| Unterrichtsversorgung 2009 |
| >> zum PROTEST gegen die Einführung des TURBO-ABIs an Gesamtschulen |
| >> zum PROTEST gegen die Unterrichtsausfall im Jahr 2009 |
| >> zum PROTEST gegen das 13-Punkte-Programm der Landesregierung 2009 |
| >> Unterrichtsversorgung | >> U.ver. bis 2004 | >> U.ver. 2005 | >> U.ver. 2006 | >> U.ver. 2007 | >> U.ver. 2008 |
| >> Untersuchung des Stadtelternrates Hannover zur Unterrichtsversorgung / 23.06.2006 (pdf 45 kb) |
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>> www.volksinitiative-unterrichtsqualitaet.de ...>> Volksinitiative 2007......>> Unterrichtsversorgung 2007. |
| >> Unterrichtsversorgung 2008 ....>> Unterrichtsversorgung 2009 |
| HAZ, 25.11.2009 | Unterrichtsversorgung bessert sich. |
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Die Statistik verzeichne eine Quote von 100,2 Prozent, frohlockt Ministerin Heister-Neumann VON SASKIA DÖHNER |
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Hannover. Diese Nachricht kommt für die in den vergangenen Monaten immer wieder in die Kritik geratene Kultusministerin gerade richtig: Die Unterrichtsversorgung ist an den Schulen deutlich besser als erwartet. Wir haben unser Ziel übertroffen, wir können zufrieden sein, sagte Elisabeth Heister-Neumann (CDU) sichtlich erfreut, als sie jetzt vor Journalisten in Hannover die statistischen Zahlen vorstellte. Danach liegt die Unterrichtsversorgung im Landesschnitt bei 100,2 Prozent. Angepeilt hatte das Ministerium eine Versorgung von 99,5 Prozent. In der Stadt Hannover liegt die Zahl mit 99,9 Prozent leicht unter dem Durchschnitt. Hier kommen die Gymnasien auf 99,5 und die Gesamtschulen auf 98,3 Prozent. In der Region erreicht die Versorgung insgesamt 100,1 Prozent. Am schlechtesten ist die Versorgung in Dannenberg mit 98,8 Prozent. Auch bei den einzelnen Schulformen liegen die Zahlen höher als erwartet. Bei den Grundschulen wird im Landesschnitt eine Versorgung von 102,6 Prozent erreicht, bei Gymnasien 99,8, bei Realschulen 99, bei Hauptschulen 98,6, bei Gesamtschulen 98,2 und bei Förderschulen 99,1 Prozent. Diese Zahlen sind ein Beleg dafür, dass unser Maßnahmenpaket gegriffen hat, sagte die Ministerin. Dazu gehörten zusätzliche Lehrer- und Referendarstellen, aber auch der freiwillige Verzicht auf Teilzeitarbeit bei den Pädagogen. Durch Letzteres seien insgesamt 350 Vollzeitstellen erwirtschaftet worden. In diesem Schuljahr sind 2506 neue Lehrkräfte auf 2300 Vollzeitstellen eingestellt worden. 636 Junglehrer waren Referendare, die nach Schuljahresbeginn ihre Abschlussprüfung gemacht und somit erst zum 1. November an den Schulen angefangen haben. Die Opposition betrachtet es als Trickserei, dass in die Statistik von vornherein auch die neuen Lehrer miteingerechnet werden, die erst drei Monate nach Schuljahresbeginn ihren Job antreten werden. Es gibt Schulen, an denen nach den Sommerferien monatelang der Mathematikunterricht ausgefallen ist, berichtete Frauke Heiligenstadt (SPD) gestern. Ina Korter (Grüne) sprach von Schönrechnerei. Nur an Grundschulen und Gymnasien sei die Unterrichtsversorgung im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich besser geworden. Außerdem sagten die statistischen Zahlen nichts über die wirkliche Situation an den Schulen. Denn Ausfälle durch Krankheiten oder Schwangerschaften seien nicht erfasst. Heister-Neumann fehle ein wirkliches Konzept, kritisierten die beiden Bildungsexpertinnen.Sie betreibe