GYMNASIEN  - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover
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Gymnasien öffnen ihre Türen für Eltern und Kinder
Stadt-Anzeiger, 08.01.2004 Gymnasien öffnen ihre Türen für Eltern und Kinder   Außer den Sechstklässlern müssen in diesem Jahr erstmals auch die Viert- und Fünftklässler an den weiterführenden Schulen angemeldet werden.     Eltern sind froh, wenn sich herausstellt, dass ihr Kind fit ist für das Gymnasium. Doch welches Gymnasium ist das beste für den künftigen Lebensweg, welches kommt speziellen Interessen der Schüler entgegen? Nach Auflösung der Orientierungsstufen stellen sich für viele solche Fragen zudem zwei Jahre früher als bisher. Die Leibniz- und die Lutherschule haben ihr Angebot bereits vorgestellt; alle anderen hannoverschen Gymnasien präsentieren sich in den kommenden Wochen Eltern und Kindern. Auf die Besucher wartet häufig auch ein Begleitprogramm mit Beispielen aus dem Schulleben. Zu den Terminen gibt der StadtAnzeiger einen Überblick.      Bismarckschule, Südstadt, An der Bismarckschule 5: Informations-Veranstaltung für die fünften und sechsten Jahrgänge am Donnerstag, 8. Januar, ab 16 Uhr; für den siebten Jahrgang am Dienstag, 20. Januar, ab 16 Uhr. Auch das Planetarium ist während dieser Zeiten geöffnet.         Elsa-Brändström-Schule, Südstadt, Eckartallee 30: Tag der offenen Tür für den fünften Jahrgang am Dienstag, 13. Januar, ab 16 Uhr; für die sechsten und siebten Jahrgänge am Montag, 19. Januar, ab 15 Uhr: Es gibt Schnupperunterricht in Französisch, Spanisch und Latein. Eine Info-Veranstaltung folgt an beiden Tagen jeweils um 18 Uhr.
Freies Gymnasium Hannover, Bothfeld, Prinz-Albrecht-Ring 59: Für die fünften bis siebten Jahrgänge veranstaltet die staatlich anerkannte Privatschule einen Informationsabend am Donnerstag, 12. Februar, um 19 Uhr.      Goetheschule, Herrenhause, Franziusweg 43: Info-Abende am Montag, 12. Januar, um 19 Uhr in der OS Entenfangweg, Entenfangweg 19, sowie Dienstag, 13. Januar, um 19 Uhr in der OS Meldaustraße, An Mußmanns Haube 2. Tage der offenen Tür: für den fünften Jahrgang am Freitag, 23. Januar, ab 16 Uhr, sowie für den sechsten und siebten Jahrgang am Montag, 19. Januar, ab 16 Uhr. Das Begleitprogramm reicht von der Astronomie bis zur Schülerband.    Helene-Lange-Schule, Linden, Hohe Straße 24: Tage der offenen Tür für den fünften Jahrgang am Freitag, 16. Januar, von 15 bis 18 Uhr, für den sechsten Jahrgang am Dienstag, 24. Februar, ab 16:30 Uhr und für den siebten Jahrgang am Dienstag, 17. Februar, ab 16.30 Uhr. Angeboten werden unter anderem rhythmische Spiele und eine Text-Werkstatt. Für die Jahrgänge 6 und 7 folgt jeweils um 18 Uhr eine Info-Veranstaltung.   Herschelschule, Vahrenheide, Großer Kolonnenweg 17: Info-Veranstaltungen für den fünften Jahrgang am Dienstag. 20. Januar, von 17.30 bis 19.30 Uhr sowie für den sechsten und siebten Jahrgang am Mittwoch, 11. Februar, von 17.30 bis 20.30 Uhr.      Humboldtschule, Linden, Ricklinger Straße 95: Info-Veranstaltung für die fünften bis siebten Jahrgänge am Donnerstag, 29, Januar, ab 15 Uhr.     Käthe-Kollwitz-Schule, Groß-Buchholz, Podbielskistraße230: Für die kommenden fünften Jahrgänge präsentiert sich das Gymnasium am Montag, 12. Januar, für die sechsten und siebten Jahrgänge am Dienstag, 13. Januar, jeweils ab 16 Uhr. Auch die Europa-Klasse und die "Bewegte Schule" in der Turnhalle stellen sich vor.        Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium, Zooviertel, Seelhorststraße 52: Tag der offenen Tür am Donnerstag, 22. Januar, ab 15 Uhr für die künftigen Jahrgänge 5 bis 7; geboten wird unter anderem ein Schnupperkursus in Alt-Griechisch. Eine Info-Veranstaltung folgt um 18.30 Uhr.      Kurt-Schwitters-Gymnasium, Misburg, Hinter der Alten Burg 3: Tage der offenen Tür mit Informationen; für den fünften Jahrgang am Donnerstag, 15. Januar, ab 17 Uhr sowie für den sechsten und siebten Jahrgang am Donnerstag, 26. Februar, ab 17 Uhr.
