| SANIERUNG DER SCHULEN - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover |
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NP + HAZ, 14.04.2007 |
Stadt verkauft drei Schulen |
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NP, 14.04.2007 Stadt verkauft drei Schulen, weil die Sanierung aller 85 Millionen Euro kostet |
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NP, 14.04.2007 Ratsopposition sieht Schulverkauf kritisch |
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HAZ, 14.04.2007 Stadt-Töchter sollen Schulen flott machen - Tochtergesellschaften sollen Gebäude mit Millionendarlehen sanieren |
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HAZ, 21.12.2006 |
Kommunale Firmen kämpfen um Schulsanierung |
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Streit um 40 Millionen Euro schwere Renovierungsaufträge / Handwerk reklamiert Löwenanteil für sich / Land behält sich Genehmigung vor |
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Von Gunnar Menkens |
| HAZ, 03.07.2006 | Schulsanierung verzögert sich |
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Für die Instandsetzung maroder Schulen durfte die Stadt im Jahr 2005 elf Millionen Euro an Krediten aufnehmen. Bislang wurde für die Arbeiten allerdings noch nicht ein Cent ausgegeben. Jetzt drängt die Zeit im Rathaus. |
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Von Gunnar Menkens |
| HAZ, 09.06.2006 | Rat winkt Sea-Life durch - Schulsanierung beschlossen |
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Die letzte Entscheidung ist dem Rat am Donnerstag kein Wort mehr wert
gewesen. Ohne Gegenstimme und in wenigen Sekunden beschlossen die Kommunalpolitiker,
dass im insolventen Regenwaldhaus ein Sea-Life-Aquarium entstehen und
der Merlin Entertainments- Konzern damit den Betrieb des Pflanzenhauses
übernehmen soll. Der Unterwasser-Zoo mit Haien, Rochen und Seepferdchen
soll im kommenden April öffnen. Die Stadt erwartet, wie berichtet,
geringe Pachterträge statt hoher Verluste, hätte sie das Regenwaldhaus
in eigener Regie weitergeführt. Merlin erwartet bis zu 250 000 Besucher
jährlich. |
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HAZ,
22.04.2006:
Gute
Noten für Sanierungsplan HAZ,
22.04.2006:
Millionen
für Mühlenberg
Die IGS Mühlenberg soll mit Hilfe privater Investoren saniert
werden. |
| HAZ, 14.03.2006:
Einsturzgefahr:
Stadt sperrt Sporthalle Dach der "Drei-Feld-Halle" im Zooviertel hat Risse / Endgültige Untersuchung erst bei wärmerem Wetter Die Stadtverwaltung hat nach dem Einsturz einer Eislaufhalle in Bad Reichenhall, bei der Anfang Januar 15 Menschen starben, Konsequenzen gezogen: Am Montag wurde eine Sporthalle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG) im Zooviertel gesperrt. „Vorsorglich“, betonte gestern Stadtsprecher Klaus Helmer. Nach dem Unglück in Bayern hatte die Stadt alle hannoverschen Sporthallen und Gebäude mit großen Dächern überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass das Dach der „Drei-Feld-Halle“ in der Lüerstraße durch Risse in seiner Tragfähigkeit geschwächt ist. Bis Ende März soll die Auswertung der Untersuchung aller Hallen und Dächer vorliegen. Im Fall der KWRG-Sporthalle ist nicht klar, ob das Dach tatsächlich einsturzgefährdet ist. Um die Konstruktion weiter untersuchen zu können und das Dach zu entlasten, soll aber die Kiesabdeckung