SCHULREFORM  - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover
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Bärbel HilbigHAZ, 11-02.2006   Wer schafft den Sprung in die Zukunft ?  Unterm Strich
    Auch wenn sich in zwei Jahren bestätigen sollte, dass Hannover die eine oder andere Schule zu viel hat: Die meisten Gebäude werden gebraucht, weil die Schülerzahlen nicht sinken. Die Sanierungen müssen deshalb weitergehen, meint Bärbel Hilbig.  ....
   Wenn keine plötzliche Stadtflucht einsetzt, wird die Zahl der Schüler in Hannover noch lange stabil bleiben, selbst wenn 2011 der dreizehnte Jahrgang am Gymnasium wegfällt. Um die Fortführung der Sanierungen kommt die Stadt also nicht herum – es sei denn, sie will gleich neu bauen.     mehr ...


HAZ, 18.06.2004
„20 Prozent der Schüler scheitern“     Wissenschaftler warnt vor den Folgen der Schulreform / SPD fordert mehr Förderung            Hannover (jö). Was passiert, wenn in diesem Sommer die Orientierungsstufe auf einen Schlag abgeschafft wird? Die Befürchtungen der Kommunen vor einem Chaos bei Klassenräumen und Lehrern scheinen sich nicht zu bestätigen. Pädagogen aber warnen nun davor, dass die Folgen für die Schüler alles andere als positiv ausfallen könnten. „Die frühere Selektion schon nach Klasse 4 wird dazu führen, dass gut 20 Prozent der Schüler auf dem Gymnasium scheitern werden“, sagte der Lüneburger Pädagogik-Professor Mathias von Saldern gestern Abend bei einer Veranstaltung der SPD-Landtagsfraktion in Hannover.            Bislang müssen gut elf Prozent der Schüler in Niedersachsen das Gymnasium wieder verlassen. Bald werde man „bayerische Verhältnisse“ bei der Abschulung haben, sagte von Saldern voraus. Der Grund: Die „Selektion der Schüler“ komme nach Klasse 4 viel zu früh. Das ist zwar ein altes Argument in der Debatte um die Orientierungsstufe, für von Saldern aber hat es durch internationale Studien wie Pisa und Iglu neues Gewicht bekommen. „Vor diesem Hintergrund ist es unsinnig und verantwortungslos, eine funktionierende Schulform für die Klassen 5 und 6 einfach abzuschaffen“, sagte von Saldern unter dem Beifall der SPD-Abgeordneten, die ein Jahr nach Verabschiedung des neuen CDU/FDP-Schulgesetzes eine erste Bilanz der Reform zogen.            Der SPD-Bildungsexperte Wolfgang Jüttner sieht die Sozialdemokraten nicht ganz unschuldig an der Lage. Es sei „zumindest suboptimal“ gewesen, dass seine Partei die Strukturdebatte mit angestoßen habe, sagte Jüttner. Der Fraktionsvize will es allerdings nicht beim Blick zurück belassen, sondern verlangt eine Neuausrichtung der sozialdemokratischen Bildungspolitik: „Im Vordergrund stehen künftig nicht mehr Strukturfragen. Es geht um die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes“, sagte Jüttner. Förderung sei zwar ein Versprechen im neuen Gesetz. Wie es eingelöst werde, stehe aber in den Sternen. Der Wissenschaftler von Saldern stimmte zu: Der Weg zwischen den Schulformen werde für die Schüler wohl auch in Zukunft eine Einbahnstraße sein.         Die SPD will den Wechsel im Schulsystem genau beobachten und hofft vor allem aus der Lehrerschaft auf Unterstützung. Dort steht man der Veränderung zwar nicht überall ablehnend gegenüber, sieht sich inzwischen allerdings in einer wahren Reformflut. „Wir ächzen schon gewaltig“, sagte Helga Akkermann, Vorsitzende des Schulleitungsverbandes.
NP, 18.06.2004
Miese Note für Schulgesetz     ... von Pädagogik-Professor Matthias von Saldern. SPD lädt zur Diskussion.           VON KARL DOELEKE       HANNOVER. Schlechte Note: „Die Schulpolitik von Kultusminister Bernd Busemann (CDU) wird nicht dazu führen, dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich in Zukunft besser abschneiden“, glaubt Matthias von Saldern. Die SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag hatte den Pädagogen eingeladen, Busemann nach einem Jahr Schulpolitik ein Zeugnis auszustellen.        Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Jüttner, räumte ein, dass Busemann keine Wahlversprechen gebrochen habe. „Die stehen eins zu eins im Gesetzesblatt.“ Genau das sei aber das Problem.           Von Saldern, Professor an der Universität Lüneburg, kritisierte insbesondere die frühe Entscheidung über die Schullaufbahn der Kinder durch die Abschaffung der Orientierungsstufe. „Die Probleme gehen mit der 5. Klasse los, also direkt nach der Selektion“, sagte der Pädagoge. Von Saldern forderte darum, die Schullaufbahn bis zur achten Klasse offen zu halten. Die internationale Vergleichsstudie Timss habe schon 1997 gezeigt, dass einige Gymnasiasten Mathe-Aufgaben schlechter lösten als Hauptschüler, die dieselben Aufgaben machen mussten. „Die Hälfte der Schulempfehlungen ist falsch“, schloss von Saldern. „Deutschland und Österreich sind die einzigen Länder, in denen teilweise nach der vierten Klasse selektiert werde. „Gleichzeitig mangelt es in beiden Ländern an der Förderung der Schüler.“ Folge sei die unterdurchschnittliche Zahl der Studienanfänger.           Von Saldern bezweifelte auch, dass die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulformen funktionieren wird. Schüler sollen zwischen Haupt- und Realschulen und dem Gymnasium wechseln können, wenn ihre Leistungen entsprechend sind. „Gut gemeint, funktioniert aber nicht“, glaubt der Experte. „Insbesondere Hauptschullehrer wollen ihre guten Schüler nicht abgeben. Sie verteilen darum schlechtere Noten.“              Auch das Verbot von neuen Integrativen Gesamtschulen sei ein schwerer Fehler im neuen Schulgesetz. „Warum nicht mehr Wettbewerb unter den Schulformen?“, fragte von Saldern. Der Pädagoge betonte: „Der Elternwille ist frei.“ Er riet dazu, die Grundschulempfehlung zur Seite zu legen.

