LEHRERVERBÄNDE / GEWDoku des Stadtelternrates Hannover
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Schulmisere: Rufe nach nationalen Standards
NP, 05.03.2003  PISA / Gesamtschulen / Gymnasien:Rufe nach nationalen Standards
Die Ergebnisse der dritten Pisa-Teilstudie haben den Rufs nach nationalen Bildungsstandards und besserer Integration von Ausländerkindern verstärkt.   Von Rainer Schwarz    ... Die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange sagte, offenbar seien Noten ein "denkbar ungeeignetes Mittel" um Leistungen "in einem hochselektiven Schulsystem gerecht zu bewerten". Pisa zeige, dass Noten im Westentlichen von subjektiven Kriterien wie dem Durchschnittsniveau der Lerngruppe sowie der sozialen Herkunft der Schüler abhingen. Erneut zeige sich, "dass das gegliederte Schulwesen soziale Benachteiligung verstärkt."   ...     Schlechte Noten erhält in der Studie auch das Gymnasium:  Danach erreichen in den meisten Bundesländern 20 Prozent der Gymnasiasten  nicht mal das mittlere Niveau von Realschülern.  .... GEW-Schulexpertin Marianne Demme :...  Wenn 40 Prozent der bayerischen Realschüler das mittlere Niveau der bayerischen Gymnasiasten erreichten, dann "fragt man sich, was die Aufteilung in Schulformen soll".  mehr ...
GEW Niedersachsen - Fachgruppe Gymnasien   http://www.gew-nds.de/gym/
Informationen für Gymnasiallehrer (und -eltern) mit Artikelarchiv, Gesetze und Erlasse, Kurznachrichten, Kontakt
Dez 2002: "Kultusministerin stellt Musterverträge zur Selbstständige Schule vor"
Dez 2002: "Abi Zentral"  - Vor- und Nachteile zentraler Prüfungen
Nov 2002: Oberstufenleitungen an niedersächsischen Gesamtschulen 30.11.2002  Erklärung zum Zentralabitur
GEW Niedersachsen - Fachgruppe Sonderschulen / Integration   http://www.gew-nds.de/sos/homepage.htm
Informationen zu "Lernen unter einem Dach" und "Integration"
GEW Aktuell:  http://www.gew-nds.de/Akteuell/aktuell.htm
GEW Bundesverband :  http://www.gew.de/home.html
GEW Zeitung "Erziehung und Wissenschaft": http://www.gew.de/aktuell/frame_euw.htm
GEW Baden-Württemberg: Viele Infos zur Bildungsreform und PISA
http://www.bawue.gew.de/bildungspol/index.html
OECD-Studie, Kurzfassg. 11/01, (524KB!) 
OECD-Studie, Langfassung 11/01 (3,7 MB !!!) 
PISA-E, Vergleich Bundesländer 06/02, Kurzfassung, 80 S. (390KB) 
OECD - Bildung auf einen Blick -  OECD-Indikatoren zur Effektivität und Qualität von Bildungssystemen 11/02 
Was bleibt nach PISA? - Pressekonferenz im Landtag Baden-Württemberg am 22. Juli 2002 
Baden-Württembergischer Handwerkstag - Konsequenzen aus PISA - Positionen des Handwerks, 7/02 
Stellungnahme der GEW zu den Ergebnissen von PISA, sowie Schlussfolgerungen für bildungspolitisches und pädagogisches Handeln  E.-M. Stange, GEW-Bundesvorsitzende,Rede in der KMK, 3/2002 
Bildung in Schieflage - PISA und die Konsequenzen für die Lehrplanrevision R. Dahlem, Landesvorsitzender, 13. 4. 2002,
"Die empirischen Belege für riesige Ungerechtigkeiten und das Vergeuden von Begabungen im deutschen Schulsystem sind jetzt erdrückend" - K. Klemm, Dokumentation, FR, 28.3.2002 
Nach PISA folgt TOSCA -Kurzinfo zu einem weiteren Forschungsprojekt des MPI für Bildungsforschung 3/02 
