NP, 16.06.08 | Schülerdemo auf dem Opernplatz |
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Veranstalter erwarten Donnerstag über 1000 Teilnehmer. Protest gegen zu große Klassen. |
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VON ANDREAS KRASSELT |
| HAZ, 03.06.2008 | Schüler planen Demonstration für mehr Lehrer |
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Hannovers Schüler planen einen umfassenden Protest gegen die Bildungspolitik des Landes. Auf Initiative von zunächst einzelnen Jugendlichen bereiten die Schülersprecher von bisher elf Gymnasien und einer Gesamtschule eine Demonstration vor. |
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Wir rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern, sagt Stephan Reinisch von der Leibnizschule. Die Demonstration ist für den am 19. Juni geplant, starten soll sie um 12.30 Uhr. Auf dem Forderungskatalog der Schüler stehen kleinere Klassen, mehr Lehrer, Entlastung des Lehrplans angesichts des verkürzten Abiturs und Lernmittelfreiheit. Klassen mit oft deutlich mehr als 30 Schülern vermindern Konzentration und Leistungsfähigkeit, sagt Reinisch. Außerdem wollen die Jugendlichen eine Rücknahme der Oberstufenreform erreichen. Unsere Wahlmöglichkeiten sind jetzt sehr eingeschränkt, sagt Schülersprecher Reinisch. Viele Schüler befürchteten in Zukunft schlechtere Abschlüsse und damit weniger Chancen bei Studien- und Berufswahl. Die Stimmung sei sehr aufgeheizt, berichtet Benjamin Reetz vom Schülersprecherteam der Tellkampfschule. Die Umsetzung des verkürzten Abiturs sei dilettantisch verlaufen. Der Lehrermangel hat dramatische Auswirkungen, denn die jüngeren Schüler müssen den Stoff trotz fehlender Lehrer in verkürzter Zeit lernen. Reetz geht davon aus, dass mindestens 300 Schüler seines Gymnasiums bei der Demo mitmachen. Ein anderes Gymnasium will sich möglicherweise sogar komplett beteiligen. Die Schülervertretung (SV) der Bismarckschule wiederum hat sich dagegen entschieden. Die Klassengröße sei ein Problem, aber mit der eigenen Oberstufe sei man zufrieden, sagt Sprecher Jan Engelke. Durch die Kooperation mit anderen Schulen gebe es genügend Fächerauswahl. Wir werden unsere Mitschüler aber auf jeden Fall informieren, sodass jeder selbst entscheiden kann, ob er zu der Demonstration geht, sagt Engelke. Der Stadtelternrat unterstützt die geplante Protestaktion der Schüler und wirbt um eine breite Beteiligung von Eltern. Es ist eine Initiative der Schüler. Ich finde es gut und richtig, dass sie ihre Rechte einfordern, sagt Garnet Eichholz, Vorsitzende des Stadtelternrats. Das Gremium will in allen Schulformen Eltern und Schüler informieren. Ein Großteil der Forderungen, wie die nach mehr Lehrern, betrifft alle Schulen, sagt Eichholz. von Bärbel Hilbig |
| HAZ, 03.06.2008 | Kommentar: Allein gelassen |
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Die letzte Schülerdemonstration in Hannover liegt schon etliche Jahre zurück. Wenn jetzt wieder Jugendliche mit der Forderung nach besserer Unterrichtsversorgung an die Öffentlichkeit gehen, muss einiges im Argen liegen. Ältere mögen sich daran erinnern, dass eine ausgefallene Stunde in der eigenen Jugend oft Begeisterung hervorrief. Heute beunruhigt es die Schüler. Bei Fachlehrermangel, oft übervollen Klassen und verkürzter Zeit bis zum Abschluss fühlen sich viele offenbar allein gelassen. Sie sehen ihre Zukunftschancen schwinden. Für das Kultusministerium ist der Protest ein schlechtes Zeichen. Es sollte sich schnell kümmern auch wenn keine Landtagswahlen vor der Tür stehen. Von Bärbel Hilbig |
| HAZ, 03.06.2008 | Land will Turbo-Abi entschärfen |
