Volle Halbtagsschulen
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Kürzungen in Vollen Halbtagsschulen und bei der Integration
NP,
18.12.2004

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Integration

Offener Brief an Busemann   HANNOVER. Protest-Post für Bernd Busemann (CDU): Niedersachsens Kultusminister erhält in diesen Tagen zwei offene Briefe von verärgerten Eltern. Es geht um die Kürzungen der Lehrerstunden an den Vollen Halbtagsschulen (VHTS) und bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“.         Die Kritik kommt von der breiten Basis: Die Schulelternräte von 24 Vollen Halbtagsschulen in Stadt und Region, der Stadtelternrat und der Regionselternrat wollen gegen die Sparmaßnahmen an den Vollen Halbtagsschulen vorgehen.          Die Kürzungen seien so massiv, dass die Schulen „ihrem pädagogischen Auftrag nicht mehr gerecht werden könnten“, heißt es in dem Brief. Die Folgen: Unterrichtsausfall, Klassen werden aufgeteilt oder zusammengelegt, AGs und Klassenfahrten fallen aus.      Hintergrund: Das Konzept der VHTS sieht eine bessere Lehrerversorgung und mehr Förderunterricht vor. In der Unterrichtszeit (bis mittags) kümmern sich nur ausgebildete Pädagogen um die Kinder. Durch die Stundenkürzung fürchten die Eltern, dass dieses Schulmodell demontiert werden soll. Auch die Sparmaßnahmen bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ stößt auf heftige Kritik. Dieses Modell unterstützt und begleitet besonders benachteiligte Schüler in sozialen Brennpunkten. Das verhindere in vielen Fällen eine Überweisung in Förderschulen, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. „Außerdem sinkt damit das Bildungsniveau weiter, und auf lange Sicht steigt die Jugendkriminalität. Dagegen wollen wir uns wehren.“ Die Eltern hoffen nun auf eine Antwort von Busemann. KaSch

Stellungnahme Volle Halbtagsschulen Im Original:

Stellungnahme zu
Kürzungen der Stundenzuweisung in den Vollen Halbtagsschulen
(16.12.2004, PDF 23 KB)
Stellungnahme der Schulelternräte von 24 Vollen Halbtagsschulen, des Arbeitskreises Grundschulen im Stadtelternrat Hannover und des Arbeitskreises Grundschulen im Regionselternrat Hannover.

Dazu gibt es eine Powerpoint-Darstellung als pdf  umgewandelt.
Größe: 2,637 MB !!
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HAZ, 18.12.2004