"Qualität von Schule im Spannungsfeld von PISA und Arbeitsschutz" - Rede von Rainer Dahlem vor Personalversammlungen 3/02 
"GEW: Pisa zeigt Defizite der Schulstruktur" - Artikel aus der StZ, 14.3.2002 
GEW zu den PISA-Ergebnissen: 10 x Qualität für bessere Schule 2/02  - 6 Konsequenzen aus der PISA-Studie für Baden-Württemberg 2/02 
Pisa seriös diskutieren 1/02 -   Rainer-Dahlem-Statement für die Mitgliederzeitschrift von Bündnis 90/Die Grünen 
Überblick der GEW BaWü (PDF-Datei) 2/02 
10 x Qualität für bessere Schule - GEW zu den PISA-Ergebnissen 02/02 
Anmerkungen und offene Fragen zur PISA-Studie - Der Elefant kann zwar nicht tanzen, ist aber trotzdem stark 02/02 
PISA und noch kein Ende -  Kommentar von Rainer Dahlem 01/02 
Bildungsstandards: KMK-Präsidentin brüskiert Länder
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ,  25.06.2003  Bildungsstandard : KMK-Präsidentin brüskiert Länder     Nationale Bildungsstandards ohne Abstimmung vorgestellt    Frankfurt am Main - „Wenn die KMK-Präsidentin, Karin Wolff (CDU), vor der Presse Bildungsstandards verkündet, die von den KMK-Gremien noch gar nicht abgesegnet sind, ist das ein weiteres Bei-spiel dafür, welch schiefes Verständnis von Kooperation in der Kultusministerkonferenz herrscht.“  ...   Info: Kernforderungen der GEW an nationale Bildungsstandards sind: 
- Die Bildungsstandards müssen schulformunabhängig und als Mindeststandards formuliert sein.
- Sie dürfen nicht zur Selektion missbraucht werden, sondern müssen bei Nichterreichen Förder- und Unterstützungsmaßnah-men auslösen.
- Sie müssen aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen genü-gen und internationalen Standard haben.
- Sie müssen in ein förderorientiertes Konzept der pädagogi-schen Schul- und Qualitätsentwicklung passen und dürfen nicht zu „Testeritis“ und zu Schulranking führen.
- Insgesamt wiederholt die GEW ihre Forderung nach einem ein-heitlichen Mittleren Bildungsabschluss an allen Schulen der Sekundarstufe I, also auch an Hauptschulen und in Haupt-schul-Bildungsgängen.    mehr ...
GEW und Bundeselternrat kritisieren Ankündigung der Unionsländer
Ganztag  / GEW  /  Bundeselternrat  /  Elternräte: GEW und Bundeselternrat kritisieren Ankündigung der Unionsländer
     Berlin/Frankfurt am Main – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Bundeselternrat (BER) haben die Ankündigung der unionsregierten Länder, die Bund-Länder-Zusammenarbeit in der Bildungsplanung aufkündigen zu wollen, scharf kritisiert.     Die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange und die BER-Vorsitzende Renate Hendricks forderten "ein Ende der politischen Kleinstaaterei in Deutschland". In einer gemeinsamen Presseerklärung heißt es wörtlich: "Der Kulturföderalismus muss endlich beweisen, dass er in der Lage ist, international vorzeigbare Verhältnisse in der deutschen Bildungslandschaft herzustellen." ...     Von gleichen Bildungschancen könne in Deutschland keine Rede sein. ...     Es sei deshalb unverzichtbar, gemeinsam an die Umsetzung der Empfehlungen des Forum Bildung zu gehen ...  Dazu gehöre auch der Ausbau eines pädagogisch hochwertigen Ganztagsschulsystems. Presseerklärung von GEW und BER  mehr....