abgeräumt werden. „Das ist erst nach dem Ende der Frostperiode möglich“, sagte Helmer. Erst dann könnten Fachleute ein endgültiges Urteil über die Nutzung der Halle fällen. Für die mehr als 1000 Schüler des Gymnasiums und der Sophienschule, die ebenfalls das Gebäude nutzen, wird sich nicht viel ändern: Zwar ist die „Drei-Feld-Halle“ die größte der fünf Hallen, in der diese beiden Schulen Sportunterricht anbieten – nach Auskunft einer Sprecherin der Sophienschule ist der Sportunterricht durch die Verlegung in andere Hallen aber bereits für beide Schulen gesichert. „Den Sportvereinen, die diese Halle bisher am Nachmittag und abends genutzt haben, werden wir in den nächsten Tagen Ausweichmöglichkeiten anbieten“, sagt Helmer. hauule ist der Sportunterricht durch die Verlegung in andere Hallen aber bereits für beide Schulen gesichert. „Den Sportvereinen, die diese Halle bisher am Nachmittag und abends genutzt haben, werden wir in den nächsten Tagen Ausweichmöglichkeiten anbieten“, sagt Helmer. hau |
| NP,
14.03.2006: Einsturzgefahr:
Stadt sperrt Sporthalle Dach des Flachbaus des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums im Zooviertel hat Risse VON ANDREAS VOIGTHANNOVER. Kein Sport mehr für etwa 1000 Schüler: Die Stadt Hannover hat gestern Morgen die große Halle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWR) im Zooviertel gesperrt – Einsturzgefahr. Davon unterrichtete Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gestern Nachmittag den Schulausschuss. „Nach den Ereignissen in Bad Reichenhall haben wir alle städtischen Gebäude überprüfen lassen. Dabei wurden die Mängel an der Sporthallenkonstruktion festgestellt.“ Durch Risse in den Dach-Fachwerkbindern (oder Greimbindern) sei die Tragfähigkeit des Flachdaches nicht mehr gewährleistet. „Dies wurde uns Freitagnachmittag mitgeteilt. Montagmorgen haben wir dann sofort gehandelt“, so Schmalstieg weiter. Die Stadt kündigte im Ausschuss weitere Untersuchungen über die Tragfähigkeit des Daches und der Wände an. Um das Flachdach zu entlasten, will die Stadt den Kies abtragen lassen. „Das geht aber erst nach Ende der Frostperiode“, so der Oberbürgermeister weiter. Ob und wann die Halle wieder genutzt werden kann, hängt von weiteren Gutachten ab. Von der Hallensperrung sind auch Schüler der Sophienschule und zehn Sportvereine betroffen. Die Vereine hat die Stadt ebenfalls am Montag unterrichtet. „Wir suchen umgehend nach Ersatz“, versprach Schmalstieg. Sportveranstaltungen an Wochenenden will die Verwaltung in andere große Hallen verlegen. KWR-Schulleiter Gerhard Tiecke sagte zur NP, dass die Stadt sich am Montag rechtzeitig vor Schulbeginn gemeldet habe. Den Sportunterricht verlege das Gymnasium in seine zwei kleineren Hallen. Die Drei-Felder-Halle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums gehört bereits zum „Sofortprogramm Teilsanierungen“ der Stadt – und sollte nach ursprünglichen Planungen in den Sommerferien für 1,1 Millionen Euro saniert werden. KEIN SPORT: Wegen Einsturzgefahr hat die Stadt die Halle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums gesperrt. Foto: Decker |
| HAZ, 21.02.2006 Stadt