Ricarda-Huch-Schule, List, Bonifatiusplatz 15: Tag der offenen Tür mit Into-Veranstaltung für die fünften bis siebten Jahrgänge am Donnerstag, 15. Januar, ab 17 Uhr. Die Theater-AG und die Bigband treten auf. Eltern geben außerdem Auskunft über ihre Erfahrungen mit der Schule.     Schillerschule, Kleefeld, EbellstraEe 15: Zu einer Info-Veranstaltung für die fünften bis siebten Jahrgänge lädt das Gymnasium für Donnerstag, 8. Januar, um 17 Uhr ein. Beim Tag der offenen Tür am Donnerstag, 19. Februar, von 16 bis 19 Uhr gibt es unter anderem Vorführungen in Sport, Theater und Niusik; die Cafeteria wird, wie an dieser Schule üblich, von den Eltern betreut.     Sophienschule, Zooviertel, Seelhorststraße 8: Tag der offenen Tür für die fünften bis siebten Jahrgänge am Mittwoch, 14. Januar, von 15.30 bis 18 Uhr. Schüler zeigen en Theateraufführungen in Englisch, Französisch und Latein;  ein Quiz bietet Gelegenheit, spielerisch das Gebäude kennenzulernen.     St.Ursula-Schule, katholisches Gymnasium in der Südstadt, Sirnrockstraße 20: Info-Abend für den Jahrgang 5 am Montag. 16. Februar, um 19.30 Uhr. Tage der offenen Tür: für den fünften Jahrgang am Sonnabend, 28. Februar, von 9 bis 12 Uhr, für den sechsten Jahrgang am Freitag, 27. Feb
ruar, von 16  bis 19 Uhr und für den siebten Jahrgang am Mittwoch, 17. März von 16 bis 19 Uhr.   Tellkampfschule, Südstadt, Altenbekener Damm 83: Tag der offenen Tür Altenbeckener Montag, 12. Januar, ab 15.30 Uhr. Informationen für die künftigen fünften, sechsten und siebten Jahrgänge gibt es um 16,17 und 18 Uhr. Alle neuen Klassenlehrer stellen sich den Kindern und Eltern vor. Angeboten wird außerdem eine Sprachberatung für Italienisch.    Wilhelm-Raabe-Schule, Südstadt, Langensalzastraße 24: Info-Veranstaltung für die Jahrgänge 5 bis 7 am Mittwoch, 14. Januar, ab 16 Uhr. Besucher können das Gebäude erkunden; alle Fachlehrer geben Auskunft zum Lehrstoff.      Val
Schulmisere: Rufe nach nationalen Standards
NP, 05.03.2003  PISA / Gesamtschulen / Gymnasien: Rufe nach nationalen Standards
Die Ergebnisse der dritten Pisa-Teilstudie haben den Rufs nach nationalen Bildungsstandards und besserer Integration von Ausländerkindern verstärkt.   Von Rainer Schwarz Die Vorsitzende des Bundeselternrates, Renate Hendricks, regte eine Debatte über Sinn und Objektivität von Zeugnisnoten an. Die dritte Pisa-Untersuchung belege einmal mehr, dass Noten "absolut ungeeignete Bewertungsmethoden" seien. Sie gäben "leider nur punktuell Hinweise auf den tatsächlichen Förderbedarf lernschwacher Kinder."   ... Die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange sagte, offenbar seien Noten ein "denkbar ungeeignetes Mittel" um Leistungen "in einem hochselektiven Schulsystem gerecht zu bewerten". Pisa zeige, dass Noten im Westentlichen von subjektiven Kriterien wie dem Durchschnittsniveau der Lerngruppe sowie der sozialen Herkunft der Schüler abhingen. Erneut zeige sich, "dass das gegliederte Schulwesen soziale Benachteiligung verstärkt."   ...     Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Karin Wolff (CDU) forderte, Ausländerkinder vor Eintritt in die Schule sprachlich zu fördern.  .... Schlechte Noten erhält in der Studie auch das Gymnasium:  Danach erreichen in den meisten Bundesländern 20 Prozent der Gymnasiasten  nicht mal das mittlere Niveau von Realschülern.  .... GEW-Schulexpertin Marianne Demme :...  Wenn 40 Prozent der bayerischen Realschüler das mittlere Niveau der bayerischen Gymnasiasten erreichten, dann "fragt man sich, was die Aufteilung in Schulformen soll".  mehr ...
Unzufriedene Schüler bringen keine Leistung
NP, 04.03.2003  PISAGymnasien:  Unzufriedene Schüler bringen keine Leistung
Dritte Pisa-Studie zeigt Ost-West-Gefälle bei sozialem Engagement. Ausländer senken Niveau.  dpa
   Berlin. Ost-West-Gefälle an deutschen Schulen: Die 15-jährigen au Nordrhein-Westfalen, Bremen, Baden-Württemberg und Bayern  zeigen die größte Neigung, sich gesellschaftlich zu engagieren. ...  Die Pisa-Analyse ergibt zugleich: An den baden-württembergischen - und bayerischen Haupt- wie Realschulen findet sich eine nicht unerhebliche Schülerzahl, die auch gut ein Gymnasium besuchen könnte und dort zumindest mit einem unteren Leistungsniveau dieser Schulform mithalten könnte.     ...    Aussagen, wie sich zunehmende Schulverdrossenheit negativ auf die Leistungen niederschlägt. Betroffen davon ist vor allem das Gymnasium. In keiner anderen Schulform gab ein so hoher Schüleranteil an, sich unwohlzu fühlen.  mehr ...
