STUDIUM  - Doku des Stadtelternrates Hannover
HAZ, 18.03.2010 17.-23.07.2010 - „Sommer-Uni" : Leibniz Universität Hannover macht Lust aufs Lernen
Was lernt man eigentlich an der Uni? Wie unterscheiden sich Vorlesungen vom Schulunterricht? Und wie findet man das richtige Studienfach? Schulabgänger haben viele Fragen beim Wechsel von der Schule an die Hochschule. Die Leibniz Universität möchte diese umfassend beantworten – bei der „Sommer-Uni" in Rinteln.

Bereits zum sechsten Mal laden Professoren und Dozenten den potenziellen Hochschulnachwuchs aus Hannover und der Region ins Schaumburger Land. Vom 17. bis zum 23. Juli können Abiturienten in echter Campusatmosphäre ihre Interessen und Fähigkeiten erkunden – mit dem Ziel, sich bei der Studienwahl besser entscheiden zu können.

Das Angebot ist groß: Die Schüler aus der Sekundarstufe II können aus einem Vorlesungsverzeichnis mit gut 70 Veranstaltungen aus rund 20 Fachgebieten wählen. Das Fächerspektrum reicht von der Architektur bis zu den Wirtschaftswissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften sind ebenso vertreten wie Geisteswissenschaften. Mehr als 30 Dozenten vermitteln die Lehrinhalte so, dass sie für Schüler verständlich sind.

Die professionelle Orientierungshilfe bei der „Sommer-Uni" solle auch dazu beitragen, die Abbruchquoten an vielen Hochschulen von rund 20 Prozent zu senken, erklärt Martin Beyersdorf, Leiter der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) der Uni. Das Interesse an dem Projekt ist stetig gewachsen: Im vergangenen Jahr haben 300 Schüler bei der „Sommer-Uni" mitgemacht, davon jeder Fünfte aus Hannover.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Teilnahme beträgt pro Person 112 Euro – wer sich bis zum 7. April entscheidet, zahlt 89 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.sommeruni-rinteln.de oder unter Telefon 05751-890214.

[Juliane Kaune]

 

02.06.2008 - 06.06.2008

Infowoche "AB Ins Studium" vom 02. bis 06. Juni 2008
Jeweils von 10 bis 17 Uhr, lädt die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Leibniz Universität Hannover im Hauptgebäude der Universität, Welfengarten 1, 30167 Hannover zu der Informationswoche "AB Ins Studium" ein.Von der Architektur bis zu den Wirtschaftswissenschaften: In zahlreichen Vorträgen und Gesprächsrunden gewinnen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in Inhalte und Ablauf der rund 60 Studiengänge der Leibniz Universität Hannover .>> weiter in Studieninformation .>> Studium

www.zsb.uni-hannover.de/aktuell/ab_ins_studium/ab_ins_studium.htm

 
02.07.2008, 8:00 - 14:00 Informationen und Aktionen für Schüler/innen
TECH-BUFFET ist eine Informations- und Aktionsveranstaltung der Leibniz Universität Hannover für Schülerinnen und Schüler, die von einem studentischen Projektteam organisiert wird. Unser Technik-Buffet soll den Appetit auf Technik und Wissenschaft anregen und das Interesse an technisch orientierten Studiengängen der Universität Hannover wecken. Im Vordergrund stehen die Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik und Bauingenieurwesen .>> weiter in Studieninformation .>> Studium
>> Flyer - vorne (pdf, 2 MB) >> Flyer - Rückseite (pdf, 1,2 MB)

