STADTELTERNRAT IN DER PRESSE
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NP, 05.05.2006

Bis 30 Prozent Unterricht fallen aus

Hannover: Studie des Elternrats widerlegt Zahlen des Kultusministeriums
VON NORA LYSK
HANNOVER. Eltern in Hannover schlagen Alarm: Zwei Wochen haben sie Unterrichtsausfälle in den Schulen dokumentiert. Jetzt liegen die Ergebnisse aus den hannoverschen Gymnasien vor. „Die Realität zeigt, dass offizielle Zahlen wieder schöngerechnet wurden“, kritisiert der Stadtelternratsvorsitzende Richard Lochte Kultusminister Busemann, der bisher immer von 100 Prozent Unterrichtsversorgung gesprochen hatte.
Am schlimmsten sei die Lage in den achten Jahrgängen. „Die Unterversorgung beträgt hier im Schnitt 30 Prozent“, so Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. Das heißt: 30 Prozent aller Stunden, die das Ministerium vorsieht, werden gar nicht erst erteilt. Die Unterrichtsversorgung liegt damit bei 88 Prozent, im neunten Jahrgang ist dieser Wert auf 85 Prozent abgerutscht.
Die Eltern sind schockiert: „Denn wir mussten auch feststellen, dass Fächer wie Sport oder Naturwissenschaften gar nicht mehr erteilt werden“, so Eichholz. In anderen Schulen stehen statt Fächern bereits Namen auf dem Stundenplan. „Da fehlen eindeutig Fachlehrer“, kritisiert sie.
Im Ministerium wollte man die Zahlen gestern noch nicht kommentieren. „Weder wir noch die Landesschulbehörde kennen die Daten bisher“, erklärte Sprecher Heiner Hoffmeister. Außerdem, so Hoffmeister, „habe ich den Eindruck, die Lage habe sich derzeit eher entspannt.“
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HS Isernhagener StrNP, 12.11.2005    Stirbt die Hauptschule jetzt aus?   Selektierung zu früh“
..  Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen hätte sich bereits bewährt. Eine Alternative, die nicht nur der Stadt als Lösung vorschwebt. Auch Richard Lochte, Stadtelternratsvorsitzender, bevorzugt dieses Konzept. „Uns schwebt schon seit Jahren die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen vor“, sagt Lochte. „Ein integrierendes Konzept, das endlich auch die frühe Selektion nach der vierten Klasse abschafft“, so Lochte.  
FOTO: IM GANZ KLEINEN KREIS -  Die Hauptschule Isernhagen startete dieses Schuljahr mit nur fünf Schülern in der fünften Klasse.

HAZ, 13.07.2005 Eltern streiten mit Lehrern um Kopfnoten        Schulen einigen sich: „Entspricht den Erwartungen“ wird Standard / Elternrat: Note verbaut Kindern Chancen         Von Bärbel Hilbig         Heute gibt es Zeugnisse – und viele Gymnasiasten werden sich über zwei Zensuren ärgern: Die meisten bekommen für Arbeitsverhalten und für Sozialverhalten die mittlere Note C, was soviel heißt wie „entspricht den Erwartungen“. Darauf haben sich die Leiter der Gymnasien vor einigen Wochen geeinigt. „Für uns ist das eine positive Formulierung, die auf die Mehrheit der Schüler zutrifft“, betont Doris Espel, Leiterin der Schillerschule. Aus dem Kultusministerium sei der Hinweis gekommen, die Schulen sollten sich verständigen, damit es nicht zu unterschiedlicher Handhabung in den verschiedenen Gymnasien komme. „Wir waren nicht alle einer Meinung, fanden es aber wichtig, uns auf eine Note als Normalfall zu einigen“, sagt Espel.                 Eltern und Schüler sind davon wenig begeistert. Bei manchen Fünftklässlern flossen sogar Tränen wegen der schlechten Zensur, als die Standardnote bei den Besprechungen in den vergangenen Tagen herauskam. Bei den so genannten Kopfnoten für Arbeits- und Sozialverhalten können die Lehrer zwischen fünf Beurteilungen wählen: Die Spanne reicht von A („verdient besondere Anerkennung“) über B („entspricht den Erwartungen in vollem Umfang“) und D („entspricht den Erwartungen mit Einschränkungen“) bis E („entspricht nicht den Erwartungen“).                           „Der Beschluss der Schulleiter geht an der Realität vorbei. Wir werden das nicht hinnehmen“, sagt Richard Lochte, Vorsitzender des Stadtelternrates. Da in Arbeitszeugnissen keine negativen Bemerkungen stehen dürften, werde die Formulierung „entspricht den Erwartungen“ in Unternehmen als schlechte Leistung interpretiert.                Der Stadtelternrat hat bereits beim Kultusministerium und den Leitern der Gymnasien protestiert. Die Elternvertreter hatten dieses Schuljahr in einer Umfrage festgestellt, dass die Gymnasien bereits vorher zumeist die Note C vergaben – selbst bei Schülern mit glänzendem Notenschnitt. An anderen Schulformen werde dagegen die Notenskala eher ausgeschöpft – und es gebe häufiger eine B-Note für gutes Arbeits- und Sozialverhalten, meint Lochte. Dahinter stecke auch eine Konkurrenzsituation zwischen Realschülern und Gymnasiasten. „Einige Abgänger vom Gymnasium hatten nach der zehnten Klasse wohl wegen ihrer Kopfnoten Schwierigkeiten, einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu finden.“          Schüler und Eltern, die Rat brauchen, können heute von 9 bis 15 Uhr die Psychologen der Landesschulbehörde unter Telefon 1 06-24 61 oder 1 06-71 76 erreichen.
Kürzungen in Vollen Halbtagsschulen und bei der Integration
NP,
18.12.2004