investiert 110 Millionen Euro in Schulsanierung Alle Lehranstalten sollen in fünf Jahren renoviert sein - wenn das Land die Kredite dafür genehmigt / Sofortprogramm beschlossen Von Bärbel Hilbig In rund fünf Jahren will die Stadt die Grundsanierung ihrer Schulen abgeschlossen haben. „Es soll so schnell wie möglich gehen, und wir hoffen, dass das klappt. Aber es muss das Geld da sein“, sagte gestern Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg. Die Stadt will jährlich rund 22 Millionen Euro für die Sanierung der Schulen sowie 17 Millionen Euro für die laufende Instandhaltung ihres gesamten Gebäudebestands aufwenden. Der Anteil der Schulen daran beträgt 70 Prozent. Der Zeitplan sei allerdings nur realistisch, wenn nichts Unvorhergesehenes passiere, schränkte Schuldezernent Harald Böhlmann ein. Und: In der Vergangenheit seien bei Sanierungen häufiger zusätzliche Probleme aufgetreten, so der Dezernent. Die Sache hat noch einen anderen Haken: In den vergangenen zwei Jahren kürzte die Kommunalaufsicht des Landes der Stadt jeweils die Kreditaufnahmen für die Sanierungen. „Sonst wären wir schon viel weiter“, sagte Schmalstieg. Er appellierte an das Land, die für 2006 vorgesehenen Kredite diesmal zu genehmigen. Schmalstieg, Böhlmann und Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff gaben gestern einen Zwischenbericht über den Stand des Sanierungsprogramms für Schulen. Seit seinem Start 2001 fanden in allen 113 Schulgebäuden der Stadt Arbeiten statt – allerdings in sehr unterschiedlichem Umfang. Von 2001 bis 2005 investierte die Stadt mehr als 116 Millionen Euro in die Sanierungen. Teuerster Einzelposten war bisher die Käthe-Kollwitz-Schule mit fast zehn Millionen Euro. Im Jahr 2000 sei der gesamte Sanierungsbedarf auf etwa 270 Millionen Euro geschätzt worden, sagte Schmalstieg. Dieses Jahr will die Stadt insgesamt rund 22 Millionen Euro für die Sanierung ihrer Schulen ausgeben. Davon entfallen 13 Millionen auf acht Schulen, die neu ins Sanierungsprogramm aufgenommen werden. Mit 2,8 Millionen ist die größte Summe für die Fichteschule in Hainholz eingeplant. Die Grundschüler ziehen während der Arbeiten für ein Jahr in das Schulgebäude Voltmerstraße. Zu den neuen Sanierungsprojekten gehören auch die Integrierte Gesamtschule (IGS) List, die IGS Vahrenheide-Sahlkamp, die Pestalozzischule I, die Grundschule Stammestraße, die IGS Roderbruch, die IGS Linden und die Hauptschule Isernhagener Straße. Weitere fünf Millionen Euro sind für die Fortsetzung von Arbeiten aus dem vergangenen Jahr an der Grundschule Lindener Markt, der Grundschule Vinnhorst, der Grundschule Auf dem Loh und an den Turnhallen des Schulzentrums Misburg und der Glockseeschule veranschlagt. Außerdem hatte der Rat zusätzlich für vier Millionen Euro ein „Sofortprogrammm Teilsanierung“ beschlossen. Die bereits seit vier Jahren gesperrte Aula der Tellkampfschule und die Sporthalle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums sollen mit diesem Geld in Stand gesetzt werden. Insgesamt sind Arbeiten an 16 Schulen vorgesehen. Baustelle Schule: In der Grundschule Auf dem Loh sind die Fenster morsch (links). An der Fichteschule in Hainholz ist der Beton an einigen Stellen mürbe geworden (Mitte). Auch an der IGS List müssen Fenster saniert werden (rechts). |
| NP, 21.02.2006
Das
22-Millionen-Programm 22 Millionen Euro will die Stadt in diesem Jahr in die Sanierung von acht Schulgebäuden stecken – wenn das Land dem Gebäudebetrieb grünes Licht für die Aufnahme von Krediten in dieser Höhe gibt. VON MICHAEL KRISCHE Stadt will in diesem Jahr acht Schulen sanieren HANNOVER. Sobald der Haushalt der