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Integration



Basteln statt lernen – Eltern sind sauer     Immer mehr Unterricht an Vollen Halbtagsschulen fällt aus / Kürzungen an Integrationsschulen geplant        Stadtelternrat und Regionselternrat sind verärgert: Stundenkürzungen in Grundschulen haben zu massivem Unterrichtsausfall und dem Wegfall von Förderangeboten geführt. Seit bei den Vollen Halbtagsschulen die Vertretungsreserve gestrichen wurde, werden dort meist Klassen zusammengelegt, wenn Lehrer krank werden. Ursprünglich waren die Vollen Halbtagsschulen besser mit Lehrerstunden versorgt als andere Grundschulen. „Das war sinnvoll, weil viele dieser Schulen in sozialen Brennpunkten liegen“, sagte eine Mutter bei einem Treffen von Elternvertretern am Donnerstagabend.           Zweiter Kritikpunkt der Eltern: Auch in Schulen, die Sonderschüler für Lernhilfe integrieren, sollen zum Schulhalbjahr Lehrer abgezogen werden. In den sieben Schulen, die zum „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ gehören, fallen dann 80 Stunden weg. „Bisher können diese Grundschulen sozial benachteiligte Kinder frühzeitig fördern und halten ihnen damit Bildungschancen offen“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat. Genau das finde laut Pisa-Studie in Deutschland bisher viel zu wenig statt.             „So viel Unterrichtsausfall wie in diesem Herbst haben wir noch nie erlebt. Die vierten Klassen wurden tageweise nach Hause geschickt“, sagt ein Vater, dessen Schule von den Kürzungen doppelt betroffen ist. Die Schulleitung versuche alles, was möglich ist. „Aber wenn drei Lehrer krank werden, lässt sich das nicht mehr ausgleichen.“ In einer Vollen Halbtagsschule waren kurzfristig fünf von 15 Lehrern erkrankt und zwei weitere bei einer Pflichtfortbildung.                 Eltern aus anderen Schulen berichten, dass es durch die Klassenzusammenlegungen zu tief greifenden Konflikten unter den Schülern kommt. „Die Lehrer können das in Klassen mit 40 Kindern nicht mehr auffangen. Einzelne Eltern beschuldigen jetzt öffentlich die Schule.“ Eine andere Mutter beklagt, dass die Viertklässler seit vier Wochen nur noch basteln statt auf die weiterführenden Schulen vorbereitet zu werden. Manche Schulen setzen Eltern als Aufsicht ein. „Ich stehe hinter dem Ehrenamt. Aber wenn ich Kinder fördern will, brauche ich eine qualifizierte Ausbildung“, sagt Garnet Eichholz vom Stadtelternrat.
Die Eltern von 24 der 27 Vollen Halbtagsschulen in der Region haben nahezu geschlossen einen Protestbrief an das Kultusministerium geschickt. Ein zweiter Brief wendet sich gegen die Kürzungen an den Integrationsschulen. bil
Ende der Vollen Halbtagsschulen erst ab 2006
SCHULAUSSCHUSS: Schulen erst ab 2006 verlässlich ? Volle Halbtagsschule soll lange bleiben   von Rüdiger Knorr.  Die zwölf Grundschulen, die in Hannover als "volle Halbtagsschulen" arbeiten, sollen ihren Status so lange wie möglich behalten. Diese Schulen sind zumeist in sozialen Brennpunkten zu finden und bieten qualifizierten Unterricht bis 13 Uhr an. Der Schulausschuss signalisierte gestern, dass sie erst zum 1. August 2006 in die dann obligatorischen "verlässlichen Grundschulen" umgewandelt werden sollen. .. Denn gegenüber dem VGS-Modell müssen die Halbtagsschulen Einbußen im Angebot und in der Unterrichtsversorgung hinnehmen...   ->Verlässliche Grundschule  ->Volle Halbtagsschule ->Schulausschuss  NP 26.09.2002   mehr ...
SCHULAUSSCHUSS:  Kommentar: Nur noch Geplänkel  von Rüdiger Knorr
Hannovers erstklassiges Modell der vollen Halbtagsschulen erst auf den letzten gesetzlich möglichen Drücker zu Gunsten des Modells verlässliche Grundschule zu opfern, ist sicher richtig. ... Zum anderen ist und bleibt das Ende der vollen Halbtagsschulen ein Rückschritt, der freilich nicht mehr zu verhindern ist. ... ->Verlässliche Grundschule ->Volle Halbtagsschule  ->Schulausschuss   mehr ...
Neue Presse, 26.09.2002
Schulen erst ab 2006 verlässlich ?
Volle Halbtagsschule soll lange bleiben    von Rüdiger Knorr
Hannover. Die zwölf Grundschulen, die in Hannover als "volle Halbtagsschulen" arbeiten, sollen ihren Status so lange wie möglich behalten. Diese Schulen sind zumeist in sozialen Brennpunkten zu finden und bieten qualifizierten Unterricht bis 13 Uhr an. Der Schulausschuss signalisierte gestern, dass sie erst zum 1. August 2006 in die dann obligatorischen "verlässlichen Grundschulen" umgewandelt werden sollen.
    An der Frage der Zukunft der vollen Halbtagsschulen hatten sich in der Vergangenheit in Hannover der Streit um die Einführung der verlässlichen Grundschule (VGS) entzündet. Denn gegenüber dem VGS-Modell müssen die Halbtagsschulen Einbußen im Angebot und in der Unterrichtsversorgung hinnehmen. Dieser Streit brandete gestern noch einmal auf, als zwei fast gleich lautende Anträge von Rot-Grün sowie den Eltern- und Lehrer-Vertretern auf dem Tisch lagen. Danach solle die Umwandlung der Halbtagsschulen in VGS-Schulen so lange hinausgezögert werden, wie es das neue Schulgesetz zulässt.
   Die CDU im Ausschuss erklärte zwar die grundsätzliche Bereitschaft, den Beschluss mitzutragen, weil er gegenüber der ursprünglich geplanten frühen Umwandlung "das kleinere Übel" sei. Doch CDU-Ratsfrau Barbara Frank nahm den rot-grünen Antrag als Beweis dafür, dass auch die Ratsmehrheit wisse, dass die volle Halbtagsschule das bessere Modell sei: "Verlässliche Grundschule bedeutet für uns weiterhin verlassene Grundschule."
   Zu einem Beschluss kam es am Ende nicht: Weil ein Zusatzantrag zur Hortbetreuung für die Halbtagsschulen unklar war, wurden alle Anträge zurück in die Fraktionen gezogen.  ->Verlässliche Grundschule  ->Volle Halbtagsschule ->Schulausschuss

Kommentar: Nur noch Geplänkel  von Rüdiger Knorr
Hannovers erstklassiges Modell der vollen Halbtagsschulen erst auf den letzten gesetzlich möglichen Drücker zu Gunsten des Modells verlässliche Grundschule zu opfern, ist sicher richtig. Zum einen wird es genug Schwierigkeiten mit der Organisation der verlässlichen Betreuung geben, wenn die anderen bisher noch fehlenden 44 Grundschulen auf einen Schlag umgestellt werden. Zum anderen ist und bleibt das Ende der vollen Halbtagsschulen ein Rückschritt, der freilich nicht mehr zu verhindern ist.
    Dass die Fraktionen über die Nachspielzeit für die Halbtagsschulen gestern noch einmal Beratungsbedarf anmeldeten, anstatt sie zu beschließen, war nur noch Geplänkel.  ->Verlässliche Grundschule ->Volle Halbtagsschule  ->Schulausschuss

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