| SELBSTÄNDIGE SCHULE - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover |
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| Homepage des Landeselternrates Niedersachsen: www.landeselternrat.niedersachsen.de |
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Sehr geehrte
Elternvertreter, Die
Schulinspektion ist auf einem ganz guten Weg, wir Eltern müssen
nur
darauf achten, dass die Überprüfungskriterien nicht
verwässert werden. Sehr viel größere Sorgen
bereitet dem LER die Umsetzung der Eigenverantwortlichen Schule.
... Der geplante Beirat soll
keinerlei
Entscheidungsbefugnis erhalten, kann also keinen Einfluss ausüben
und
ist damit letztendlich überflüssig. ... mehr |
| Download: Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper informiert über die Selbstständige Schule. Sie finden ihr Schreiben unter http://www.lehrerzimmer-online.nibis.de/seschu.pdf. Sie können die Dateien mit Ihrem Acrobat Reader öffnen oder auch direkt im Internet auf dem Niedersächsischen Bildungsserver nachsehen unter http://www.lehrerzimmer-online.nibis.de. Hinweise zum Umgang mit dem Acrobat Reader finden sie ebenfalls dort. Eintragungen in die Mailingliste sind weiterhin möglich. |
| Niedersächsischer
Landtag /Antrag der Grünen 7.5.2002 Selbständige Schule
(PDF) PISA:Deutscher Bildungsserver: Schulversuche in Hessen, Nordrhein-Westfalen u.a |
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DIE
ZEIT 04/2003 Lizenz zum Rechtsbruch Das
Projekt
„Selbstständige Schule“ verleiht den beteiligten Schulen ungeahnte
Freiheiten: Sie verfügen
in Zukunft über ein eigenes Budget und dürfen sämtliche
Lehrer selbst einstellen. Ihr Unterricht muss sich weder streng an den
Lehrplan halten noch an den traditionellen 45-Minuten-Takt.
....
Wer meint, all dies sei selbstverständlich, kennt den deutschen
Schulalltag
schlecht. Nach einer Erhebung der OECD haben deutsche Schulen
(neben
österreichischen) im internationalen Vergleich den geringsten
Einfluss
darauf, wie und was sie unterrichten, auf welche Weise sie ihr Geld
ausgeben
und wen sie einstellen – oder entlassen. ...
.
Dennoch verbinden Schulexperten mit dem Zauberwort
Selbstständigkeit
weit mehr, als dass die Schulen von sinnlosen Regularien entlastet
werden
– und die Ministerien von einem Teil ihrer Verantwortung. .... „Im
Team sollen die Lehrer bessere Unterrichtskonzepte entwickeln“, sagt Armin
Lohmann vom niedersächsischen Schulministerium....
Dass aus der neuen Selbstbestimmung nicht Beliebigkeit erwächst,
dafür
sorgt ein weit gefächertes System von Kontrollen und
Prüfungen.
... Je freier die Schulen werden,
desto
umfassender muss ihre Auskunftspflicht sein, desto wichtiger werden
regelmäßige
Leistungsvergleiche. ... Ein kompetenter
Schulleiter,
regelmäßige Fortbildungen sowie ein Kollegium, das
weiß,
was es will ... Die Schulautonomie bringt
jedoch
nicht nur mehr Ungleichheit in die Lehrbetriebe, sondern auch zwischen
ihnen. Hier liegt langfristig das wahre Problem. Wenn Schulen
selbst
um die besten Lehrer werben, wenn sie eigene Profile entwickeln, drohen
die Qualitätsunterschiede langfristig immer größer zu
werden
– und offensichtlicher. Dem gilt es staatlicherseits entgegenzusteuern,
fordert Schulforscher Rolff: „Schon heute hat in Deutschland die Frage,
wo ein Kind zur Schule geht, einen extrem hohen Einfluss darauf, was es
lernt.“ mehr ... |
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Darmstädter
Echo, 17.01.2003
Immer mehr
Schulen schließen sich an Budgetierung:
Bereits nach wenigen Monaten Pilotversuchslaufzeit im
Kreis
Groß-Gerau gibt es positive Erfahrungen ... In
der
Humboldtschule sind seitdem Vertretungsstunden kein Problem mehr.