Stadt von der Kommunalaufsicht genehmigt ist, solls losgehen: Acht Schulen
stehen auf der Sanierungsliste des städtischen Gebäudebetriebs
2006 (siehe Bilderleiste unten).22 Millionen Euro sind in den Haushalt eingestellt. „Ich appelliere an den Innenminister, dass es nicht erneut zu Kürzungen im Bereich der Bildung kommt“, so OB Herbert Schmalstieg gestern bei der Vorstellung des Programms im Rathaus. Die Sorgen sind berechtigt: Um acht Millionen Euro hatte die Kommunalaufsicht die Kreditaufnahme für Schulsanierungen im Jahr 2004, um 4,2 Millionen das Programm für 2005 gekürzt. Natürlich unter Hinweis auf die hohe Verschuldung der Stadt. Aus Sicht des Oberbürgermeisters Sparen am falschen Ende. „Aufgeschobene Sanierungen werden nur noch teurer“, sagt der OB. Und wehrt sich im Kommunalwahljahr zugleich gegen den Vorwurf der Opposition, „wir würden hier alles verkommen lassen“. „2000 haben wir das Sonderprogramm beschlossen. 116 Millionen
Euro wurden 2001 bis 2005 in Schulsanierungen investiert“,
rechneten Schmalstieg und die Dezernenten Hans Mönninghoff (Gebäude)
und Harald Böhlmann (Schulen) vor. Ohne Kreditbeschränkungen wären
es ein paar Millionen mehr gewesen.An der Reihe sind dieses Jahr die Grundschulen Stammestraße, Pestalozzischule und Fichteschule, die Hauptschule Isernhagener Straße, IGS List, IGS Vahrenheide, IGS Roderbruch und IGS Linden. Abgeschlossen werden die begonnenen Arbeiten in den Schulen Lindener Markt, Vinnhorst, Schulzentrum Misburg und Glockseeschule. Im Rahmen eines (in den 22 Millionen enthaltenen) „Sofortprogramms
Teilsanierungen“ sollen außerdem die Aula der Tellkampfschule
und die Sporthalle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums erneuert werden.
Baubeginn: möglichst noch in den Sommerferien.Nicht in den bisher verbauten und für 2006 bereitgestellten Sanierungsmitteln enthalten sind die Aufwendungen der Stadt für die bauliche Unterhaltung. Für solche laufenden Reparaturen wurden nach Angaben Böhlmanns ab 1994 jährlich Beträge zwischen acht bis zwölf Millionen, ab 1997 bis zu 24 Millionen Euro ausgegeben. Wenn das Tempo durchgehalten wird, soll die Sanierungsphase in etwa fünf Jahren abgeschlossen sein. „Wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt“, so Böhlmann. Unvorhergesehen war zum Beispiel die PCB-Entseuchung des Schulgebäudes Suthwiesenstraße vor einigen Jahren. „Wir haben keinen weiteren PCB-Fall“, so der Schuldezernent. Dafür muss schnell Ersatz geschaffen werden für die Sanierungsfälle Bismarckschule und Kreuzriede. Mönninghoff: „Die Planungen laufen.“ Seit Beginn des Jahrtausends habe die Stadt auch noch 25 Millionen für die Neubauten der Schulen Tresckowstraße, Feldbuschwende und IGS Kronsberg investiert. Der nächste ganz große Brocken wartet schon: Die Sanierung der IGS Mühlenberg soll in die Regie eines Firmenkonsortiums gegeben und europaweit ausgeschrieben werden. Fotos von oben nach unten : Herbert Schmalstieg, Hans Mönninghoff, Harald Böhlmann |
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| Schule 1: Grundschule Stammestraße (Ricklingen). Vorgesehen: Sanierung von Sanitäreinrichtungen, Heizungsverteilung, Bleirohren, Elektro-Leitungen, Fenstern, Turnhallengebäude, Dach und Fassaden. Barrierefreie Zugänge für Behinderte. Kosten: 1,4 Millionen Euro. |