NP, 04.03.2003  PISAGymnasien / Gesamtschulen: Sind Lehrer doch ungerecht ?
Berlin. Die Schüler haben es schon immer gewußt... Lehrer machen oft krasse Unterschiede bei der Notenvergabe. ...  So kann ein Gymnasiast für dieselbe Leistung in Mathematik in einem Fall eine Eins oder Zwei, im anderen Fall auch eine Vier oder gar Fünf erhalten. ... Am beliebigsten erweist sich nach der Tabelle die Notenvergabe an integrierten hessischen Gesamtschulen, ...   mehr ...
Fünf Schulen losen aus
HAZ, 13.06.2002 
Fünf Schulen losen aus
60 Schüler von 1520 kommen nicht auf ihr Wunschgymnasium
   Die Anmeldungen für das neue Schuljahr sind gelaufen. Doch nicht jeder angehende Siebtklässler hat einen Platz an seinem Wunschgymnasium ergattert. Fünf Schulen waren so gefragt, dass sie ihre Plätze auslosen mussten. 
   60 Kinder kommen deshalb auf Gymnasien, für die sie sich ursprünglich nicht angemeldet hatten. „Meist konnten wir ihren Zweitwunsch berücksichtigen“, sagte Schulamtsleiterin Petra Martinsen gestern im Schulausschuss. Einzelne Schüler hatten allerdings doppeltes Pech und kommen an der Ausweichschule zum Beispiel nicht in die gewünschte Spanischklasse.
   „Welche Gymnasien gerade beliebt sind, ist sehr häufig abhängig von Mundpropaganda. Das schwankt sehr von Jahr zu Jahr“, sagte Martinsen. Seit längerem besonders gefragt seien aber die Käthe-Kollwitz-Schule und die Humboldtschule, beide auf Grund ihrer Lage. Die Schulen sind im Nordosten und Südwesten jeweils die ersten Gymnasien, die von den Stadtrandgebieten aus zu erreichen sind. Diesmal können auch die Bismarckschule in der Südstadt, die Schillerschule in Kleefeld und die Sophienschule im Zooviertel nicht alle angemeldeten Schüler aufnehmen. „Auch die Schillerschule zählt zu den ersten erreichbaren Gymnasien in Stadtrandnähe“, sagte Ratsherr Achim Dix (SPD).
    Zum Schuljahr 2001/2002 mussten – neben Humboldt- und Käthe-Kollwitz-Schule – die Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt und die Ricarda-Huch-Schule in der List sowie das Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg einige Siebtklässler ablehnen. Die jetzt so gefragte Bismarckschule hatte vor drei Jahren noch mit geringen Schülerzahlen zu kämpfen. „Die Schule hat sehr an ihrem Profil gearbeitet. Alle Schulen mit naturwissenschaftlichem Angebot spüren eine erhöhte Nachfrage, weil die Kinder das sehr gerne wählen“, sagte Martinsen. Schuldezernent Harald Böhlmann erläuterte, dass die Zahl der Schüler, die nicht an ihr Wunschgymnasium kommen, seit Jahren zwischen 20 und 60 schwanke.
   An den Realschulen verlief die Anmeldung ohne Probleme. Jeder Schüler hat einen Platz an der Schule bekommen, die er gewählt hat. Insgesamt gab es am den Gymnasien rund 1520 Anmeldungen, 360 der angehenden Gymnasiasten haben eine Realschulempfehlung. 
   bil   Veröffentlicht 12.06.2002 21:27 UHR 
HAZ, 14.08.2001-> Thema Abitur nach 12 Jahren
Neuer Plan für Turbo-Abitur erntet Kritik
Schulleiter befürchten mangelnde Förderstunden und eingeschränkte Sprachangebote. 
   Die Ankündigung von Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper zum Abitur nach zwölf Jahren stößt an den Gymnasien auf ein geteiltes Echo. Jürgens-Pieper will, wie berichtet, den Gymnasien und Gesamtschulen ermöglichen, im siebten Jahrgang Klassen einzurichten, die nach drei statt nach vier Jahren den zehnten Jahrgang und damit die Sekundarstufe I abschließen. "Die Schulen können, müssen aber nicht teilnehmen," sagt die Sprecherin des Kultusministeriums, Sonja Markgraf. Per Erlass will das Ministerium die Einrichtung dieser Turbo-Klassen zum Schuljahr 2002 / 2003 erlauben - ohne dass die Schulen einen Extra-Antrag stellen.