Ganztag:Bildungsplanung künftig ohne Unions-Länder    München (dpa/ddp) – Die unionsregierten Länder wollen aus der gemeinsamen Bildungsplanung von Bund und Ländern aussteigen. ...   Zehetmair kritisierte, die Bundesregierung habe im Zuge der Gemeinschaftsaufgabe Bildungsplanung versucht, finanzielle  Zuwendungen mit inhaltlichen Vorgaben an die Länder zu verknüpfen. Als Beispiel nannte er das Projekt, Ganztagsschulen mit vier Milliarden Euro zu fördern.  ....     Bulmahn sagte, mit ihrem Ausstieg aus der Bildungsplanung hätten sich die unionsregierten Länder in die „bildungspolitische Wüste“ verabschiedet. „Mit der Aufkündigung der gemeinsamen Arbeit von Ländern und Bund in der Bildung feiert die bildungspolitische Kirchturmpolitik neue Urstände“ ...     Bulmahn fügte hinzu, der „Rückzug auf Fragen der Zuständigkeiten“ bringe die Kinder in Deutschland nicht weiter. Die Schulstudie Pisa habe dramatisch die unbefriedigenden Leistungen des deutschen Bildungssystems vor Augen geführt,  ... (Süddeutsche Zeitung, 27.02.2003)     mehr ...
17.10.2002     Presseerklärung der GEW
GEW-Vorsitzende Stange  "Zweite Chance für Bildungsreform"
GEW-Vorsitzende verlangt von Kultusministern ein seriöses Verfahren zur Entwicklung von nationalen Bildungsstandards
Frankfurt am Main – "Eine zweite Chance für eine Bildungsreform in Deutschland" sieht die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange in den bildungspolitischen Schwerpunkten der rot-grünen Koalitionsvereinbarung.
   Seit der "Bildungskatastrophe in der Bundesrepublik der sechziger Jahre" habe Bildungspolitik nicht mehr einen solchen Stellenwert "auf der Prioritätenliste der großen Politik" gehabt.
   Stange begrüßte die bildungspolitische Schwerpunktsetzung auf den Ausbau der Kinderbetreuung und das Angebot an Ganztagsschulen. Jetzt gelte es "die Pläne inhaltlich auszugestalten und finanziell abzusichern".
   Nachdrücklich warnte die GEW-Vorsitzend davor, "Länder und Gemeinden bei der Umsetzung dieser Vorhaben finanziell im Stich zu lassen". Sie forderte die CDU-regierten Länder auf, die Initiative zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer und der Erhöhung der Erbschaftssteuer in den Ländern zu unterstützen. Diese Steuererhöhung könne auf sozial gerechte Weise bis zu 18 Milliarden Euro für Bildungsmaßnahmen in die öffentlichen Kassen bringen, rechnete die GEW-Vorsitzende vor. Dieses Geld sei die Grundlage für "unverzichtbare Zukunftsinvestitionen", die die Städte und Länder dringend brauchten.
   "Wenn Kommunen und Länder nicht in der Lage sind, ihren Anteil an der Finanzierung der bildungspolitischen Reformprojekte zu übernehmen, wird es keine oder nur nicht akzeptable Billiglösungen geben", stellte Stange fest.
   Anlässlich der 299. Konferenz der Kultusminister am 17./18. Oktober 2002 in Würzburg appellierte Stange an die Minister und die Landesregierungen, sich mit der Bundesregierung "an einen Tisch zu setzen". "Die Bildungspolitik kann ideologisches Gerangel und Kompetenzstreitereien nicht länger verkraften." PISA habe gezeigt, wohin fast 40 Jahre "Schulstreit und Kulturkampf zwischen den Ländern" geführt habe. Jetzt gelte es voneinander zu lernen und an einem gemeinsamen Strang zu ziehen.
   Die GEW-Vorsitzende begründete ihren Appell mit der offensichtlichen Absicht der Kultusminister, "nationale Bildungsstandards im Hauruck-Verfahren" zu erstellen. Über drei Jahrzehnte Stillstand ließen sich nicht in einem Jahr aufholen. Qualität könne nicht verordnet, sondern nur Schritt für Schritt entwickelt werden.
    Nationale Bildungsstandards müssten in einem seriösen Verfahren zwischen Bund und Länder gemeinsam entwickelt werden. Sie funktionierten nur, wenn sie auch nationale Akzeptanz fänden. Deshalb müssten auch die Betroffenen – Lehrer, Eltern, Schüler - an der Entwicklung beteiligt werden. Wörtlich sagte Stange: "In diesem Punkt geht am Konsens kein Weg vorbei."