Schule 2: Pestalozzischule (Hinter der alten Burg, Misburg-Nord). Sanierung von Fenstern, Außenwanddämmung, Dach, Heizungsanlagen. Diverse Sicherheitsmaßnahmen, Schaffung von Barrierefreiheit für Behinderte. Kostenschätzung: 1,6 Millionen Euro |
Schule 3: IGS List (Röntgenstraße). Sanierung der gesamten Gebäudehülle: Dächer, Fenster, WC-Anlagen, Heizungsrohrnetz, Elektro-Netz. Weitere Sicherungsmaßnahmen und Schaffung von Barrierefreiheit für Behinderte. Gesamtkosten: 2,55 Millionen Euro. |
Schule 4: IGS Vahrenheide-Sahlkamp: Dach- und Fenstersanierung, Erneuerung der Heizungsanlage und Heizverteilung, Sanierung der WC-Anlagen und Elektro-Leitungen. Schaffung von Barrierefreiheit für Behinderte. Gesamtkosten: 1,925 Millionen Euro. |
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| Schule 5: Isernhagener Straße (Vahrenwald). Erneuerung von Fenster und Fassadenflächen, E-Leitungsnetz, Bleirohren, Fernwärmeversorgung. Diverse Maßnahmen für den Ganztagsbetrieb. Schaffung von Barrierefreiheit für Behinderte. Kostenannahme: 575 000 Euro. |
Schule 6: IGS Roderbruch, Groß-Buchholz, Rotekreuzstraße. Sicherheitsmaßnahmen in der Aula und in den Sporthallen. Dachsanierung in den Gebäudeteilen Sporthallen, Primarbereich, Mensa und Bibliothek. Gesamtkosten: 1,32 Millionen Euro. |
Schule 7: IGS Linden, Am Lindener Berge. Sanierung von Pueblo und Turnhallenfassade, Maßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Verbesserungen bei Brandschutz und Behinderteneignung. Erneuerung der Beleuchtung, Auswechslung PCB-Kondensatoren. Kosten: 870 000 Euro. |
Schule 8: Fichteschule, Voltmerstraße (Hainholz). Sanierung von Fenstern und Fassaden, Elektro- und Sanitäranlagen sowie der Heizungsverteilung. Besserer Brandschutz, Sanierung der Turnhalle. Während der Bauzeit Auslagerung in ein leeres Nachbargebäude. Kosten: 2,82 Millionen Euro. |
| NP, 12.05.2004 Kredite
runter - Aufsicht kappt Schulsanierung
HANNOVER. Die Stadt muss bei der geplanten Sanierung von Schulen und Kitas auch in diesem Jahr kürzer treten. Die Kommunalaufsicht hat den städtischen Haushalt für das Jahr 2005 wiederum nur mit einer erheblichen Beschränkung der geplanten Kreditaufnahmen für den Gebäudewirtschaftsbetrieb genehmigt. 4,2 Millionen Euro hat die Aufsicht gestrichen. Nur 11,5 Millionen darf die Stadt aufnehmen. Welche Projekte zurückgestellt werden müssen, war gestern noch nicht klar. Auch 2004 hatte Hannover bei der Sanierung Abstriche machen müssen. Kämmerer Stephan Weil kritisierte die Entscheidung: „Das ist eine Streichung am falschen Platz. Jetzt sind die Zinsen und die Baupreise günstig. Jede Sanierung, die später kommt, wird teuer.“ Die Aufsicht merkte an, dass die dauerhafte finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt auch weiter nicht in Sicht sei. Die Kassenkredite für laufende Ausgaben wurden auf zunächst 520 Millionen Euro begrenzt. mk |
| HAZ, 20.05.2004
Land
bremst Schulsanierung auf Pump Kreditaufnahme muss halbiert werden / Schwerer Rückschlag für Schmalstiegs Programm / Weil: Jetzt wird alles nur noch teurer Hannover muss die Sanierung von Schulen und Kindergärten drastisch reduzieren. Die Bezirksregierung hat dem zuständigen Gebäudewirtschaftsbetrieb die beantragten Kredite um fast die Hälfte gekürzt. Statt knapp 20 Millionen Euro darf der Betrieb nur rund zwölf Millionen Schulden machen, um Dächer, Fassaden, Fenster oder Heizungen in den städtischen Häusern in Stand zu setzen. Ungewöhnlich scharf reagierte Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg: „Für diese Entscheidung gibt es keinen sachlichen Grund. Sie trifft Kinder, Lehrer, Eltern und das Handwerk, das jetzt auf Aufträge verzichten muss.