| RELIGION - Doku des
Stadtelternrates Hannover |
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NP,
04.10.2005 Zwist um Werte & Normen
Werteerziehung gehört dringend in die Klassenzimmer – darin sind
sich Pädagogen und Eltern einig. Doch wie soll der Unterricht
aussehen? Kann man Werte überhaupt unterrichten? Erfüllt der
konfessionelle Religionsunterricht diesen Zweck oder das Ersatzfach
Werte und Normen? Oder sollte es ein allgemeines Wertefach für
alle Schüler geben? Die Diskussion an den Schulen ist in vollem
Gang.NP, 04.10.2005 Wieviel Religion muss sein ? Verschiedene Perspektiven gibt es auch bei vielen Eltern. „Dass Wertevermittlung wichtig ist, darin besteht Einigkeit, aber der Weg dorthin ist strittig“, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. Viele hielten am Religionsunterricht fest, viele sprächen sich auch für ein Ethikfach aus, in dem Glaubens- und Wertesysteme gleichberechtigt behandelt werden. „Die Elternschaft ist gespalten“, so Lochte. NP, 04.10.2005 "Werteunterricht ist kein Ersatz" Religionsunterricht in der Kritik - Fragen an Landesbischöfin Margot Käßmann. NP, 04.10.2005 Islam-Unterricht: Kultusminister zieht positive Bilanz Als Reaktion auf die große Anzahl muslimischer Schüler gibt es in Niedersachsen seit August 2003 islamischen Religionsunterricht an 8 Grundschulen. |
| Stadt-Anzeiger Ost, 27.03.2003 Tod und Leben / Werte und Normen: Gedichte von Liebe und Glück An der Integrierten Gesamtschule Roderbruch haben sich Zehntklässler mit dem Thema "Leben und Sterben" auseinandergesetzt. ... In der Ausstellung bringen die Zehntklässler zum Ausdruck, was für sie "Leben" bedeutet: Zu lieben, aber auch geliebt und nicht nur gebraucht zu werden - dies ist den 16- bis 17-Jährigen durchgehend wichtig. ... mehr ... |
NP, 02.06.2001 www.tod.de nennen
es IGS-Schüler, wenn sie sich mit dem Sterben beschäftigen "Mein Bild ist aus Sand. Es
soll Vergänglichkeit
symbolisieren". Laura Domeier (14) hat
zusammen
mit ihrer Klassenkameradin Denis Rabe (15) ein
bemerkenswertes
Kunstwerk geschaffen - Teil eines Projektes von Schülern der Klasse
9d in der IGS List. Es
wird
zuzeit mit anderen Arbeiten zum Thema Tod im Freizeitheim Vahrenwald
ausgestellt.
Titel: www.tod.de. mehr
... |
| NP,
19.03.2004 Werte
und
Normen: „Unsere Schule steht
nicht im
Orient“ Pädagogen
unterstützen Busemanns
Forderung nach Vermittlung hergebrachter Werte. Der Kultusminister
rennt
mit seinem Ruf nach Werten wie Fleiß und Pünktlichkeit
offene
Türen ein. Der Stadtelternrat vermisst konsequentes Handeln.
VON JULIA PENNIGSDORF
HANNOVER. Richard Lochte kann über die von Kultusminister Bernd
Busemann
angeschobene Wertedebatte nur lächeln. „Appelle dieser Art
hört
man immer öfter. Sie sind sehr populär – nur bewirken sie in
der
Regel gar nichts“, sagt der Stadtelternratsvorsitzende.
Busemann hatte sich im
NP-Interview
für eine stärkere Wertevermittlung an den Schulen eingesetzt.
Tugenden wie Fleiß, Pünktlichkeit, Sauberkeit und Treue
müssten
der Jugend vermittelt werden. Lehrer müssten Vorbild sein. „Wer es
mit
der Pünktlichkeit nicht genau nimmt, kann keine Schüler
überzeugen.“
Für Elternvertreter Lochte ist die
Forderung
ein Lippenbekenntnis. „Wann immer Lehrer ihren Pflichten nicht
nachkommen,
ringen wir mit den Behörden um Konsequenzen. Aber es
passiert
fast nie was.“ Peter
Niebling,
Leiter der Ricarda-Huch-Schule, nennt die Wertediskussion
„vordergründig“.