Bildungspolitik im Hinterzimmer und suche nicht den erforderlichen breiten Konsens, monierte Heiligenstadt. Und Korter warf der Ministerin Flickschusterei vor: Sie hangelt sich weiter von einer Baustelle zur anderen. Übervolle Klassen und überlastete Lehrer blieben Dauerprobleme. Karl-Ludwig von Danwitz (CDU) sprach von einem schönen Erfolg, räumte aber ein, dass es trotzdem zu Stundenausfällen kommen kann: Den Schulen fehlt wie den meisten Betrieben die fünf Prozent Reserve für Krankheitsausfälle. Und das Problem der Mangelfächer bleibt. Der Einsatz von Quereinsteigern
in diesem Schuljahr sind 186 eingestellt worden, die meisten für
das Fach Physik sei nur eine Übergangslösung: Wir
brauchen mehr Menschen, die sich an die naturwissenschaftlichen Fächer
herantrauen |
| Materialien zu den Maßnahmen zur Unterrichtsversorgung 2009 |
| 13.03.2009 |
SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag >> Zukunft der Bildung in Niedersachsen - Der Weg zu einem regional angepassten, vollständigenund stabilen Bildungssystem in Niedersachsen (pdf, 156 kb). Eine Stellungnahme der SPD-Landtagsfraktion zum Konzept der Landesregierung.. |
| 06.03.2009 | Fraktion der Grünen im Niedersächsischen Landtag >> Zentrale Forderungen des bildungspolitischen Krisen- und Strategiegipfels vom 06. März 2009 (pdf, 29 kb). Ergebnis einer Anhörung des Schulleitungsverbandes Niedersachsen, des Verbandes Bildung und Erziehung, der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschulen Niedersachsen, der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft, des Landeselternrates und des Landesschülerrates |
| 24.02.2009 | Niedersächsisches Kultusministerium >> Bildungsland Niedersachsen - Erfolge und Herausforderungen (pdf, 94 kb). |
| HAZ, 21.02.2009 | Wulff verdonnert Lehrer zur Mehrarbeit . |
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HAZ, 21.02.2008, >> Wulff verdonnert Lehrer zur Mehrarbeit ...Dienstliche Belange haben Vorrang / Vertrauensstörung mit Kultusministerium vor Klausurtagung . |
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HAZ, 21.02.2008, >> Lehrer sind wütend aufs Land ...Neuer Tritt vors Schienbein /Weitere Belastung der Beschäftigten in den Schulen ist inakzeptabel ... |
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HAZ, 21.02.2008, >> Die begehrte Ware Lehrer ...Der Lehrerklau geht um. ... |
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NP, 21.02.2008, >> Unnötiger Konflikt mit den Lehrern ...Immer mehr Lehrer, immer weniger Schüler, und dennoch droht ein massiver Unterrichtsausfall Niedersachsen erlebt zurzeit Bildungspolitik paradox .... |
| HAZ, 21.02.2009 | Wulff verdonnert Lehrer zur Mehrarbeit |
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Dienstliche Belange haben Vorrang / Vertrauensstörung mit Kultusministerium vor Klausurtagung - VON KLAUS WALLBAUM |
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Hannover. Vor der mit Spannung erwarteten Kabinettsklausur zur Schulpolitik hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) die bisherigen rund 10 000 Teilzeitlehrer auf neue Belastungen eingestimmt. Aus dienstlichen Belangen werde das Kultusministerium künftig nicht mehr jedem Antrag eines Lehrers, seine Stelle zu reduzieren, zustimmen können. Das wird keine Begeisterung auslösen, aber wenn in einem Betrieb ganz viel Arbeit da ist, müssen die Beschäftigten mehr tun. Dies wird man auch von Beamten verlangen können, sagte der