“ Die folgenreiche Verfügung der Bezirksregierung, eine Art Kontrollbehörde der Landesregierung, reicht bis in die nächsten Jahre: Finanzdezernentin Susanne Lippmann strich auch die langfristigen Pläne der Stadt zusammen. Bis 2007 darf der Gebäudebetrieb nur Sanierungsaufträge für 16 Millionen Euro vergeben – angestrebt war ein Volumen von 31 Millionen Euro. Das auf mehrere Jahre angelegte Programm, das ein Schwerpunkt in Schmalstiegs letztem Wahlkampf war und bisher ungekürzt geblieben ist, wird voraussichtlich erst mit einiger Verzögerung abgeschlossen. Nach Auskunft des zuständigen Dezernenten Hans Mönninghoff (Grüne) hat die Stadt bislang jährlich mit der Sanierung von 15 Schulen und drei Kitas begonnen. Mönninghoff sprach von drei Möglichkeiten, auf die neue Lage zu reagieren – Sanierungen strecken, nur die gröbsten Schäden sanieren oder einzelne Schulen und Kitas von der Liste streichen. In den vergangenen drei Jahren hatte die Bezirksregierung dem Gebäudebetrieb Kredite über insgesamt 97 Millionen Euro genehmigt, man erkannte die Notwendigkeit an, den Besitz zu pflegen. Ein Ende der Defizite aber schien nicht absehbar. „Da mussten wir auf die Bremse treten“, sagte Kontrolleurin Lippmann. Hannovers Kämmerer Stephan Weil kann das nicht nachvollziehen. „Wenn wir jetzt nicht sanieren, verschieben wir es nur. Und verschieben heißt, es wird teurer.“ Der Rat soll noch im Juni entscheiden, wie das Sanierungsprogramm fortgesetzt wird. Sozialdemokrat Schmalstieg verbreitete nach der Entscheidung der Bezirksregierung den Verdacht, die CDU/FDP-Landesregierung könne Einfluss auf den Kürzungsbeschluss genommen haben. Sparen gelobt: Die Kommunalaufsicht genehmigte ansonsten Hannovers Etat für 2004, lobte das jüngste Sparpaket als „sehr ambitioniert“ und stellte heraus, dass die Stadt ihre Schulden nicht erhöhe. „Sehr kritisch“ sei dagegen die Verschuldung der kommunalen Betriebe, besonders der Stadthalle und eben der Gebäudewirtschaft, mit insgesamt rund 43 Millionen Euro. gum |
| NP, 20.05.2004 Schulsanierung
ausgebremst Haushaltssanierung auf dem Rücken der Kinder: 14 Schulen wollte die Stadt in diesem Jahr sanieren. Von den Kosten in Höhe von 31 Millionen Euro sollten 19,6 Millionen über Darlehen finanziert werden. Die Kommunalaufsicht hat einen dicken Strich durch diese Rechnung gemacht. Sie genehmigte zwar den Stadt-Etat 2004 trotz eines Lochs von 138 Millionen Euro bei den laufenden Ausgaben, reduzierte aber die Kredite für den Gebäudebetrieb um acht Millionen Euro. Damit fehlt für die Sanierung von Schulen und Kitas fast ein Drittel der vorgesehenen Mittel. „Das gibt einen Riesenstau“, sagt OB Herbert Schmalstieg. Acht Millionen Euro fehlen: Diese Projekte kann es treffen VON MICHAEL KRISCHE HANNOVER. Acht Millionen Euro weniger für die Schulsanierung: Wen wird es treffen? In der nächsten Woche soll der für den Gebäudebetrieb zuständige Umweltdezernent Hans Mönninghoff der Dezernentenrunde vorschlagen, welche Maßnahmen nach der Verfügung der Bezirksregierung gestreckt oder verschoben werden müssen. Von Grund auf wollte die Stadt in diesem Jahr die Grundschulen Glücksburger Weg (Vahrenwald) und Tegelweg (Sahlkamp), das Gymnasium Schillerschule (Kleefeld), die Orientierungsstufe Ahlem, die Realschule im Schulzentrum Misburg und die Stresemann-Realschule in der Südstadt sanieren. Bei weiteren Gebäuden waren Teilsanierungen geplant: Mal wären marode Dächer, mal bröckelnde Fassaden oder brüchige Fenster zu erneuern. Auf Handwerker warten die Lister Comeniusschule, die IGS Linden, die Schulen Lindener Markt, Auf dem Loh und Fuhsestraße. Weiter auf der Liste standen die bisherigen Orientierungsstufen Meldaustraße und Anderten sowie die Kurt-Schumacher-Schule. Problem: Zum Teil sind die Arbeiten schon ausgeschrieben. „Die Entscheidung trifft nicht nur Kinder, Lehrer und Eltern. Betroffen ist auch das Handwerk, dem vorgesehene Aufträge nicht erteilt werden können“, schimpfte OB Herbert Schmalstieg. Die Kreditbeschränkung bei der Gebäudesanierung helfe der Stadt nicht bei der Bewältigung ihrer Finanzprobleme, sondern behindere sie. Sanierungen würden erfahrungsgemäß umso teurer, je später sie ausgeführt würden. Und: „Wegen der derzeit günstigen Kreditkonditionen wäre eine konsequente Umsetzung des Programms wirtschaftlich.“ Die Kommunalaufsicht hat der Stadt bescheinigt, mit ihrer Konsolidierungspolitik auf dem richtigen Weg zu sein. Laut Planung werde bis 2007 „nur“ noch ein Gesamtdefizit von 516 Millionen Euro erwartet statt 864 Millionen in der Vorjahrsplanung. Das Minus zeige aber, dass die angestrebte „dauerhafte Leistungsfähigkeit“ noch in weiter Ferne liege. Grüne: Mittel umschichten, um Sanierung fortzusetzen Weniger Geld für Schulsanierungen – die ersten Reaktionen: Klaus Huneke (SPD): „Ich finde das sehr bedauerlich. Die Bauten verfallen weiter, und für das Handwerk wichtige Investitionen können nicht getätigt werden.“ Michael Dette (Grüne): „Wir sollten sehen, dass die Schulsanierung trotzdem weitergeht – und wenn wir dafür Mittel umschichten. Es ist besser, zum Beispiel den Umbau des Neustädter Marktes zu verschieben, als dass in einer Schule die Fenster runterfallen.“ Rainer Lensing (CDU): „Man muss sich über diese Verfügung nicht wundern. Wir haben immer davor gewarnt, Schulden in Nebenhaushalten zu verstecken. Der Kämmerer hat diese verfehlte rot-grüne Haushaltspolitik mitgemacht.“ Detlef Schmidt (Hannoversche Linke): „Ich fürchte, dass sich die Kürzung faktisch kaum auswirken wird. Bei dem Schneckentempo, das der Gebäudebetrieb bisher bei der Sanierung an den Tag gelegt hat, wurde nie das Geld ausgegeben, das der Rat bewilligt hatte.“ Patrick Döring (FDP): „Im Gebäudebetrieb ist jahrelang falsch gewirtschaftet worden, ein Schattenhaushalt par excellence. Der OB muss einen Notfallplan vorlegen, wie er das Problem in den Griff bekommen will.“ Der Haushalt der Region wird nach Auskunft der Bezirksregierung voraussichtlich am Dienstag verabschiedet. „Ich gehe davon aus, dass auch bei uns nicht alle Kredite genehmigt werde, die wir beschlossen haben“, sagt Regionspräsident Michael Arndt mit Blick auf Hannover. mk/vag Woanders sparen! VON VERENA GROSS Der Putz bröckelt, durch die Fenster zieht es, und die Dächer sind undicht: Die Bedingungen in vielen hannoverschen Schulen sind unerträglich. Dennoch sollen die Kinder dort tagein, tagaus Lesen und Rechnen lernen. Das Problem ist nicht neu, die Stadt hat die Sanierungen ihrer Schulen jahrelang verschludert. Und jetzt, wo Hannover handelt, wird die Stadt von der Bezirksregierung