   Bisher kann eine Schule leistungsstarke Schüler nach dem neunten Jahrgang in einer Klasse zusammenfassen, in der sie in einem Jahr den Stoff der zehnten und elften Klasse lernen. In Hannover hatten drei staatliche Schulen für dieses Schuljahr eine Genehmigung dafür erhalten. An der Elsa-Brändström- und der Humboldtschule waren die Interessenten jedoch wieder abgesprungen - die Jugendlichen wollten ihren angestammten Klassenverband nicht für eine Turbo-Klasse aufgeben. Das Kaiser- Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) bereitet den Sprung in Klasse elf langfristiger vor: Eine siebte und eine achte Klasse sind dafür vorgesehen. Sie beginnen deshalb ein Jahr früher mit der an altsprachlichen Schule üblichen dritten Pflichtfremdsprache.
   Dementsprechend hält Ulrich Lenhardt, stellvertretender Leiter des KWRG, die Neuregelung für sinnvoll: "Sie kommt den Intentionen entgegen, die wir seit Jahren verfolgen." Brigitte Netzel, leiterin der Elsa-Brändström-Schule, ist mit den neuen Plänen des Ministeriums nicht glücklich. "Wir wollen, dass die begabten Kinder ihre sozialen Pflichten wahrnehmen und in den Klassen als Zugpferde dienen."   Netzel will dem kommenden zehnten Jahrgang wieder eine Springerklasse anbieten. Diese Klassen erhalten im ersten Halbjahr vier und im zweiten Halbjahr drei zusätzliche Unterrichtsstunden. "Ich weiß nicht, ob die Förderung so komfortabel ausfallen wird, wenn es bereits in Klasse sieben losgeht."
   Netzel hegt noch eine andere Befürchtung: "Kein Gymnasium wird es sich leisten können, nicht mitzumachen. Und dann bekommt keiner genug Schüler für eine Klasse zusammen." 
   Peter Fischer, Leiter der Humboldtschule, sieht Probleme bei der zweiten Fremdsprache: Der Turbo-Klasse könnten nicht unbedingt zwei oder drei Sprachen zur Wahl angeboten werden.   bil

Presseinformation des nds. Kultusministeriums vom 08.12.2000
Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe und des Fachgymnasiums
Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts
Ab dem kommenden Schuljahr beginnt auf der Grundlage der Empfehlungen des "Runden Tisch Sekundarbereich II" die Neugestaltung der Oberstufe der Gymnasien, Gesamtschulen und Fachgymnasien. Ab  1. August 2002 sollen dann alle allgemein bildenden Schulen mit gymasialer Oberstufe verpflichtet werden in der Kursstufe Fachkombinationen (Profile) zur Wahl für die Schüler anzubieten. "Die Fachgymnasien sollen bereits ab 1. August 2000 drei neu gestaltete Profile anbieten mit den Fachrichtungen Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales", sagte Niedersachsens Kultusministerin am (heutigen) Fragen in Hannover. mehr ...
Aktion Weihnachtshilfe     HAZ,08.01.2001
Viele Schulen haben mitgeholfen
So manche Aktion von Schülern in der Vorweihnachtszeit wird erst jetzt bekannt, nachdem immer mehr Spenden auf den Konten der Weihnachtshilfe verbucht weden. Schüler der IGS Roderbruch haben 60 Mark gesammelt und für Menschen in Not zur Verfügung gestellt. Von der Sophienschule sind 612 Mark eingezahlt worden. Dort haben Schülerinnen und Schüler wie schon in vergangenen Jahren Waffeln gebacken und in der Pause an Mitschüler verkauft. Den Erlös haben sie für die Hilfsaktion gespendet.
Hannoversches Wochenblatt,20.12.2000
Für Hochbegabte gibt's das Abitur künftig nach zwölf Jahren
MITTELFELD.  Niedersachsens Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper  hat sich an die Spitze der Hochbegabtenförderung gesetzt. Als Alternative zum regulären neunjährigen Gymnasium wird ab dem nächsten Jahr für Hochbegabte erstmals eine Klasse eingerichtet, deren Schülerinnen und Schüler dort lediglich acht Schuljahre durchlaufen werden.    mehr ...