Ministerpräsident. Er bat um Verständnis wegen der problematischen Unterrichtsversorgung in den Gymnasien. Zwei Jahre lang, bis zum doppelten Abiturjahrgang 2011, sei die Situation angespannt. Der Regierungschef nahm am Freitag mit dieser Mitteilung einen Teil der Ergebnisse der Klausurtagung der Landesregierung am Montag vorweg. Das Kabinett will in seiner Sitzung vor allem Vorschläge für eine bessere Unterrichtsversorgung prüfen und beschließen. Gerade in Bezug auf die Teilzeitlehrer hatte es in der CDU/FDP-Koalition Unmut über das Vorgehen von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann gegeben: Sie hatte die Teilzeitanträge gesammelt und nicht darüber entschieden. Erst als der Unmut der Gewerkschaften laut wurde, bat sie in einem Brief an die Lehrer, mehr zu unterrichten. Die Ministerin habe hier mangelndes taktisches Geschick gezeigt, heißt es aus der Koalition. Sie sei in die Defensive geraten. Verübelt wird Heister-Neumann auch, dass sie bisher keine vernünftige Gesprächsebene mit den Gewerkschaften gefunden habe. Sonst wäre es vielleicht längst gelungen, die Lehrer zur Mehrarbeit zu überzeugen etwa über eine höhere Vergütung, sagt ein Koalitionspolitiker. Wegen der angespannten Stimmung gelinge es zudem nicht, die hohe Zahl der für besondere Aufgaben freigestellten Lehrer (für Stundenplan oder Beratungslehrer) zu vermindern. Auch zwischen Wulff und dem Kultusministerium gibt es eine Vertrauensstörung. Das wurde in der Vorbereitung der Klausurtagung deutlich, als Wulff ein Papier des Ministeriums verwarf: Weil den Kommunen künftig erleichtert werden soll, gemeinsamen Unterricht von Haupt- und Realschule zuzulassen, dachten sich Beamte des Kultusressorts dafür einen Namen aus. Von Profilschulen war die Rede. Das verärgerte Wulff, weil jeder Name den Eindruck weckt, man wolle beide Schulformen vereinigen. Geplant ist aber offenbar entgegen manchen anderen Vorstellungen aus der CDU-Landtagsfraktion lediglich eine engere Kooperation. Außerdem nervt es Wulff, dass Heister-Neumanns Landesschulbehörde bisher Anträge von Pensionären, länger zu unterrichten, unnötig verkompliziert und beispielsweise ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. In Koalitionskreisen heißt es, der Ministerpräsident dränge auf ganz viele Veränderungen im Ministerium. |
| HAZ, 21.02.2009 | Lehrer sind wütend auf das Land |
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Neuer Tritt vors Schienbein /Weitere Belastung der Beschäftigten in den Schulen ist inakzeptabel - VON SASKIA DÖHNER |
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Hannover. Die Ankündigung von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), künftig nicht mehr jeden Antrag auf Teilzeit bei den Lehrkräften zu genehmigen, stößt bei den Gewerkschaften auf breite Ablehnung. Jede weitere Belastung der Beschäftigten an den Schulen ist völlig inakzeptabel, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eberhard Brandt, am Freitag. Die Stimmung an den Schulen sei mies. Auch Manfred Busch vom Verband der Realschullehrer berichtet von einer zunehmenden Verunsicherung: Das Vertrauen zur Landesregierung ist angeknackst, immer wieder heißt es, man kann sich auf nichts mehr verlassen, nur darauf, dass man vom Land wieder einen Tritt vors Schienbein bekommt. Auch Philologenverbandsvorsitzender Guillermo Spreckels stellte klar: Wir sind gegen jede Zwangsmaßnahme. Das habe auch Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann stets zugesichert. Von Wulffs Teilzeitvorstoß zeigte sich der Philologenverband entsprechend überrascht. Der Landeselternratsvorsitzende Matthias Kern erklärte: Es ist gut, dass die Unterrichtsversorgung jetzt Chefsache geworden ist. Andererseits seien schlecht motivierte Lehrer, die zur Mehrarbeit gezwungen worden sind, auch kein Gewinn für die Schüler. Spreckels warnte davor, die Errungenschaft Teilzeit aufs Spiel zu setzen. Schließlich halte das Land damit seit rund 30 Jahren viele Lehrkräfte, vor allem junge Mütter, im Staatsdienst, die andernfalls ihren Job komplett aufgeben würden. Marthe Blanck vom Grundschulverband sagte: Jeder Lehrer, der seine Stundenzahl reduziert, hat seine guten Gründe dafür. Oftmals sicherten ältere Pädagogen, die einem Burn-out-Syndrom nahe seien und auf Teilzeit gingen, so überhaupt ihre Arbeitskraft. Würden Teilzeitkräfte gezwungen, länger zu arbeiten, würde die Zahl der Frühpensionierungen und Krankheitsfälle in die Höhe schnellen, warnen die Lehrerverbände. Derzeit arbeitet rund ein Viertel der Lehrer in Niedersachsen Teilzeit. Rund 11 600 Pädagogen arbeiten aus familiären Gründen reduziert, knapp 10 000 aus sogenannten arbeitsmarktpolitischen Gründen, etwa weil sie sich überlastet fühlen. Diese Gruppe hatte Heister-Neumann Anfang des Monats angeschrieben und sie gebeten, freiwillig ihre Stundenzahl aufzustocken. Bis Freitagabend sollten die Rückmeldungen vorliegen. Zahlen oder Trendmeldungen gab das Ministerium zunächst nicht bekannt. Dem Vernehmen nach soll das Ergebnis aber enttäuschend sein. Umgerechnet 57 Vollzeitstellen sollen so zusammengekommen sein. Unklar ist aber noch, ob es denn überhaupt die verzweifelt gesuchten Fachlehrer sind, die mehr unterrichten wollen. Was nützt ein Deutschlehrer, der zwei Stunden mehr gibt, wenn Latein- und Physiklehrer fehlen, fragt GEW-Vorsitzender Brandt. Die Gewerkschaften bemängeln auch, dass die Regierung zu sehr
auf die Teilzeitkräfte setzt. Möglich sei es auch, Hochschulabsolventen,
die noch kein Referendariatsplatz haben, befristet an den Schulen anzustellen.
Wer im Sommer in Altersteilzeit geht, könnte beispielsweise drei
Jahre voll und danach überhaupt nicht mehr arbeiten anstatt die ganze
Zeit auf 50 Prozent. |
| HAZ, 21.02.2009 | Die begehrte Ware Lehrer |
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Der Lehrerklau geht um. Weil Pädagogen gerade in den Mangelfächern wie Mathematik, Physik und Latein in Berlin genauso fehlen wie in Hessen und Niedersachsen, überbieten sich die Bundesländer derzeit im Wettstreit um die begehrte Ware Lehrer. |
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Berlin will angestellten Lehrkräften ab August bis zu 1200 Euro brutto mehr im Monat bezahlen. Die Verbeamtung wurde 2004 abgeschafft. Ein Wettbewerbsnachteil, wo reichere Länder nicht nur mit dem Beamtenstatus, sondern auch noch mit Leistungszulagen locken. In Hessen können sogar 50-jährige Lehrer verbeamtet werden. Niedersachsen verspricht guten Referendaren, dass sie später an ihrem Wunschort unterrichten dürfen. Wer ein sogenanntes Mangelfach studiert hat, erhält schon jetzt bevorzugt einen Referendariatsplatz. Diese Quote soll von derzeit zehn Prozent ab November auf 20 Prozent erhöht werden. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß beim Status wie beim Einkommen. Eine 30- jährige Lehrerin mit zwei Kindern verdient in Sachsen als Angestellte 2257 Euro monatlich brutto, in Baden-Württemberg 3712 Euro. |
