| GYMNASIEN - PROFILOBERSTUFE - Doku des Stadtelternrates Hannover |
| HAZ, 15.03.2008 | Pauken mitten in den Ferien |
| Das Abitur naht und erstmals bereiten sich zahlreiche Schüler in Intensivkursen darauf vor. Viele machen sich Sorgen wegen des höheren Prüfungspensums. >> Abitur |
| Von Bärbel Hilbig Für Abiturienten war es schon immer eine Gewissensfrage, ob sie die Osterferien noch genießen oder diszipliniert hinter ihren Büchern sitzen. Dieses Jahr aber pauken etliche Schüler angesichts des herannahenden Abiturs im April in den Ferien sogar gemeinsam in Intensivkursen. Die Nachhilfeschule des Vereins für Integration und Bildung (VIB) bietet die Abikurse zum ersten Mal an. Ich mache das als Absicherung, damit ich hinterher kein schlechtes Gewissen habe, weil ich nicht genug gelernt habe, sagt Paul Katterbe. Der 18-Jährige und vier Mitschüler von der Humboldtschule, die alle Deutsch als Schwerpunktfach im Abitur haben, beschäftigen sich beim VIB in ihren Ferien nun täglich 90 Minuten lang mit Erörterungen, Textanalysen und Ähnlichem. So habe ich auch einen geregelten Tagesablauf danach lerne ich zu Hause weiter, sagt Paul. Viele der Schüler treibt die Angst vor dem Zentralabitur um. Zum dritten Mal bekommen alle Abiturienten landesweit die gleichen Aufgaben in den schriftlichen Prüfungen. Dieses Jahr gibt es zudem zum ersten Mal fünf statt vier Abiturfächer. Besonders wichtig sind dabei die drei Schwerpunktfächer, die den bisherigen zwei Leistungskursen entsprechen. In der Schule gebe es in den Schwerpunktfächern jetzt aber weniger Wochenstunden als zuvor in den Leistungskursen, sagt Anton Varonchuk von der Helene-Lange-Schule. Die Stoffmenge, die wir in jedem Fach können müssen, ist allerdings gleich geblieben. Deshalb ist dieser Abikursus für mich dringend notwendig. Anton wiederholt im Mathekursus bei Nachhilfelehrerin Jenny Vorbeck gerade Vektorenrechnung. Seine sechs Mitstreiter kommen alle vom gleichen Gymnasium und haben wie er Mathe, Chemie und Physik oder Biologie als Schwerpunktfächer. Manche haben zwei oder sogar drei Nachhilfekurse belegt. Lisa Blunck von der Herschelschule hat sich mit zwei Mitschülern für einen Chemiekursus entschieden. Uns wurde aber jetzt erst klar, dass unser Chemielehrer am Gymnasium uns wirklich gut vorbereitet hat. Dafür haben wir in anderen Fächern definitiv nicht alles gemacht. Der VIB bietet in seiner Filiale in Linden 26 Ferien-Abikurse in neun Fächern. Gut 100 Schüler aus sieben Gymnasien und zwei Gesamtschulen nehmen das neue Angebot wahr. Manche wollen sogar nach den Ferien noch weitermachen, sagt Filialleiter Sakir Keskin. Für den VIB ist das ein kleiner Durchbruch. Seine Nachhilfekurse besuchten bisher vor allem Einwandererkinder. Bei den anderen größeren Nachhilfe-Instituten ist die Nachfrage nach Abi-Crashkursen bisher gering. Bei der Schülerhilfe nehmen 30 und beim Studienkreis 20 Abiturienten normale Nachhilfe. Die Schüler benötigen oft Zeit, um ihre Lücken zu schließen, sagt Marion Lauterbach von der Schülerhilfe. Eine kleine Gruppe bereitet sich beim Studienkreis gezielt auf das Mathematik-Abitur vor. Die meisten Jugendlichen kommen früher zu uns. Das ist ja auch sinnvoll, sagt Sprecher Thomas Momotow. |
| HAZ, 15.03.2008 | Abitur mit fünf Prüfungsfächern |
| Die Abiturienten machen dieses Jahr zum ersten
Mal in fünf statt vier Fächern ihre Abschlussprüfung.