Bildungspolitik/SPD/Schulzeit     dpa-Dienst für Kulturpolitik  49/2000   04.12.2000
SPD: Für gute Schüler Abitur künftig nach zwölf Jahren
Potsdam (dpa) – Die SPD-geführten Bundesländer wollen begabten Schülern künftig bundesweit das Abitur bereits nach zwölf Schuljahren ermöglichen. Eine generelle Verkürzung der Schulzeit von 13 auf zwölf Jahre für alle Schüler lehnen sie jedoch wegen des individuell unterschiedlichen Lerntempos ab. Darauf verständigten sich die SPD-Schulminister und die bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktionen am 24./25. November bei einem Treffen in Potsdam. ... mehr
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Umweltschule: Käthe-Kollwitz-Schule
13.01.2001 Bei Bildung liegt noch vieles im Argen (NP)
11.01.2001 Bayern: "Die Eltern wollen's nicht" (Der Neue Tag)
11.01.2001 Brandenburg: Noch keine Klarheit für schnelleres Abi (Lausitzer Rundschau)
02.01.2001 Neues Abitur: Rückschritt in die Sechziger (HAZ)
20.12.2000 Für Hochbegabte gibt's das Abitur künftig nach zwölf Jahren(Hannoversches Wochenblatt Süd)
09.12.2001 Jürgens-Pieper verlangt beim Abitur Profil (HAZ)
08.12.2000 Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe und des Fachgymnasiums (Presseinformation des Nds. Kultusministeriums)
04.12.2000 SPD: Für gute Schüler Abitur künftig nach zwölf Jahren(dpa-Dienst f. Kulturpolitik)
Nov. 2000 "Mit Turbo-Gymnasium zu mehr Abiturabschlüssen ?"   (E&W (GEW)) 
30.11.2000 TIMMS zur gymnasialen Oberstufe: "Vier Fächer für das Leben" (FR)
23.11.2000 "Schnell-Abi im Saarland" (HAZ)
23.11.2000 "Schulzeitverkürzung bis zum Abitur - Was können Gesamtschulen dazu beitragen" (GGG)
23.11.2000 Deutschland braucht mehr Gymnasiasten" (HAZ)
22.11.2000 Bayern setzt auf dem Weg zum Abitur künftig auf Doppellösung (dpa-Dienst f. Kulturpolitik)
22.11.2000 MARKUS-Studie: Leistung nicht von Klassengröße oder Schulform abhängig (dpa-Dienst f. Kulturpolitik)
16.11.2000 SÜDSTADT / Schulamt beruhigt: "Noch wird kein Gymnasium geschlossen"  (Stadt-Anzeiger Süd)
13.11.2000 Stadtelternrat kritisiert Sparprogramm:"Streit um fünftes Gymnasium"  (HAZ)
25.10.2000 Minister Wolfgang Jüttner erfreut / Käthe-Kollwitz-Schule: Schüler aktiv für die Umwelt (Hannoversches Wochenblatt Ost, Mi, 25.10.2000)
18.10.2000 Schüler nehmen Abkürzung zum Abitur  (HAZ)
11.10.2000 Beispiele der Schillerschule sollten nicht nur "Schule" machen
Gymnasium setzt auf  Solarenergie (Hannoversches Wochenblatt Süd),
12.08.2000 Tellkampfgymnasium: Sanierung geht voran (HAZ)
27.06.2000 Tellkampf-Gymnasium:"Verbot von Handys ist tabu"
24.06.2000 Käthe-Kollwitz-Schule: Auch in den Ferien ist Besucherempfang
08.01.2000 Nordrhein-Westfalen: "Abiturnoten sind 'angemessen'"-NRW ließ 30 000 Klausuren nachkorrigieren" (FR 8.1.2000)

HAZ, Donnerstag, 23.11.2000
"Deutschland braucht mehr Gymnasiasten"
HANNOVER.(jö)  Die internationale Schul-Vergleichsstudie TIMMS sorgt wieder für Aufsehen: In ihrem Schlussbericht werben die Experten des Berliner Max-Planck-Instituts fü Bildungsforschung dafür, mehr Schülern den Zugang zum Gymnasium zu ermöglichen. Die Öffnung der Gymnasien in den vergangenen Jahrzehnten habe keineswegs zu einer Abwertung des Abiturs geführt. Es gebe keine Leistungsnivellierung. Je mehr Schüler eines Jahrgangs die gymnasiale Oberstufe erreichen, heißt es im gestern vorgelegten TIMMS-Bericht, desto mehr Spitzenleistungen seien zu erwarten.
Bei dem internationalen Schulvergleich sind die Mathematik- und Physikleistungen in den neunten und elften Klassen untersucht worden - mit zum Teil nur mäßigen Ergebnissen für die deutschen Schüler. Mit Altersgenossen in Asien konnten sie zum Beispiel nicht mithalten.
Dem deutschen Abitur stellen die Bildungsforscher nun grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus. Es sei auch keineswegs problematisch, dass inzwischen gut 27 Prozent aller Schüler eines Jahrgangs in Deutschland das Gymnasium besuchen. Im Gegenteil: Länder mit noch höheren Abiturientenzahlen wie Schweden ode Norwegen schnitten beim TIMMS-Leistungsvergleich in Mathematik und Physik sogar deutlich besser ab als Deutschland. In Schweden besuchen 70,6 Prozent der Schüler die gymnasiale Oberstufe, in Norwegen sind es sogar mehr als 80 Prozent. Die Gymnasiasten beider Länder belegten im Vergleich Spitzenplätze und ließen die deutschen Schüler deutlich hinter sich.
Kritik üben die Bildungsforscher an der Gestaltung des Unterrichts in Deutschland. Die Mathematikstunden in der gymnasialen Oberstufe seien "bemerkenswert variationsarm". Das "Vormachen, Nachmachen und Einüben" erreiche viele Schüler nicht. Je anspruchsvoller eine Aufgabe sei, umso weiter fielen die deutschen Abiturienten hinter Schüler anderer europäischer Länder zurück. Oft würden die Schüler mit zu viel Wissen vollgestopft, ohne die praktische Bedeutung zu verstehen.