| NP, 21.02.2009 | Unnötiger Konflikt mit den Lehrern |
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Immer mehr Lehrer, immer weniger Schüler, und dennoch droht ein massiver Unterrichtsausfall Niedersachsen erlebt zurzeit Bildungspolitik paradox - von Dirk Racke |
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Seit Jahren ist bekannt, dass das Land ab nächstem Schuljahr
Lehrer-Mehrarbeit ausgleichen muss und damit zehntausende Unterrichtsstunden
fehlen. Der Versuch von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann,
diesen Ausgleich zu verschieben, löste vor einem Jahr so massive
Lehrerproteste aus, dass Ministerpräsident Christian Wulff den Plan
stoppte. Die 650 neuen Stellen, die die Ministerin daraufhin beantragte,
wurden ihr jedoch nur ansatzweise genehmigt. Hektisch versucht die unter
Druck stehende Ministerin nun, die Lücken zu stopfen. Und wieder
ist es Wulff, der die Zügel an sich reißt: Da die hilflose
Bitte der Ministerin um freiwillige Mehrarbeit offenbar wenig Früchte
trug, soll künftig nicht mehr jeder Antrag auf Teilzeitarbeit genehmigt
werden. Das ist in der Wirtschaft längst üblich und dennoch
ungeschickt. Wer Schulfrieden will, darf eine jahrelange Praxis nicht
per Anordnung stoppen. Er muss die Lehrerverbände im Vorfeld einbinden.
Sie haben mehrfach gezeigt, dass sie zur konstruktiven Mitarbeit bereit
sind. Der Konflikt, den Wulff nun aushalten will, wäre nicht nötig
gewesen. Den Frust und Vertrauensverlust der Lehrer werden die Schüler
ausbaden müssen. |
| HAZ, 30.01.2009 | Unterricht fällt wieder aus / Lehrer sollen freiwillig mehr arbeiten. >> Unterrichtsversorgung 2009 |
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| HAZ, 30.01.2009 | Unterricht fällt wieder aus |
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Von Bärbel Hilbig Für die Schüler gibt es heute Zeugnisse und zwei Tage Ferien mancher Schulleiter dagegen zerbrach sich bis zum Schluss den Kopf, wie er für das neue Halbjahr Lücken im Lehrerteam ausgleichen könnte. 49 Lehrer starten in Hannover neu, manche jedoch erst im Mai. Ausreichend ist das nicht. An der Ada-Lessing-Schule zum Beispiel beginnt eine Deutschlehrerin ihre Altersteilzeit. Andere Lehrer unterrichten weniger, weil sie in Projekten des Kultusministeriums mitarbeiten. Statt Deutsch hat Konrektorin Christa Lüdemann anderswo gekürzt und Förderunterricht gestrichen. Das ist natürlich schlecht. Dabei ist Altersteilzeit doch absehbar, sagt Lüdemann. Auch der Trainingsraum, in dem Schüler mit Problemen Pläne für eine Verhaltensänderung entwickeln, kann nicht mehr durchgängig betreut werden. Eigentlich brauchen wir dieses Angebot dringend. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. An der Käthe-Kollwitz-Schule musste Konrektor Rainer Topp Biologie im sechsten sowie Physik im neunten Jahrgang kürzen. Religion fällt für fast alle Schüler aus. Die Eltern sorgen sich natürlich wegen des Abiturs, wenn ihre Kinder in der siebten Klasse 28 statt 32 Wochenstunden haben, sagt Topp. Im November hatten Eltern über die Hotline des Ministeriums zumindest erreicht, dass eine Feuerwehrkraft für Kunst an die Schule kam. Auch an der Ricarda-Huch-Schule heißt es, die Lage sei angespannt wie immer. Wie vorher gibt es Kürzungen in den Naturwissenschaften. An der Leibnizschule setzten die Planer ein kompliziertes Karussell in Gang: Da springen Lehrer bei Englisch ein, die