NP, 20.05.2003  Schulstrukturreform:  Protest der IGS-Eltern mit 3663 Unterschriften beim Kultusminister        Aufstand der Gesamtschulen gegen das Schulgesetz: Gestern überreichten IGS-Eltern dem Kultusminister 3663 Unterschriften - und er machte ihnen Hoffnung: Noch sei das Gesetz nicht beschlossen, so Bernd Busemann. von Julia Pennigsdorf    Hannover. Die Integrierten Gesamtschulen (IGS) in der Region lassen nicht locker. Sie hatten ihren Widerstand gegen den CDU-Schulgesetzentwurf angekündigt und setzen ihn nun in die Tat um.     Gestern klopften die Elternvertreter aller acht Gesamtschulen (IGS Mühlenberg, Roderbruch, Linden, Vahrenheide, List,Kronsberg, Garbsen und Langenhagen) an das Amtszimmer von Kultusminister Bernd Busemann. Im Gepäck hatten sie 3663 Unterschriften gegen die Schulreform.     Der Protest richtet sich dagegen, dass die IGS nicht mehr als Regelschule gelten soll. Das bedeutet, dass sie in den Empfehlungen der Grundschullehrer für eine geeignete Schule nicht vorkäme. "So drängt man uns an den Rand", sagt Theo Prager von der IGS Mühlenberg.   Busemann blieb in der Kernfrage, keine neue IGS zuzulassen, hart- sagte aber den bestehenden Schulen "vernünftige Entwicklungschancen" zu. "Viele forderten auch das Aus der IGS. Das sehe ich anders", so Busemann. Die Klassizierung der IGS als Regelschule sagte er den Eltern nicht zu. Hoffnung machte er ihnen trotzdem: "Ich bin ein Pragmatiker, und das Gesetz ist noch nicht fertig", so der Minister vage. "Wenn sich Gesamtschulen im Wettbewerb behaupten, ist das letzte Wort über sie noch nicht gesprochen."   mehr ...
Erfolg nach Protesten auch im Streit um die Schulbezirke. Wie berichtet, sollten Schüler aus Hannover künftig nicht mehr die KGS in Hemmingen besuchen. In Hannover selbst gibt es keine Kooperative Gesamtschule. Das sei vom Tisch, hieß es aus Busemanns Büro. Der Wechsel zwischen den Kommunen bleibe frei.
Anhörung zur Schulreform
HAZ, 10.05.2003   Wie durchlässig ist das Schulgesetz ?  Hannover (gs). Die Opposition im Landtag sieht sich durch die zweitägige Anhörung von Verbänden zum Schulgesetz in ihrer Kritik an den geplanten Änderungen bestätigt. Wolfgang Jüttner (SPD) sagte am Freitag, der Begriff der "Durchlässigkeit", also der Möglichkeit des Wechsels zwischen den Schulformen, müsse dringend geklärt werden. "Da passen wir auf", kündigte er an. Sein Fraktionskollege Wolfgang Wulf kritisierte besonders die Beschränkung des Elternwillens nach der fünften Klasse. SPD und Grüne erneuerten ihre Forderung, die Gesamtschulen im Gesetz weiter als Regelschule zu führen. Die Grünen plädierten für eine möglichst lange gemeinsame Grundschulzeit.
NP, 10.05.2003   Schulgesetz wird nachgebessert   Hannover. Das Schulgesetz von CDU und FDP wird in einigen Punkten nachgebessert. Dies ergab die zweitätige Anhörung im Kultusausschuss.     Neue Gesamtschulen werde es nicht geben, die bestehenden dürften aber das Abitur nach zwölf Jahren anbieten und bekämen eine volle Unterrichtsversorgung garantiert, so Karl-Heinz Klare, Fraktionsvize der CDU im Landtag. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen werde ein Erlass regeln.      Die SPD fühle sich in ihren Vorhalten bestätigt, sagte SPD-Fraktionsvize Wolfgang Jüttner. Man werde im Landtag einen Antrag einbringen, dass auch künftig Gesamtschulen gegründet werden dürfen. "Deutlich wurde aber auch, dass unsere Förderstufe keiner mehr will", so Jüttner nach der Anhörung.  dl
Neue Osnabrücker Zeitung, 09.05.2003    Note „eins bis zwei“ von der Wirtschaft ...  “Note eins bis zwei“ urteilte der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag am ersten Tag der Anhörung im Kultusausschuss über das von der neuen Landesregierung geplante Schulgesetz.  ...  Deutliche Kritik übten Vertreter der Gewerkschaften, des Eltern- und des Schülerrats. So sprach der Vorsitzende des Landeselternrates, Hans-Joachim Vogel, von „gravierenden Mängeln“ und warnte vor einer zu frühen Selektion der Schüler. Eine „Abschulung“ der Schüler nach Klasse fünf könne überdies deren Entwicklung schaden. Ebenso wie der Landesschülerrat forderte er, auch künftig neue Gesamtschulen zuzulassen, da dies dem Elternwillen entspreche.    ...   mehr ... 
Neue Osnabrücker Zeitung, 08.05.2003    Busemann: Änderungen am Schulgesetz möglich  Hannover (jd)  Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hält Änderungen an dem von CDU und FDP geplanten neuen Schulgesetz noch für möglich. ...   Unter Umständen werde auf die Forderung der Kommunen eingegangen, die Schulbezirke nicht starr zu regeln, sondern den Schulträgern vor Ort großen Gestaltungsspielraum zu belassen. Möglich sei auch, dass entgegen ursprünglichen Plänen das Abitur nach zwölf Jahren nicht nur an kooperativen, sondern auch an integrierten Gesamtschulen (IGS) ermöglicht werde. Dies hätte jedoch zur Bedingung, dass dort Gymnasialzweige eingerichtet werden.    ...     mehr ...
HAZ, 09.05.2003   Eine 1 von der Wirtschaft, eine 4 von den Eltern ...   Die geplante Schullaufbahnempfehlung werde die Kinder „stigmatisieren”, der Genehmigungsstopp für Gesamtschulen beschränke den Bürgerwillen und die mögliche Abschulung von Kindern nach Klasse fünf hebele die freie Elternentscheidung wieder aus – diese fundamentale Kritik kam ausgerechnet vom Landeselternrat.         Die Elternvertreter pochen auf eine größere Förderung jedes einzelnen Schülers. „Wenn diese Strukturreform Erfolg haben soll, dann muss die Durchlässigkeit nach oben ermöglicht werden”, sagte der Vorsitzende des Landeselternrates, Hans-Jürgen Vogel. Er sprach sich für eine möglichst lange gemeinsame Schulzeit für alle Kinder aus. Jede Schule müsse zudem mit den Schülern zurechtkomme, die sie bekommt. ....  Die Vertreter der Kommunen äußerten sich verhalten positiv zum Gesetzentwurf, sehen allerdings auch bei dieser Reform die Gefahr, dass die Schulträger am Ende auf hohen Kosten sitzen bleiben werden. Städtetag-Geschäftsführer Wolfgang Schrödter bemängelte zudem, durch die Streichung der „Kooperativen Haupt- und Realschule” sowie den Genehmigungsstopp für Gesamtschulen würden die kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten eingeengt. ...  jö  mehr ...   Veröffentlicht 08.05.2003 18:15 Uhr
NP, 09.05.2003   Viel Lob für neues CDU/FDP-Schulgesetz   .... gab es gestern aber auch viele Änderungswünsche:.
Gesamtschulen .. Elternwille ... Realschulen ... Gymnasien ... Zentralabitur ... Durchlässigkeit ... Schulfächer ... Förderung ... Religionsunterricht .....   mehr ...
Goslarsche Zeitung, 09.05.2003  Noch einige Hausaufgaben beim Schulgesetz ... Thomas Koch von den Unternehmerverbänden Niedersachsen forderte eine konsequente Förderung der Ganztagsschulen.    Landeselternrat (LER): "Gravierende Fehler" sah der Vorsitzende Hans-Jürgen Vogel aus Braunschweig. So drohe mit der Laufbahnempfehlung durch oft nur einen Grundschullehrer nach Klasse 4 eine Stigmatisierung. Die mögliche Überweisung "Nichtempfohlener" auf eine andere Schulform nach Klasse 5 bedeute einen zweimaligen Schulwechsel innerhalb eines Jahres. Beispiel: Die Grundschule empfiehlt Hauptschule, die Eltern wählen die Realschule. Am Ende der Klasse 5 wird der Schüler leistungsbedingt der Hauptschule zugeordnet. Die Überweisungen könnten zudem zur Steuerung von Schülerströmen missbraucht werden, so der LER. Durch Sachzwänge in den Kommunen drohe der Elternwille ausgehebelt zu werden. Integrative und kooperative Schulformen dürften nicht schlechter gestellt werden.      Gewerkschaften: GEW, Verdi und DGB kritisierten eine frühe Auslese nach Klasse 4. Studien zeigten, dass längeres gemeinsames Lernen bessere Resultate bringe. Die Reform sei ein Rückfall ins 19. Jahrhundert, soHelga Papendick-Apel vom DGB.   mehr ...
Kreise wollen die Schulreform nicht bezahlen
HAZ, 26.04.2003   SchulreformStadt und Land  Kreise wollen die Schulreform nicht bezahlen      Kommunen fordern Geld vom Land für Schulbauten. Wulff will nicht über Kosten der Schülerbeförderung reden.   Bad Lauterberg (kw). Die Repräsentanten der 37 niedersächsischen Landkreise sehen der Schulreform besorgt entgegen. „Sobald die Orientierungsstufe wegfällt, wird es von Klasse fünf an einen starken Zulauf zu Realschulen und Gymnasien geben“, sagte der Präsident des niedersächsischen Landkreistages, der Celler Landrat Klaus Wiswe, vor der Landkreisversammlung in Bad Lauterberg (Kreis Osterode). Selbst wenn Schulen Außenstellen einrichten, seien Um- und Neubauten nötig, und diese könnten die Kommunen nicht tragen. „Das Land sollte die Investitionskosten übernehmen“, betonte Wiswe.           Ministerpräsident Christian Wulff, der als Gast vor den 250 Landkreis-Vertretern sprach, wies die Forderung zurück. Mittelfristig sinke die Zahl der Schüler, und kurzfristig dürften sich Kommunen mit Übergangslösungen begnügen. „Es wird auch kooperative Haupt- und Realschulen mit gemeinsamer Schulleitung   geben“, sagte der Regierungschef.    mehr ...
NP, 26.04.2003  Schulstrukturreform:Zeitdruck: Eltern wollen Schulreform  Die Kritik an den Schulplänen der neuen Landesregierung nimmt kein Ende. Erst äußerten sich Erziehungswissenschaftler und Lehrer ablehnend über die Einführung des dreigliedrigen Schulsystems nach Klasse vier. Zu früh sei es, bereits in diesem Alter einzuschätzen, ob ein Kind Haupt- oder Realschulniveau habe oder aufs Gymnasium gehen sollte.       Jetzt hagelt es erneut Kritik. Und zwar von den Eltern, denen die Reformpläne nicht  schnell genug gehen.   mehr ... 
Lehrer: Sie müssen weiter Freizeit opfern
NP, 10.04.2003   Schulstrukturreform:Lehrer: Sie müssen weiter Freizeit opfern    Dienstbesprechungen, Ausflüge, Fortbildungen auch künftig nur außerhalb des Unterrichts. Die Anwesenheitspflicht an Ferientagen fällt weg. Doch das bringt Lehrern nicht mehr Freizeit.  Das stellte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) gestern vor dem Städte- und Gemeindebund in Walsrode klar. Dienstbesprechungen, Fortbildungen, Kollegiumsausflüge sowie die Vorbereitung der Schulhalbjahre müssen auch künftig in die unterrichtsfreie Zeit gelegt werden. Ob dafür Ferien oder Nachmittage genutzt werden – das „sollen die Schulen in Eigenverantwortung regeln“, so der Minister.        Busemann betonte erneut, es werde vom Land kein zusätzliches Geld für Schulbauten geben. Die Umstellung auf den Beginn der weiterführenden Schulen mit
 Klasse fünf ab 2004 werde zwar „mancherorts organisatorische Schwierigkeiten“ bereiten. Doch die seien zu bewältigen. Schon im nächsten Jahr werde die Zahl der Schüler sinken. Mit dem Abi in Klasse 12 werde zudem ein ganzer Jahrgang samt der benötigten Räume wegfallen. Um mehr Flexibilität zu ermöglichen, sollen Gymnasien auch Außenstellen errichten dürfen – sogar für einzelne Klassen. Daneben sollen
 auch Gymnasien ohne Oberstufe erlaubt werden, wenn sie mindestens zweizügig sind. Das neue Gesetz werde auch gemeinsame Schulleitungen von Haupt- und Realschule zulassen, sofern die Klassen getrennt bleiben.       Schüler mit guten Noten sollen einen Rechtsanspruch auf einen Wechsel der Schulform erhalten und überall nach der zehnten Klasse einen Abschluss machen können.   HANNOVER, VON DIRK RACKE
Abitur nach 13 Jahren noch bis 2012
NP, 03.04.2003  Schulstrukturreform / Abitur nach 12 Jahren: Abitur nach 13 Jahren noch bis 2012   HANNOVER. Abitur nach zwölf Jahren - so sieht es das neue Schulgesetz von CDU und FDP vor. Doch das Abi in Klasse 13 bleibt bis mindestens 2012.     Denn das Turbo-Abi gilt nur für Kinder, die nächstes Jahr in die fünfte Klasse wechseln - wie Annalena, die Tochter des Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Die 87 300 Viertklässler dieses Jahres müssen als Letzte noch zwei Jahre Orientierungsstufe durchlaufen. Erfahrungsgemäß wählen 32 Prozent später den Gymnasialzweig. Als Spätstarter machen sie erst in der 13. Klasse Abi.      Nur die besten dieser 30 000 Schüler könnten es schneller schaffen: Im Kultusminister wird geprüft, ob sie die elfte Klasse überspringen können.     Helga Akkermann, die Vorsitzende des Schulleitungsverbandes, hält Gymnasien mit zwei Geschwindigkeiten sogar auf Dauer für notwendig: " Wir dürfen nicht nur die leistungsstärksten Schüler sehen." Sie fordert massive Fördermaßnahmen und Aufstiegschancen für Realschüler. "Wenn sie keine zweite Fremdsprache gewählt haben, müssen sie nachlernen. Da brauchen sie Zeit bis zur 13." dir mehr zum Abi nach 12...
A-,B- und C-Kurse ab Jg 5 / 2 Hj
NP, 02.04.2003  SchulstrukturreformO-Stufe für Viertklässler      Kinder, die im August in die fünfte Klasse wechseln, müssen noch zwei Jahre in die Orientierungsstufe (OS).   Ohne diese Übergangsphase gehe es nicht, stellte jetzt Kultusminister Bernd Busemann (CDU) klar. Nach bisherigem Stand werden diese Kinder auch erst nach 13 Jahren Abi machen können. Erst die Viertklässler 2004 werden direkt an die weiterführenden Schulen wechseln und können nach zwölf Jahren ein Abi ablegen.      Die OS wird jedoch geändert: Ab dem zweiten Halbjahr der Klasse fünf werden
 Deutsch, Mathe und Englisch in drei Leistungsstufen (A-, B-, C-Kurse) angeboten.  Weitere Entscheidungen:  Die 200 voll betreuten Halbtags-Grundschulen bleiben. Für die Rückumwandlung der schlechter ausgestatteten verlässlichen Grundschulen fehlt jedoch das Geld. Kooperative Gesamtschulen (KGS), die wie Sehnde und Wennigsen getrennt nach Schulzweigen unterrichten, dürfen ein Abi nach der Zwölf anbieten.  Busemann schließt das auch für die IGS nicht mehr aus.
Podiumsdiskussion des Stadt- und Regionselternrates
HAZ, 27.03.2003   Schulstrukturreform Stadtelternrat / Podiumsdiskussionen Kultusminister verärgert über Kritik Kultusminister Bernd Busemann ärgert sich über den Stadtelternrat. "Der Minister hatte nicht zugesagt, zu der Diskussionsveranstaltung am Montag zu kommen" ... Der Vorsitzende des Gremiums, Richard Lochte, sieht das anders: "Uns ist signalisiert worden, dass er kommt. Und für uns kam die Absage zu spät."  Zukunft der Viertklässler: Die jetzigen Viertklässler sollen nach den bisherigen Plänen die Orientierungsstufe noch komplett durchlaufen.  ...  mehr ...
NP, 26.03.2003   Stadtelternrat / Podiumsdiskussionen Eltern nehmen Politiker in die Mangel  500 diskutieren hitzig über Schulreform. Kultusminister bleibt weg. Das Vertrauen fehlt.   Die Zeichen stehen auf Sturm: Bei eine Debatte über die Schulreform mit CDU und FDP kochten die Emotionen von Lehrern und Eltern hoch. ... mehr ...
HAZ, 26.03.2003  Schulgesetz: Kommt bei Eltern nicht an    Besondere Sorge bereitete vielen Eltern die geplante Aufteilung der Kinder auf Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule bereits nach der vierten Klasse.  mehr ...
Stadt will Konzept vorziehen
HAZ, 14.03.2003  Ganztag / Schulstrukturreform:Stadt will Konzept vorziehen  Notfalls Ganztagsschulen schon im August   Die Stadt will die drei geplanten Ganztagsschulen für Hannover auf jeden Fall durchsetzen, auch wenn noch unklar ist, ob das Kultusministerium sich entsprechenden Zusagen der alten Landesregierung verpflichtet fühlt. "Wir gehen fest davon aus, dass wir die drei Ganztagsangebote in den nächsten drei Jahren realisieren könne", sagt Schuldezernent Harald Böhlmann. Er werde dies noch vor der Sitzung des Schulausschusses in der nächsten Woche mit dem Ministerium klären.     Der neue Kultusminister Bernd Busemann hatte mit seiner Äußerung für Unsicherheit gesorgt, Projekte, die bis zum 1. August genehmigt seien, könnten auch realisiert werden. "Falls das bedeutet, dass wir uns für alle drei Schulen schon bis zu diesem Termin entschieden haben müssen, so werden wir das tun", meint Böhlmann. Bisher hätten allerdings erst fünf der zwölf Schulen ein konkretes Konzept zur Umwandlung in einen Ganztagsbetrieb eingereicht. Das Schulzentrum Bemerode hat die besten Aussichten, schon nächste Woche im Schulausschuss die Zustimmung zu bekommen. Doch auch das Konzept muss eventuell erneut überarbeitet werden: Nach den Vorstellungen der neuen Landesregierung darf das Nachmittagsangebot der Ganztagsschulen generell nicht verpflichtend für die Schüler sein. Bisher galt nur der Unterricht an zwei Nachmittagen in der Woche als freiwillig.   aw
Stadtelternrat sieht Eltern entmündigt
NP, 14.03.2003 Schulstrukturreform / Stadtelternrat:Stadtelternrat sieht Eltern entmündigt Zweiter großer Streitpunkt der Reform: der Elternwille. Der Stadtelternrat hält den im CDU-Konzept verankerten freien Elternwillen für ein bloßes Lippenbekenntnis.   mehr ...
Abitur nach 12 Jahren: Nicht für IGS-Schüler
NP, 14.03.2003  Schulstrukturreform / Abitur nach 12 Jahren:   Nicht für IGS-Schüler   Es ist der Paragraf 5a des neuen Schulgesetzes, der für Ärger sorgt. Darin ist geregelt, dass Gesamtschüler das Abitur nicht wie künftig an Gymnasien vorgesehen nach Klasse 12 ablegen dürfen. Schüler von IGS und KGS sollen weiter 13 Jahre zur Schule gehen. Die Gesamtschulleiter sind empört. Sie wittern eine Kampagne, denn Gesamtschulen sollen nach dem Willen der neuen Landesregierung nur noch Bestandsschutz haben.  „Das ist Diskriminierung. Es kommt der Ideologie der CDU sehr gelegen“, sagt Georg Willmer von der IGS Mühlenberg. Er fordert eine flexible Abizeit. „Zwölf Jahre für die Stärkeren, 13 für die anderen.“  mehr ...
Vor allem die Jungen würden leiden
NP, 14.03.2003  Schulstrukturreform / Selektion nach 4:Vor allem die Jungen würden leiden Die Abschaffung der Orientierungstufe finde Befürworter und Gegner - aber der CDU-Plan, Grundschüler bereits nach Klasse vier in Haupt-, Realschule oder Gymnasium einzugliedern, stößt bei nahezu allen Pädagogen und Erziehungswissenschaftlern auf Ablehnung. mehr ...
„Elternwille spielt künftig keine Rolle mehr“
HAZ, 12.03.2003   Schulstrukturreform:„Elternwille spielt künftig keine Rolle mehr“ Die Pläne der Landesregierung für das neue Schulgesetz sind in Hannover heftig umstritten.   Heftige Kritik kommt vom Stadtelternrat.Nach der fünften Klasse spielt der Elternwille künftig keine Rolle mehr“, sagt der Vorsitzende Richard Lochte. „Das ist Bevormundung.“ Unklar ist, ob Hannover den ehrgeizigen Zeitplan der Reform überhaupt einhalten kann. „Das wird ein Horrortrip“, meint Hannes Schott vom Fachbereich Schulen der Stadtverwaltung. Die Orientierungsstufe soll zum 1. August kommenden Jahres aufgelöst werden. Nach der vierten Klasse erhalten Eltern eine Empfehlung, auf welche Schulform sie ihr Kind schicken sollen. Diese Empfehlung ist aber nicht bindend. Am Ende der fünften Klasse können Lehrer die Schüler auf eine „geeignetere Schulform“ überweisen.        Das bedeute einen Rückfall hinter die jetzige Regelung, kritisiert Lochte.„Wie sollen die Lehrer nach einem Jahr entscheiden können, was das Richtige für das Kind ist?“ Wichtiger sei es, diagnostische Fähigkeiten der Grundschullehrer zu trainieren und intensive Beratung anzubieten – das würde den Respekt vor der Empfehlung erhöhen und wäre den Eltern eine Hilfe, sagt Lochte. Mit dem Veto-Recht der Lehrer jedoch werde der Elternwille „hinterrücks kassiert“. mehr ...
Ende der OS sorgt für Unsicherheit
NP, 12.03.2003  Schulstrukturreform:Ende der OS sorgt für Unsicherheit Ratlose Schulleiter formulieren Appell. Ministerium: "Es gibt noch viel Abstimmungsarbeit."  2004 wird die OS abgeschafft. Was aber ist bis dahin ? Wohin geht ein Viertklässler, de im August in Klasse fünf kommt ? Eltern und Lehrer sind ratlos.   Von Julia Penningsdorf
tung.   HANNOVER. "Die Verunsicherung ist groß. Keiner weiß Bescheid", sagt Cordula Dietrich. Ob OS-Lehrer ode Eltern von Viertklässlern - alle haben nach Einschätzung de Vize-Chefin des Stadtelternrates ein mulmiges Gefühl. "Die meisten hoffen, dass ihr Kind noch einmal normal durch die OS rutscht."        Regionselternratschefin Regina Gumgowski spircht von "totaler Verwirrung". Durch die vielen Schulträger in der Region sei alles noch unübersichtlicher. "Da müssen wir jetzt durch."    mehr ...
Schulleiter warnen vor Eile
NP, 10.03.2003  Schulstrukturreform: / Bildungsstandards Busemann: „Wir wollen keine Mindeststandards“ Kultusminister Bernd Busemann (CDU) will Leistungsstandards für die Schulen notfalls im Alleingang durchsetzen.    Einheitliche Bildungsstandards von Schleswig-Holstein bis Bayern – das haben die  Kultusminister der Länder verabredet. ... Busemann: „Wir wollen keine Mindeststandards, sondern einen guten, verantwortlich  angehobenen Durchschnittsstandard.“       Noch nicht zu Ende verhandelt ist auch das Vier-Milliarden-Programm des Bundes für 10000 neue Ganztagsschulen. Niedersachsen könnte bis 2007 mit 394 Millionen  Euro  rechnen.   Unerwarteten Gegenwind bekam Busemann am Freitag von den Direktoren der Gymnasien. Würden alle Orientierungsstufen im Sommer 2004 aufgelöst, müssten einige Gymnasien bis zu 600 neue Schüler auf einmal verkraften, warnten sie am Freitag. Die Beruhigung des Ministers: „Wenn es irgendwo hakt, kann auch ein Jahr später ausgestiegen werden.“   mehr ...
Die Diskussion um kooperative Gesamtschulen geht weiter
Pyrmonter Nachrichten, 01.03.2003  PISA / KGS / hann. Gesamtschulen / GesamtschulenDie Diskussion um kooperative Gesamtschulen geht weiter  Bad Münder (hm/mf). Trotz Uneinigkeiten ist vom Rat nach erneuter längerer Debatte ein Untersuchungsantrag zur Kooperativen Gesamtschule einstimmig zur weiteren Beratung an den zuständigen Schulausschuss verwiesen worden.     In dem Antrag der SPD-Fraktion soll die Mündersche Verwaltung beauftragt werden, erforderliche Untersuchungen für die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule mit Ganztagsbetreuung (KGS) in Bad Münder durchzuführen. mehr ... 
Schulleiter warnen vor Kehrtwende
Schulstrukturreform / Schulleitungsverband:Schulleiter warnen vor voller Kehrtwende Verbandsspitze: "Wir lehnen es ab, dass künftig wieder alles von oben dirigiert wird". ...    "Viele Neuerungen aus der Vergangenheit haben sich bewährt" ...    Fortgesetzt werden sollte zum Beispiel das Konzept der selbständigen Schule ..  die Konzepte zur verlässlichen Grundschule und zur Ganztagsschule, zur Schulprogrammarbeit, zur Zusammenarbeit unter den Schulen sowie zur Kooperation mit Betrieben und Unternehmen. ... Die Verbandsvorsitzende fordert Busemann auch auf, seine strikte Ablehnung neuer Gesamtschulen zu überdenken. ...  "Es darf jetzt nicht eine Zäsur kommen, so dass wir für den Papierkorb gearbeitet haben" .....(NP, 24.02.2003). mehr... 