HAZ, Donnerstag, 23.11.2000
Schnell-Abi im Saarland
Das Saarland führt als erstes westliches Bundesland flächendeckend das achtjährige Gymnasium ein. Damit können die Schüler schon nach zwölf statt bisher 13 Schuljahren ihr Abitur ablegen. Ein entsprechendes Gesetz ha der Saar-Landtag am Mittwoch mit der CDU-Stimmenmehrheit verabschiedet. Kultusminister Jürgen Schreier (CDU) sagte, die kürzeste Schulzeit werde den Abiturienten bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bieten. dpa

dpa - Dienst für Kulturpolitik   47 / 2000          22.11.2000
Schulentwicklung/Bayern
Bayern setzt auf dem Weg zum Abitur künftig auf Doppellösung
Hof/Saale (dpa) – Im Länderstreit um einen kürzeren Weg zum Abitur setzt der Freistaat Bayern auf eine Doppellösung. Neben der bewährten neunjährigen Schulform soll künftig landesweit ein achtjähriges Ganztagsgymnasium angeboten werden. „Eltern und Schüler wählen den Schultyp, der ihren Interessen am besten dienen kann“, sagte Kulturministerin Monika Hohlmeier (CSU) am 16. November auf der Jahresversammlung des Bayerischen Philologenverbandes in Hof/Saale. Verbandschef Rainer Rupp äußerte sich skeptisch, aber nicht ablehnend über das neue bayerische Doppelmodell. Wichtig sei, dass das Unterrichtsvolumen und die Qualität des Abiturs erhalten blieben.
Mit ihrem Doppelmodell zieht die Ministerin die Konsequenz aus dem laufenden Modellversuch „Achtjähriges Gymnasium in Bayern“. Dort hatten Hochbegabte die Möglichkeit, den Stoff der Klassen sechs bis elf in fünf statt in sechs Jahren zu bewältigen. Wegen der notwendigen Stoffverdichtung und der höheren Leistungsanforderungen sei dieser Modellversuch bei Eltern, Lehrern und Schülern jedoch nur auf geringe Akzeptanz gestoßen.
Das achtjährige Ganztagsgymnasium ist laut Hohlmeier ein Angebot an alle Schüler. Durch die Verteilung des Unterrichtsstoffs auf individuell zugeschnittene Lern- und Trainingseinheiten in der Zeit zwischen 8.00 und 17.00 Uhr soll ein zusätzlicher Leistungsdruck vermieden werden. „Ein achtjähriges Gymnasium darf keine Elite-Schule werden, sondern muss für alle Schüler eine sinnvolle Alternative sein“, betonte die Ministerin. „Die Verkürzung darf die Schulzeit nicht zu einer Leidenszeit für die Schüler machen, sondern muss neue Chancen eröffnen.“
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern werde es in Bayern keine „zeitgeistige Mogelpackung“ geben, meinte Hohlmeier. „Es gibt keine Verkürzung oder Verdichtung des Unterrichtsstoffs auf Kosten der Schüler und Lehrer.“ Das achtjährigen Ganztagsgymnasium soll spätestens vom Schuljahr 2002/2003 an an einigen Pilotschulen wählbar sein. Besonderes Gewicht legt die Ministerin auf einen kooperativ ausgerichteten Unterrichtsstil, der auf die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen abzielt. Um den durch die Umverteilung der Stunden notwendigen Mehrbedarf an Lehrern zu decken, müssten in der Anlaufphase zusätzliche Planstellen geschaffen werden. Mehrarbeit komme auf die Lehrer aber nicht zu. Die neunjährige Form des Gymnasiums bleibe flächendeckend erhalten und erhalte die gleiche Unterstützung wie bisher, sagte Hohlmeier.

Rupp: Junger Mensch muss ausbüxen dürfen
Der Philologenverband sprach angesichts weiter steigender Schülerzahlen und des zu erwartenden Lehrermangels von einem schwierigen Akt. „Mir gefällt an dem Doppelmodell die Ehrlichkeit, dass man nicht einfach ein Neuntel des Unterrichtsstoffs wegstreicht“, sagte Rupp. Aus der Sicht der Gymnasiallehrer sei aber das neunjährige Gymnasium grundsätzlich der bessere Weg. Insbesondere im Alter zwischen 17 und 19 Jahren erlebten Jugendliche den stärksten Reifungsprozess. Die Schule dürfe sich nicht nur von kurzsichtigen Verwertungszwängen leiten lassen. Die Schüler bräuchten auch die notwendige Zeit für eine umfassende Bildungsarbeit. Rupp betonte: „Ein junger Mensch muss auch einmal ausbüxen dürfen.“
Schulentwicklung/Rheinland-Pfalz

Sparprogramm  (HAZ, 13.11.2000)
Streit um fünftes Gymnasium
Die von Finanzdezernent Stephan Weil aufgeworfene Frage, ob die Südstadt fünf Gymnasien brauche (die HAZ berichtete), hat den Stadtelternrat auf den Plan gerufen. Weil hatte in seinem neuesten Sparprogramm Schulen zur Disposition gestellt, wo es zu wenig Schüler gibt. Der Vorsitzende des Stadtelternrates, Hans-Dieter Keil-Süllow, kritisierte, der Kämmerer habe seinen Vorschlag ohne Rücksprache mit den Betroffenen gemacht. Eine Prüfung würde ergeben, dass es in der Südstadt keinen leer stehenden Schulraum gebe, den man einsparen könne, erklärte Keil-Süllow. So seien Wünsche des Stadtschülerrates, Räume für seine Geschäftsstelle in Südstädter Gymnasien zu belegen, abgelehnt worden.