Natürlich seien Fleiß und Pünktlichkeit wichtig. Seinen
Schülern
jedoch mangele es mehr an Toleranz und Fairness. „Mobbing ist ein
großes
Thema bei uns“, so der Direktor. Während sich die Schüler im
Unterricht
der Lehrerautorität beugten und die Spielregeln akzeptierten, sehe
das
außerhalb des Klassenraums oft ganz anders aus. „Da werden
Schüler
schnell zu Außenseitern gemacht, wenn sie nicht der gängigen
Norm
entsprechen“, hat Niebling beobachtet. „Wir haben zunehmend das
Problem,
dass sich Klassen nicht mehr als Gemeinschaft
verstehen.“ Dass
Busemanns Tugend-Debatte unmittelbar mit dem sozialen Lernen
zusammenhängt, bestätigt Thomas Fitzner von der Hauptschule
Badenstedt.
„Tischmanieren sind eine Sache“, so Fitzner, „aber wir müssen den
Schülern
vor allem beibringen, hilfsbereit zu sein, mal die Tür
aufzuhalten.“
Die Pädagogen sind sich einig, dass es sich bei einer
konstruktiven
Wertediskussion um eine gesamtgesellschaftliche Debatte handeln muss.
„Schule ist kein Reparaturbetrieb“, sagt Fitzner, und sein Kollege Uwe
Schröter,
Leiter der Ada-Lessing-Hauptschule, ergänzt: „Wir können
nicht
alle Defizite elterlichen Erziehung
auffangen.“
Schröter hat längst Busemanns Tugenden als Leitbild
gewählt.
Die Normdiskussion sei zwingend – vor allem wegen der verschiedenen
Kulturen,
die zusammen lernen. „Unsere Schule steht hier, nicht im Vorderen
Orient.“
Der Rektor bestätigt,
dass
im Zuge der allgemeinen Vereinzelung der 70er und 80er Jahre viele
vernünftige
Rituale vergessen worden seien. Keine Mütze im Unterricht,
kein
Kaugummi – das ist bei Schröter Standard. Grenzen setzen,
Orientierung
bieten – das begrüßen nicht nur Lehrer. Fitzner: „Auch die
Jugendlichen
verlangen danach.“ |
| Stadt-Anzeiger Ost, 27.03.2003 Tod und Leben / Werte und Normen: Gedichte von Liebe und Glück An der Integrierten Gesamtschule Roderbruch haben sich Zehntklässler mit dem Thema "Leben und Sterben" auseinandergesetzt. Mit 16 oder 17, da pulsiert das Leben. Sterben und Tod liegen in weiter Ferne. Wirklich ? Und hängt beides nicht irgendwie zusammen ? Die Schüler der Klasse 10-3 der Integrierten Gesamtschule (IGS) Roderbruch haben sich jetzt im Fach "Werte und Normen" ausgiebig Gedanken über das Thema gemacht, dazu selbst Gedichte verfasst und auf Seidenbahnen gemalt. 17 Fahnen hängen jetzt bis zum Sommer im Foyer der Gesamtschule, auf denen nachzulesen ist, was die jungen Leute beim Thema Leben und Tod bewegt. Ausgangspunkt war ein Gedicht von Fried. "Aber bei ihren eigenen Ideen haben viele für ihr Alter eine erstaunliche Reife bewiesen", sagt Lehrerin Hiltrud Boness. In der Ausstellung bringen die Zehntklässler zum Ausdruck, was für sie "Leben" bedeutet: Zu lieben, aber auch geliebt und nicht nur gebraucht zu werden - dies ist den 16- bis 17-Jährigen durchgehend wichtig. "Leben, das ist der Mensch zu sein, der man ist", heißt es selbstbewusst in einem der Gedichte. Und noch etwas anderes ist den jugendlichen Verfassern klar: Leben bedeutet, Gefühle zu empfinden, auch wenn diese unangenehm sind. "Das Glücklichsein reicht mir nicht. Ich muss auch das Unglücklichsein spüren", schreibt eine junge Russin. Wenngleich die Gedichte auf den Seidenfahnen ausschließlich vom Leben erzählen - die andere Seite ist bekanntlich der Tod. Deshalb haben die Schüler für den Unterricht auch