   "Nationale Bildungsstandards, die nichts anderes sind als die Summe von 16 Lehrplanwerken und das verfehlte Prinzip der Selektion verschärfen, stellen keinen Qualitätssprung nach PISA dar", stellte die GEW-Vorsitzende fest.
    Diese Pressemitteilung kann im Internet abgerufen werden unter: http://www.gew.de/presse/nachrichten/frame_index.html
E-Mail heinitzc@gew.de

Schulstrukturreform:Diese Förderstufe schadet nur ! Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen sollen zukünftig schon nach der 4. Klasse getrennte Wege gegen!  Der aktuelle Schulgeetzentwurf der SPD macht es deutlich: Das Gymnasium und die Haupt- und Realschulen sollen wie in den 50-er Jahren wieder mit Klasse 5 beginnen. Die Klassen 5 und 6 "Förderstufe" zu nennen ist nur Kosmetik.  Gerade hat die internationale Schuluntersuchung PISA gezeigt: Das überholte gegliederte Schulsystem in Deutschland führt dazu, dass die soziale Herkunft wie in kaum einem anderen Industrieland über den Schulerfolg entscheidet. Es verhindert, dass mehr Kinder und Jugendliche gute Leistungen und Abschlüsse erreichen. Wir brauchen keine "Förderstufe", die mehr trennt als fördert. Wir brauchen die Verbesserung der Orientierungsstufe. Kleinere Lerngruppen, Verbesserung der Ausstattung, mehr Pädagoginnen und Pädagogen, mehr Zeit zum Fördern der Schülerinnen und Schüler und gute Fortbildungsmöglichkeiten für die Lehrkräfte sind der richtige Weg.  Anzeige in der HAZ, 11.06.2002 V.i.S.d.P.: Rüdiger Heitefaut c/o GEW Hannover, Gabelsbergerstr.7, 30163  Hannover.
 
Fr 09.11.2001 + Sa, 10.11.
"Seminar für neugewählte ElternvertreterInnen"
Freitag, 9.11.2001, 15:00 - 20:00 Uhr,  Sa, 10.11.2000, 10:00 - 15:00 Uhr
Freizeitheim Lister Turm, Walderseestr. 100, 30163 Hannover
Ein Seminar für Elternvertreterinnen und Elternvertreter von GEW und ARBEIT und LEBEN in Zusammenarbeit mit dem Stadtelternrat Hannover. Informationen und Anmeldungen  GEW Hannover, Gabelsberger Str. 7, 30163 Hannover, Tel. 0511/662014, Fax  051/621294. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt, es entscheidet die Reihenfolge der Anmeldungen.
Kosten: 55,- DM   mehr ...
Sa, 25.08.2001, 11.00 - 14:00 Uhr, GEW
Gesamtschulen - Wann, wenn nicht jetzt!
Aufbau eines Netzwerkes zur Gründung von Gesamtschulen in Niedersachsen
Nicht über Schulstrukturen diskutieren, sondern praktisch handeln: Die GEW Niedersachsen bietet allen Kolleginnen und Kollegen, die bereits in einer Gesamtschulinitiative mitarbeiten und allen Kolleginnen und Kollegen, die eine Gesamtschulinitiative gründen wollen, Unterstützung und die Möglichkeit zum Informationsaustausch an. Weitere Einzelheiten dazu sollen auf einem ersten Treffen am 25. August (11 bis 14 Uhr) in Hannover besprochen werden. Anmeldung dazu bis 9. Juni an die Geschäftsstelle der GEW-Niedersachsen (FAX 0511/3 38 04 46 z.H. Torsten Post) schicken (oder E-Mail an T.Post@GEW-Nds.de).
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Hauptvorstand,  Pressestelle 17.07.2001
Staat, Schule, Schüler: Alle bleiben sitzen
GEW fordert einen zusätzlichen Lehrer für jede Schule - und liefert Finanzierungskonzept
Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für jede Schule in der Bundesrepublik einen zusätzlichen Lehrer gefordert. „Wir liefern das Finanzierungskonzept gleich mit:
Wenn kein Schüler mehr sitzenbleiben muss, steht jeder Schule durchschnittlich eine volle Lehrkraft zusätzlich für Unterricht und vorbeugende Förderung zur Verfügung“, erklärte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Norbert Hocke in Frankfurt.