...
In der Planckschule ist der Schwimmunterricht kein so großes
Problem
mehr. .. Angesichts solcher Erfolge verwunderten die
fröhlichen
Gesichter nicht. ... Der von ihnen initiierte
Modellversuch
„Schule gemeinsam verbessern“ (vormals „Gemeinsame Verantwortung
für
Bildung und Erziehung in Schulen im Kreis Groß-Gerau“) läuft
seit August vergangenen Jahres und erweist sich zunehmend als
anziehend.
.... Konkret die Neuerung: Die Zusammenführung der
Mittel, die bislang vom Schulträger für die sachliche
Ausstattung
der Unterrichtsstätten und vom Land für die Besoldung und
inhaltliche
Ausrichtung des Lernens getrennt aufgebracht
wurden.....
Das Pilotprojekt „Schule gemeinsam verbessern“ ist allerdings nicht dem
Pisa-Schock zu verdanken. ... Von den
61 Schulen im Kreis-Groß-Gerau beteiligen sich derzeit bereits 29
aktiv an dem Pilotversuch. Und fast täglich würden es mehr,
hieß
es gestern. Nicht zuletzt deshalb, weil die Eltern in den Beiräten
darauf drängten, Entscheidungen künftig direkt in den Schulen
treffen zu können. ... Der Pilotversuch im Kreis wird
von
der Bertelsmann-Stiftung wissenschaftlich begleitet. Die ersten
Erfahrungen
machten aber bereits Gastvorträge darüber in anderen Gremien
möglich, wie Schulamtsleiter Volker Blum zufrieden bemerkte. mehr
... |
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NP,
04.12.2002 Selbständige Schule:
Neues Modell reduziert Bürokratie
Bis 31. März 2003 können Schulen beantragen, in die
Selbstständigkeit
entlassen zu werden. Entsprechende Musterverträge liegen seit
Dienstag im Kultusministerium
aus.
Schulen, die sie unterzeichnen, werden von maximal 200 Erlassen der
Kultusbürokratie
befreit – und können dann etwa die Länge der Schulstunden
oder
in welcher Klasse wie viel Unterricht eines Faches erteilt wird, selbst
festlegen. Im Gegenzug
bekommen die Schulen ein eigenes Finanzbudget, um damit etwa
Vertretungslehrer
oder Assistenzpersonal bezahlen zu können, .... mehr
... |
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| Goslarsche
Zeitung vom 13.02.2003:
Von Lust am Lernen und frischem Wind an der Schule Podiumsdiskussion des Kreiselternrates zum Thema "Selbstständige Schule" und zu Lösungsansätzen für die deutsche Bildungsmisere BAD HARZBURG. Zukunftsorientiert, aber doch irgendwie zwischen dem politischen Gestern und Morgen – nicht wissend, was kommt und doch ahnend, wie eng die finanziellen Spielräume künftig sein werden – in diesem schwierigen Spannungsfeld bewegte sich die Diskussionsrunde des Kreiselternrates am Dienstag am Werner-von-Siemens-Gymnasium. Das Podium war hochkarätig besetzt, zeigte sich diskussionsfreudig und thematisch gut eingearbeitet. Und dennoch konnte die Debatte rund um die "Selbstständige Schule" ihren luftleeren Raum nicht verlassen, weil die designierte Landesregierung noch keine definitive Aussage dazu getroffen hat. Die Selbstständige Schule war ein Projekt der abgewählten SPD-Regierung. Diese wollte sich aus nachvollziehbaren Gründen am Dienstag ebenso wenig zum Thema äußern wie die CDU, die vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen keinen Vertreter entsenden wollte. So blieb der Politikerplatz im Podium leer. Um so mehr Zeit hatten Landeselternratsvorsitzender Jürgen Werner, Prof. Dr. Peter Meyer-Dohm, Vorsitzender des bis September 2002 agierenden Niedersächsischen Bildungsrates sowie Bildungsjournalist Reinhard Kahl, ihre Positionen darzulegen. Kreiselternratsvorsitzende Frauke Schrumpf