dann wieder in Französisch durch andere ersetzt werden. Zahlreiche Schüler müssen sich deshalb auf neue Lehrer einstellen. Wir hätten dringend eine Englischlehrkraft gebraucht. Die kommt aber erst im August, sagt Schulleiter Martin Stupperich. Der erhebliche Lehrermangel führe dazu, dass inzwischen jedes Vierteljahr neue Stundenpläne geschrieben werden müssten. Mit einer Studentin und Mehrarbeit gleicht die Schule aus, dass ein Lehrer erst im Mai beginnt. Aber bei 97 Prozent Unterrichtsversorgung fällt immer was aus, auch in Hauptfächern. Die Helene-Lange-Schule hat sieben Studenten angeheuert, weil drei Lehrer erst im Mai beginnen. Einstellungsgespräche, Papierkrieg und Einarbeitung machen viel Arbeit, sagt Schulleiter Jürgen Buchhagen. 30.01.2009 / HAZ Seite 14 Ressort: HANN |
| HAZ, 30.01.2009 | Lehrer sollen freiwillig mehr arbeiten |
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Von Saskia Döhner «Hannover. »Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) will an Teilzeitlehrer appellieren, in den nächsten zwei Jahren mehr Stunden zu geben, um so die Unterrichtsversorgung zu sichern. Wir setzen auf das Prinzip der Freiwilligkeit, sagte Ministeriumssprecher Andreas Krischat gestern. Betroffen seien nicht die rund 11 600 Pädagogen, die aus familiären Gründen ihre Arbeitszeit heruntergeschraubt haben, sondern nur die knapp 10 000 Lehrer, die ihre Stundenzahl aus sogenannten arbeitsmarktpolitischen Gründen reduziert haben. Darunter fallen auch die kinderlosen Lehrkräfte, die sich in ihrem Job überfordert fühlen. Wenn jeder der 10 000 Lehrer nur eine Stunde mehr arbeitet, haben wir 10 000 Stunden mehr, rechnete Krischat vor. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bekräftigte am Donnerstag ihre Kritik daran, dass derzeit alle Teilzeitanträge von Lehrern, die ab dem Sommer weniger arbeiten wollen, auf Eis liegen. Die Wut bei den Lehrern ist groß, sagte GEW-Landesvorsitzender Eberhard Brandt und kündigte Proteste an. Es gehe bei den Teilzeitanträgen erst mal darum, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wer an welcher Schulform seine Unterrichtsstunden zurückschrauben wolle, sagte Ministeriumssprecher Krischat. Heister-Neumann werde Anfang Februar die Lehrer anschreiben und sie bitten, ihre Stunden aufzustocken. Was passiert, wenn diese nicht mehr arbeiten wollen, sagte der Sprecher nicht. Dann werden wir die Anträge bearbeiten, hieß es. Die Frage, ob die Teilzeit in der gewünschten Form genehmigt werde, beantwortete er nicht. Die GEW forderte, sofort 1000 neue Lehrer einzustellen und dies über den Nachtragshaushalt zu finanzieren. Es sei unwahrscheinlich, dass Teilzeitkräfte freiwillig länger arbeiten wollen, sagte Brandt: Wer reduziert, hat seine guten Gründe dafür. SPD und Grüne nannten das Vorgehen der Ministerin hilflos und panisch. So geht man nicht mit Menschen um, sagte Frauke Heiligenstadt (SPD). Ab der nächsten Woche werde es in den Schulen landesweit Warnstreiks der angestellten Lehrer geben, die auch Unterrichtsausfall zur Folge hätten, sagte Brandt gestern. Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit der Tarifgemeinschaft der Länder. Für nächsten Dienstag haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes zu einem Streik- und Aktionstag in Hannover aufgerufen. Es werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet. 30.01.2009 / HAZ Seite 5 Ressort: NIED |
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