„Mit der ‘Maßnahme’ des Sitzenbleibens leisten wir uns einen teuren Luxus, der zudem pädagogisch unsinnig ist. Klassenwiederholung macht alle zu Verlierern.“  mehr ...
GEW-PRESSEDIENST NR. 1    4. Mai 2001
GEW fordert "Bund-Länder-Initiative Bildung"
24. ordentlicher Gewerkschaftstag vom 5. bis 9. Mai 2001 in Lübeck
Lübeck - Heftige Kritik am Zustand des deutschen Bildungssystems hat die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Eva-Maria Stange zum Auftakt des 24. ordentlichen Gewerkschaftstages der GEW for-muliert, der vom 5. bis 9. Mai 2001 in Lübeck stattfindet.
   "Unser Bildungswesen hat den Anschluss an die gesellschaftliche Entwicklung verloren. Es 'produziert' zu viele Abbrecher und zu wenig qualifizierte Absolventen", stellte die GEW-Vorsitzende fest. Mit neun Prozent Jugendlichen ohne Schulabschluss, 15 Prozent ohne Berufsausbildung, nur knapp 30 Prozent Abiturienten, bis zu 40 Prozent Studienabbrechern und nur 16 Prozent Akademikern sei das "deutsche Bildungssystem international kaum noch konkurrenzfähig".
   Vor diesem Hintergrund forderte Stange eine Bund-Länder-Initiative Bildung. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung müsse eine "neue Bildungsexpansion" zum quantitativen Ausbau und zur qualitativen Reform des Bildungssystems auf allen Ebenen - vom Kindergarten bis zur Weiterbildung -,  angeschoben werden.
   Impulse für die notwendige Reformdebatte erwartet die GEW-Vorsitzende vom Kongress der Bildungsgewerkschaft. Dort stehen unter anderen bildungspolitischen Themen die "Frühkindliche Erziehung", neue "Schulpolitische Positionen", die "Reform der Lehrerbildung", die "Novellierung des Berufsbildungsgesetzes" und die "Professionalisierung der Weiterbildung" auf der Tagesordnung.
   Mit einem neuen Schulkonzept unter dem Titel "Eine Schule für alle" will die GEW mehr Druck gegen frühzeitige Auslese von Schülerinnen und Schülern erzeugen und längeres gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen nach europäischem Maßstab durchsetzen.
   Auf dem Weg zu einem integrativen Schulsystem setzt die GEW nicht mehr alleine auf die Gesamtschule. Vielmehr sollen alle Schulen integrative Konzepte entwickeln. "Eine Schule für alle" könne zum Beispiel die Verlängerung der Grundschulzeit bedeuten. Ebenso könnten Schulen der
Mittelstufe auf das "Sitzenbleiben" verzichten und unterschiedlich leistungsstarke Kinder durch jahrgangsübergreifendes Lernen fördern, erläuterte Stange.
   Gesamtschulanhänger in der GEW stehen diesem Konzept skeptisch gegenüber,  weil sie eine Abkehr von der Idee der Gesamtschule befürchten. Dieser Sorge widersprach die GEW-Vorsitzende. "Im Gegenteil, das Konzept 'Eine Schule für alle' soll Gesamtschulwerte und -konzepte in alle Schulen bringen", stellte die GEW-Vorsitzende fest.
   Ein weiteres zentrales Thema des GEW-Kongresses ist die Aufwertung der frühkindlichen Erziehung. Wie in der OECD fordert die GEW, einen Schwerpunkt der Bildungsfinanzierung im frühkindlichen und im Grundschulbereich zu setzen.
   Eine kontroverse Debatte wird auch beim Thema Lehrerarbeitszeit erwartet. Zum Abbau der seit Jahren angestiegenen Arbeitszeit und Arbeitsbelastung von Lehrkräften an Schulen liegen unterschiedliche Konzepte vor. Vor allem die jungen Lehrerinnen und Lehrer unter den Delegierten verlangen eine Abkehr von der traditionellen Orientierung an den Unterrichtsdeputaten. Stattdessen sollen außerunterrichtliche Tätigkeiten in die Bewertung der Lehrerarbeitszeit einbezogen werden. Zur Herstellung von mehr Transparenz soll auch für die Lehrerinnen und Lehrer die im öffentlichen Dienst übliche Jahresarbeitszeit zugrunde gelegt werden.