hatte die Schwerpunkte der Diskussion eingangs kurz gebündelt: Was heißt Selbstständige Schule, was kostet sie, welche Probleme kann sie mit sich bringen? Aber vor allem: Kann sie die Bildungsmisere in Deutschland beheben? Die Selbstständige Schule kann zumindest ein Ansatz sein, um die Schulen in Niedersachsen aus dem Pisa-Loch zu holen – darin war sich das Podium einig. Ein Allheilmittel allerdings ist sie nicht. "Die Selbstständige Schule ist nur ein Mittel auf dem Weg zu einem besseren Ergebnis ", betonte Prof. Meyer-Dohm, der das Modell für gut hält, aber auch weiß, "dass es nur so viel Wert ist, wie es dem Lernbetrieb Besseres bieten kann". Landeselternratsvorsitzender Jürgen Werner sah keine Alternative zu diesem Modell: "Diese Art von Schule ist eine Chance. Zum Nulltarif allerdings werde sie nicht zu haben sein". Verwundert über eine "enorm defensive Diskussion" in Deutschland zeigte sich Reinhard Kahl, der auch gekommen war, um die Unterschiede zu den erfolgreichen Pisa-Ländern aufzuzeigen. "Auf mich macht das nicht den Eindruck von einer Vorfreude auf Selbstständigkeit und Reformen", sagte Kahl und forderte vor allem Lehrer und Eltern auf, die Angelegenheit stärker als eigene Sache anzunehmen. "Selbstständigkeit wird zur Sackgasse, wenn man sie nur als Verwaltungsaufgabe versteht", verdeutlichte Kahl, worum es ihm geht und lag damit ganz auf der Linie von Prof. Meyer-Dohm. Er vermisse hierzulande das Herzblut und die Lust am Lernen – auch das hätten andere Länder den Deutschen voraus. Wie aber soll den Lehrern diese Lust vermittelt werden, hakte GZ-Redakteur Frank Heine als Moderator der Runde nach. Darauf hatten die Experten keine einfache Antwort. Es war die Rede von einem anderen Wind, der nötig sei, von mutigen Leuten, die mit gutem Beispiel voran gehen und auf andere ansteckend wirken können. Und es brauche Menschen, die mit den Bedingungen der Selbstständigkeit vertraut sind und dennoch aus der Schule keine Firma machen. Vor allem aber brauche es auf allen Seiten Menschen, "die auf Bildung brennen". Ob der dazu nötige Funke auf die Lehrer und Eltern, die am Dienstag aus der gesamten Region zur Diskussion nach Bad Harzburg gekommen waren, übergesprungen ist, bleibt abzuwarten. ber |
| DIE
ZEIT 04/2003 Lizenz
zum Rechtsbruch Nirgends müssen Schulen so viele staatliche Vorschriften beachten wie in Deutschland. Einige proben nun mit dem Segen der Behörden die Freiheit. Nicht alle Lehrer sind davon begeistert Von Martin Spiewak Es kommt nicht häufig vor, dass aus Mangel plötzlich Überfluss wird – erst recht nicht an deutschen Schulen. Wenn es dennoch passiert, wie an der Kaufmannschule in Krefeld, muss etwas Neues am Werk sein. Seit langem fehlen dem Berufskolleg Lehrer. Ein Drittel des Kollegiums ging in den vergangenen Jahren in den Ruhestand und hinterließ im Lehrerzimmer viele leere Stühle. Bis zu zehn Stellen konnte die Schulleitung zeitweise nicht besetzen. Nun kann die Misere für das Kolleg zum Segen werden, genauer zum Geldsegen. Seit neuestem darf sich die Kaufmannschule die eingesparten Gehälter der fehlenden Lehrer am Schuljahresende auszahlen lassen. Einige hunderttausend Euro flössen in die Schulschatulle, hat Kollegsleiterin Germaine Janßen-Schaffrath ausgerechnet – und überlegt, was man damit anfangen kann: etwa einen Techniker einstellen, der die Computer wartet und die Kollegen damit entlastet; oder die Lehrer für das neue Konzept „Unterricht per Laptop“ schulen. Telefonbuchdicke Regelwerke Ende der Personalbewirtschaftung