ausgebremst. Nun muss der Rat erfinderisch werden. Und an anderer Stelle sparen, um das Sanierungsprogramm wie geplant durchzuziehen. Es ist wichtiger, für die Kinder dieser Stadt vernünftige Lernbedingungen zu schaffen, als beispielsweise Stadtteilplätze zu sanieren. Bäume und neues Pflaster lassen sich nachholen. Verpasste Chancen bei den Schülern nicht. Behörde kritisiert Verlagerung der Neuverschuldung in Nebenhaushalte Die Aufsicht hat weder die Überziehungskredite der Stadt (mit denen sie die Löcher bei den laufenden Ausgaben stopft) noch die „normalen“ Kredite für Investitionen im allgemeinen Haushalt gekürzt. Letztere, so Regierungsvizepräsident Karl-Heinz Mönkemeyer, bewegten sich inzwischen auf Höhe der jährlichen Tilgung. Warum wird ausgerechnet beim Gebäudebetrieb gestrichen? Er sehe die Verlagerung der Neuverschuldung in „Nebenhaushalte“ kritisch, sagte Mönkemeyer. Kämmerer Stephan Weil: „Die hohen Verluste im Gebäudebetrieb basieren darauf, dass wir dort nach kaufmännischem Rechnungswesen verfahren und hohe Abschreibungen ansetzen.“ Das Land wolle dieses Prinzip für alle Kommunalhaushalte einführen: „Offenbar weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut.“ Für die Kommunen werde das erhebliche Probleme bringen. mk BILD: MARODE SCHULEN: Dieser Putz bröckelte von einer Wand in der Stresemannschule. Foto: Archiv |
| HAZ, 20.04.2004 "Schulen
brauchen das Geld" Sanierungsstopp
droht / Parteien streiten um Ausweg
Fassungslosigkeit hat die Nachricht vom erwarteten Schulsanierungs-Finanzloch
bei Politikern und beim Stadtelternrat ausgelöst. „Es gibt
im aktuellen Sanierungsprogramm keine Schule, die es nicht dringend nötig
hätte“, sagt Stadtelternratsvorsitzender Richard Lochte.
Politiker wie der FDP-Ratsherr Wilfried Engelke fordern bereits einen „Notfallplan“,
um zumindest die dringendsten Sanierungsfälle in den Griff zu bekommen.
Wie berichtet, fehlt bis zu einem Drittel des benötigten Geldes, wenn
die Bezirksregierung den vorgelegten Finanzplan nicht genehmigt.
31 Millionen Euro will die Stadt in diesem Jahr über ihren eigens gegründeten
Gebäudewirtschaftsbetrieb in die Sanierung von 14 Schulen stecken,
fast 20 Millionen davon über Kredite. Einen ausgeglichenen Haushalt
fordert hingegen die Kommunalaufsicht – die Stadt dürfe Schulden
nicht in Tochterbetriebe abschieben. Der städtische Dezernent Hans
Mönninghoff kontert: „Es wäre falsch, das Investitionsprogramm
herunterzufahren.“ Die Schäden würden dadurch größer,
der Finanzbedarf zum Beheben der Mängel ebenfalls.
Einen „Beleg für die falsche Finanzpolitik der Stadt“,
sieht CDU-Baupolitiker Jens Seidel in dem Vorgang. „Wir würden
nicht in solchen Räumen arbeiten wollen, in denen unsere Kinder lernen
müssen.“ Die Stadt müsse die Gebäude verkaufen und
anschließend wieder leasen: „Es gibt Fonds, die dafür zur
Verfügung stehen.“ Michael Dette (Grüne) hofft noch, „dass
die Bezirksregierung bei ihrer Linie bleibt“ – die hohen Kredite
also noch einmal genehmigt, auch bei der SPD will man zunächst abwarten.
Mitte Mai soll es ein Gespräch bei der Kommunalaufsicht geben. „Wir
müssen jetzt entscheiden, wie die Sanierung weitergeht, wenn ein Drittel
des Geldes fehlt“, drängt dagegen FDP-Ratsherr Engelke: „Wir
brauchen Prioritäten, gute Bildung gehört schließlich in
vernünftige Schulgebäude.“ med |
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