   Demgegenüber halten starke GEW-Landesverbände bei der Berechnung der Lehrerarbeitszeit an den Unterrichtsdeputaten fest und fordern eine deutliche Senkung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung.  Unterschiedlich von Schulstufe zu Schulstufe und von Bundesland zu
Bundes-land müssen Lehrerinnen und Lehrer zwischen 23 und 29 Unterrichtsstunden wöchentlich erteilen.
   Organisationspolitisch müsse der Lübecker Gewerkschaftstag der GEW das Profil der Bildungsgewerkschaft im DGB schärfen und das Kooperationsverhältnis zu ver.di klären, stellte Stange fest. Auf einem außerordentlichen Gewerkschaftstag hatte die GEW 1999 entschieden, am Aufbau von ver.di nicht länger mitzuarbeiten. Stattdessen soll die Organisation als eigenständige Bildungsgewerkschaft im DGB ausgebaut werden.
   Mit diesem Ziel wurde ein Organisationsentwicklungsprozess angestoßen, der die GEW fit machen soll, ihren Organisationsgrad vor allem auch außerhalb des Schulbereichs - in Kindertagesstätten, in Hochschule und Forschung und der Weiterbildung - zu erhöhen.
   In einer Vielzahl von Pilotprojekten werden in Bund-Länder-Kooperationen neue Formen der Mitgliederwerbung und der Mitgliederbetreuung erprobt.
   Schon heute sei die GEW die einzige Organisation, die Beschäftigte in allen Bildungsbereichen organisiere. Diese Position gelte es auszubauen. Ziel der GEW bleibe es, die Beschäftigten der expandierenden Bildungsbranche in einer DGB-Gewerkschaft zusammenzuführen, erläuterte die GEW-Vorsitzende. Die Beziehung zur neuen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beschreibt Stange als
eines der "Kooperation und nicht der Konkurrenz". Im Vordergrund müssten die Interessen der Beschäftigten und nicht "organisationspolitische Eifersüchteleien" stehen. "Die enge Kooperation mit ver.di ist der erklärte Wille der GEW", sagte die GEW-Vorsitzende.
Dies gelte insbesondere für die Tarifpolitik. Hier werde die GEW u.a. alles daransetzen, in der nächsten Tarifrunde die Angleichung der Ostgehälter an den Westen zu einem Schwerpunkt der Tarifauseinandersetzung zu machen.
   Neben den bildungspolitischen Diskussionen stehen die Wahlen zum Geschäftsführenden GEW-Vorstand, die interne Organisationsentwicklung als Bildungsgewerkschaft im DGB und das Verhältnis zu ver.di auf der Tagesordnung.
   Der achtköpfige Geschäftsführende Vorstand - vier Frauen und vier Männer -, unter Führung der promovierten Dresdner Mathematik- und Physiklehrerin Stange, tritt komplett zur Wiederwahl an. Gegenkandidaturen sind im Vorfeld des Gewerkschaftstages nicht bekannt geworden.
Auf zur Bildungsmesse   19.-23.02.2001
Nach der EXPO hat sich auch die Bildungsmesse Hannover zum Ausstellungsstandort auserkoren.  Die Messe hat ihre Pforten vom
19. bis 23. Februar 2001 geöffnet. Erstmals vereint sie alle Bildungsbereiche unter einem Dach. Die GEW ist wieder im              bewährten Ausstellerpaket mit DGB, Hans-Böckler-Stiftung und Büchergilde Gutenberg präsent.
Unsere beiden Stände finden Sie in der Halle 2.  Weitere Infos unter: www.bildungsmesse-hannover.de

GEW-Kampagne für Bildung und Erziehung
Mit einer PR-Kampagne für Bildung und Erziehung will die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihr                   Erscheinungsbild als Bildungsgewerkschaft in der Öffentlichkeit und im DGB verbessern.