Bislang nämlich
schreiben die Ministerien den Schulen zwar vor, was sie zu tun und zu
lassen
haben. Aber niemand kontrollierte, ob die staatlichen Vorschriften auch
die erwünschten Ergebnisse erzielten. In Zukunft gilt die
umgekehrte
Gleichung: Der Staat überlässt die Detailsteuerung den
Schulen,
kontrolliert am Ende jedoch umso genauer, was die Schüler gelernt
haben. Output- statt Inputsteuerung nennen das die Bildungsstrategen in
Hannover, Düsseldorf oder Stuttgart. Durchaus mit Hintersinn: Denn
wenn die Bildungspolitiker nicht mehr für jede Einzelheit in der
Schule
zuständig sind, müssen sie auch nicht für alle
Mängel
in der Öffentlichkeit den Kopf hinhalten. In Zeiten knapper Kassen
kein unwichtiges Argument. Regelmäßig zum Schul-TÜV |
| Darmstädter
Echo, 17.01.2003 Immer
mehr Schulen schließen sich an Budgetierung: Bereits nach wenigen Monaten Pilotversuchslaufzeit im Kreis Groß-Gerau gibt es positive Erfahrungen Die Erfolge sind zwar noch nicht messbar, aber bereits beschreibbar: In der Werner-Heisenberg-Schule konnten eine Vertretungskraft in den Fächern Englisch und Physik sowie eine Honorarkraft eingestellt werden. Außerdem kann jetzt ein Auszubildenender für den Beruf Informatikkaufmann den Computer-Support dort vornehmen, der gemeinsam von Landratsamt, Schulamt und EDS ausgebildet und bezahlt wird. In der Humboldtschule sind seitdem Vertretungsstunden kein Problem mehr. In der Schillerschule klappt es besser mit der Sprachförderung, dem Aufbau eines Psychomotorik-Raums und der Leseförderung. In der Planckschule ist der Schwimmunterricht kein so großes Problem mehr. Und auch das Fach Chemie lässt sich nun einfacher begreifen nach der Einstellung einer weiteren Kraft hierfür. Demnächst soll es auch einen Beamer mit Laptop neu geben, damit sich die Schule flexibler präsentieren kann. In der Kantschule profitieren die Bücherei und die Hausaufgabenbetreuung und vieles andere mehr. Angesichts solcher Erfolge verwunderten die fröhlichen Gesichter nicht. Und die strahlenden Initiatoren – als gestern eine erste Bilanz gezogen wurde: Baldur Schmitt (Erster Kreisbeigeordneter), Werner Rebenich (Bürgermeister und Schuldezernent in Rüsselsheim) und Volker Blum (Leiter des Staatlichen Schulamts für die Kreise Groß-Gerau und Main-Taunus) – straften das Bild vom Jammerland Deutschland lügen. Der von ihnen initiierte Modellversuch „Schule gemeinsam verbessern“ (vormals „Gemeinsame Verantwortung für Bildung und Erziehung in Schulen im Kreis Groß-Gerau“) läuft seit August vergangenen Jahres und erweist sich zunehmend als anziehend. Große Würfe in der Schullandschaft müssen aber nicht immer kompliziert sein. Hinter den plakativen Modellversuchsnamen verbirgt sich bloß eine simple Verwaltungsvereinfachung. Die aber hat es in sich. Und auf die müssen Politiker und Beamte erst einmal kommen. Konkret die Neuerung: Die Zusammenführung der Mittel, die bislang vom Schulträger für die sachliche Ausstattung der Unterrichtsstätten und vom Land für die Besoldung und inhaltliche Ausrichtung des Lernens getrennt aufgebracht wurden. Ein gemeinsamer Haushaltstitel soll den einzelnen Schulen eine breite, eigenverantwortliche Disposition und Vergabe der Gelder ermöglichen. Dies alles hatte bereits unter dem Stichwort „Budgetierung in Schulen“ im vergangenen Jahr Aufmerksamkeit gefunden. Gleichbedeutend mit höheren Bildungsausgaben ist das