www.tech-buffet.uni-hannover.de

 
HAZ, 17.05.2008 Eltern zahlen fürs Studium
Sozialerhebung erschienen

Von Juliane Kaune
Immer mehr hannoversche Studenten sind auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen.
Etwa 90 Prozent der rund 35 000 an den sieben hannoverschen Hochschulen immatrikulierten angehenden Akademiker erhalten zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts Geld von der Familie. Das geht aus einer Sozialerhebung hervor, die das Studentenwerk Hannover jetzt veröffentlicht hat. Demnach hat der Durchschnittsstudent in der Landeshauptstadt monatlich rund 800 Euro zur Verfügung – etwa die Hälfte dieser Summe steuern die Eltern bei.
Der Studie ist eine Sonderauswertung der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die alle drei Jahre durchgeführt wird; ihr liegen die Zahlen aus dem Sommersemester 2006 zugrunde
. Der wachsende Anteil der Studienfinanzierung durch die Eltern sei ein Indiz dafür, dass die Studenten immer weniger Zeit hätten, neben Vorlesungen und Seminaren Geld zu verdienen, meint Sabine Kiel, Sprecherin des Studentenwerks. Die straff organisierten Bachelor- und Masterstudiengängen ließen weniger Freiräume. Bei der vorigen Sozialerhebung machte der Anteil, den die Eltern beisteuern, noch 77 Prozent des studentischen Monatseinkommens aus.
Trotz eines geringeren Zeitbudgets jobben 68 Prozent der Studenten neben ihrem Studium und verdienen damit im Schnitt 310 Euro pro Monat – das sind 26 Prozent ihres Durchschnittseinkommens. Rund 15 Prozent der Summe machen Bafög-Zahlungen aus, die ein Viertel der hannoverschen Studenten erhalten. Die Spannbreite der Summe, die ihnen monatlich zur Verfügung steht, ist groß – sie reicht von weniger als 500 bis mehr als 1000 Euro. Dabei kann fast jeder vierte Student weniger als den Bafög-Höchstsatz in Höhe von 585 Euro für seine Lebenshaltungskosten ausgeben.
„Das zeigt auch, dass die Eltern bei der Studienfinanzierung nicht unbegrenzt belastbar sind“
, sagt Sabine Kiel. Dabei seien in der aktuellen Erhebung die Studiengebühren noch nicht berücksichtigt – sie wurden erst im Wintersemester 2006/2007 eingeführt. .>> Studium

 
HAZ, 09.11.2006 Die Akerdemiker

Seit Beginn dieses Semesters müssen Studienanfänger 500 Euro Gebühren zahlen. Um keine Schulden zu machen, arbeiten viele neben der Uni. Doch Jobs und Zeit sind rar.