Der Protest des Stadtelternrates gegen den Vorschlag des Kämmerers sei nachvollziehbar, entbehre jedoch jeglicher schulpolitischer Grundlage, erklärte hingegen der hannoversche SPD-Vorsitzende Walter Meinhold. Im Etat 2001 und in der mittelfristigen Vorausschau sei ein solcher Vorschlag jedenfalls nicht erwähnt.     he

(HAZ, Mi, 18.10.2000)
Schüler nehmen Abkürzung zum Abitur
Eine um ein Jahr verringerte Schulzeit will das Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium demnächst anbieten. Drei weitere Schulen diskutieren noch.
Das Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium (KWRG) bietet im nächsten Schuljahr als erste öffentliche Schule Hannovers die Möglichkeit, das Abitur in zwölf Jahren zu schaffen. Die Genehmigung dafür hat das Gymnasium im Hindenburg-Viertel bereits aus dem Kultusministerium bekommen. Über eine verkürzte Schulzeit für Begabte diskutieren auch die Humboldtschule in Linden, die Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt sowie die Goetheschule in der Nordstadt. In der privaten St.-Ursula-Schule ist es bereits so weit.
"Die Entscheidung, ein Jahr früher zum Abitur zu kommen, wird jeweils am Ende der neunten Klasse fallen", sagt Uwe Rademacher, Direktor des KWRG. Wenn unter den rund 450 Jungen und Mädchen seines Gymnasiums genügend leistungsstarke Schüler interessiert seien, werde er im Sommer 2001 eine zusätzliche zehnte Klasse einrichten. Die kann laut Erlass gebildet werden, wenn dafür die Hälfte eine durchschnittlich großen Klasse zusammenkommt, was im KWRG 13 bis 14 Schülern entspricht. Diese müssen im Zeugnis mindestens einen Notendurchscnitt von "Zwei" haben und bereit sein, zu den üblichen 30 Wochenstunden Unterricht drei bis vier Stunden mehr zu büffeln. Lohn für den Einsatz: die Mädchen und Jungen können nach dem ersten Halbjahr der zehnten Klasse gleich in das zweite Halbjahr der elften Klasse überwechseln. Rademacher ist überzeugt, das im KWRG die für diese Klasse besonders leistungsstarken Schüler mühelos zusammenkommen - sogar mehr als benötigt. "Wir haben tüchtige junge Damen und Herren dabei", lobt er. Auch Eltern hätten sich schon nach den Möglichkeiten in der so genannten D-Zug-Klasse für ihren Nachwuchs erkundigt. Die wird übrigens nur genehmigt, wenn das Gymnasium übe eine solide Lehrerversorgung verfügt, um den zusätzlichen "Förder-" Unterricht auch erteilen zu können, der Defizite in Fremdsprachen oder in Naturwissenschaften ausgleichen soll.
Andere Gymnasien wie beispielsweise die Herschelschule haben sich von dem Vorhaben, D-Zug-Klassen einzurichten, wieder verabschiedet. Die geplante Schulreform des Ministerpräsidenten sehe ja sowieso den Erwerb der Hochschulreife innerhalb von zwölf Jahren vor, da seien D-Zug-Klassen bald überholt.
he

Schulen (HAZ, Sa, 12.08.2000)
Sanierung geht voran
Das bereits vor einem Jahr beschlossene ehrgeizige Sanierungsprogramm für alle städtischen Schulen und Kitas ist angelaufen. Rund 45 Millionen Mark investiere die Stadt allein in diesem Jahr, erläuterte Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg anlässlich eines Besuchs im Tellkampfgymnasium, 35 Mark stehen, wie berichtet für die Renovierung der Gebäude zur Verfüung, dazu kommen weitere zehn Millionen für die so genannte energetische Sanierung. Sie werden für umfassende Energiesparmaßnahmen und die Erneuerung elektrotechnischer Anlagen ausgegeben.
Noch in diesem Jahr sollen 26 Schulen teilweise grundlegend erneuert werden. Einige der inzwischen denkmalgeschützten Gebäude sind bereits vierzig oder fünfzig Jahre alt. An 15 Einrichtungen haben die Bauarbeiten bereits während der Sommerferien begonnen.         ip

dpa - Dienst für Kulturpolitik   47 / 2000 /22.11.2000
MARKUS-Studie: Leistung nicht von Klassengröße abhängig
Mainz (dpa) – Leistungen von Schülern hängen weniger von Klassengröße oder Unterrichtsausfall ab als häufig angenommen. Vielmehr sind das Lernklima in der Klasse und das familiäre Umfeld entscheidend für den Erfolg in der Schule. Das geht aus der ersten Auswertung der großen rheinland-pfälzischen Bildungsstudie MARKUS hervor, die Bildungsminister Jürgen Zöllner (SPD) am 13. November in Mainz vorstellte. „Ich habe wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des Schulwesens bekommen“, sagte der Minister.