Bisher wurden die Schüler in ihren zwei Leistungsfächern und zwei
weiteren Grundfächern prüfen. Nach der Reform der Oberstufe hat
sich das geändert: Die Schüler müssen jetzt nach einem Einführungsjahr
in der Oberstufe ihre fünf Prüfungsfächer festlegen. Dazu
gehören drei Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau
(bisher Leistungskurs) und zwei Fächer mit grundlegendem Anforderungsniveau. Für die Auswahl der Prüfungsfächer gibt es ein enges Korsett von Vorgaben: Die Schüler müssen zwei der drei Kernfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen berücksichtigen. Außerdem entscheiden sie sich in der Oberstufe je nach Angebot der Schule für einen sprachlichen, naturwissenschaftlichen, musisch-künstlerischen, gesellschaftswissenschaftlichen oder manchmal auch sportlichen Schwerpunkt. Zwei der Prüfungsfächer mit erhöhtem Anforderungsniveau müssen diese Schwerpunktfächer sein. Beim sprachlichen Schwerpunkt sind das zum Beispiel zwei Fremdsprachen, beim naturwissenschaftlichen Schwerpunkt Biologie, Chemie, Physik oder auch Mathematik oder Informatik. bil Die Broschüre Die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfung kann per E-Mail unter Bibliothek@mk.niedersachsen.de oder per Fax unter (05 11) 1 20 74 50 bestellt werden. Im Internet ist sie erhältlich unter www.mk.niedersachsen.de. >> Abitur |
| Oberstufenleitungen nds. Gesamtschulen 2001 | "Fast-Education" führt zum Qualitätsverlust |
| . |
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| Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen
Landtag Profiloberstufe:
GRÜNE für
Erhalt der Profiloberstufe in Peine - Ideologische Anti-Gesamtschul-Politik
auf Kosten der Schüler Auf
Ablehnung bei den Landtagsgrünen stößt die Absicht des niedersächsischen
Kultusministers, die Genehmigung für die Profiloberstufe an der IGS
Peine zurückzuziehen. "In Peine sollte an der IGS und der Berufsbildenden
Schule ein sehr interessanter Versuch der Kooperation von allgemeiner und
beruflicher Bildung gestartet werden," sagte die schulpolitische Sprecherin
Ina Korter. Es dränge
sich der Eindruck auf, dass die schwarz-gelbe Landesregierung diesen Versuch
nur deshalb blockiere, weil sie schon immer gegen die IGS Peine gewesen sei.
"Die Schülerinnen und Schüler sind die Leidtragenden dieser ideologiegeleiteten
Politik," sagte Korter am Montag in Hannover.
Mit einer Anfrage wird die Genehmigungsrücknahme jetzt zum
Thema im Landtag gemacht. Die Grünen-Politikerin will wissen, wie
die Landesregierung für die Schulen die Planungssicherheit gewährleisten
will. Sie weist darauf hin, dass Planungssicherheit auch für die Eltern
erforderlich sei, die ihre Kinder an der IGS Peine angemeldet hatten in der
Erwartung, dass sie dort auch eine Oberstufe besuchen können.
Die Landesregierung soll auch Auskunft darüber geben, warum
die Genehmigung für die Peiner Profiloberstufe zurückgezogen wird,
ohne die Ergebnisse dieses Schulversuchs abzuwarten. |
Goslarsche
Zeitung, 13.08.2001 Kreiselternrat veranstaltete Podiumsdiskussion zur Hochschulreife BAD HARZBURG (Sg) "Lasset die Kindlein zu mir kommen." Der Lockruf der Hochschulen führt jedoch nicht zwangsläufig ins Gelobte Land. Vielmehr ist der Weg behaftet mit falschen Erwartungen, ein Schritt ins Ungewisse, der oftmals zur Umkehr veranlasst. Die einzige Chance, diesem zu begegnen, ist es, die Kindlein mit dem nötigen Rüstzeug zu wappnen. Doch Hochschulreife, wie erwirbt man die? Das versuchte eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion in der Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums herauszuarbeiten. Bei dieser vom Gymnasialausschuss im Kreiselternrat initiierten Veranstaltung stellten Dr. Ulla Bosse, Präsidentin der Universität Hildesheim und Heinz Durner, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, ihre Thesen zu diesem Themenkomplex vor und schlugen gleichzeitig einen Bogen um die Schnittstellen zwischen Gymnasium, Hochschulen und Wirtschaft und ihre Abhängigkeit von den politischen Verhältnissen. mehr ... |
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| März 2001 | Entwurf: Beschluss zur Einführung der Profiloberstufe |
| 14.02.2001 | Elternbrief der IGS Linden: Keine Zwangseinführung der Profiloberstufe |
| 13.01.2001 | Bei Bildung liegt noch vieles im Argen (NP) |
| 02.01.2001 | Neues Abitur: Rückschritt in die Sechziger (HAZ) |
| 09.12.2001 | Jürgens-Pieper verlangt beim Abitur Profil (HAZ) |
| 31.07.2000 | Abschlussbericht der Expertengruppe "Runder Tisch Sekundarbereich II |
| 08.12.2000 | Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe und des Fachgymnasiums (Presseinformation des Nds. Kultusministeriums) |
| Juli 1998 | Ziel und Struktur der gymnasialen Oberstufe heute |
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