Mit dem Slogan "Wir bilden die Zukunft" will die GEW zugleich die Bereitschaft in der Öffentlichkeit
und der eigenen Mitgliedschaft erhöhen, "nicht nur über Reformen zu reden, sondern sie auch tatsächlich anzupacken".

E&W (GEW Niedersachsen) November 2000, Eberhard Brandt
Mit Turbo-Gymnasium zu mehr Abiturabschlüssen?
Im Chat des Ministerpräsdidenten konnte man es lesen. Sigmar Gabriel erklärte, seine Freunde aus der Wirtschaft hätten ihm gesagt, das Land Niedersachsen müsse die Abiturquote erhöhen. Der Konkurrenzfähigkeit des Landes wegen und weil die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Zukunft von mehr höherwertigen Abschlüssen abhingen. Auf 40% müsse die Quote steigen. Führwahr ein beachtliches Ziel. Wir wollen es ausdrücklich befürworten. Wir sagen es auch schon länger. Erfreulich, dass dies Ziel nun auch zum Regierungsprogramm gehört. Gehen wir der Frage nach, wo wir Niedersachsen bisher stehen und ob "Unser Vorschlag - Zukünftige Schulstruktur in Niedersachsen" zum Ziele führen kann.
Mit 25,9 % ist die Abiturientenquote in Niedersachsen unter dem Bundesdurchschnitt. 1985 lag sie noch bei 20,6 %. ... mehr
Homepage -> GEW   -> Qualität von Schule   ->  Schulreform    -> Schule und Wirtschaft         -> Gymnasien   ->  Gesamtschule
www.gew.de GEW www.gew.deGEW Niedersachsen, Kontaktadressen, E-Mail
Nov. 2000 "Mit Turbo-Gymnasium zu mehr Abiturabschlüssen ?"   (E&W (GEW)) 
Nov. 2000 Umfrage von "Hallo Niedersachsen" ergibt: "Keine Mehrheit für Gabriel-Papier" (E&W (GEW))
Nov. 2000 Schullaufbahnempfehlung und Übergangsentscheidung seit 1973 (E&W (GEW))
21.05.2000 Lehrerstellen: Gewerkschaft kritisiert Reform ( HAZ)
10.04.2000 "Keine Zwangsteilzeit für Lehrkräfte an Haupt- und Sonderschulen" ("E&W 1/2000)
10.04.2000 "Einstellungen zum 21.08.2000 - Allgemein bildende Schulen"("E&W 1/2000)
10.04.2000 "Einstellungen zum 21.08.2000 - Berufsbildende Schulen"("E&W 1/2000)
10.04.2000 GEW: Podiumsdiskussion zur "Verlässlichen Grundschule" mit Vertreter/innen der Ratsfraktionen 
10.04.2000 "Vier Monate Verlässliche Grundschule - Berichte aus der Praxis"(E&W 1/2000)
Sept. 1999 "Auch im neuen Schuljahr: Reichlich politisches Konfliktpotenzial" (E&W 9/99)
Sept. 1999 "Kopfnoten": Rückfall ins pädagogische Mittelalter ?" (E&W 9/99)
Sept. 1999 "2368 Einstellungen zum 1. September 1999 an allgemeinbildenden Schulen" (E&W 9/99)

GEW
Nds.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Niedersachsen, Berliner Allee 16, 30175 Hannover, Tel. 0511-338040, Fax 0511-3380446, eMail : eMail@GEW-Nds.de
GEW 
Nds.
GEW Niedersachsen www.gew-nds.de
# Landesvorsitzender: Torsten Post TorstenPost@GEW-Nds.de
Presseerklärungen  www.gew-nds.de/Presse/presse.html
E&W Erziehung und Wissenschaft  www.gew-nds.de/E_W/e_w.html
Schulhauptpersonalrat beim Nds. Kultusministerium  www.gew-nds.de/Kontakte/SHPR_Fraktion/shpr_fraktion.html
Bezirksverband Hannover  www.gew-nds.de/Kontakte/Bezirke/Hannover/hannover.html
Fachgruppe Gymnasien www.gew-nds.de/Kontakte/Fachgruppen/FG_Gymnasien/fg_gymnasien.html
Fachgruppe Sonderschulen  home.t-online.de/home/05808697/nds.htm

 

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