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Hannover. Vertreter von Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden haben gestern Abend eineinhalb Stunden über die Entzerrung des Turbo-Abis im Kultusministerium diskutiert. Ergebnis des Runden Tischs mit Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann: Die Zahl der Förderstunden soll 2009 auf zwei pro Woche erhöht werden. Die Neuntklässler sollen stundenmäßig entlastet werden. Dafür sollen die Wochenstunden der Fünft- und Sechstklässler leicht angehoben werden. Ziel ist eine "Gleichverteilung" der Stunden. Außerdem sollen die Klassengrößen verringert werden. Die jetzigen Neuntklässler sind die Ersten, die 2011 nach nur zwölf Schuljahren ihr Abitur ablegen. Außer ihnen machen dann aber auch zum letzten Mal Schüler nach 13 Schuljahren ihren gymnasialen Abschluss. Schüler, Lehrer und Eltern hatten das "Turbo-Abitur" immer wieder als eine zu hohe Belastung kritisiert. Derweil warf die SPD der Landesregierung erneut eine schlechte Schulpolitik vor. Die SPD-Fraktion im Landtag forderte, dass die zehnten Klassen vom kommenden Schuljahr an höchstens 26 statt wie bisher 32 Schüler umfassen. Zudem sollten die Schüler künftig die Wahl haben, ob sie ihr Abitur nach 12 oder 13 Jahren machen. Das "Turbo-Abi" is von der Landesregierung extrem schlecht vorbereitet worden", sagte die schulpolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. ran |
| NP, 02.06.2008 | Kreis Schaumburg plant drei neue IGS, Braunschweig will eine |
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Als erster Landkreis hat Schaumburg den Bedarf für neue Gesamtschulen erfragt |
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Hannover. Voraussichtlich ab 1. August können wieder neue Gesamtschulen im Land gegründet weden, jetzt konkretisieren sich erste Pläne. Im Landkreis Schaumurg sei ein Bedarf von mindestens drei weiteren Integrierten Gesamtschulen (IGS) ermittelt worden, berichtete Schuldezernentin Eva Burdorf am Wochenende. 1902 Grundschul-Eltern (28 Prozent) hätten Interesse an einem Platz erklärt. Die Verwaltung schlägt daher die Einrichtung von drei IGS möglichst zum 1. August 2008, spätestens zum 1. August 2009 vor. Nach dem Gesetzentwurf des Kultusministeriums sollen Neugründungen aber nur unter strengen Bedingungen zugelassen werden. Es müsse etwa sichergestellt werden, dass weiterhin alle anderen Schulformen für die Kinder in der Region erreichbar sind. Zudem sollen neue Gesamtschulen mindestens fünfzügig sein. Die Entscheidung über eine Neugründung fällt der Schulträger. Das Gesetz soll voraussichtlich im Juli vom Landtag verabschiedet werden. "Durch die Auflagen werden Neugründungen besonders in ländlichen Regionen unnötig erschwert", kritisierte der Vorsitzende des Landeselternrats, Matthias Kern.Wegen fehlender Plätze waren 2007 landesweit mehrere tausend Kinder von Gesamtschulen abgelehnt worden. Diese Situation werde sich wahrscheinlich noch verschärfen, befürchtete Kern. Zum Beispiel gebe es für die Robert-Bosch-Gesamtshule in Hildesheim, die im Dezember den Deutschen Schulpreis erhielt, bereits jetzt eine Warteliste mit mehreren hundert Viertklässlern. In Braunschweig erarbeitet die Verwaltung derzeit in Konzept zur Errichtung einer vierten IGS in der Stadt. Eine Befragung der Eltern sei nicht nötig, erklärte ein Sprecher. In den vergangenen Jahren hätten jeweils etwa 300 Schüler keinen IGS-Platz bekommen.. In Friesland hat eine Elterninitiative per Umfrage einen Bedarf für 1578 Gesamtschul-Plätze bis 2012 ermittelt. Der Kreis will in Kürze noch einmal die Eltern befragen. "Wir sind guter Dinge, dass es mit der offiziellen Bedarfsermittlung durch den Landkreis nun 2009 mit einer IGS klappt", so eine Elternsprecherin. Hannoer plant keine Befragung. Die Stadt will erst das Gesetz abwarten. |
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