Von Anika Falke
Esther-Marie Kröger hat es ganz genau ausgerechnet. 30 Wochenstunden umfasst der Stundenplan der Studienanfängerin, die in Hannover an der Fachhochschule Innenarchitektur studiert. Dazu kommen Hausarbeiten, Projektvorbereitungen und Materialbeschaffung: etwa weitere 20 Stunden pro Woche. Zehn Stunden schließlich jobbt die 22-Jährige nebenbei. „Ich habe also, wenn ich mein Studium richtig ernst nehme, eine 60-Stunden-Woche“, zieht sie Bilanz. Würde die Studentin jetzt noch etwas „dazuverdienen“ wollen, für einen Urlaub etwa, würde sie auf 70 Wochenstunden kommen. „Mit einem lockeren Studentenleben hat das wohl nichts zu tun“, meint sie.
Kröger arbeitet bei einem Catering-Unternehmen und bedient die Logengäste bei Heimspielen von Hannover 96. Leben kann sie von dem Verdienst allein jedoch nicht. Miete, Material und die in diesem Semester eingeführten Studiengebühren: „Ich finanziere mich vor allem vom Unterhalt, den meine Eltern zahlen, und vom Kindergeld. Ich hätte ja auch gar nicht die Zeit, noch mehr zu arbeiten“, sagt sie.
Vor dem Studium hat die 22-Jährige eine Ausbildung zur Tischlerin gemacht. Da gab es noch eine Ausbildungsvergütung. Jetzt muss sie zahlen, um zu lernen, sagt sie. Zu den rund 230 Euro Semestergebühren, die die Serviceleistungen der Universitäten und Fachhochschulen wie beispielsweise Semesterticket und Studentenwerksbeiträge umfasst, kommen seit diesem Semester 500 Euro Studiengebühren hinzu. „Die machen sich am meisten bemerkbar“, findet Kröger, „das sind insgesamt 730 Euro im halben Jahr, nur dafür gehe ich arbeiten.“
Jobben parallel zum Studium – für viele Studenten ist das so selbstverständlich wie Mensa und Hausarbeit. Glücklich sind diejenigen, die fachbezogen jobben, und dabei Erfahrungen für ihren späteren Beruf sammeln.
Doch die meisten Jungakademiker können gar nicht anders, als zu kellnern, Taxi zu fahren oder zu putzen, um sich ein paar Euro zum Leben dazuzuverdienen. Dazu gehört auch Julia Karrasch. Die 20-jährige Hannoveranerin studiert American Studies, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Göttingen und pendelt zwischen ihrem Wohn- und Studienort. Freitagnachmittag verwandelt sie sich dann in eine Tanzlehrerin, die in der St.-Paulus-Gemeinde in Langenhagen vier- bis zehnjährigen Mädchen Ballettschritte beibringt.
Eigentlich hat die 20-Jährige Glück: Ihre Eltern unterstützen sie finanziell.
Sie erzählt von Studienkollegen, die weniger oder keine familiäre Hilfe bekommen und weitaus größere Probleme hätten. „Viele von denen sind jetzt erst umgezogen und suchen noch einen Job – ich glaube nicht, dass die ohne Arbeit klarkommen“, meint Karrasch.
Wer keinen Job findet und auch sonst keine Unterstützung erhält, für den ist oft nur ein Studienkredit die letzte Lösung
. Allerdings halte sich die Nachfrage noch in Grenzen, sagt Sabine Kiel, Sprecherin des Studentenwerks. Die Einrichtung vermittelt ein Kreditmodell, das von der KfW-Förderbank angeboten und mit 5,15 Prozent verzinst wird. Bisher hätten von rund 4500 Studienanfängern an Hannovers Hochschulen nur rund 70 den Kredit beantragt, sagt Kiel. „Die Studenten versuchen zunächst, die Gebühren anderweitig zu finanzieren, weil sie sich nicht verschulden wollen.“
Und so gibt es für Linda Wilken zurzeit viel zu tun. Die Abteilungsleiterin für Soziales und Internationales im Studentenwerk bietet Beratung in allen Finanzierungsfragen.
„Diese Fragen haben stark zugenommen, vor allem die Themen Jobben, Kredite und die neuen Studiengebühren“, sagt sie.
Um eine Stelle zu finden, rät Karen Tepel, Sozialarbeiterin beim Studentenwerk, den Studierenden, Eigeninitiative zu entwickeln.
Tageszeitungen, Messe- und Kurzarbeitsagenturen sowie die Jobvermittlung der Agentur für Arbeit seien gute Quellen. „Oder einfach mal in eine Kneipe reingehen und fragen.“ Nicht zuletzt sollten Studenten ihre Kenntnisse nutzen, um mit ihrem Wissen ein paar Euro zu verdienen. Ob es der Medizinstudent ist, der im Krankenhaus jobbt oder der Sozialpädagoge, der im Jugendheim aushilft – fachbezogene Nebenjobs bessern nicht nur den Kontostand auf, sondern machen sich auch gut im Lebenslauf.

Die Unterstützung der Eltern reicht noch nicht zum Leben aus: Julia Karrasch bessert mit Ballettunterricht für Kinder in der St.-Paulus-Gemeinde in Langenhagen ihr Konto auf. Arend - Studentin Esther-Marie Kröger während ihrer 60-Stunden-Woche am Zapfhahn. Schlüter