alles jedoch nicht. Es geht nur darum, die vorhandenen Mittel zielgerechter auszuschöpfen. Lange Verwaltungsstrecken sollen der Vergangenenheit angehören. Die Schulen sollen bis zu einer gewissen Summe selbst entscheiden, wie sie die an sich knappen Mittel optimal verwenden wollen. Mehr Lehrer oder ein neuer Treppenhausanstrich? Die Reinigung der Räume in eigene Regie nehmen oder die Klassenstärke im Fachunterricht verringern. Oder etwa einen Schulassistenten einstellen – was bislang nicht möglich war, da beide Kostenträger sich über Wünsche dieser Art nicht hatten einigen können. Derartige Selbstverwaltungsaufgaben sind zwar in der hessischen Schullandschaft neu und in der Bundesrepublik auch (abgesehen von einem ähnlich gelagertem Versuch in Nordrhein-Westfalen). In Europa hingegen nicht. Eine gesonderte Untersuchung erbrachte, dass Kinder in Schulen mit nur einem Verwaltungsansprechpartner in der Tat mehr lernen und entsprechend auch in Studien wie der Pisa-Untersuchung bessere Plätze belegen. Das Pilotprojekt „Schule gemeinsam verbessern“ ist allerdings nicht dem Pisa-Schock zu verdanken. Bereits 1998 waren die ersten Gespräche mit dem Kultusministerium geführt worden. in dem Wissen, dass sich die angestrebten Organisationsformen bereits in England und anderswo bewährt hatten. In England habe es auch zuerst massive Vorbehalte gegen einen solche Organisationsform gegeben, berichteten Baldur Schmitt und Volker Blum. In Rüsselsheim verweigerten sich zur Zeit nur noch die Borngrabenschule, die Friedrich-Ebert-Schule und die Gerhart-Hauptmann-Schule mit dem Argument: „Wir sind Lehrer, keine Buchhalter“. Von den 61 Schulen im Kreis-Groß-Gerau beteiligen sich derzeit bereits 29 aktiv an dem Pilotversuch. Und fast täglich würden es mehr, hieß es gestern. Nicht zuletzt deshalb, weil die Eltern in den Beiräten darauf drängten, Entscheidungen künftig direkt in den Schulen treffen zu können. Der Pilotversuch im Kreis wird von der Bertelsmann-Stiftung wissenschaftlich begleitet. Die ersten Erfahrungen machten aber bereits Gastvorträge darüber in anderen Gremien möglich, wie Schulamtsleiter Volker Blum zufrieden bemerkte. |
| Selbständige Schule: Neues Modell reduziert Bürokratie Bis 31. März 2003 können Schulen beantragen, in die Selbstständigkeit entlassen zu werden. Entsprechende Musterverträge liegen seit Dienstag im Kultusministerium aus. Schulen, die sie unterzeichnen, werden von maximal 200 Erlassen der Kultusbürokratie befreit – und können dann etwa die Länge der Schulstunden oder in welcher Klasse wie viel Unterricht eines Faches erteilt wird, selbst festlegen. Im Gegenzug bekommen die Schulen ein eigenes Finanzbudget, um damit etwa Vertretungslehrer oder Assistenzpersonal bezahlen zu können. „Wer 50 Vollzeitlehrer beschäftigt, erhält 130 000 Euro jährlich”, so Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper. Die SPD-Politikerin will mit der Selbstständigkeit das Niveau des Unterrichts steigern, da die Lehranstalten sich vertraglich verpflichten müssen, Abbrecher- und Sitzenbleiberquoten zu senken und die Qualität der Abschlüsse zu steigern. Regelmäßige Inspektionen sollen sicherstellen, dass die Schulen diese Ziele erreichen. Bisher haben etwa 50 von 3600 Schulen Interesse an Selbstständigkeit bekundet. Wenn das Modell Erfolg hat, soll es ab 2005/06 für alle Schulen Gesetz werden. HANNOVER, VON ALEXANDER DAHL NP, 04.12.2002 |
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