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Integration


Offener Brief an Busemann   HANNOVER. Protest-Post für Bernd Busemann (CDU): Niedersachsens Kultusminister erhält in diesen Tagen zwei offene Briefe von verärgerten Eltern. Es geht um die Kürzungen der Lehrerstunden an den Vollen Halbtagsschulen (VHTS) und bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“.         Die Kritik kommt von der breiten Basis: Die Schulelternräte von 24 Vollen Halbtagsschulen in Stadt und Region, der Stadtelternrat und der Regionselternrat wollen gegen die Sparmaßnahmen an den Vollen Halbtagsschulen vorgehen.          Die Kürzungen seien so massiv, dass die Schulen „ihrem pädagogischen Auftrag nicht mehr gerecht werden könnten“, heißt es in dem Brief. Die Folgen: Unterrichtsausfall, Klassen werden aufgeteilt oder zusammengelegt, AGs und Klassenfahrten fallen aus.      Hintergrund: Das Konzept der VHTS sieht eine bessere Lehrerversorgung und mehr Förderunterricht vor. In der Unterrichtszeit (bis mittags) kümmern sich nur ausgebildete Pädagogen um die Kinder. Durch die Stundenkürzung fürchten die Eltern, dass dieses Schulmodell demontiert werden soll. Auch die Sparmaßnahmen bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ stößt auf heftige Kritik. Dieses Modell unterstützt und begleitet besonders benachteiligte Schüler in sozialen Brennpunkten. Das verhindere in vielen Fällen eine Überweisung in Förderschulen, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. „Außerdem sinkt damit das Bildungsniveau weiter, und auf lange Sicht steigt die Jugendkriminalität. Dagegen wollen wir uns wehren.“ Die Eltern hoffen nun auf eine Antwort von Busemann. KaSch
HAZ, 18.12.2004

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Basteln statt lernen – Eltern sind sauer     Immer mehr Unterricht an Vollen Halbtagsschulen fällt aus / Kürzungen an Integrationsschulen geplant        Stadtelternrat und Regionselternrat sind verärgert: Stundenkürzungen in Grundschulen haben zu massivem Unterrichtsausfall und dem Wegfall von Förderangeboten geführt. Seit bei den Vollen Halbtagsschulen die Vertretungsreserve gestrichen wurde, werden dort meist Klassen zusammengelegt, wenn Lehrer krank werden. Ursprünglich waren die Vollen Halbtagsschulen besser mit Lehrerstunden versorgt als andere Grundschulen. „Das war sinnvoll, weil viele dieser Schulen in sozialen Brennpunkten liegen“, sagte eine Mutter bei einem Treffen von Elternvertretern am Donnerstagabend.           Zweiter Kritikpunkt der Eltern: Auch in Schulen, die Sonderschüler für Lernhilfe integrieren, sollen zum Schulhalbjahr Lehrer abgezogen werden. In den sieben Schulen, die zum „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ gehören, fallen dann 80 Stunden weg. „Bisher können diese Grundschulen sozial benachteiligte Kinder frühzeitig fördern und halten ihnen damit Bildungschancen offen“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat. Genau das finde laut Pisa-Studie in Deutschland bisher viel zu wenig statt.             „So viel Unterrichtsausfall wie in diesem Herbst haben wir noch nie erlebt. Die vierten Klassen wurden tageweise nach Hause geschickt“, sagt ein Vater, dessen Schule von den Kürzungen doppelt betroffen ist. Die Schulleitung versuche alles, was möglich ist. „Aber wenn drei Lehrer krank werden, lässt sich das nicht mehr ausgleichen.“ In einer Vollen Halbtagsschule waren kurzfristig fünf von 15 Lehrern erkrankt und zwei weitere bei einer Pflichtfortbildung.                 Eltern aus anderen Schulen berichten, dass es durch die Klassenzusammenlegungen zu tief greifenden Konflikten unter den Schülern kommt. „Die Lehrer können das in Klassen mit 40 Kindern nicht mehr auffangen. Einzelne Eltern beschuldigen jetzt öffentlich die Schule.“ Eine andere Mutter beklagt, dass die Viertklässler seit vier Wochen nur noch basteln statt auf die weiterführenden Schulen vorbereitet zu werden. Manche Schulen setzen Eltern als Aufsicht ein. „Ich stehe hinter dem Ehrenamt. Aber wenn ich Kinder fördern will, brauche ich eine qualifizierte Ausbildung“, sagt Garnet Eichholz vom Stadtelternrat.
Die Eltern von 24 der 27 Vollen Halbtagsschulen in der Region haben nahezu geschlossen einen Protestbrief an das Kultusministerium geschickt. Ein zweiter Brief wendet sich gegen die Kürzungen an den Integrationsschulen. bil
Kürzungen der Förderstunden für Schüler
NP, 18.11.2004