 
HAZ, 09.11.2006 Auf die Eltern angewiesen

Fast drei Viertel aller Studenten in Hannover arbeiten in der Vorlesungszeit, durchschnittlich sieben Stunden pro Woche. Mit dem Zeitaufwand für das Studium kommen sie im Schnitt auf eine 41-Stunden-Woche. Das geht aus der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) hervor, die die soziale Situation der knapp 40 000 Studenten an den sieben hannoverschen Hochschulen analysiert. Befragt wurden Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, ledig sind und zum ersten Mal studieren. Der Erhebung liegen Zahlen aus dem Jahr 2003 zugrunde – die seit diesem Wintersemester anfallenden Studiengebühren sind deshalb noch nicht berücksichtigt.
Gemäß der Studie standen den hannoverschen Studenten durchschnittlich 799 Euro monatlich zur Verfügung. Die wichtigste Finanzierungsquelle war die Unterstützung durch die Eltern, die 77 Prozent der Studenten erhielten. Über einen eigenen Verdienst verfügten 66 Prozent. Die elterlichen Zuwendungen machten 45 Prozent der gesamten Einnahmen aus, das Geld aus eigener Arbeit rund 28 Prozent. Rund 15 Prozent des durchschnittlich verfügbaren Einkommens waren Bafög-Zahlungen. Zum Zeitpunkt der Erhebung erhielten 27 Prozent der Studenten Bafög, im Schnitt 379 Euro im Monat.
Die monatlichen Lebenshaltungskosten des Durchschnittsstudenten beliefen sich laut Studie auf rund 670 Euro, mit 258 Euro schlug die Miete am stärksten zu Buche. Für Ernährung wurden 163 Euro benötigt, für Lernmittel 41 Euro, für Kleidung 61 Euro. Krankenversicherung, Arztkosten und Medikamente belasteten das Budget mit 57 Euro im Monat, Telefonkosten mit 51 Euro. jk

 
HAZ, 09.11.2006 Kleines Studentenjob-Einmaleins


Um als Student in den Genuss spezieller Vergünstigungen, etwa bei der Krankenversicherung, zu kommen, dürfen das Monatsgehalt sowie die Arbeitszeit bestimmte Grenzen nicht überschreiten.

Studenten, die noch bei ihren Eltern mit krankenversichert sind, dürfen im Monat nicht mehr als 345 Euro verdienen. Die Ausnahme hiervon sind Minijobs, also geringfügige Beschäftigungen, die eine Jahresarbeitszeit von 50 Tagen oder zwei Monaten nicht überschreiten. Bei Minijobs beträgt die Bruttoverdienstgrenze per Definition 400 Euro. Beide Gehaltsgrenzen dürfen etwa zweimal im Jahr überschritten werden.

Studenten können auch den Sonderstatus der „Werkstudentenregelung“ in Anspruch nehmen und keine Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsabgaben zahlen. Dafür müssen sie das Haupterscheinungsbild eines Studenten erfüllen. Das heißt: Die maximale Arbeitszeit darf 20 Stunden pro Woche nicht überschreiten, außer bei Nacht- oder Wochenenddiensten, die außerhalb der normalen Studienzeit liegen. Während der Semesterferien kann der Student in Vollzeit bis zu 26 Wochen im Jahr arbeiten.

Für Studenten gibt es keinen speziellen Steuerstatus. Jobs in Lohnsteuerklasse 1 sind bis zu einem monatlichen Gehalt von 898,60 Euro steuerfrei. Da klassische Semesterferienjobs häufig über diese Grenze hinausgehen, können Studenten, die jährlich brutto bis zu 8584 Euro verdienen, in den meisten Fällen eine volle Steuerrückerstattung erwarten. Tipp des Studentenwerks: Bei Minijobs möglichst auf die Lohnsteuerkarte verzichten.

Das Studentenwerk Hannover hat für einen ersten Überblick einen Flyer veröffentlicht. Er heißt „Jobben – Kurzinfo für Studierende“ und ist im ServiceCenter der Leibniz Universität, Welfengarten 1, sowie beim Studentenwerk, Jägerstraße 3 bis 5, erhältlich. Weitere Auskünfte zum Thema gibt die Sozialberatung im Lodyweg 1 oder unter Telefon 7 68 89 22. ani

 

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