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Koalitionsverhandlungen
Schulstrukturreform:Wulffs Koalition perfekt  Der Arbeits-Vertrag der neuen Landesregierung  ...
    Bildung: Das dreigliedrige Schulsystem ab Klasse fünf wird eingeführt, ein neues Schulgesetz bis Sommer verabschiedet. Die Orientierungsstufe (Klasse 5/6) wird abgeschafft. Abitur wird in Klasse zwölf gemacht. Keine neuen Gesamtschulen, Bestandsschutz für bestehende. Jährlich zentrale Leistungstests für alle Klassen, zentrale Abschlussprüfungen für alle Schulen.  ...(NP, 22.02.2003).mehr... 
Schulstrukturreform:Beim Mittelstand muss die FDP klein beigeben  ... / 2500 Lehrer sollen schon dieses Jahr in den Landesetat ...    Am Vormittag geht es noch rasch voran. Die FDP willigt in die CDU-Forderung ein, 2500 neue Lehrerstellen schon 2003 in den Landeshaushalt zu schreiben. Die Abschaffung der Orientierungsstufe beginnt allerdings nicht schon in diesem Jahr, sondern erst im Sommer 2004. Bereits in diesem Jahr fünfte Klassen an den Gymnasien, Real- und Hauptschulen einzurichten, würde viele Kommunen finanziell überfordern. ... (HAZ, 22.02.2003)  mehr... 
Schulstrukturreform:Auf einmal beißen sich die Unterhändler fest
CDU und FDP einigen sich auf große Teile ihrer Koalitionsvereinbarung, aber es bleiben Knackpunkte.  ... Die Bezirksregierungen werden aufgelöst, die Forstverwaltung soll privatisiert werden. Und ob schon dieses Jahr 2500 neue Lehrer eingestellt werden, wie die CDU es will, oder womöglich weitaus weniger, wie die FDP es bevorzugt, wollen beide Seiten in der nächsten Woche endgültig klären.
   Sogar die Gesamtschulen, eigentlich ein Reizthema, gingen ganz flott vom Tisch. Schatten-Kultusminister Bernd Busemann trug vor, dass man den bestehenden IGS und KGS Bestandsschutz gebe, aber keine neuen Anträge genehmigen wolle. FDP-Generalsekretär Rösler wollte kurz widersprechen, wurde aber von seinem CDU-Pendant David McAllister gestoppt: Die CDU-Basis könne keine weiteren Gesamtschulen hinnehmen. Die übrigen FDP-Vertreter nickten, und die Sache war erledigt. ...   mehr... 
Schulstrukturreform:CDU und FDP: „Wir sind uns zu 75 Prozent einig”   Der Regierungspoker der Wahlsieger geht weiter: Der Konflikt um 2500 neue Lehrern wird erst nächste Woche geklärt – wenn die Koalitionäre von CDU und FDP an geheimem Ort weiter verhandeln. Bei anderen Themen herrscht dagegen Konsens.
   Eine Einigung gab es unter anderem bei folgenden Punkten:
Kommunen: Städte und Gemeinden bekommen ein Vetorecht gegen Landesgesetze, die ihnen Kosten aufbürden.    (NP, 17.02.2003) mehr... 
Stadtelternrat spricht von "Schnellschuss" auf Kosten der Kinder
Schulstrukturreform:Stadtelternrat spricht von "Schnellschuss" auf Kosten der Kinder  Skepsis und kritische Töne auch im Stadtelternrat: Der Vorsitzende Richard Lochte kommentiert die Ideen des künftigen Kultusministers Bernd Busemann mit Kopfschütterln: "Derselbe Schnellschuss, derselbe blinde Aktionismus, den wir bei der SPD oft kritisiert haben. Statt sich Zeit zu nehmen, etwas Vernünftiges auf die Beine stellen, werden unausgegorene, übereilte Vorschläge gemacht." ... "Wenn wir etwas aus Pisa gelernt haben, dann, dass eine zu frühe Selektion ein großer Rückschritt wäre."   mehr... 
 Orientierungsstufe bis 2006 am Ende
Schulstrukturreform:Orientierungsstufe soll bereits 2004 auslaufenBusemann (CDU) beschleunigt seine Schulreform ...
  Kultusminister in spe Bernd Busemann (CDU) denkt nämlich daran, den Orientierungsstufen ab August zu erlauben, ihren Unterricht schulformdifferenziert zu erteilen. Das heißt: Schüler, die für Haupt- oder Realschulen beziehungsweise für Gymnasien geeignet sind, werden dann getrennt unterrichtet ... Schüler sollen bereits nach Klasse vier auf weiterführende Schulen verteilt werden.  ... Bereits in der konstituierenden Landtagssitzung (4. bis 6. März) will der 50-Jährige den neuen Schulgesetzentwurf von CDU und FDP einbringen lassen. "Und im Juni können wir dann das neue Schulgesetz beschließen und sofort in Kraft setzen", sagt der Emsländer.     (NP, 13.02.2003) mehr ...
Schulstrukturreform:Orientierungsstufe bis 2006 am EndeHannover (mbb).  In der Schulpolitik werden in den Koalititionsgesprächen zwischen CDU und FDP schon Nägel mit Köpfen gemacht. "Die letzten OS-Jahrgänge werden 2004 eingeschult." Auch das Abitur mit 12 Jahren und das dreigliedrige Schulsystem bei freiem Elternwillen seien abgemacht. "Ein bestimmter Notenspiegel muss aber erreicht werden", sagt Rösler. Guten Mutes sei man bei der von der CDU angekündigten Einstellung von 2500 neuen Lehrern - "so weit finanzierbar".   (HAZ, 13.02.2003)    mehr ...
Nach den Wahlen in Niedersachsen
Schulstrukturreform:Schulen für schnelleres AbiturDie Pläne des designierten Kultusministers Bernd Busemann  treffen in Hannover auf ein geteiltes Echo. Die Leiter der Gymnasien begrüßen die Einführung des Abiturs nach zwölf  Jahren für alle Schüler.  ... „Der Vormittagsunterricht wird nicht ausreichen, weil die Stundenzahl bis zum Abi gleich bleiben soll.“ Sonnabendunterricht wieder einzuführen, sei nicht beliebt. „Auch Ganztagsunterricht wäre eine Alternative, er kostet aber viel Geld.“ ...  Wechsel nach Klasse 4:Hauptschulleiter halten den Zeitpunkt für verfrüht. .... Wichtiger seien eine ausreichende Förderung aller Schüler und die Möglichkeit zum späteren Schulwechsel. Die meisten Schulen hätten zunächst wohl keinen Platz für die fünften und  sechsten Jahrgänge, sagt Schuldezernent Harald Böhlmann. (HAZ, 08.02.2003)  mehr ...
Schulstrukturreform:Die neue Förderstufe ist schon Geschichte Abitur nach zwölf Jahren, Unterrichtsgarantie und Wechsel auf die weiterführende Schule nach Klasse 4 - die CDU will das Bildungssystem in Niedersachsen umkrempeln. Das sieht der Fahrplan des designierten Kultusministers Bernd Busemann (CDU) bislang vor: ... Neue Lehrer ... Förderstufe ... Wechsel nach Klasse 4 ... Abitur nach zwölf Jahren ... Gesamtschulen ... Selbstständige Schule ... Ganztagsschulen ... Kindergärten (HAZ, 07.02.2003)  mehr... 
Schulstrukturreform :   Hannoversches Wochenblatt, 29.01.2003
Ausgang der Landtagswahl wird Schulpolitik stark beeinflussen    Am 2. Februar sind die Niedersachsen gefordert, einen neuen Landtag zu wählen. Selten hat die Bundespolitik einen Wahlkampf so dominiert wie diesmal, spielen landespolitische Themen so eine geringe Rolle. Am Beispiel der Schulpolitik wird jedoch deutlich, dass mit dem Wahlausgang grundsätzliche Entscheidungen für Niedersachsen verbunden sind. Das Wochenblatt stellt Ihnen die Positionen der Volksparteien SPD und CDU zu den allgemein bildenden Schulen vor. ... 
Grundschule  ... Förderstufe ...   Durchlässigkeit ...  Abitur ...   Ganztagsschulen  ...    mehr... 
Baden-Württemberg:Endlich Debatte zur Schulbildung
PISA  /   Baden-Württemberg: Stuttgarter Zeitung, 22.01.2003
Endlich Debatte zur Schulbildung   -  Höchste Zeit  Von Renate Allgöwer
     Lange hat man nichts mehr gehört von den Ergebnissen der Pisa-Studie. Es schien, als verhallten die Anregungen der Experten ungehört. ...  Da musste der baden-württembergische Handwerkstag die intellektuelle Vorarbeit übernehmen und eine neunjährige gemeinsame Schulzeit fordern.  ...    Nachdenkenswert ist es allemal, ob tatsächlich schon nach vier Schuljahren entscheidende Weichen für die Zukunft der Kinder gestellt werden müssen. Für eine längere Grundschulzeit spricht allerhand. Nicht nur das Vorbild der Länder, die im Pisa-Test gut abgeschnitten haben. Im jetzigen System kommen schon die Drittklässler unter Druck, möglichst auf die Gymnasialempfehlung hinzuarbeiten. Da ist die Gefahr groß, dass bereits Neunjährige pauken, statt zu verstehen. Längeres entspannteres Lernen ohne ständig die Hürden für die weiterführenden Schulen im Blick zu haben, würde sicherlich die Chancen aller Kinder erhöhen, in den Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens sicherer zu werden. Schließlich sollten wir es uns wohl kaum wie bisher leisten wollen, dass jeder fünfte 15-Jährige im Land nicht richtig lesen kann.  22.01.2003, 06:05 Uhr   mehr ....   (21.01.2003)
Baden-Württemberg:SPD:  Grundschulzeit verlängern
PISA  /  Baden-Württemberg:   Stuttgarter Nachrichten, 21.01.2003
Stuttgart, Landes-SPD:  Grundschulzeit verlängern
    Stuttgart - Die Grundschulzeit muss nach Ansicht der SPD von vier auf sechs Jahre verlängert werden. Daran sollte sich nach den Vorstellungen der Oppositionspartei ein zweigliedriges Schulsystem mit Regionalschulen und Gymnasien anschließen. 
    "Längeres gemeinsames Lernen nützt allen Schülern, den Schwachen und den Starken", sagte SPD-Fraktionschef Wolfgang Drexler am Dienstag in Stuttgart. Wichtig sei aber auch eine stärkere Sprachförderung des einzelnen Schülers. Nach Angaben Drexlers verfügt "fast ein Fünftel aller 15-Jährigen in Baden-Württemberg nicht einmal über elementare Lesekompetenz". Die Landesregierung wies die Vorschläge als "überflüssig" und "nicht neu" zurück.  .... Nach einer Studie der Stadt Mannheim verfüge jedes dritte Kind nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache und könne deshalb dem Unterricht nicht folgen. Die SPD verlangt daher seit längerem eine Sprachförderung vom ersten Tag des Kindergartens an. Außerdem müsste im letzten Kindergartenjahr eine so genannte Sprachstandsdiagnose für alle Kinder verpflichtend sein.     An den Grundschulen sollte es nach SPD-Vorstellungen in keiner Klasse mehr als 25 Schüler geben. "Sitzenbleiben" wird abgesetzt. Jede fünfte Grundschule soll eine Ganztagesschule werden, heißt es in dem Konzeptionspapier der SPD weiter. ...     Zweiter Baustein im SPD-Konzept für ein längeres Lernen sind Regionalschulen, unter deren Dach Haupt- und Realschulen zusammengelegt werden sollen. Dort könnten die Schüler die Abschlüsse beider Schulen erhalten, ebenso die Möglichkeit, nach der 10. Klasse ins Gymnasium zu wechseln. mehr ... 
Schulreform:Alle wollen Anhörung zur Förderstufe
Schulreform: Alle wollen Anhörung zur FörderstufeAuch die SPD-Ratsfraktionspricht sich für eine Anhörung zur Einführung der Förderstufe in Hannover aus. Die Grünen hatten angekündigt, dass sie eine Anhörung mit Eltern und Lehrern im Schulausschuss beantragen wollen. Die CDU befürwortet das. Eine Fördersufe könne erst nach intensiver Beratung mit den Betroffenen eingeführt werden, sagt Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
     Hannovers SPD-Chef Walter Meinhold wendet sich gegen Vorstellungen der Landes-CDU, die geplante Förderstufe zu kippen und mit Klasse fünf an den weiterführenden Schulen zu beginnen. "Das würde bedeuten, dass alle Schulen Räume dafür bekommen müssten, und das geht aus finanziellen Gründen nicht." Meinhold spricht sich dafür aus, die Förderstufe je nach den räumlichen Bedingungen in den Stadtteilen an kooperierende Haupt- und Realschulen, Kooperative Gesamtschulen, Realschulen, Gymnasien und auch Grundschulen anzugliedern. Förderstufen an selbständigen Hauptschulen hält er allerdings für wenig realistisch, weil die Schülerzahlen dort stetig sänken.
   Meinhold rechnet damit, dass die Debatte - besonders, weil nicht jede einzelne Schule eine Förderstufe bekommen soll - Zeit braucht. "Wir können nicht auf ein Modell setzen, sondern müssen die vorhandenen Räume optimal nutzen." Spätestens zum Schuljahr 2005/06 sollte die Förderstufe starten.  bil   HAZ, 22.01.2003 
Schulreform:Freies Gymnasium geht voran
Schulreform/ Freies Gymnasium: Freies Gymnasium geht voran   Zum kommenden Schuljahr wird es zum ersten Mal seit Einführung der Orientierungsstufe in Hannover wieder ein Gymnasium mit fünftem und möglicherweise auch sechstem Gymnasial-Jahrgang geben.
   Das Freie Gymnasium Hannover hat sein Vorhaben bei der Bezirksregierung angemeldet – das neue Schulgesetz macht es möglich. „Wir fangen wahrscheinlich zunächst mit einem fünften Jahrgang an, weil die Nachfrage dafür wesentlich größer ist“, sagt Schulleiter Armin Stüwe. Die 1999 gegründete  Privatschule in Bothfeld beginnt bisher wie die anderen Gymnasien in Hannover mit dem siebten Jahrgang. Das Schulgeld beträgt 200 bis 460 Euro pro Monat.
   „Eigentlich wollten wir eine Förderstufe beantragen. Aber dafür gibt es noch gar keine Rahmenrichtlinien“, sagt Axel Stelter, Geschäftsführer des Freien Gymnasiums. Dabei tauchte die neue Möglichkeit auf. „Für viele private Gymnasien war es schon möglich, einen fünften und sechsten Jahrgang zu führen“, sagt Hans Peter Sawatzki, Dezernent für Schulrecht der Bezirksregierung. Privatschulen, die vor Einführung der Orientierungsstufe bestanden, konnten Bestandsschutz für ihre fünften und sechsten Klassen einfordern. Die drei kirchlichen Gymnasien in Hildesheim zum Beispiel machten davon Gebrauch.
   Das neue, seit September gültige Schulgesetz räumt nun auch neu gegründeten Privatschulen diese Möglichkeit ein. Wenn die Schulen über genügend Lehrer und Räume verfügen, reicht es aus, dass sie ihren fünften und sechsten Jahrgang bei der Bezirksregierung anmelden. Eine Genehmigung ist nicht notwendig. „Man geht davon aus, dass die Bildungsinhalte dieser Schulen gleichwertig mit denen der staatlichen Schulen sind“, sagt Sawatzki. Spätestens beim Abitur müssen die Schüler ihr Wissen vor staatlichen Prüfern unter Beweis stellen.    bil HAZ, 22.01.2003   Veröffentlicht 21.01.2003 23:06 UHR
Schulreform:Hannover streitet über die Förderstufe
Schulstrukturreform: Wo bleiben die fünften und sechsten Klassen ?       Streit um Förderstufe / Politiker wollen jetz Eltern, Lehrer und Schulleiter anhören      Sollen die fünften und sechsten Klassen in Hannover künftig zur Grundschule gehören? SPD-Chef Walter Meinhold meint ja, die CDU ist dagegen. Klar ist bisher nur, dass die Orientierungsstufe ein Auslaufmodell ist. Das hat der Landtag im vergangenen Jahr beschlossen. Doch über ihre Nachfolgerin, die Förderstufe, streiten sich die Politiker. Sie soll nach den Vorstellungen des Kultusministeriums an weiterführende Schulen angegliedert werden, kann aber auch an Grundschulen angesiedelt werden. Die Entscheidung liegt bei den Kommunen. Die Grünen wollen deshalb eine Anhörung im Schulausschuss mit Eltern, Lehrern und Schulleitern beantragen. Außer pädagogischen Erwägungen seien auch die räumlichen Gegebenheiten zu beachten, sagt Eleni Mourmouri, schulpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Grüne. „Die Diskussion über das beste Modell muss mit den Betroffenen geführt werden.“
   Hannovers SPD-Chef Walter Meinhold hält die Angliederung der fünften und sechsten Jahrgänge an Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien allerdings in Hannover nicht für machbar. Dafür fehlten den meisten Schulen die Räume. „Es wären erhebliche Bauarbeiten erforderlich. Dieses Geld hat die Stadt nicht.“ Die  vorhandenen Mittel müssten ausschließlich in die Sanierung gesteckt werden. 
   Die CDU befürwortet eine Anhörung. „Wir wollen, dass die Förderstufe an möglichst viele weiterführende Schulen kommt“, sagt Barbara Frank, schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion. Oft gehe das wahrscheinlich nur mit Außenstellen. Sie lehnt es ab, die Förderstufen in Hannover generell an Grundschulen anzusiedeln. Diese Vorstellung war aus räumlichen Gründen aus der Verwaltung verlautet. „Das käme ja einer sechsjährigen Grundschule gleich. Das werden wir nicht mitmachen“, sagt Frank. Sie bezweifelt auch, dass alle Grundschulen Platz für zwei weitere Jahrgänge haben. „Wenn eine Orientierungsstufe in einem Gebäude mit einer Haupt- und Realschule liegt, bietet es sich doch an, die Förderstufe dort anzugliedern.“ 
   Die Landtagswahl könnte ohnehin eine Zäsur in der Debatte bringen. Sollte die CDU die Regierung übernehmen, will sie die gesamte Schulreform kippen. Bis dahin plädiert Frank dafür, die Einzelfälle genau zu prüfen: „Die Förderstufen generell an einen Schultyp anzugliedern ist unsinnig.“        bil HAZ, 20.01.2003   Veröffentlicht 19.01.2003 20:04 UHR
Schulreform:Reform der Schulstruktur in Niedersachsen
Grüne  / Schulstrukturreform:  Reform der Schulstruktur in Niedersachsen -  Kinder und Jugendliche besser fördern, die Ressourcen der Schulträger im Flächenland Niedersachsen schonen ...  Der Landtag begrüßt, dass in Niedersachsen bislang kein Schulträger ein Konzept entwickelt hat, um die mit der Novellierung des Schulgesetzes im  Juni 2002 geforderte Schulstrukturreform umzusetzen.  Der Landtag fordert deshalb die Landesregierung auf, die Schulstrukturreform so zu korrigieren, dass sie für die Schulträger umsetzbar ist, die Erkenntnisse von PISA aufnimmt und zu einer Verbesserung der Lernvoraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler beiträgt.  Die Korrektur der Schulstrukturreform soll folgende Eckpunkte berücksichtigen:
1.   Die gemeinsame Schulzeit beträgt mindestens sechs Jahre.   Bis zu vier Grundschulen schließen sich mit einer Orientierungsstufe zu einem Schulverbund zu-sammen, um so den Fachlehrerbedarf zu decken und den vorhandenen Raumbestand besser zu nutzen. ...
2.   Vorrangig die Grundschulen werden zu Ganztagsschulen ausgebaut.   ...
3.   Den Grundschulen werden Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen und gegebenenfalls weitere Fachkräfte zur Verfügung gestellt, damit sie alle Kinder optimal fördern können ("sonderpädagogische Grundversorgung"). 
4.   Die Landesregierung verzichtet auf die Einrichtung von Profilklassen an den Gymnasien, mit denen das Abitur nach 12 Jahren erreicht werden soll.  ... mehr...
Philologenverband: Lehrer wollen wirksame Schulreform
Schulstrukturreform: Philologenverband: Lehrer wollen wirksame SchulreformEine „wirksame Schulreform” fordern Niedersachsens Gymnasiallehrer. Im Mittelpunkt müsse „die systematische Verbesserung der Unterrichtsqualität und der Lernkultur” stehen, erklärte der Philologenverband am Donnerstag in Goslar.      Voraussetzung seien voller Unterricht, Festsetzung und Überprüfung einheitlicher Standards und eine umfassende Ausweitung der Lehrerfortbildung.         Das vom Land geplante Zentralabitur sei nicht vorrangig. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind andere Aufgaben – vor allem die volle Unterrichtsversorgung – wichtiger”, sagte der Landesvorsitzende Roland Neßler. Das Abi nach zwölf Schuljahren werde von  seinem Verband bejaht, aber nur, wenn die fünften und sechsten Klassen an die Gymnasien angegliedert werden.   GOSLAR, dpa  (NP, 06.12.2002) 
Finnland:Gnadenlos pragmatisch und weltweit am wettbewerbsfähigsten
PISA  / Schulstrukturreform  / Finnland:Finnland: Gnadenlos pragmatisch   Nicht nur bei Pisa Nummer eins: In Europa gilt Finnland inzwischen als das wettbewerbsfähigste Land.   ...  Rund 240 Kilometer westlich von Helsinki liegt Uusikaupunki. Die einspurige Landstraße in das 17000 Einwohner zählende Küstennest verläuft schnurgerade, es geht vorbei an Birken, grün-braunem Gesträuch und Schildern, die vor Elchen warnen. Ausgerechnet hier, mitten im Wald und nahe am Hafen, steht auf 210 Hektar eines der modernsten europäischen Automobilwerke – die Valmet Automotive Inc.      Von dem finnischen Unternehmen (an dem die deutsche ThyssenKrupp Automotive zehn Prozent hält) lässt Porsche bereits seit 1997 seinen Boxster montieren. ...    Porsche ist nicht das einzige deutsche Unternehmen, das in Finnland vertreten ist. ... Der nur 5,2 Millionen Einwohner zählende Staat am äußersten Nordzipfel der EU hat in den vergangenen zehn Jahren einen steilen ökonomischen Aufstieg erlebt. Im jüngsten Ranking der weltweit wettbewerbsfähigsten Staaten, jährlich vom International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne erstellt, ist Finnland, seit 1995 EU-Mitglied, europäischer Spitzenreiter, nur die USA schneiden noch besser ab. Deutschland dagegen folgt erst mit großem Abstand auf Platz 15. Ein im September veröffentlichter ähnlicher Vergleich des World Economic Forum sieht Finnland in diesem Jahr sogar ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Pluspunkte: hohe Produktivität, offene Märkte, sehr gute Infrastruktur und technisches Know-how sowie hervorragende Leistungen bei Forschung und Bildung. Nicht zu vergessen das jüngste Ranking von Transparency International: Danach hat Finnland weltweit die geringste Korruption.  .... mehr ...   (Wirtschaftswoche, 02.11.2002)
Schulanfänger: 45% fallen durch Sprachtest / Nur jeder 3. spricht deutsch
Schulreform  /  Sprachtest:Nur jeder dritte Schüler spricht deutschAn der Grundschule Saturnring in Garbsen sprechen 60 von hundert angehenden Erstklässlern so schlecht deutsch, dass sie vor der Einschulung einen Sprachkursus besuchen sollen.    Das ist das Ergebnis eines Frühtests, den vier Pilotschulen in der Region zum ersten Mal gemacht haben. Auch Mädchen und Jungen aus deutschsprachigen Familien fielen durch: sechs in Vahrenheide, vier in Garbsen. Im Februar startet für sie die Deutschförderung.    Selbst der Kindergartenbesuch scheint kein Allheilmittel für Sprachprobleme zu sein: Ein Großteil der Kinder, die den Deutschtest nicht bestanden, geht in den Kindergarten. „Einer der Kindergärten, mit dem wir zusammenarbeiten, macht sogar eine ganze Menge Sprachförderung. Aber nach den Kriterien des Kultusministeriums reichen die Deutschkenntnisse der Kinder noch nicht aus“, sagt Werner Kohrs, Leiter der Grundschule Saturnring. Von den 60 künftigen Abc-Schützen, für die ein Sprachkursus vorgesehen ist, sind 50 bereits im Kindergarten.  ....     bil    Veröffentlicht 01.11.2002 23:30 UHR  (HAZ,01.11.2002)(HAZ,02.11.2002) mehr ...