das Hospiz Luise besucht und von Schwester Regine Köhler erfahren, dass die Einrichtungn den Sterbenden die letzten Tage im Leben so würdig wie möglich gestalten will. "Ich könnte nicht sagen, dass ich vor dem Sterben Angst hätte - eher Respekt", meint Katharina Heye. Denn schließlich könnte es ja jeden Tag sein. Manche sind sich einig, dass man das Leben nicht unnötig aufs Spiel setzen sollte, zum Beispiel mit Bungee-Jumping oder ähnlich waghalsigen Aktionen. "Ich weiß nur, dass ich jetzt noch nicht sterben will", sagt Aschref Abedian-Amiri. Die 16-Jährige flüchtete als Kind aus dem Irak. Für David Richter, dessen Vater Amerikaner ist, stellt sich der Tod als ein großes Fragezeichen dar. "Aber wer weiß, ob danach nicht etwas Neues kommt ?" Bereits in den vergangenen Wochen diskutierten die Schüler auch über das Sterben im Krieg. "Ich glaube, die Soldaten verdrängen das. Oder sie müssen mit sich selbst schon absolut im Reinen sein", meint David. Die Ausstellung mit den Gedichten zum Leben sollte eigentlich mit einer kleinen Ansprache und Erläuterungen der Klasse 10-3 eröffnet werden. Doch dann war der erste Tag des Irak-Kriegs. So hängten die Schüler am Morgen noch schnell die Stoffbahnen auf und daneben eine weitere Fahne mit der Aufschrift "Krieg bedeutet Tod", bevor sich alle auf den Weg zu einer stadtweiten Demonstrationen machten. In einigen Wochen soll die Präsentation nachgeholt werden. Dann wollen die Zehntklässler auch in der ganzen Schule für das Hospiz Luise sammeln. val |
Problembewusst: Schüler
rund um das Kunstwerk von Laura Domeier und Denise Rabe im Freizeitheim
Vahrenwald.
Foto: Biester NP, 02.06.2001 Tod und Leben / Werte und Normen: www.tod.de nennen es IGS-Schüler, wenn sie sich mit dem Sterben beschäftigen "Mein Bild ist aus Sand. Es soll Vergänglichkeit symbolisieren". Laura Domeier (14) hat zusammen mit ihrer Klassenkameradin Denis Rabe (15) ein bemerkenswertes Kunstwerk geschaffen - Teil eines Projektes von Schülern der Klasse 9d in der IGS List. Es wird zuzeit mit anderen Arbeiten zum Thema Tod im Freizeitheim Vahrenwald ausgestellt. Titel: www.tod.de. Klassenlehrer Herwig Dorwerk (49) sagt: "Die Schüler haben das Thema selbst gewählt. Es gab bei ihnen eigentlich kaum Berührungsängste." Ein halbes Jahr lang arbeiteten die 14- bis 16-Jährigen an einem Thema, das sie ihr Leben lang begleiten wird. Mit dabei die Philosophin Annette Klecha (41), angestellt vom Kulturamt : "Bei den jungen Menschen gibt es ein ernsthaftes Wissen darüber, dass Leben und Tod haarscharf beieinander liegen." Hilfreich das Know-how von Künstlerin Elke Lückner (36). Sie sagt: "Die Ausstellung ist richtig guter Stoff zum Nachdenken." KRW Aus der Presseerklärung des Freizeitheimes Sicher ist: Das Leben endet mit dem Tod - oder doch nicht? Was passiert mit uns, wenn wir gestorben sind ? Wo werden wir sein? Werden wir sein? Was bedeutet uns unser - endliches - Leben ? Mit Hilfe von szenischen und bildnerischen Mitteln präsentieren die Schüler ihre Überlegungen in der Ausstellung im Freizeitheim Vahrenwald ab dem 1. Juni 2001. Das Projekt ist eine Kooperationsarbeit von: Kulturamt der Stadt Hannover, Freizeitheim Vahrenwald, der "Werkstatt zur gelben Tasche", dem Projekt "art zu bi" und der IGS List. |
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