VERKEHR - Dokumentation des Stadtelternrates Hannover

HAZ, 21.02.2007 Region: Wir werden strenger Schulfahrt-Urteil hat Folgen Ein Vater aus Seelze hat den Eltern in Stadt und Umland möglicherweise einen Bärendienst erwiesen: Sie müssen damit rechnen, dass ihre Kinder künftig kaum noch außerhalb des jeweiligen Schulbezirks unterrichtet werden können. >> Schulfahrt >> Klassenfahrt >> Klassenfahrt Alg2 >> Verkehr

 

HAZ, 24.05.2005   Streit über höhere Fahrpreise   SPD unterstützt Erhöhung, CDU ist dagegen
Die Vorschläge zu Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr haben in der Region gemischte Reaktionen ausgelöst. Regionsverwaltung und die Verkehrsunternehmen wollen durchschnittliche Anhebungen von 3,8 Prozent. Dabei sollen die Tarife für Schülerkarten überproportional steigen. „Wegen der Defizite im Nahverkehr sind höhere Preise notwendig. Über Details muss man noch reden“, sagt SPD-Fraktionschef Bodo Messerschmidt. FDP und Grüne äußern sich moderat, die CDU und die linksgerichtete Fraktion WASG/Parteilos lehnen die Vorschläge ab.
Die Vorschläge waren unter anderem mit Millionenausfällen bei den Einnahmen begründet worden. Sie entstehen, weil das Land nicht wie bisher freiwillige Ausgleichszahlungen für den Schülerverkehr leistet. Außerdem erhofft sich die Region Mehreinnahmen. Unter anderem stehen das Kurzstreckenticket, Sammelfahrscheine und Tagestickets auf der Liste für höhere Tarife.
Messerschmidt und der Fraktionschef der Grünen, Serdar Saris, wollen zunächst ausloten lassen, ob kostenlose oder verbilligte Schülerfahrscheine nicht mehr wie bisher generell, sondern nach Bedürftigkeit verteilt werden. Im Zweifelsfall müsste das rot-grüne Mehrheitsbündnis höhere Preise ohnehin im Alleingang beschließen. „Es wäre die dritte Tarifanhebung in Folge. Das ist unzumutbar für die Kunden“, sagt der CDU-Verkehrsexperte Eberhard Wicke. Michael Fleischmann vom linken Fraktionsbündnis will ebenfalls nichts von höheren Fahrpreisen wissen und wirbt dafür, stattdessen Geld aus dem Wirtschaftsförderprogramm Hannoverimpuls in den Nahverkehr zu stecken.
„Die Unternehmen können 2,8 Prozent Tarifsteigerung ohne Zustimmung der Politik festsetzen. Wenn sie Geld brauchen, sollen sie das machen“, sagt FDP-Fraktionschef Dieter Lüddecke. Für den Schülerverkehr forderte er gesonderte Vorschläge. se

NP, 24.05.2005   Fahrpreise sollen um 3,8 Prozent steigen
GVH will Schülerfahrkarten besonders stark verteuern - Grünen fehlt die „soziale Komponente“

VON STEFAN ALTMEYER    HANNOVER. Bus- und Bahnfahren soll schon wieder teurer werden. „Die Gesellschafterversammlung des Großraum-Verkehrs hat eine Preiserhöhung von 3,8 Prozent vorgeschlagen“, so Sprecher Tolga Otkun. Im Großraum-Verkehr (GVH) sind Üstra, Regio-Bus und Bahn zusammengeschlossen.
Unverändert bleibt der Preis für das Einzelticket für eine Zone (1,90 Euro), Zone zwei und drei werden je zehn Cent teurer. Ausreißer nach oben: Das Kurzstreckenticket soll ab dem 11. 12. um zehn Cent auf 1,20 Euro teurer werden (plus neun Prozent). Auch das Ermäßigungsticket für Kinder unter 14 Jahren steigt um zehn Cent auf 1,10 Euro (plus zehn Prozent).
Die Sparcard für Schüler wird 2,50 Euro (plus 8,06 Prozent) teurer. Der Preis für die Semestercard erhöht sich um einen Euro (9,17 Prozent) monatlich. Spitzenreiter bei den Preissteigerungen ist der Zuschlag für das Anruf-Sammeltaxi Springe mit 50 Cent (plus 33,33 Prozent).
„Ich halte die Erhöhung für erforderlich“, sagt der Verkehrs- und Wirtschaftsdezernent der Region, Hans-Georg Martensen. Der prozentual hohe „Ausreißer“ bei der Schülerbeförderung liege an „rechtlichen Vorgaben“. So wolle das Land geringere Ausgleichszahlungen für den Transport leisten. „Dadurch fehlen uns Millionenbeträge“, so GVH-Sprecher Otkun.
Kritik an den Fahrpreiserhöhungen kommt aus den Reihen der Regionspolitik. Es bestehe die Gefahr, dass der GVH Kunden verliere, meint Eberhard Wicke, Verkehrspolitischer Sprecher der Regions-CDU. „Es fehlt ein Konzept für einen finanzierbaren GVH.“
Der Fraktionschef der Grünen Serdar Saris hat bei der Preiserhöhung „Bauchschmerzen“. Familien könnten nicht weiter belastet werden. „Wir wollen eine soziale Komponente berücksichtigt haben“, so Saris.
Karlheinz Mönkeberg (SPD), Sprecher der Arbeitsgruppe Verkehr, hofft, die „Preiserhöhung abfedern oder anders verteilen“ zu können. Grundsätzlich verteidigt er aber den Vorschlag: „Uns laufen die Kosten im Sozial- und Verkehrsbereich davon, das müssen wir irgendwie kompensieren.“


HAZ, 21.08.2003  Grundschüler sollen nicht mit dem Rad zur Schule
Gelbe Fußabdrücke sorgen in Niedersachsen für die Sicherheit der ABC-Schützen. Die Zeichen werden überall dort auf den Asphalt gesprüht, wo der Schulweg sicher ist. Wolfgang Schultze von der Verkehrswacht forderte Eltern auf, ihre Kinder im Auto anzuschnallen. „Kaum ein Kind kommt ums Leben, weil es zu Fuß zur Schule geht“, so Schultze, „sondern, weil es im Auto nicht angeschnallt oder Kindersitze falsch montiert wurden.“ Auch das Fahrrad sei nicht geeignet. „In diesem Alter können Kinder Gefahren nicht einschätzen.“ Der Zoo zeigte, mit welcher Wucht ein unangeschnalltes Kind durchs Auto fliegt: Elefanten-Kuh Sayang verdeutlichte Erstklässlern das Phänomen mit ihren 1400 Kilo eindrucksvoll . jul
FOTO:  EINDRUCKSVOLL: Sayang zeigt den Erstklässlern und Polizisten, welche Wucht sie durchs Auto schleudern würde, wenn sie nicht angeschnallt wären.