Schulreform  /  Sprachtest:Schulanfänger: 45% fallen durch SprachtestAuch deutsche Kinder scheitern. Erstmals wurden in Hannover künftige ABC-Schützen einem Sprachtest unterzogen.  Das Ergebnis alarmiert: An einer Schule fiel fast die Hälfte durch. Die Kinder müssen  ab Februar einen Deutsch-Crashkurs machen.     Für Hermann Städtler, Leiter der Fridtjof-Nansen-Grundschule (GS), ist das Ergebnis  keine Überraschung. 45 von den 100 Kinder, die bei ihm am 1. August 2003 eingeschult werden, sprechen so schlecht Deutsch, dass sie einen Intensivkursus absolvieren müssen. Auch sieben deutsche Schüler sind betroffen. „Das Ergebnis war zu erwarten”, sagt Städtler.       Die GS in Vahrenheide ist eine von fünf Pilotschulen, die wegen ihres hohen Ausländeranteils den vorschulischen Sprachtest ausprobiert haben. Von 2004 an wird  der Test für alle niedersächsische Erstklässler, auch die mit deutschem Pass, Pflicht.   Vorreiter sind außer Fridtjof-Nansen die GS Albert-Schweitzer, Lindener Markt, Egestorffschule und Saturnring in Garbsen. Hier liefen die eigens vom Kultusministerium entwickelten Sprachtest bereits im September: Anhand von Bildgeschichten wird geprüft, ob das Kind ganze Sätze spricht, wie der passive Wortschatz aussieht und ob es Präpositionen korrekt anwendet. Wer durchfällt, muss von Februar an sechs Monate zum Sprachkurs, bis zu drei  Stunden täglich. (NP,01.11.2002)mehr ...
SchulreformSprachtest:Förderunterricht an Egestorffschule
Die Bemühungen von Eltern, Lehrern und Politikern hatten Erfolg: Die Egestorffschule in Linden darf zum 1. Februar mit der Sprachförderung für Kinder beginnen, die erst zum nächsten Schuljah eingeschult werden. ... 70 Prozent der Kinder an der Grundschule kommen aus Einwandererfamilien. Ein Großteil spricht bei der Einschulung kaum Deutsch.   (HAZ,16.10.2002)
Harsche Bildungskritik aus Finnland
PISA  /  Zentralabitur / Schulreform  /  DGB:   Schulpolitik in "alter Tradition" Harsche Bildungskritik aus Finnland - DGB fordert mehr Gesamtschulen
Vom Pisa-Sieger Finnland in Schulpolitik lernen ? Ja, sagt der Chef finnischer Volkshochshulen auf einem DGB-Kongress in Hannover. ..  Kinder in begabte und weniger begabte zu trennen und in unterschiedliche Schulen zu schicken, sei eine "Tradition auf der Grundlage eines veralteten Menschenbildes ohne wissenschaftliche Begründung", die in Finnland seit mehr als 30 Jahren überwunden habe. "  ...   Finnland kennt  nur Gesamtschulen, die alle Schüler bis Klasse neun besuchen. Danach wechseln 70 Prozent zur Oberschule und machen Abitur. ... Finnlands Schüler gelten als die weltweit schlauesten Köpfe.  ...    Auch der DGB warb auf dem Kongress für mehr Ganztagsschulen. DGB-Landeschef Hartmut Tölle verlangte eine neun- bis zehnjährige gemeinsame Schulzeit. Mit dem neuen Schulgesetz der SPD sei er daher nicht einverstanden.   NP, 17.10.2002   mehr ...
DGB:Der Finne rät zur GemeinschaftsschuleDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist mit der bisherigen Schulreform der Landesregierungen nicht einverstanden. ... Der DGB-Chef sprach sich für eine neun- bis zehnjährige gemeinsame Unterrichtung aller Kinder und für mehr Ganztagsschulen aus. Die Einführung des Zentralabiturs lehnte er ab. ...    Als Kronzeugen für ein Schulmodell, das nicht auf Auslese, sondern auf mehr Gleichheit abzielt, hatte der DGB den Direktor der Finnischen Arbeiterakademie, Kari Kinnunen, auf ein Diskussionspodium eingeladen...  Die Hamburger Professorin Ingrid Gogolin attestierte dem niedersächsischen Schulgesetz zwar, es sei "auf der Ebene der Willensbekundungen exakt an den Misständen orientiert, die es beseitigen soll". Doch habe sogar sie als Wissenschaftlerin Schwierigkeiten, bei den geplanten neuen Schulstrukturen durchzublicken - "sie scheinen undurchschaubar".   Das Schulgesetz habe die frühzeitige "Selektion" von Schülern zum Regelfall erklärt, trotz aller verbalen Verklärungen. mehr ...
SPD kippt Zentralabitur (aber nur bis zum Landesparteitag)
PISA  /    Zentralabitur :    Zentralabitur: Jüttner soll „kleines Problem” lösen     Das Zentralabitur kommt – dessen ist sich Ministerpräsident Gabriel (SPD) sicher. „Wir ziehen das durch”, betonte der 43-Jährige am Dienstag nach seiner Rückkehr von einer Nahost-Reise, obwohl der Vorstand des SPD-Bezirks Hannover sein Vorhaben torpediert hatte: Auf seiner Sitzung am 26. September war beschlossen worden, Gabriels Forderung wieder aus dem SPD-Programm zur Landtagswahl (2. Februar 2003) zu streichen. NP, 15.10.2002    mehr ...
PISA  /    Zentralabitur :   SPD-Bezirk kippt Zentralabitur  von Alexander Dahl
   Hannover. Der SPD-Bezirk Hannover ist Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) bei der Bildungsreform in die Parade gefahren: Er hat die Einführung eines Zentralabiturs abgelehnt, obwohl dies bereits im Entwurf zum SPD-Wahlprogramm für die Landtagswahl 2003 verankert wurde. Gabriel hatte Mitte Juni die Einführung eine landesweit einheitlichen Abitur-Prüfung gefordert.   NP, 12.10.2002      mehr ...
"Eine Selektion der Schüler/innen findet nicht statt
PISA /Schulstrukturreform:    Klassenfahrt nach Noten   Renate Hendricks, Vorsitzende des Bundeselternrates: Schüler/innen sind für Finnland unverzichtbar. Jede/r Schüler/in wird in Finnland gefördert, weil jeder Mensch für das Land wichtig ist. Die Förderung richtet sich nach dem notwendigen Förderbedarf, der sehr unterschiedlich sein kann. Zwischen den Schüler/innen und ihren Lehrer/innen besteht ein freundschaftliches Verhältnis.  ....  Eine Selektion der Schüler/innen findet nicht statt. Damit wird vermieden, dass bestimmte Schülergruppen in ein anregungsarmes Lernmilieu abgeschoben werden. So schöpfen die Finnen weitgehend die Entwicklungspotentiale ihrer Schüler/innen aus. ....  Andere Länder haben früher und entschiedener als Deutschland angefangen, strategisch, programmatisch, qualitativ und strukturell ihre Schulen zu entwickeln. ... neues Qualitätsbewusstsein  ... Externe Überprüfungen ...  Feed-back-Meldungen der Schüler/innen und der Eltern an die Schule  ... eine veränderte Lehrer-Ausbildung und -Fortbildung genauso wie das Angebot von qualifizierten Ganztagsschulen, die Veränderung der Curricula und der Lehrmethoden, die Festlegung von Leistungszielen ... Schüler/innen müssen individueller gefördert werden und die Quote der Sitzenbleiber ist drastisch senken. Wir benötigen gezielte und individuelle Förderung in allen Schulformen. ...Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die zu den Bildungsverlieren gehören, muss gesenkt werden.  ... Die Zusammenarbeit mit den Eltern muss sich grundsätzlich verändern.Der Schwerpunkt muss auf Kooperation und Beratung der Eltern liegen. ... Soziale Dienste sollten die Schulen vor allem in sozialen Brennpunkten bei ihrer Arbeit unterstützen. Viele finnische Schulen verfügen über Sozialarbeiter, Psychologen usw.  (Bildung PLUS, 26.09.2002)        mehr ...
"Ich will nicht umsetzen müssen, was ich nicht gutheißen kann"
Schulstrukturreform: Schule: SPD-Ratsherr Dix dankt ab„Was die Orientierungsstufe leistet, ist wirklich gut.” Hans-Joachim Dix kann das beurteilen. Seit 15 Jahren leitet der 55-Jährige die Orientierungsstufe Rehmer Feld. ...   Dix nennt das einen Fehler.  ... In der Partei habe es heftige Kritik an den Plänen gegeben.  ...   Die Gegner der Reform – unter ihnen auch Ex-Kultusminister Peter von Oertzen und Soziologe Oskar Negt – befürchten, Kinder würden künftig schon nach der vierten Klasse in Schulkarrieren gepresst, mit denen sie nicht immer klar kämen. ...    „Schulversagen und Schulverweigerung werden die Folge des viel zu frühen Auswahlverfahrens sein”, warnt Dix. Der Pädagoge beruft sich auf die Pisa-Studie. Sie habe gezeigt, wie sinnvoll möglichst langes gemeinsames Lernen sei. Diesen Ansatz mache die Schulreform zunichte. ...  Die Orientierungsstufen durch Förderstufen zu ersetzen, schaffe neue Strukturen, löse aber nicht die Probleme.  ...      Der Lehrer befürchtet, die Stadt werde in den kommenden Jahren vor großen schulpolitischen Problemen stehen. ...  VON VERA KÖNIG  (NP, 10.09.2002)mehr ...
Schulstrukturreform   Kommentar  Politik mit Rückgrat  von Vera König   Oft passiert es in der Politik, dass Menschen sich verbiegen lassen, weil sie an ihren Posten kleben. Hans-Joachim Dix dagegen beweist Rückgrat. Eine Schulreform umzusetzen, an deren Sinn er zweifelt, ist nicht sein Ding. Nur konsequent, dass Dix als schulpolitischer Sprecher aufhört. Leider geht dem Ausschuss damit Sachverstand verloren.  mehr...     (NP, 10.09.2002)
Mehr Eltern in der Gesamtkonferenz / Vergleichsarbeiten
Schulstrukturreform: Mehr Eltern in der Gesamtkonferenz - es muss nachgewählt werden: Die Anzahl der Elternvertreter/innen in den Gesamtkonferenzen hat sich mit dem neuen Schulgesetz verändert. Infos für die Elternratswahlen:  Verordnung über die Wahl der Elternvertretungen in Schulen, Gemeinden  und Landkreisen sowie über die Wahl des Landeselternrates (Elternwahlordnung) Vom 4. 6.1997 (SVBl. 6/ 1997 S.239)   http://www.schure.de/erwovo.htmhier der wichtige § 36, der die  Zusammensetzung der Konferenzen regelt:mehr
Schulstrukturreform: Zentrale Mathematikarbeit im achten Schuljahrgang in Niedersachsen   Schnellbrief d. MK an Schulen des Sek.-I-Bereichs v. 24.7.02  mehr
16.08.2002:Englisch ab Klasse 3
Fremdsprache in der Grundschule: Angst der Lehrer vor Englisch
   ...     Alle Drittklässler in der Region haben seit 1. August zwei Stunden Englisch pro Woche.    ... Wenn mein Dienstherr will, dass ich Englisch unterrichte, muss er mich dazu in die Lage versetzen, also fortbilden.” Aber es gebe nur wenige Kurse und die seien „hoffnungslos überfüllt”.    NP, 16.0.2002mehr ...
10.08.2002:Jetzt aktiv werden für die Schule der Zukunft
PISA /Schulstrukturreform:Schuleitungsverband: Mehr Kompetenzen
    „Wenn die Landesregierung das wirklich ernst meint, dann müssen sofort einige Bereiche reformiert werden,” erklärte SLVN-Chef Josef-Michael Samol, Leiter der KGS Barsinghausen (1370 Schüler). ...  schnelle Einführung einer Ausbildung der Schulleiter .. .. Aufgaben und Rechte der Schulleiter klar regeln  ... . Arbeitszeit der Lehrer nicht mehr nur über die Unterrichtsverpflichtung definieren ... bundesweite Anerkennung der Abschlusszeugnisse selbstständiger Schulen  ...  Samol: Wir wollen, dass es funktioniert. Die Regierung muss zeigen, dass sie nicht nur ein hohes Ziel anstrebt, sondern es ernst meint.”..   (NP, 12.08.2002) mehr ... 
08.-09.08.2002:Schule der Zukunft
PISA /Schulstrukturreform:Ab 2008 alle Schulen selbstständig Die Landesregierung drückt aufs Tempo: Schon ab Herbst 2003 soll es die ersten –  freiwillig – selbstständigen Schulen geben.  ... Die SPD-Landesregierung geht davon aus, dass 300 der landesweit 3600 Schulen „relativ zügig“ in die Selbstständigkeit einsteigen. Bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode (Anfang 2008) soll das System für alle Pflicht werden. ...  Konsequenz: Für alle Schulen werden einheitliche Standards, zentrale Abschlussprüfungen nach den Klassen 9, 10 sowie 12 und 13 (Zentralabitur) eingeführt. Die selbstständigen Schulen müssen sich zudem alle drei bis fünf Jahre  einem Qualitäts-Check durch eine unabhängige Inspektion stellen und das Ergebnis  veröffentlichen. ... CDU, FDP, Realschullehrer- und Philologenverband warfen Gabriel Ablenkungsmanöver von mangelhafter Unterrichtsversorgung vor. Die Grünen vermissten zusätzliche Finanzmittel und ein Förderkonzept für benachteiligte Schüler. ...   (NP, 09.08.2002) mehr ... 
Elternräte/ Elternrechte:Schule: Reformieren oder bremsen?  ...   Die Stärkung des Elternwillens an den Lehranstalten gehe auf eine Anregung des Landeselternrates zurück, erklärte gestern dessen Vorsitzender Jürgen Werner. Gabriel will, wie berichtet, über Aufsichtsräte an jeder Schule den Eltern mehr Einfluss sichern. ...  Landeserlasse sollen dafür annulliert werden, Schulen autonom über ihre Geschicke bestimmen dürfen. Der Staat setzt danach nur noch Standards fest, die regelmäßig von einer außerstaatlichen Agentur überprüft werden.  Allein der Begriff Aufsichtsrat stört Werner: „Das klingt mir zu wirtschaftlich, Kuratorium wäre mir viel lieber.“  ...   HANNOVER, VON ALEXANDER DAHL    (NP, 09.08.2002)mehr ... 
PISA /Schulstrukturreform:Schule: Niedersachsen plant radikale ReformNiedersachsens Schulen sollen bis 2008 wie private Unternehmen geführt werden –  mit Aufsichtsräten an der Spitze und Direktoren, die mehr Manager sind. .. Statt am Gängelband der Kultusbürokratie zu hängen, sollen die Schulen weitgehend  autonom handeln können. Über Unterrichtsinhalte, Lehrereinstellungen,  Renovierungen und anderes entscheidet der Aufsichtsrat. ..  Dort werden die Eltern ein sehr großes Mitspracherecht erhalten und auch gegen den  Willen der Lehrer entscheiden können, ob die Schule zur Ganztagseinrichtung  umgewandelt wird. Auch Vertreter der Wirtschaft sollen im Schulaufsichtsrat sitzen. ...   (NP, 08.08.2002)mehr ... 
PISA /Schulstrukturreform:Kommentar: Jetzt zählen Standards... Nach dem Pisa-Schock schockt Gabriel die Schulen mit einer kompletten Umwälzung ihrer Organisation. Schulen sollen künftig keine staatlich geführten und kontrollierten Lehranstalten sein, die unter dem Ballast tausender von Erlassen und Lehrplänen knirschen. Sie sollen frische Lernzentren werden, in denen Lehrer, Eltern, Schüler den Weg selbst bestimmen, auf dem sie die staatlich vorgegebenen Lernstandards erreichen wollen. ...  Sie sind der Maßstab des Erfolgs: Wenn sie die Lernstandards erreicht haben, ist alles gut.  ...   (NP, 08.08.2002) mehr ... 
15.06.2002:Beschlossen
Schulstrukturreform:  Landtag beschließt Schulreform - Orientierungsstufe verschwindet
     Die Orientierungsstufe in Niedersachsen ist gut 20 Jahre nach  ihrer Einführung wieder abgeschafft.  . Der Landtag in Hannover verabschiedete am Freitag mit den Stimmen der SPD-Mehrheit ein neues Schulgesetz, das nach der Grundschule einen direkten Wechsel auf Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien vorsieht. Dort werden die fünften und sechsten Klassen als Förderstufen geführt.erklären. HAZ 15.06.2002   mehr ...
Schulstrukturreform:Presseerklärung des MK  Gesetz zur Weiterentwicklung des Schulwesens verabschiedet  ...  vorschulische Sprachförderung  ... 1. und 2. Klasse als Eingangsstufe ...  Die Klassen 5 und 6 werden künftig als Förderstufen an weiterführenden Schulformen geführt ... Schulformen kooperieren mehr als bisher miteinander. Dazu werden Förderverbünde gebildet ...neue Schulform Kooperative Haupt- und Realschule ... jetzt schon existierenden 160 verbundenen Haupt- und Realschulen ... . gymnasiale Angebot in der Fläche  ... Einrichtung von Gymnasien mit den Schuljahrgängen 5 bis 10 ..  Abitur in zwei Geschwindigkeiten geben: nach 12 oder 13 Schuljahren ... Antragsrecht zur Einrichtung von Ganztagsschulen und Integrationsklassen ... flächendeckenden Netzes von Ganztagsschulen und durch Kooperationsverbünde von Schulen zur Förderung hoch begabter Schülerinnen und Schüler.  .. . insgesamt fast 216 Millionen Euro zusätzlich ...(Presseerklärung des MK)     mehr ...
11.06.2002:Protest
Schulstrukturreform:Diese Förderstufe schadet nur ! Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen sollen zukünftig schon nach der 4. Klasse getrennte Wege gegen!  Der aktuelle Schulgeetzentwurf der SPD macht es deutlich: Das Gymnasium und die Haupt- und Realschulen sollen wie in den 50-er Jahren wieder mit Klasse 5 beginnen. Die Klassen 5 und 6 "Förderstufe" zu nennen ist nur Kosmetik.  Gerade hat die internationale Schuluntersuchung PISA gezeigt: Das überholte gegliederte Schulsystem in Deutschland führt dazu, dass die soziale Herkunft wie in kaum einem anderen Industrieland über den Schulerfolg entscheidet. Es verhindert, dass mehr Kinder und Jugendliche gute Leistungen und Abschlüsse erreichen. Wir brauchen keine "Förderstufe", die mehr trennt als fördert. Wir brauchen die Verbesserung der Orientierungsstufe. Kleinere Lerngruppen, Verbesserung der Ausstattung, mehr Pädagoginnen und Pädagogen, mehr Zeit zum Fördern der Schülerinnen und Schüler und gute Fortbildungsmöglichkeiten für die Lehrkräfte sind der richtige Weg.  Anzeige in der HAZ, 11.06.2002 V.i.S.d.P.: Rüdiger Heitefaut c/o GEW Hannover, Gabelsbergerstr.7, 30163  Hannover.
Schulstrukturreform: 3.000 x Nein zum SPD-Schulgesetz Jetzt melden sich 3000 Einzelpersonen zu Wort  ...  Die schulpolitische Sprecherin Litfin bekräftigte die Forderung ihrer Fraktion nach einer mindestens sechsjährigen gemeinsamen Schulzeit. Darin sei man sich auch mit dem Bildungsbündnis einig. "PISA hat uns eindeutig gezeigt, dass die Schule nur erfolgreich sein kann, wenn sie alle Kinder individuell fördert, statt sie früh zu selektieren" HAZ, 11.06.2002  mehr ...
11.-12.06.2002:Korrekturen bei der Schulreform
Schulstrukturreform: Schulreform spannender als König Fußball SPD billigt Korrekturen an Gabriels Schulgesetz / Jüttner warnt vor Zugeständnissen    ... Nach eineinhalb Stunden ungewohnt lebhafter und sachlicher Debatte bekam Regierungschef Gabrielgrünes Licht für letzte Korrekturen am Schulgesetz, über das der Landtag am Freitag beschließen soll. Zwei Drittel der Fraktion stimmten Gabriels Plänen zu.  ...  So erhalten die Schulträger eine größere Flexibilität bei der Einrichtung von Förderstufen, die an allen drei Schultypen eingerichtet werden können – von der Hauptschule bis zum Gymnasium.... Die SPD betonte nach der Fraktionssitzung, man wolle aber weiterhin den Ausbau kooperativer Schulformen vorantreiben. (HAZ,12.06.2002) mehr ...
Schulstrukturreform: Kommentar: Im Strafraum der SPD   Von Michael Ahlers      Man kennt das von der Fußball-WM: Irgendwann wird es ernst, und der Verlierer fährt nach Hause. Für die Landesregierung schlägt in dieser Woche mit der Schulreform im Landtag die Stunde der Wahrheit. Zu gewinnen aber ist dieses Spiel nicht mehr. Gewiss wird die SPD-Mehrheit dem Gesetz über die Linie helfen, doch das ist kein Trost. Die Chance, mit einer Reform aus einem Guss moderne Bildungspolitik zu schreiben, haben Landesregierung, Fraktion und Partei längst verspielt. Nach forschem und befreiendem Angriff auf die Orientierungsstufe wurde SPD-Vordenker Gabriel von den Männern in Rot zurück in den eigenen Strafraum gepfiffen. Von Taktik und den Genossen geprägt, kam schließlich ein Monstrum ans Licht: die Förderstufe. Was sie mit ihren Kollektivlehrplänen und Verbundkonferenzen besser machen soll als die Orientierungsstufe - der beste Lehrer könnte es seinen Schülern kaum erklären. GZ, 11.06.2002 mehr ...
Schulstrukturreform: Förderstufe doch an allen weiterführenden Schulen?Schulstreit: Druck von Eltern und Handwerk auf Gabriel  Wenige Tage vor der geplanten Verabschiedung der Schulreform im Landtag machen Handwerk und Landeselternrat Druck auf die Landesregierung. Handwerkstag-Präsident Kurt Rehkopf betonte, das Gesetz sei in der jetzigen Form nicht geeignet, die Bildungsreife junger Menschen zu verbessern. Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) habe zwar Korrekturen in Aussicht gestellt, so das Anbinden der Förderstufen auch an Hauptschulen. Dies ändere aber an der grundsätzlichen Haltung des Handwerks wenig. GZ, 11.06.2002mehr ...
Schulstrukturreform: Gabriel bietet Korrekturen bei Schulreform an Konsensrunde in letzter Minute: Ministerpräsident spricht mit Kritikern / Landeselternrat bleibt skeptisch    von Jörg Kallmeyer    In die Debatte um das Schulgesetz ist in letzter Minute noch einmal Bewegung gekommen: Bei einem Spitzentreffen mit Vertretern des Handwerks und des Landeselternrats stellte Ministerpräsident Sigmar Gabriel am Montag Änderungen der Reform in Aussicht. So sollen Haupt- und Realschulen in jedem Fall als eigenständige Schulformen arbeiten können. Jede Schulform soll eine eigene Förderstufe bekommen können. Außerdem sollen mehr Eltern in Schulkonferenzenvertreten sein. HAZ, 11.06.2002mehr ...
Zu spät     Das wäre ein Clou gewesen: Vier Tage vor Verabschiedung des heiß umstrittenen Schulgesetzes holt sich die Landesregierung noch die wichtigsten Kritiker ins Boot. ...  So müssen die SPD-Mehrheit im Landtag und die Landesregierung damit leben, dass sie am Freitag  vielleicht etwas Richtiges beschließen mögen, es aber trotzdem niemanden recht machen.  Jörg Kallmeyer HAZ, 11.06.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform
Schulstrukturreform: Landtag: Schulgesetz noch schnell geändert     In letzter Minute will die Landesregierung beim neuen Schulgesetz noch nachbessern: Haupt- und Realschulen sollen jetzt gestärkt werden. Dies bestätigte am Montag das Kultusministerium. Damit erfüllt das Land Forderungen des Handwerks und des  Landeselternrates.NP, 11.06.2002  mehr ...
05.06.2002:Kosten
Jürgens-Pieper: Schulreform kostet 215 Millionen   Pro Jahr steige die Summe an: von 19,7 im kommenden Jahr auf 76 Millionen Euro im Jahr 2006 ... Zu den kostenträchtigen Projekten zählen laut Ministerium unter anderem die verlässliche Grundschule (Kosten ab 2004: 23,8 Millionen Euro jährlich), die Sprachförderung vor der Einschulung (13,6 Mio, siehe unten), und die Förderstufe an Stelle der Orientierungsstufe (2004: 5,6 Mio, 2005: 10,4 Mio, 2006: 15,3 Mio).NP, 05.06.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform
Hannover: CDU will Schulreform kippen  NP, 05.06.2002mehr ...   ->Schulstrukturreform
06.06.2002:Sprachtests
Schulstrukturreform: Schule: Sprachtests als Alltagsgeschäft   ...  Im nächsten Jahr will das Kultusministerium ein Pilotprojekt starten, dass bereits Fünfjährige fördert. Angehende Grundschüler aus ausgewählten Schulbezirken müssen im Herbst einen Sprachtest machen – auch die mit deutschem Pass. Wer durchfällt, wird ein halbes Jahr mit Deutschunterricht auf die erste Klasse vorbereitet.  (NP, 12.06.2002)mehr ...
Pflicht-Sprachtests vor EinschulungNP, 06.06.2002mehr ...    ->Schulstrukturreform
05.06.2002:CDU warnt: Hauptschulen bleiben auf der Strecke
Grüne: „Die richtige Schule ist die eine einheitliche Schule für alle Kinder bis Klasse 10.“
Hannover: CDU will Schulreform kippen  HAZ, 05.06.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform
CDU warnt: Hauptschulen bleiben auf der Strecke  Sind die Haupt- und Realschulen die Opfer der geplanten Schulreform in Niedersachsen? Die CDU-Opposition im Landtag fuhr gestern schweres Geschütz gegen das Vorhaben der Landesregierung auf.  Jürgens-Pieper weist Vorwürfe zurück und legt Zahlen vor.  HAZ, 16.05.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform

Positionen der Arbeitskreise des Stadtelternrates Hannover
Stadtelternrat fordert Qualitätsdebatte vor übereilter Strukturentscheidung und Stopp der Schulstrukturreform. Mehr Lehrer in die Schulen - vollständige Erteilung des Unterrichts. Differenzierte Unterrichtung und schülergerechte Förderung. Höhere Qualität der Lehreraus- und fortbildung. Keine Reduzierung des elterlichen Mitspracherechtes. Freies Wahlrecht der Schulform, Erhalt vielfältiger Wahlmöglichkeiten. Ausweitung der Informations- und Beratungspflicht durch die Lehrer. Kein Selektionsdruck durch Laufbahngutachten, Förderpläne oder Förderkonferenzen in den ersten sechs Schuljahren  mehr ..
Arbeitskreis Grundschulen:  Mehr Lehrer, keine Reduzierung der elterlichen Mitspracherechte über die weitere Schullaufbahn ihrer Kinder, Freies Wahlrecht der Schulform, Ausweitung der Informations- und Beratungspflicht der Lehrer, kein Selektionsdruck in den ersten 4 Schuljahren, Erhalt vielfältiger Wahlmöglichkeiten.   mehr ...
des Arbeitskreises Grundschulen zur "Verlässlichen Grundschule"    mehr ...
Arbeitskreis Gesamtschulen:  Angemessene Förderung während der gesamten Schulzeit, stabile Klassengemeinschaften, Ausbau der Gesamtschulen - Gemeinsam lernen von 1 bis 10,  Erhöhung der Abiturientenzahlen durch Erhalt der Wahlfreiheit in der Oberstufe und Erhalt der Regelzeit bis zum Abi von 13 Schuljahren, inhalltiche Weiterentwicklung durch Profilbildung, konsequente Verbesserung der schulischen Qualität statt Hau-Ruck-Methoden   mehr ...
des Arbeitskreises Gesamtschulen zu den Schwerpunkten der Bildungspolitik "Wir fordern andere Schwerpunkte in der Bildungspolitik: Förderung statt Auslese" mehr ...
Arbeitskreis Gymnasien:  Wir fordern, bevor man sich über neue Strukturen der Schule unterhält, dass zunächst der bestehende Schulbetrieb in seinen Mindestanforderungen durch die Politik wieder hergestellt wird. Übereilte Reformen erwecken den Eindruck, sie dienten nur der Verschleierung tiefgreifender Missstände. Ein generelles Abitur nach 12 Schuljahren wird unter den gegebenen Bedingungen abgelehnt. Die Einführung einer Turbo-Klasse an jedem Gymnasium wird abgelehnt. Die Abschaffung der OS bedeutet aber die Vorverlagerung der Schullaufbahnentscheidung in die 4. Klasse der Grundschule und eine Zementierung des dreigliedrigen Schulsystems.  Im internationalen Vergleich bedeutet dies einen Rückschritt, da sowohl Chancengleichheit als auch soziale Integration dadurch entscheidend beeinträchtigt werden. mehr ...
Landeselternrat gegen bloße Umetiketierung - fehlende Methodenkompetenz würde nicht erreicht
bezweifelt auch Realisierung von Förderung und Förderkonferenz, lehnt Schuleinzugsbereiche und gleiches Curriculum für alle Fröderstufen ab   mehr ..
 