Sprach-
förderung

Erfolgsmodell Sprachförderung   Minister zufrieden. Aber es gibt auch Kritik.     Die Sprachförderung vor der Einschulung zeigt erste Erfolge – so die Bilanz von Kultusminister Bernd Busemann (CDU). Die NP hat zustimmende und kritische Meinungen dazu gehört.   VON KATRIN SCHREITER   ...     Der Wortschatz sei gezielt auf die Schule hin erweitert worden. ....   „Einziger Wermutstropfen“ für Städtler (Schulleiter der Fritjof-Nansen-Schule): die Rahmenbedingungen. „Zahlreiche Lehrerstellen sollen ab 1. Februar nicht mehr besetzt werden. Damit wird es künftig an Stunden fehlen.“ Das gehe auch zu Lasten des Förderunterrichts für die Schüler. ...  „Der Schule werden wichtige Ressourcen entzogen“, kritisiert Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. „Die fehlen dann bei den Förderstunden für die Schüler. So kann nicht kontinuierlich gearbeitet werden.“       Zum angeblich verbesserten Sozialverhalten der Erstklässler durch den frühen Deutschkurs meint Garnet Eichholz nur: „Da verschätzt man sich allerdings.“   Brief des AK Grundschulen, 05.07.2004: Unterrichtsversorgung an den Grundschulen Hannovers kontra Sprachfrühförderung
2003 :  Themen  Ganztag / Lernmittelfreiheit / Schulstrukturreform
Artikel am Thema Überschrift
NP 17.04.2003   Lernmittelfreiheit:  Verständnis für Schulbücherkauf  SPD warnt vor Eingriffen in Lernmittelfreiheit. Grüne und Lehrer sehen auch Vorteile.  ... Die Qualität der Ausbildung sei "ernsthaft gefährdet", warnte gestern der SPD-Fraktionsvize im Landtag, Wolfgang Jüttner. ...   Sozial schwache Familien müssten auch künftig alle Unterrichtsmaterialien frei erhalten, fordert wie sie der Vorsitzende des Stadtelternrates Hannover, Richard Lochte. Das Problem sei die Qualität: "In Hannovers Schulen gibt es noch immer Bücher, in denen mit Mark gerechnet wird und es die DDR noch gibt."   mehr ...
HAZ, 27.03.2003 Ganztag
Schulausschuss
Eltern streiten mit Stadt Freiherr-vom-Stein-Schule Die neuen Ganztagsschulen haben gestern am Rande des Schulausschusses heftigen Streit verursacht.   Der Ausschuss stimmte zwar fast einmütig – mit zwei Gegenstimmen der Lehrervertreter – dafür, das Schulzentrum Bemerode dem Kultusministerium  vorzuschlagen. Doch Eltern und Lehrer kritisierten mangelhafte Informationen im Vorfeld. „Was ist das für eine Entscheidung, wenn wir nur noch ja sagen können?“, fragte Elternvertreter Ferdinand Holst. .... Zahlreiche verärgerte Eltern haben sich bei den Fraktionen beschwert. „Wenn die Stadt nun doch Bewerber für 2003 unterstützt, muss das Schulamt das rechtzeitig weitergeben“, sagte Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. ... mehr ....
NP, 26.03.2003 Schulstrukturreform  Eltern nehmen Politiker in die Mangel  500 diskutieren hitzig über Schulreform. Kultusminister bleibt weg. Das Vertrauen fehlt.   Die Zeichen stehen auf Sturm: Bei eine Debatte über die Schulreform mit CDU und FDP kochten die Emotionen von Lehrern und Eltern hoch. ... mehr ...
HAZ, 26.03.2003 Schulstrukturreform Schulgesetz: Kommt bei Eltern nicht an    Besondere Sorge bereitete vielen Eltern die geplante Aufteilung der Kinder auf Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule bereits nach der vierten Klasse.  mehr ...
NP, 14.03.2003 Schulstrukturreform Stadtelternrat sieht Eltern entmündigt  mehr...
HAZ, 12.03.2003 Schulstrukturreform „Elternwille spielt künftig keine Rolle mehr" mehr ...
NP, 12.03.2003 Schulstrukturreform: Ende der OS sorgt für Unsicherheit  mehr ...