An der „Mathematik-Gesamterhebung Rheinland-Pfalz: Kompetenzen, Unterrichtsmerkmale, Schulkontext“, der bundesweit größten Studie dieser Art, hatten etwa 38 000 Achtklässler, 1 500 Lehrer und 500 Schulleiter teilgenommen. Die Studie wurde von den Professoren Reinhold Jäger und Andreas Helmke von der Universität Koblenz-Landau im Auftrag des Bildungsministeriums entwickelt und ausgewertet. Ein Mathematik-Test wurde mit Fragebögen zu Lernbedingungen und zum Schulumfeld ergänzt. Der Abschlussbericht soll Mitte 2001 vorliegen.
Für Minister Zöllner ist MARKUS wichtiger Bestandteil des Qualitätsmanagements, „um den einzelnen Schulen Hilfestellung für ihre Arbeit vor Ort“ zu geben. Als besonders bemerkenswert hob er die festgestellten Überschneidungen bei Spitzenleistungen zwischen den verschiedenen Bildungsgängen hervor. In den A-Kursen der Hauptschulen gebe es viele leistungsfähige Schüler, die die mittlere Reife erwerben könnten. Ebenso würden Schüler in den Regionalen Schulen und Integrierten Gesamtschulen vergleichbare Leistungen wie die gleicher Jahrgänge des gegliederten Schulsystem erreichen.
„Das ist eine Bestätigung für das dreigliedrige Schulsystem und seine Ergänzung durch integrative Schulformen“, betonte Zöllner. Die Studie beende damit „den alten Streit um die angeblich bessere Schulart“. In Zukunft müsse es darum gehen, die Durchlässigkeit des Schulsystems zu erhalten und weiter auszubauen. Zudem müsse nach den Befunden der Studie die Förderung von Schülern aus einem schwierigen sozialen Umfeld und mit einer fremden Muttersprache verstärkt werden.
Nach Angaben von Helmke zeichnen sich besonders leistungsfähige Klassen durch einen hohen Anteil von Schülern mit deutscher Muttersprache und einer geringen Sprachenvielfalt aus. „Nicht der Ausländeranteil ist entscheidend, sondern wie vertraut die Schüler mit der deutschen Sprache sind“, erklärte der Psychologe. Zudem sei die Bildungsnähe der Eltern von großer Bedeutung. In der Schule seien eine effiziente Klassenführung, eine gute Arbeitsatmosphäre und die Motivation der Schüler für einen erfolgreichen Unterricht entscheidend. Dagegen spiele die Größe der Klasse und der Unterrichtsausfall kaum eine Rolle.

CDU: Ergebnisse lächerlich
Die CDU-Opposition bezeichnete die ersten Schlüsse aus der MARKUS-Studie als lächerlich. „Dass erfolgreicher Unterricht davon abhängt, dass Schüler gefordert werden und klare Regeln vorhanden sein müssen, ist sicher nur für Herrn Zöllner eine neue Erkenntnis“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Erhard Lelle. Die ersten Ergebnisse seien „eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen“. Die 800 000 Mark für den Test seien „zum Fenster herausgeworfen“ worden. Für die Grünen im Landtag belegt der Zwischenbericht die Notwendigkeit, das Angebot an integrierten Schulformen auszuweiten. „Wenn in einem Hauptschul-Grundkurs noch Schüler unterrichtet werden, die Mathe-Spitzenleistungen auf Gymnasial-Niveau erbringen, müssen durchlässige, integrierte Schulformen flächendeckend ausgebaut werden“, forderte die Fraktionsvorsitzende, Ise Thomas.

Gymnasium ist am beliebtesten
Das Gymnasium ist nach wie vor die beliebteste Schulform in Hannover. Das geht aus einer Statistik des Schulamtes hervor. Im vergangenen Schuljahr meldeten 45,9 Prozent der Eltern von Kindern, die die Orientierungsstufe (OS) absolviert hatten, ihren Nachwuchs im Gymnasium an. Das ist die stärkste Nachfrage seit 20 Jahren. Eine Empfehlung für diese Schulform von der jeweiligen OS hatten jedoch nur 34,8 Prozent der Kinder bekomen.
Wenig gefragt waren die Hauptschulen. Während 30 Prozent der OS-Schüler dieser Schultyp empfohlen wurde, wechselten nur 18.2 Prozent in eine Hauptschule über. Lediglich im Realschulbereich wichen Empfehlung und tatsächliches Verhalten nur gering voneinander ab. Einem Drittel ihrer Schüler und Schülerinnen trauten die Kollegien die weitere Laufbahn in einer Realschule zu, de facto wurden 32,4 Prozent dort angemeldet, von ihnen hatte ein Drittel aber nur eine Hauptschulempfehlung.  (HAZ, 29.1.2000)                          he

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