Hier bekommt man den Entwurf für ein neues Schulgesetz als PDF-Datei. Also klick.

CDU warnt: Hauptschulen bleiben auf der Strecke
Grüne: „Die richtige Schule ist die eine einheitliche Schule für alle Kinder bis Klasse 10.“
CDU warnt: Hauptschulen bleiben auf der Strecke  Sind die Haupt- und Realschulen die Opfer der geplanten Schulreform in Niedersachsen? Die CDU-Opposition im Landtag fuhr gestern schweres Geschütz gegen das Vorhaben der Landesregierung auf.  Jürgens-Pieper weist Vorwürfe zurück und legt Zahlen vor.  HAZ, 16.05.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform

Gewerkschaften und Wirtschaft lehnen Schulreform ab
Grüne: SPD hat im Ausschuss Schulgesetz für den Papierkorb verabschiedetPM 03.05.2002  mehr... 
"Sigmar gegen den Rest" Der Vorgang ist eindeutig, die Bewertung aber höchst unterschiedlich: Ist die breite Ablehnung des Entwurfes für ein  neues Schulgesetz quer durch alle Interessenverbände in Niedersachsen nun eine Pleite für die Landesregierung – oder zeigt der Vorgang nicht vielmehr, dass die Regierung einen goldenen Mittelweg gefunden hat? HAZ, 23.04.2002 mehr ...
Schulreform: Streit verschärft sich  Der Streit um das Schulgesetz nimmt an Schärfe zu. Die CDU fordert den Rückzug des Entwurfes. NP, 23.04.2002mehr ...
Trotz harter Kritik keine grundlegenden Korrekturen  Trotz harter Kritik aus Wirtschaft, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Elternschaft hat Niedersachsens Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper (SPD) substanzielle Änderungen an der geplanten Schulreform ausgeschlossen. Goslarsche Zeitung, 23.04.2002mehr 
Kommunen fürchten die Kosten der Reform   Ein Dicker Berg an Einwänden gegen das Schulgesetz   HAZ, 20.04.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform
Weiter Gegenwind für Schulreform   Verbände: Änderungen, oder Gesetz muß weg. Auch am zweiten Tag der öffentlichen Anhörung im Landtag musste der Entwurf der SPD heftige Kritik über sich ergehen lassen   NP, 20.04.200202mehr ...    ->Schulstrukturreform
Schulgesetz stößt auf eine breite Ablehnung   Rückschritt oder Fortschritt: Gewerkschaften, Unternehmer, Eltern und Schüler kritisieren SPD-Entwurf. Die einen fordern "die Gesamtschule für alle", die anderen bevorzugen das dreigliedrige System mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium.   HAZ, 18.03.200202mehr ...    ->Schulstrukturreform
Wirtschaft lehnt Schulreform ab   RDas neue Schulgesetz der SPD-Landtagsfraktion wird von Wirtschaft und Gewerkschaften entschieden abgelehnt.  NP, 18.03.200202  mehr ...    ->Schulstrukturreform

Schulreform kostet Geld
Land soll Kosten für Schulreform tragen     Die Schulreform darf nach Ansicht von Hannovers Oberbürgermeisters Herbert Schmalstieg (SPD) die Kommunen nicht belasten. „Derjenige, der eine Sache veranlasst hat, muss auch die Kosten dafür tragen”, sagte Schmalstieg  NP, 18.03.2002mehr ...    ->Schulstrukturreform
Hannover: Schulreform kostet Land mehr Geld     „Wer soll das überhaupt bezahlen?”, fragt CDU-Fraktionsvize Bernd Busemann. „Das sind doch alles Hülsen ohne Früchte.” Für die Folgekosten der geplanten Schulreform gebe es bislang „keine Mitgift im Landesetat”.
    „Wir glauben der Regierung kein Wort”, bezweifelt auch Grünen-Finanzexperte Michel Golibrzuch, dass die Schulpläne der Sozialdemokraten zu finanzieren sein werden: „Die müssten mal sagen wie.”     „Das wird alles noch im Landeshaushalt dargestellt”, beteuert dagegen Carl Othmer, der Büroleiter von Kultusminister in Renate Jürgens-Pieper (SPD). Schließlich trete das neue Schulgesetz erst nach den Sommerferien 2003 in Kraft und werde nur schrittweise bis 2008 umgesetzt.. NP, 15.03.2002 mehr ...    ->Schulstrukturreform
DIE ZEIT, 09.03.2002 ->Schulstrukturreform
Ungerecht auf hohem Niveau Bildungspolitik ist heute ein ökonomisches Thema, meint Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel. die zeit: Ist die sozialdemokratische Bildungspolitik gescheitert? Anfang der siebziger Jahre blies die SPD zum Bildungsaufbruch, wollte Chancengleichheit und "Bildung für alle". Jetzt zeigt die Pisa-Studie, dass Deutschland eines der ungerechtesten Schulsysteme der Welt hat.   mehr ...

Die Kommunen befürchten Kosten  ->Schulstrukturreform
Goslarsche Zeitung vom 08.03.2002
Externe Bewertung auch in Zukunft Sachliche Podiumsdiskussion mit Kultusministerin Renate  Jürgens-Pieper zur geplanten Schulreform  mehr ...
Elternwille macht Angst (HAZ,  7.3.2002 .Der freie Elternwille macht den Kommunalpolitikern zu schaffen. Wenn die Orientierungsstufe künftig wegfällt und die Eltern ihre Kinder nach Klasse vier an die Förderstufe von Gymnasium, Real- oder Hauptschule schicken, werden wir dann nicht einen Ansturm auf bestimmte Schulen erleben? mehr ...
Das wird der Zusammenbruch (HAZ,  7. 3. 2002 .   „Wir wollen endlich auf gleicher Augenhöhe als Partner dem Land gegenübertreten,  wir sind doch nicht die Reservekasse für  landespolitische Wohltaten.“ mehr ...
"Schulreform kostet die Stadt nichts“(HAZ,  6. 3. 2002 sagt Walter Meinhold.mehr ...

SPD-Landtagsfraktion beschliesst am 05.03.2002  ->Schulstrukturreform
Nur ein SPD-Mann will Orientierungsstufe retten (HAZ,  6. 3. 2002 .mehr ...
Bis zum Sommer neues Schulgesetz (NP,  6. 3. 2002 .mehr ...

SPD-Landesparteitag am 02.03.2002  ->Schulstrukturreform
SPD bringt „zweite große Bildungsreform” in    Niedersachsen auf Weg  (HAZ,  4. 3. 2002)  Die in   Niedersachsen allein regierenden Sozialdemokraten haben eine grundlegende Schulreform beschlossen.  mehr ...
Mit Schulreform in die „Pole-Position“ (NP Online 03.03.2002)    Mit großer Mehrheit billigte die Parteibasis in Hannover die Abschaffung der Orientierungsstufe ..     „Mancher Delegierte hebt hier die eine Hand und hat dabei eine geballte Faust in der Tasche”.     mehr ...
Hannover: Orientierungsstufe gibts nicht mehr(NP, 5. 3. 2002 .mehr ...

Kritik an der Schulstrukturreform  ->Schulstrukturreform
Linker Promi kritisiert Schulpläne der SPD  (NP,2.3)  Soziologe Oskar Negt: Schwachen Schülern droht Ausgrenzung durch vorgesehene Förderstufe. Die Pisa-Studie über das Schulsystem - seit ihrem Erscheinen sorgt sie für Zündstoff. Jetzt haben sich Landtagspräsident Rolf Wernstedt und der Soziologie Oskar Negt mit einigen provokanten Thesen zu Wort gemeldet.
Negt fordert Konsequenzen aus der Pisa-Studie, die alles andere als konform mit der geplanten Schulstrukturreform der Landesregierung laufen. Individuelle Förderstufen und die Abschaffung der Orien- tierungsstufe lehnte er ab.  ... "Es ist mir ein Rätsel, wie man nach Pisa auf die Idee kommen kann, die Orientierungsstufe abzu- schaffen und die Selektion damit noch früher einzuführen. mehr ...
Niedersachsens SPD soll am Freitag die Orientierungsstufe beerdigen, doch der Beifall fällt leise aus  (Goslarsche Zeitung, 01.03.2002) mehr ...

Gabriel zur Schulstrukturreform ->Schulstrukturreform
15.12.
2001
Gabriel will Ende des Schulstreits (HAZ)   Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel rechnet damit, dass der SPD-interne Streit um die Schulreform bald beendet sein wird. mehr ...
15.12.
2001
"Die Schuldebatte darf nicht endlos geführt werden" (HAZ)    Im Gespräch Sigmar Gabriel. In der Bildungs- und Schulpolitik dürfe man den Verbandsfunktionären nicht das Feld überlassen, sagt der niedersächsische Ministerpräsident. Er fordert auch die eigen Partei, die SPD, zu mehr Mut und Entschlusskraft auf. mehr ...

Schülerdemo gegen niedersächsische Bildungspolitik
15.12.2001 Schüler pauken nachts für mehr Bildung (HAZ)  Die Eltern hatten "Bildungsbrötchen" gebacken - klein, hart und ungenießbar. Doch Regie führten die Schüler bei der Aktionsnacht am Donnerstag in der Ricarda-Huch-Schule und der Integrierten Gesamtschule Roderbruch. Die Schüler nahmen damit die geplante Bildungsreform aufs Korn: Sie fordern andere Unterrichtsformen und mehr Lehrer statt einer Veränderung der Schulstruktur.

Wunschmittel für die Kultusministerin (HAZ) Die Schüler forderten einen Stopp der geplanten Bildungsreform, mehr Lehrer und eine Demokratisierung der Schule. 
15.12.2001 Schüler kleben Wünsche ans Ministerium (NP) "Aktuelle Schulbücher" - "Junge Lehrer" - "Kleine Klassen" - "Die Schule innen und außen ändern"
13.12.2001 Aktionen zur Bildungsreform.  Schüler protestieren - und lernen nachts. (HAZ)
14.12.2001 Schüler-Aktion und Demo gegen Frust und Bildungsnot  (NP) Protest gegen Bildungsmisere, Lehrermangel, schlechte Ausstattung von Schulen und veraltete Unterrichtsformen: Mit einer Aktionsnacht kritisierten gestern Mädchen und Jungen der Ricarda-Huch-Schule (List) und der IGS Roderbruch die Bildungs- und Schulpolitik.

Aktuelle Stunde zur Bildungspolitik im niedersächsischen Landtag
13.12.2001 Opposition will Klarheit für Schulen (HAZ)
13.12.2001 Niedersachsen fürchtet zweite PISA-Studie (NP)
13.12.2001 Kommentar: Schmerzhafte Wahrheit (NP)
Neue Presse, 08.12.2001
Viel Gegenwind für Gabriels Schulpläne.  Warnung vor bildungspolitischem Rückschritt. Abschaffung der Orientierungsstufen heftig umstritten. Gegenwind in der Bildungspolitik für Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) und Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper: ihr Plan, die Orientierungsstufe abzuschaffen, stößt auf Widerstand. Von Rainer Butenschön (NP)->Thema Schulreform  ->Qualität 
HAZ und NP   24.11.2001 
Schulstrukturreform.  Der SPD-Landesvorstand hat sich fast ohne Einschränkungen hinter die Position des Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel gestellt. "Die Orientierungsstufe als eigenständige Schulform wird abgeschafft - das werden wir auf dem Landesparteitag Anfang März 2002 besiegeln", sagte der Landesvorsitzende Wolfgang Jüttner ("SPD will die OS bis Sommer 2003 kippen" - HAZ, 24.11.2001, "Fördersystem löst Orientierungsstufe schon 2003 ab" - NP 24.11.2001"). Ob sich etwas ändern wird, bezweifelt Kommentar Alexander Dahl ("Worte als Tarnung" - NP, 24.11.2001). -> Thema Schulreform
23.11.2001 Qualitätsdebatte und Elternbeteiligung gefordert Informationsveranstaltung des  Stadtelternrates Bad Harzburg: Angeregte Diskussion zur geplanten Schulreform mit Abschaffung der Orientierungsstufe mehr ...        ->Schulstrukturreform
17.11.2001 Die Reform ist weder gratis noch umsonst ...  UNTERM STRICH   Die Abschaffung der Orientierungsstufe ist nicht zum Nulltarif zu haben. Es ist verständlich, dass Hannover deshalb auf zeit setzt, meint Bärbel Hilbig (HAZ).
15.11.2001 Philologenverband sichert Gabriel konstruktive Mitarbeit bei Schulreform fordert allerdings: ein Gymnasium ab Klasse 5 und die Erhaltung eigenständiger Real- und Hauptschul-Bildungsgänge.
15.11.2001 Schulreform soll bis 2002 durch sein Ministerpräsident Gabriel drückt aufs Tempo. Mehr Gymnasien im ländlichen Raum. (von Dirk Racke, NP)
15.11.2001 Schnellschuss auf die OS (Kommentar von Udo Harms, NP)
15.11.2001 Konkurrenzkampf um Eltern und Kinder  Schulreform dauert mindestens fünf Jahre (Interview mit Renate Jürgens-Pieper, von Dirk Racke, NP)
15.11.2001 Gabriel will zügig Schulsystem ändern ... will den Landtagsbeschluss über die Schulreform schon Mitte 20002 erreichen (HAZ)
15.11.2001 Gabriels Schulplan:  Auf Kurs ... Kommentar von Jörg Kallmeyer (HAZ)
15.11.2001 Gabriel streckt der CDU die Hand aus  SPD wirbt um Kompromiss zur Schulreform - doch die CDU reagiert zurückhaltend (HAZ)
15.11.2001 Böhlmann kritisiert Schulstudie  Ergebnisse aus Hannover nicht enthalten (HAZ)
15.11.2001 Abschied von der Orientierungsstufe?  Die Gymnasien haben für Förderstufen keinen Platz - Schulamt denkt an Gründung von "Filialen" (HAZ)

Aktuelle Stunde zur Bildungspolitik im niedersächsischen Landtag
Landesregierung - Pläne im Original, 14.11.2001
Aktuelle Stunde zum Thema Bildungspolitik im Landtag    mehr ...
Die Kultusministerin über die im Gutachten festgestellten Defizite (unzureichende Förderung, ausgeprägte Selektivität, restriktive Schullaufbahnempfehlung und regionale Unterschiede im gymnasialen Angebot), 
über die zehn Eckpunkte (gegen zu frühen Enscheidungsdruck, verlässliche Grundschule mit Englisch ab 3, Durchlässigkeit, zusätzliche gymnasiale Angebote, Steigerung der Abiturquote, flächendeckendes Regelangebot für Abi nach 12 und nach 13 in Gymnasien und Gesamtschulen, bestmögliche Förderung, flächendeckendes Netz von Ganztagsangeboten, mehr Wettbewerb zwischen Schulen, mehr Einfluss von Eltern und Schulträgern auf das regionale Schulangebot),
über den konkreten Vorschlag (verlässliche Grundschulen, Abschaffung der OS, Förderstufen ain Gymnasien, kooperativen Gesamtschulen oder kooperativen Haupt- und Realschulen, Fördermittel von 30 Mio jährlich, Förderkonferenz  mit Vertretern aller Schulen eines Schulträgers, freie Entscheidung der Eltern nach Klasse 4, Entscheidung nach Klasse 6, Errichtung kooperativer Haupt- und Realschulen mit didaktischer Leitung, Beratungslehrern und eigenen Profilen für HS- und RS-Zweig, Ganztagsschulen und Abitur nach 12 und 13  und
gegen die sechsjährige Grundschule der Grundschule, gegen das Zwei-Säulen-Modell der Gutachter, gegen die frühe Selektion nach der Grundschule bei den Vorschlägen der CDU 
SPD-Landtagsfraktion und Landesregierung haben gemeinsam Grundsätze für ein Konzept zur Schulstruktur entwickelt. Diese wurde einstimmig in der Fraktion beschlossen: Bestmögliche Förderung, Durchlässigkeit, flächendeckendes Netz von Ganztagsschulen, gymnasiale Angebote auf dem Land, Steigerung der Abiturquote, Gesamtschulen und Gymnasien mit flächendeckendes Regelangebot für Abitur nach 12 und 13 Jahren, gegen zu frühen Entscheidungsdruck nach der Grundschule - stattdessen Förderung in 5 und 6, verlässliche Grundschule mit Englisch ab 3, für Eigenverantwortung und Wettbewerb zwischen den Schulen, verstärkter Einfluss von Eltern und Schulträgern auf Entwicklung regionalspezifischer Schulangebote.  mehr ...   die Grafik zum Konzept mehr ...
14.11.2001 Orientierungstufe hat ausgedient, Eltern entscheiden nach 4 und 6  Fördern soll sich wieder lohnen: Land will neue Schulstruktur (GZ)
14.11.2001 Aus für Orientierungsstufe -  Land setzt auf Förderklassen und Turbo-Abitur nach zwölf Jahren (NP) 
14.11.2001 Gabriel: Orientierungsstufe wird abgeschafft - Niedersachsen steht vor großer Schulreform, Abitur nach zwölf Jahren, neue Gymnasien auf dem Land (HAZ) ->Schulstrukturreform->Abitur nach 12 Jahren
14.11.2001 Gabriel: "Wir müssen alle Bildungsreserven ausschöpfen - Gespräch des Ministerpräsidenten mit Jörg Kallmeyer 
09.11.2001 Erklärung des Ministerpräsidenten und der Kultusministerin zum Gutachten: An alle Eltern 
Mo, den 19.11.2001, ab 19:30 Uhr, Aula der Lutherschule, An der Lutherkirche 18, 30167 Hannover
Der Stadtelternrat Hannover und der DGB, Kreisverband Niedersachsen Mitte, laden Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler ein:
Was wird aus unseren Schulen ?
Informations- und Diskussionsrunde zur Veränderung der Schulstruktur im Land Niedersachsen
Prof. Dr. Manfred Boensch, Universität Hannover
Hannes Schott, stellvertretender Leiter des Schulamtes
Richard Lochte, Vorsitzender Stadtelternrat
Rüdiger Heitefaut, GEW      ->Schulstrukturreform
Mi, 21.11.2001, 19.00 Uhr, in Harlingerode, Gustav-Lesemann-Schule / Grundschule Harlingerode.
Stadtelternrat  Bad Harzburg:
"Was nun, Herr Gabriel? - Nds. Schulstrukturreform"
Podium:
Herr Hartmut Hohnschopp, Leiter Referat 301, Kultusministerium
Herr Stefan Grote, Mitglied des Landtages, SPD
HAZ, 12.11.2001   ->Schulstrukturreform
Gutachten inkonsequent
Leserbrief u dem Bericht "Gutachter empfehlen Turbo-Gymnasien statt Orientierungsstufe" vom 1. November
    Das Gutachten ist sauber verfasst und zeigt, dass die Meinungen über die OS uneinheitlich sind. jeder (Eltern, Lehrer) betrachtet das Schulsystem aus seinem Blickwinkel. Die OS schneidet dabei überraschend gut ab. Das Gutachten ist allerdings inkonsequent: Alle Daten weisen auf ein Schulsystem hin, das dem der OECD-Staaten nahe kommt (8- bis 10-jährige Schule für alle).  Alle Modelle werden kritisch dem Modell der Gutachter gegenübergestellt, nur beim System der OECD-Staaten wird nicht pädagogisch oder finanziell argumentiert, sondern es heißt schlicht, dass ein solches Schulsystem in Deutschland nicht durchsetzbar sei. Das ist nicht Aufgabe eines Gutachtens.
    Die Gutachter weisen selber darauf hin, dass isch die Gesamtschule in Niedersachsen bewährt habe. Alle Wirtschaftsbereiche, die Univesitäten und wer sonst noch müssen heutzutage flexibel sein und sich anpassen. Warum nicht das Schulsystem ?
Lüneburg   Prof. Matthias v. Saldern

Arbeitskreis der Oberstufenleitungen an niedersächsischen Gesamtschulen
24.10.2001 Erklärung zurSchulzeitverkürzung: "Fast-Education" führt zu deutlichem Qualitätsverlust!
24.10.2001 Erklärung zur Profiloberstufe: Die vorgeschlagene Profiloberstufe nimmt den Oberstufen ihren Gestaltungsspielraum
24.10.2001 Erklärung zur Veränderung der Stundentafel der Gymnasien im Fachbereich Naturwissenschaften zum 01.08.2002:Auch andere Schulformen benötigen mehr naturwissenschaftlichen Unterricht
07.11.2001 CDU: Gabriel ist ein "schulpolitischer Chaot" - Nervosität im Orientierungsstufen-Streit wächst  (HAZ)
07.11.2001 CDU fordert Turbo-Abi an allen Gymnasien  (NP)
07.11.2001 CDU: Die Orientierungsstufe ersatzlos abschaffen (GZ)
03.11.2001 Schulreform: Wird die OS ganz abgeschafft ? - Ministerin kritisiert Modell der Gutachter  (NP)
02.11.2001 Grundschule wieder Ausleseanstalt (NP)
01.11.2001 Turbo-Abi bald in Niedersachsen  (NP)
01.11.2001 Kommentar von Amadore Kobus: Letzte Runde im Schulstreit  (NP)
01.11.2001 Gutachter empfehlen Turbo-Gymnasien statt Orientierungsstufe  (HAZ)
01.11.2001 Kommentar von Jörg Kallmeyer: Neue Orientierung (HAZ)
31.10.2001 Kultusministerium: DIPF überreicht Gutachten

Die Orientierungsstufe (OS) in Niedersachsen hat in ihrer bisherigen  Form keine Zukunft. Zu diesem Schluss kommen Bildungsforscher in einem Gutachten. Ihr Vorschlag: Begabte Schüler sollen ab Klasse 5  direkt aufs Gymnasium und nach 12 Jahren zum Abitur. Die OS wird in einem Verbund von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien  organisiert.
Positionen der Arbeitskreise des Stadtelternrates
Arbeitskreis Grundschulen:  Mehr Lehrer, keine Reduzierung der elterlichen Mitspracherechte über die weitere Schullaufbahn ihrer Kinder, Freies Wahlrecht der Schulform, Ausweitung der Informations- und Beratungspflicht der Lehrer, kein Selektionsdruck in den ersten 4 Schuljahren, Erhalt vielfältiger Wahlmöglichkeiten.   mehr ...
des Arbeitskreises Grundschulen zur "Verlässlichen Grundschule"   mehr ...
Arbeitskreis Gesamtschulen:  Angemessene Förderung während der gesamten Schulzeit, stabile Klassengemeinschaften, Ausbau der Gesamtschulen - Gemeinsam lernen von 1 bis 10,  Erhöhung der Abiturientenzahlen durch Erhalt der Wahlfreiheit in der Oberstufe und Erhalt der Regelzeit bis zum Abi von 13 Schuljahren, inhalltiche Weiterentwicklung durch Profilbildung, konsequente Verbesserung der schulischen Qualität statt Hau-Ruck-Methoden   mehr ...
des Arbeitskreises Gesamtschulen zu den Schwerpunkten der Bildungspolitik "Wir fordern andere Schwerpunkte in der Bildungspolitik: Förderung statt Auslese" mehr ...
Mittwoch, 05.09.2001, Stadtelternrat Langenhagen und GEW: Veränderung der Schullandschaft - Bildungspolitik in der Sackgasse. Referent Prof. Boensch, um 19:30 Uhr in der Hermann-Löns-Schule  mehr ...
12.09.01 HAZ  Eltern kritisieren Ministerin. "Orientierungsstufe an Grundschule angliedern" mehr ...
05.09.01 NP  Eltern wollen über die Laufbahn ihrer Kinder selber bestimmenmehr ...
07.08.2001 "Wir verhindern Schulversager"  - Interview mit drei OS-Schulleitungen (HAZ)
07.08.2001 Am Anfang waren alle dafür -  bei Einführung der OS in Niedersachsen
07.08.2001 Orientierungsstufe in Hannover in Zahlen
Unterschriftensammlung: Notstand an unseren Schulen
Die Unterschriftensammlung, den Aufruf und Beschlüsse des Landeselternrates erhalten Sie auf Anfrage als WORD-Dokumente nach E-Mail an:  info@stadtelternrat-hannover. Leider noch nicht als Download erhältlich.   Wir  Eltern haben jetzt genug von dem Schein schöner Reformen in unseren Schulen.
An den Schulen herrscht bitterer Personalnotstand und die Politiker reden von aufwendigen Reformen, für die die notwendigen Lehrer nicht eingestellt werden.   Schluss mit der 100% Lüge !     mehr ...
Deutschland steht bei den Ausgaben für Bildung in Europa weit hinter anderen Ländern  mehr ...
NP, 9.03.2001
Schulreform nun doch schon 2002
Hannover. Wann kommt die Schulreform in Niedersachsen ? Wenn es nach Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) geht, ist bereits vor der Landtagswahl im Frühjahr 2003 alles klar.
Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper (SPD) sieht das laut Gabriel genauso - aber erst seit gestern. Noch Anfang der Woche hatte sie festgestellt: Wegen der komplizierten Beratungen könne das Verfahren bis zur Wahl nicht abgeschlossen werden und müsse anschließend neu beginnen.     mehr ...

Initiative für den Erhalt der Orientierungsstufe Eine Initative aus dem Bereich der  Orientierungsstufen bittet um Resolutionen für den Erhalt der OS   mehr ...
GEW u.a. Unser Vorschlag zur Schulreform  mehr  ...
GEWStellungnahme zur Akzeptanzuntersuchung mehr  ...
AfBSechs Thesen für eine gute Schulpoltikmehr  ...
Siehe dazu das Interview von HD Keil-Süllow mit der SchulZeitung der IGS List
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07.08.2001 Wir verhindern Schulversager"  - Interview mit drei OS-Schulleitungen (HAZ)
07.08.2001 Am Anfang waren alle dafür -  bei Einführung der OS in Niedersachsen
07.08.2001 Orientierungsstufe in Hannover in Zahlen
08.03.2001 "Unser Vorschlag zur zukünftigen Schulstruktur" (GEW u.a.)
08.03.2001 Stellungnahme der GEW zur Akzeptanzanalyse  (GEW)
15.03.2001 Elternrat will an OS festhalten  (Stadt-Anzeiger Nord)
16.03.2001 CDU: Jetzt werden auch die Schüler beschnüffelt  (HAZ)
14.03.2001 SPD unterstützt Gabriels Schulplan  (HAZ)
14.03.2001 Bei Schulreform an Zeitplan halten  (NP, Leserbrief von H.D.Keil-Süllow)
12.03.2001 Wenig ergebnisoffen gestaltet  (HAZ, Leserbrief von H.D.Keil-Süllow)
11.03.2001 Gewerkschaften gegen Gabriels Schulreform  (NP)
10.03.2001 In D-Zug-Klassen schneller zum Abi  (HAZ)
09.03.2001 Gabriel treibt Kultusministerin an: Die Schulreform entscheidet  (HAZ)
09.03.2001 Schulreform nun doch schon 2002  (NP)
08.03.2001 CDU rügt Jürgens-Pieper  (HAZ)
07.03.2001 Schulfrei für sozialen Tag  (HAZ)
07.03.2001 "Bis 2003 bleibt die Orientierungsstufe"  (HAZ)
07.03.2001 Auf dem Weg zur Qualität  (HAZ)
06.03.2001 Lehrer wollen Befragung beenden  (HAZ)
06.03.2001 Will Land Schulen aushorchen  (NP)
03.03.2001 "Ministerin lässt Schulen ausschnüffeln  (HAZ)
03.03.2001 Mit Chancengleichheit ist es vorbei  (ZiSH in der HAZ)
03.03.2001 Abi mit Profil und Tempo  (ZiSH in der HAZ)
03.03.2001 Genau wissen wir noch nichts ?  (ZiSH in der HAZ)
01.02.2001 Interview von HD Keil-Süllow mit der SchulZeitung der IGS List
05.02.2001 AfB in der SPD Hannover-Stadt: 6 Thesen für eine gute Schulpolitik
05.02.2001 Initiative für den Erhalt der OS bringt Resolutionsentwurf in die OSen
05.02.2001 Neue Juso-Chefin kritisiert Gabriel (NP)
02.02.2001 Lehrer gemeinsam gegen Gabriel (NP)
13.01.2001 Bei Bildung liegt noch vieles im Argen (NP)
12.01.2001 Was passiert mit der Orientierungsstufe? (NP)
22.11.2000 MARKUS-Studie: Leistung nicht von Klassengröße oder Schulform abhängig (dpa-Dienst f. Kulturpolitik)
Nov. 2000 "Mit Turbo-Gymnasium zu mehr Abiturabschlüssen ?"   (E&W (GEW)) 
Nov. 2000 Umfrage von "Hallo Niedersachsen" ergibt: "Keine Mehrheit für Gabriel-Papier" (E&W (GEW))  mehr ...
Nov. 2000 Schullaufbahnempfehlung und Übergangsentscheidung seit 1973 (E&W (GEW))
14.10.2000 Untersuchungsregionen für die Schulstruktur ausgewählt (KM, 24.10.2000)
25.09.2000 Beschluss des Stadtelternrates Hannover zur Schulstrukturreform
Aug. 2000 Das Konzept des Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel
Niedersachsen macht Schule, Bildung und Erziehung zu Kompetenz und Orientierung
24.05.2000 Schulausschuss: Antrag der WfH zur Durchführung einer Elternbefragung zur Zukunft der Orientierungsstufe
17.05.2000 Bayern: "Wenn ihr das macht, ist Krieg" - Bayerische Lehrer wollen die Schulreform kippen (FR)
25.03.2000  "Niedersachsens Orientierungsstufe wackelt (HAZ 25.03.2000)
03.03.2000 "SPD bleibt bei Schulform standhaft" (NP 03.03.2000)
02.03.2000 Hamburg:" Die schwierige Suche nach dem 'richtigen' Bildungsweg" (FR)
26.02.2000 "Eltern machen Front gegen Orientierungsstufe (HAZ 26.02.2000)
23.02.2000 LER - Presse-Information "Orientierungsstufe gehört auf den Prüfstand "
08.01.2000 Nordrhein-Westfalen: "Abiturnoten sind 'angemessen'"-NRW ließ 30 000 Klausuren nachkorrigieren" (FR)
08.01.2000 England: "Britische Eltern wollen Prügelstrafe an Schulen"(HAZ)
15.05.1999 Hessen: "Eltern haben in der Schule weniger zu melden"   (FR)
13.12.1997 Schulreform in NRW: "Zukunft der Bildung-Schule der Zukunft"  Johannes Rau
05.11.1997 Ex-Bundesprädident Roman Herzog: "Aufbruch in der Bildungspolitik
HAZ, 02.02.2001
Lehrer gemeinsam gegen Gabriel
Bündnis gegen Schulpläne der Landesregierung
Hannover. (jö). Wie geht es weiter mit den Schulen ? Orientierungsstufe abschaffen, Abitur nach zwölf Jahren sowie Haupt- und Realschulen zusammenlegen - für so manchen SPD-Abgeordneten im Landtag ist der Vorstoß von Ministerpräsident Sigmar Gabriel ein schwerer Brocken. Die Fraktion zieht dennoch mit, Widerstand gegen Gabriels Pläne abe formiert sich jetzt in den Schulen.
Fünf Lehrerverbände haben sich in Hannover zu einem Bündnis zusammengetan. Sie wollen eine Verteilung der Kinder auf die weiterführenden Schulen schon nach Klasse 4 verhindern. Sechs Jahre gemeinsame Schulzeit für alle Kinder lautet die gemeinsame Forderung. Die Lehrerverbände, die traditionell eher den Sozialdemokraten nahe stehen, werden jetzt von den Grünen unterstützt.
"Für Gabriels Plan gibt es keinerlei pädagogische Begründung", sagt Torsten Post, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft GEW. Er lehnt die Abschaffung der Orientierungsstufe ab und fordert eine Weiterentwicklung der eigenständigen Schulform für die Klassen 5 und 6. Vom Ministerpräsidenten sieht sich die GEW vor den Kopf gestoßen, nach einer Befragung aller Kreisverbände will die Lehrergewerkschaft  jetzt Proteste gegen die Schulpläne organisieren.
Der Schulleitungsverband, ein Zusammenschluss von Rektoren, hat eine große Verunsicherung in den Schulen ausgemacht. Es habe einige Zeit gedauert, bis Eltern und Lehrer verstanden hätten, was Gabriels Pläne bedeuten könnten, sagt der Vorsitzende des Verbandes, Josef-Michael Samol. "Da hat sich offenbar eine Gymnasial-Klientel durchgesetzt, aber ist das noch sozialdemokratische Politik ?"
Es werde sich jetzt zeigen, dass eine Schuldebatte nun einmal nicht ohne pädagogische Argumente geführt werden könne. Samol wirbt dafür, die Kinder so lange wie möglich gemeinsam in einer Schule zu unterrichten, um allen Schülern die gleichen Chancen zu sichern. Dafür machen sich auch der Grundschulverband und die Vertretung der Sonderschullehrer in Niedersachsen stark - sei es in einer auf sechs Jahre erweiterten Grundschule (dem Modell der Grünen) oder in einer reformierten Orientierungsstufe. Gitta Zöllmer, Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), pocht darauf, dass - wie versprochen - ergebnisoffen über die künftige Schulstruktur diskutiert werde.
Die Lehrerverbände wollen sich nun mit gemeinsamen Aktionen Gehör verschaffen. Brigitte Litfin, Schulexpertin der Grünen, sieht gute Chancen, dass die sechsjährige gemeinsame Schulzeit wieder mehr Konjunktur bekommt: "An so geballter Macht von Sachverstand kommt auch Gabriel nicht vorbei."
NP, 12.01.01
Was passiert mit der Orientierungstufe?
Experten diskutieren ihre Zukunft. Doch betroffene Schulen werden nicht gefragt.
Von Rüdiger Knorr
HANNOVER. Vier hannoversche Schulen nehmen an einer Untersuchung zur Zukunft der Orientierungsstufe steil - doch keine der 26 städtischen Orientierungsstufen ist dabei. mehr ...
E&W (GEW Niedersachsen) November 2000,  Umfrage von "Hallo Niedersachsen" ergab:
Keine Mehrheit für Gabriel-Papier
Ministerpräsident Gabriel hat mit einem Positionspapier in die bildungspolitische Debatte in Niedersachsen eingegriffen und sich für grundlegende Reformen und die Umgestaltung des bisherigen Schulsystems ausgesprochen. zentral dabei sind zwei Reformvorhaben: Zum einen will er die Orientierungsstufe an Schulen abschaffen, zum anderen sollen Haupt- und Realschule zu einer Sekundarschule in "kooperativer und integrierter Form" zusammengelegt werden.
Die Bevölkerung lehnt diese Reformvorhaben mehrheitlich ab. Nur 37 Prozent würden es begrüßen, wenn die Orientierungsstufe abgeschafft würde. Jeder zweite spricht sich für die Beibehaltung der Orientierungsstufe aus.  ... mehr
Schulreform in Niedersachsen
Beschluss des Stadtelternrates vom 25.09.2000

Präambel:
Voraussetzung für jegliche Reform des Schulsystems in Niedersachsen ist die Bereitstellung der erforderlichen personellen und sachlichen Mittel durch die Landesregierung und die Gemeinden.

Der Stadtelternrat fordert von einem Schulsystem in Niedersachsen
1. dass es allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeiten bietet, durch Förderung und Forderung Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, um ihren weiteren Lebensweg eigenverant-wortlich gestalten zu können,
2. dass es dem Kind genügend Möglichkeiten und Anregungen gibt, um eine eigene Persönlichkeit herauszubilden - unabhängig von der sozialen Lage, in der sich die Familie des Kindes befindet,
3. dass es im Primar- und Sekundar-I-Bereich Klassengemeinschaften mit einer Dauer von vier bis sechs Jahren anbietet, die dem heranwachsenden Kind die notwendige soziale Geborgenheit bieten,
4. dass es Übergangsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Bildungsgängen und Schulformen bietet, um Entwicklungen eines Kindes gerecht zu werden, die bei früheren Entscheidungen für einen Bildungsgang oder eine Schulform noch nicht erkennbar waren.
5. Ganztagsangebote und Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen und Schüler, die zu Hause nicht ausreichende Förderungsmöglichkeit haben
6. Einblick in die Arbeitswelt im achten bis zehnten Schuljahr für alle Schülerinnen und Schüler; mindestens zwei Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern für die Schüler, die nach dem neunten oder nach dem zehnten Schuljahr einen Übergang in das Berufsschulsystem anstreben
7. die Grundausbildung im Umgang mit Computern, z.B. mit Textverarbeitungssystemen, für alle Schülerinnen und Schüler bis zum neunten Schuljahr

Der Stadtelternrat fordert eine Ausbildung der  Lehrkräfte in Niedersachsen, so dass sie in ihren Fähigkeiten verbessert werden
8. frühzeitig Lerndefizite zu erkennen und individuell mit Fördermaßnahmen zu reagieren
9. Lernprozesse so zu gestalten, dass sie mit innerer Differenzierung in heterogenen Lerngruppen (z.B. durch Zusatzaufgaben, Wochenplan- und Freiarbeit, Lernprogramme) auch den Kindern, die in diesem Fach bereits überdurchschnittliche Kenntnisse haben, Lernanreize bieten, die sie fordern.

Der Stadtelternrat fordert
10. für die „Orientierungsphase" vor der endgültigen Wahl der Schulform des mehrgliedrigen Schulsystems auf eine eigenständige Schulform und eine eigenständige Schule zu verzichten,
11. die vierjährige Grundschule nicht mit den zwangsläufigen Begleitumständen dieser „Orientierungsphase" (mit Begutachtungen und  Widersprüchen) zu belasten,
12. den Kindern, deren Eltern sich für einen Bildungsgang entscheiden, der gemeinsame Beschulung für alle Kinder bietet,  auch weiterhin die Möglichkeit zu geben, ein „integriertes System" vom ersten bis zum zehnten Schuljahr (z.B. Grundschule und Integrierte Gesamtschule) zu besuchen, ohne dass sie eine - für sie unnötige - Orientierungsphase durchlaufen müssen.

Ein Schulsystem, das diese Grundforderungen erfüllen kann, kann sein:
• eine vierjährige Grundschule, daran anschließend
• eine Integrierte Gesamtschule oder
• ein mehrgliedriges Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium (möglicherweise auch in kooperativer und integrierter Form von Haupt- und Realschule bzw. Hauptschule, Realschule und Gymnasium).

Für äußerst wichtig hält der Stadtelternrat Hannover, dass eine Schulreform zu einem Schulsystem führt, das zahlreiche Übergangsmöglichkeiten zwischen Schulzweigen kooperativer Systeme und Schulen unterschiedlicher Schulformen vor allem im fünften und sechsten Schuljahr bietet.

Niedersachsens Orientierungsstufe wackelt
Braucht das Land eine eigene Schule für die Auswahl ?  Nächste Woche wird es ernst.
Von Jörg Kallmeier
Hannover. Niedesachsens Regierungschef Sigmar Gabriel hat es geschafft: Nach 100 Tagen im Amt ist der SPD-Politiker in aller Munde. Zum kleinen Jubiläum gab Gabriel vor der SPD-Fraktion den Startschuss für eine aufregende Debatte: Wenn man in der Schulpolitik die Nase vorn haben wolle, sagte der Ministerpräsident, dann müsse man auch über die Orientierungsstufe reden. "Und zwar ergebnisoffen." Ist dies das Ende der eigenen Schulform für die Klassen 5 und 6, die bei vielen Eltern so unbeliebt ist ?
Die Orientierungsstufe als eigene Schule ist eine niedersächsische Eigenart. Sie wurde von allen Parteien im Landtag beschlossen, um vor dem Wechsel in die Haupt- und Realschule oder das Gymnasium die Begabungen und Befähigungen der Kinder herauszufinden. Ein Reformmodell also, das zu frühen Entscheidungsdruck, Enttäuschungen bei einer falschen Schulwahl und den Frust des Sitzenbleibens verhindern sollte. Inzwischen aber herrscht auch unter Pädagogen der Frust über eine Schule, die letztlich allein der Auswahl dient: Die meisten künftigen Hauptschüler verlassen sie demotiviert, Gymnasiasten sehen sich unterfordert. Den Ärger über diese beiden besonderen Schuljahre müsse man ernst nehmen - nichts anderes fordert Regierungschef Gabriel. Wie seiner Ansicht nach die Zukunft der Klassen 5 und 6 aussehen sollte, bleibt allerdings nebulös. Gabriel will kein Zurück zur frühen Trennung der Kinder schon nach Klasse 4. Die von den Grünen propagierte sechsjährige Grundschule wird in der Staatskanzlei für untauglich gehalten. Also fünf Jahre Grundschule und dann der Wechsel?  Manches in Gabriels Andeutungen lässt darauf schließen, dass er auf diesen originellen Kompromiss zusteuert. Die Kommunen, die auf den Kosten für künftig ungenutzte Schulgebäude sitzen bleiben könnten, will man in jedem Fall mitreden lassen - vielleicht sollen am Ende sogar die Bürgermeister entscheiden.
Bislang gibt es aus der Staatskanzlei vor allem eine Ansage: "Wir reden darüber." Aber das ist schon viel bei dem wohl letzten ideologisch hart umkämpften Thema in der Schulpolitik. Aus den eigenen Reihen gibt es heftigen Widerstand. Reden wird der Ministerpräsident zunächst mit seiner Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper, die vor nicht einmal zwei Wochen noch erklärt hatte, sie führe eine Qualitäts-, aber keine Strukturdebatte. Für Dienstag ist ein Gespräch mit Jürgens-Pieper angesetzt, am Freitag muss der Regierungschef im Landtag erklären, wohin die Reise geht: Die CDU, die nach einem schmerzlichen Prozess zur Abkehr von der Orientierungsstufe gekommen ist, fordert in einem Antrag die Rückkehr zum alten System. Von Gabriels "butterweichem" Vorstoß hält Oppositionsführer Christian Wulff nichts. Es sei "typisch für diesen Regierungschef", sagt Wulff, "dass er beschreibt statt entscheidet".    (HAZ 25.03.2000)

Kultusministerium  24.10.00
Untersuchungsregionen für die Schulstruktur ausgewählt
Das Niedersächsische Kultusministerium hat die sechs Regionen ausgewählt, die im Rahmen der Schulstrukturdebatte untersucht werden sollen. Mit dabei sind die Landkreise Soltau-Fallingbostel, Cuxhaven, Goslar, Schaumburg und Osnabrück sowie die Stadt Hannover. Insgesamt haben sich 18 Landkreise und zwei kreisfreie Städte für die Untersuchung gemeldet (siehe Anlage!)   mehr ...

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